Liverpool Street

von Anne C. Voorhoeve 
4,4 Sterne bei83 Bewertungen
Liverpool Street
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Glueckskuchens avatar

Eines der schönsten und besten Bücher, die ich je gelesen habe. Sehr berührend und echt dargestellt.

cecilyherondale9s avatar

Ein fesselndes Buch. Wirklich interressant aber auch etwas erschreckend.

Alle 83 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Liverpool Street"

Winter 1939. Ziska ist elf Jahre alt, als sie mit dem Kindertransport ihre Heimat Berlin Richtung London verlässt. Auf Ziska warten eine fremde Familie, eine fremde Sprache, Heimweh, Ungewissheit und bald ein mörderischer Krieg.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783473582969
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:Ravensburger Buchverlag
Erscheinungsdatum:01.08.2008

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne47
  • 4 Sterne28
  • 3 Sterne7
  • 2 Sterne0
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    L
    Lesebegeistertevor einem Jahr
    ...erschreckend....

    Dieses Buch ist sehr bewegend und traurig. Aber auch sehr spannend. Ideal für Schulen und Bibliotheken! Ab 12 Jahren

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    michelle16s avatar
    michelle16vor 3 Jahren
    Ein packender Jugendroman in der Zeit des zweiten Weltkriegs

    Kurz vor dem zweiten Weltkrieg. Das Leben der Juden wird immer schwieriger und unvorstellbar. Auch für die Berliner Familie Mangold wird es immer problematischer in Berlin zubleiben. Die Eltern der 10-jährigen Franziska MAngold müssen handeln und schicken ihre Tochter mit dem Kindertransport nach London um sie zu beschützen. Doch können ihre Eltern sie einfach wegschicken? Wie soll sie sich in London verständigen? Werden ihre Pflegeeltern sie mögen? All das schwebt in ihrem Kopf, als sich Ziska auf dem Weg nach London befand. Doch es kam anders als erwartet. Nachdem Ziskas Pflegeeltern nicht kamen um sie abzuholen, hat sie ihre neue Pflegefamilie auf ihre eigene Art und Weise gefunden. Ihre neue Pflegefamilie, die Shepards, sind eine Orthodoxische Familie, die ein sehr inniges und harmonisches Familienleben leben und Ziska mit offenen Armen empfangen. Zisake erlebt mit dieser Familie den zweiten Weltkrieg und muss auch das Leid der Familie mit ertragen. In London lernt trifft sie ihren Freund Walter aus dem Kindertransport wieder und fühlt sich zu ihm angezogen. Ist sie verliebt? Darf man das im Krieg? Walter hat auch seinen letztes Familienmitglied verloren und ist jetzt auf sich selber eingestellt. Wären da nicht die Shepards und Zisake die den Jungen mit zu sich aufnehmen. Ziska hat ihre neue Familie gefunden und die ist in London.  Nach 6 Jahren jedoch hat Ziska erstmal die Chance ihre leibliche Mutter wiederzusehen. Doch wie fühlt sich das an, der Mutter nach 6 Jahren wieder in die Augen zuschauen? Ist man sich fremd geworden? Ziska muss sich am Ende entscheiden. Bleibt sie bei den Shepards oder geht sie zurück zu ihrer Mutter?

    Ich lese gerne Bücher über den zweiten Weltkrieg. Ich finde es immer wieder erschreckend, wie die Menschen früher leben mussten und sich nicht wehren konnten. Es gab keine Meinungsfreiheit und keine Rechte. Sowas kann man sich heute gar nicht mehr vorstellen.

    Das Buch ist sehr sehr schön geschrieben. Man begleitet ein 10-jähriges Mädchen durch die schlimmste Zeit ihres Lebens. Man kommt dem Ereigniss mit diesem Buch sehr nah, da es sehr genau beschrieben wird. Was mir auch an diesem Buch sehr gut gefällt ist, das die jüdischen Sitten sehr genau in dem Buch beschrieben werden und das es am Ende eine Art Lexika gibt, wo man manche Wörter nach schlagen kann. Ich denke mal, dass die Autorin mit diesem Buch auch zeigen möchte, dass sich die jüdischen Familien nicht einschüchtern lassen habe und auch in der Kriegszeit ihrem Glauben treu geblieben sind.

