Anne Chaplet In tiefen Schluchten

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Inhaltsangabe zu „In tiefen Schluchten“ von Anne Chaplet

Die Geheimnisse der Cevennen – Start einer neuen Krimireihe. In der wilden, elementaren Landschaft des Vivarais am Fuße der Cevennen wohnen Rebellen und Eigenbrötler, Aussteiger und Propheten. Und seit einigen Jahren auch Tori Godon, ehemalige Anwältin, 42 Jahre alt, frisch verwitwet und auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Als ein holländischer Höhlenforscher, der sich bei ihrer Freundin einquartiert hat, verschwindet, ist Tori beunruhigt. Als der alte Didier Thibon, der ihr von sagenhaften Schätzen und Schmugglerverstecken in den Höhlen erzählte, tot aufgefunden wird, ist Tori alarmiert. Und als sie auf der Suche nach dem Holländer auf dem Karstplateau in eine Felsspalte stürzt, ist plötzlich auch ihr Leben in Gefahr. Wie hängen die Aktivitäten des Holländers mit den Hugenotten zusammen, die in dieser Region einst Zuflucht fanden? Und was hat das alles mit der Geschichte des Dorfes zu tun?

Kam kein bisschen rein, Protagonistin irgendwie unsympathisch, langweilig

— faanie

Viel geschichtliches Wissen und schöne Naturbeschreibungen mit einem enttäuschenden Krimi-Plot.

— jenni_writes

Leider für mich weit weg vom Krimi, dafür viel spannendes und interessante für die Hugenotten

— isabellepf

Interessant ja, Krimi nein.

— blaues-herzblatt

Kein Krimi, aber ein wundervoller Roman mit tollen Figuren und einer wunderschönen Landschaft

— Silbendrechsler

Schreibstil und Atmosphäre sind großartig, die Spannung eher lauwarm und einige Handlungsstränge verlaufen leider im Sand

— tinstamp

Idyllischer Roman mit fesselnden Fakten

— Yeirah

Leider wurde das Buch in das falsche Genre eingeordnet, trotzdem schöne Geschichte.

— DianaE

Schöner Frankreichroman, leider kein Krimi.

— voeglein

Liebe ja, Krimi nein

— Milagro

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  • Hugenotten, der Zweite Weltkrieg und ein Krimifall

    In tiefen Schluchten

    jenni_writes

    07. October 2017 um 11:51

    Klappentext:In der wilden, elementaren Landschaft des Vivarais am Fuße der Cevennen wohnen Rebellen und Eigenbrötler, Aussteiger und Propheten. Und seit einigen Jahren auch Tori Godon, ehemalige Anwältin, 42 Jahre alt, frisch verwitwet und auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Als ein holländischer Höhlenforscher, der sich bei ihrer Freundin einquartiert hat, verschwindet, ist Tori beunruhigt. Als der alte Didier Thibon, der ihr von sagenhaften Schätzen und Schmugglerverstecken in den Höhlen erzählte, tot aufgefunden wird, ist Tori alarmiert. Und als sie auf der Suche nach dem Holländer auf dem Karstplateau in eine Felsspalte stürzt, ist plötzlich auch ihr Leben in Gefahr. Wie hängen die Aktivitäten des Holländers mit den Hugenotten zusammen, die in dieser Region einst Zuflucht fanden? Und was hat das alles mit der Geschichte des Dorfes zu tun?Rezension: Das Buchcover verspricht einen Kriminalroman aus dem Süden Frankreichs. Dies stimmt leider nur zum Teil. Durch das ganze Buch ziehen sich Beschreibungen der Umgebung, die ich persönlich sehr schön fand und die mir halfen, die Umgebung vor meinem inneren Auge zu sehen. Die Gegend bekommt im Buch dadurch den Platz eines Protagonisten und dies ist auch nachvollziehbar, da das Dorf, seine Vergangenheit und Geschichte und ihre Bewohner eine große Rolle in der Handlung einnehmen. Während diese Beschreibungen vor allem am Anfang einen Einstieg bieten, der sich etwas hinzieht, kommt dadurch aber in meinen Augen der Kriminalfall viel zu kurz. Und wer klare Ermittlungen, das Mitraten und das Verdächtigen von Personen an einem Roman liebt, der wird hier leider enttäuscht. Auch der Schluss hat mich persönlich nicht überzeugt. Was jedoch überzeugt, sind die handelnden Personen - außer der Hauptcharakter Tori - während ich ihre Handlungen zum Teil nicht nachvollziehen konnte und vor allem ihre Gefühlswelt als Witwe mich zum Schluss hin eher an ihr Zweifeln ließen, so haben ihr Freund und Hund, mich doch überzeugt und die Sympathie im Buch getragen. Alles in allem kann ich das Buch empfehlen, wenn man sich für die Thematik der Hugenotten, den Zweiten Weltkrieg und seine Schicksale, sowie die Region an sich interessiert. Vom Kriminalfall darf man dabei aber nicht zu viel erwarten. 

