Anne Chaplet Schrei nach Stille

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Inhaltsangabe zu „Schrei nach Stille“ von Anne Chaplet

Warum ist sie zurückgekehrt? Ins Oberhessische, an den Ort, um den ihre Erinnerungen kreisen? Das Haus ist ihr unheimlich. Die Bäume scheinen es erdrücken zu wollen. Die Dorfgemeinschaft belauert sie, unwirtlich ist es und kalt. War es klug, ein Buch über damals zu schreiben? Über eine unmögliche Liebe und unbändigen Hass? Immerhin wurde Sophie Winters Roman ein Bestseller. Doch die Leute stellen plötzlich Fragen, auch Paul Bremer, ihr Nachbar. Und die Polizei. Was ist im Sommer 1968 geschehen? Warum verschwand die schöne junge Frau und warum wurde der Fall niemals aufgeklärt? Ein eindringliches Porträt der Bundesrepublik in einer ihrer größten Umbruchphasen.

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  • Die Idee zum Buch war super, die Umsetzung leider nicht ganz mein Fall

    Schrei nach Stille
    Roma84

    Roma84

    06. July 2016 um 20:05

    Sophie Winter ist eine erfolgreiche Autorin und zieht in ein heruntergekommenes und scheinbar verwunschenes Haus im Örtchen Roda. Ihr aktuellen Roman „Summer of love“ spielt in der sogenannten „Flower-Power“-Zeit, die Zeit von Sex, Drugs und Rock’n’Roll. Doch ihr Roman scheint nicht nur ein Roman zu sein, sondern es steckt viel mehr Wahrheit drin. Und diese betrifft die Bewohner von Roda und ein Geheimnis, dass von den Bewohnern schon lange gehütet wird und von ihnen um jeden Preis geschützt werden soll. Nun wirbelt Sophie Winters Roman die ganze Thematik plötzlich wieder auf, was den Bewohnern von Roda ein großer Dorn im Auge ist. Dann gibt es da noch Paul Bremer. Wie Sophie ist auch er zugezogen und sieht die Ablehnung, die Sophie entgegen gebracht wird. Er möchte Sophie gern beschützen und ihr helfen, andererseits möchte er sich auch nicht gegen die Dorfbewohner stellen und somit auch deren Ablehnung zu spüren zu bekommen. Der Polizeikommissar Giorgio DeLange soll als Berater zur Verfilmung von „Summer of Love“ agieren. Aber das stellt sich für ihn als gar nicht so einfach heraus, denn dieses Buch erinnert ihn an einen nie aufgeklärten Vermisstenfall, der ihm einmal zu Ohren gekommen ist. Daraufhin lässt er die alten Polizeiakten zu dem Fall von damals wieder heraussuchen… Dies war mein erstes Buch von Anne Chaplet und ich hatte mich wirklich sehr auf dieses Buch gefreut und war sehr gespannt. Aber irgendwie hatte ich beim Lesen meine Probleme. Speziell mit den Figuren konnte ich nicht warm werden. Es störte mich beim Lesen, dass die Gedanken der Personen oft plötzlich in Dialoge fielen und ich war mir immer unsicher, ob es nun Gedanken waren oder ob die Worte tatsächlich ausgesprochen wurden, da die Antwort darauf immer passte…oder konnten Gedanken gelesen werden oder war es nur Zufall? Allerdings habe ich mich daran gewöhnt, je weiter ich gelesen habe. Aber zeitweise hat es mich wirklich am flüssigen Lesen des Buches gehindert. Die Charaktere fand ich aber, trotz dass ich mich nicht für sie erwärmen konnte, sehr gut ausgearbeitet. Speziell den Charakter von Sophie, die auf der einen Seite eine sehr erfolgreiche Autorin ist, auf der anderen Seite aber auch verwirrt, da sie sich im Alltag nur mit Hilfe von Zetteln zurechtfinden kann. Auch mit dem abgehackten Schreibstil hatte ich so meine Probleme, dies passt zwar irgendwie zur Verwirrtheit von Sophie, verwirrte aber leider auch mich häufig. Auch fehlte mir sie Spannung, die ich in einem Krimi eigentlich erwarte. Anne Chaplet versuchte eine Spannung aufzubauen, diese ging für mich aber durch die vorgenannten Gründe leider verloren, sodass ich mich zeitweise etwas durch das Buch kämpfen musste. Das fand ich doch sehr schade, denn die Idee dieses Krimis finde ich super, nur die Umsetzung ist nicht ganz mein Fall. Deshalb kann ich leider nur 3 Punkte vergeben.

