Den Mund voll ungesagter Dinge

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Inhaltsangabe zu „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag

Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.

Grandios!

— AlexandraHonig
AlexandraHonig

Perfektes Buch mit einem tollem Thema.

— iris_knuth
iris_knuth

Was für ein Hammer Buch zu einem Thema, das Freytag sehr sensibel und gefühlvoll beschreibt ... ♥

— 19angelika63
19angelika63

Ein wirklich sehr tolles Buch!

— atomicleonie
atomicleonie

Die Geschichte hat mich umgehauen

— Irasch15
Irasch15

Ein tolles Buch mit einem Thema, dass der Geschichte etwas besonderes verleiht.

— julialiest
julialiest

Poetisch, ausdrucksstark und so wichtig!

— ConnyZ.
ConnyZ.

Beeindruckend, ein wichtiges Thema ausdrucksstark dargestellt!

— Kathleen1974
Kathleen1974

Ein großartiger Roman der eines der bewegendsten Themen behandelt: wer bin ich wirklich und was macht mich aus?

— Tintenkinder
Tintenkinder

Einfach nur eine perfekte Geschichte.

— kleeblatt2012
kleeblatt2012

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  • Ein echtes Buch über das echte Leben

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    Lilli33

    Lilli33

    20. March 2017 um 08:24

    Broschiert: 400 SeitenVerlag: Heyne fliegt (6. März 2017)Sprache: DeutschISBN-13: 978-3453271036empfohlenes Alter: Ab 14 JahrenPreis: 14,99€auch als E-Book erhältlich Ein echtes Buch über das echte Leben Inhalt:Die siebzehnjährige Sophie lebt mit ihrem Vater in Hamburg. Ihre Mutter hat sie gleich nach der Geburt verlassen. Doch nun hat der Vater Lena kennen- und liebengelernt und beschlossen, mit Sophie zu Lena nach München zu ziehen. Obwohl vieles perfekt scheint, sträubt Sophie sich gegen die heile Patchworkfamilie, sehnt sich danach, ungeteilt und bedingungslos geliebt zu werden. Zwar gab es schon den ein oder anderen Jungen in Sophies Leben, aber keiner hat ihr wirklich etwas bedeutet. Erst durch die Freundschaft zu dem Nachbarsmädchen in München, Alex, gelingt es Sophie, sich neu zu entdecken und ihren Weg zu finden.Meine Meinung:Anne Freytag hat es drauf! Sie versteht es, Menschen genau zu beobachten. Worüber sie schreibt, das ist so echt, das könnte jeder von uns selbst erfahren haben. Sehr präzise legt sie das Seelenleben von Sophie, aber auch von Alex und anderen Jugendlichen offen. Nicht zu wissen, wo man hingehört, erleben wohl die meisten Pubertierenden irgendwann einmal. Dieses Gefühl, von aller Welt verlassen zu sein, Liebeskummer im höchsten Grad … wer hat das nicht selbst schon erlebt? Und dann noch die Irritationen, weil man irgendwie anders ist als die anderen, anders, als alle es von einem erwarten, sogar man selbst. Ich habe mit Sophie mit gelitten, mich mit ihr gefreut, ich hatte Schmetterlinge im Bauch und Herzschmerz pur. Die Emotionen, die Anne Freytag erzeugt, gehen unter die Haut und mitten ins Herz. Dieses Buch beherbergt eine Achterbahn der Gefühle. Ich konnte mich nicht davon losreißen, zumal mir die Protagonistin Sophie sehr sympathisch war, obwohl oder vielleicht auch gerade weil sie zuweilen etwas zickig ist, aber das war für mich sehr gut nachvollziehbar. Sie wirkte auf mich einfach hundertprozentig authentisch. Die inneren Unsicherheiten der Protagonisten, das nicht Aussprechen gewisser Dinge kann man sehr gut verstehen. Manchmal möchte man die jungen Leute trotzdem schütteln, weil sie sich dadurch nur selbst im Weg stehen. Zum Glück erfährt Sophie aber sehr viel Rückhalt und Verständnis von ihrer Umwelt. Sehr süß ist dabei auch ihr kleiner Nicht-Bruder Leon, der für einen Sechsjährigen erstaunlich viel Durchblick hat. Am liebsten hätte ich den Kleinen die ganze Zeit geknuddelt.  🙂 Dieses Buch hat mich total geflasht. Ich habe mich beim Lesen zwischen den Seiten verloren. Ich habe alles um mich herum ausgeblendet, weil mir diese Geschichte fast wirklicher vorkam als die Wirklichkeit. Am Ende habe ich es zufrieden zugeklappt und noch lange nachwirken lassen. Fazit:„Den Mund voll ungesagter Dinge“ ist ein wunderbar warmherziges und emotionales Jugendbuch mit Charakteren, die wie mitten aus dem Leben gegriffen wirken. Ein Stück von ihnen steckt wohl in jedem Leser. ★★★★★ Ich möchte mich für das Rezensionsexemplar bei Literaturschock und dem Verlag Heyne fliegt ganz herzlich bedanken.

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  • Rezension zu Den Mund voll ungesagter Dinge