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  • mehr als ein Durchschnittskrimi

    In tiefen Schluchten

    yellowdog

    30. September 2017 um 07:10

    Unter dem Namen Cora Stephan hat die Autorin mit „Ab heute heiße ich Margo“ einen großartigen Roman geschrieben, an dem sie sich bei künftigen messen lassen muss. In tiefen Schluchten ist ein ganz anderer Stoff und wird zudem als Kriminalroman vermarktet, aber ich finde, auch dieser geschmeidig geschriebene Roman bietet wesentlich mehr als der Durchschnittskrimi und ist alles andere als eine Enttäuschung. Mit großer Zuneigung zu der Gegend in Südfrankreich beschreibt Anne Chaplet die bizarre und überwältigende Landschaft. Auch ihre Protagonistin Tori Godon teilt diese Begeisterung, aber ihr Gemüt ist verdüstert aus Trauer um ihren Mann Carl, der vor ca. einem Jahr verstarb. Aber sie ist eine Person die sich nicht unterkriegen lässt. Ich mochte sie schon, als sie sich um den eingesperrten Hund gekümmert hat. Dieser Hund wird später noch eine große Rolle spielen, als sich die impulsive Tori in Gefahr bringt. Es gibt auch einen Mann, ein ehemaliger Polizist, der bei der Rettung mitwirkt. Der Kriminalanteil bleibt relativ gering, doch spannende Momente gibt es dennoch. Ich habe den Roman sehr gerne gelesen.

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  • In tiefen Schluchten

    In tiefen Schluchten

    angelj222012

    25. September 2017 um 16:42

    In tiefen Schluchten befasst sich mit Tori, die Aufgrund der Herrkunft ihres Mannes mit ihm ausgewandert ist, und nun im Süden Frankreichs lebt. In Deutschland war sie als Anwältin tätig, doch nun versucht sie das Leben wieder zu genießen und den Tod ihres Mannes zu verarbeiten. Es speilt in einer verschworenen Dorfgemeinschaft, die einige Geheimnisse haben, die schon seit Jahrzehnten bewahrt werden. Die Dorfgeschichte spielt eine tragende Rolle und wird später mit einem Kriminalfall untermauert. Ich persönlich fand den Einstieg sehr langatmig, doch komischer Weise wird man irgendwann von den Geschehnissen eingelullt und als dann die Situationen eskalieren steigt die Spannung exponentiell. Die Protagonistin ist sehr sympathisch und man fühlt mit ihr mit. Generell ist dies ein gutes Buch, dass einfach einen Moment braucht um warm mit dem Leser zu werden.

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  • In tiefen Schluchten verlorengegangene Krimielemente

    In tiefen Schluchten

    Ro_Ke

    22. September 2017 um 19:19

    Klappentext (Lovelybooks): Die Geheimnisse der Cevennen – Start einer neuen Krimireihe. In der wilden, elementaren Landschaft des Vivarais am Fuße der Cevennen wohnen Rebellen und Eigenbrötler, Aussteiger und Propheten. Und seit einigen Jahren auch Tori Godon, ehemalige Anwältin, 42 Jahre alt, frisch verwitwet und auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Als ein holländischer Höhlenforscher, der sich bei ihrer Freundin einquartiert hat, verschwindet, ist Tori beunruhigt. Als der alte Didier Thibon, der ihr von sagenhaften Schätzen und Schmugglerverstecken in den Höhlen erzählte, tot aufgefunden wird, ist Tori alarmiert. Und als sie auf der Suche nach dem Holländer auf dem Karstplateau in eine Felsspalte stürzt, ist plötzlich auch ihr Leben in Gefahr. Wie hängen die Aktivitäten des Holländers mit den Hugenotten zusammen, die in dieser Region einst Zuflucht fanden? Und was hat das alles mit der Geschichte des Dorfes zu tun? Meine Meinung: Anne Chaplet gelingt es, dass sich das Lesen dieser Geschichte wie ein kleiner Kurzurlaub in den Südosten Frankreichs anfühlt. Was ihr jedoch völlig misslingt, ist das Schreiben eines spannenden Krimis. Hier fehlt es mir an ausreichender Ermittlungsarbeit und auch ein wirklicher Kriminalfall lässt sich nur schwer definieren. Eine junge Frau, die ein Land bereist und hinter ein wohlgehütetes Dorfgeheimnis kommt, könnte auch aus der Feder von Lucinda Riley stammen, die ganz offensichtlich Romane und keine Krimis schreibt.  Der Schreibstil der Autorin sticht jedoch sehr positiv hervor. Es entstehen bei den sehr detaillierten Naturbeschreibungen ganz tolle, mitunter sogar duftende, bunte Bilder.   Allerdings wird mir stellenweise viel zu ausschweifend über den Gang zum Metzger, die Zubereitung eines typischen französischen Abendessens oder auch über den herrlichen Ausblick von der Veranda in die Natur erzählt.   Die Charakterzeichnung empfinde ich als vielschichtig und authentisch aus dem Leben eines französischen Dorfes gegriffen.  Der Bezug zu den Hugenotten wirkt gut recherchiert und verleiht der Geschichte einen weiteren Reiz.  Fazit: Wenn auch die typischen Merkmale eines Krimis irgendwo in den tiefen Schluchten verloren gegangen sind, so bekommt man hier einen sprachlich sehr schönen Roman präsentiert und die Kurzreise in die Cevennen hat mir ein paar schöne Bilder beschert. 

