Anne Enright Anatomie einer Affäre

(70)

Lovelybooks Bewertung

  • 73 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 39 Rezensionen
(12)
(14)
(27)
(12)
(5)

Inhaltsangabe zu „Anatomie einer Affäre“ von Anne Enright

Die Geschichte einer verhängnisvollen Affäre.Es ist nicht Liebe auf den ersten Blick, als Gina den Familienvater Seán Vallely bei einem Gartenfest kennenlernt. Doch dann treffen sie einander zufällig bei einem Kongress wieder, trinken zu viel, landen im Bett – und verfallen einander. So beginnt eine verhängnisvolle Affäre, die lange Zeit vor den Ehepartnern geheim gehalten wird. Bis etwas geschieht, das beide vor eine schwierige Entscheidung stellt …

wer hier einen erotischen Roman erwartet, wird enttäuscht. Wer ein gutes Stück Literatur lesen will, der nicht.

— ju_theTrue
ju_theTrue

Stöbern in Romane

Der Frauenchor von Chilbury

Im Vordergrund: das Leben vieler Frauen zur Kriegszeit! Ein selbstbewusster Roman mit Emotionen und Spannung.

Bambisusuu

Dann schlaf auch du

Dieses Buch habe ich verschlungen. Packendes Drama, literarisch erzählt.

ulrikerabe

Die goldene Stadt

Ein echtes Sommerbuch! Ein tolles Abenteuer vor schöner Kulisse und sympathischen Figuren. Bücher machen glücklich.

ELSHA

Töte mich

Opereske Geschichte mit viel Witz und Charme

jewi

Mein Leben als Hoffnungsträger

Muss es immer mehr, immer besser, immer größer sein? Dies und mehr fragt sich Philipp der auf der Suche nach dem richtigen Leben ist. Schön!

Xirxe

Sieben Nächte

Sieben Nächte

Tynes

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Die Normalität des Besonderen

    Anatomie einer Affäre
    jenvo82

    jenvo82

    09. November 2014 um 22:08

    Hier erzählt eine verheiratet Frau Anfang dreißig von ihrer Affäre zu einem ebenfalls gebundenen Mann. Beide sind in ihrer jeweiligen Ehe nicht mehr glücklich, suchen aber eine geraume Zeit nichts weiter als unverbindlichen Sex. Als sich ihre Gefühle füreinander intensivieren und sie bereit dafür sind eine ernsthafte Beziehung miteinander einzugehen, verschiebt sich das Gleichgewicht und sie müssen wie jedes andere Paar auch mit den Vorzügen und Nachteilen des anderen umzugehen lernen. Die Protagonistin begräbt ihre Illusionen und versucht sich mit der Situation zu arrangieren. Insbesondere mit einer halbwüchsigen Tochter, die ihrem Vater näher steht als gewünscht. Ein ehrliches, entwaffnendes Buch. Eine Geschichte, die jedem von uns passieren kann, wenn man dafür empfänglich ist. Allerdings auch ein Plädoyer dafür, dass Affären niemals nur zwei Menschenleben verändern und diese nicht zwangsläufig verbessern.   