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    julialiest

    julialiest

    19. March 2017 um 16:39

    Inhalt:Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie.Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.Meinung:In dem Buch geht es um Sophie, die alles andere als begeistert davon ist, von Hamburg nach München zu ziehen. Sie möchte einfach nur ihr altes Leben zurück, undzwar alleine, mit ihr und ihrem Vater. Doch nun zieht sie nicht nur in eine komplett neue Stadt, sondern gleichzeitig in das Haus der Freundin seines Vaters, mit ihren zwei kleinen Söhnen und dem Hund Carlos. Sie ist sich aber sicher: So schnell wird sie sie nicht als Familie akzeptieren. Sie vereinsamt immer mehr und verschließt sich vor den anderen, ihr einziger Anker ihr bester Freund Lukas, der zurzeit in Frankreich lebt. Bis Alex kommt und Sophie herausfinden muss, wer sie wirklich ist.Sophie hat mich anfangs ein wenig genervt, denn selbst, wenn ich sie natürlich verstehen konnte, dass sie keine neue Familie haben und lieber in der Stadt bleiben möchte, in der sie seit sie denken kann gelebt hat, war sie mir durch ihren übertriebenen Groll allen gegenüber unsympathisch. Mit der Zeit hat es sich aber gelegt, zwar hat sich ihre Einstellung so schnell nicht geändert, jedoch habe ich sie besser kennengelernt, sodass mir ihre Art irgendwann doch gefallen hat. Sie ist ein sehr ehrlicher Mensch, der sehr viel nachdenkt, oft über Sachen, über die ich mir nie wirklich Gedanken mache, für mich sind sie einfach so und fertig. Aber sie nimmt diese Gedanken in ihre Einzelheiten auseinander und überlegt, warum sie so sind und denkt sich Begründungen aus, auf die ich nie gekommen wäre und die ich echt toll fand. Mit Sophie hat Anne Freytag wirklichen einen interessanten, tiefgründigen Charakter geschaffen!Alex mochte ich auch sehr, sie ist das genaue Gegenteil von Sophie: Fröhlich und lebensfroh. Doch auch hinter dieser Fassade steckt mehr, wie ich nach einiger Zeit erfahren habe. Ohne Alex wäre mir das Buch echt trostlos und verbittert vorgekommen, denn sie hat größtenteils Fröhlichkeit in die Geschichte gebracht und Sophie zu einem anderen Menschen werden lassen. Bei Lukas, Sophies bestem Freund, ist es genau dasselbe, da er anfangs so ziemlich der einzige war, der für Sophie da war und sie verstand und ich fand es total schön, wie er immer hinter ihr stand und wusste, wer Sophie wirklich war, bevor es ihr selbst überhaupt klar war.Die meisten Nebencharaktere haben mir auch gut gefallen und wurden von der Autorin sehr individuell gestaltet, wie zum Beispiel der kleine Leon, der mich ständig zum Lächeln gebracht hat oder Lena, die mir vom ersten Moment an sympathisch war.Auf die Idee des Buches war ich sehr gespannt, weil ich schon davor gehört habe, dass es zwei Protagonistinnen geben soll und sie sich ineinander verlieben und ich finde, es ist sehr wichtig, auch mal solche Geschichten zu lesen oder sich durch solche Bücher in die Charaktere hineinzuversetzen, um selbst zu verstehen, wie es ist, zu erfahren, dass man lesbisch ist und welche Gedanken dem jeweiligen Menschen durchgehen oder welche Ängste mit dieser Tatsache verbunden sind. Nur weil man anders ist, ist man ja nicht gleich unnormal und das verstehen leider viele Menschen nicht und verurteilen Homosexuelle beziehungsweise sind angewidert von ihnen, aber haben wir schonmal daran gedacht, wie sich diese Menschen fühlen? Sie haben Angst, ausgestoßen zu werden und behalten es vielleicht für sich, aber sollte jeder nicht lieben, wen er möchte? Man sollte sich vor seinen Gefühlen nicht fürchten müssen und stolz darauf sein, wie man ist, und das wurde in diesem Buch diesbezüglich echt toll vermittelt.Die Protagonistinnen sind über sich hinausgewachsen und auch wenn es nicht immer leicht ist, sich selbst zu akzeptieren, haben sie es nach einigen Hindernissen geschafft und haben ihr Glück gefunden. Die Liebesgeschichte war echt süß, weil sich Sophie und Alex, trotz vieler Verschiedenheiten, irgendwie perfekt ergänzt haben und ich als Leser einfach sofort gespürt habe, dass sie wie füreinander geschaffen sind. Der Schreibstil von Anne Freytag ist sehr flüssig zu lesen- war man erst einmal in der Geschichte drinnen, flogen die Seiten nur dahin. Die Autorin fand immer die richtigen Worte, die Gefühle der Protagonistinnen zum Ausdruck zu bringen, weshalb ich oft vor Freude am liebsten Luftsprünge gemacht, oder mich einfach in meine Decke gekuschelt und geflennt hätte. Einige schöne Zitate waren natürlich auch mit dabei und ich habe sie natürlich fleißig markiert.Ich meine, ein Name ist doch nicht alles, was man ist. Klar, ich bin Sophie, aber das sind tausende andere auch. Und keine von ihnen ist so wie ich. Oder ich wie sie. Und trotzdem geben wir auf die Frage, wer wir sind, dieselbe Antwort. Sophie. Als wären wir unser Name. - Seite 195 Das hier ist eines meiner liebsten. Als ich diese Zeilen gelesen habe, habe ich mich total gewundert, warum mir das nicht aufgefallen ist. Sophie hat völlig recht, dass wir nicht einfach nur unser Name sind, und trotzdem hört man diese Frage fast täglich und kriegt immer dieselbe Antwort. Ich mag es, wenn Bücher mich zum Nachdenken anregen und mir manche Gedanken der Protagonistin, selbst Tage nachdem ich das Buch beendet habe, nicht aus dem Kopf gehen und dies ist hier der Fall gewesen.Die Aufmachung des Buches finde ich echt toll, da alles eine Bedeutung hat und im Buch erwähnt wird, beispielsweise das rot- weiß gestreifte T- Shirt, das das Mädchen auf dem Cover trägt oder das Buch " The Catcher in the Rye " , das man mit vielen anderen Dingen sieht, wenn man die Klappe öffnet. Hinten im Buch befindet sich nochmal eine Playlist, was ich bei Büchern immer total gerne mag! Einige Lieder habe ich mir schon fleißig angehört und habe mich dabei noch mehr in die Geschichte oder Charaktere hineinversetzen können. Fazit:Mit " Den Mund voll ungesagter Dinge " hat Anne Freytag einen tollen Roman geschrieben, der berührt und einen zum Nachdenken anregt. Sophie ist eine echt tolle Protagonistin gewesen, die im Laufe des Buches gelernt hat, sich selbst zu akzeptieren und alle anderen Charaktere waren echt toll ausgearbeitet! Ich denke, das Buch ist für jeden etwas, der nach einer besonderen Geschichte sucht und wenn dies der Fall ist: Aber in die Buchhandlung mit dir!Ich vergebe 4 von 5 Sterne und danke dem Verlag für das Zuschicken des Buches!

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  • Das beste Jugendbuch 2017

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    AlexandraHonig

    AlexandraHonig

    18. March 2017 um 10:23

    Den Mund voll ungesagter Worte ♡Anne FreytagWas hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.Wer ‚Mein bester letzter Sommer’ von Anne Freytag gelesen hat, weiß, dass sie ganz großartige Jugendromane schreibt. Ich bin demnach mit sehr hohen Erwartungen an ihr neuestes Werk herangegangen und wurde absolut nicht enttäuscht. Sie schafft es einfach, in das Gefühlschaos von Jugendlichen zu tauchen. Sie hat eine ganz besondere Art zu schreiben und ein absolutes Händchen für die Wortwahl – daher sind ihre Geschichten so einzigartig und eindringlich. Würde Sie ihren Einkaufszettel veröffentlichen, dann würde ich ihn kaufen.Einfach großartig, außergewöhnlich, grandios!5 von 5 ♡ 

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  • Perfekt

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    iris_knuth

    iris_knuth

    17. March 2017 um 12:13

    Manchmal hat das Leben das perfekte Timing. Manchmal stimmt einfach alles. Gerade ist so ein Moment. Erster Satz: Es schüttet. Wasser fällt in Strömen aus dem Himmel, und die harten Tropfen treffen wie Nadeln auf mein Gesicht.Das Cover ist einfach klasse und fällt durch das Rot einem gleich ins Auge. Dieses Buch ist wieder was ganz besonders. Es ist einfach wunderschön, genau wie schon der Vorgänger "Mein bester letzter Sommer". Man merkt hier wirklich die Liebe zum Detail. Es hat so viele tolle kleine Bilder in dem Buch, was das ganze einem anderen Blick auf das Buch gibt. Es lockert das ganze ein wenig auf. Was ich persönlich sehr schön finde. Der Einband hat von Innen eine tolle Illustirere Zeichnung.Dort ist auch die Playlist vorhanden zum Buch, die perfekt zur Story passt. Der Schreibstil ist einfach klasse. Ich bin dann immer mittendrin in der Story. Er ist locker und leicht. Man hat auch keine Probleme sich die Dinge vorzustellen. Durch Zufall habe ich gesehen, das was von neues von Anne Freytag kommt und es war schnell klar, das muss ich lesen. Den ihre Bücher sind immer was besonders. Also das Buch dann da war, wurde es auch gleich verschlungen. Ich war mittendrin im Buch. Das Thema was das Buch aufgreift, kommt nicht so oft vor. Somit ist es schon einzigartig. Und leider manchmal auch noch ein Tabu-Thema. Aber es ist sehr gut umgesetzt. Mich hat es sehr bewegt. Eine Mischung auf Freundschaft, Liebe und Familienprobleme. Für mich ein sehr tolles und emotionensvolle Jugendbuch. Die Charakter sind liebevoll ausgewählt und sie harmonieren sehr gut zusammen. Zum Inhalt werde ich nichts weiter sagen, den dieses Buch muss man auf jeden Fall gelesen haben. Es ist was ganz besonders. Vielen Dank an den Heynefliegt-Verlag für das Rezensionsexemplar. Das Buch bekommt 5 von 5 Sterne von mir. Leider geht ja nicht mehr. 