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  • Hippies und Spießbürger...

    Schrei nach Stille
    badwoman

    badwoman

    28. February 2016 um 13:22

    Dieses Buch hat mich am Anfang manchmal ein wenig verwirrt, da wusste ich die Namen nicht immer richtig zuzuordnen. Nachdem ich mich dann eingelesen hatte, wurde es doch recht spannend, vor allem zum Ende hin. Eine Geschichte um Intoleranz, wie sie es nicht nur in den 60er Jahren auf dem Lande gab, sondern auch heute noch, ist hier in einen interessanten Krimi verpackt. Aber auch das Hippieleben, insbesondere die “freie Liebe”, wird kritisch dargestellt. Gut gelungen finde ich, dass die Geschichte aus Sicht verschiedener Personen erzählt wird, ohne dass der Lesefluss dadurch gestört wird. Die Figur des Luca empfinde ich allerdings eher als mysteriös, sie passt nicht gut in die Geschichte. Für mich ist es ein lesenswertes Buch, wenn auch nicht immer alles auf den ersten Blick verständlich ist.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    bookgirl

    bookgirl

    24. February 2012 um 10:58

    Mir hat das Buch ganz gut gefallen. Der Schreibstil ist einerseits fesselnd, andereseits zieht sich die Geschichte an manchen Stellen. Daher auch meine 3 Sterne-Bewertung. Doch worum geht es? Die Geschichte wechselt zwischen 1968 und heute. Sie spielt in einem kleinen Dorf, in dem Probleme ohne polizeiliche Hilfe gelöst werden und Menschen, die aus der Stadt kommen, Schwierigkeiten mit der Integration haben. Die Lösung der verschiedenen Handlungen wird erst am Ende des Buches klar, was mir gut gefallen hat.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    Todesrose

    Todesrose

    08. September 2011 um 16:10

    Länger als ein Jahr steht dieses Buch bereits im Regal. Unbeachtet ! Staubfänger ! Was solls, denke ich mir. Versuchs mal. Mann, bin ich froh, es probiert zu haben.Gerade eine schlechte Mo Hayder gelesen. Und dann dieses Kleinod! Sie modeliert geradezu fein beobachtete Begebenheiten. Teils leicht spröde, teils leise spöttelnd, teils wuchtig phantasierend. Es ist wunderbar zu lesen, ja fast zu inhalieren.Dieses Buch ist sowohl sprachlich wie auch inhaltlich eine Wohltat. Zwei kleine Beispiele gefällig? Es ist einfach herrlich irritierend, wenn bei den Gedankengängen der gerade handelnden Personen alles gleichzeitig im Kopf stattfindet: Schlussfolgerung-Widerspruch ; Aussage - Gegenrede. Fast schon philosophisch genial die immer wieder reingestreuten "Weisheiten" : Würdest du alles für mich tun? Nein! Das heißt, du liebst mich? Ja.. Ein außergewöhnlicher, literarischer Krimi mit zeitgeschichtlichem Gefühl und Anspruch.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    Crimeking