    Ich kann das Buch nur empfehlen :)

    Kommentieren0
    94
    Teilen
    Michelle1990s avatar
    Michelle1990vor 3 Jahren
    Rezesion Liverpool Street

    Eine tragische Geschichte, die einem zu Herzen geht.
    Man lernt ein kleines Mädchen kennen, welches ein Chaos an Gefühlen erlebt und begleitet sie von Deutschland nach England und vom Kindsein bis zum Erwachsenwerden über die Kriegsjahre.
    Ein wirklich super geschriebenes Buch, bei dem ich auch ein paar Tränen vergossen habe. Normalerweise lese ich ungern Bücher über den zweiten Weltkrieg, aber dieses habe ich richtig gemocht!
    Anfangs nervt die Sturheit von Ziska alias Frances ein wenig, aber wenn man sich hineinversetzt in ihren Kummer, kann man sich doch alle Reaktionen gut vorstellen.

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    mecedoras avatar
    mecedoravor 4 Jahren
    Liverpool Street

    Franziska Mangold, 10 Jahre alt, geht auf eine Reise - keine freiwillige, keine schöne Reise, aber eine, die ihr das Leben retten wird. 1939 verlässt die Tochter zum Christentum konvertierter Juden gänzlich gegen ihren Willen mit einem der letzten Kindertransporte Berlin und überquert den Ärmelkanal. In London wird sie nach turbulenten Anfangszeiten von einer britischen, jüdisch orthodoxen Gastfamilie aufgenommen - und findet nicht nur Gastfreundschaft, sondern auch ein Zuhause, während in ihrer Heimat die Lage für die im Land gebliebenen Juden, auch ihre Eltern und Freunde, immer bedrohlicher, ja lebensgefährlich, wird.
    Das Leben in der Fremde ist keineswegs leicht. Ziska führt einen Kampf mit der fremden Sprache, mit den fremden Gebräuchen der jüdischen Familie, die sie aufnimmt, mit der Ablehnung der anderen, die sie als Deutsche, als Feindin beschimpfen, einen Kampf mit der auch auf dieser Seite des Kanals immer schwierigeren Situation in dem Krieg, der die ganze Welt in Atem hält, einen Kampf mit der Angst um ihre Familie und ihre Freunde, vor allem aber auch einen Kampf mit dem Gefühl, von ihren Eltern abgeschoben worden zu sein, die sie in die Ferne schickten, ganz allein.

    "Liverpool Street" hat, wie so viele Jugendbücher aus dem historischen Bereich, den zweiten Weltkrieg zum Thema. Und wie so oft geht dieses Buch dieses Thema aus Sicht eines jüdischen Kindes an.
    Dies aber geschieht in diesem Roman auf äußerst fesselnde Weise. Von Anfang an fiebert man mit Ziska mit - noch in Berlin, als sich Ziska mit ihrer Freundin gegen die "Juden!"-Beschimpfungen und brutalen Übergriffe ihrer Mitschüler zu wehren versucht, als sie die Verhaftung des Vaters und den erbitterten Kampf der Mutter um Ausreisepapier miterlebt. Vor allem aber fiebert man mit ihr in der Fremde mit, in dieser so anderen Welt, in die sie, völlig unfreiwillig, hineingestoßen wird. Ziska ist ein rebellisches Mädchen mit einem eigenen Kopf, großen Gefühlen und einem verletzten Herzen, das man nicht immer mag, dennoch aber tief ins Herz schließt.

    Anne C. Voorhoeve erzählt äußerst anschaulich und informativ von einer Zeit, die die Leser meiner Generation nur aus Büchern und Filmen kennt, von den Ängsten und Nöten eines Kindes in den Wirren des Krieges, in der Fremde, aber auch von den politischen Entwicklungen und jüdischen Gebräuchen. Dieses Buch unterhält und schenkt eindringliche Einblicke in verschiedene Lebenswelten. Besonders gefallen hat mir, dass die Autorin den Krieg auch aus britischer Perspektive beschreibt und in ihrer fesselnden Erzählung so ganz nebenbei Geschichte erzählt und viele gut recherchierte Informationen verpackt.

    "Liverpool Street" ist ein fesselnder historischer Roman für Jugendliche ab 10 - durchaus aber auch für Erwachsene. Gut erzählt und informativ, mit einer dickköpfigen Heldin und einem ungewöhnlichen Setting - für dieses Buch gibt es von mir vier Sterne. 

    Kommentieren0
    19
    Teilen
    daniela_schwarzs avatar
    daniela_schwarzvor 7 Jahren
    Rezension zu "Liverpool Street" von Anne C. Voorhoeve

    Als das Leben 1939 für jüdische Familien in Berlin immer schwieriger & gefährlicher wird, wird die 10-jährige Franziska Mangold gegen ihren Willen von ihrer Familie mit einem Kindertransport in Richtung London in Sicherheit geschickt. Sie erlebt Gewalt, Anfeindung, Verlust und Tod und bleibt bei all dem auf schon fast trotzige Art optimistisch. Der Leser begleitet Franziska, die ihre Geschichte auf unnachahmliche Weise aus der Ich-Perswpektive erzählt, bis ins Erwachsenenalter. Was für ein wunderbares Buch! Ich habe gelacht, geweint und so viel gelernt: über die Zeit des 3. Reiches & des 2. Weltkriegs, über jüdisches Leben und über den schwierigen Alltag der Menschen, die dem Elend der Kriegsjahreso tapfer trotzten. Besonders empfehlen kann ich auch die Hörbuchfassung aus dem Silberfisch-Verlag, gelesen von Sascha Icks (EAN 978-3867426381)!

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    elli_ges avatar
    elli_gevor 7 Jahren
    Rezension zu "Liverpool Street" von Anne C. Voorhoeve

    Das erste Mal las ich es, weil ich das Buch bei meiner Freundin entdeckt hatte. Mich sprach sofort dieses Cover an, und als ich es mir dann hinten durchgelesen hatte, war ich sofort begeistert. Ich liebe solche historischen Romane!!!
    Jedenfalls brauchte ich fünf Tage, bis ich durch war. Ich musste immer wieder aufhören mit lesen, weil mir das Thema so sehr zu Herzen ging. Öfter lag ich da auf der Matraze bei meiner Freundin, sie schlief schon, ich lag noch da und las das Buch mit der Leselampe, während ich weinte. Das Buch ist so mega toll geschrieben, dass man sich alles super gut vorstellen und mitfühlen kann!
    Und auch, wenn es wirklich mega traurig ist und die knallharte Realität zeigt, liebe ich solche Bücher.
    Ich bin natürlich auch großer Fantasy-Fan, aber das hier ist in WIRKLICHKEIT passiert...

    Fazit: Unbedingt lesen!!! Und zwar nicht nur welche, die historische Romane lieben, sondern ALLE. Dieses Buch zeigt einfach mal die Wirklichkeit, wie sie mal war. Es ist echt, vom supertollen Inhalt einmal abgesehen, ein Pflichtbuch für alle Deutschen. Finde ich jedenfalls.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Nini61s avatar
    Nini61vor 7 Jahren
    Rezension zu "Liverpool Street" von Anne C. Voorhoeve