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  • Dieses Buch trifft mitten ins Herz

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    Lovinbooks4ever

    Lovinbooks4ever

    16. March 2017 um 08:17

    Wie schafft Anne Freytag es nur immer wieder mich zum Heulen zu bringen?! Nachdem ich "Mein bester letzter Sommer" gelesen und geliebt habe, habe ich mich riesig über die Überraschungspost vom Verlag gefreut. Ich habe ein emotionales Buch erwartet und es auch bekommen!Es gibt eine Stelle im Buch da sagt Sophie zu Alex, dass sie kein guter Buchcharakter wäre, weil sie kein Sympathieträger ist. Damit liegt sie sowas von falsch! Gerade weil sie Ecken und Kanten hat ist Sophie toll! Ja, sie handelt erst und überlegt dann und oft geht es auch mächtig in die Hose. Und ja, man hat Mitleid mit ihrer "Stiefmama" Lena. Denn diese ist einfach wundervoll (was Sophie eigentlich auch weiß) und verdient es nicht ab und an so doof behandelt zu werden. Sophie's Vater allerdings schon. Meine Güte ist der egoistisch.... Da konnte ich sehr gut nachvollziehen warum Sophie so auf ihn reagiert. Aber nun zu den Hauptpersonen Sophie und Alex! Die beiden haben mein Herz im Sturm erorbert. Ich gebe zu, ich habe bisher noch nie ein Buch gelesen in dem es um gleichgeschlechtliche Liebe geht. Aber Anne Freytag erzählt diese Geschichte mit sooooo viel Gefühl und puren Emotionen, dass es ständig knistert und funkt. Man kann die Zuneigung der beiden füreinander geradezu mit den Händen greifen! Dieses Buch ist so echt, dass es mich ganz tief in meinem Herzen berührt hat! Zum Ende hin musste ich einfach weinen... Anne Freytag trifft eben immer genau die richtigen Worte, um einen seelisch zu zerstören... Liebe Anne! Deine Bücher sind echt, emotional und mit einem Wort zu beschreiben: WUNDERVOLL! Danke, dass du diese Bücher schreibst und uns damit im Herzen berührst! <3"Den Mund voll ungesagter Dinge" ist ein zauberhaftes Buch mit wahren Gefühlen, der Verwirrung der eigenen Emotionen. Man lacht, man weint, man ist wütend. Und alles erlebt man mit Sophie und Alex <3 Ich kann gar nicht ausdrücken, wie sehr mir dieses Buch gefallen hat!5 von 5 Punkten und tausend Herzen obendrauf!

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  • Beim lesen habe ich mich ein Bisschen in die Beiden verliebt

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    allenisadragon

    allenisadragon

    15. March 2017 um 20:39

    „Manchmal hat das Leben das perfekte Timing. Manchmal stimmt einfach alles. Gerade ist so ein Moment.“ [115]Gerade war so Moment, ein Moment der 1 ½ Tage hielt. Die Sonne schien, die Vögel zwitscherten, ein wunderschöner beinahe-Frühlingstag Mitte Februar. Ich war zufällig bereits um 11 Uhr zuhause und saß gerade mit einem Avokado in der Küche, als der Paketboote klingelte. Beim ersten Begutachten fiel mir die Playlist auf dem Backcover auf, die ich mir direkt zusammenstellte und welche ich die ganze Zeit beim Lesen hörte. Ruhigere Musik als ich sonst höre. Statt Metalcore Klavier und alternative Stücke.Anne Freytags „Den Mund voll ungesagter Dinge“, am 6. März 2017 im heyne fliegt Verlag erschienen, handelt von Sophie Richter, 17 Jahre alt muss sie mit ihrem Vater von Hamburg nach München zu seiner neuen Freundin ziehen.Auch wenn sie es nicht zugeben will, gefällt Sophie die neue „Familie“ und das neue Haus schon ein wenig. Dann lernt sie auch noch Alex den Nachbars Jungen, der sich als Nachbars Mädchen herausstellt, kennen und will nicht einmal mehr die 2 wöchige Reise in ihre Lieblingsstadt San Francisco antreten. Irgendetwas stimmt doch da nicht finden ihre Eltern und damit haben sie recht.„ Figuren, die so echt sind, dass sie einem Nicht mehr aus dem Kopf gehen. Mit echten Problemen und echten Abgründen.“ [294]Genau so schreibt Anne Freytag ihre Figuren. Man bekommt das Gefühl Sophie zu sein, geht mit ihr in die Schule, auf Partys, bereitet sich aufs Abi vor, skypet mit ihrem besten Freund in Paris, hasst die Stiefmama Lena, hat sie aber auch gleichzeitig irgendwie lieb… den irgendwie ist sie schon eine ziemlich perfekte Mama. So wie man sauer auf Papa Christian ist, der auf einmal versucht in Sophies Leben einzugreifen, obwohl ihn in Hamburg auch nicht gestört hat, was sie so getrieben hat. Natürlich spürt man auch dieses Kribbeln im Bauch als Sophie beim Wahrheit-oder-Pflicht Spiel auf einmal von Alex geküsst wird. Und die stechende Eifersucht, weil Alex nun mal „normal“ ist und einen Freund hat.„Was ist zwischen Alex und mir? Haben wir eine Zukunft oder ist das alles nur eine Phase? Aber wenn es nur eine Phase ist, wie kann es dann so gut sein? […] Empfindet sie für mich, was ich für sie empfinde? Oder liebt sie Clemens?“Die Typischen Fragen, die sich ein Teenager stellt, der plötzlich bemerkt, dass er queer ist und wie normal eigentlich auch ziemlich unnormal sein kann. Anne Freytag beschreibt unglaublich schön, wie es sich anfühlt, wenn auf einmal Fragen aufkommen, über die man bisher dachte, sie würden einen gar nicht betreffend. Neben der Typischen, jugendlichen Selbstfindungsphase wird die Sexualität in Frage gestellt und die Welt steht Kopf. Sage ich es meinen Eltern? Wenn es eine Phase ist? Gucken mich alle anders an, wenn ich lesbisch bin? Nicht nur in Sophies Gedanken, sondern auch in realistischen und langen Dialogen kommen all diese Fragen zur Sprache und finden zum Teil von ganz alleine eine Antwort.„ ‚Du wärst ein ziemlich guter Buchcharakter.‘ – ‚Denkst du?‘ – ‚Du etwa nicht?‘ […] ‚Ich glaube ich wäre kein Sympathieträger. Ich entspreche nicht dem Typ.‘ […] ‚Machst du Witze?‘, Sie mustert mich: ‚Du siehst aus wie eine Disney-Märchenfigur, bist klug, ziemlich gut in der Schule und…‘ – ‚ …schlafe mit einem Mädchen.‘, beende ich ihren Satz“ [293]Mir gefällt nicht nur das Thema dieses All Age Romanes, sondern auch die teils kitschige Geschichte von 2 Mädchen und ihren 2 Wochen im März. Obwohl ich keine kitschiegen lovestorys mag gefällt mir diese ziemlich gut, weil es mal nicht das Typische „er ist der Junge meiner Träume“, sonder eine Vollkommen Neue Geschichte mit realistischen Charakteren ist und ich mich beim Lesen genau wie Alex und Sophie ein klein bisschen in die beiden verliebt hab. 