    Mehr
  • Anatomie einer Affäre

    Anatomie einer Affäre
    MsBookeria

    MsBookeria

    04. June 2014 um 22:30

    Das Buch legt sicherlich keinen Wert darauf, besonders erotische oder sexuelle Szenen zu thematisieren. Vielmehr zeigt es das erste Aufeinandertreffen, die Entstehung und Entwicklung einer Beziehung zwischen zwei verheirateten erwachsenen Menschen, namens Sean und Gina. Beide sind in recht glücklichen Beziehungen. Der Leser wird Zeuge eines ersten harmlosen Treffens auf einer Gartenparty, an das sich Sean später noch nicht einmal mehr erinnert, Gina hingegen schon, ohne ihm allerdings schon verfallen zu sein. Dann verbringen sie erst einige Zeit später eine erste spontane, alkoholgetränkte Nacht miteinander auf einer Konferenz. Darauf aufbauend entwickelt sich eine leidenschaftliche Affäre mit ihren Folgen. Es werden viele kleine Momente detailiert beschrieben, Blickkontakte, Versteckspiele, wenn sie vor den Augen ihrer Partner und Freunde aufeinandertreffen. Letztendlich müssen sie entschieden, in welche Richtung ihre Beziehung sich weiterentwickeln soll. Das Ende ist sehr offen gehalten. Die Beziehung ist noch immer sehr undefiniert, was mich schon sehr gestört hat. Es kam mir so vor, als ob sie sich einfach im Alltag verlieren und sich mit den entstanden Problemen nicht genug auseinander setzen. Das Buch machte den Eindruck auf mich, nicht wirklich abgeschlossen zu sein. Auch fand ich die Geschichte an sich nicht besonders spannend aufgebaut und die Autorin verliert sich dabei in vielen langen Beschreibungen von alltäglichen Situationen, die oft weder interessant sind, noch eine besonders tragende Rolle spielen. Auch die Charaktere lernt man eher oberflächlich kennen und mir fiel es sehr schwer eine Beziehung zu ihnen aufbauen. Besonders störend waren die Zeit- und Gedankensprünge. Kaum wird ein scheinbar wichtiger und interessanter Gedankengang angefangen, bricht die Autorin mitten im Satz ab und verfolgt ihn nicht weiter. Dazu war es sehr schwierig den wiederholten, plötzlichen Zeitsprüngen zu folgen und sie richtig einzuordnen. Für mich hat das Buch keine transportierende Botschaft, sondern ist viel mehr eine reine Beschreibung, etwas trocken und leidenschaftslos. Ich hatte etwas anderes erwartet, aber den Titel kann man hier fast wörtlich nehmen. Der Roman ist eher sachlich geschrieben, auch wenn das Cover dies nicht unbedingt suggeriert. Ich bin Büchern mit einem gewissen Anspruch ganz und gar nicht abgeneigt, aber dieser konnte mich wirklich nicht mitnehmen.

    Mehr
  • Naja........

    Anatomie einer Affäre
    Michelle1990

    Michelle1990

    08. January 2014 um 14:30

    Extrem verwirrend geschrieben, die Zeitsprünge kann man meist nicht wirklich "rauslesen" und ist dann umso mehr verwirrt.
    Das Ende ist höchst unbefriedigend..

  • Beziehungsprobleme

    Anatomie einer Affäre
    chaosbaerchen

    chaosbaerchen

    22. August 2013 um 07:46

    Gina ist mehr oder weniger glücklich verheiratet mit Connor, als sie auf einem Gartenfest ihrer Schwester Fiona Séan zum ersten Mal sieht, der mit seiner Frau und der vierjährigen Tochter Evie auch dort eingeladen ist. Im Grunde kommen sie an dem Tag nicht mal ins Gespräch. Im Bett landen sie erst einige Zeit später und unter Alkoholeinfluss, als sie sich auf einem Kongress erneut über den Weg laufen. Nachfolgend treffen sie sich regelmäßig zum gemeinsamen Sex. Die Affäre bleibt lange ein Geheimnis, bis sie irgendwann dann doch auffliegt. Ich bin sehr enttäuscht von dem Buch. Ich kann den Gedankengängen der Protagonistin Gina über weite Strecken nicht folgen und wirklich leidenschaftlich ist ihre Beziehung weder zu Connor noch zu Séan. Es ist alles stets überschattet von irgendwelchen Schicksalsschlägen und Enttäuschungen und Séan kann oder will sich zudem bis zum Schluss nicht endgültig von seiner Familie lösen. Große Teile des Buches befassen sich nur mit Analysen von Séans Frau Aileen und der Beziehung zwischen Séan und seiner Tochter Evie, die am Ende fast zwölf Jahre alt ist und immer mehr Einzug in Ginas Leben erhält. Ich frage mich, was Gina sich wünscht, was sie wirklich braucht, um glücklich zu sein. Das Buch hinterlässt bei mir den Eindruck, dass sie das selbst nicht weiß und von einer Sackgasse in die nächste gerät.

    Mehr
  • Wie kann eine Affäre eine Anatomie besitzen?