    Crimeking

    03. July 2010 um 14:02

    Arglistige Täuschung... Arglistige Täuschung deshalb: auf dem Cover steht "Kriminalroman" ist es aber bei weitem nicht! Aber eines nach dem Anderen... Das Thema dieses Buches hat seinen Ursprung im Sommer von`68, eine bewegte Zeit auch oder gerade in Deutschland. Hier nahm eben auch die Hippiebewegung einen großen Teil ein. 40 Jahre später holt das dunkle Geheimnis von damals Sophie Winter wieder ein... Der Beginn der Geschichte ist sprunghaft und sehr zäh. Manchmal hat man das Gefühl die Autorin will zuviel. Viele lose Fäden und deutlich zu lange konstruierte Sätze und Nebensächlichkeiten. Trotz (zu) ausführlicher Vorstellung und Beschreibung der Figuren bleiben diese ohne Profil und blass. Hinzu kommt die fehlende Galubwürdigkeit der Sophie Winter, so verwirrt und vergesslich und so unfähig sich im Alltag zu bewegen, wie soll diese Person ein Haus alleine gekauft haben und gerade eben mal so einen Bestseller geschrieben haben? Absolut daneben und nicht nachzuvollziehen. Später - am Ende des Buches - wird die Erklärung für dieses Verhalten nachgereicht, nur macht diese Erklärung alles nur noch schlimmer und dann erst recht unglaubwürdig. Auch sonst kommt keinerlei Spannung auf, die Geschichte dümpelt vor sich hin ohne jeglichen Höhepunkt. Chaplet verstrickt sich immer weiter in Nebenschauplätze, welche aber nie eine Relevanz für den Roman haben, noch kommt sie auf den Punkt. Das einzig Positive: die Kapitel sind recht kurz gehalten, so dass sich das Durchhangeln ein wenig leichter ertragen lässt. Dennoch: mit jeder Seite wird das Lesen ins Unerträgliche gesteigert. Egal ob die Winter schläft, einkauft, telefoniert oder putzt: Ununterbrochen fallen ihr Sachen aus der Hand oder ihr stösst etwas zu. Nochmal: die Erklärung am Ende führt dies ad absurdum. Der Erzähl- und Schreibstil ist kalt und ohne jede Emotion. Liebe zum Detail gibt es hier nicht. Ob ein Autoreifen während der Fahrt platzt oder ein Gespräch am Gartenzaun geschildert wird, der Leser merkt da gar keinen Unterschied. Ein Beispiel für das Chaos in diesem Buch? Wilhelm, ein Charakter mit nebensächlicher Wirkung (ein Zeitzeuge), raucht nicht mehr. Dadurch hustet er auch nicht mehr. Am Anfang des Buches wird dieser Umstand vom Dorfbewohner Bremer vermisst, es gehöre doch zum Dorf und seiner Heimat!? Nun, knapp 180 Seiten später dann, dieses Originalzitat: "Wilhlem hustete, er hustete kein bißchen weniger, obwohl er nicht mehr rauchte..." Diese Szene steht nur symbolisch für andere solcher Art.. "Ein eindringliches Porträt der BRD" in den 68er Jahren soll hier geschildert werden, laut Text im Innenteil. Es ist aber keineswegs eindringlich, sondern oberflächlich. Sicherlich werden die Gräben von damals zwischen Hippies, Studentenbewegung und Bürgertum als Motiv und Hintergrund gewählt. Aber diese kennt jeder Leser der sich auch nur oberflächlich mit der Zeit damals befasst hat. Es ist kein Kriminalroman, ein bürgerliches Drama allenfalls mit Tragödien die im Leben (leider) passieren können. Ein recht cleverer Schluß kann dieses Buch dann auch nicht mehr retten...

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    Sanri

    Sanri

    29. September 2009 um 13:55

    Im großen und Ganzen hat mir Schrei nach Stille sehr gut gefallen. Schöner Stil, interessante Charaktere und irgendwie angenehm, dass die Geschichte in Hessen spielt, da ich einige Schauplätze, wie das alte Päsidium, das zum Club umfunktioniert wurde selbst kenne. Ich hatte allerdings mehr Krimi und Spannung erwartet und auch das 68er-Thema, das mein Interesse am Roman geweckt hatte kam mir etwas zu kurz. Teilweise war es auch etwas schwierig die vielen Personen zu behalten und bei den zahlreichen "Sprüngen durch Raum und Zeit" mitzukommen. Alles in Allem hat mir das Lesen der Geschichte über die Liebe, das Vergessen und das Schweigen aber dennoch viel Spaß gemacht. Ich werde mir die Autorin auf jeden Fall merken.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    Estrella

    Estrella

    27. August 2009 um 19:53

    Es ist für den Leser sehr schwer in die Geschichte reinzukommen. Viele Ereignisse werden nebenher geschildert, man versteht nicht, was dass zu bedeuten hat und wie sie zusammen hängen. Dieses Verwirrspiel zieht sich leider durch das ganze Buch und selbst zum Schluß schafft es die Autorin leider nicht, die Fäden zu entwirren und einen glaubwürdigen Schluß zu schreiben. Die Protagonisten werden nicht näher vorgestellt, teilweise kann man ihre Gefühle und die damit verbunden Handlungen absolut nicht nachvollziehen. Das finde ich sehr schade, denn ein Krimi lebt ja auch von der Authensität der Ermittler. Manchmal hat man den Eindruck, dass diese vollkommen unmotiviert an ihre Arbeit gehen und gar keinen Ansporn haben, den Fall aufzuklären. Das soll sicher nicht so rüberkommen, aber dadurch, dass diese Charaktäre in der Beschreibung wirklich absolut keine Beachtung finden, bleiben sie farblos und kommen gar gelangweilt rüber. Die Autorin hält sich mit unnötigen detailreichen Beschreibungen auf, die Stellen, die den Leser interessieren, werden aber lieblos abgehandelt.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    kolokele