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  • Spannende Beschreibungen über die Hugenotten jedoch kein Krimi

    In tiefen Schluchten

    isabellepf

    22. September 2017 um 12:26

    "In Tiefen Schluchten", ist der Start einer neuen Krimireihe aus dem Süden Frankreichs, in dem die Ex Anwältin Tori Godon, längst vergessene Geheimnisse eines Dorfes und der Hugenotten aufwühlt und ans Tageslicht bringt, geschrieben von Anne Chaplet.In der wilden und eigenen Landschaft Frankreichs, fernab einer elemantaren Landschaft des Vivarais am Fusse der Cevennen, wohnt neben Rebellen, Eigenbrötler und Propheten auch seit einigen Jahren Tori Godon. Die frisch verwitwete Exanwältin ist 42 Jahre alt und auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Ihr Interesse ist geweckt, als ein holländischer Höhlenforscher, der sich bei ihrer Freundin und Pensionsbesitzerin Eva einquartiert hat, plötzlich unauffindbar und als verschwunden galt. Tori ist beunruhig, doch weder Eva noch die Dorfpolizei schenken dem Verschwinden des Höhlenforschers grosse Aufmerksamkeit. Das ändert sich jedoch, als Didier Thibon Tori von sagenhaften Schätzen und Schmugglerverstecken in den umliegenden Höhlen erzählt. Doch schon kurze Zeit später, wird er in seiner Wohnung tot aufgefunden. Ein Verdächtiger ist schnell gefunden, der jedoch ebenfalls schon nach wenigen Tagen Tod aufgefunden wird. Als sich Tori selbst auf die Suche nach dem Schatz begibt wo sie den Höhlenforscher vermutet, gerät ihr Leben plötzlich selbst in Gefahr. Zu Beginn der Geschichte, passiert erstmal nichts grossartiges, vielmehr lernt man Tori und die Dorfbewohner etwas näher kennen. Schnell stellt man fest, das die Bevölkerung grosse Eigenbrötler sind, bei denen sich klatsch und Tratsch schneller verbreitet als es ausgesprochen ist. Sie leben in ihrer eigenen Welt, wobei die Dorfgemeinschaft zusammen hält. Im weiteren Verlauf der Geschichte, erfährt man, das der verschwundene Holländer auf frühere Aktivitäten die mit den Hugenotten zusammen hängen, gestossen ist. Diese fanden eins Zuflucht in dieser Region, in dem Dorf die eine eigenen Gemeinschaft waren. Dabei vertieft und beschreibt die Autorin sehr detailliert und realitätsnah die Geschichte der Hugenotten die man sich sehr bildhaft und gut vorstellen konnte. Als Leser habe ich sehr aufmerksam den Beschreibungen gefolgt, und empfand es als sehr spannend, was die Hugenotten mit dem Dorf verbindet. Kleine Anhaltspunkte, verspiegelte bunte Fenster eine Bibel und ein Psalmbuch, sorgen jedoch für Unmut bei den Dorfbewohnern, das die Geschichte für mich irgendwie lebendig gemacht hat. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und fliessend, sodass man beim lesen sehr zügig durch die Kapitel gelangt. Doch obgleich es sich um einen Kriminalroman handelt, wurde ich vom Krimifeeling leider nicht gepackt. Denn obwohl die Kurzbeschreibung auf eine Packende und fesselnde Handlung schliessen lässt, wird in dem Roman wenig bis fast gar nicht ermittelt. Dadurch das die Ermittlungsarbeiten fehlen, ist unklar, wer schlussendlich für den ein oder anderen Mord verantwortlich ist. Auch Tori, die einer Brandstiftung zum Opfer fällt, legt sich nach löschen des Brandes, lieber wieder schlafen anstatt die Dorfpolizei zu informieren. Interessant ist war ihr altes Haus und dessen Geschichte, das ich mir jedoch einfach zu wenig Bildhaft vorstellen konnte. Eine Wand die eingerissen wird, ein Gemälde das vom Dachboden in ein Büro reicht, sind Beschreibungen die einfach detailreicher ausgeweitet und beschrieben werden müssen, um sie sich vorstellen zu können. Manche Handlungsstränge waren mir zu wenig durchdacht und wirkten daher nicht realitätsnah. Toll hingegen waren die Beschreibungen der Geschichte über die Hugenotten und das Leben. Hier hat die Autorin viel liebe und Herzblut reingesteckt, das man beim lesen auch gespürt hat.Ein Roman der zwar auf geschichtlicher Ebene unterhalten hat, jedoch von einem Krimi weite entfernt war.

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  • Tiefe Schluchten

    In tiefen Schluchten

    Buecherwurm1973

    21. September 2017 um 13:59

    Tori Godot lebt in Belleville, einem kleinen Örtchen am Fusse der Cevennen. Sie ist seit kurzem Witwe. Mit ihrem Ehemann hat sie dort ein Haus gekauft, weil dieser der Hugenotten-Vergangenheit seiner Familie nachgehen wollte. Leider ist er an einem Hirntumor gestorben. Als ein holländischer Tourist vermisst wird, nimmt sie diese Recherche wieder auf und wirbelt damit viel Staub auf im Dorf. Dann sterben ein alter Dorfbewohner und später dessen Sohn auf mysteriöse Weise. Obwohl man Tori zu verstehen gibt, sie solle aufhören alte Geheimnisse ans Tageslicht heraufzubeschwören, kann sie es nicht lassen und bringt sich selbst in Gefahr. Die Autorin dringt tief in die Geschichte der Hugenotten während der Besatzungszeit ein. Beschreibt die Cevennen so detailliert und wunderbar, dass man am liebsten gleich losfahren möchte. Das Dorfleben und seine Bewohner wirken so lebendig. Aber leider kommt dabei der Krimi zu kurz. So vieles wird nur angedeutet, nicht aufgeklärt. Der Leser bleibt etwas ratlos zurück, weil er noch viele Fragen hat.   Dieses Buch ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe, in der Tori Godot und ihr Hund July die Hauptakteure sind. Vielleicht werden in den folgenden Bänden einige der Fragen gelöst. Aber ich weiss nicht, ob ich mir nochmals antun werde. Wenn ich einen Krimi zur Hand nehme, will ich etwas Spannendes lesen. Das habe ich beim ersten Fall nicht wirklich bekommen. Deshalb macht sich bei mir Enttäuschung breit, obwohl das Buch eigentlich gut geschrieben ist. 