    Ziska Mangold ist eine schon seit ein paar Generationen evangelische Jüdin in Berlin 1938. Mit einem Kindertransport kommt sie Anfang 1939 nach London. Ihre beste Freundin (auch Jüdin) bleibt zurück in Berlin. Ziska will nicht gehen. Nicht ohne ihre Eltern und Freundin. Nach einigen Umwegen landet sie bei Fam. Shepard. Ohne Sprachkenntnisse und voller Trauer und Wut kämpft sie sich die ersten Monate durch. Nach und nach lernt sie die Familie kennen und lieben, nicht zuletzt durch den Sohn Gary. Bei Kriegsausbruch ändert sich alles. Ihre Eltern sind noch vor dem Krieg nach Holland geflüchtet. Erst glaubt Ziska - die in England den neuen Namen Frances bekommt - ihre Eltern in Sicherheit. Durch Hunger, Bomben und allgemeine Kriegswirren lernt Ziska ihre "neue Familie" richtig lieben und will auf keinen Fall mehr zurück. Nur die Angst, was mit ihrer Familie in Holland und ihrer Freundin in Berlin ist, trübt das neue Leben. - Ein schönes Buch, man ist mit Herz und Seele mit Ziska/Frances verbunden. Es liest sich leicht und flüssig, und ich fand es schade, als das Buch zuende war. Volle 5 Sterne für ein Jugendbuch, dass durchaus nicht nur ein Jugendbuch ist...

    Kommentieren0
    12
    Teilen
    Jaris avatar
    Jarivor 8 Jahren
    Rezension zu "Liverpool Street" von Anne C. Voorhoeve

    Inhalt:

    Ziska ist praktisch mit dem Hass der Deutschen auf die Juden aufgewachsen. Sie kennt die besten Verstecke ihres Quartieres und zusammen mit ihrer besten Freundin Bekka hat sie sogar einen "Survival Plan" aufgestellt.
    Doch als das Leben für die Juden immer schwieriger wird, entscheidet sich Ziskas Mutter dazu, ihre Tochter mit einem der Kindertransporte nach England zu schicken. Zu diesem Zeitpunkt ist Ziska gerade mal elf Jahre alt.
    Das Mädchen fühlt sich von seiner Mutter verstossen, findet in England keinen Anschluss, spricht die Sprache nicht und die für sie vorgesehene Familie lässt sie am Bahnhof stehen.
    Trotz aller Verzweiflung entscheidet sich Ziska dazu, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen und sich selbst eine Familie zu suchen, bei der sie bleiben kann, bis sie eine Möglichkeit gefunden hat, ihre eigenen Eltern nach England zu holen. Und durch einen grossen Zufall landet sie bei der Familie Shepard, die immer mehr zu einer richtigen Familie für Ziska wird.
    Zusammen mit den Shepards erlebt sie Leid und Freud, übersteht einen teuflischen Krieg und wird langsam zur Frau. Doch was wird aus Mamu? Was aus ihrer Freundin Bekka? Was hat der Krieg mit ihnen gemacht?

    Meine Meinung:

    Anne C. Voorhoeves "Liverpool Street" entführt uns zuerst nach Deutschland zur Vorkriegszeit, dann nach England. Ziska erzählt aus der Ich-Perspektive die Geschichte ihrer Reise und gleichzeitig auch ihres Erwachsenwerdens. Wir erleben, wie aus einem kleinen, verwirrten Mädchen eine tapfere junge Frau wird und wie sie sich durch die Wirren des Krieges und ihres eigenen Lebens kämpft.

    Aufgrund der von der Autorin gewählten Erzählperspektive wächst einem Ziska rasch ans Herz. Das Mädchen erzählt von ihren Gefühlen, die sehr nachvollziehbar geschildert sind. Man wird mit den Themen Krieg, Liebe und Familie konfrontiert, wobei vor allem das Thema der Familie und der Zugehörigkeit im Vordergrund steht. Ebenso schildert Voorhoeve auf diese Weise auch wunderbar den Reifungsprozess den man durchläuft, wenn man erwachsen wird, so werden Ziskas Gedanken und Schlussfolgerungen mit der Zeit immer reifer.

