Anne Fadiman

 4,2 Sterne bei 74 Bewertungen
Autor von Ex Libris, Alles, was das Leben ausmacht und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Anne Fadiman

Cover des Buches Ex Libris (ISBN: 9783257236460)

Ex Libris

 (68)
Erschienen am 01.06.2007
Cover des Buches At Large and at Small (ISBN: 9780141033990)

At Large and at Small

 (0)
Erschienen am 06.11.2008

Neue Rezensionen zu Anne Fadiman

Cover des Buches Alles, was das Leben ausmacht (ISBN: 9783865550460)
The iron butterflys avatar

Rezension zu "Alles, was das Leben ausmacht" von Anne Fadiman

Lesefrüchte
The iron butterflyvor 6 Jahren

Hinter den Titeln der einzelnen Essays der Autorin Anne Fadiman vermutet man auf den ersten Blick keinerlei Argwohn. Welche Gefahr soll schon von einem Essay über „Eiscreme“, „Naturaliensammler“, „Post“ oder gar „Kaffee“ ausgehen? Aber seien Sie gewarnt, nicht umsonst wurden die elf Essays als „leichtfertig“ kategorisiert und betitelt.

Anne Fadiman gelingt eine extrem appetitanregende Zusammenstellung aus eigenen Erfahrungen in einer bibliophilen Familie, illustrer Sammelleidenschaft, symphatischem Bücherwahnsinn, Witz und Intellekt.

Besonders bezaubernd fand ich den Bogen, den sie in „Naturaliensammler“ im Zusammenhang mit der eigenen kindlichen Schmetterlings-Sammelleidenschaft und der ihres Bruders Kim über den Autoren Vladimir Nabokov, der nicht nur als Sammler, sondern auch Entdecker im Bereich der Lepidopterologie gilt, hin zu ihren Kindern spannt.

Und so findet sich in jeder dieser geistreichen Abhandlungen eine Quintessenz für einen tieferen Blick auf den Augenblick.

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches The Opposite of Loneliness (ISBN: 9781476753614)
Deenglas avatar

Rezension zu "The Opposite of Loneliness" von Marina Keegan

Kurzgeschichten und Essays einer Yale-Studentin, die nach ihrem Tod veröffentlicht wurden
Deenglavor 8 Jahren

Kurzmeinung

Dieses Buch lässt mich zwiegespalten zurück. Für mich ist das, was ich zwischen den Zeilen herauslese, das eigentlich Interessante: das Leben einer privilegierten, von sich selbst überzeugten Elite-Uni-Studentin. 

Inhalt

Marina Keegan wurde nur 22 Jahre alt. Sie wollte Schriftstellerin werden und hatte nach ihrem Abschluss an der Uni Yale auch schon ein Volontariat beim New Yorker in Aussicht sowie ein Stück geschrieben, welches bei einem Festival aufgeführt werden sollte. Dieses Buch wurde posthum herausgegeben und enthält einige Kurzgeschichten sowie Essays, die sie meist für Uni-Kurse verfasst hat. Der Fall Marina Keeagan hat vor allen Dingen deshalb für großes Aufsehen in den USA gesorgt, weil sie in der Abschlussausgabe der "Yale Daily News" ein Essay mit dem Titel "The Opposite of Loneliness", in welchem sie ihre Mitstudenten dazu aufruft, das Leben beim Schopf zu ergreifen und das Beste daraus zu machen, veröffentlicht hat und nur fünf Tage nach ihrer Abschlussfeier auf dem Weg zur Geburtstagsfeier ihres Vaters tödlich verunglückte. Dieses Essay befindet sich selbstverständlich ebenfalls im Buch und ist gleich ganz am Anfang zu finden.