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  • Eine wunderschöne Liebesgeschichte!

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    lara111

    lara111

    15. March 2017 um 17:17

    Titel: Den Mund voll ungesagter DingeAutorin: Anne FreytagVerlag: Heyne fliegtPreis: 14.99€Seiten: 400Genre: Jugendbuch, LiebeVielen Dank an den Heyne Verlag und das Bloggerportal für die Bereitstellung eines Rezensionsexemplars!Klappentext:Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie. Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.Meinung:Das Cover gefällt mir wirklich richtig gut! Es ist schlicht und auch irgendwie nicht. Der bunte Schriftzug gefällt mir total gut und ich finde auch das Mädchen in der Ecke total hübsch. Wirklich ein absolut tolles Cover, besser geht es nicht!Sophies Vater hat eine neue Frau kennengelernt, weswegen die beiden nun nach München zu ihr und ihren beiden Kindern ziehen werden. Sophie hat darauf absolut keine Lust. Sie will in Hamburg bleiben, aber natürlich muss sie trotzdem gehen. Glücklich ist sie da allerdings nicht. Auch mit der Liebe läuft es nicht. Sie war noch nie verliebt, bis sie Alex, das Nachbarsmädchen, kennenlernt. Aber das sagt sie ihr natürlich nicht, denn Sophie steht schließlich auf Jungs, denn sie ist doch ein ganz normales Mädchen…Sophie ist am Anfang immer ziemlich schlecht gelaunt, weil sie mit der Situation absolut unzufrieden ist. Die Arme hat mir wirklich leidgetan und ich fand es auch gemein, dass ihr Vater manchmal ziemlich abweisend ihr gegenüber reagiert hat und fast nur noch Augen für seine neue Freundin, Lena, hatte. Sophie kann Lena auch überhaupt nicht leiden, egal wie sehr sich diese anstrengt. Allerdings taut Sophie je länger sie dort ist immer mehr auf und als sie dann Alex kennenlernt, beginnt sie sich in München richtig wohlzufühlen. Sophie versucht ihre Gefühle, die einfach anders sind als freundschaftliche, zuerst zu verleugnen, aber irgendwann muss sie sich eingestehen, dass sie mehr für sie empfindet. Das fängt schon damit an, dass sie total eifersüchtig auf Clemens, Alex Freund, ist. Diese Verwirrung die Sophie wegen ihrer Gefühle empfindet, wird wirklich unheimlich realistisch und gut rübergebracht, denn es ist natürlich immer ein hartes Stück für einen selbst, wenn man merkt, dass man nicht heterosexuell ist; vom Mainstream abweicht. Sophie ist ein Charakter, der unheimlich gut ausgearbeitet ist und deswegen hat man das Gefühl als würde sie wirklich existieren. Ihre Entwicklung in dem Buch ist auch beachtlich und hat mir wirklich gut gefallen. Sophie ist ein sehr sympathischer Charakter, den ich über das Buch hinweg einfach total lieben gelernt habe.Alex ist ein sehr liebes und offenes Mädchen, das Sophie sofort unter ihre Fittiche nimmt. Sie ist schon lange mit ihrem Freund Clemens zusammen und scheint eigentlich auch glücklich zu sein, aber dahinter steckt einfach so viel mehr, das niemand weiß, denn Alex schämt sich manchmal für ihre Gedanken und behält diese deshalb für sich selbst. Für sie ist es einfach wichtig nach außen hin gut rüberzukommen. Ich finde es so toll, wie sie sich um Sophie kümmert und man merkt einfach, wie wichtig sie ihr ist und es ist toll, wie schnell die beiden sich angefreundet haben. Allerdings ist bei den beiden immer ein gewisses Prickeln im Spiel, was es in normalen Freundschaften nicht gibt. Auch Alex ist ein toller Charakter, den ich absolut ins Herz geschlossen. Die Autorin war bei diesem Buch wirklich mutig, denn dadurch dass hier eine homosexuelle Liebesgeschichte erzählt wird, werden bestimmt auch viele ablehnend reagieren. Ich persönlich finde es toll, dass sich die Autorin ein solches Thema ausgesucht hat! Es gibt im deutschen Bereich nämlich fast gar keine Bücher, in denen es darum geht, dass zwei Mädchen/Frauen einander lieben. Die Autorin hat dieses Thema hier perfekt umgesetzt. Die Story wirkt nämlich total realistisch und bei der Liebe sollte es ja wohl egal sein, in wen man sich verliebt, solange es für einen selbst die oder der Richtige ist. Allerdings ist in unserer Gesellschaft immer noch verankert, dass es nicht normal ist, wenn man auf das gleiche Geschlecht steht, was wirklich total schwachsinnig ist! Und dieses Buch zeigt das einfach auf eine tolle Art und Weise! Die Liebesgeschichte ist ergreifend und total mitreißend, weil man unbedingt wissen will, ob die beiden sich ihre wahren Gefühle gestehen. Auch der Schreibstil ist sehr angenehm, wodurch sich das Buch sehr leicht lesen lässt. Als ich einmal mit diesem Buch begonnen hatte, konnte ich gar nicht mehr mit Lesen aufhören, denn die Geschichte ist unheimlich fesselnd und ich habe total mit der Protagonistin, Sophie, mitgefühlt!Ich würde empfehlen, das Buch erst ab 14 zu lesen, denn es kommen schon ein paar Sexszenen vor, die das Ganze einfach realistischer erscheinen lassen!Fazit:Ein Tabu Thema unheimlich realistisch in eine Geschichte verpackt! Denn dieses Buch soll zeigen, dass es bei der Liebe vollkommen egal ist, ob man sich nun in einen Mann oder eine Frau verliebt, Hauptsache es ist der oder die Richtige für einen selbst. Die beiden Protagonistinnen sind beide unheimlich sympathisch und ich habe die beiden total in mein Herz geschlossen! Die Story und der Schreibstil sind auch toll! Dieses Buch enthält mal eine etwas andere Liebesgeschichte, die absolut lesenswert ist. Ich kann euch das Buch nur empfehlen und meiner Meinung nach ist dieses Buch einfach ein absolutes Must-Read, weil man sich so auch mal wirklich in eine solche Situation hineinversetzten kann!Bewertung:5 von 5 Sternen

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  • Unglaublich tolles Buch!