    Anatomie einer Affäre
    Caveolina

    Caveolina

    06. August 2013 um 23:10

    "Anatomie einer Affäre". Das Buch erzählt aus der Sicht des weiblichen Parts der Affäre (Gina) von ihrer "Affäre" mit dem verheiraten Sean. Sie ist übrigens auch verheiratet. Erstmals treffen sie sich auf einer Gartenparty bei ihrer Schwester. Und während sie dies schon als das erste Treffen wahr nimmt, kann er sich später hieran nicht erinnern. Später kommt es auf einer Fortbildung zum Wiedersehen  und die beiden landen im Bett. Und das was in dieser Nacht als unperfekte Zusammenkunft beginnt setzt sich trotz der ehelichen Bindung beider über Jahre fort. Mit Folgen für sie und ihre Umwelt. Und während ich mich noch fragte warum der Titel "Anatomie." enthält macht mir das Lesen dies verständlich. Die Autorin präpariert mittels Rückblenden und aktuellen Geschehnissen, Überlegungen und Annahmen die Affäre in ihre Bestandteile. Entgegen einer Vielzahl anderer Bücher zum gleichen Thema taucht dieses die Affäre nicht in rosarotes, gleisendes, alles entschuldigendes Licht. Im Gegenteil. Anne Enright gelingt es die gemeinen, verletzenden, hoffnungslosen, schmerzenden Seiten einer Affäre freizulegen. Dem Leser wird bewusst, dass eine Affäre keine Gewinner kennt, sondern das letztendlich alle verlieren. Und am Ende doch der Alltag genauso ernüchternd ist wie der Alltag aus dem man mit der Affäre doch ausbrach... sehr bewegend insbesondere im Nachhall. ein Buch über das man auch nach dem Lesen noch sinniert.

    Mehr
  • Rezension zu "Anatomie einer Affäre" von Anne Enright

    Anatomie einer Affäre
    Saari

    Saari

    Die Anatomie einer Affäre ist genau das: eine Affäre, die seziert und auseinandergelegt und analysiert wird. Was der Roman nicht bietet, sind große Emotionen und Kitsch - gut so! Womit er hingegen aufwarten kann: einer scharfkantigen Sprache, die trotz so einiger holpriger und zusammenhangloser Abschnitte oder Sätze berührt und fesselt; mit Charakteren, die oberflächlich bleiben und polarisieren; mit verwirrenden Zeitsprüngen und abrupten Szenenwechseln. Ich brauchte ein paar Seiten, um mich in die Geschichte und vor allem den Schreibstil einzufinden, aber danach war es ein bisschen wie ein Sog. Die Hauptprotagonistin beschreibt distanziert, ja, nahezu unbeteiligt, wie sie, selbst verheiratet, eine Affäre mit einem verheirateten Mann beginnt, wie diese sich entwickelt und welche Konsequenzen das hat - alles hin und her, Vergangenes mischt sich mit Gegenwart. Zugegeben, das ist weder besonders leicht zu lesen noch macht es die Angelegenheit verständlicher, und dennoch: Die Tatsache, dass Gina und Sean handeln, wie sie eben handeln, dass sie egoistisch sind, widersprüchlich und unnahbar, gefiel mir sehr gut, denn wenn ich Bücher über Liebe und Partnerschaft und Sex lese, möchte ich gerne vieles - nur keine kitschigen, unrealistischen Geschichten, bei denen sich mir der Magen umdreht angesichts all des Zuckergusses und der Unwahrheiten. Menschen sind nicht so. Im wahren Leben gibt es keine Bella und keinen Edward. Im wahren Leben gibt es Menschen wie Sean und Gina, denen es schwerfällt, Gefühle auszusprechen oder sich auch nur einzugestehen, Menschen, die egoistisch denken und handeln und sich nicht um das Befinden dritter Personen scheren, und seien es Kinder. Ja, das tut weh und ist nicht schön und für den einen oder anderen schwer nachzuvollziehen. Aber ich halte es für äußerst lobenswert, wenn eine Autorin das Risiko eingeht, beim Leser anzuecken. Der Roman hat mich aus oben genannten Gründen in seinen Bann gezogen und zum Nachdenken angeregt - das ist so viel mehr als viele andere Bücher heutzutage bei mir erzielen.

    Mehr
    • 5
  • Anatomie einer Affäre von Anne Enright.

    Anatomie einer Affäre
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    30. March 2013 um 22:30

