Anne Fortier Die geheimen Schwestern

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Inhaltsangabe zu „Die geheimen Schwestern“ von Anne Fortier

Diana Morgan ist vom Mythos der Amazonen fasziniert. Bei Grabungen in der Wüste stößt sie auf die Spur der ersten Königin der Amazonen, Myrina. Um ihre Kriegerinnen, einst von griechischen Kämpfern entführt, zu befreien, stürzte Myrina sich mitten in den berühmtesten Konflikt der Antike – den Trojanischen Krieg. Nun macht sich Diana mit Nick Barran, dem undurchsichtigen Leiter der Grabung, auf die Suche nach dem legendären Schatz, den die Amazonen beim Fall von Troja retten konnten. Aber sie wird dabei ausspioniert und gejagt. Ohne zu wissen, ob sie Nick trauen kann, folgt Diana der Spur der Amazonen von der Ägäis über Deutschland bis an den Rand der Welt – eine Suche, die ihr Leben auf immer verändern wird.

tolles Buch - spannend, interessanter historischer Hintergrund - schöner Schreibstil!

— Susa45

Tolles Buch mit spannender Geschichte!

— Magicienna

2 Handlungsstränge, die unglaublich gut & spannend erzählt sind und mich so im mir relativ unbekannten Thema der Mythen mitreißen konnten

— Ailuj29

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    Die geheimen Schwestern

    MarTina3

    05. March 2016 um 13:40

    Diana Morgan ist Dozentin für antike Geschichte in Oxford und hält immer wieder Vorlesungen über die Amazonen, was an der Universität nicht gut ankommt. Doch Diana interessiert sich für dieses Thema, da ihre Großmutter ihr viel über die Amazonen erzählt hat. Eines Tages wird ein verschollener Tempel entdeckt und Diana soll die Inschriften entziffern. Sie findet heraus, dass sich alles um die Amazonenkönigin Myrina dreht. Außerdem sucht sie auch nach Hinweisen auf den Amazonenschatz. Doch nicht nur sie und Nick, der Leiter der Grabung, sind an den Amazonen interessiert. Jemand ist ihnen auf den Fersen, der wohl an ihre Informationen kommen will und ihm ist jedes Mittel recht. So entwickelt sich die Suche langsam zu einer gefährlichen Reise... Meine Meinung: In der Geschichte werden abwechselnd zwei Handlungsstränge erzählt. Der eine spielt in der Gegenwart und dreht sich um Diana Morgan und ihre Suche nach den Amazonen. Der andere in der späten Bronzezeit. Hier wird über das Leben von Myrina und ihrer Schwester berichtet. Diese Art der Erzählung fand ich sehr interessant und auch fesselnd. Diana ist eine selbständige und sympathische Frau, die ihre Großmutter über alles liebte. Diese wurde von allen als psychisch krank angesehen, da sie sich selbst als Amazone sah. Diana war die einzige, die immer zu ihr hielt. Aufgrund ihrer Großmutter ist Diana auch sehr an den Amazonen interessiert. Daher kann sie auch nicht widerstehen, als sie ein Fremder dazu einlädt, die Inschriften im verschollenen Tempel zu entziffern. Hier trifft sie auf Nick. Er ist Grabungsleiter und Diana weiß nicht, was sie von ihm halten soll bzw. ob sie ihm trauen kann. Er ist undurchschaubar und gibt nichts von sich preis. Das wenige, das sie in Erfahrung bringen kann, lässt ihn nicht unbedingt in einem guten Licht erscheinen. Die Suche nach den Amazonen war richtig spannend, da immer wieder kleine Zwischenfälle passieren, die klar machen, dass es nicht ganz mit rechten Dingen zugeht. Auch Nick blieb lange rätselhaft, das gefiel mir. Auch die Geschichte von Myrina war richtig mitreissend. Sie ist eine großartige und tapfere Frau, die alles tut, um ihre kleine Schwester zu beschützen. Sie finden Zuflucht bei den Schwestern der Mondgöttin. Als der Tempel überfallen wird und ihre "Schwestern" verschleppt werden, macht sie sich auf, sie zu retten. Dabei gerät sie auch in den Trojanischen Krieg. Alles wird so nachvollziehbar und anschaulich beschrieben, dass ich es mir richtig gut vorstellen konnte. Myrinas Leben ist voller Leid und Trauer, aber auch Kraft und Liebe. Es war sehr interessant, sie auf ihrem Weg zu begleiten. Nachdem die Zeiten sich abwechseln, wird man zwar immer ein bisschen ausgebremst, den Lesefluss und -spaß schmälert dies aber nicht. Beides wird so gut erzählt, dass ich bei beiden Frauen wissen wollte, wie ihr Leben weitergeht. Daher konnte ich das Buch auch kaum aus der Hand legen. Der Schreibstil selbst ist klasse. Leicht, flüssig und mitreißend. Die Geschichte war für mich von Anfang bis Ende lesenswert. Fazit: Alles in allem eine richtig spannende und unterhaltsame Geschichte.