Meine ausführlichere Meinung

Es fällt mir schwer, hier eine Bewertung zu geben. Denn natürlich habe ich die tragischen Umstände im Hinterkopf sowie die Tatsache, dass Marina ja bei ihrem Tod nur 22 Jahre alt war und einige der hier aufgeführten Geschichten ja schon früher von ihr und für die Uni verfasst worden sind. Ich bilde mir ein, schon das ein oder andere Mal erkannt zu haben, welche Essays von der reiferen Marina verfasst worden sind, da doch eine gewisse Entwicklung erkennbar ist. 

Aber dennoch, eine Bewertung muss sein. Und da gibt es von mir einfach nicht mehr als drei Sterne. Ein gewisses Talent ist vorhanden, gewiss, aber gefangen genommen hat mich keine einzige der Geschichten. Nur das Essay, welches dem Buch auch seinen Titel verdankt, bildet die Ausnahme, was allerdings meinem Wissen um Marinas Tod nur wenige Tage später geschuldet ist. Ansonsten liest es sich einfach wie eine von vielen pathetischen Schulabschlussreden, die einen die wohlbekannte Formel "Carpe Diem" mit auf den Weg gibt.

Interessanter war für mich viel mehr das, was ich zwischen den Zeilen herausgelesen habe. Ohne Zweifel war Marina eine sehr ehrgeizige und schwer von sich überzeugte Studentin. (Was für mich teilweise dicht an der Grenze zur Arroganz grenzte, aber das ist ja immer Interpretationssache.) Ich bin auch felsenfest davon überzeugt, dass sie hart gearbeitet und studiert hat. Nichtsdestotrotz ist sie auch sehr privilegiert gewesen, wie man öfters bemerken kann. Sie bzw. ihre Eltern hatten Beziehungen, die sie zu ihrem Gunsten genutzt haben und welchen Marina die großartigen Karrierechancen, die ihr direkt nach dem Abschluss offen standen, größtenteils zu verdanken zu haben scheint. Und das hinterlässt für mich eben auch einen schalen Nachgeschmack. Denn talentierte Schreiber gibt es viele und ich wage es einfach mal zu behaupten, dass viele einfach mehr Potenzial hatten als Marina und die ein oder andere Chance mehr verdient hätten. 

Zu den einzelnen Non-Fiction und Fiction-Geschichten möchte ich gar nicht viel sagen. Es ist selbstverständlich kein roter Faden vorhanden, weil ja einfach nach Marinas Tod ein paar Dinge gesammelt und in dieses Buch gestopft worden sind. Insgesamt gefielen mir jedoch die Non-Fiction-Artikel viel besser, die anderen waren für mich einfach nicht rund und manchmal zu gewollt, zu angestrengt, zu leb- und farblos. 

Fazit

Der Hype um diese Geschichtensammlung ist meiner Meinung nach hauptsächlich dem tragischen Tod geschuldet. Überzeugen und berühren konnten mich die diversen Kurzgeschichten und Essays leider nicht.

Kommentieren0
Teilen
Cover des Buches Ex Libris (ISBN: 9783257236460)
Maggis avatar

Rezension zu "Ex Libris" von Anne Fadiman

Rezension zu "Ex Libris" von Anne Fadiman
Maggivor 10 Jahren

Dieses schmale Buch vereint mehrere äußerst unterhaltsame, vielseitige Essays der Autorin. Die Essays lassen sich sowohl einzeln, als auch am Stück lesen.

Die Autorin gewährt dem Leser tiefe Einblicke in ihre Familie, Herkunfts- sowie eigene Familie, und die Liebe zu Literatur, Dichtung und Büchern als haptischer Gegenstand, die sie und ihre Familie eint!
Jeder Bibliophile wird sich hier im ein oder anderen Detail wieder erkennen und durch die Vielfalt der Essays kann jeder auch noch was dazu lernen. Auf jeden Fall ist dieses Büchlein sehr inspirierend und unterhaltsam!

Kommentieren0
Teilen

Gespräche aus der Community

Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

Community-Statistik

in 135 Bibliotheken

von 3 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

Was ist LovelyBooks?

Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

Mehr Infos

Hol dir mehr von LovelyBooks