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    victoria1986

    victoria1986

    14. March 2017 um 19:13

    InhaltKurz vor ihrem Abitur muss die 17-jährige Sophie mit ihrem Vater zu seiner Freundin und deren Kindern nach München ziehen. Die neue Patchwork Familie ist glücklich, nur Sophie nicht. Denn ihr Leben ist alles andere als simpel. Sie ist ohne Mutter aufgewachsen und ihr einziger bester Freund wohnt seit einiger Zeit in Paris. Dazu kommt, dass Sophie noch nie verliebt war. Sie ist sehr einsam. In dem Nachbarsmädchen Alex findet sie eine neue Freundin. Auf Alex kann sich Sophie vollkommen einlassen. Alles könnte so schön sein, wäre da nicht dieser Kuss gewesen...RezensionWer bereits "Mein bester letzter Sommer" von Anne Freytag gelesen hat, kennt ihren wunderbaren, leichten und flüssigen Schreibstil. Die Seiten fliegen nur so dahin und ich konnte mich wieder vollkommen in dieser Geschichte verlieren. Erzählt wird diese aus Sophies Sicht und in mehreren Kapiteln. Diese wiederum sind ganz unterschiedlich lang bzw. kurz. Am Ende des Buches gibt es auch wieder eine Playlist zu den Songs die während der Geschichte auftreten. Wieder hat die Autorin ganz tolle Charaktere erschaffen. Ich mochte Sophie trotz ihrer miesepetrigen Art sofort. Ich konnte sie einfach sehr gut verstehen und mich in sie und ihre Situation hineinversetzen. Auch die anderen Figuren wie Lukas, Alex, Lena und Sophies Vater waren mir sehr sympatisch. Sophie macht während der Geschichte eine tolle Entwicklung durch. Am Anfang weiß sie nicht so recht wer sie ist und wo ihr Platz ist. Sie war noch nie verliebt, auch wenn sie körperliche Erfahrungen gemacht hat. Sie macht sich sehr viele Gedanken warum sie noch keinen Freund hatte. Austauschen über ihre Gedanken und ihre Gefühlswelt kann sie sich nur mit ihrem besten Freund Lukas. Dieser lebt zwar sehr weit weg in Paris, ist aber über Skype trotzdem für sie da. Mit dem Auftauchen von Alex verändert sich Sophie langsam. Sie scheint sich besser einzuleben und kann sich voll auf Alex einlassen. Bis ihre Gefühlswelt durch einen Kuss vollkommen aus der Bahn gerät. Diese Entwicklungen und auch Sophies Gefühlsleben sind wirklich toll und unheimlich authentisch dargestellt. Das Ende der Geschichte finde ich übrigens richtig klasse! FazitAnne Freytag hat wieder eine ganz wundervolle Geschichte mit tollen Charakteren erschaffen. Ein zutiefst berührendes und wichtiges Buch über Liebe, Homophobie, sich selbst finden und Freundschaft, an das ich noch ganz lange denken werde! Absolute Leseempfehlung! Ich vergebe fünf Sternchen.

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  • Gänsehaut.....

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    Irasch15

    Irasch15

    13. March 2017 um 19:12

    Ich habe dem Buch bestimmt drei Monate lang entgegen gefiebert! Und endlich habe ich es fast in einem Rutsch durch. Ich muss sagen, dass ich überwältigt und sprachlos bin. Ich konnte das Buch nicht beiseite legen und musste lesen und lesen und weiterlesen. Ich habe mich in die Sophie gut reinversetzen können, habe mit den Alex und Sophie gelacht und wirklich geweint. Es sind so viele schöne Zitate im Buch. Ich werde auf jeden Fall das eine oder andere Mal das Buch aufschlagen und einige Kapitel nochmal lesen.Das Thema ist unglaublich wichtig für unsere Gesellschaft und für die jungen Frauen besonders. Mit was für einem Gefühl die Autorin daran geht ist beeindruckend und geht einem ans Herz. Von mir bekommt das Buch fünf Sterne und fünf Herzen mit !!!!!Dankeschön!

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  • Rezension zu "Den Mund voll ungesagter Dinge" von Anne Freytag

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    Kathleen1974

    Kathleen1974

    13. March 2017 um 14:04

    Titel: „Den Mund voll ungesagter Dinge“Autorin: Anne FreytagVerlag: Heyne Verlag 2017Seitenzahl: 399 SeitenKlappentext:„Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat, und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis aus Sophie.Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert…“Zum Cover:Das Cover sowie die Gestaltung der Einbandinnendeckel (vorn farbig illustriert und hinten mit einer kreativen Playlist) trifft genau meinen Geschmack. Das leuchtende Rot und darauf der farbige Verlauf des Titels sowie die Illustration auf dem vorderen Einbanddeckel wirken sehr stimmig. Klasse find ich, dass der Rücken ebenso toll gestaltet wurde. Ein wirklich gelungenes Cover und illustriertes Innenleben!Schreibstil:Ich mag Anne Freytags Schreibstil sehr. Dieser ermöglicht es mir immer wieder, völlig in die Story einzutauchen. Ihre Schreibweise ist verständlich, dynamisch und sehr bildhaft. Emotionen ihrer Buchcharaktere sowie das Geschehen an sich bringt sie für meinen Lesegeschmack immer wieder bestens zum Ausdruck. Sie verleiht mit ihrer Wortgewandtheit der Handlung bzw. ihren Buchcharakteren Leben/Authentizität, ohne dass die Geschichte zu schwerfällig wird, sondern stets sehr gut portioniert ist mit Tiefe, aber auch Leichtigkeit.Lieblingszitate:„Es ist wie mit einem Körper, den man beerdigt, wenn man gestorben ist. Man braucht ihn nicht mehr.“ (Seite 11)„Abgesehen davon mag ich unsere Parallelwelt. Sie ist wie dieses geheimnisvolle Land am Ende eines Regenbogens.“ (Seite 264)„Wie zwei Figuren in einer Schneekugel, die es niemals nach draußen schaffen werden.“ (Seite 332)„Du kennst mich doch, manchmal ist mein Kopf wie ein Browserfenster mit zu vielen offenen Tabs.“ (Seite 332)Meine Meinung zum Buch:Ich habe mich so auf dieses Buch gefreut und jetzt, nachdem ich es gelesen habe, bin ich überwältigt! Die Autorin konnte mich komplett mit dieser Story abholen! Die Inhaltsangabe lässt einen schon erahnen, welches Thema in die Geschichte einfließen wird. Dass es Anne Freytag gelungen ist, mit viel Einfühlsamkeit wieder eine besondere Geschichte darzustellen, macht mich echt glücklich, denn bisher mag ich ihre Werke sehr, weil sie einen ganz besonderen Schreibstil hat und ihren Buchfiguren jedes Mal so viel Leben und Tiefe einhaucht!Gleich zu Beginn des Buches bekam ich ein Gespür für Sophie, deren Welt nicht mehr die gleiche war nach dem plötzlichen Umzug. Alles prasselte auf sie ein: ein neues Zuhause, eine neue Stadt, eine neue Schule, eine neue Familie. Ihre Gefühle, vor allem ihre Ängste konnte ich sehr gut nachvollziehen! Mit der Bekanntschaft des Nachbarsmädchen Alex lag der Fokus dann stark bei den beiden Mädchen, die sich immer näher kennen und mögen lernten. Die Autorin gibt dabei beiden Charakteren genügend Platz, sich darzustellen. Beide wirken zunächst sehr unterschiedlich: Sophie, die Einsame und sehr Verletzliche, und Alex, der irgendwie alles ganz leicht gelingen mochte, und die immer einen passenden Spruch parat hatte! Im Verlauf der Geschichte kristallisierte sich immer mehr die Gefühlswelt beider Mädchen heraus. Ihre besondere Beziehung bekam aufgrund des Handlungsverlaufs einen besonderen Stellenwert in diesem Roman, der mich stark berührte. Ich habe mit beiden gelacht und das besondere Gefühl füreinander gespürt, und ich konnte ihre Gefühle nachvollziehen. Alles Beschriebene wirkte auf mich sehr echt und authentisch!Probleme und Befürchtungen, was ihre Zuneigung füreinander angeht, wurden sehr gut dargestellt. Das Gefühlschaos von beiden und ihre Selbstzweifel haben mich sehr berührt. Natürlich tut man in solch einer Situation, die leider für viele in unserer Gesellschaft immer noch nicht „normal“ ist, Dinge aus Verzweiflung, die man im Späteren dann bereut, aber das Daraus-Lernen hat der Geschichte den nötigen Trost gegeben. Für beide Buchfiguren konnte ich das nötige Verständnis aufbringen, deshalb waren sie mir sehr sympathisch. Der Autorin ist meiner Meinung nach wieder ein ganz besonderes Werk gelungen, dass zeigt, dass egal ist, wer wen liebt, Hauptsache man wird geliebt und liebt, dass man nicht so engstirnig sein sollte, sondern Akzeptanz denjenigen gegenüber aufbringen sollte, die Liebe für gleichgeschlechtliche Partner empfinden. In den Roman wurde so einige interessante Charaktere eingeflochten, die ebenso betreffs der Handlung und der Gefühle beider Mädchen Einfluss nehmen. Die einen mochte ich, die anderen eher weniger. Passend fand ich, dass es nicht zu viele Buchcharaktere waren.Übrigens finde ich es klasse, dass Anne Freytag die Handlung auch in diesem Buch mit einer interessanten Playlist unterstreicht. Zahlreiche dieser Songs habe ich mir angehört und muss sagen, dass mir die Songauswahl sehr gut gefällt!Liebend gern möchte ich dieses ergreifende Buch weiterempfehlen, das eine Message enthält und sehr ausdrucksstark, packend, sensibel und mit viel Fingerspitzengefühl geschrieben wurde. Ein wichtiges Thema, das sehr berührend und ehrlich in einer unterhaltenden Story liebevoll verpackt wurde, und kein Tabu-Thema mehr sein sollte!Bewertung: Ich gebe dem Buch daher von Herzen 5 von 5 Sterne.

