Anne Brontë

 4 Sterne bei 213 Bewertungen
Autorin von Agnes Grey, Die Herrin von Wildfell Hall und weiteren Büchern.
Anne Brontë

Lebenslauf von Anne Brontë

Gestorben am 28. Mai 1849 in Scarborough

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Agnes Grey

Agnes Grey

 (104)
Erschienen am 01.10.2014
Die Herrin von Wildfell Hall

Die Herrin von Wildfell Hall

 (61)
Erschienen am 17.11.2008
Agnes Grey (Neuübersetzung)

Agnes Grey (Neuübersetzung)

 (22)
Erschienen am 30.09.2012
Agnes Grey. Roman / Agnes Grey

Agnes Grey. Roman / Agnes Grey

 (2)
Erschienen am 01.09.1987
Agnes Grey, m. Audio-CD

Agnes Grey, m. Audio-CD

 (0)
Erschienen am 30.01.2015
THE TENANT OF WILDFELL HALL

THE TENANT OF WILDFELL HALL

 (15)
Erschienen am 23.03.2010
Agnes Grey, English edition

Agnes Grey, English edition

 (5)
Erschienen am 25.08.1994

Neue Rezensionen zu Anne Brontë

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Schlehenfees avatar

Rezension zu "Agnes Grey (Classics)" von Anne Brontë

Aus dem Leben einer Gouvernante
Schlehenfeevor 2 Monaten

Agnes Grey ist Anne Brontës erster veröffentlichter Roman aus dem Jahr 1847. Die jüngste Brontë-Schwester hat darin viele autobiografische Elemente einfließen lassen.

Doch worum geht es?
Agnes Grey, eine junge Pfarrerstochter bewirbt sich als Gouvernante, da der Vater viel Geld verloren hat und sie etwas zum Einkommen beitragen möchte. Das 18jährige Mädchen hat keinerlei Erfahrung und trifft gleich bei der ersten Familie auf völlig verzogene Kinder und Eltern, die keine Kritik an ihren Sprösslingen dulden. Agnes ist verzweifelt, ist sie doch voller Naivität an die Sache herangegangen. Bei ihrer zweiten Stellung hat sie es mit zwei jungen Damen zu tun, bei denen ganz andere Erziehung und Gesellschaft gefragt sind. Durch ihren Aufenthalt dort lernt Agnes den Vikar Edward Weston kennen. Erst spät erkennt sie ihre wahren Gefühle für ihn, als sie nämlich ihre Stellung als Gouvernante aufgeben muss.

Auch Anne Bronte war als Gouvernante in Stellung, bevor sie sich nur dem Schreiben widmete. Sie muss ähnlich jung wie Agnes gewesen sein und hat für ihren Roman wohl aus dem Nähkästchen geplaudert. Es war für mich teilweise unfreiwillig komisch, wie Agnes' Bemühungen, die Kinder zu erziehen, im Sande verliefen. Irgendwie tröstlich zu wissen, dass es schon damals Eltern gab, die ihre Kinder für unfehlbar hielten.

Agnes war mir als Charakter recht sympathisch, obwohl sie sehr religiös ist (klar, mit einem Pfarrer als Vater) und moralisch sehr rechtschaffen und fast zu ideal ist. Ich denke, dass sie Anne Brontë ähnelt, denn sie stelle ich mir genauso vor. Ernst, schüchtern, aber mit einer gewissen Arroganz, da sie sich stets rechtschaffen verhält und sich daher anderen Menschen überlegen fühlt. Ich stelle mir Anne und Agnes etwas wie Mary Bennet in „Stolz und Vorurteil“ vor.

Aber zurück zum Roman. Für einen Klassiker ist „Agnes Grey“ sehr leicht zu lesen, auch im englischen Original. Der Schreibstil der jungen Autorin ist einfach gehalten und ihre Protagonistin ist nicht sehr vielschichtig. Durch die Kürze des Romans empfehle ich ihn daher allen, die sich für die Literatur der viktorianischen Zeit interessieren und ins Klassiker-Genre einsteigen möchten.