    Gina und Shawn begegnen sich zum ersten Mal auf einer Party von Ginas Schwester Fiona. Obwohl beide verheiratet sind spüren sie eine unleugbare Anziehung zu einander, der sie bald nachgeben. Als sie sich schließlich in einander verlieben setzen ihre Gefühle zerstörerische Kräfte frei, die bald ihrer beider Leben völlig verändern werden… Dieses Buch ist aus der Ich-Perspektive geschrieben, so weit so gut. Nur enthält ein Roman dieser Sichtweise per Definition viele innere Monologe. Diese wiederum, wenn verschwenderisch verwendet, nehmen einer brisanten Geschichte die Dynamik. In diesem Buch liegt der Fokus ganz klar auf der Entwicklung der Charaktere und dementsprechend findet man wenig Plot und der welcher sich findet zerbröselt zusehends in den Ausschweifungen des Ich-Erzählers. Die Charaktere waren mir durch die Bank weg unsympathisch. Eine Ehebrecherin, die ihrerseits eine Ehe bricht,und ihr männliches Gegenstück, damit konnte ich mich bis zuletzt nicht anfreunden. Dazu kommt noch, dass ich mich nicht in die beiden hineinversetzen konnte, denn bis auf Tochter Evie ist hier niemand mehr unter vierzig. Irland stellt die Szenerie für dieses Drama, allerdings auf sehr subtile Weise. Natürlich spielt es in Dublin und natürlich könnte es auch sonstwo sein. Keine Geschichte kann in einem Vakuum existieren, doch diese hier versucht es zu Mindest. Sprachlich ist Enright unanfechtbar. Alles an diesem Roman kann zur Geschmackssache werden, nur der makellose Stil, die Sprachmelodie, die Bilder welche Anne Enright mit ihrer Prosa vor dem Auge des Lesers entstehen lässt, die sind unleugbar ein Beweiß für echtes Können. Neben dem Buch gibt es diesen Roman auch auf CD, gelesen von Anna Thalbach. Anna Thalbach ist eine gefragte Hörbuch-Sprecherin, wenn man mich fragt völlig ohne Grund. Ihre Technik, das steht außer Frage, ist einwandfrei. Doch wie man Hörer um Hörer diese Stimme zumuten kann, bleibt mir zuweilen ein Rätsel. Das ganze CD-Paket ist vom Hörverlag wunderschön gestaltet worden, doch wer ein annähernd musisches Gehör besitzt, dem würde ich nie etwas empfehlen, was von Anna Thalbach vertont wurde. Ich denke es handelt sich hier um einen wunderbar komponierten Roman, nur leider war ich für dessen Lektüre noch nicht bereit.

    Mehr
  • Rezension zu "Anatomie einer Affäre" von Anne Enright

    Anatomie einer Affäre
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    25. June 2012 um 20:22

    Inhalt: s.LB ** ** ** ** ** ** *** Schreibstil: Fast ausschließlich indirekte Rede, also kaum Dialoge ** ** ** ** ** ** *** Quintessenz: Ein Buch für mich voller Belanglosigkeiten. Es gibt hier für mich keine nachvollziehbare Chronologie, kaum einen roten Faden - außer das Geil sein der Protagonistin auf den fremden Mann - und so viele Figuren mit den verschiedensten Charakteren, die m.E. dem Leser nicht nahe gebracht werden, dass man jedes Kapitel im Grunde völlig unabhängig von den anderen lesen könnte. Die Kapitel bauen nicht aufeinander auf. Tja, war weniger was... ** ** ** ** ** ** ***

    Mehr
  • Rezension zu "Anatomie einer Affäre" von Anne Enright

    Anatomie einer Affäre
    Eisnelke

    Eisnelke

    04. May 2012 um 09:44

    Die Geschichte zu beschreiben fällt mir nicht leicht. Nach den ersten Seiten wollte ich Anne Enrights Roman bereits abbrechen. Doch ich schob den Gedanken bei Seite und las bis zum Schluss. Die erste Begegnung der Protagonisten Gina und Seàn findet auf einem Gartenfest statt. Ein kurzer Blick und beide verlieren sich anschließend wieder für einige Zeit aus den Augen. Eine erneute zufällige Begegnung reicht aus und beide beginnen eine Affäre. Seàn ist Familienvater und erfolgreicher Geschäftsmann. Gina, verheiratet mit Conor, spürt die Anziehung zu diesem Unbekannten in jeder Faser ihres Körpers. Verliebt ist sie nicht, hält sich die junge Frau immer wieder vor Augen. Doch auf Dauer kann sie ihre Gefühle nicht unterdrücken. Gewissensbisse und die Frage nach Schuld begleiten Gina durch die Affäre mit Seàn. Es gibt noch Seàns Tochter Evie, die Gina immer wieder vor Augen führt, dass dies was passiert nicht richtig ist. Ich habe mir viel von der Geschichte erwartet, leider wurde ich enttäuscht. Der Schreibstil ist mir persönlich zu skuril, zu abgehackt. An die permanenten Zeitsprünge konnte ich mich ebenso wenig gewöhnen, wie an die eigenartigen Beschreibungen für jede Art von Gefühlen. Ich fande es teils unnötig, wie Anne Enright Details beschreibt. Zu viel wurde in Handlungen hineingedeutet. Gut gemeint - aber für mein Empfinden zu viel! Etwas positives möchte ich dennoch erwähnen: Die Umschlaggestaltung gefällt mir sehr gut.

