Anne Ameri-Siemens Für die RAF war er das System, für mich der Vater

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Inhaltsangabe zu „Für die RAF war er das System, für mich der Vater“ von Anne Ameri-Siemens

Viel ist über die RAF geschrieben worden, ihre Opfer aber blieben weitgehend ungehört. In diesem Buch öffnen sich die Angehörigen und Überlebenden des Terrors und erzählen – viele von ihnen zum ersten Mal – von den schrecklichen Ereignissen, die ihr Leben für immer verändert haben. Erst wer diese erschütternden Zeugnisse liest, wird die Geschichte der RAF in ihrer ganzen Dimension verstehen.

Gespräche mit den Hinterbliebenen

— Liebes_Buch
Liebes_Buch

Möchte man eine andere Sicht auf die RAF erhalten, nämlich die der Opfer, sollte man dieses Buch lesen.

— Orisha
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  • RAF aus der Sicht der Opfer

    Für die RAF war er das System, für mich der Vater
    Liebes_Buch

    Liebes_Buch

    04. July 2015 um 17:17

    Nachdem ich die Erinnerungen von Peter Schneider, einem 68er, gelesen hatte, las ich zum Kontrast dieses Buch, in dem die Familien einiger Ermordeter zu Wort kommen. Es berichten Angehörige oder Überlebende von den Fällen: Botschaft in Stockholm, Jürgen Ponto, Hans Martin Schleyer, die Landshut,  von Braunmühl und Eckhardt. Dieses Buch ist sehr bedrückend und geht tief unter die Haut. Die Opfer müssen sich ein Leben lang mit dem Mord auseinandersetzen und zudem oft mit der Freilassung der Täter. Sich anzuhören, wie die Opfer mit diesen sinnlosen Taten leben und versuchen, den Tätern zu vergeben, ist sehr beeindruckend. Ich wusste nicht, dass Opfer sogar die Verteidigung der Terroristen finanzierten... dieser Glaube an die Demokratie der BRD steht in krassem Gegensatz zum Weltbild der RAF, die starre Feindbilder hat. Besonders gut an diesem Buch ist, dass auch die Lebensläufe der Täter geschildert werden. So kann man Verschwörungstheorien entgegentreten, die im Internet kursieren, denn die Täter geben bis heute Interviews und verbreiten ihre Sichtweise z B von einer Verschwörung Israels... Ich habe begleitend zu diesen Büchern einige Videos im Netz angeschaut und kann verstehen, dass die Familien von der Einstellung der Terroristen enttäuscht sind, die sich meistens als Opfer darstellen. Darum finde ich dieses Buch sehr wichtig, um auch den echten Opfern eine Stimme zu geben. Traurig ist, dass viele Opfer sogar Sympathien für die Studentenbewegung hatten. Das schütze sie jedoch nicht davor, von der RAF hingerichtet oder als Geisel genommen zu werden. Es hat mich betroffen gemacht zu lesen, dass sogar persönliche Freunde an Attentaten mitgewirkt haben. Enttäuschend ist natürlich das Interview von Helmut Schmidt am Ende des Buches. Er erklärt seinen Leitsatz, dass der Staat sich nicht erpressen lassen will. Zum Glück können die Opfer auch dazu ihre Meinung sagen. Als Anfangspunkt der RAF wird immer gesehen, dass die Nachkriegsgeneration einen Dialog über die Schuld der Tätergeneration forderte. Dafür spricht, dass auch Herr Schmidt hier behauptet, kein Nazi gewesen zu sein, weil er Juden in der Familie hat. Trotzdem wurde inzwischen von Akten berichtet, die ihm eine nationalsozialistische Gesinnung bescheinigen. Vielleicht wollte die sogenannte Tätergeneration wirklich nicht auspacken. Aber wie ein Betroffener richtig feststellt: Warum haben die Terroristen nicht ihre eigenen Eltern ermordet? Die RAF hat ihre Feinde selbst ausgesucht und in Selbstjustiz ermordet, aus Gründen, die nur sie kennen. Dabei töteten sie auch Menschen ihres Alters oder Angestellte.  Dieses Buch wurde mit der Corine für das beste Sachbuch ausgezeichnet. 

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  • Rezension zu "Für die RAF war er das System, für mich der Vater" von Anne Ameri-Siemens

    Für die RAF war er das System, für mich der Vater
    Orisha

    Orisha

    30. September 2011 um 22:30

    Von Mirbach – Hillegaart – Ponto – Schleyer – Schumann – Von Braunmühl. Vor nicht mal 25 Jahren wurde letztgenannter auf offener Straße erschossen. Die anderen als Geiseln genommen – entführt – hingerichtet. Im Auftrag der RAF. Jenem Kapitel jüngster deutscher Geschichte, dem immer etwas verklärt Mystisches anhaftet. Doch hier geht es nicht um Meinhof - Baader – Enslin und Co. Zumindest nicht vorrangig. Hier geht es um die Opfer. Um Angehörige. Um Augenzeugen. Um Erlebtes und um Einsicht – Nachsicht – Unverständnis – Verständnis – Trauer – Ängste. Siemens lässt die Angehörigen eben jener zu Wort kommen, mal im Interview, mal als freie Nacherzählung, gespickt mit Hintergrundinformationen. Eine kurze Einführung bringt nochmals Licht in die Geschichte der RAF und Helmut Schmidt hat einmal mehr das letzte Wort. Fazit: Lesenswert.

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  • Rezension zu "Für die RAF war er das System, für mich der Vater" von Anne Ameri-Siemens

    Für die RAF war er das System, für mich der Vater
    Tanja_Langer

    Tanja_Langer

    10. March 2011 um 09:42

    Das Gute an diesem Buch ist, dass es gerade keinen Gesamtüberblick über "die Geschichte der RAF" gibt, was auch immer das sein sollte. ein solches Buch kann es nämlich noch gar nicht geben, da zu vieles vollkommen unbekannt ist. Dennoch gibt Anne Siemens in ihren knappen Einführungen einen Abriss der Aktivitäten der RAF, und sie lässt ihren InterviewpartnerInnen den Raum, der offenbar macht, wie kompliziert es ist, von einem Attentat betroffen zu sein, zur Familie eines von anderen gehassten und ermordeten Menschen zu gehören, darüber hinaus die Zwiespältigkeit zu erleben, wie das Bildes eines Menschen in der Öffentlichkeit einerseits, in der persönlichen Wahrnehmung und Bedeutung andererseits ist. Manche Konflikte sind nicht auflösbar. Man erhält aus den Moasiksteinchen der Antworten ein facettenreiches Bild der 70er, 80er und der Nachwirkungen. Interessant sind auch die Hinweise auf Verfilzungen der RAF mit der Stasi und anderen Geheimdiensten und den ideologischen Kampf, der zur Zeit des Kalten Krieges stattfand. Ein lesenswertes, engagiertes Buch auf einem schwierigen Feld.

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  • Rezension zu "Für die RAF war er das System, für mich der Vater" von Anne Ameri-Siemens

    Für die RAF war er das System, für mich der Vater
    wireless5011

    wireless5011

    16. October 2008 um 11:41

    Für sich alleinstehend kein überzeugendes Buch. Um aber ein Gesamtbild über die RAF und ihre Aktionen zu bekommen trotzdem lohnend.