Sonntags in Trondheim

von Anne B. Ragde 
3,6 Sterne bei55 Bewertungen
Sonntags in Trondheim
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Inhaltsangabe zu "Sonntags in Trondheim"

Neues von den Neshovs
Blut ist dicker als Wasser. Das lässt sich zwischen Sonntagsbraten und Familienquerelen leicht aus den Augen verlieren. Bei den Neshovs ist das nicht anders. Einst auf einem Schweinezüchterhof in Trondheim zu Hause, lebt die Sippe inzwischen weit verstreut. Margido widmet sich mit fast religiöser Hingabe seinem Bestattungsunternehmen und tröstet sich mit Saunabesuchen über seine Personalprobleme hinweg. Sein Bruder Erlend, ein schwuler Schaufensterdekorateur, ist zwar seit Jahren glücklich in Kopenhagen verheiratet, aber ein wenig hysterisch, was problematisch wird, als sein stark übergewichtiger Lebensgefährte eines Tages zusammenbricht. Torunn wiederum, die Nichte der beiden, vergeudet ihre Zeit mit einem Mann, der Schlittenhunde züchtet – zu denen sie eine bessere Beziehung unterhält als zu ihm. Als Torunn jedoch an einem Sonntagmorgen beschließt, Margido einen Besuch abzustatten, setzt sie damit ganz erstaunliche Entwicklungen in Gang ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442757374
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:btb
Erscheinungsdatum:14.08.2017
Teil 4 der Reihe "Neshov"

Rezensionen und Bewertungen

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    tkmlas avatar
    tkmlavor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsame Familiengeschichte!
    Viel los bei den Neshovs

    Sonntags in Trondheim ist der vierte Teil der Familiensaga um die Neshovs von der norwegischen Autorin Anne B. Ragde.
    Die verbliebenen Mitglieder der Familie Neshov leben alle ihr eigenes Leben. Untereinander haben sie fast gar keinen Kontakt mehr. Der ursprüngliche Familiensitz und Hof in Trondheim ist einsam und verlassen. Der älteste Bruder und Bestattungsunternehmer Margido nutzt ihn nur noch als Lager für seine Särge und kümmert sich um das nötigste. Margido kämpft mit einer beginnenden Depression. Er kann sich zu nichts mehr aufraffen und fühlt sich müde und abgeschlagen. Nichts bereitet ihm mehr Freude.
    Sein jüngerer Bruder Erlend lebt mit seinem Mann Krumme und den gemeinsamen drei Kindern ein luxuriöses und exzentrisches Stadtleben. Die Erinnerungen an seine Kindheit und seine Mutter will er am liebsten vergessen. Er ist glücklich mit seiner selbstgewählten und turbulenten Großfamilie, in der er nach einigen Startschwierigkeiten total aufgeht.
    Die Nichte der beiden und Tochter ihres verstorbenen Bruders Torunn hatte sich ebenfalls komplett von der Familie zurückgezogen. Sie hat Wohnung, Job und den Anteil an ihrer Tierklinik aufgegeben, um mit ihrem Freund Christer und seinen Schlittenhunden zu leben. Mittlerweile ist die Liebe stark abgekühlt, wenn sie denn überhaupt vorhanden war. Torunn lebt nur noch aus Kostengründen bei Christer und wartet auf den Tag, an dem sie ihn endlich verlassen wird.
    Als dieser Tag dann plötzlich kommt, besinnt sie sich wieder auf ihre Familie und besucht spontan Margido, oder besser gesagt überfällt ihn.

    Die Erzählperspektive wechselt in regelmäßiger Reihenfolge zwischen Margido, Erlend und Torunn. Dabei schafft es die Autorin aus jeder Sichtweise eine eigene Stimmung zu erzeugen. Das Erzähltempo passt sich der jeweiligen Figur an, von unaufgeregt und pragmatisch bis zu hektisch und überdreht.
    Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich denke, es ist auf jeden Fall noch Erzählpotential für eine weitere Fortsetzung vorhanden.


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    I
    Ivonne_Gerhardvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: WE are Family :-)
    We are Family :-)

    Das Cover fand ich sehr einladend und es weckte die Neugier was in dem Buch mit dem Titel Trondheim den erzählt wird, und ich hatte daraufhin auch gleich den Inhalt gelesen. Dieser Klang nach interessanter , verzwickter und nicht ganz geklärter Familiengeschichte;-) genau dass, was ich zwischendurch gerne lese :-) einfach mal etwas absurdes , nicht ganz ernst zunehmende Familienstory , mit familiengeheimnissen und ihrer ganz eigenen Story :-) die Familie Neshovs ist genau so eine Familie ,.. die Mitglieder der Familie kann man sich halt nicht aussuchen , aber das Beste draus machen :-) so auch die Neshovs :-) mir hat es gefallen , die Texte waren leicht und verständlich, die Geschichte dreht sich um Familie und deren Leben , Gemeinsamkeiten und Ungereimtheiten , zusammen und getrennt ,.. und am Schluss kommt doch wieder alles anders als erwartet ,... es gibt wohl schon Vorgänger Bände , dieses wusste ich nicht , fühlte mich dennoch sehr unterhalten und es fiel mir leicht dem Buch zu folgen ,.. eventuell hat man hier und da , etwas durch fehlende Grundkenntnisse nicht als ganz einleuchtend empfunden , aber das lag ja an mir ;-) ich denk ich werde nach und nach aber die Bücher um die Neshovs noch lesen und dann auch diesen band noch etwas anders verstehen ,.. We are Family :-) ob wir wollen oder nicht :-) mit nötigem Schwung durch die Familie ;-) Ich würd es allein wegen dem Cover schon nochmal kaufen :-d wie ist das Leben in Trondheim und was tut man so ?

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    tigerbeas avatar
    tigerbeavor 10 Monaten
    Unübersichtlich

    "Sonntags in Trondheim" erzählt von der Familie Neshov, sie in alle Himmelsrichtungen verstreut ist und sich auseinandergelebt hat. 

    Was ich nicht wußte: Dies ist bereits der vierte Band der Geschichte. Die ersten drei Bände sind schon vor Jahren erschienen. Ich hätte besser die Finger von dem Buch gelassen. Es fehlt einfach zu viel an Vorwissen. Die Familie selbst ist mehr als chaotisch und man kommt einfach nicht hinter die Familienverhältnisse. Dadurch versteht man absolut nichts von der Handlung und beginnt schnell sich zu langweilen. Auch der Schreibstil der Autorin konnte mich nicht überzeugen. Streckenweise ist er mir einfach zu vulgär. Kurz gesagt: das Buch macht schlichtweg keinen Spaß.

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    S
    Spreelingvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wenn man die Vorgänger gelesen hat, sicher sehr gut
    Verrückte Familie

    Es wird eine Familie beschrieben, die es in der Konstellation viele gibt. Der Vater im Altenheim, die Brüder verstreut, man sieht sich nicht mehr. Bruchstückhaft erfahren wir von den einzelnen Mitgliedern und ihren Problemen. 
    Am glaubwürdigsten fand ich Krumme und Erlend. Das schwule Paar hat mit einem befreundeten lesbischen Paar drei Kinder bekommen. Die Ängste und Probleme waren gut beschrieben. 
    Irgendwann taucht Torunn auf. Durch sie kommt neues Leben in die Familie und die Beziehungen zueinander werden besser. 
    Mir war nicht bewusst, dass es sich um den vierten Teil einer Reihe handelt. Beim Lesen macht sich das Fehlen der Vorgänger aber bemerkbar! Einige Zusammenhänge konnte ich nur schwer nachvollziehen. 
    Der Beginn des Buches zog sich in die Länge. Es wird viel geredet und gedacht und nichts passiert. 
    Gut für das Verständnis waren die Ahnentafel auf der vorderen Umschlagseite und das Bild mit Erklärungen auf der Rückseite. 
    Wer über eine verzwickte Familien Zusammenstellung lesen möchte, sollte mit dem ersten Teil beginnen. Dann hat man an den Büchern viel Spaß.