    Das Buch ist nicht darauf ausgerichtet, auf die Tränendrüse zu drücken. Ganz im Gegenteil, man hält ein Buch mit einer Lebensgeschichte in den Händen, wie sie das Leben hätten schreiben können. Das macht auch den Charm dieses Jugendbuches aus, nichts ist Übertrieben, nichts Untertrieben.
    Auch ohne dass in diesem Buch Leichehaufen beschrieben werden, raubt es einem Atem, wenn man miterlebt, wie ein zehnjähriges Mädchen seine Pflegemutter fragt: "Wo kann man sich denn hier am besten verstecken?"
    Auf diese Art und Weise erhält man einen lebendigen und echten Einblick in das Leben während des Zweiten Weltkrieges.
    Aber auch schöne Dinge werden beschrieben. Die Liebe, die langsam in Ziska aufkeimt und der damit einhergehende Aufklärungsunterricht. Ausflüge. Freundschaft. Schule. Jüdische Rituale. Zwar mag dies manchmal etwas langatmig sein (das Buch hat einen Umfang von 560 Seiten), dennoch trägt dies alles dazu bei, uns ein eindrückliches Bild der damaligen Zeit zu vermitteln.

    Voorhoeves Schreibstil ist für Jugendliche geeignet und wird diese nicht überfordern. Die Geschichte liest sich einfach und ist dennoch sehr packend. Die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet, wobei man Ziska natürlich am besten kennenlernt. Aber auch die anderen Charaktere haben alle ihre eigenen Charakterzüge, sodass man sie gut auseinander halten kann. Mir hat vor allem Ziskas Freundin Hazel sehr gut gefallen.

    Fazit:

    Ein sehr gutes Jugendbuch, das die Auszeichnung mit dem Buxtehuder Bullen für das beste Jugendbuch verdient. Für alle, die sich für eine Lebensgeschichte aus dem Zweiten Weltkrieg interessiert, ist das Buch überaus empfehlenswert. Jedoch sollte es sich um Leseratten handeln, denn ungeübte Leser werden mit dem Umfang des Buches hadern, auch wenn die Sprache einfach gehalten ist und sich das Buch gut lesen lässt.
    Das Buch kann auch von Erwachsenen gelesen werden, erfährt man doch sehr viel Neues z.B. über die jüdischen Traditionen und Gepflogenheiten.
    "Liverpool Street" ist ein packendes Werk, das einem einen wunderbaren Einblick in das England der Kriegsjahre beschert und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen vermag.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Liverpool Street" von Anne C. Voorhoeve

    Das Mädchen Franziska Mangold ist Jüdin und lebt mit ihren Eltern 1938 in Berlin. Aus Sorge vor der Judenfeindlichkeit der Nazis schicken sie ihre Eltern auf einen Kindertransport nach England. Franziska kann die englische Sprache nicht, sie hat großes Heimweh und findet anfangs keine Pflegefamilie, die sich um sie kümmern kann. Außerdem sitzt der Vater im Konzentrationslager und ob und wann sie ihre Eltern wieder sehen wird ist ungewiss. Im Buch wird Franziska Leben zwischen den Jahren 1938 und 1945 erzählt.
    Obwohl es sich um ein Jugendbuch handelt, ist es für Erwachsene mehr als nur geeignet. Obwohl sicher jeder einzelne von uns bereits viel über diese Jahre gehört und gelesen hat, berührt und schockiert die Geschichte immer wieder aufs neue. Der Autorin gelingt es die Figuren sehr glaubhaft und anschaulich zu beschreiben. Im Mittelteil empfand ich das Buch stellenweise als etwas langatmig, da es wenig Handlung gibt und viele in meinen Augen zu ausführliche Beschreibungen. Besonders aber das erste und das letzte Drittel haben es wirklich in sich! Die Handlung nimmt immer wieder nicht vorhersehbare Wendungen, ich musste beim Lesen sowohl laut lachen als auch weinen. Kurz um: es hat mich sehr tief bewegt und das ist etwas, was ich mir von einem guten Buch wünsche. Uneingeschränkt empfehlenswert!