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Buchbloggerins avatar

Rezension zu "Agnes Grey" von Anne Brontë

Wunderschöner ruhiger Klassiker
Buchbloggerinvor einem Jahr

Bisher habe ich alle Brontë-Romane, die ich gelesen habe, sehr gemocht. Die drei Schwestern hatten eben das Talent, zu Herzen gehende Geschichten zu schreiben, die die Leser auch heute noch begeistern. Besonders angetan hat es mir – nachdem ich es jetzt gelesen habe – Agnes Grey von Anne Brontë. Es ist eine wunderschöne Geschichte mit vielen Weisheiten, über die man unbedingt nachdenken sollte.

Agnes Grey, Tochter eines Pfarrers, lebt abgeschieden mit ihren Eltern und Geschwistern in Nordengland. Als ihre Familie alle finanziellen Mittel verliert, entschließt sich Agnes, als Gouvernante zu arbeiten. Die verwöhnten Kinder reicher Eltern machen es der jungen Frau nicht leicht, in der neuen Umgebung Fuß zu fassen. Und auch die zarten Liebesbande mit Edward Weston stehen unter keinem guten Stern …

Ich habe mit dem Lesen dieses Buches angefangen, ohne wirklich zu wissen, worum es geht. Doch ich habe mich dafür entschieden, weil ich dieses Jahr sowieso mehr auf Russisch lesen wollte und es dazu auch noch kein so umfangreiches Buch ist. Allerdings habe ich überhaupt nicht erwartet, dass es mir so gut gefallen würde!

So richtig lieben gelernt habe ich Agnes, als sie nicht mehr zuhause lebte, sondern schon als Gouvernante tätig war. Zu Beginn war es wohl eher mehr Mitleid, weil sie es – besonders in ihrer ersten Famile – sehr, sehr schwer hatte, sie hatte zu kämpfen mit Demütigungen, kaum Wertschätzung und oft auch mit fälschlichen Beschuldigungen.
Doch mit der Zeit habe ich erkannt, was für ein Schatz sie eigentlich war. Agnes war gläubig, ernsthaft, geduldig, klug undman hörte nie auch nur ein Wort der Beschwerde über ihre Lippen kommen. Und mit der Zeit nahm sie einen immer größeren Platz bei mir im Herzen ein. Ich wünschte mir oft, ich selbst würde ihre guten Eigenschaften verkörpern.

Was mir außerdem sehr deutlich aufgefallen ist, war Agnes‘ Glaube an Gott. Obwohl dies hier ein „Welt“-Klassiker ist (ich weiß nicht, inwiefern die Brontë- Schwestern gläubig waren), wird der Glaube in diesem Roman sehr häufig angesprochen und das hat mir das Buch noch „sympathischer“ gemacht. Man hat schnell gemerkt, dass die christlichen Werte damals noch einen sehr viel höheren Stellenwert in der Gesellschaft hatten.

Natürlich konnte hier auch eine Liebesgeschichte nicht fehlen. Diese kam aber erst gegen Ende des Romans auf und da sie mit Agnes zu tun hatte, war ich sehr gespannt, in welche Richtung sie das Ganze entwickeln würde.

Schlussendlich hat mir dieser klassische Roman überaus gut gefallen und auch wenn ich etwas länger am Lesen war, fallen mir auch Anhieb keine Punkte ein, die ich bemängeln könnte. Definitiv ein Muss für alle – 5 von 5 Sterne!

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Schlehenfees avatar

Rezension zu "The Tenant of Wildfell Hall. Die Herrin von Wildfell Hall, englische Ausgabe" von Anne Brontë

Liked the story but not the writing
Schlehenfeevor einem Jahr

A mysterious widow and her young son move into old and dilapidated Wildfell Hall and the neighbourhood bubbles with rumours. Slowly, the farmer Gilbert Markham gets closer to Helen Graham, who lives a secluded life and is very protective of her son. Only after he falls in love with her and she is the centre of vicious rumours, Gilbert learns the truth from her diary wich she gives to him to explain.

Many readers love „The Tenant of Wildfell Hall“ for its feminist message. I agree that a wife leaving her husband and taking the child with her was a scandalous topic at the time of publication in the 1840s and that Anne Brontë was a trailblazer for women's rights by being fairly ahead of her time. It's the main reason why I liked this novel. The author does a good job examining what marriage meant to women, gender roles, rights, independence and social status. If you lived in an unhappy marriage like Helen there was no way out.