    Mehr
  • Rezension zu "Anatomie einer Affäre" von Anne Enright

    Anatomie einer Affäre
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    18. April 2012 um 14:11

    Inhalt: Gini ist mit Conor verheiratet, doch über einen langen Zeitraum hinweg begegnet sie immer wieder diesen einen Mann, Sean, ebenfalls verheiratet und Vater eine Tochter. Die beiden landen im Bett und auch wenn das eigentlich nur eine einmalige Sache sein sollte, entwickelt sich zwischen den beiden ernsthafte Gefühle. Aus Leidenschaft wird Liebe und dann kommt der Alltag.. Cover: Das Cover finde ich sehr schön und ansprechend und klar es passt zum Titel. Mir gefällt, das schwarz-weiße Cover mit dem rosanen Schriftzug drüber. Meinung zur Geschichte: Das Thema des Buches finde ich sehr interessant und mir gefällt es wie die Autorin sich mit diesem Thema auseinandergesetzt hat. Sehr unverblühmt wird diese Geschichte geschildert und regt dem Leser zum nachdenken an. Es geht hier um die Suche nach der Erfüllung der Sehnsüchte und was man bereit ist dafür zu opfern.. Gini und Sean verbindet miteinander etwas, was sie bei ihren Ehepartnern so nicht gefunden haben, deshalb ist es für sie so schwer, ja sogar unmöglich voneinander abzulassen, denn sie verbindet nicht nur der Sex sondern tiefe Gefühle. Doch deren gemeinsames Leben ist nicht perfekt, zu sehr naget das schlechtr Gewissen gegenüber den Ehepartner und dem Kind gegenüber an ihnen. Das Buch hat keinen richtigen Spannungsbogen, in einem langsamen Ton schreitet das Buch voran und gemeinsam mit Gini nimmt man die Affäre auseinander - hier wurde der Titel also wirklich sehr treffend gewählt, denn es erscheint so als würde man sie skezieren. Man taucht völlig in Ginis emotionale Welt ein und das bringt so viele verschiedene Gefühle mit sich die alle sehr stark geschildert und rübergebracht worden sind. Aber es geht hier nicht nur um die Affäre, auch andere Schicksalsschläge müssen bewältigt werden. Gini ist eine interessante Persönlichkeit und mir gefällt wie sie die Dinge betrachtet. Sie wirft einen teilweisen sehr rationalen Blick auf die Sachen und verfällt der Romantik in keinster Weise. Das Buch ist also nicht kitschig oder romantisch. Doch einige Tiefschläge lassen die tiefen und traurigen Gefühle hochkochen. Ein sehr anregendes und besonderes Buch, was mir ausgeprochen gut gefallen hat. Es ist intelligent, emotional und sehr tiefgründig - genau nach meinem Geschmack. Bewertung: Mir hat das Buch ausgesprochen gut gefallen, da es anders ist und ich die tiefen und emotionalen Einblicke sehr interessant fand. Meine Bewertung: 5 Stern (Grandios - absolute Lesepflicht!) Fazit: Ein Buch das nicht jedem zusagt, aber hervorsticht und mich für sich gewonnen hat.

    Mehr
  • Rezension zu "Anatomie einer Affäre" von Anne Enright

    Anatomie einer Affäre
    Schnuffelchen

    Schnuffelchen

    01. April 2012 um 11:24

    Inhalt: Liebe auf den ersten Blick - nein das verbindet Gina und Sean nun wirklich nicht. Erst Jahre nach dem ersten Treffen, schlafen beide mit einander, begleitet von zuviel Alkohol. Beide mit anderen Partner verheiratet versticken sich in eine Affäre, die über Jahre andauert und geheimgehalten wird. Doch wieviel Unglück verträgt Glück, bevor es alles zerstört. Meine Meinung: Das erste was mir an der Geschichte aufviel, war der distanzierte und kalte Ausdruck, mit dem die Autorin die Geschichte Ginas in der ICH-Form erzählt.Anfangs fand ich es befremdlich, doch irgendwie passt es und mach die Geschichte auch erst dadurch so richtig interessant. Es gibt keinen richtigen Spannungsbogen, sondern nur das langsame hintreiben auf eine Abgrund und den Fall. Und zum Schluß bleibt nur die Frage: Ist das alles was ich von meinem Leben zu erwarten habe. Diese Geschichte als melancholisch zu bezeichnen ist untertrieben. Gina erzählt von ihren Vater, der starb als sie noch sehr jung war, von ihrer perfekten Schwester und von Connor, ihrem Ehemann. Sie liebt oder glaubt zu lieben und hofft das auch sie geliebt wird, doch dies alles tut sie ohne rosarote Brille, ohne rosarote Schäfchenwolken, sondern mit einem Skalpel, das jede noch so kleine Begebenheit seziert, um zu schauen ob das alles ist. Diese Buch ist schonunslos. Ich habe meiner Kolegin neulich versucht zu erklären was mich an diesem Buch fasziniert und konnte es nur mit einem Autounfall beschreiben, es ist fast grausam und doch kann man nicht wegschauen.

