Anne Freytag 434 Tage

(126)

Lovelybooks Bewertung

  • 75 Bibliotheken
  • 9 Follower
  • 4 Leser
  • 51 Rezensionen
(96)
(23)
(4)
(2)
(1)

Inhaltsangabe zu „434 Tage“ von Anne Freytag

Das ist die Geschichte von Anja. Und die von Tobias. Aber eigentlich noch mehr von Julian…

Anja ist erfolgreich, sie ist glücklich verheiratet, sie hat ein gutes Leben. Zumindest denkt sie das, bis sie nach Jahren Julian wieder trifft. Was sie in diesem Augenblick noch nicht ahnt, ist, dass diese Begegnung ihr gesamtes Leben ändern wird. Nur leider nicht unbedingt so, wie sie sich das vorgestellt hat…

Das Buch ist emotional geschrieben und hat mich gefesselt. Ich konnte es nicht weg lesen. Man fühlt mit den Protagonisten mit.

— MimiK

Ein überraschendes Buch, das von dem abweicht, was ich sonst lese. Nur! Eine Ich-Erzählerin und dann dieses Ende. Da hab ich meine Probleme.

— Horst_Berger

Sehr schöner Erzählstil mit Überraschungseffekt. Spannend und gefühlvoll. Das Buch hat mich fasziniert.

— LeilaLeseMaus

Hervorragend und gefühlvoll!

— Kathleen1974

Das Ende hat mich ratlos zurückgelassen. Aber sonst ein supertolles Buch1

— Miamou

Klug, dramatisch und so absolut nachvollziehbar. - Von einer Autorin, deren Namen man sich merken sollte.

— Literaturchaos

Erneut ein Buch von Anne Freytag, in dem weitaus mehr steckt, als man zunächst vermutet.

— Literaturliebe

Großartig

— Gnomeliene

Ein wunderbares Buch, dessen beinahe surreales Ende mich lange nicht losgelassen hat. Raffinierte Erzählweise mit verschiedenen Zeitebenen.

— julie1307

DER WAHNSINN. Ich habe selten etwas Besseres gelesen.

— Bambilein_1980

Stöbern in Liebesromane

Entführt - Bis in die dunkelste Nacht

Die Story aus Sicht von Brandon, hat mir wieder sehr gut gefallen

vormi

Millionaire wanted - Mitten in dein Herz

Platt und wenig erotisch! Kann man lesen, muss man aber nicht!

Wortteufel

Beautiful Burn

Ganz süße Geschichte. Bin gespannt, wie die Reihe endet.

Seralina1989

Der Prinz aus dem Paradies

Große Gefühle, große Naivität...

azmin2012

Verliebt bis über alle Sterne

Zu wenig Gefühl und mit den Protagonisten, sowie dem Schreibstil, wurde ich leider überhaupt nicht warm.

SaskiasWeltderBuecher

Der letzte erste Blick

So ein tolles Buch😍 Dylan und Emery waren toll😍💕 freue mich auf Elle und Luke😍😍

Leasbookworld

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • schöner Erzählstil

    434 Tage

    LeilaLeseMaus

    18. October 2016 um 00:16

    Sehr schöner Erzählstil mit Überraschungseffekt. Spannend und gefühlvoll. Das Buch hat mich fasziniert. 