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    thiefladyXmysteriousKathas avatar
    thiefladyXmysteriousKathavor 9 Jahren
    Rezension zu "Liverpool Street" von Anne C. Voorhoeve

    Liverpool Street sollte ich für den Religionsunterricht lesen, mein Lehrer sagte mir auch der Anfang sei serh schwerfällig . Und das war er auch wirklich. Die ersten 200 Seiten hab ich mich durchgequält. Aber, es hat sich gelohnt. Das Buch wurde super spannend und herzergreifend.
    Zum Inhalt: Ziska Mangold ist eine deutsche Christin mit jüdischen Wurzeln. Sie bekommt einen Platz auf einem Kindertransporter, der sie aus Deutschland heraus holt. In England erwartet sie eine neue Familie, die Shepards. Schnell muss Ziska, oder Frances, wie die Engländer sie nennen, feststellen, dass man auch andere Menschen lieben lernen kann. Mit Kriegsbeginn wird die Geschichte hochspannend und dramatisch. Frances/Ziska muss viele Verluste ertragen und wird beinahe von einer Fliegermine getroffen. Doch auch die Liebe bleibt ihr nicht fern, aber muss ihr Erwählter unbedingt ein Soldat sein? Ihr Bruder Gary ist auf See und ihre Mutter auf der Flucht.
    Nur zu emphelen aber man muss sich wie gesagt erst durch 200 Seiten kämpfen bevor es gut wird. Deswegen nur vier Sterne.

    Kommentieren0
    28
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    muchobookloves avatar


    Wir alle lieben die Klassiker unter den Büchern, die immer wieder von Generation zu Generation weitergegeben werden und die jeder kennt, egal wie alt man ist. Der Ravensburger Verlag hat mit Büchern wie "Die Welle" oder als "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" bewiesen, dass er immer wieder ein Gespür für Geschichten hat, die über Jahrzehnte hinweg Leser begeistern können. Aber welche aktuellen Bücher haben ebenfalls Potential, zu Klassikern zu werden?

    Wir haben aus dem interessanten Ravensburger Programm drei Bücher ausgewählt, die wir uns in Zukunft als Klassiker vorstellen können:

    Zebraland von Marlene Röder: 
    "So wurde „Zebraland“ für mich zu einem echten Leseabenteuer, da ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, weil mich die Geschichte so fesselte. Gerade weil sie so authentisch wirkt." — Michaela G.

    Liverpool Street von Anne C. Voorhoeve:
    "Anne Voorhoeve hat ein bewegendes Mädchenportrait geschrieben und den Überlebenden des Nationalsozialismus eine Stimme verschafft. Großartig, wie sie die widerstreitenden Gefühle eines Kindes schildert."— Buecherstapel

    Wolfszeit von Nina Blazon:
    "Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, mich in eine fremde Zeit ziehen lassen, der Entwicklung eines jungen Protagonisten zugesehen, einen kriminalistischen Fall mit aufgedeckt und am Ende auch noch eine kleine, aber (fast) kitschfreie Liebesgeschichte verfolgt. Was will das Leserherz mehr?!" — Mausezahn

    Ihr habt die Möglichkeit, diese Bücher zu gewinnen, denn wir verlosen gemeinsam mit dem Ravensburger Verlag 5 Buchpakete, in denen jeweils diese 3 Titel enthalten sind.

    Für die Chance auf eines der 5 Buchpakete, müsst ihr nur bis zum 3. Oktober einen Beitrag hier im Thema verfassen und mit den anderen Lesern darüber diskutieren, welche Kinder- oder Jugendbücher eurer Meinung nach zukünftig zu Klassikern werden könnten? Dabei würde uns besonders folgende Frage interessieren:

    Was macht ein Buch für euch zu einem Klassiker und was braucht dieses Buch, damit ihr es immer wieder in die Hand nehmt?

    Wir sind schon sehr gespannt auf eure Meinungen!
    R
    Letzter Beitrag von  Rainbowvor 5 Jahren
    Ernsthaft? Oh, wie toll! Vielen vielen Dank! :)
    Zum Thema
    Hallöchen! Kennt ihr gute Romane, die das Leben in London während des 2. Weltkrieges behandeln? Sollte schon aus der Sicht der Londoner geschrieben sein - vllt. so ähnlich wie bei Liverpool Street. Muss aber kein Jugendbuch sein ;)
    heberschs avatar
    Letzter Beitrag von  heberschvor 7 Jahren
    Hallo, hier ist vielleeicht etwas. Viele Grüße
    Zum Thema

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Mut in den Zeiten des Krieges

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks