Anne Berest

 4 Sterne bei 220 Bewertungen
Autorin von How To Be Parisian wherever you are, Die Postkarte und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Anne Berest, geboren 1979, ist Theaterregisseurin. „Traurig bin ich schon lange nicht mehr“ ist ihr erster Roman. Er wurde von der französischen Kritik begeistert begrüßt und für den „Prix Goncourt Premier Roman“ nominiert.

Alle Bücher von Anne Berest

Cover des Buches How To Be Parisian wherever you are (ISBN: 9783442719839)

How To Be Parisian wherever you are

 (110)
Erschienen am 13.10.2019
Cover des Buches Die Postkarte (ISBN: 9783492321051)

Die Postkarte

 (45)
Erscheint am 24.10.2024
Cover des Buches Traurig bin ich schon lange nicht mehr (ISBN: 9783442745760)

Traurig bin ich schon lange nicht mehr

 (13)
Erschienen am 13.05.2013
Cover des Buches Ein Leben für die Avantgarde (ISBN: 9783351038557)

Ein Leben für die Avantgarde

 (1)
Erschienen am 20.09.2021
Cover des Buches Die Postkarte (ISBN: 9783869525846)

Die Postkarte

 (33)
Erschienen am 01.06.2023
Cover des Buches Sagan, Paris 1954 (ISBN: 9781908313898)

Sagan, Paris 1954

 (1)
Erschienen am 15.06.2015

Videos

Neue Rezensionen zu Anne Berest

Cover des Buches Die Postkarte (ISBN: 9783492321051)
jtk_0701s avatar

Rezension zu "Die Postkarte" von Anne Berest

Grandios
jtk_0701vor 25 Tagen

Grandios! Die Familiengeschichte von Anne Berest so spannend erzählt, dass ich schnell weiter lesen wollt und zugleich so bewegend, dass ich kurz innehalten musste. Ein Jahreshighlight! In 4 Abschnitten wird uns die Geschichte der jüdischen Familie Rabinovitch erzählt, von der Flucht aus Russland, dem Leben in Paris, die Zeit des Zweiten Weltkrieges in Frankreich und das Leben danach der Überlebenden. Spannend erzählt bis zum Schluss. Dieses Buch sollte jeder lesen.

Cover des Buches Die Postkarte (ISBN: 9783492321051)
EmmyLs avatar

Rezension zu "Die Postkarte" von Anne Berest

Eine tragische Familiengeschichte und sehr aktuelle Bezüge
EmmyLvor einem Monat

Anne Berests Mutter wird anonym eine Postkarte zugestellt, welche die Namen der in Auschwitz ermordeten Familienangehörigen enthält. Daraufhin erfährt Anne vieles über das tragische Schicksal der Familie Rabinovitch. Als Annes kleine Tochter in der Schule mit Antisemitismus konfrontiert wird, beginnt sie mit intensiven Nachforschungen. Dafür engagiert sie einen Privatdetektiv und einen Kriminologen. Gemeinsam recherchieren sie in alle Richtungen. Aus den Ergebnissen der Recherche entstand dieses Familienepos vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus in Frankreich.

Es ist interessant die Autorin auf der Suche nach der Vergangenheit ihrer Familie zu begleiten. Dabei werden eine historische und eine gegenwärtige Zeitebene geschickt miteinander verwoben. Die Handlung stützt sich zum großen Teil auf Berichte der Mutter und verschiedener Protokolle aber auch auf eigene Erlebnisse während ihrer Auseinandersetzung mit der Frage, was es bedeutet „Jüdin“ zu sein. Entstanden ist ein Roman, der fast an eine journalistische Erzählung erinnert. 

Das Schicksal der Familie ist unglaublich tragisch und besonders der erste Teil des Buches verlangt den Lesenden starke Nerven ab. Anne Berest berichtet sehr authentisch über die Schrecken der Verhaftungen, die Transporte und natürlich über Auschwitz. Allerdings macht es der nüchterne Erzählton das Lesen erträglich. 

Der Roman wirft viele Fragen auf unter anderem auch, ob es in unserer Zeit als Jüdin gelingen kann ein „ganz normales“ Leben zu führen. Und er zeigt deutlich wie Juden in der Gesellschaft bis heute wahrgenommen werden.

Keine leichte aber sehr empfehlenswerte Lektüre, die nachdenklich stimmt und lange nachwirkt.

Cover des Buches Die Postkarte (ISBN: 9783869525846)
Claudia107s avatar

Rezension zu "Die Postkarte" von Anne Berest

Erschütternd, tragisch und intensiv!
Claudia107vor 2 Monaten

Inhaltsangabe: "Im Januar 2003 fand Anne Berests Mutter unter den Neujahrswünschen eine verstörende Postkarte mit nichts als den Namen ihrer vier Angehörigen, die in Auschwitz ermordet wurden; ohne Absender, ohne Unterschrift. Anne fragt nach und die Mutter erzählt ihr die tragische Geschichte der Familie Rabinovitch. Aber erst als ihre kleine Tochter in der Schule Antisemitismus erfährt, beschließt Anne der Sache wirklich auf den Grund zu gehen. Mit Hilfe eines Privatdetektivs und eines Kriminologen recherchiert sie in alle erdenklichen Richtungen. Das Ergebnis ist dieser Ausnahmeroman. Er zeichnet nicht nur den ungewöhnlichen Weg der Familie nach, sondern fragt auch, ob es gelingen kann, in unserer Zeit als Jüdin ein »ganz normales« Leben zu führen."

Dieses Hörbuch habe ich als Download gelauscht, es hat eine Länge von 14 Stunden, 22 Minuten und wird von Simone Kabst hervorragend und sehr intensiv eingelesen. Sie macht das teilweise sogar mit einem etwas hochmütigen Ton, was meiner Meinung nach aber total passend ist, weil die Familie, um die es hier geht unglaublich viel mitgemacht hat und ja auch die Familiengeschichte der Autorin ist. 

Interessant fand ich, dass Anne Berests Mutter ihrer Tochter anfängt alles zu erzählen als Anne mit ihrer eigenen Tochter schwanger ist. Sie nehmen sich dafür viel Zeit und es ist eine intensive und auch sehr ausschweifende Geschichte. Es ist einfach unglaublich, was Anne dadurch von ihrer Familie erfährt, die den Holocaust nicht überlebt haben. Lediglich ihre Großmutter Myriam ist irgendwie aus der Sache heraus gekommen, wobei sie auch eine Odyssee hinter sich hat. Dieses Hörbuch kann man nicht einfach nur mal so neben weg hören, es ist erschütternd, tragisch und intensiv und es macht einem klar, was auch die Juden heute immer noch ertragen müssen. Die Auflösung um "Die Postkarte", wie ja der Titel dieses Romans lautet, ist dagegen fast schon unspektakulär. 

Fazit: Ein tragisches, erschütterndes und intensives Hörbuch, das mich fesseln konnte, aber auch sehr ausufernd ist. Es ist aber auch eine Geschichte die nachhallt und die ich persönlich nicht so schnell vergessen werde. 

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