Anne Bax Wirklich ungeheuer praktisch!

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Inhaltsangabe zu „Wirklich ungeheuer praktisch!“ von Anne Bax

Ich bin Ihre beste Freundin und rufe Sie an, Sie fragen, wen ich kennengelernt habe, und ich sage: Meine Automechanikerin hat mich eingeladen! Sehen Sie die Bilder in ihrem Kopf? Sehen Sie diese schöne, muskulöse Frau mit dem dunklen Kurzhaarschnitt in der leicht öligen blauen Latzhose, bei der die Träger lässig über dem weißen T-Shirt geschlossen sind, wie sie sich über mein Auto beugt, so daß ich die Schweißperlen auf ihrem Nacken glitzern sehen kann? Und wie sie aufreizend zwei schwere Autoreifen an mir vorbeiträgt, damit die Muskeln an ihren Oberarmen hervortreten? Sehen Sie die kleine Doppelaxt, die silbern an ihrem rechten Ohr baumelt? Kein Zweifel: Diese Frau hat schon im Kreißsaal ein Auge auf die Hebamme geworfen. Das sehen Sie, oder? Und Sie finden das klasse, Sie stehen hundertprozentig hinter meiner neuen Liebe, nicht nur, weil Sie meine Freundin sind. Und jetzt versuchen wir es mal mit der Realität: Sie fragen, wen hast du kennengelernt, und ich sage: Ich treffe mich mit meiner Friseuse. ..... Eben! Was konnte ich jetzt noch tun? Ihr die langen Haare abschneiden, ihr in einem Blitzkurs die Grundbegriffe des Verbrennungsmotors beibringen und ihr erklären, daß alle jungen Lesben erst ein Jahr so tun müßten, als würden sie in einer Autowerkstatt arbeiten? »Du liegst ja immer noch in der Wanne. Schau mal, meinst du, das ist okay für heute abend?« Sie drehte sich vor mir in einem Kleid, das meine schönsten Träume und meine schlimmsten Alpträume wahr machte. »Es ist wunderschön!« sagte ich und lächelte ihre lackierten Fußnägel an. »Hier, siehst du, in der ehemaligen Zeche ist ein Schwof, und im Lila Mond ist auch einer. Such du was aus.« Sie entschwand wieder auf dieser federleichten Wolke aus erster Liebe und purer Unkenntnis. Melancholie überfiel mich. Die wundervolle Gestalt meiner neuen Liebe schrie so laut »Hetero«, daß sie mühelos jede Hardcore-Techno Scheibe übertönen würde.

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