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  • Einfach echt.

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    Bookalicious8

    Bookalicious8

    13. March 2017 um 12:17

    Es war mein erster LGBT - Roman [Lesbian, Gay, Bisexuell, Transgender], aber nicht mein erster Roman von Anne Freytag.Zu Anfang lernen wir Sophie kennen und es beginnt direkt mit dem Umzug von Hamburg nach München, wo sie überhaupt gar nicht hin will, aber dort warteten eine Stiefmutter und zwei neue, kleine Brüder auf sie - und ein neues Leben. Sophie ist Sophie. Sie ist nicht perfekt, sie hat Ecken, sie hat Kanten. Sophie ist echt. Genau deshalb war sie einem irgendwie nah. Als sie Alex, das Nachbarsmädchen, kennenlernt beginnt für Sophie eine verwirrende Zeit.Alex scheint das fröhliche und perfekte Mädchen von nebenan zu sein. Sie hat einen Freund, geht gern schwimmen und lebt in einem großen Haus mit perfekter Familie.Sie ist niedlich, ja, das ist sie. Die Nebencharaktere fand ich auch alle ganz toll, besonders Lena - Sophies Stiefmutter - mochte ich sehr. Sie war so bemüht und herzlich. Ich mochte die Geschichte total gern. Sie war authentisch, aus dem Leben gegriffen, echt. Ich kann mir richtig vorstellen, dass es dort draußen eine Sophie und eine Alex gibt. Anfangs war der Schreibstil etwas holprig für mich - viele kurze Sätze. Aber daran gewöhnt man sich schnell und es liest sich gut. Sophies innerer Konflikt war spürbar. Wenn eine Autorin es schafft, die Gefühle rüberzubringen, dann hat sie für mich, sowieso schon alles richtig gemacht.Die wenigen, aber dennoch erotischen Szenen sind für mich auch sehr angenehm zu lesen gewesen. Es war nicht too much, sondern wirklich gut beschrieben gewesen.Anne Freytag hat Sophies Gefühlswirrwarr meiner Meinung nach sehr gut beschrieben und dargestellt. Lesbisch (oder schwul) sein ist heute kein Grund mehr, sich schämen zu müssen, dennoch ist es immer noch viel zu sehr ein Tabuthema.FAZITAnne Freytag hat einen (weiteren) wundervollen Roman geschrieben, den ich sehr schätze.Es war eine authentische Geschichte, welche mich berührt hat. Die Protagonistinnen haben Ecken und Kanten, sie sind nicht perfekt. Für mich macht es dieses Buch wiederum perfekt. Es ist einfach echt.Es hat mir einige schöne Lesestunden beschert und besticht mit einer Message an alle, die sich selbst für anders halten.Ich kann dieses Buch nur jedem ans Herz legen.

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  • Wer bist du wirklich?