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  • Geheimnisvolle Amazonen

    Die geheimen Schwestern

    ConnyKathsBooks

    Zwei Frauen, zwei Zeiten, zwei Geschichten. Die junge Amazone Myrina aus Nordafrika und die Unidozentin und Amazonenforscherin Diana Morgan aus Oxford trennen Jahrtausende, doch die beiden verbindet mehr als geahnt. 1250 v. Ch. - Als nach einem Angriff auf den Tempel einige ihrer Amazonenschwestern entführt werden, startet Myrina eine mutige und schicksalhafte Rettungsaktion quer durchs Mittelmeer bis hin zum sagenhaften Troja. 3000 Jahre später - Mysteriöse Schriftzeichen in einer algerischen Grabungsstätte und im Tagebuch ihrer Großmutter führen Diana auf die Spuren der Amazonenkönigin Myrina und eines gut gehüteten Geheimnisses, welches ihr Leben verändert. Anne Fortiers "Julia"- Roman ist eines meiner Lieblingsbücher, daher war ich schon gespannt auf ihr zweites Werk "Die geheimen Schwestern". Die dänische Autorin wählt diesmal die griechische Mythologie als Thema. Helena, Paris, Menelaos und der Trojanische Krieg - die bekannten Vorgänge werden hier mit einer fiktiven Geschichte verbunden und leicht verändert dargestellt. Das liest sich alles locker und flüssig und gleichzeitig frischt man seine Antike-Kenntnisse wieder etwas auf. Kapitelweise wechselt die Zeit, wobei mir Myrinas Teil wesentlich besser gefällt. Ein Roman nur über die Amazonenkönigin hätte mir da fast gereicht. Myrina Charakter ist vielschichtiger und faszinierender als Dianas und auch ihre Liebesgeschichte berührte mich bedeutend mehr. Dianas Story in der Neuzeit ist dagegen eher konventionell gestrickt. Eine Frau in Nöten, mit einem starken, undurchsichtigen Held, der sie ab und zu mal retten darf und in den sie sich dann auch noch verliebt. Spannend und interessant sind trotzdem beide Handlungsstränge und sorgen für ein paar gemütliche Lesestunden. Mit dem Erstling "Julia" kann "Die geheimen Schwestern" aber nicht ganz mithalten.

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  • Was ist dran an den sagenumwobenen Amazonen?

    Die geheimen Schwestern

    Ailuj29

    04. September 2015 um 12:00

    "Die geheimen Schwestern" lautet der Titel von Anne Fortiers neuem Buch nach dem Bestseller "Julia", welcher meine Lieblingsbuch geworden ist. Nachdem mich ihr Erstwerk so begeistert hatte, habe ich lange überlegt, ob ich mich nun auch an den geheimen Schwestern wagen soll. Das Thema "Amazonen" hat mich dabei anfangs nicht wirklich überzeugt, da ich kein großer Kenner griechischer Mythologie bin und ich damit dementsprechend wenig anfangen konnte. Ein wenig Angst hatte ich vor vielen mir fremden Anspielungen, Namen und Geschichten. Nachdem ich mich also doch dazu durchgerungen hatte, da mir Anne Fortiers Schreibstil in guter Erinnerung geblieben war, hatte ich mich also bereits innerlich auf Recherchearbeiten zum Buch eingestellt. Doch ich wurde überrascht. Das Buch wechselt zwischen 2 Erzählsträngen: Zum einen in der heutigen Zeit von der Dozentin Diana, welche auf Forschungsarbeiten zum Thema "Amazonen" stößt. Passend dazu hat ihre Großmutter immer behauptet eine Amazone gewesen zu sein und hinterlässt ihr ein Notizbuch mit kryptischen Zeichen. An ihrer Seite arbeitet der Grabungsbeauftragte Nick, welcher jedoch undurchschaubar ist. Beide werden in einen Wirbel aus Spionage gezogen und reisen dabei von Kreta bis nach Finnland, um die Frage nach den sagenumwobenen Amazonen aufzuklären. Auf der anderen Seite, welche in der späten Bronzezeit spielt, handelt der Roman von Myrina, welche durch den Tod ihrer Mutter mit ihrer Schwester in ein fremdes Land flüchten muss und sich dort Anhängern der Mondgöttin anschließt, ihren "Schwestern". Diese werden jedoch überfallen und teilweise verschleppt und Myrina landet schließlich bei ihrem Versuch sie zu befreien mitten im Trojanischen Krieg. Beide Handlungen sind wieder sehr toll erzählt, man taucht förmlich in beide Welten ein und kann sich das Beschriebene sehr gut vorstellen. Besonders die frühere Geschichte bleibt trotz längst vergangener Zeit sehr nachvollziehbar und spannend. Während ich bei "Julia" die modernere Handlung gelungener fand, kam es nun hier, dass ich diese von Myrina bald ein wenig interessanter fand, als jene von Diana und stets begierig weiterlesen wollte. So schafft es Anne Fortier hier, die für mich bald schönste erste Begegnung der Literatur zwischen den 2 Protagonisten heraufzubeschwören. Diese Stelle fand ich wirklich sehr gelungen, generell war überhaupt die erste Hälfte des Buches sehr mitreißend. Probleme mit dem Stoff hatte ich somit keine, da man einfach von der Geschichte getragen wird und sich alles sinnvoll fügt. Durch den Roman habe ich sogar entwas Interesse an den griechischen Mythen bekommen und mich dazu gelegentlich informiert. Umso erfrischender und dennoch plausibel war es, wie Fortier dies nun in ihrem Werk erklärte, eben etwas anders, aber man kann sich trotzdem vorstellen, dass es so gewesen sein könnte. Um nicht zu viel zu verraten: ich hatte mir die Schilderungen des Trojanischen Krieges etwas spektakulär vorgestellt, doch die Autorin wählt hier eine überraschende Version. Und auch Dianas Geschichte in der Gegenwart passt sich gut an das bereits Erfahrene aus der Vergangenheit an. Auf die Frage, ob es die Amazonen denn nun heute noch gibt, findet die Autorin eine Antwort, die man gespalten bewerten kann, für mich aber auf alle Fälle zum Verlauf des Buches passt. Keine Angst also vor fremden Inhalten, denn man wird in diese mitgenommen und entwickelt sehr schnell Interesse dafür. Alles in allem hat mich "Julia" ein Fünkchen mehr begeistert, aber so richtig vergleichen kann man beide Werke dennoch nicht, da sie einfach 2 komplett verschiedene Themen und Zeiten behandeln. Fazit: Ich freue mich schon auf die kommenden Bücher von Anne Fortier, da ich einfach ihren tollen Stil, eine Mischung aus "Real-Historischem" und Erzählendem, toll finde und es mich auch dieses Mal wieder hineingezogen und fasziniert hat.

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  • Große Verlosung zum Leserpreis 2014: 5 Buchpakete mit je 50 Büchern!

    Die Seiten der Welt

    Daniliesing

    Lust auf eins von 5 riesigen Buchpaketen zum Leserpreis 2014? Bestimmt hat es der ein oder andere von euch schon entdeckt: Seit gestern suchen wir beim Leserpreis 2014 wieder eure Lieblingsbücher des Jahres. In insgesamt 16 Kategorien könnt ihr die Bücher und Autoren nominieren, die euch 2014 am meisten begeistert haben, ganz egal, ob euch das Buch vor Spannung bis mitten in die Nacht wachgehalten hat, ihr Tränen gelacht oder aber mitgefühlt und -gefiebert habt. Nominiert ab sofort eure persönlichen Lieblingsbücher & -autoren und ermöglicht es ihnen so, es auf unsere Shortlists für die Abstimmungsphase zu schaffen, die am 20. November beginnt. Die Bücher und Autoren, die dann wiederum die meisten Stimmen erhalten, bekommen den Leserpreis in Gold, Silber und Bronze, der am 28.11. vergeben wird! Also schnell nominieren / abstimmen / Gewinner anschauen! ---- Unsere große Verlosung für euch! Da der Leserpreis für uns jedes Jahr wieder etwas ganz Besonderes ist, möchten wir unsere Freude daran mit euch teilen. Wir werden nach der Bekanntgabe der Leserpreis-Gewinner insgesamt 5 Buchpakete mit jeweils 50 Neuerscheinungen verlosen. Fünf Gewinner dürfen sich also über eine ordentliche Ladung neuen Lesestoff freuen! Und wer kann nicht schöne neue Bücher gebrauchen? 1. Um an der Verlosung teilzunehmen, gibt es verschiedene Möglichkeiten - 3 der 5 Buchpakete verlosen wir unter allen Bloggern, die auf ihrem Blog über den Leserpreis berichten und darauf verlinken. Bitte teilt uns den Link zu eurem Blogbeitrag hier in einem Kommentar mit (wer mir schon eine E-Mail mit dem Link geschickt hat, muss dies nicht doppelt tun). http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ Grafiken zum Einbinden in den Blog findet ihr hier. 2. Wenn ihr keinen Blog habt, könnt ihr alternativ auf den Social Media Kanälen wie Facebook, Twitter, Google + usw. auf den Leserpreis hinweisen. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 2 Buchpakete mit 50 Büchern. Wichtig ist hier, dass ihr euren Beitrag öffentlich teilt und ihn uns hier verlinkt. Bitte verlinkt in eurem Kommentar hier direkt auf eurer Posting und nicht auf euer gesamtes Profil. Außerdem müssen in eurem Social-Media-Posting unbedingt der und der Hashtag #Leserpreis enthalten sein. http://www.lovelybooks.de/leserpreis/ 3. Ihr habt weder einen Blog, noch seid ihr auf einem der Social Media Kanäle aktiv? Dann verratet uns hier in einem Kommentar das beste Buch, das ihr in diesem Jahr gelesen habt. Unter allen, die das machen, verlosen wir noch mal 5 einzelne Bücher, die die jeweiligen Gewinner auf ihren Wunschzetteln haben. Ihr dürft natürlich auch 1 & 2 oder 1, 2 & 3 kombinieren und so eure Chancen steigern :-) Wir wünschen euch ganz viel Spaß & bitte vergesst nicht, eure Lieblingsbücher zu nominieren & später abzustimmen! PS: Die angehängten Bücher und die auf dem Foto sind ein Beispiel, was sich im Buchpaket befinden könnte. Wir haben hier aber eine ganz bunte Auswahl und ihr könnt euch dann von einem riesigen Überraschungsbuchpaket begeistern lassen :)

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    • 1298
  • Frauenkraft

    Die geheimen Schwestern

    michael_lehmann-pape

    07. November 2014 um 12:46

    Frauenkraft Für dieses Buch lohnt es sich, zunächst den Artikel über die „Amazonen“ auf Wikipedia zu lesen. Sicherlich kennt jeder Leser jene Königin der Amazonen aus der Ilias, Penthesilea. Doch das es noch weit mehr an Mythen gibt, dass Forscher durchaus Zeit darauf verwendet haben, diesem Volk “starker, autarker und männerunabhängiger“ Frauen irgendwo in Kleinasien auf die Spur zu kommen, das dürfte weniger bekannt sein. Und Myrina, ebenfalls eine Figur aus einer kleineren Amazonenlegende dürfte ebenso eher wenig geläufig sein, Diese Myrina setzt Anne Fortrier zur Hauptperson (in mehrfacher Hinsicht) ihrer doch sehr frei erzählten Geschichte, die zum einen in der Gegenwart archäologischer Ausgrabungen spielt und zum anderen weit in der Vergangenheit Myrina mit ihrer kleinen Schwester durch ödes Land und Wüste zunächst laufen lässt, verjagt aus ihrem Dorf. Für die Sprachwissenschaftlerin Diana Morgan ergeben sich durch die Übernahme einer Dozentur in Cambridge verschiedene, verwirrende Umstände, derer sie versucht, „Frau“ zu werden. Da ist die deutlich zu spürende Abwehr gegen ihr Lieblingsthema, die Amazonen. Da sind die vielen Vorlesungen, die ihr wenig Zeit für eigene Forschungen lassen und da ist James, Nachbar aus Kindertagen (wenn auch aus ganz anderen Verhältnissen), der charmante Hochgeborene, der Schwiegersohn-Traum ihrer Mutter. Und da ist dieser merkwürdige Mann mit dem Foto einer Wand voller Inschriften, der Diana geheimnisvoll zunächst nach Amsterdam einlädt. Schriftzeichen, die Diana nicht unbekannt vorkommen, auch wenn wie uralt sind. So hatte ihre Großmutter geschrieben. In einem Tagebuch finden sich solche Zeichen und Diana hat sie gesehen. Wie überhaupt die Großmutter noch eine tragende Rolle für die Geschichte und das Leben Dianas spielen wird. Während sich Myrina 3000 Jahre zuvor durch die Öde kämpft, vom Regen zunächst in die Traufe gerät, missliebigen Menschen gegenüber zu treten hat (und das nicht zum letzten Mal auf ihrem Weg) und irgendwann tatsächlich „Schwestern“ finden wird, mit denen allerdings nicht unbedingt gut Kirschen essen sein wird. All das geschieht, bevor sie in Troja an der Seite des Priamos und des Paris gegen Agammemnon und Menelaos um Helena ringen wird. Und nicht mit leeren Händen dann Troja verlassen wird. Währenddessen macht sich Diana von Neugier getrieben auf den Weg. Ein Weg, der auch sie in die Gegend Trojas führen wird und der auch sie mit den alten Ereignissen (die Fortrier im Übrigen sehr frei und anders als bei Homer erzählt) in enge Verbindung bringen wird. Und mit dem Geschehen des Falls Trojas und dem, was von der alten Pracht übrig geblieben sein könnte. Es gibt Verbindungen. Nicht nur sachlicher, archäologischer Natur, sondern auch menschlicher und innerer Natur. Wenn nicht sogar noch klarere Verbindungen zum Vorschein kommen werden, je weiter Diana ihren Weg der Nachforschungen quer durch die Länder gehen wird. Ebenfalls verbindet beide Erzählfäden ähnliche Erlebnisse mit der Liebe. Mit Verrat, mit dem Liebend es Falschen, mit dem vielleicht Finden des Richtigen und, zumindest in einer der beiden Erzähllinien mit einem schmerzhaften Verlust. Erst in der Gegenwart wird es Zeit werden, mit manchen Sitten der Amazonen zu brechen und die alten Narben verheilen zu lassen. All das erzählt Fortrier sehr munter und temporeich und bedient sich der alten Geschichten und Legenden mit großer Kreativität (und viel Fantasie), der trojanische Krieg ist so, wie er durch Homer bekannt wurde, im Buch z.B. nicht unbedingt zu erkennen. Was zumindest zu Beginn, den Lesefluss deutlich stört, ist die sprachliche Ähnlichkeit der Erzählung und der Sprachgewohnheiten der Protagonisten auf den beiden Ebenen des Buches. So wirken die beiden Mädchen aus dem Jahrtausend vor Christus in Teilen eher wie moderne Teenager in Sprache und Verhalten. Erst später gelingt es, den Leser ein stückweit in die besondere Atmosphäre und Lebensweise der Antike zumindest ein stückweit mit einzubeziehen. Insgesamt dennoch ein unterhaltsamer Abenteuerroman auf zwei Zeitebenen, in dem die Liebe nicht zu kurz kommt, Gefahren drohen, Intrige stattfinden und dabei das (historisch nicht gesicherte) Volk der Amazonen in einer, wenn auch nicht sonderlich realistisch wirkende, spannenden Geschichte von ihren Ursprüngen an in den Raum des Buchlebens tritt. Und laut Buch es gibt noch mehr von ihnen in der Gegenwart, als man denkt…….

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