  • Rezension zu "434 Tage" von Anne Freytag

    434 Tage

    Kathleen1974

    24. August 2016 um 16:07

    Titel: „434 Tage“ Autorin: Anne Freytag Verlag: Copyright Anne Freytag 1. Auflage 2013 Seitenzahl: 213 Klappentext: „Anja Plöger ist attraktiv, erfolgreich, beruflich und finanziell abgesichert, hat ein modernes Architektenhaus und führt die perfekte Ehe… Kurz: Anja Plöger hat alles. Zumindest denkt sie das, bis sie aus heiterem Himmel nach Jahren Julian wieder trifft. Was sie in diesem Augenblick noch nicht ahnt, ist, dass diese Begegnung ihr gesamtes Leben ändern wird. Nur leider nicht unbedingt so, wie sie sich das vorgestellt hat…“ Zum Cover: Ich mag das Cover sehr. Die sinnliche Darstellung von Anja, der Protagonistin, wirkt – nach Lesen des Buches – unterschiedlich auf mich. Je nach Situation könnte man meinen, auf dem Cover wirkt sie entspannt, nachdenklich, traurig oder auch zufrieden. Da man ihr Gesicht nicht darauf sieht, kann man sie sich anhand der Körpersprache in unterschiedliche Situationen hineindenken. Sehr gelungen! Zum Inhalt: Die beruflich sehr erfolgreiche junge Anja lebt mit ihrem Ehemann Tobias (Architekt) seit 10 Jahren glücklich verheiratet in einem schönen Architektenhaus. Sie sieht in Tobias den für sich perfekten Mann und liebt ihn. Auf einer Geschäftsreise jedoch trifft sie unverhofft auf ihren Ex-Freund Julian, der eine neue Freundin an seiner Seite hat. Alte Gefühle flammen wieder auf und Anja schwelgt in Erinnerungen aus der Zeit mit Julian. Auch Julian wird gefühlsmäßig von diesem Wiedersehen ergriffen. Anja und Julian können einfach nicht voneinander lassen und finden einen Weg, sich immer wieder heimlich zu treffen. Anja sieht aufgrund ihrer inneren Zerrissenheit keinen anderen Weg und lügt ihren Ehemann immer wieder an und erfindet berufliche Abendessen, nur um bei Julian zu sein. Wo soll das hinführen? Warum setzt sie ihr Eheglück aufs Spiel? Wie wird sie sich entscheiden, um diesem Gefühlschaos zu entkommen? Schreibstil: Anna Freytags Schreibstil empfinde ich als leicht und gut verständlich. Gefühle ihrer Buchcharaktere bringt sie sehr gut zum Ausdruck. Die Schreibweise wirkt an keiner Stelle anstrengend oder unrealistisch! Ein wohltuender Lesefluss blieb für mich durchweg erhalten. Ich liebe ihre gefühlvolle Schreibweise, von der ich mich allzu gern in ihre Geschichten ziehen lasse. Lieblingszitate: „… Denn was man nie hatte, kann man nicht vermissen…“ „Alle behaupten immer, sie wollen Ehrlichkeit. Aber das stimmt nicht. Das ist so eine Sache mit der Ehrlichkeit. Jeder denkt, sie ertragen zu können. Wenn das, was gesagt wird, dem entspricht, was der andere hören will, ist Ehrlichkeit eine wunderbare Sache. Aber wehe, sie tut das nicht…“ Meine Meinung zum Buch: Zunächst möchte ich erwähnen, dass ich vor nicht allzu langer Zeit von der Autorin das Buch „Mein bester letzter Sommer“ (mein bisher persönliches Jahreshighlight!) gelesen habe. Dieses hat mich zutiefst berührt! Von daher geht man als Leser natürlich mit einer gewissen Erwartung an weitere Bücher dieser Autorin heran. Selbstverständlich weiß man, dass es anders sein wird, aber eben anders gut! Und das war es tatsächlich, was mich sehr froh stimmt! Hier wird die Geschichte einer Dreiecksbeziehung erzählt. Eine Geschichte, die aus dem Leben gegriffen ist und aufzeigt, mit welcher inneren Zerrissenheit und starken Selbstzweifeln man sein Leben negativ beeinflussen kann! Ich würde diese Geschichte sogar als Tragödie bezeichnen, ohne zu viel verraten zu wollen! Diese Geschichte wird aus Sicht von Anja in der Ich-Erzählform dargeboten! Anja, die ja nun mal in diesem Buch als Ehebrecherin dargestellt wird, war mir trotz oder gerade wegen ihres Gefühlschaos sympathisch, denn der Autorin gelingt es, all ihre nachvollziehbaren Zweifel, ihre Ängste und Gefühle realistisch und nachvollziehbar zu beschreiben. Ich habe mich derart in Anjas Situation hineinversetzt, sodass ich mit ihr gelitten und überlegt habe, was für sie das Beste sein könnte! Ihre Gefühlswelt hat mich sehr berührt! Mit ihr, als Mensch, der gern mit/in Sicherheit lebt und darin Geborgenheit findet, konnte ich mit bestens identifizieren! Ihre Sicht auf die zwei Beziehungen empfand ich ebenfalls als sehr realistisch: Tobias, der Vernünftige, der Fels in der Brandung, immer zuverlässig und loyal und dann Julian, der Lebendige, Abenteuerlustige, Spontane, der Träumer… Zu beiden Charaktereigenschaften fühlte sich Anja hingezogen, was für mich nachvollziehbar war. Da fiel mir während des Lesens oft die Bezeichnung „Engelchen rechts, Teufelchen links!“ ein. Die Autorin hat sich zwei andere bezaubernde Begriffe einfallen lassen, die ich nicht verraten möchte! Auch dies gibt der Geschichte etwas Besonderes und unterstützt dabei die Unterstreichung der jeweiligen Gefühlslage von Anja! Die Handlung der Geschichte hat die Autorin dermaßen gut aufgebaut, sodass ich immer noch überwältigt bin, auch von ihrer Schreibweise, mit wie viel Gefühl sie dies geschafft hat. Und am wundervollsten fand ich, dass sich die Autorin Briefe bedient, die einer der männlichen Protagonisten an Anja schreibt, um somit diesem Charakter die Chance und den Platz im Buch zu schaffen, seine Gefühle und Gedanken darzulegen. Das fand ich super und für mich wichtig, um diesen Buchcharakter zu verstehen! Das Ende des Buches konnte ich nicht vorhersehen und ich war geschockt und brauchte erst einmal eine Weile, um das zu verdauen! Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, und nicht nur weiblichen Leserinnen! Es zeigt allgemein, wie wichtig Offenheit und Ehrlichkeit in einer Beziehung sind! Das Buch fesselt von Beginn an und man kann es gut an einem Tag auslesen, ohne das Langeweile aufkommt! Eine hervorragende Umsetzung, denn die Autorin beweist ein gutes Gespür für die zutreffende Wortwahl und ein starkes Einfühlungsvermögen in die jeweilige Situation! Völlig ohne Kitsch und völlig realistisch! Hervorragend! Bewertung: Ich gebe dem Buch 5 von 5 Sterne.

    Mehr
  • Taschentücher raus und ab nach Italien!

    Mein bester letzter Sommer

    Marina_Nordbreze

    Wenn man in einem Rezensionsexemplar eine Notiz vom Verlag findet, die einen darauf hinweist, dass man bei der Lektüre des Buches lieber Taschentücher bereit halten sollte, dann sollte man auf diesen Hinweise hören, liebe Kinder. Gut, ich bin auch sehr nah am Wasser gebaut, aber seit "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" habe ich nicht mehr so sehr bei einem Buch geheult. Bei solchen Büchern lohnt sich doch eine Kooperation mit einem Taschentuch-Hersteller, oder? "Mein bester letzter Sommer" also. Mal wieder habe ich ein Blogger-Lieblingsbuch erst sehr spät für mich entdeckt. Manchmal muss man einen Hype auch aussitzen können. Manchmal wird man erst durch die amüsanten Tweets der Autorin auf ein Buch aufmerksam. Und dann steht das Buch doch erst wieder ewig im Bücherregal, weil man denkt "Och, das wäre doch ein Sommerbuch!" und dann wird es nie sommerig und man wartet und wartet und irgendwann lässt man das alberne Warten dann sein. Und als ich "Mein bester letzter Sommer" dann gelesen habe, ist das ganze eher in ein Inhalieren ausgeartet. An dem Tag war Herr Gatsby nicht da und ich schwankte bei der Abendunterhaltung zwischen einem Rewatch von "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" und der Lektüre von "Mein bester letzter Sommer". Was man eben an Strohwitwen-Tagen so macht. Ja, "Mein bester letzter Sommer" reiht sich in die "Kranke Jugendliche verlieben sich und am Schluss wird gestorben"-Bücher ein. Warum das Buch für mich aber aus der Masse herausragt, liegt an mehreren Punkten:Es spielt in München! Jedenfalls am Anfang. Und ich mag es, wenn ich die Orte kenne, die in einem Buch vorkommen. Hach, U-Bahnfahren in München. Für mich ist das im Buch die U3 am Scheidplatz. Und ich möchte jetzt bitte auch mal ins Café Neuhausen, das kannte ich nämlich bisher noch gar nicht. Ist doch auch mal nett, wenn man Gastro-Tipps aus einem Roman mitnimmt.Es spielt in Italien! Da ich mit meiner Familie früher standardmäßig den Sommerurlaub in Italien verbracht habe, ist das Land für mich als Reiseziel eigentlich nicht so wirklich interessant. Doch währen der Lektüre von "Mein bester letzter Sommer" hatte ich das starke Bedürfnis, mich in mein (nicht vorhandenes) Auto zu setzen und Richtung Süden zu fahren. Das Gute liegt so nah. Der Sommerurlaub für dieses Jahr steht zwar schon, aber vielleicht unter Umständen könnte man ja möglicherweise noch einen Kurztrip nach Italien veranstalten. Kommt wer mit?Die Charaktere sind glaubwürdig, normal und haben Ecken und Kanten. Das klingt jetzt etwas komisch, aber ich mag Tessa, weil sie mich teilweise nervt. Ja, sie ist krank. Unheilbar krank. Und weil sie bisher immer alles aufgeschoben hat, versinkt sie nun in Selbstmitleid. Man möchte sie rütteln und schütteln und nach draußen schubsen. Und ihr sagen, sie soll mal weniger laut denken. Das übernimmt zum Glück Oskar. Den man auch rütteln und schütteln will, weil er ewig nicht mit der ollen Hasen-Geschichte rausrücken will. Zusammen sind die beiden mein neues Lieblings-Buchpaar, weil sie komplett authentisch wirken. So, als könnte ich ihnen bei der nächsten Fahrt mit der U-Bahn begegnen.Das Buch ist großartig gestaltet. Und damit meine ich nicht nur das Cover, sondern auch die Karte mit der Reiseroute im Inneren (und einer Breze!), die Playlist mit den Liedern zum Roadtrip und natürlich die Krabbe. Ohne die Krabbe geht gar nichts.Ich habe mich wohl ein wenig verliebt. Und werde demnächst wohl mal im großen Anne Freytag-Universum stöbern gehen, denn die Autorin ist mit verschiedenen Pseudonymen in verschiedenen Genres unterwegs. Vielleicht versteckt sich dabei ja noch eine weitere Perle wie "Mein bester letzter Sommer".

    Mehr
    • 10
  • Nicht einfach nur eine Affäre......

    434 Tage

    Literaturchaos

    20. November 2015 um 20:04

    Dies ist die Geschichte einer Dreiecksbeziehung. Die Geschichte einer Affäre, einer Leidenschaft und ein paar gestohlener Stunden in irgendwelchen Hotelzimmern. - Auf den ersten Blick jedenfalls. Auf den zweiten Blick jedoch ist es viel mehr als das, denn diese Affäre ist nur die Verpackung einer großen Tragödie. Einer Tragödie darüber, wie man sich mit seinen Selbstzweifeln, seinem Selbsthass und permanenter Selbstverleugnung systematisch zugrunde richten kann. - "Mit Tobias war ich die Erwachsene, die Vernünftige, die Planerin. Und mit Julian die junge Wilde, die Lebendige, die Ungestüme, die Träumerin. So, als könnte ich nicht beides auf einmal mit nur einem Mann sein. Ich könnte mit Tobias nicht so sein, wie mit Julian und umgekehrt. Zumindest denke ich das. Versucht habe ich es, ehrlich gesagt, nie." - Zitat Seite 88 Die Autorin lässt uns eintauchen in Anjas Gedankenwelt. In die Gedanken einer Ich-Erzählerin, die sich selbst etwas vormacht, indem sie rational und vernünftig denkt, sich kultiviert, geradezu steif benimmt und sich ein sicheres Leben mit einem guten Job in einem supermodernen Eigenheim an der Seite eines erfolgreichen Mannes aufgebaut hat. So möchte Anja von anderen wahrgenommenen werden und so möchte sie sich selber ebenfalls sehen. Und das gelingt ihr auch zunächst prima. Zehn Jahre lang, um genau zu sein. Zehn Jahre, in denen sie sich und ihre Gefühle verleugnet. Bis eine Geschäftsreise nach Genf alles verändert.... Denn da gab es einmal diesen einen ganz besonderen Mann. Die große Liebe, die nie in Vergessenheit geriet und an der alle zukünftigen Männer gemessen wurden. Julian hiess er, den keiner von seinem von Anja errichteten Thron schubsen konnte. Und Julian läuft ihr in Genf über den Weg. Mit seiner derzeitigen Freundin. Arrogant und selbstgefällig, geradezu unverschämt ist er Anja gegenüber - und braucht doch keine 48 Stunden, um sie in sein Hotelbett zu locken. Als Leserin mochte ich zunächst weder Anja noch Julian. Meine ganzen Sympathien galten Tobias, Anjas Mann, der derjenige ist, der sie immer warmherzig zuhause willkommen heißt, der auf sie wartet, der ihre Schulter zum Anlehnen und ihr bester Freund ist. Kurz: Derjenige, der ihr Sicherheit gibt. Doch Anja setzt diese Sicherheit ein ums andere Mal auf's Spiel, indem sie eine Affäre mit Julian beginnt. Und hier versteht es die Autorin absolut grandios, uns als Leser in Anjas Gefühlslage und in ihre Gedanken hineinzuversetzen. Denn Anja weiß, dass sie mit Julian keine Zukunft hat - schließlich hat er sie damals nach einer fünfjährigen Beziehung ohne mit der Wimper zu zucken wegen eines Praktikums in New York verlassen. Doch sie kann nicht anders. Sie schämt sich vor sich selbst und nimmt sich Tag für Tag auf's Neue vor, diese Beziehung zu beenden und ihre Ehe mit Tobias nicht weiter auf's Spiel zu setzen. Und Tag für Tag scheitert sie. Wegen der Eichhörnchen, die in ihrem Bauch tanzen, wenn sie an Julian denkt, wegen ihres inneren Dämons, der ganz klar auf Julians Seite steht und weil sie sich mit ihm einfach lebendig fühlt. Jedenfalls solange sie mit ihm zusammen ist. Anne Freytag schafft es mit einem großen Gespür für die treffende Wortwahl wunderbar, Anjas innere Zerrissenheit, durch die sie langsam aber sicher vor die Hunde geht, hervorzuheben. Anjas Gedankenkarussell kreist immer und immer wieder nur um Julian und Tobias, Tobias und Julian. Das komplette Buch hindurch. Und trotzdem wird es nie langweilig, da die Autorin uns mit überaus klugen und absolut nachvollziehbaren Gedankengängen an die Geschichte fesselt. Häufige Zeitsprünge, die die Vorgeschichte von Anja und Julian erzählen und meist unvermittelt auftauchen, geben noch einmal eine besondere Würze dazu. Ein Roman, in dem man sich verlieren kann, aus dem man am Ende sprach- und fassungslos auftaucht, bei dessen Geschichte man sich in mindestens zwei der Protagonisten rigoros täuscht und nach dessen letzter Seite man einen dicken Kloß im Hals und das dringende Bedürfnis hat, erstmal eine Runde um den Block zu laufen und das Gelesene sacken zu lassen. Eine großartige Erzählkunst, völlig kitschfrei und absolut realistisch, von einer Autorin, deren Namen man sich unbedingt merken sollte! 

    Mehr
  • Anne Freytag hat es geschafft -> ich bin geschockt 😱 Positiv 😍

    434 Tage

    Kiwii

    11. October 2015 um 12:53

    Das Buch hat mich vom Anfang bis zum Ende gefesselt. Es bringt einen zum nachdenken und lässt ein in eine andere Welt eintauchen die alles in Frage stellt. Ich bin begeistert und das Buch lässt mich nicht mehr los, es kreist in meinen Gedanken. Super Schreibstift und es gibt kein aber, ihr müsst es einfach lesen um das nachzuempfinden was mir durch den Kopf geht. Ich sag nur lesen, lesen, lesen :-) das nenne ich ein perfektes Buch vom Anfang bis zum Ende.

    Mehr
  • Zu flach

    434 Tage

    Gwhynwhyfar

    Anja trifft auf einer Geschäftsreise auf ihre alte Liebe Julian, der sich wieder für sie interessiert. Sie beschreibt ihn als gefährlichen Schürzenjäger. Mit Tobias ist sie anscheinend seit 10 Jahren glücklich verheiratet. Die Geschichte findet auf zwei Zeitebenen statt, dem Jetzt und dem Beginn des Wiedersehens und in weiterer Rückblende in die Jahre der jungen erwachsenen Anja. Sie kann sich Julian nicht entziehen, hat gleichzeitig Schuldgefühle gegen Tobias. Immer weiter kommen Anjas Gefühle ans Tageslicht, immer dann, wenn sie die beiden Männer vergleicht. Tobias bedeutet Sicherheit und Zuverlässigkeit, er ist ein Langweiler. Julian ist ein Abenteurer, erotisch und er spielt gern mit dem Feuer, ist unbeständig. Eine Dreiecksgeschichte beginnt. Nun wendet sich die Geschichte. Wir lernen auch die Sicht von Julian kennen. Dieser Julian gibt sich von einer anderen Seite. Dieser Roman ist die Geschichte über Schein und Sein, über Betrug und Selbstbetrug, über Moral, über Entscheidungen, die im Leben abgefragt werden. Angekündigt wurde das Buch als psychologischer tiefgehender Roman. Und genau das ist mein Problem. Hier wird an der Oberfläche gekratzt, aber nicht in die Seele eingedrungen, nichts ernsthaft aufgewühlt und aufgearbeitet. Die Wortgewalt der Literatur ist ein weiteres Manko. „Ich mag sein Lächeln. Es hinterlässt so ein warmes kuschliges Gefühl.“ Wer sich an eine solche Aufgabe wagt, sollte die Tiefen der Literatur beherrschen und die der Psychologie. Zumindest sollte man sattelfest in Ausdruck und Grammatik sein, die Rechtschreibfehler kommen oben drauf. Ich war fast gewillt, zwischen 2-3 Sternen hadernd, dem Roman 3 Sterne zu geben, da es ein großes Publikum für diese Art Romanen gibt. Ich habe mich für 2 entschieden, weil es wirklich viele der eben benannten handwerklichen Fehler gibt. Das darf in diesem Ausmaß in gar keinem Buch vorkommen. Der Plot zog sich dahin, der Spannungsbogen zog eine Gerade. Ich habe mich bei diesem Buch eher gelangweilt. Die Geschichte hätte interessant werden können, wenn sie nicht nur die Oberfläche behandelt hätte. Das Ende war leider nicht schlüssig, es verpasste dem Buch eine Beule. Ein guter Lektor hätte die Ausdrucks- und Plotschwächen erkennen müssen.

    Mehr
    • 3
  • Mehr als man vermutet

    434 Tage

    Literaturliebe

    06. July 2015 um 08:17

    "Manchmal wünschte ich , mein Leben hätte ein Drehbuch, in dem ich nachschlagen kann, was als Nächstes passiert. Ich hätte gerne eine Orientierung. So eine Art Leitfaden oder wenigstens eine Richtung." S. 4 Anja ist eine taffe Geschäftsfrau, die ihren eigenen Weg geht. Nur leider lebt sie auch sehr in der Vergangenheit und ist nicht unbedingt in der Lage, sich ihre Schwächen und Gefühle einzugestehen. Bei einer Konferenz trifft sie auf ihren Ex Julian wieder, der eine Mann, den sie im Grunde nie wirklich vergesen konnte. Das Wiedersehen mit Julian bringt sie durcheinander und obwohl ihr Gewissen sie plagt, lässt sie sich auf eine Affäre mit ihm ein. Dabei gerät sie immer weiter in eine Zwickmühle, denn einerseits will sie ihren Ehemann Tobias nicht verlassen, der ihr Sicherheit und Geborgenheit gibt, andererseits kommt sie noch immer nicht von Julian los, dessen Leidenschaft sie so sehr liebt. Ja, Anja ist keineswegs perfekt. Sie macht Fehler und das macht sie so real. "434 Tage" ist ein Roman, der unter die Haut geht, weil er sehr realistisch gehalten ist. Und damit meine ich nicht nur, dass es hunderte Male im Leben passiert, dass sich jemand in eine Affäre stürzt. Es geht vorallem darum, dass man Entscheidungen trifft, die auf der eigenen Wahrnehmung und den Ängsten basieren und damit das Leben beeinflussen, egal ich welche Richtung. Und für Anja ist es langsam Zeit sich zu entscheiden, denn sie hat sich jahrelang selbst belogen und muss nun die Konsequenzen tragen. Und auf genau diesem Weg begleitet man sie. Erzählt wird die Geschichte dabei auf verschiedenen Zeitebenen. Zum einen wäre da die Gegenwart in der man Anjas Denkweisen und Handlungen beobachtet und wie sie mit dem Betrug, den sie begeht, umgeht. Und dann gibt es überwiegend die Vergangenheit, in denen der Leser immer Rückblicke auf Anjas bisheriges Leben bekommt - wie sie Julian kennen und lieben lernte, wie es zum Bruch in der Beziehung kam und wie sie auf Julian wiedertrifft. Obwohl die Zeitebenen klar durch Kapitel unterteilt sind, hatte ich etwas Probleme damit, denn ich musste einige Absätze doppelt lesen um zu verstehen, wo ich gerade bin. Dennoch versteht Anne Freytag es zu schreiben. Jeder Gedanke von Anja, die Gewissenbisse und ihre Zwiespältigkeit kommen eindeutig beim Leser an. Das Buch endet sehr plötzlich. Und dramatisch. In ihrer Danksagung erwähnt Anne Freytag eine Freundin, ohne die das Buch eher ein sichereres Ende bekommen hätte. Und ja, ich glaube ich hätte das sichere Ende bevorzugt, ihr kennt mich. Allerdings muss ich auch gestehen: Wann bekommt man schon im echten Leben das sichere Ende? Eben. Abschlusswort Wieder einmal überrascht Anne Freytag mit einem Buch, hinter dem weitaus mehr steckt, als man vermutet. In "434 Tage" geht es nicht nur um die Affäre, sondern um die Frau Anja selbst, die nach Jahren zu sich selbst zurückfindet und endlich beginnt auf ihr Herz zu hören. Mit Spannung begleitet man Anjas Weg und blickt dabei oft in Zeitsprüngen, mit denen ich jedoch meine Schwierigkeiten hatte, auf die Vergangenheit zurück, in der Anja immer noch gefangen ist. Das Buch endet schnell und mit einem Knall, dürfte sich aber sicherlich so schnell nicht vergessen lassen.

    Mehr
  • Atemberaubend!

    434 Tage

    Mediterranee

    21. October 2014 um 22:13

    Dieses Buch gehört zu meinen 2014 Lieblingsbüchern! Eine kurze Zusammenfassung: Anja ist beruflich erfolgreich, hat ein tolles Haus und ist seit 10 Jahren mit Tobias glücklich verheiratet. Sie ist sich sicher, dass sie Tobias liebt und in ihn den perfekten Mann gefunden hat. Bis sie auf eine Geschäftsreise ihren Ex-Freund Julian mit seiner neuen Freundin über den Weg läuft. Julian, der ihr dann nicht mehr aus dem Kopf geht. Julian, dem es ähnlich geht und alles tut, um wieder Anja näher zu kommen. Ab dann fängt Anja an, Tobias anzulügen und erfindet Geschäftsreisen und berufliche Abendessen, um Zeit mit Julian zu verbringen. Warum setzt sie ihr Eheglück aufs Spiel? War Julian immer der Mann ihres Lebens?  Meine Meinung: Diese Geschichte hat mich gefesselt, ich habe das Buch am selben Tag angefangen und beendet. Mir schien unmöglich im Bett zu gehen, ohne zu wissen ob und wie Anja sich entscheiden wird. Es ist ein Buch die eine breite Palette an Gefühlen bietet.  Anne Freytag hat die Ich-Erzählform für Anjas Geschichte ausgewählt, diese persönliche Erzählweise bringt dem Leser Anjas Gefühlwelt noch näher und raubt einem nahezu das Atem. Das Anne Freytag in jedem Kapitel von einer Zeit in der nächsten springt hat mich überhaupt nicht gestört obwohl ich normalerweise Probleme damit habe. Aber in "434 Tage" empfand ich dieses Wechsel sogar als willkommen, um nicht von der Intensität der Gefühlen in dem jetzigen Leben von Anja überrollt zu werden.  Mir hat vor allem die Schreibart von Anne Freytag sehr gefallen, sie hat geschafft dass man mit jedem Protagoniste mitfühlt: Anja die noch an ihre erste große Liebe hängt, Tobias der alles für seine Frau und seine Ehe tut, Julian der mir anfangs ein bisschen unsympathisch vorkam weil er Anjas Eheglück zerstört hat aber dann doch nur ein Mann ist, der für seine Gefühle und die Erfüllung seines Herzenswunsches kämpft. Mit allen drei habe ich mitgefühlt, von Freude über Mitleid über Verständnis. Öfter kam dieser Gedanke: kann man wirklich zwei Personen lieben oder hat Anja sich nur eingebildet, dass sie mit Tobias glücklich ist? Das Ende war anders als erwartet bzw. gehofft aber ich denke, dass ein anderes Ende nicht zu dieser intensiven Geschichte richtig gepasst hätte. Anja zeigt uns mit ihrer Geschichte dass Gefühle egal von welcher Art erlebt werden sollten und dass sie zu verdrängen einem das Leben zerstören kann. Obwohl Anja fremdgeht habe ich überraschenderweise kein einziges Mal etwas negatives über sie gedacht sondern konnte sie sogar verstehen dass sie zwischen diesen beiden Welten schwankt: Geborgenheit und Stabilität bei Tobias und Leidenschaft und Lebendigkeit bei Julian. Will nicht jede von uns am liebsten alles? "434 Tage" ist einfach atemberaubend und ein Buch, das man weder vergessen kann noch will. Von Anne Freytag habe ich übrigens auch "Renate Hoffman" gelesen und war auch sehr begeistert. 

    Mehr
  • Eine ernste, nachdenklich stimmende Geschichte mit Gänsehaut-Momenten

    434 Tage

    leselurch

    21. September 2014 um 19:27

    *Worum geht's?* Anja ist erfolgreich, selbstständig, bodenständig. Zusammen mit ihrem Mann Tobias lebt sie in einem Haus, das er als Architekt entworfen und sie als Karrierefrau hat bauen lassen. Alles in Anjas Leben läuft gut; sie hat wahrlich keinen Grund, sich zu beschweren. Doch dann trifft sie nach über 10 Jahren ihre Jugendliebe Julian wieder, mit dem Anjas Leben immer viel mehr als bloß gut war. Es war aufregend, leidenschaftlich, ein Abenteuer. Und trotz der vielen Jahre, die vergangen sind, löst Julian noch immer diese unberechenbaren Gefühle in Anja aus… *Meine Meinung:* Anne Freytag ist wohl jeder Leseratte, die sich auch gerne im Internet herumtreibt, ein Begriff. Die lebenslustige Autorin hat sich als Self-Publisherin einen bedeutenden Namen gemacht, wird von ihren Leserinnen hoch gelobt und hat es nun sogar mit Buchprojekten zu einem Verlag geschafft. „434 Tage“ ist eine ihrer ersten Publikationen und auch das erste Buch, das ich von ihr gelesen habe. „434 Tage“ ist ein Gegenwartsroman, der die Geschichte von Anja Plöger erzählt. Kaum hat man das erste Kapitel gelesen, weiß man schon, worauf Anjas Gefühlswirrwarr hinausgelaufen ist: Sie hat eine Affäre mit Julian begonnen und betrügt ihren Ehemann Tobias schon länger als ein Jahr regelmäßig mit ihm. Auch wenn ihr Gewissen sie plagt, kann sich Anja nicht für einen der beiden Männer entscheiden. Sie will weder auf die Sicherheit und Geborgenheit von Tobias, noch auf die Leidenschaft und den Genuss von Julian verzichten. Anja steckt fest, zwischen den Stühlen, zwischen ihren Gefühlen, die Anne Freytag auf höchst authentische und ehrliche Weise widerzuspiegeln vermag. Dennoch ist Anja natürlich klar, dass sie ihr verbotenes Spiel beenden muss. Sie muss sich entscheiden, ob sie ihre Ehe retten will oder ob sie einen neuen Versuch mit ihrer Jugendliebe wagen soll, die ihr vor 12 Jahren das Herz gebrochen hat. In „434 Tage“ begleitet man Anja auf dem Weg zu ihrer Entscheidung. Man durchlebt mit ihr eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle, wird von ihrer Lust auf Spontanität und Abenteuer mitgerissen. Zugleich versteht man aber auch Anjas Sehnsucht nach einem sicheren Hafen. Was sich im ersten Moment nach einer typischen Geschichte über das Fremdgehen anhören mag, ist ein aufwühlender und nachdenklich stimmender Roman, in dem man nichts nur schwarz und weiß betrachten kann. Vor allem aber ist „434 Tage“ keine Geschichte, die sich bloß um die Entscheidung zwischen zwei Männern dreht. Es ist die Geschichte einer Frau, die nach vielen Jahren des Vergessens und Verdrängens endlich wieder auf ihr Herz hört. Die sich traut, in sich hineinzuhorchen, ihre Sehnsüchte zu ergründen. Die es wagt, sich neu zu definieren, sich selbst zu finden. Anja ist eine tolle Protagonistin, die man gern auf diesem Weg begleitet, auch wenn sie einem nicht immer sympathisch ist. Auch sie macht Fehler, trifft falsche Entscheidungen, die man nicht unterstützen kann und will. Aber genau diese Ecken und Kanten sind es, die Anja zu einer lebendigen Protagonistin werden lassen, der man auch über die Seiten hinaus im echten Leben begegnen könnte. Anne Freytag erzählt ihren Roman über mehrere Ebenen. Kapitel für Kapitel springt die Autorin zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und zurück, sodass man jeden Handlungsstrang kennenlernt, der schlussendlich zu Anjas Entscheidung führen wird. Man erlebt jede Facette ihrer Liebe zu Julian, die Hintergründe ihrer gescheiterten Beziehung, die aufwallenden Gefühle für Tobias und auch die wiederkehrenden Emotionen, die Anja mit Julian verbinden. Mit jeder Seite lernt man nicht nur Anjas Leben, sondern auch sie selbst besser kennen, und es wird immer deutlicher, wie viel Anne Freytag zwischen den Buchdeckeln versteckt hat. Verworren oder gar verwirrend wirkt die Geschichte trotz der vielen Sprünge nie. So gut „434 Tage“ mir auch gefallen hat, ein Aspekt der Geschichte ging mir doch gehörig auf die Nerven und ist mir so manches Mal negativ ins Auge gefallen. Anja vergleicht ihre Gefühlswallungen nämlich gerne mit einem inneren Dämon, der Ana Steels innerer Göttin aus „Shades of Grey“ mächtig Konkurrenz macht. Jedes Mal, wenn Anja an Julian denkt oder ihn trifft, wird sie von ihrem inneren Dämon begleitet, der mal wohlig schnurrt, sich ein anderes Mal lautstark beschwert oder auch einfach nur mit seiner bloßen Anwesenheit nervt. Tut mir leid, Anja, aber deinem inneren Dämon konnte ich leider partout nichts abgewinnen. Mit den letzten Seiten beweist Anne Freytag, was sie kann, und übertrumpft sich sogar selbst. Sie überrascht mit einem Ende der Geschichte, das perfekt passt, ich aber niemals so hätte kommen sehen. Ganz plötzlich, ganz unerwartet, dafür mit einer ordentlichen Portion Gänsehaut findet Anjas Geschichte ihren Abschluss – und bleibt ganz sicher noch eine lange Weile im Gedächtnis ihrer Leser. *Fazit:* „434 Tage“ war mein erstes Buch der Autorin Anne Freytag und wird ganz sicher nicht mein letztes sein! Mit der Geschichte der erfolgreichen Anja, die sich zwischen ihrer sicheren Ehe mit Tobias und ihrer leidenschaftlichen Affäre mit Julian entscheiden muss – und dabei nicht nur auf Beziehungsebene entdeckt, was sie wirklich will –, hat mich mitgerissen und mit jeder Seite zunehmend begeistern können. Zwischen den Buchdeckeln steckt so viel mehr als man dem Roman auf den ersten Blick zutrauen würde: eine ernste, nachdenklich stimmende Geschichte, die einen nach der letzten Seite mit Gänsehaut allein lässt. Bloß Anjas innerer Dämon, der mindestens ebenso nervig ist wie Ana Steeles innere Göttin, hat mir den Lesespaß stellenweise etwas vermiest. Für „434 Tage“ vergebe ich 4 Lurche.

    Mehr
  • Ein Buch wie für mich gemacht.... wow!

    434 Tage

    mairisa

    16. July 2014 um 23:30

    Kurz gesagt: ein tolles, mitreissendes Buch das man ungern zur Seite legt und bestenfalls in einem Rutsch lesen kann, die Hauptpersonen Anja, Julian und Tobias sind sehr authentisch und man rechnet mit fast allem - aber nicht mit diesem Ende, ich war nahezu geflasht und brauchte ein bischen um das sacken zu lassen... ich bin gespannt auf mehr liebe Anne Freytag...