    kolokele

    10. April 2009 um 21:45

    Um es gleich vorweg zu nehmen, von allein wäre ich konsequent an dem Buch vorbeigelaufen in jeder Buchhandlung, ich find das Cover schrecklich. Aber..und da muss ich dem Umstand, wie es nun zu mir gelang (www.vorablesen.de), danken, es hat mir gut gefallen. Im ersten Teil war das ganze noch etwas holprig, viele Figuren wurden eingeführt, es war nicht klar, wie diese nun miteinander verbunden sind. Offenbar ist die Figur Brenner, Lesern der Autorin, schon aus anderen Büchern bekannt, hier konnte man sich aber nach und nach auch ein Bild machen und ich glaube, es ist nicht allzuschlimm, wenn man quasi Mitten in die Reihe einsteigt. Er scheint das ganze irgendwie zusammenzuhalten. So gelangt man dann über Karen, seine besten Freundin (oder mehr?) auch zu Kommisar DeLange, der Person des anderen Stranges. Zu der Geschichte will ich gar nicht soviel sagen, hier heißt es: lest selbst! Jedoch wäre ich von allein nicht auf die Lösung gekommen, auch wenn man natürlich irgendwie ahnt, dass es am Ende nicht einfach nur eine Flucht Saschas war. Aber wer wie an der Sache beteiligt war, das war mir bis zuletzt unklar. Die Geschichte mit dem verschwundenen Jungen hingegen, war überflüssig. Ok, sie diente dazu, der beginnenden Demenz der Hauptperson Sophie WInter, einen noch ernsthafteren Anschein zu geben, aber so richtig nützlich fand ich diese Idee nicht. Schön fand ich auch die relativ kurzen Kapitel, so dass man auch mal zwischendurch zwei, drei lesen konnte, wenn man nicht soviel Zeit hatte. Der Stil des Buches, sprachlich gesehen, war mal etwas anderes als was ich sonst so lese, gerade die Kapitel mit Herrn DeLange fand ich anfangs etwas verwirrend (wo sind die Anführungszeichen?), doch gab der Stil dem ganzen eine besondere Note. Insgesamt ein gut lesbarer Krimi, den man mit gutem Gewissen weiterempfehlen kann. Ich werd sicher irgendwann auch noch weitere Bücher von Frau Chaplet lesen.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    Ani