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  • Auf den Spuren hugenottischer Vorfahren

    In tiefen Schluchten

    BuchNotizen

    20. September 2017 um 16:38

    Entgegen meinen Erwartungen ist “In tiefen Schluchten” kein Krimi. Die Bezeichnung Kriminalroman und die Info über das Buch im Klappentext wecken falsche Erwartungen. Ich wurde trotzdem nicht enttäuscht. Es ist ein schön geschriebener Roman über eine wunderschöne französische Landschaft und ihre Dorfbewohner mit einer aus Deutschland stammenden Protagonistin, der ehemaligen Patentanwältin Tori Godon. Tori Godon ist vor einigen Jahren mit ihrem kürzlich verstorbenen Mann, in das kleine fiktive Dorf Belleville, gezogen. Eigentlich sollte sie nach dem Tod ihres Mannes die Anwaltskanzlei in Deutschland übernehmen. Doch die trauernde Tori fühlt sich, trotz der Ablehnung einiger Dorfbewohner, wohl in ihrer Wahlheimat. Um eine neue Aufgabe zu haben, beschließt sie die Suche nach den hugenottischen Vorfahren fortzuführen. Informationen erhofft sie sich am ehesten von den alten Dorfbewohnern und spricht zuerst mit Didier. Einen guten Freund findet sie in Nico, einem ehemaligen deutschen Kriminalkommissar, der schon länger in dieser Gegend wohnt. Sie liebt es auf den Markt zu gehen, lange Spaziergänge durch die wilde Natur zu unternehmen und die französische Lebensart zu genießen. Als Ermittlerin ist mir Tori nicht neugierig genug. Sie interessiert sich mehr für die Geschichte ihres Hauses, die eng mit den Hugenotten verknüpft ist, als für den verschwundenen Holländer und den toten Didier. Für einen Krimi nehmen die Todesfälle zu wenig Raum ein. Ansätze für mehr Spannung gibt es genügend. Auch das Verschwinden des Holländers Adriaan hätte das Potenzial für mehr Spannung gehabt. Zumal einige Kapitel aus der Sicht eines verletzten Mannes geschrieben sind. Und dann die Karte mit den geheimnisvollen Markierungen … Mir gefällt die Idee, die Geschichte der Gegend mit der Geschichte eines alten Hauses zu verknüpfen. Die historischen Details über die Hugenotten finde ich spannend. Interessant ist die Haltung der Dorfbewohner gegenüber den Deutschen, die sich in der geschichtsträchtigen Gegend niedergelassen haben. Die Auswirkungen der deutschen Besatzung während des Zweiten Weltkrieges und das Wirken der Résistance sind dort immer noch zu spüren. Bei den tollen Landschaftsbeschreibungen erinnere ich mich wieder an meinen Urlaub in dieser Gegend. Das Treiben auf dem Markt und die Szenen mit den Dorfbewohnern im Bistro sind so, wie ich sie in Erinnerung habe. Angenehm überrascht haben mich die Karten auf den Umschlaginnenseiten, damit der Leser weiß, in welcher Gegend die Geschichte spielt und sich besser orientieren kann. Das Ende finde ich nicht zufriedenstellend. Die Todesfälle werden nicht wirklich aufgeklärt, das mag zwar realistisch und für das Zusammenleben der Dorfbewohner wichtig sein, aber in einem Krimi möchte ich einen (oder mehrere) Täter präsentiert bekommen. Ich hätte mir mehr Spannung und Antworten auf die noch offenen Fragen gewünscht. “In tiefen Schluchten” ist der Auftakt zu einer neuen Krimireihe mit Tori Godon. Mir haben die sympathischen Figuren Tori und Nico, sowie einige Dorfbewohner gut gefallen. Um zu erfahren, wie sich die Dinge weiterentwickeln, werde auch die Fortsetzung lesen.

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  • Eher ein Roman als ein Krimi

    In tiefen Schluchten

    specialang

    18. September 2017 um 20:06

    Inhalt:Tori ist vor einigen Jahren mit ihrem Mann in die Landschaft des Vivarais gezogen. Carls Vorfahren waren Hugenotten und er wollte die Geschichte seiner Ahnen recherchieren. Nach seinem Tod ist Tori in Südfrankreich geblieben. Ein holländischer Höhlenforscher verschwindet eines Tages und Tori ist die Einzige, die sich Gedanken um ihn macht. Nach und nach passiert immer mehr und auch Tori ist nicht mehr sicher. Meinung: Die Dörfer am Fuße der Cevennen werden fast ausschließlich von Aussteigern der 70ger Jahren bewohnt. Die sehr bildhafte und wundervolle Beschreibung lädt zum träumen ein. Tori ist ein sehr sympathischer Charakter, die bei den Einheimischen nur toleriert wird, da ihr Mann hugenottische Vorfahren hatte. Die Einwohner sind sehr unterschiedlich und dennoch sehr typisch für diese Gegend. Sehr interessant sind die historischen Beschreibungen der Hugenotten. Hier erfährt man sehr viel und kann regelrecht in diese Welt eintauchen. Es ist ein spannendes Buch, auch wenn es Tote etc. gibt, ein Krimi war es für mich nicht. An einigen Stellen plätschert das Buch etwas vor sich hin und die Spannung ging dadurch verloren. Der Schluss hat mich etwas unbefriedigt zurückgelassen und einige Fragen blieben offen. Ein gutes Buch über die schöne Gegend der Cevennen und auch über die Hugenotten. Wer einen typischen Krimi erwartet, wird hier leider etwas enttäuscht werden.