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    AnTheias avatar
    AnTheiavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fortsetzung der "Lügenhaus"-Trilogie: Gut geschriebene, unterhaltsame Familiengeschichte, mit wenig Highlights.
    Die Neshovs 4.0 - wo bitte geht's zum Familienhof?

    Norwegens bekannteste Familie ist zurück: Die Neshovs. Nach der Erfolgstrilogie von Anne B. Radge "Das Lügenhaus" folgt nun die unerwartete Fortsetzung. Die Familie hat sich mittlerweile auseinander gelebt, nachdem vor Jahren die Erbin des Hofes Torunn die Familie Hals über Kopf verließ, um mit einem Schlittenhunde-Züchter glücklich zu werden. Opa Neshov lebt in einem Altersheim, fühlt sich dort pudelwohl und will unter keinen Umständen auf den Hof zurückkehren. Sein Sohn Margido besucht ihn ab und zu, führt aber ansonsten ein wenig spektakuläres Leben als Einzelgänger und Bestattungsunternehmer. Sein Bruder Erlend lebt inzwischen in Kopenhagen und hat mit seinem Lebensgefährten inzwischen eine Patchwork-Familie mit 3 Kindern gegründet. Viel Spektakuläres hat das Leben der Neshovs nicht zu bieten, bis Torunn eines Tages den Wert von Familie wiederentdeckt und auf den Hof als Erbin zurückkehrt.

    Die Serie "Das Lügenhaus" ist eine von Norwegens Bestellerserien gewesen. Und so war ich persönlich sehr neugierig auf den vierten Teil der Erfolgsgeschichte. Das Cover versprach schon eine humorvolle und unterhaltsame Geschichte, obwohl der Titel "Sonntags in Trondheim" sich mir nicht auf Anhieb erschloss. Die Klappengestaltung, besonders die Kurzbiografien der Familienmitglieder und der Stammbaum, waren für mich als "Späteinsteiger" sehr hilfreich. Denn so haben sich die Familienverhältnisse für mich gut erschlossen und die Hintergründe wurden nachvollziehbar. Wie bei vielen Serien muss man durchaus die Trilogie gelesen haben, um so manche Handlung und auch das Gesagte zu verstehen. Das erleichterte nicht immer sofort den Lesefluss, obwohl ich das Buch sprachlich, erzählerisch sehr gut und locker geschrieben finde. Alle Charaktere fand ich auf Anhieb sympathisch. Torunn als Hauptfigur sticht sofort heraus und macht in ihrer Entwicklung die größten Sprünge, von einer mittlerweile frustrierten Frau in den 40igern, die in ihrer Beziehung zu einem Schlittenhundezüchter zunehmend von einer jungen Frau ersetzt wird. Bis hin zu einer selbstbewussten Frau, die ihr Leben in die Hand nimmt und sich ihrer Vergangenheit, sowie ihrer familiären Pflicht, den Hof der Neshovs zu übernehmen, stellt. Dahingegen wirken die Handlungsstränge von Margido und seinem Bruder Erlend komplett gegensätzlich. Erlend führt ein turbolentes Leben als Familienvater, der große Angst vor der Verantwortung hat und der erst lernt, den Wert von Familie wirklich zu schätzen. Und Margido, der in einem eintönigen Leben gefangene Bestattungsunternehmer, dem aber Verantwortung und Familie über alles geht. Im Kern geht es um den Wert von Familie und die Verantwortung füreinander. Obwohl wunderbar geschrieben, kann das Buch mich nicht wirklich überzeugen und bleibt für mich über weite Strecken eher "blass". Die Handlungen laufen überwiegend nebeneinander her und weisen nicht wirklich Highlights oder besondere Spannungsmomente auf. So ist es für eingefleischte "Lügenhaus"-Fans ein schönes Wiedersehen mit Norwegens sonderbarster Familie. Für mich war es eher ein unterhaltsamer, aber dennoch meist farbloser Familienroman.
    Mein Fazit: Gut geschriebene, unterhaltsame Familiengeschichte, mit wenig Highlights.

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    B
    Buchmagievor einem Jahr
    Kurzmeinung: Geschichte mit skurrilen Charakteren, die sich gut liest und insgesamt unterhaltsam ist, das Lesen der Vorbänder allerdings voraussetzt
    Geschichte mit skurrilen Charakteren ...

    „Sonntags in Trondheim“ ist ein Roman der norwegischen Schriftstellerin Anne B. Ragde und bereits der vierte in dieser Reihe.

     

    Um was geht es?

    Die Autorin erzählt aus dem Leben einer ganz „normalen“ norwegischen Familie, obwohl man sie dann doch wohl eher als skurril bezeichnen könnte, da gibt es, um nur einige zu nennen den Großvater, der die Flucht ins Altersheim gesucht hat, Erland und Krumme, die als schwules Paar zusammen mit ihren lesbischen Freundinnen drei Kinder bekommen haben und den Onkel Margido, der als Bestatter tätig gewesen ist, um nur einige zu nennen. Inzwischen hat sich diese Familie weitestgehend auseinander gelebt, jeder verfolgt seine ganz eigenen Ziele bis zu jenem Sonntagmorgen, als Torunn beschließt auf den ehemaligen Familiensitz nach dem Rechten zu sehen und genau dieser Tag setzt erstaunliche familiäre Entwicklungen in Gang.

     

    Meinung:

    Die Autorin wartet hier mit sehr ungewöhnlichen, skurrilen und zum Teil gewöhnungsbedürftigen Charakteren auf, das mag zum Teil aber auch daran liegen, das es für mich der erste Band in dieser Serie ist und mir die Vorkenntnisse fehlen. Insgesamt sind ihre Protagonisten liebevoll beschreiben, so dass man sie sich beim Lesen gut vorstellen kann.

     

    Die Handlung allgemein ist witzig und so wie die Familie nicht eben alltäglich, aber auch hier fehlt mir wieder das Hintergrundwissen aus den Vorbänden.  Insgesamt jedoch liest sie sich gut und flüssig und ist auf alle Fälle sehr unterhaltsam und sorgt für kurzweilige Zerstreuung.

     

    Fazit: eine Geschichte mit skurrilen Charakteren, die sich gut liest und insgesamt unterhaltsam ist, das Lesen der Vorbänder allerdings voraussetzt.

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    wampys avatar
    wampyvor einem Jahr
    wenig spektakulär aber fesselnd

    Buchmeinung zu Anne B. Ragde – Sonntags in Trondheim

    „Sonntags in Trondheim“ ist ein Roman von Anne B. Ragde, der 2017 in der Übersetzung von Gabriele Haefs bei btb erschienen ist. Das norwegische Original erschien 2017 unter dem Titel „Alltid tilgivelse“.

    Zum Autor:
    Anne B. Ragde wurde 1957 im westnorwegischen Hardanger geboren. Sie ist eine der beliebtesten und erfolgreichsten Autorinnen Norwegens und wurde mehrfach ausgezeichnet. Zuletzt mit dem Norwegian Language Prize und dem Norwegischen Buchhandelspreis. Mit ihrer Serie »Das Lügenhaus«, »Einsiedlerkrebse« und »Hitzewelle« schrieb sie sich in die Herzen der Leserinnen und Leser; ihre Romane erreichten in Norwegen eine Millionenauflage. Anne B. Ragde lebt heute in Trondheim.

    Klappentext:
    Neues von den Neshovs
    Blut ist dicker als Wasser. Das lässt sich zwischen Sonntagsbraten und Familienquerelen leicht aus den Augen verlieren. Bei den Neshovs ist das nicht anders. Einst auf einem Schweinezüchterhof in Tondheim zu Hause, lebt die Sippe inzwischen weit verstreut. Margido widmet sich mit fast religiöser Hingabe seinem Bestattungsunternehmen und tröstet sich mit Saunabesuchen über seine Personalprobleme hinweg. Sein Bruder Erlend, ein schwuler Schaufensterdekorateur, ist zwar seit Jahren glücklich in Kopenhagen verheiratet, aber ein wenig hysterisch, was problematisch wird, als sein stark übergewichtiger Lebensgefährte eines Tages zusammenbricht. Torunn wiederum, die Nichte der beiden, vergeudet ihre Zeit mit einem Mann, der Schlittenhunde züchtet – zu denen sie eine bessere Beziehung unterhält als zu ihm. Als Torunn jedoch an einem Sonntagmorgen beschließt, Margido einen Besuch abzustatten, setzt sie damit ganz erstaunliche Entwicklungen in Gang ...


    Meine Meinung:
    Die Autorin führt die Familiengeschichte der Neshovs fort. Der schwule Erlend lebt mit seinem Mann in Dänemark und die beiden haben mit einem lesbischen Paar drei Babys. Eindrucksvoll werden ihre Erlebnisse, ihre Sorgen und auch ihre Hoffnungen dargestellt. Sie leben finanziell unabhängig und sehr bewußt. Man fiebert mit Erlend mit und wird von seiner Liebe zu Krumme und den Kindern einfach gefangen genommen. In Rückblicken wird auf ganz normale Situationen während der Schwangerschaft eingegangen, die sich aber auf sein normales Leben auswirken. Was geschieht ist wenig spektakulär, aber es ist doch interessant erzählt.

    Erlends Bruder Margido lebt ein einsames, aber auch zufriedenes Leben als Bestatter. Sein Leben verläuft in geregelten Bahnen und die Bestattungsfirma steht im Mittelpunkt. Er lebt diesen Beruf mit Haut und Haaren und versucht das Beste für seine Kunden zu erreichen. Auch hier gefällt die Auswahl der beschriebenen Situationen. Sie verdeutlichen wie sehr Margido in seinem Beruf aufgeht.

    Seine Nichte Torunn lebt in einer unglücklichen Beziehung und beschließt aus dem Nichts heraus, ihr Leben von Grund auf umzukrempeln. Sie kehrt auf den Stammhof der Familie zurück, von dem alle Familienmitglieder irgendwann geflohen sind. Geschickt vermischt die Autorin starke Emotionen mit ganz banalen Tätigkeiten. Man fiebert mit Torunn und wünscht ihr, dass der Neubeginn gelingen wird. Unterstützt wird sie dabei von Margido, dessen Leben dadurch aus den festen Abläufen herausgerissen wird und der sich auch als ein Mensch erweist, der sich öffnet und Gefühle entwickelt.

    Obwohl wenig Spektakuläres geschieht und meist nur ganz banale Dinge beschrieben werden, hat mich das Buch gefangen genommen. Die Gefühle der Personen werden sehr deutlich, da alle Familienmitglieder als Ich-Erzähler auftreten und der Erzählstil sehr eindringlich ist. Die Figuren werden sehr detailliert beschrieben und einzig ihre Entwicklung hält den Leser bei der Stange.

    Fazit:
    Anne B. Ragde zeigt in diesem Buch, dass sie eine gute Erzählerin ist. Man verfolgt gerne und interessiert die Geschehnisse um die einzelnen Personen, die wenig Außergewöhnliches bieten und doch fesseln. Ich bin sehr gut unterhalten worden und vergebe viereinhalb von fünf Sternen (90 von 100 Punkten), die ich gerne aufrunde. Ich kann das Buch all jenen empfehlen, die einfach einer gut erzählten Geschichte folgen wollen.

