Anne Enright Alles, was du wünschst

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Inhaltsangabe zu „Alles, was du wünschst“ von Anne Enright

Von späten Kindern, fast perfekten Frauen und komischen Begegnungen... Die Irin Anne Enright spricht auf unerschrockene Art und Weise aus, wie es im Leben vieler Frauen aussieht. Frauen, die von den Geistern des Lebens verfolgt werden, das sie hätten führen können, die Möglichkeiten erahnen und doch zu sehr in ihrem Alltag gefangen sind, um sie zu ergreifen. Mal verstörend, mal wütend, mal wahnsinnig komisch, aber immer so präzise und bildstark wie Enrights preisgekrönter Roman »Das Familientreffen«. Geschichten voller Lebenskraft.

Die irische Alice Munro. Mindestens! Sehr wortgewaltig, manchmal derb, aber immer voller Liebe für die kleinen Leute und ihr Land.

— rumble-bee
rumble-bee

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  • Alice Munro hat eine Schwester in Irland

    Alles, was du wünschst
    rumble-bee

    rumble-bee

    01. April 2013 um 18:10

    Dieses Buch habe ich zum Geburtstag geschenkt bekommen, und ich bin der Schenkerin sehr dankbar. Sie kennt mich wirklich gut. Ich liebe Kurzgeschichten, insbesondere diejenigen von Alice Munro. Dieses Buch nun spielt mindestens in derselben Liga. Ich hatte vorher noch nie von Anne Enright gehört, was für eine Schande. Und ich muss zugeben, dass manches an ihren Geschichten schwerer verdaulich ist als bei Alice Munro, weniger "glattgebügelt", eher so, wie ihr "der Schnabel gewachsen ist", manchmal derb, aber doch immer voller Herzlichkeit. Die Geschichten sind schon sehr "irisch". Fast alle spielen im kleinbürgerlichen Milieu. Die Männer trinken, oder sind untreu. Die Frauen sind Verkäuferinnen oder Hausfrauen, und wissen mit sich (und der Liebe) oft nicht recht umzugehen. Es mangelt nicht an Kraftausdrücken und Verzweiflungstaten. Auch nicht an schlechtem Wetter. Alles also typisch Irland. Die allermeisten Geschichten sind aus weiblicher Perspektive geschrieben - entweder aus der "Ich-Perspektive", oder in der dritten Person (weiblich). Nur eine einzige Geschichte in diesem Band ist aus der Sicht eines männlichen Helden verfasst, und sie ist nicht die beste. Anne Enright kennt sich mit der weiblichen Psyche ihrer Geschlechtsgenossinnen wirklich aus. Sie seziert manchmal drastisch, aber immer zutreffend selbst die verwickeltsten Großwetterlagen. Oft wusste ich nicht, ob ich nun lachen oder doch eher weinen sollte. Da gibt es zum Beispiel die Ehefrau, die von der Untreue ihres Mannes weiß, aber so tut, als stünde sie darüber. Oder die kleinbürgerliche Witwe, die von ihrem Chef zu einem Wochenendtrip eingeladen wird, und nun völlig verunsichert ist, was sie zu erwarten hat. Oder die junge Frau, deren kleine Schwester an Magersucht starb, und die sich noch Jahre später fragt, ob man sie hätte retten können. Fast alle Schicksale gingen mir zu Herzen; oft hätte ich die Mädels am liebsten umarmt und getröstet. Oder, besser noch: ein Guinness mit ihnen gehoben. Insgesamt muss ich sagen, dass Anne Enright zu Recht auf internationales literarisches Parkett gehört. Ich gebe nur deshalb keine fünf Sterne, weil ich so manches Mal von der drastischen Ausdrucksweise doch ein wenig verschreckt war. Ich bin kein sonderlicher Fan des Wortes mit "f"...! Ansonsten empfehle ich das Buch allen Lesern, die mehr wollen als kurzweilige Unterhaltung.

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  • Rezension zu "Alles, was du wünschst" von Anne Enright

    Alles, was du wünschst
    Kurile

    Kurile

    28. February 2010 um 21:45

    Wo nimmt die Frau diese Geschichten her? Und die Bilder. "Die Rolltreppe, die nach oben führte, bestieg sich selbst, Stufe um Stufe, die Rolltreppe, die nach unten führte, floss wie Sirup und versank langsam im Boden." Oder sie erzählt eine Geschichte aus Teenager-Mund. Und dann hat das Mädchen diese Erkenntnis. "Dass wir alle allein sind. Dass es keine Verbindung gibt zwischen mir und ihr, zwischen Billy und mir oder zwischen irgendeinem von uns und Mrs Casey, die leben oder auch sterben mag. Zwischen Menschen überhaupt." Wer kann sich daran nicht erinnern, an dieses Gefühl, als man das begriffen hatte, so mit vierzehn, fünfzehn oder so. Vieles erkennt man wieder, und hat es dennoch so noch nie gelesen.

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