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  • Leserunde zu "In tiefen Schluchten" von Anne Chaplet

    In tiefen Schluchten

    aba

    Das Geheimnis der Cevennen Irgendwo im Süden Frankreichs, mitten in einer von steilen Schluchten geprägten Landschaft, gibt es ein kleines Dorf mit alten, kleinen Häusern aus Stein, in dem es von Originalen wimmelt. Darunter Toni, eine deutsche Anwältin, die die Ruhe in der bizarren Landschaft sucht und etwas Laissez-faire genießen möchte. Leider wird ihr dies nicht lange gegönnt: Mysteriöse Todesfälle sorgen für Trubel und wecken die Detektivin in ihr. "In tiefen Schluchten" ist der neue Krimi von Anne Chaplet und der erste Band einer neuen Krimireihe.Möchtet ihr Frankreich aus einem anderen Winkel erleben? Dann lasst euch von Tori diese andere Seite Frankreichs zeigen. Es gibt nicht nur Mordfälle zu lösen, man lernt auch nebenbei Einiges über die Geschichte dieser besonderen Gegend!Zum InhaltIn der wilden, elementaren Landschaft des Vivarais am Fuße der Cevennen wohnen Rebellen und Eigenbrötler, Aussteiger und Propheten. Und seit einigen Jahren auch Tori Godon, ehemalige Anwältin, 42 Jahre alt, frisch verwitwet und auf der Suche nach einer neuen Aufgabe. Als ein holländischer Höhlenforscher, der sich bei ihrer Freundin einquartiert hat, verschwindet, ist Tori beunruhigt. Als der alte Didier Thibon, der ihr von sagenhaften Schätzen und Schmugglerverstecken in den Höhlen erzählte, tot aufgefunden wird, ist Tori alarmiert. Und als sie auf der Suche nach dem Holländer auf dem Karstplateau in eine Felsspalte stürzt, ist plötzlich auch ihr Leben in Gefahr. Wie hängen die Aktivitäten des Holländers mit den Hugenotten zusammen, die in dieser Region einst Zuflucht fanden? Und was hat das alles mit der Geschichte des Dorfes zu tun?Bereit für eine Leseprobe?Zur AutorinAnne Chaplet ist das Pseudonym von Cora Stephan, unter dem sie zehn zum Teil preisgekrönte Kriminalromane veröffentlicht hat. Cora Stephan ist seit mehr als dreißig Jahren freie Autorin und schreibt Essays, Kritiken und Sachbücher. Im Frühjahr 2016 hat sie den Roman "Ab heute heiße ich Margo" bei Kiepenheuer & Witsch veröffentlicht, der nun als Taschenbuch erscheint. Was ist das Geheimnis der Cevennen? Wird es Tori gelingen, dahinter zu kommen?Zusammen mit KiWi verlosen wir 25 Exemplare von "In tiefen Schluchten" unter allen, die gerne über die Abenteuer von einer Aussteigerin in Südfrankreich lesen, sich darüber im Rahmen einer Leserunde austauschen und im Anschluss eine Rezension schreiben möchten. Was müsst ihr tun? Bewerbt euch* unter dem "Jetzt bewerben"-Button und antworte auf folgende Frage bis zum 27.08., wenn ihr dabei sein wollt:Um auf andere Gedanken zu kommen, beginnt die ehemalige Anwältin Tori ein neues Leben in der Abgeschiedenheit und der rauhen Landschaft der Cevennen.Wie würdet ihr auf andere Gedanken kommen? Weit weg von der Zivilisation? Oder würdet ihr lieber die Anonymität der Großstadt vorziehen?Ich freue mich jetzt schon auf eure Antworten und wünsche euch viel Glück!* Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Buchverlosungen und Leserunden.

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    • 626

    Lese_gerne

    18. September 2017 um 19:36
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    Silbendrechsler schreibt Da muss ich dir zustimmen. Ich fand die Geschichte auch spannend und es war eigentlich auch ein Krimi, denn es ging ja um die Aufklärung krimineller Taten. Natürlich sind klassische Krimis anders ...

    Genau. Das Buch war nicht brutal, aber Spannung gab es schon. Sowas lese ich eigentlich gerne. Mich hat auch sehr das Haus in dem Tori lebt fasziniert. Wenn so ein Haus erzählen könnte. Und wie ...