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    Tintenkinder

    Tintenkinder

    12. March 2017 um 22:56

    ~Ich habe den Mund voll ungesagter Dinge., Und ganz gleich, wie oft ich sie runterschlucke, sie kommen jedes Mal zurück.~Würde es nach Sophie gehen wäre ihr Leben ganz anders und um einiges einfacher.Ihr bester Freund Lukas hätte sich nie verliebt und wäre nie nach Frankreich gezogen, ihre Mutter hätte sie und ihren Vater nie verlassen und sie würden alle glücklich in Hamburg leben, da ihr Vater nie Lena kennen gelernt hätte.Aber das Leben gibt uns nicht immer das was wir wollen. Deswegen lebt Lukas nun in Frankreich und ihr alleinstehender Vater lernt Lena kennen und lieben und beschließt zu ihr nach München zu ziehen – was alle Beteiligten glücklich macht, außer Sophie. Generell kann Sophie das ganze komplett der Liebe nicht nachvollziehen – den in ihrem Leben gab es bisher nur Jungs ohne das schönste Gefühl der Welt.Doch dann begegnet ihr Alex, das freundliche Nachbarsmädchen mit der Zahnlücke, den funkelnden grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Alex – der erste Mensch seit Lukas der ihr das Gefühl gibt normal zu sein und sie akzeptiert wie sie ist.Und doch ist es mit Alex ganz anders als mit Lukas, den Alex gegenüber kann Sophie sich vollständig öffnen, das erste Mal kann Sophie sich auf einen Menschen einlassen und sich fallen lassen – plötzlich ist für Sophie alles möglich und das Leben aufregend wie nie zuvor.Doch dann kommt es zu diesem einen Kuss – der Kuss der alles für immer verändert.Anne Freytags neuster Roman ist ein großartiger Roman der eines der bewegendsten Themen behandelt: wer bin ich wirklich und was macht mich aus?Was als klischeehafte Teenie-Geschichte beginnt entwickelt sich zu einer ernsten Story über die Liebe, Freundschaft, die Dinge du uns zu dem Menschen machen der wir sind und was die eigene Persönlichkeit ausmacht. Doch durch den lebhaften und realistischen Schreibstil verliert trotz der teilweisen sehr ernsten Handlung nichts von seiner Leichtigkeit. Voller Humor und mit vielen Gänsehautmomenten lädt Anne Freytag ihre Leser ein mit den Protagonisten mit zu fiebern, zu fühlen und auch zu leiden ein.Entgegen dem was Sophie über sich selbst sagt ist sie eine wahre Sympathieträgerin – sie ist sympathisch, liebenswert und voller Selbstzweifel. Gerade ihre Ecken und Kanten machen sie und auch alle anderen Charaktere lebensnah und es einem so leicht sie ins Herz zu schließen.Das Cover ist einfach hinreißend und passt perfekt zum Inhalt des Buches. Auf einem lebhaften Hintergrund erstrahlt der Titel des Romas in Regenbogenfarben. In der unteren rechten Ecke sieht man ein Mädchen von hinten welches stark an Sophie erinnert – komplett in schwarz-weiß bis auf das Oberteil.Doch die besonderen Gestaltungshighlights liegen auf den Innenseiten der Klappbroschur.Auf Rückseite des Buchdeckels finden sie lauter Miniaturen der unterschiedlichsten Gegenstände, vom Hund über einen BH bis zu einer Muschel – all dies sind wichtige Elemente der erzählten Geschichte und die Darstellung dieser spielt noch einmal eine besondere Rolle.Auf der hinteren wurden zwei Playlists zusammengestellt, die mit allen in dem Buch vorkommenden Songs und die gemeinsame Playlist der Protagonistinnen Sophie und Alex.Ein wahrhaft einzigartiger Roman den man gelesen haben sollte.Oder um es mit den Worten der Autorin zu sagen: „Sie ist einseitig und ohne jeden Kitsch. Wunderschön und traurig zugleich“. 5 von 5 Tintenklecksen

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  • Perfekt

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    kleeblatt2012

    kleeblatt2012

    12. March 2017 um 21:13

    Sophie zieht mit ihrem Vater vom heimischen Hamburg ins bayerische München. Ungewollt. Nur, weil ihr Vater eine neue Beziehung führt. Sophie ist bockig, sträubt sich gegen jegliche guten Ratschläge und möchte nur zurück in ihr altes Leben. Sie versinkt fast in ihrem Selbstmitleid.Als die das Nachbarsmädchen Alex kennenlernt, kommt Sophie langsam aus ihrem Schneckenhaus heraus. Sie lernt wieder Lachen und hat Spaß. Bis auf einer Party ein Kuss ihr ganzes neues Leben nochmals gehörig auf den Kopf stellt und Alex aus eben diesem nicht mehr wegzudenken ist.Es gibt Bücher, gegen die sträubt man sich zu Anfang. So ging es mir mit "Den Mund voll ungesagter Dinge". Ich bin kein Liebesroman-Fan. Und als ich von buecher.de aufgrund der Buchflüsterer-Aktion den Roman zugesandt bekam, legte ich diesen erst mal beiseite. Ich hatte ja noch Zeit zum Lesen. Ist nicht dringend. Ich schiebe ihn nochmals eins runter in meinem SuB. Nun rückte der Abgabetermin der Rezension immer näher. Also machte ich mich doch ans Lesen... Aber was mich da erwartete, ließ mir den Mund offen stehen und auch voll ungesagter Dinge bleiben. Bis zur letzten Seite...In rasantem Tempo habe ich diese Geschichte verschlungen, mich jede freie Minute an das Buch geklammert und mich auf diese wundervolle, wunderbare, wunderschöne Geschichte eingelassen, die mich mit der unverwechselbaren Art der Autorin so sehr in den Bann gezogen hat, dass ich wirklich Mühe habe (ja, immer noch habe) mich nun auf ein anderes Buch, eine andere Geschichte einzulassen.Das Buch ist zu kurz - es hat 400 Seiten und ist einfach zu kurz. Sophie, Alex und all die anderen wunderbaren Charaktere, die sich hier verewigt haben, können doch noch so viel mehr. Viel mehr von sich zeigen, viel mehr reden, viel mehr Sein. Ich hätte wirklich ewig weiterlesen können, so sehr haben mich alle für sich einnehmen können.Sophie, die Protagonistin des Buches, kam mir zu Anfang wie ein gequälte Seele vor. Ein Mensch, der emotionslos und passiv wirkt, sich nicht entfalten kann, nicht aus sich raus kann, sich selbst immer in den Schatten stellt. Bis sie auf Alex trifft, ein Mädchen voll Energie, voll Lebenslust und vor allem voller Sympathie.Sophie merkt dies auch und lässt sich auf Alex ein. Das Schneckenhaus wird zu eng, Sophie klettert daraus hervor und wird zu dem Mädchen, dass sie sein muss. Und so startet ein funkensprühendes Feuerwerk an Emotionen, gepaart mit liebevollen Anekdoten, detailreichen Momenten und einer wunderschönen Hommage an das jugendliche Leben.Ich bin wirklich geflasht von der Geschichte, da mich Anne Freytag damit aus einem Tief herausgeholt hat. Aus einem Tief voll uninteressanter Bücher, die ich in den letzten Wochen angefangen und wieder weggelegt habe. Sie hat mir gezeigt, dass diese Bücher einfach zum falschen Zeitpunkt zu mir kamen und ich (ein Hoch auf die Deadline bei der Rezensionsabgabe) nur einen doch so verhassten und nun geliebten Liebesroman gebraucht habe.Der Schreibstil ist unverwechselbar Anne Freytag, die mich ja auch schon mit "Mein bester letzter Sommer" so ins Herz treffen konnte.Ich habe gelacht, geliebt und mehr als einmal eine Träne vergossen. Gerade die letzten Seiten sind anrührend schön und hinterlassen tiefe Spuren. Für jeden, wirklich jeden, der ein wenig Herzschmerz, eine gefühlvolle Lovestory oder nur einen Roman über Freundschaft, Vertrauen und Liebe braucht, ist dieses Buch einfach das Ding.Lasst Euch verzaubern und mitnehmen.Fazit:Perfekt. 

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  • Rezension: Den Mund voll ungesagter Dinge - Anne Freytag

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    Bookdating

    Bookdating

    12. March 2017 um 17:18

    Ausgabe: TaschenbuchSeiten: 400Verlag: Heyne Erscheinung: 06. März 2017ISBN: 978-3453271036Preis: 14.99Gelesen im März 2017 in 2 Tagen ♥Wenn Sophie es sich aussuchen könnte, wäre ihr Leben simpel. Aber das ist es nicht. Und das war es auch nie. Das fängt damit an, dass ihre Mutter sie direkt nach der Geburt im Stich gelassen hat. Und endet damit, dass Sophies Vater plötzlich beschließt, mit seiner Tochter zu seiner Freundin nach München zu ziehen. Alle sind glücklich. Bis auf Sophie.   Was hat es bloß mit dieser verdammten Liebe auf sich? Sophie selbst war noch nie verliebt. Klar gab es Jungs, einsam ist sie trotzdem. Bis sie in der neuen Stadt auf Alex trifft. Das Nachbarsmädchen mit der kleinen Lücke zwischen den Zähnen, den grünen Augen und dem ansteckenden Lachen. Zum ersten Mal lässt sich Sophie voll und ganz auf einen anderen Menschen ein. Und plötzlich ist das Leben neu und aufregend. Bis ein Kuss alles verändert.                                                        ♥ Es gibt ganz wenige Bücher, die dich so fesseln, dass du es in jeder freien Minute in die Hand nimmst. Eine Geschichte, die dich so glücklich macht, dass du den ganzen Tag lächeln musst, die dich verändert und etwas Wunderbares in deinem Herzen hinterlässt. So war es bei Den Mund voll ungesagter Dinge. Am ersten Tag habe ich über 200 Seiten gelesen, am nächsten Tag habe ich es beendet. Ich habe mich seit Monaten auf dieses Buch gefreut, wusste aber gar nicht, dass es um eine lesbische Liebesgeschichte geht. Das ging mir in letzter Zeit so oft durch den Kopf. Es gibt Will & Will, Two Boys Kissing, einige Bücher über Jungs, die ineinander verliebt sind – und was ist mit den Mädels? Also danke liebe Anne Freytag! Du hast mir nicht nur die Geschichte geschenkt, auf die ich so lange gewartet habe. Nein, du hast diesen Schreibstil, der süchtig macht. Ich kann garnicht in Worte fassen, was dieses Buch mir bedeutet. Es geht um das Erwachsenwerden, um Liebe, um Freundschaft, um Erfahrungen, darum sich selbst zu finden und einfach zu leben, auch wenn es nicht immer ganz einfach ist. Es zeigt uns auf eine wunderbare Weise, dass es egal ist wen wir lieben. Dass es der Mensch ist, in den wir uns verlieben. Wir verlieben uns nicht in jemanden, weil er ein Junge ist und weil es normal ist, sich als Mädchen in einen Jungen zu verlieben. Nein, wir verlieben uns in das Mädchen, weil sie klug ist, sie uns zum Lachen bringt, wir bei ihr einfach nur wir selbst sein können, weil sie die beste Freundin ist, die wir jemals hatten, weil sie wunderschön ist und ihr Charakter sie noch schöner macht, weil sie gerne schwimmen geht und all ihre geheimen Gedanken in ein Notizbuch schreibt.                                                            ♥Die Charaktere sind der Wahnsinn. Sophie und ihr bester Freund Lukas sind genau das, was man sichunter endloser Freundschaft vorstellt. Jeder wünscht sich so einen Menschen, der einen in- und auswendig kennt, mit dem man lachen und weinen und die ganze Nacht reden kann. Sie lehnt die neue Freundin ihres Vaters natürlich total ab, weil sie ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt, sie deswegen ihre Stadt und ihr altes Leben verlassen muss. Aber man schließt sie und vor allem ihre zwei Söhne total ins Herz. Alex und Sophie sind so wunderbar miteinander. Sie teilen so schöne Momente. Teilweise standen mir Tränen in den Augen, weil ich einfach so gerührt war.  

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  • Bittersüße Melancholie

    Den Mund voll ungesagter Dinge
    -anna-

    -anna-

    11. March 2017 um 12:56

    Den Mund voll ungesagter Dinge - Anne FreytagInhalt:Kurz vor ihrem Abitur muss Sophie mit ihrem Vater von Hamburg nach München zu dessen neuer Freundin und ihren beiden kleinen Söhnen ziehen. Sophie findet das natürlich nicht so toll, jedoch ändert sich ihre Einstellung gegenüber ihres neuen Zuhauses, als sie das Nachbarsmädchen Alex kennen und lieben lernt.Cover und Gestaltung:Das Cover ist ganz wunderbar gelungen, es ist schlicht gehalten aber durch das knallige Rot und die Regenbogenschrift sticht es heraus. Jede Überschrift der angenehm kurz gehaltenen Kapitel ist mit einer von Sophies Zeichnungen verziert. Die Innenseiten des Buchumschlags sind ebenfalls liebevoll gestaltet, vorne findet man Sophies Bild, das sie Alex im Buch schenkt. Hinten findet man zum einen die Playlist, die Sophie und Alex zusammen erstellen und zu anderen die Playlist zum Buch/der Lieder die in der Handlung vorkommen.Meine Meinung:"Den Mund voll ungesagter Dinge" wohnt eine bittersüße Melancholie inne. Auf den ersten Blick erwartet man ein blumig leichtes Jugend- oder Young Adult Buch mit dem gewohnten Drama, ein wenig Kitsch und dem klassischen Happy End. Aber das ist nicht der Fall, denn man bekommt Etwas so viel besseres. Die Geschichte transportiert eine ganz besondere Atmosphäre, die durch die Handlungen und Gedanken der beiden sehr authentisch gezeichneten Hauptcharaktere Sophie und Alex zustande kommt. Als Leser hat man sogar in den Momenten der Geschichte, die voller Freude und Leichtigkeit sind ein flaues Gefühl im Magen und die Befürchtung, dass die wunderbare Stimmung gleich wieder vorbei sein könnte. Dadurch ist man völlig drin in der Geschichte.Sehr gelungen ist auch, dass man den beiden ihr tatsächliches Alter völlig abkauft, manchmal ist es ja so, dass Charaktere, die 18 sein sollen sich eher verhalten wie 14- oder 25-jährige. Sophie weint und kreischt nicht trotzig als sie zum Umzug gezwungen wird sondern sie geht schlicht mit einem etwas reiferen Misstrauen an die neue Situation heran. Auch, dass sie Gefühle für ein anderes Mädchen entwickelt und ihre Art damit umzugehen und darüber zu denken wirkt sehr echt. Es wird kein Drama daraus gemacht und sie wird nicht von Selbstzweifeln überwältigt und macht sich nur noch selber fertig deswegen, wie das bei einer jüngeren Person vielleicht gewesen wäre. Aber auf der anderen Seite nimmt sie es nicht zu selbstverständlich hin und muss sich erst an den Gedanken herantasten. Nicht zuletzt wird das Gefühl der Geschichte auch durch die zugehörige Playlist transportiert, es lohnt sich sehr das jeweilige Lied beim Lesen der zugehörigen Textstelle anzuschalten.Man wird als Leser auf eine Gefühlsachterbahn geschickt, man durchlebt ebenso wie Sophie die verwirrenden neuen Gefühle, die Sehnsucht, die Freude aber auch die Angst vor der Zukunft, Wut, Zorn und Enttäuschung. Fazit:Dieses Buch ist anders als die anderen, nicht nur wegen der Handlung sondern auch wegen der Wirkung des Schreibstils, der einen abholt und mitnimmt durch die Geschichte, vom Anfang bis zum Ende. Auf jeden Fall lesen !

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