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    K
    kerstin1404vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Das Buch ist unterhaltsam und mal was anderes.
    Unterhaltsam

    Das Cover hat mich etwas neugierig gemacht, es sieht lustig aus und hat mich amüsiert.
    Eine skandinavische Familiengeschichte der ganz besondere Art. Das Buch ist Band vier von einer Reihe, was mir nicht sofort bewusst war. Jedoch ist das Buch sehr gut zu lesen, ohne die vorhergehende Bände gelesen zu haben.
    Es gibt 3 Brüder, wovon der eine verstorben eine erwachsene Tochter und ein Bauernhof hinterlässt. Der 2. Bruder ist Single und Bestattungsunternehmer. Der 3. Bruder ist schwul und bekommt mit sein Partner und ein befreundetes lesbisches Paar, 3 Kinder.
    Ein wirklich lesenswertes Buch, angenehmer Schreibstil, es bringt ein Lächeln im Gesicht. Einige Male habe ich gelacht und mitgefiebert, Das Buch hat mich wirklich unterhalten und war mal was anderes.

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    LarryCoconarrys avatar
    LarryCoconarryvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Überzeugende Charaktere, aber fehlende Handlung.
    Eine ganz normale Familie?

     Die Neshovs. Eine Familie deren Stammbaum und deren Namen so komplex und schwierig zu merken sind, dass ich froh war, dass im Einband des Buches Bilder und kurze Beschreibungen der einzelnen Personen zu finden sind. Insgesamt besteht die Großfamilie aus sehr liebenswürdigen, sehr gut beschriebenen Persönlichkeiten, die man schnell in sein Herz schließt und am liebsten kennen lernen würde. Die einzelnen Kapitel des Buches spielen je bei unterschiedlichen Familienmitgliedern, die sich dann aber auch treffen und interagieren. 
    Ein wenig schade ist, dass das Familiengeheimnis, über das oft gesprochen wird, in einem Nebensatz aufgelöst wird. Dafür aber eine Hausrenovierungsaktion unnötig in die Länge gezogen wird. 
    Außerdem hat für mich ein Ende der Geschichte gefehlt für das liebenswerte homosexuelle Paar Krumme und Erlernd. Die beiden werden ab der Hälfte des Buches leider nicht mehr erwähnt. 
    Die Autorin besitzt eine sehr angenehme Art zu schreiben und es gelingt ihr Personen Leben einzuhauchen, so dass man denkt,dass man sie schon Jahre kennt! Insgesamt deshalb auf jeden Fall lesenswert.        

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    Athene100776s avatar
    Athene100776vor einem Jahr
    Lustig und schräg, jedoch wenig überzeugend

    Eine norwegische Familie in Trondheim, die seltsamer nicht sein kann. Opa Neshovs lebt nun in einem Altenheim, in dem er sich sehr wohl fühlt, sein früher gut gehender Hof wird mittlerweile als Sarglager seines Sohnes Margido genutzt, der als Bestatter tätig ist. Erlend lebt weit weg in Kopenhagen. Die Familie ist in alle Winde verstreut und spricht kaum miteinander, bis Torunn auf die Idee kommt, ihren Onkel Margido auf dem alten Familienbesitz zu besuchen....




    Dieses ist der vierte Band einer Reihe, ich jedoch lerne hier erst die Familie Neshovs kennen.
    Die Charaktere sind liebevoll gezeichnet, auch die Handlungsorte kann man sich durch die bildliche Beschreibung gut vorstellen.
    Die Familie ist recht ungewöhnlich und teilweise gewöhnungsbedürftig für Leser , die diesen Band zuerst lesen.
    Die Geschichte empfand ich als sehr witzig und nicht alltäglich, weswegen ich dieses Buch wählte.
    Leider konnte mich die Familie nicht ganz überzeugen, was vielleicht daran lag, dass mir Hintergrundwissen fehlte, welches in früheren Büchern genauer beschrieben wurde.
    Nichts desto trotz liest sich das Buch sehr angenehm und sorgt für kurzzeitige Zerstreuung und der Flucht aus dem Alltag.

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