  • In tiefen Schluchten - Krimi mal anders aber trotzdem spannend

    In tiefen Schluchten

    Lese_gerne

    18. September 2017 um 16:22

    „Ich habe es irgendwann aufgegeben, die Welt in Gut und Böse zu unterteilen, die Menschen sind beides.“ (S. 290) ***************************** Tori Godon ist schon jung und nach sehr kurzer Zeit Witwe geworden. Sehr interessiert sie die Geschichte ihres Mannes Carl, der in Südfrankreich als Nachfahre der Hugenotten aufgewachsen ist. Genau dort in Südfrankreich, der Heimat ihres verstorbenen Mannes, lebt die 42jährige Anwältin Tori jetzt. Ihre Freundin Eva betreibt eine Pension. Als dort der holländische Höhlenforscher Adriaan vermisst wird glaubt Tori nicht daran, dass Adriaan einfach so abgereist ist und seine persönlichen Dinge in der Pension zurückgelassen hat. Sie glaubt fest daran, dass ihm etwas zugestossen ist. Als auch noch der alte Didier Thibon tot gefunden wird meint Tori einen Zusammenhang mit Adriaans Verschwinden vorzufinden. Denn Adriaan hat sich noch mit Didier unterhalten bevor er spurlos verschwand. Mit ihrer Theorie steht Tori aber ganz alleine da und macht sich so auf die Suche nach Adriaan. ******************************** „In den tiefen Schluchten“ ist der Auftakt einer neuen Krimireihe bei der Anwältin Tori Godon die Hauptprotagonistin ist. Dieses Buch ist kein typischer Krimi, da er ganz ohne Gewalt und Blut auskommt. Die Spannung wird durch die Geheimnisse im Dorf und die Geschichte der Hugenotten gehalten. Gerade das fand ich sehr interessant, da mir zwar das Wort Hugenotten ein Begriff ist aber ich über diesen Personenkreis sehr wenig wusste. Auch das Haus, in dem Tori wohnt, hat seine Geschichte, ist schon 500 Jahre alt und birgt somit Geheimnisse. Der Tod von Toris Mann Carl steht am Anfang des Buches völlig im Dunkeln. Erst im Laufe der Geschichte erfährt man was ihm tatsächlich zugestossen ist. Mich hat es nur gestört, dass am Ende des Buch einiges offen im Raum stand für das ich gerne eine Erklärung gehabt hätte. Deshalb gibt es von mir vier Sterne. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen. Für mich war die Geschichte spannend und gut erzählt. Über den Begriff Kriminalroman kann man aber streiten.

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  • Naja leider kein Krimi

    In tiefen Schluchten

    blaues-herzblatt

    17. September 2017 um 17:03

    Die verwitwete Anwältin Tori schwebt in dem kleinen französischen Dorf Belleville zwischen der Vergangenheit der Familie ihres Mannes und den aktuellen Ereignissen im Dorf hin und her. Bis diese sich plötzlich zu verbinden scheinen und ein holländischer Höhlenforscher immer länger verschwunden bleibt.  Ich hatte positivere Erwartungen zu diesem Buch aber leider kann ich im Nachhinein nicht sagen das es ein "rundes Ding" war.  Der erste Teil des Buches war sehr langatmig und die Spannung bleibt bei diesem herabgestuften Tempo leider fast gänzlich auf der Strecke. Die schönen und ausschweifenden Landschaftsbilder waren für mich persönlich da kein angemessener Austausch. Die französische Berg-Atmosphäre mag dadurch gut zur Geltung kommen aber für einen Krimi reicht das leider nicht.  Im zweiten Teil des Buches beschleunigt sich das Tempo der Handlung dann so schlagartig, dass mir ein Übergang gefehlt hat. Erst wird Toris gesamter Tagesablauf detailreich geschildert und dann plötzlich nur noch ein Moment daraus, nur um am Ende wieder ab zur flauen.  Apropos Ende, auch hier war ich enttäuscht, das Ende lässt viele Fragen die sich im Laufe des Buches dem Leser stellen einfach offen und war dadurch weder schlüssig noch befreiend.  Leider ist aufgefallen das zwar viele interessante Themen angerissen wurden, aber keines richtig vertieft werden konnte. Ich als Leser würde mir da eher ein festes Thema wünschen, da sonst viel Ideen-Potenzial der Autorin verloren geht.  Tori als Charakter mochte ich, da sie eine facettenreiche Persönlichkeit war und den Leser auf eine Reise voller gut recherchierter Fakten über die Geschichte von Religion und Toleranz, speziell die Hugenotten betreffend, mitgenommen hat. Das reicht in meinen Augen aber leider nicht um einen guten Krimi zu ersetzen.  Mein Fazit ist daher: Krimiliebhabern ist von diesem Buch eher abzuraten, wer einfach ein schönes Buch über die Berge Frankreichs und deren Geschichte lesen will sollte es ausprobieren.

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  • Der Geschichte auf den Grund gehen ist gefährlich...