I appreciate „The Tenant of Wildfell Hall“ for its message but I don't like Anne's writing that much. Her sentences are overly long and felt stilted. It was rather bland and pales in comparison to Emily's writing which is more expressive in my opinion. A reason for that might be Anne's attempt at writing a story within a story like Emily by using a diary and letters to tell the story whereas her sister used the live narrative of a person in „Wuthering Heights“, which can be more emotional for the reader.

Aside from that, it got rather preachy sometimes and I don't like that much even when I put in in context of the time it was written. Some passages read like a Sunday sermon and Helen tries to change her husband by quoting the bible at him (a surefire way to convince a drunkard, haha). I appreciate however, that Anne processed her experiences with her alcoholic brother Branwell through her novel.

Another aspect that grated on me was Helen's righteousness. She couldn't do wrong, she never had self-doubts (at least none that I remember) and it was like a huge „I told you so“ by the author when all the bad persons got what they deserved at the end.

No, Anne is not my favourite Brontë. I must re-read Jane Eyre to know whether I like Charlotte or Emily best.

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Gespräche aus der Community

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Daniliesings avatar

Weihnachtszeit ist die schönste Zeit im Jahr!

Wenn es in den Supermarktregalen nach Zimt, Mandel und Sternanis duftet, wenn es in der Stadt abends nicht mehr so dunkel ist, weil funkelnde Lichter die Straßen beleuchten, da weiß man, es dauert nicht mehr lange bis Weihnachten! Aber das Schönste am Weihnachten ist die Zeit, die wir mit den Menschen verbringen, die wir lieben!

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"Sturmhöhe":
Der Findling Heathcliff wächst bei Familie Earnshaw auf dem Gutshof Wuthering Heights in Yorkshire auf. Mit deren stürmischer und leidenschaftlicher Tochter Catherine verbindet ihn eine tiefe Freundschaft. Als der Stiefbruder nach dem Tod des Vaters dem Alkohol und der Spielsucht verfällt und beide terrorisiert, entschließt sich Catherine entgegen ihrer Gefühle, den reichen und angesehenen Nachbarn Edgar Linton zu ehelichen. Der schwer gekränkte Heathcliff schwört, sich daraufhin an beiden Familien zu rächen...
>> Leseprobe

"Jane Eyre":
Die Waise Jane Eyre verlebt eine trostlose Kindheit im Haus ihrer hartherzigen Tante Mrs. Reed. Zur Erleichterung aller wird Jane auf ein Internat geschickt; aber auch dort hat sie es anfangs nicht leicht. Mit der Entlassung des heuchlerischen Direktors verbessern sich langsam die Verhältnisse. Als Jane Gouvernante auf Thornfield Hall wird, verliebt sie sich in den finsteren Hausherrn Mr. Rochester, der schließlich auch ihr seine Liebe gesteht. Doch die Mauern des einsamen Landsitzes bergen ein furchtbares Geheimnis…
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"Agnes Grey":
Die Pfarrerstochter Agnes Grey lebt vollkommen abgeschieden mit ihren Eltern und ihrer Schwester in Nordengland. Als ihre Familie in finanzielle Not gerät, beschließt Agnes, als Gouvernante zu arbeiten. Ihr anfänglicher Enthusiasmus wird jedoch schnell getrübt. Ihre verzogenen Schützlinge wie auch deren reiche Eltern machen Agnes das Leben schwer. Als sie zarte Gefühle für den Hilfspfarrer Edward Weston entwickelt, stellt das Schicksal sie auf eine harte Probe…
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Marysol14s avatar
Letzter Beitrag von  Marysol14vor 4 Jahren
Schade... herzlichen Glückwunsch! ♥
Zur Buchverlosung

Zusätzliche Informationen

Anne Brontë wurde am 16. Januar 1820 in Thornton (Großbritannien) geboren.

Community-Statistik

in 340 Bibliotheken

auf 31 Wunschlisten

von 6 Lesern aktuell gelesen

von 4 Lesern gefolgt

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