    Mehr
  • Rezension zu "Anatomie einer Affäre" von Anne Enright

    Anatomie einer Affäre
    1000Seiten

    1000Seiten

    19. March 2012 um 14:27

    Ein Buch, über das man reden muss... Ich habe, nachdem ich "Anatomie einer Affäre" gelesen hatte, das Buch direkt einer Freundin weitergegeben, weil ich mir im Bezug auf diesen Roman einfach so unsicher war, was ich nun darüber denken sollte. Und so ging es bisher eigentlich jedem, mit dem ich mich darüber unterhalten habe. Ich muss sagen: Ich habe es blitzschnell durchgelesen, es hat mich wirklich gefesselt, ich kann nur gar nicht genau sagen, warum ;) Die Handlung an sich ist nicht besonders spektakulär: zwei verheiratete Menschen fangen eine Affäre an, das Umfeld reagiert, wie man es erwarten kann. Erst ist es aufregend, aber dann wird die Sach routinierter, es gibt Trennungen, Schmerz, Kinder und dann tritt irgendwann der Alltag ein. Was in meinen Augen den Roman ausmacht, ist, wie schon oft angemerkt, die Sprache. Der Titel passt perfekt, es ist eine sprachliche Sezierung der Affäre und ihres Verlaufs. Es passiert nichts, was mich wirklich überrascht hätte, doch durch die präzisen und genauen Beschreibungen sah ich die Szenen wie einen Film in Zeitlupe ablaufen, so dass jedes Detail erkennbar wurde. Auf jeden Fall eine irgendwie "andere" Leseerfahrung, die mir wirklich Spaß gemacht hat!

    Mehr
  • Rezension zu "Anatomie einer Affäre" von Anne Enright

    Anatomie einer Affäre
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    27. February 2012 um 15:19

    Mit hohem Preis für alle Beteiligten Kein Donnerhall lässt zunächst zwischen Gina und Sean erkennen, wohin ihr kurzes Kennenlernen einmal führen wird. Führen wird in dieser ganz normalen, bürgerlichen, irischen Welt der Geschwisterbesuche, der Familie, der Ehen mit Kindern, der Karrieren, die gerade gemacht werden. Und doch wird sich, Jahre später, aus dieser ersten Begegnung, eine intensive Leidenschaft entwickeln. Dass Ginas Mann Connor dort bereits innere Geschichte ist und Seans Frau Aileen, nun, die stellte nie eine wirkliche Gefahr in Form einer echten Persönlichkeit dar, zumindest nicht in Ginas Augen. Denn das ist durchaus eine der Auffälligkeiten an der Hauptperson des Romans, die als Ich-Erzählerin die Geschichte durch ihre Augen erzählt. Genau und ständig bewertend betrachtet sie ihre Mitmenschen, ihre Geschwister, die Nachkömmlinge, die Angeheirateten. Ein von Beginn an unterschwelliger Zug, fast unangenehm zu nennen, offenbart dieser ständige Fluss der Gedanken über die anderen doch eine tiefe Egozentrik, ein solch reines auf sich Bezogen sein, welches späterhin auch den ein oder anderen leidenschaftlichen Kuss im Hause des Mannes Sean einschließt. Vor den Augen dessen Tochter Evie und während Aileen, Seans Frau, im Erdgeschoß des Hauses zu Gange ist. Eine Egozentrik, die sich schon auf den ersten Seiten andeutet, in denen Gina von ihrer Ehe mit Connor erzählt. Leidenschaftlich ebenso, Sex in allen Varianten, bis, ja bis eben dort ein wenig der Alltag einkehrt, das „Besondere“ nachlässt und, am Ende der Strecke, Connor fast als eine persona non grata, als einen „Irrtum“ erscheinen lässt. So einfach macht es sich jene Gina manchmal. Rein nach dem gerade vorherrschenden Gefühl sich auszurichten. Eine Unfertigkeit und Unberechenbarkeit, die einfach nur ihre Wege geht und sich nicht von „vernünftigen“ Gedanken abhalten lässt, all dies geradezu mit Gewalt ausklammert und an den (Bett-) Rand schiebt. Dinge, um die Gina übrigens sehr genau weiß, die ihr eine Distanz zum Geschehen, aber auch zu sich selbst ermöglichen, die ihr zeigen, dass hier nichts ganz anders, ganz neues passiert, aber eben ihr passiert. Das dies schwierig werden wird, davon kündet Anne Enright in ihrem sprachlich ganz hervorragend vorliegenden Roman, in dem sie nicht nur die „Anatomie einer Affäre“ vor Augen führt, sondern bis ins Kleinste hinein auch alle beteiligten Personen „seziert“. Mal lapidar, nur durch Nebensätze oder das Einfangen von Stimmungen, mal ausführlich und gründlich rückt sie die Persönlichkeiten vor die Augen des Lesers. Vor allem aber zeigt Anne Enright in ihrer eigentlich doch alltäglichen Geschichte existentielle Tiefen des Lebens auf. Dies vollzieht sich vor allem in der Darstellung und der Entwicklung der Beziehung Seans zu seiner Tochter Evie und in der parallelen Aufarbeitung der Beziehung zu ihrer eigenen Mutter durch Gina. Seite für Seite wird klarer, dass es Tiefen an Beziehungen gibt, denen die kurze Lust, der leidenschaftliche Moment, nicht dauerhaft etwas entgegen zu setzen hat. Auch wenn am Ende des Buches nicht jeder der Beteiligten bereit ist, daraus die offenkundigen Schlüsse zu ziehen. Eine zwar alltägliche und gar nicht einmal sonderlich spannende Geschichte, in erster Linie aber eine treffende Betrachtung der modernen „Liebeswelt“ und, vor allem, der inneren Schwankungen des modernen Menschen. Eine empfehlenswerte „Lebens- und Liebesstudie“.

    Mehr
  • Rezension zu "Anatomie einer Affäre" von Anne Enright

    Anatomie einer Affäre
    Lesefee86

    Lesefee86

    23. February 2012 um 14:28

    "... Wenn es dich nicht gegeben hätte, sagt er,..., und hebt mein Haar, um mich seitlich auf den Hals zu küssen. Ich habe ihm das Leben gerettet. Meine Mutter ist noch immer tot. Der Schnee klagt nicht an, jedenfalls nicht übermäßig. Aber ich bin allein, und ich weiß nicht, für wie lange. Im Internet gibt es nichts Neues. Der Fernseher dudelt weiter. Heute habe ich zwei Leute gefeuert, in Dundalk. Ich meine, ich musste sie entlassen. Ich sitze mit dem Telefon in der Hand vor meinem Lapop und frage mich, wie zum Teufel ich hierhergeraten bin. Und wo genau alles schiefgelaufen ist. Falls es schiefgelaufen ist. Was natürlich nicht stimmt. Nichts, und ich bin's müde, es zu sagen, ist schiefgelaufen." (S. 212, ab Zeile 15 ff.) Gina's Leben könnte schon fast perfekt sein: Sie hat einen Mann, ein Haus und einen guten Job. Sie genießt die ins Land ziehenden Tag, die Gespräche mit ihrer Familie, die Liebe zu ihrem Mann Conor. Doch eines Tages trifft sie auf Sean. Sean der das komplette Gegenteil des Mannes ist, mit dem sie des Nachts das Bett teilt. Aber bei diesem ersten zufälligen Treffen wechseln sie nur Blicke und es dauert Jahre bis sie das erste Gespräch miteinander führen, aber danach ist Gina klar, sie liebt Sean. Sean aber ist ein Familienvater, mit einer attraktiven Frau und einer süßen Tochter, da wird er sich sicher nicht für sie interessieren - so denkt Gina und muss kurz darauf feststellen, dass auch er sich zu ihr hingeogen fühlt. Sie beginnen einen kleine Affäre, nur sporadig sehen sie sich und so kommt es Gina auch nicht wie ein Betrug gegenüber Conor vor. Mit den Jahren aber, sehen Sean und sie sich immer öfters - und dann platzt die Bombe. Die Affäre wird öffentlich und die heile Welt einiger Familien wird zerstört. Für Gina aber ist klar, für Sean würde sie alles aufgeben, doch was ist mit ihm? Dieses Buch beschreibt eine Affäre, aber nicht auf die übliche Weise mit viel Leidenschaft und Sehnsucht, Leid und Neid. Hier spielt insbesondere der Alltag seine Rolle. Dieses Buch nämlich zeigt dem Leser, was aus einer anfänglich so geheimnissvollen und aufregenden Affäre werden kann: eben Alltag. Es kann gut sein, dass sich einige Leser nicht ganz an den Schreibstil den Anne Enright für diesen Roman gewählt hat, gewöhnen. Die Geschichte läuft nicht einen üblichen Gang von Anfang bis Ende, sondern springt in der Zeit wahllos hin und her. An sich wird die Geschichte von Gina erzählt. aber in ihren Erzählungen gerät sie gerne einmal durcheinander. Textfetzen können vor Jahren beginnen oder auch gestern und werden wieder durcheinandern gemischt. Ich konnte dem dennoch gut folgen. Vieles dreht sich in der Geschichte um Sean und die Entstehung ihrer Affäre, aber auch Ginas Familie wird thematisiert, wie auch die Geschichte um Seans Tochter. Was ich ganz ansprechend fand war, dass Gina den Leser an manchen Stellen mit einbezieht, Fragen stellt oder Aussagen tätigt, die sie an den Leser richtet. Wer Erotik oder ähnliches dank des Titels erwartet, wird enttäuscht werden, denn mit solchen Ausschweifungen befasst sich Enright in diesem Buch nicht. Kleine Liebkosungen werden angedeutet, mehr aber nicht. Zum Ende hin verschieben sich die Leben aller Beteiligten etwas und obwohl Gina ihren Sean dann hat, quälen sie Fragen und Zweifel und irgendwie wirkt sie nur halb glücklich. Daher wendet sie sich an seine Tochter und versucht sich mit ihr gu zu stellen, da sie sie als Quelle der Unruhe empfindet. Ab diesem Zeitpunkt, kurz vor Ende fand ich wurde die Geschichte noch etwas wirrer, lief vor und zurück und fing wieder an einer komplett anderen Stelle an. Ein richtiges Ende gibt es in diesem Buch eigentlich nicht. So wie es nun mal ist, wenn sich der Alltag einstellt. Gina scheint sich mit dem zufriedenzugeben, was sie hat, auch wenn sie sich doch etwas anderes wünscht. Ich hätte mir ein Ende gewünscht, an dem vielleicht eine richtige Entscheidung getroffen wird, oder sich etwas grundlegend verändert. Trotz der Wirrungen in diesem Roman, ist er schön geschrieben, dringt in die Seelen der einzelnen Figuren und kratzt doch nur leicht an der Oberfläche. Man scheint die Personen zu kennen und entdeckt immer wieder neue Wesenszüge. Ein Roman, der trotz der fehlenden Leidenschaft berührt und jeden Leser seine Beziehungen und Partnerschaften noch einmal überdenken lässt.

    Mehr
  • Rezension zu "Anatomie einer Affäre" von Anne Enright

    Anatomie einer Affäre
    Literatur

    Literatur

    09. February 2012 um 18:14

    Der Roman "Anatomie einer Affäre" handelt von Gina und Sean, die sich trotz (oder aufgrund?) ihrer Ehen auf eine gemeinsame Affäre einlassen. Mit der Betonung auf "Anatomie" wird bereits deutlich, dass diese Affäre sehr detailliert beschrieben und „seziert“ wird. Der Roman gliedert sich in drei Teile, die jeweils unterschiedliche Aspekte der Affäre beleuchten: 1. der leidenschaftliche Beginn der Affäre, 2. der alltägliche Charakter der inzwischen zur Gewohnheit gewordenen Affäre, 3. die Rolle von Seans Tochter Evie. Puzzlestück für Puzzlestück fügt sich mit der Zeit ein ganzheitliches Bild zusammen, das den Leser einerseits erhellt, andererseits auch verstört. "Anatomie einer Affäre" hat mich auf eine tiefgründige Art und Weise gefesselt, wobei ich nur langsam mit dem Roman vorangekommen bin, einige Passagen mehrmals gelesen habe, um den Text auf mich wirken zu lassen und selbst nach mehrmaligem Lesen kam es vor, dass ich einen neuen Sinn zu entdecken glaubte. Ginas Gedankensprunge verwirrten mich teilweise, ihre nüchterne deskriptive Art über Gefühle zu sprechen, machte mich traurig, ihre Vergleiche empfand ich entweder als höchst treffend oder höchst unpassend, ein "Dazwischen" gab es nicht. Die Titel der Kapitel beziehen sich auf Songtexte, was ich sehr gelungen fand, da sich das Lesevergnügen auf ein weiteres Medium ausdehnt. Insgesamt ist „Anatomie einer Affäre“ ein Roman, der den Leser während der Lektüre fordert, zum Nachdenken und Hinterfragen anregt, und der lange im Gedächtnis bleiben wird.

    Mehr
  • weitere