    In tiefen Schluchten

    Silbendrechsler

    17. September 2017 um 16:04

    Das Buch "In tiefen Schluchten" von Anne Chaplet trägt den Untertitel "Ein Kriminalroman aus dem Süden Frankreichs". Dieser Untertitel passt fast überhaupt nicht zu dem Buch, das ändert aber nichts daran, dass es wunderschön zu lesen, unterhaltsam und auch spannend ist.Anne Chaplet entführt uns in einen grandiosen Landstrich, in das fiktive Dörfchen "Belleville" in der ansonsten realen Gegend der Cevennen und der Ardeche. Hier angekommen fühlt man sich durch ihre Beschreibungen sehr wohl und wie im Urlaub. Ich hatte bis jetzt noch nie das Bedürfnis, in Frankreich Urlaub zu machen, weil ich kein Französisch kann, aber nach diesen Beschreibungen von Wanderungen, Höhlen und Restaurants zieht es auch mich dorthin.Dabei erzählt uns die Autorin eigentlich eine tragische Geschichte: Ihr Chef hat Viktoria, genannt Tori, einen Heiratsantrag gemacht - nicht, weil er sie liebt, sondern, damit sie die Anwaltskanzlei ohne viel Bürokratie übernehmen kann, wenn er stirbt. Er leidet an einem Gehirntumor und weiß nicht, wie lange er noch zu leben hat. Das unglaubliche passiert: Die beiden heiraten und verlieben sich danach tatsächlich ineinander. Sie verbringen wunderschöne Monate, gehen nach Südfrankreich um mehr über seine Vorfahren herauszufinden. Aber natürlich geschieht das Unvermeidliche: Er stirbt und seitdem ist Tori wie in Trance, macht fast nichts mehr außer schlafen. Sie braucht eine neue Aufgabe. Sie versucht weiter, etwas über die hugenottischen Vorfahren ihres Mannes herauszufinden und ist dabei schon mitten unter den Einheimischen und ihren Gewohnheiten angekommen. Doch je mehr sie nachforscht, desto verschlossener werden alle. Nur ihr Freund Nico hilft ihr. Es verschwinden und sterben immer mehr Leute, die etwas zu wissen scheinen - doch was? "Unsere Schande", war das einzige, was ihr ein alter Mann verriet, bevor er sterben musste. Ich will hier natürlich nicht alles verraten, lest lieber selbst! Die Geschichte wird spannend und anschaulich erzählt, nebenbei erhält man viele Infos über die Geschichte der Hugenotten und auch wunderschöne Wander- und Landschaftsbeschreibungen. Tori kommt auch auf den Hund, der die ganze Geschicht zwischendurch auflockert. Auch lernt Tori neue Männer kennen, wobei ich gestehen muss, dass für mich am Ende leider der Falsche "gewinnt"... Insgesamt ein schöner Roman, der tolle Stimmungen erzeugt. Definitiv kein Kriminalroman, erst gegen Ende werden die Verbrechen und die (polizeiliche) Ermittlung Hauptthema. Ich hätte mir insgesamt gewünscht, dass das Ganze am Ende etwas mehr aufgelöst wird - denn obwohl sich die Polizei mit dem Thema befasst hat, bleibt am Ende noch einiges in der Schwebe, um den Dorffrieden nicht zu stören. Das hat mir nicht so gut gefallen. Außerdem bin ich mit Toris Männerwahl nicht zufrieden - aber das ist ihre Entscheidung. ;)

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  • Schöner Schreibstil+eine sehr realistisch beschriebene Landschaft-aber leider kein fesselnder Krimi

    In tiefen Schluchten

    Ekcnew

    13. September 2017 um 17:00

    Dieses Buch hat die Autorin Cora Stephan unter ihrem Pseudonym geschrieben. Ich hatte seiner Zeit "Ab heute heiße ich Margo" gelesen und war davon sehr begeistert. Nun war ich neugierig, wie sich ein Anne-Chaplet-Krimi liest. Ich hatte vernommen, dass sie mehrere preisgekrönte Kriminalromane veröffentlicht hat. Dementsprechend war meine Erwartung an diesen Kriminalroman. Vielleicht waren meine Erwartungen einfach zu hoch? Die Erwartungen an den Kriminalroman wurden zwar nicht erfüllt, dafür habe ich eine interessante Geschichte, die in ganz toll beschriebener Landschaft spielt, lesen dürfen. Im Vordergrund steht Tori Godon, sie ist erst 42 Jahre alt, aber schon Witwe. Sie hatten, als ihr Mann Carl noch lebte, in einem Dorf am Fuße der Cevennen ein Haus gekauft. Nun lebt Tori alleine dort und ist auf der Suche nach Carls Ahnen. Als ein holländischer Tourist verschwindet, ein älterer Dorfbewohner stirbt und dessen Tod einige Rätsel aufwirft, ist Tori alarmiert. Tori begibt sich auf die Suche nach dem holländischen Touristen. Bald schwebt sie selber in Gefahr. Fazit: Einen Krimi, wo Ermittler auf der Suche nach Tätern sind, sucht man hier vergebens. Aber dafür findet der Leser hier eine lesenswerte Geschichte, die in einer faszinierenden Landschaft mit interessanten Persönlichkeiten erzählt. Bei einem weiteren Teil aus dieser Reihe mit der sympathischen Tori Godon bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei.

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  • Mehr Roman als Krimi

    In tiefen Schluchten

    tinstamp

    12. September 2017 um 16:32

    "In tiefen Schluchten" soll der Beginn einer neuen Krimreihe von Anne Chaplet werden. Leider finde ich die Genrebezeichnung "Krimi" für den Roman nicht wirklich gelungen. Es gibt zwar Tote, aber die Geschichte besteht hauptsächlich aus Landschafts- und Charakterbeschreibungen und behandelt die Verfolgung der Hugenotten im 17. Jahrhundert.Die Cevennen - ein malerischer Landstrich im Südosten von Frankreich. Hier hat sich die deutsche Anwältin Tori Godon mit ihrem Mann Carl niedergelassen. Carl stammt aus der Gegend und möchte seine Familiengeschichte erforschen. Seine Vorfahren sollen eine der letzten Widerstandskämpfer gegen die Katholiken gewesen sein. Doch seine Krankheit lässt ihm nicht viel Zeit und Tori bleibt als 42-jährige Witwe allein zurück. Sie wird von den Einheimischen akzeptiert und gut aufgenommen, bis sie anfängt mehr über das Haus in dem sie wohnt nachzuforschen. Hinter einer Mauer hat sie einen Hohlraum entdeckt, der anscheinend als Versteck für die Hugenotten gedient hat. Außerdem ist seit ein paar Tagen ein holländischer Tourist verschollen, der bei ihrer Freundin Eva im Ferienhaus einquartiert war. Sein Verschwinden scheint niemanden zu interessieren. Adriaan aus Rotterdam hat sich ebenfalls sehr für die Geschichte der Hugenotten interessiert. Als der alte Didier, den Adriaan besucht hat und der am Vortag im Gasthaus kryptische Sätze von sich gibt, die Kellertreppe hinunterstürzt, ist sich Tori sicher, dass hier jemand nachgeholfen hat. Umso mehr Tori fragt, um so unzugänglicher werden die Einwohner von Belleville und bald hat sie eine Mauer aus Schweigen vor sich...Der Fokus des Romans liegt eindeutig bei der Geschichte der Hugenotten und dem kleinen Dorf, wo sich auch noch heute Fuchs und Henne "Gute Nacht" sagen. Hier gelten noch andere Regeln und die Verschwiegenheit der alteingessenenen Dörfler ist eines der Hauptthemen. Alte Fehden sind allgegenwärtig und weiterhin ein Thema, denn im Laufe der Jahrhunderte hat sich in Belleville jede Familie schuldig gemacht. Die Story ist sehr ruhig, kompakt und greift einige Themen auf. Trotzdem fehlt es an Spannung und durch die Genre-Bezeichung "Krimi" erwartet man sich einfach etwas anderes.Es überwiegen eindeutig die Beschreibungen der wunderschönen Landschaft und die Eigenheiten der Dorfbewohner, welche absolut gelungen ist. Schon nach den ersten Sätzen des Buches war ich verzaubert vom bildhaften Schreibstil der Autorin. Der Leser hat wunderschöne Bilder der Landschaft im Kopf.Die Charaktere sind ebenso gelungen und authentisch. Jedoch verliert sich der Spannunsgbogen hin und wieder in den einzelnen Handlungssträngen.Tori kam mir allerdings in der ganzen Geschichte weit älter vor als ihre 42 Jahre. Sie arbeitet nicht mehr und führt eher das Leben einer Pensionisten, die sich mehr oder weniger langweilt. Sie trauert noch um ihren Mann, jedoch ist auch gegen eine neue Liason nicht abgeneigt. Hier stehen gleich zwei Kandidaten zur Verfügung: Nico, ein ehemaliger Kriminalbeamter der Drogenfahndung und Jan, der deutsche Restaurateur, der die örtliche Kirche restauriert. Außerdem ist mir Tori zu oft alkoholisiert mit dem Auto gefahren! Eindeutiger Liebling der Geschichte war aber July, der Pitbull im Nachbarhaus, den Tori vom lieblosen Herrchen "errettet" hat. Eigentlich ist die Hündin die Heldin des Romans....Fazit:Wer einen "richtigen" Krimi mit Ermittlern und Todesfällen samt Aufklärung lesen möchte, der sollte zu einem anderen Buch greifen. Wer aber Frankreich liebt und sich in Romanen wohlfühlt, bei denen es um Geheimnisse und historische Hintergrundinformationen geht, dem kann ich den Roman empfehlen. Schreibstil und Atmosphäre sind in "In tiefen Schluchten" großartig, die Spannung eher lauwarm und einige Handlungsstränge verlaufen leider im Sand.

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  • Für mich enttäuschend wenig Krimi

    In tiefen Schluchten

    leserattebremen

    12. September 2017 um 13:32

    Tori lebt in einem kleinen Dorf in der wunderschönen Landschaft der Ardèche mit ihren Bergen, Höhlen und Schluchten in einem alten Haus voller Geheimnisse. Ihr verstorbener Mann hatte hugenottische Ahnen aus der Gegen und so interessiert Tori sich sehr für die Geschichte des Ortes und auch ihres Hauses, das eines der ältesten im Ort sein soll. Doch im Dorf passieren seltsame Dinge, ein Tourist verschwindet und ein alter Mann fällt die Kellertreppe herunter und stirbt. Von ihm hatte Tori sich Informationen über die Geschichte des Ortes versprochen, was steckt also hinter diesen mysteriösen Vorfällen?Anne Chaplets Roman „In tiefen Schluchten“ zeichnet sich besonders durch die wunderbaren Landschaftsbeschreibungen aus und durch die sehr gut recherchierten historischen Details zu der Region. Die historische Komponente ist sehr spannend beschrieben und eine sehr gute Grundlage für die Geschichte. Leider wurde das Buch ausdrücklich als Kriminalroman vermarktet, wie es auch der Untertitel sagt, und das finde ich gänzlich unpassend. Es gibt zwar Ungereimtheiten, aber einen Krimi mit Ermittlungen und einer Auflösung sehe ich hier nicht. Im Gegenteil, vieles wird angedeutet und bleibt unscharf oder wird gar nicht weiterverfolgt, was ich beim Lesen als frustrierend empfunden habe. Selbst wenn man das Lokalkolorit mit in den Vordergrund hebt, wie es zum Beispiel auch Martin Walker mit seinen Bruno, Chef de Police Krimis tut, sollte doch eine Kriminalhandlung klar erkennbar sein. Das ist bei „In tiefen Schluchten“ nicht der Fall, weshalb ich von dem Buch relativ enttäuscht war. Besonders, da die historischen Elemente meiner Meinung nach zeigen, dass Anne Chaplet einen sehr gut historischen Roman hätte schreiben können, wenn sie sich vom Genre des Krimis getrennt hätte. „In tiefen Schluchten“ von Anne Chaplet ist eine Geschichte mit sehr guten Ansätzen, die sich leider nicht sinnvoll in eine Krimihandlung bündeln lassen, worunter der Roman sehr leidet. Die guten Stellen sind leider zu wenige und die Autorin schafft es nicht, alle Stränge in der Hand zu behalten, so dass einige Hinweise ins Leere führen und entweder gar nicht weiter verfolgt oder unter den Teppich gekehrt werden. Da wäre eindeutig mehr drin gewesen. 

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