    Ani

    26. March 2009 um 11:48

    In einem kleinen hessischen Dorf wird die Dorfgemeinschaft noch ganz groß geschrieben. Jeder weiß über seinen Nachbarn Bescheid und Neuzugezogene haben es äusserst schwer in diese Gemeinschaft aufgenommen zu werden. Im Gegenteil, sie werden erst vorsichtig und misstrauisch betrachtet und gehören selbst nach Jahren noch nicht richtig dazu. Vor vierzig Jahren bekamen das auch drei junge Menschen zu spüren, die dort in einer Villa in der Dorfsiedlung ihren "Summer of Love" verbrachten. Zwei junge und hübsche Frauen lebten dort mit einem Mann zusammen. Die drei Hippies wurden aufgrund ihres Lebenswandels, von den Dorfbewohnern geschnitten, bedroht und sogar angegriffen. Denn von freier Liebe und Drogenkonsum hielt man in dem kleinen Dorf nicht viel. Eines Tages verschwand eine der beiden Frauen spurlos und ihr rätselhaftes Verschwinden konnte niemals aufgeklärt werden. Nun wohnt die erfolgreiche Autorin Sophie Winter in genau diesem Haus und wird von den Dorfbewohnern misstrauisch beäugt. Denn Sophie hat einen Roman veröffentlicht, der überraschend viel mit den damaligen Ereignissen im Dorf gemeinsam hat. Die Hauptprotagonistin in Sophies Roman wurde sogar von den engstirnigen Dorfbewohnern zu Tode gehetzt. Nun wird Sophies Roman sogar verfilmt. Kriminalhauptkommissar Giorgio DeLange steht der Filmcrew beratend zur Seite. Denn die Polizeiarbeit am Ende der 60er Jahre soll im Film so identisch wie möglich wirken. Doch die vielen Übereinstimmungen zwischen Romanvorlage und dem damaligen Verschwinden der jungen Hippi-Frau lassen DeLange die alten Akten anfordern. Denn er hat den Verdacht, dass vielleicht ein Körnchen Wahrheit in der Geschichte liegen könnte und auch jetzt wird in dem kleinen Ort wieder jemand vermisst. Ein zwölfjähriger Junge wird dort schon seit Tagen von der örtlichen Polizei gesucht. Seine Mutter lebt in einer entsetzlichen Angst. Auch die Romanautorin Sophie wird in dem kleinen Häuschen telefonisch belästigt und bedroht. Türen sind plötzlich nicht mehr verschlossen, Schränke werden ausgeräumt und Sachen verschwinden. Als Sophie ein tot abgelegtes Tier im Haus findet, stellt sich die Frage in welches Wespennest sie mit ihrem Roman gestochen hat.... Meine Meinung: Das ist der erste Roman den ich bisher von Anne Chaplet gelesen habe und somit auch der erste Band aus der Paul Bremer Reihe. Leider fehlt mir dadurch der Hintergrund der ja in den vorhergehenden Bänden geschaffen wurde. Man kann "Schrei nach Stille" auch einzeln lesen und dem aktuellen Fall gut folgen, doch sinnvoller wäre es sicher die Bände in der entsprechenden Reihenfolge zu lesen. Denn so fehlten mir natürlich die Hintergrundinformationen zu Paul Bremer und seinem familiären Hintergrund, seinem Beziehungsleben und der eigentlichen Aufgabe in der Dorfgemeinschaft. Ebenso erging es mir mit der Staatsanwältin Karen Stark, einer guten Freundin von Paul Bremer, die wohl in den anderen Bänden ebenfalls eine große Rolle gespielt hat. Zunächst musste ich mich an den Erzählstil der Autorin gewöhnen, denn dieser zeichnet sich durch kurze und knappe Sätze aus. Doch nachdem ich mich "eingelesen" hatte, gefiel mir dieser Stil überraschend gut. Der Autorin ist es meiner Meinung nach gut gelungen, die Atmospäre des alten Hauses zu beschreiben und auch die negative und entstirnige Haltung der Dorfgemeinschaft. Die Einstellung und Lebensweise der Dorfbewohner hat sich auch in den vergangenen vierzig Jahren nicht groß verändert. Der Hass und das Misstrauen der Dorfbewohner war an einigen Stellen förmlich spürbar. Auch die Gedankengänge der Romanautorin Sophie Winter, ihre beginnende Demenz und ihr beinahe verzweifeltes Aufbegehren gegen die Krankheit wurden überzeugend geschildert. Gut gefallen haben mir auch die relativ kurzen Kapitel, denn diese verführten mich dazu, das Buch innerhalb kürzester Zeit zu beenden. Nun habe ich ja eigentlich erwartet einen Kriminalroman zu lesen. Doch leider kann ich diesen Roman für mich persönlich, nicht in diese Sparte einordnen. Denn dazu fehlt mir hier doch einiges an Ermittlungsarbeit und auch im Bereich Spannung. Der vermisste Junge spielt nur eine kleine Randfigur und umfassende Ermittlungen finden in diese Richtung nicht statt. Das Geschehen dreht sich hier um den lange vergangenen Sommer 1968. Nach und nach lüftet sich das Geheimnis um die verschwundene Frau. Auch das Privatleben des Kriminalhauptkommissars DeLange wird hingehend beschrieben und auch seine Gedanken, die sich um diesen alten Fall drehen. Doch echte Kriminalermittlungen findet man in diesem Roman nicht. Insgesamt war dieser Roman gut lesbar und konnte deshalb auch innerhalb von zwei Abenden von mir beendet werden. Die Figuren Stark, Bremer und DeLange waren mir sehr sympathisch. Doch da ich mir von diesem Krimi einfach mehr erhofft hatte, bewerte ich ihn nur mit drei Sternen.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    hrafnaklukka

    hrafnaklukka

    21. February 2009 um 12:21

    Anne Chaplet's „Schrei nach Stille war mein erstes Buch dieser Autorin, auf das ich schon sehr gespannt war, da mich das Thema „Summer of Love“ - Sex, Drugs and Rock'nRoll in Deutschland sehr interessiert hat und ich den Klappentext sehr ansprechend und spannend fand. „Schlimmer als die enttäuschten Wünsche sind die erfüllten. Was, wenn es nichts mehr zu wünschen gibt?“ Die Bestseller-Autorin Sophie Winter zieht in ein heruntergekommenes Haus im hessischen Klein-Roda. Für die Dorfleute ist sie eine Fremde. Das Buch, das sie geschrieben hat, erzählt ihre eigene Geschichte – die Geschichte von 3 Außenseitern, die im Jahr 1968 in dem Dorf gewohnt haben und schließlich von den Einwohnern vertrieben wurden. Das Buch ist zugleich die eigene Bewältigung ihrer Vergangenheit und die späte Rache an den Dorfbewohnern. Und jetzt scheint die Geschichte sich zu wiederholen – es gibt wieder Vorkomnisse. Wer denkt, das Dorf hätte sich in den letzten 40 Jahren wesentlich weiter entwickelt, täuscht sich. Doch im Laufe der Geschichte beginnt man sich zu fragen, was wirklich geschieht und was ihrer fortschreitenden Demenz zuzuordnen ist. Zeitgleich verschwindet ein Junge aus dem Dorf, der 12-Jährige Ausreißer Luca und auch das Leben der beiden Ermittler nimmt einen nicht unwesentlichen Teil des Buches ein. Die Geschehnisse von 1968 werden aus 2 Perspektiven ermittelt – auf der einen Seite steht der Polizeibeamte Jo DeLange, der Berater bei der Verfilmung von Sophie Winters Buch „Summer of Love“ ist. Auf der anderen Seite Paul Bremer, wie Sophie Winter selber nur ein „Zugezogener“ in dem kleinen Dorf. Bis zum Ende des Buches finden die beiden nicht zueinander, sondern die Fäden ihrer Ermittlungen werden geschickt von gemeinsamen Freunden / Bekannten verknüpft. Eine sehr ungewöhnliche und interessante Art einen Kriminalfall aufzuklären, entspricht überhaupt nicht dem klassischen Stil, hat mir aber sehr gefallen hat. Auch der geistige Verfall der Sophie Winter und das Verwirrspiel um Reales und eingebildetes ist sehr schön beschrieben worden. Man kommt erst gegen kurz vor Ende auf mögliche Lösungsansätze, von daher ist das Buch vom Anfang bis zum Schluss sehr spannend. Nicht gefallen hat mir dagegen die düstere Atmosphäre des Buches, die nach dem Lesen ein beklemmendes Gefühl hinterlassen hat. Alle Akteure wirken frustriert, überfordert oder krank. Anfangs hatte ich außerdem Probleme, in das Buch hineinzukommen – was daran gelegen haben mag, das „Schrei nach Stille“ schon der fünfte Teil um Paul Bremer ist und ich die anderen vier vorher nicht gelesen habe. Auch in den Schreibstil mußte ich mich erst einlesen – der Erzähl-Stil schwankt bei den Perspektiven der einzelnen Personen. So waren für mich die Kapitel um Paul Bremer leichter zu lesen als die von DeLange. Die Passagen um Sophie Winter waren teilweise recht langatmig und detaillgetreu, aber passend um die Person dahinter zu beschreiben. Der Krimi, der eigentlich nicht nur ein Krimi ist, war nicht schlecht, aber anstrengend zu lesen. Bis ich zu einem weiteren Buch der Autorin Anne Chaplet greifen werde wird wohl einige Zeit vergehen.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    sillesoeren

    sillesoeren

    08. February 2009 um 10:58

    Das Buch "Summer of Love" der zurückgezogen lebenden Schriftstellerin Sophie Winter soll verfilmt werden. Vor ziemlich genau 40 Jahren ereignete sich etwas Schreckliches in genau dem Dorf, in dem nun lebt. Der junge Hippie Sascha verschwand spurlos. Dies verarbeitete sie in dem Roman und ließ darin Sascha sterben. Weiß sie mehr, als die Polizei oder ist dies schriftstellerische Freiheit? Der Frankfurter Polizeibeamte Giorgio DeLange, der die Verfilmung des Buches als polizeilicher Berater unterstützt, wird neugierig. Gleichzeitig beschäftigt ihn das Verschwinden eines Jungen. Steht dies in einem Zusammenhang? Ist er einfach von zuhause abgehauen oder ist er Opfer eines Sexualverbrechers? Die dicht geschilderte Atmosphäre im Dorf, die familiäre Situation des Ermittlers und der Kampf gegen eine beginnende Demenz der Schriftstellerin konnten mich beim Lesen ebenso fesseln, wie der eigentliche Kriminalfall. Die kurzen Sätze machen mich beim Lesen darauf aufmerksam, dass ein dementer Mensch Probleme mit Schachtelsätzen haben muss und verdichtet die Situation ebenso, wie die akribische Schilderung der Wassertropfen, die sich erst einen Weg ins Regenfass und dann dort heraus bahnen.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    Kathchen

    Kathchen

    25. January 2009 um 14:52

    Sophie Winter hat ein sehr erfolgreiches Buch geschrieben, das verfilmt werden soll. In ihrem Buch geht es um drei Hippies, die in einem großen Haus wohnen, allerdings von den anderen Dorfbewohnern gemieden werden und Sophie geht sogar noch einen Schritt weiter, und behauptet, dass die Dorfbewohner für den Tod einer der Personen verantwortlich sind. Viele Parallelen lassen sich aus dem Roman in die Wirklichkeit ziehen, denn auch 1968 lebten drei Hippies in Klein-Rhoda und ein Mädchen verschwand für immer... Nach einem Sturm findet Paul Bremer Sophie eingeklemmt unter einem Baum und kümmert sich seitdem um die etwas verwirrte Autorin. Dadurch bemerkt er, dass dem Dorf manche Fremde immernoch nicht recht sind... Positiv angetan von einer Leseprobe, habe ich mit Freude diesen Krimi gelesen. Actionreich ist das Buch nicht, im Gegenteil. Der Anfang plätschert eher leicht vor sich hin, und gibt dem Leser nach und nach Einblicke in das Dorfleben und in die ganze Situation. Etwas störend fand ich, dass jedes Kapitel aus der Sicht einer anderen Person erzählt wird. An sich finde ich so etwas gut und interessant, allerdings waren es in diesem Fall zu viele Personen. Die bildhafte Sprache von Anne Chaplet, zusammen mit teilweise eher kurzen, abgehackten Sätzen, hat mir von Anfang an sehr gut gefallen. Die Atmosphäre empfand ich als sehr bedrückend, düster und geheimnisvoll. Von der ersten Seite an, wurde meine Neugier geweckt, wie das Buch wohl ausgehen wird. Insgesamt war es ein schönes und interessantes Leseerlebnis für mich.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    villawiebke

    villawiebke

    16. January 2009 um 12:56

    Anne Chaplet erzählt in ihrem Buch „Schrei nach Stille“ eine Geschichte, die in 2 Zeitebenen spielt. Es ist das Jahr 1967 als ein Hippie-Trio in das Dorf Klein Rhoda zieht, zu einer Zeit, in der Selbstverwirklichung, LSD und Räucherkerzen zelebriert werden. Ihre Vorstellung von der Verwirklichung der freien Liebe stößt auf massiven Widerstand bei der überaus prüden Dorfbevölkerung und es kommt zu Übergriffen, die ihr abruptes Ende finden, als eines der Blumenkinder spurlos verschwindet. 40 Jahre später kauft die Autorin des Bestsellers „Summer of Love“, Sophie Winter, ausgerechnet das Haus in Klein Rhoda, in dem damals die Hippies gewohnt haben und reißt damit alte Wunden wieder auf. Die misstrauischen und starrköpfigen Einheimischen fühlen sich durch die Fremde in ihrer Dorfidylle empfindlich gestört. Und so dauert es nicht lange, bis unheimliche Vorkommnisse das Leben der Autorin durcheinander bringen. Immer öfter wird die Frage nach dem verschwundenen Hippiemädchen gestellt, aber das Dorf schweigt. Bereits auf den ersten Seiten Buches fand ich es faszinierend, ja eigentlich genial, wie die Autorin es versteht, die Stimmung in dem alten Haus zu schildern, wie sie mit bildhafter Sprache und Atmosphäre spielt. Aber auch die persönlichen Befindlichkeiten der Dorfbewohner kommen in diesem Buch nicht zu kurz. Ein typischer Dorfkrimi eben, der durch spießige Bewohner und dörfliche Regeln sein Leben eingehaucht bekommt. „Schrei nach Stille“ ist vielleicht nicht der spannungsgeladene Krimi, den die Thrillerfans unter uns bevorzugen, aber ein Buch, das es in sich hat.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. January 2009 um 11:12

    Zur Erscheinung des Buches: Das Buchcover passt meiner Meinung nach nicht unbedingt zur Geschichte, sondern eher zu einem Psychothriller. Was mir gut gefällt, ist das Layout des Autorennamens. Zum Buch: Hauptpersonen sind hier Paul Bremer und seine Dorfgemeinschaft von Klein-Roda (im nunmehr 7. Band), Giorgio DeLange, ein Polizist, der nunmehr in der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit beschäftigt ist und Sophie Winter, eine alternde Schriftstellerin, die sich in Klein-Roda niedergelassen hat, wo sie mit Abneigung und Argwohn der anderen Einwohner zu kämpfen hat, aber auch mit Situationen, die sie an ihrem eigenen Verstand zweifeln lassen. Sophie Winter ist hier keine Unbekannte: Sie hat bereits 1968 hier gelebt, in einer Art Kommune, zusammen mit einem Mann und einer Frau. Im Summer of Love, dessen Erinnerungen sie nun zu einem Bestseller verarbeitet hat. Nur war der Sommer nicht das, was er sein sollte. Ihre Freundin Sascha verschwand damals spurlos und wurde bis heute nicht wiedergefunden. In Klein-Roda verschwindet dann auch noch der 12jährige Luca. Gibt es Parallelen zwischen beiden Fällen? Und was hat Sophie Winter damit zu tun? Meine Meinung: Anne Chaplets Schreibstil hat es mir auch in diesem Buch wieder sehr angetan. Ich konnte es kaum aus den Händen legen, da der Spannungsbogen von Anfang bis Ende auf einem hohen Niveau gehalten wird. Paul Bremer und die "Dörfler" aus Klein-Roda waren mir bereits in den beiden ersten Bänden ans Herz gewachsen. Die Schilderung Chaplets, wie es in einem kleinen Dorf auf dem Land zugeht, kann man sehr gut nachvollziehen. Auch die Geschichte um Sophie Winter und ihren Sommer 1968 wirkt sehr glaubhaft und das Ende des Buches bildet einen sehr guten Abschluß zur gesamten Geschichte. Ich kann das Buch nur weiterempfehlen.

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  • Rezension zu "Schrei nach Stille" von Anne Chaplet

    Schrei nach Stille
    Natasha

    Natasha

    01. January 2009 um 17:44

    Vor ein paar Wochen ist mir zufällig das Vorgängerbuch „Schneesterben“ von Anne Chaplet in die Hände gefallen und nun konnte ich mir „Schrei nach Stille“ ertauschen. Es handelt sich um das insgesamt dritte Buch mit den Hauptpersonen Paul Bremer und Co. Und es war sehr hilfreich, zumindest eines der Vorgängerbücher schon gelesen zu haben. Durch die ständigen Wechsel der Erzählstränge und handelnden Personen fällt es zu Anfang ziemlich schwer, den Überblick zu behalten. Erst nach und nach wird klar, um was es eigentlich geht und die verschiedenen Stränge werden sehr allmählich miteinander verflochten, erst ganz zum Schluss gibt es eine (nicht ganz so überraschende wie bei „Schneesterben“) Auflösung. Im Mittelpunkt steht das Leben in Klein-Roda und die alten Geschichten, die das Dorf zusammenhalten und alle miteinander verbinden. Es wird viel geschwiegen, viele wissen viel, über das nicht gesprochen wird, Geheimnisse werden bewahrt um des lieben Friedens willen, es gibt alte Seilschaften und Feindschaften, die Generationen überdauert habe. Dann ist da Sophie Winter, die offenbar ein Geheimnis hat, das ihr selbst erst im Laufe der Geschichte wieder bewusst wird, während sie andererseits dabei ist, ihr Gedächtnis zu verlieren. Insgesamt eine fein gewobene Geschichte, die zwar an „Schneesterben“ nicht ganz herankommt, aber dennoch fasziniert. Detaillierte Beschreibungen der Dorfgemeinschaft, bedrü-ckende Schilderungen aus der Sicht der langsam dement werdenden Sophie und dazu die Rückblicke ins Jahr 1968, wirklich klasse gemacht!

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