Anne Flock Die blaue Spur

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Inhaltsangabe zu „Die blaue Spur“ von Anne Flock

heute back ich, morgen brau ich und übermorgen hol ich der Königin ihr Kind... Margret war es nicht gelungen, aus dem Stroh, dass das Leben ihr vor die Füße warf, Gold zu spinnen. Und als man ihre Kinder holte, verwandelte sie sich zur Königin. Sophie wurde am 01.10.1957 in Norddeutschland geboren. Am 24. April 1962 wird sie von Gustav, dem kinderlosen Cousin ihrer leiblichen Mutter Margret, und seiner Ehefrau Inge adoptiert. Hinter Sophie liegt ein dreimonatiger Heimaufenthalt und eine Vergangenheit, die aus ihrer Erinnerung gelöscht ist. Mit großer Freude stürzt sie sich ihren neuen Eltern in die Arme. Im Schlepptau zieht sie ihren eineinhalbjahre jüngeren Bruder Robert, der mit ihr das gleiche Schicksal teilt. Zwanzig Jahre später am 3. Juni 1982 wird Sophies erstes Kind Sophia geboren. Ein Wendepunkt. Sophie macht sich auf die Suche nach ihrer Mutter. Das Treffen ist unbefriedigend und die Geschichte ist für Sophie abgeschlossen. Zehn weitere Jahre später am 16. März 1992 wird Sophies zweites Kind Franz geboren. Es ist viel geschehen. Die Schatten der Vergangenheit kehren zurück. Die Geschichte um Sophie beschreibt das Schicksal und die Tragödie vieler Personen einer Familie über mehrere Generationen hinweg, in deren Mittelpunkt drei Schwestern stehen. Sophie sucht und indet am 27. September 1995 ihre Mutter ein zweites Mal. Mit anderen Erwartungen und einen veränderten Blickwinkel auf die zurückliegende, erforschte Geschichte, kann sie ihre Mutter mit anderen Augen sehen und annehmen. Heute im Alter von 49 Jahren, schaut sie auf eine Geschichte zurück, die das Leben schrieb. Tragik, Sehnsucht, Hoffnung, Zufall, Liebe und Glück sind die Bausteine.
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    Die blaue Spur
    Buchdaisy

    Buchdaisy

    22. May 2014 um 18:37

    Was ist adoptiert? Genau diese Frage steht im Mittelpunkt von Anne Flocks Buch "Die blaue Spur". Auch wenn es nicht in der Ich-Form geschrieben ist, so hatte ich doch von Anfang an das Gefühl, dass die Geschichte von Sophie ihre eigene ist. Im Alter von 4 Jahren von entfernten Verwandten aufgenommen, hat sie die Vergangenheit über viele Jahre hinweg völlig verdrängt. Ihre leibliche Mutter ist eine abstrakte Größe, bis sie selbst Mutter wird. Nach der Geburt ihrer Tochter begibt sich Sophie das erste Mal auf die Suche, die mit einem völlig unbefriedigendem Ergebnis endet. Nach der Geburt ihres Sohnes, über 10 Jahre später, dann der zweite Aufbruch in die Vergangenheit. Es sind tiefe Einblicke in eine Familie, die nie die Chance hatte, wirklich eine zu sein. Man spürt die innere Zerrissenheit von Sophie, ihre Ursprungsfamilie nicht zu kennen, aber zu einer Familie gehören zu müssen, die ihr durch die Adoption aufgezwungen wurde, mit allen Konsequenzen, bis hin zur strengen religiösen Ausrichtung. Gerade das war für mich als atheistisch geprägten Menschen sehr informativ zu lesen, rief aber auch oft Unverständnis hervor. Insgesamt ist "Die blaue Spur" ein sehr interessantes, aber auch bewegendes Buch, steckt man beim lesen doch mittendrin in Sophies Schicksal. Ich vergebe eine unbedingte Leseempfehlung und 5 überzeugte Sterne! 

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