  • Die Demontage einer Frau, die sich selbst belügt

    434 Tage

    Legeia

    10. July 2014 um 14:42

    Klappentext: Anja ist erfolgreich, sie ist glücklich verheiratet, sie hat ein gutes Leben. Zumindest denkt sie das, bis sie auf einer Geschäftsreise unerwartet Julian in die Arme läuft. In diesem Moment ahnt Anja noch nicht, dass nach diesem Wiedersehen nichts mehr so sein wird, wie es war. Sie ahnt nicht, dass dieses Begegnung ihr gesamtes Leben ändern wird. Nur leider nicht unbedingt so, wie sie sich das vorgestellt hat. Die Autorin: Anne Freytag liebt Geschichten (vor allem, die, die das Leben schreibt), spannende Charaktere und erschafft diesen gerne einen eigenen kleinen Kosmos. Sie sagt sich gerne, dass ihre Romane Geschichten sind, die auch das Leben schreiben würde (wenn es die Charaktere wirklich gäbe). Das Genre ist ihr dabei egal. Ein Held muss authentisch sein. Ist er es nicht, ist er kein Held. Es gibt noch viele Charaktere - die meisten wurden noch nicht geboren, sie rumoren lediglich als Ideen in ihrem Hirn. Meine Meinung: Anja, eine erfolgreiche Geschäftsfrau, verheiratet mit dem Architekten Tobias, abgesichert und eigentlich glücklich, zumindest nach außen, trifft ihre Jugendliebe Julian wieder. Zuerst schreit in ihr alles danach, dass sie so schnell wie möglich flüchten soll, denn sie hat Jahre gebraucht, um ihn zu vergessen, aber da gibt es ihren inneren Dämon, der genau wie Anja, diesen Mann nicht aus dem Herzen und den Gedanken freigegeben hat. Beide stürzen sich in eine leidenschaftliche Affäre, fliehen vor der Realität, die sie jedoch schmerzhaft einholt. Der Roman wird in verschiedenen Zeitebenen erzählt. Durch einige Rückblicke und der Gegenwart. Ich fand mich gut zurecht, weil es meiner Meinung nach übersichtlich war, aus welchem Lebensabschnitt gerade berichtet wurde. "434 Tage" geht unter die Haut, weil es genau so tausende Male im wahren Leben geschieht, dass man auf Grund seiner Wahrnehmung, Ängsten und aus Skepsis Entscheidungen trifft, die das gesamte Dasein beeinflussen. Ob nun positiv oder negativ, sei dahingestellt; wobei es hier dramatisch ist, was alles passiert. Anja ist eine Frau, die nicht den einfach Weg geht, die selbst bestimmen will, wo es lang geht, ohne sich dabei bewusst zu sein, dass sie somit ihr Leben derart abschätzig beeinflusst, dass es schon weh tut. Auch macht sie sich um ihre Mitmenschen, sprich, um ihre große Liebe Julian und ihren Mann, mit dem sie seit zehn Jahren verheiratet ist, keine allzu großen Gedanken. Sie lebt in der Vergangenheit, gesteht sich Gefühle und Schwächen nicht ein. Das ist ihr Manko, das sie in die Tiefe zieht. Und deswegen ist das Ende nicht überraschend, auch wenn es tragisch ist. Julians Briefe gingen mir sehr nahe, überhaupt versteht es Anne Freytag, sehr emotional zu schreiben. Jeder Augenblick, jeder Gedanke, jede Zwiespältigkeit dringt ins Bewusstsein ein, sodass man selbst hinterfragt, wie man gehandelt hätte. Und auch hier ist die Botschaft klar: Miteinander reden, denn das kommt oft viel zu kurz. Kein einfaches Thema, das glaubhaft erzählt wurde, authentische Figuren und eine dramatische Geschichte, um eine Frau, die sich selbst jahrelang belogen hat und die Konsequenzen tragen muss.

    Mehr
  • Ein ungewöhnliche Dreiecksbeziehung...

    434 Tage

    Miamou

    07. July 2014 um 12:47

    Das ist die Geschichte von Anja. Und die von Tobias. Aber eigentlich noch mehr von Julian … Anja ist erfolgreich, sie ist glücklich verheiratet, sie hat ein gutes Leben. Zumindest denkt sie das, bis sie nach Jahren Julian wieder trifft. Was sie in diesem Augenblick noch nicht ahnt, ist, dass diese Begegnung ihr gesamtes Leben ändern wird. Nur leider nicht unbedingt so, wie sie sich das vorgestellt hat … Eigentlich dreht dich die Geschichte ausschließlich im diese drei Protagonisten. Nebenfiguren gibt es nur wenige sie und tragen auch eigentlich null zur Handlung bei. Man plumpst als Leser in die Geschichte hinein und will sie dann bis zum Schluss nicht mehr verlassen. Ich war fast ein bisschen traurig, als ich anfing das letzte Kapitel zu lesen. Man möchte nicht in Anjas Haut stecken und sich für einen der beiden Männer entscheiden müssen, zumindest ging es mir so. Beide hatten irgendwie etwas Vertrautes und eine Mischung aus beiden wäre Mr. Perfect gewesen. Obwohl mir das Buch wirklich gut gefallen hat, vergebe ich nur 4 Sterne, der Schluss....irgendwie war ich geschockt!!!! Trotzdem absolute Leseempfehlung!

    Mehr
  • Einach toll

    434 Tage

    PinkBookLady

    09. June 2014 um 17:12

    Anja ist eine junge und erfolgreiche Frau und ist glücklich verheiratet. Auf einer Geschäftsreise trifft sie unerwartet auf Julian (ihren Ex). Seit dieser Begegnung ist natürlich nichts mehr wie es vorher einmal war. Er stellt wieder ihr Leben gehörig auf den Kopf. Wird Anja dadurch ihre Ehe aufs Spiel setzten? Wenn ihr nun wissen wollt, was alles passieren wird, dann schnappt euch einfach diesen Roman und findet es selber heraus. Dies war mein erster Roman welchen ich von der Autorin gelesen hatte und es wird mit Sicherheit nicht der letzte sein, das steht fest. Der Schreibstil ist locker, leicht und man kann wunderbar schnell abtauchen in die Geschichte, die einen aber so schnell nicht wieder los lässt und auch nach dem lesen noch lange durch meine Gedanken geistert. Die Geschichte macht einige Zeitsprünge was manchmal etwas verwirrend war und ich dann öfters zurück blättern musste um wieder in die Handlung einzutauchen.  Die Autorin erzählt in den Rückblenden wie sich Anja & Julian damals kennengelernt haben. In Briefform. denn Julian hatte Anja viele briefe geschrieben die sie nun wieder hervorgeholt hat und nun liest. Wir lernen in dieser Geschichte Anja kennen, eine sympatische junge Frau die in ihrem Beruf recht erfolgreich ist und aber auch dadurch viel reisen muss. Wir lernen ihren Ehemann Tobias kennen. Der ruhige Gegenpol zu seiner Frau. Und wir lernen auch Julian kennen. der Ex von Anja mit dem sie wieder eine Affäre beginnen wird. Natürlich heiße ich es nicht gut, wenn eine Frau eine Affäre mit dem Ex beginnt, aber je mehr ich von der Geschichte erfuhr umso besser konnte ich Anja am Ende verstehen. Es waren sooo viele kribbelnde Spannungsmomente dabei wo ich öfters nur dachte "hach ja". Die Autorin beschreibt die Gefühle aller Protagonisten sehr genau und authentisch. Man fühlt quasi alles mit. Fazit: Dieser Liebesroman hat alles, was sich das Leserherz nur wünscht. Emotionen, Spannung und auch ein wenig Dramatik.Wer eine klasse und spannende Unterhaltung wünscht, sollte sich diesen Roman auf keinen Fall entgehen lassen. Ganz klar Empfehlung von mir an euch.

    Mehr
  • Einach toll

    434 Tage

    PinkBookLady

    09. June 2014 um 17:12

    Anja ist eine junge und erfolgreiche Frau und ist glücklich verheiratet. Auf einer Geschäftsreise trifft sie unerwartet auf Julian (ihren Ex). Seit dieser Begegnung ist natürlich nichts mehr wie es vorher einmal war. Er stellt wieder ihr Leben gehörig auf den Kopf. Wird Anja dadurch ihre Ehe aufs Spiel setzten? Wenn ihr nun wissen wollt, was alles passieren wird, dann schnappt euch einfach diesen Roman und findet es selber heraus. Dies war mein erster Roman welchen ich von der Autorin gelesen hatte und es wird mit Sicherheit nicht der letzte sein, das steht fest. Der Schreibstil ist locker, leicht und man kann wunderbar schnell abtauchen in die Geschichte, die einen aber so schnell nicht wieder los lässt und auch nach dem lesen noch lange durch meine Gedanken geistert. Die Geschichte macht einige Zeitsprünge was manchmal etwas verwirrend war und ich dann öfters zurück blättern musste um wieder in die Handlung einzutauchen.  Die Autorin erzählt in den Rückblenden wie sich Anja & Julian damals kennengelernt haben. In Briefform. denn Julian hatte Anja viele briefe geschrieben die sie nun wieder hervorgeholt hat und nun liest. Wir lernen in dieser Geschichte Anja kennen, eine sympatische junge Frau die in ihrem Beruf recht erfolgreich ist und aber auch dadurch viel reisen muss. Wir lernen ihren Ehemann Tobias kennen. Der ruhige Gegenpol zu seiner Frau. Und wir lernen auch Julian kennen. der Ex von Anja mit dem sie wieder eine Affäre beginnen wird. Natürlich heiße ich es nicht gut, wenn eine Frau eine Affäre mit dem Ex beginnt, aber je mehr ich von der Geschichte erfuhr umso besser konnte ich Anja am Ende verstehen. Es waren sooo viele kribbelnde Spannungsmomente dabei wo ich öfters nur dachte "hach ja". Die Autorin beschreibt die Gefühle aller Protagonisten sehr genau und authentisch. Man fühlt quasi alles mit. Fazit: Dieser Liebesroman hat alles, was sich das Leserherz nur wünscht. Emotionen, Spannung und auch ein wenig Dramatik.Wer eine klasse und spannende Unterhaltung wünscht, sollte sich diesen Roman auf keinen Fall entgehen lassen. Ganz klar Empfehlung von mir an euch.

    Mehr
  • Der Punkt, an dem du dich entscheiden musst ...

    434 Tage

    Kiwi-Lena

    25. April 2014 um 13:44

    Anja ist glücklich. Allerdings nur in Julians Gegenwart. Die beiden verbindet ein sehr besonderes Band aus Höhen und Tiefen. Dass Anja seit Jahren mit Tobias verheiratet ist und sich mit ihm eine sichere Existenz aufgebaut hat, versucht sie in den Nächten mit Julian zu verdrängen. Ebenso wie die Tatsache, dass ihr Tobias als betrogener Ehemann zwar leid tut, der Fakt, dass sie ihren sie bedingungslos liebenden Mann hintergeht, jedoch keine Schuldgefühle in ihr weckt. Anja steckt in einer Krise, obwohl ihre Erfüllung so nah liegt. Sie muss endlich einen Schritt vorwärts gehen. Daher trifft sie eines Abends eine folgenschwere Entscheidung, welche die Narben der Vergangenheit aufreißt und im gleichen Atemzug neue Wunden zum Brennen bringt. Ein hoher Preis als Einsatz in einem Spiel mit dem Feuer. Mit "434 Tage" erzählt Anne Freytag eine Liebesgeschichte, die resolut vom Weg der Tugend abweicht und nichtsdestotrotz dabei die Nuancen der Zwischenmenschlichkeit in vollem Facettenreichtum zum Klingen und Nachhallen bringt. Offensiv und unverblümt zieht die Autorin ihre Figuren in einen emotional aufwühlenden Strudel aus unbändiger Anziehungskraft und Seelenverwandtschaft, aus moralischer Unanständigkeit und Aufrichtigkeit auf Raten. Während es ein Leichtes wäre, die Protagonistin Anja als undankbare Übeltäterin abzustempeln, umrahmt Anne Freytag das Porträt dieser mit menschlichen Schwächen und Eingeständnissen, die schlussendlich für Schattierungen aller Gefühlsebenen sorgen. Nicht minder kontrastreich werden die beiden männlichen Rollen, Julian und Tobias, ausgestaltet. Die Verteilung von Sympathie und Antipathie scheint rasch geklärt. Doch auch hier weiß Anne Freytag gekonnt Fäden zu spinnen, die eine klare Sicht der Dinge zu verhindern wissen. Als beeindruckend empfinde ich (wieder einmal) Anne Freytags prägnante Stilistik und die entschlossene Ausführung dieser. Die Quintessenz des Romans ließe sich auf eine pointierte Kernaussage herunterbrechen. Doch dass es weder ein blütenreines Weiß noch ein gestochen scharfes Pechschwarz gibt, stellt die Autorin mit ihren Ausführungen unter Beweis. Vielmehr jongliert sie mit Gewissensfragen, Moralvorstellungen und unter die Haut gehenden Empfindungen. Dabei entstehen von Kapitel zu Kapitel neue Mosaike, die durch Intensität bestechen. Sowohl der Moralapostel als auch der erhobene Zeigefinger fallen in diesem Roman unter den Tisch. Stattdessen wird eine Vielseitigkeit dargeboten, die Fassaden zum Einsturz und Perspektiven zum Blühen bringt. Indem Anne Freytag Thematiken wie Vertrauensbruch, Betrug und Verrat bei der Wurzel packt, berührt sie auf polarisierende Art und Weise. Alles in allem ein Roman, dessen Liebesgeschichte das Überraschungsmoment ausgefeilt darzustellen weiß und dessen kribbelnde Ungewissheit packt. Kopf oder Herz? Vernunft oder Sehnsucht? Anne Freytag initiiert Stimmen, deren Echo kakofonisch oder eben harmonisch klingt. Warum sich festlegen, wenn Konformität in einem Falle wie diesem eher einengt?

    Mehr
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks