Anne Fulda Emmanuel Macron

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Inhaltsangabe zu „Emmanuel Macron“ von Anne Fulda

Der neue Mann an der Spitze der Grande Nation Frankreichs jüngster Präsident gilt als unnahbar, aber auch als sehr charmant und willensstark. Wer ist dieser Mann, der scheinbar aus dem Nichts kam? Was prägte ihn? Wer sind die Menschen an seiner Seite? Welche Rolle wird er für Deutschland und Europa spielen? Anne Fuldas einfühlsam erzählte Biographie zeigt den Menschen Macron in all seinen Facetten und Widersprüchen. Sie vermittelt eindrücklich, mit wem wir es in den nächsten fünf Jahren zu tun haben. „Geschickt erkundet die französische Autorin Anne Fulda die komplexe Persönlichkeit Macrons. Sie zeichnet den Werdegang eines Hochbegabten aus Amiens nach, der stets ältere Ziehväter gesucht, gefunden und sich von ihnen emanzipiert hat.“ Frankfurter Allgemeine Zeitung Anne Fulda zeichnet das Porträt eines charismatischen, ehrgeizigen Mannes, der es ohne den Rückhalt einer Partei ganz nach oben geschafft hat und von dem niemand so recht weiß, wofür er politisch steht. Der ehemalige Wirtschaftsminister und frühere Investmentbanker verfügt über ein exzellentes Netzwerk, mit dessen entscheidenden Protagonisten Anne Fulda gesprochen hat: Von den Eltern in Amiens, einer Provinzstadt im Norden Frankreichs, über die Wegbegleiter aus der Eliteschule in Paris bis hin zu David de Rothschild oder François Hollande im Elysée-Palast. Ihre wichtigste Zeugin aber ist Brigitte – Macrons frühere Lehrerin, über 20 Jahre älter und die Liebe seines Lebens. Diese plastisch erzählte Biographie kommt dem Mysterium Macron so nahe wie keine andere.

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  • Leicht zu lesende, interessante Biografie eines für alle wichtigen Politikers

    Emmanuel Macron
    Federfee

    Federfee

    11. July 2017 um 11:36

    Wer ist dieser junge Mann, noch nicht ganz 40 Jahre, ohne Parteihintergrund, der so plötzlich nach oben schoss und schließlich die Präsidentschaftswahlen in Frankreich gewann? Was interessiert es uns Nicht-Franzosen? Ich denke, eine Menge. Dieser Shootingstar der Politik steht für Europa, für frischen Wind, für Hoffnung. Ob er sie erfüllen kann, ist eine andere Frage.Die Journalistin Anne Fulda hat anhand von Materialien und Interviews eine Macron-Biografie herausgegeben: "Un jeune homme si parfait" (Ein so perfekter junger Mann), die sich leicht und angenehm lesen lässt, auch wenn in der 2. Hälfte vielleicht allzu viele Namen auftauchen, die Deutschen nicht geläufig sind.Schon im Vorwort werden interessante Unterschiede zwischen Frankreich und Deutschland angesprochen. Ist es dort ganz normal, wenn jemand sagt "Ich war schon immer links", klingt es hier immer leicht negativ, jemanden als links oder rechts zu bezeichnen. Emmanuel Macron lässt sich nicht einordnen und das macht sicher einen Teil der Faszination aus.Die Grundlagen sind bestens: die Eltern Ärzte, die geliebte Großmutter pensionierte Schulleiterin, ein bildungsnahes Elternhaus, ein besonderer Schwerpunkt die Literatur, mit der sich der junge Macron intensiv beschäftigt. In einer Theatergruppe der Schule lernt er die 26 ältere Lehrerin Brigitte, verheiratet, Mutter dreier Kinder, kennen. Eine ungewöhnliche Liebesgeschichte beginnt, die hier auch zur Sprache kommt, aber wenig Neues bietet, nur das, was das Paar zu enthüllen bereit ist. Im Buch wird aber auch betont, dass Brigitte eine nicht unerhebliche Rolle dabei spielt, Macron so schnell bekannt zu machen.Nachdem er in Paris, weit entfernt von Brigitte und der Familie, das Abitur und beste Abschlüsse an Eliteschulen gemacht hat, beginnt seine Karriere. Mein Eindruck ist: Wenn man in Deutschland politisch aufsteigen will, geht das nur mit der Ochsentour durch die Parteienhierarchie. In Frankreich scheint es anders zu sein. Die besten Absolventen hochrangiger Schulen werden ins Auge gefasst und weiter gereicht, einflussreichen Leuten vorgestellt, ein Netz von Beziehungen geflochten.Erstaunlich, dass der so sehr an Literatur interessierte junge Macron in die Investmentbank von David de Rothschild eintritt, aber mit seiner überdurchschnittlichen Intelligenz ist es für ihn keine Schwierigkeit, sich mit den Gegebenheiten und Gesetzmäßigkeiten des Bankenwesens schnell vertraut zu machen.Obwohl er dort viel Geld verdient, gibt er die Stelle auf, um im Elysée-Palast zu arbeiten, später auch als Minister unter Hollande. Das zeigt deutlich, dass er höhere Ambitionen hat als Banker zu sein, zumal er damit weniger verdient.Anne Fulda versucht die Faszination herauszuarbeiten, die von ihm ausgeht und die nicht unwesentlich an seinem Erfolg Anteil hat. Sie behauptet, dass er vor allem von allen geliebt werden möchte (ihre Einschätzung) und dass sein unglaublicher Charme und seine Art, auf Leute zuzugehen und mit ihnen zu sprechen, alle für ihn einnimmt. Er kennt anscheinend keinen Dünkel und ist kein bisschen arrogant. Er gibt allen das Gefühl, sie zu schätzen, ihren Rat zu wollen, ihnen genau zuzuhören.Politische Vorstellungen und Ziele werden in dieser Biografie weniger angesprochen. Vielleicht gibt es auch zu wenig zu berichten. Wie es darum steht, wird die Zeit zeigen. Ich hoffe jedenfalls sehr – für uns alle in Europa - dass dieser liebenswürdige begabte Mensch Erfolg hat und für sein Land und ganz Europa etwas erreicht.P.S. Beim Lesen dachte ich immer: Was muss dieser kluge gebildete Mann denken, wenn er mit einem primitiven Proletenpräsidenten zusammentrifft? Nun ja, im Shakehands hat er ihn ja schon bezwungen ;-)P.P.S. Fotos gibt es leider keine, aber das wird mit Sicherheit nicht die letzte Biografie gewesen sein.

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  • Interessante Persönlichkeitsstudie

    Emmanuel Macron
    seschat

    seschat

    30. June 2017 um 09:39

    Wer ist dieser Politparvenü Emmanuel Macron?Diese Frage hat sich die bekannte französische Politikjournalistin Anne Fulda, die für Le Figaro schreibt, gestellt. Was sie im Laufe ihrer Studie, vor allem durch die Befragung von Bekannten und Wegbereitern Emmanuel Macrons herausgefunden hat, überrascht. Macron, Jahrgang 1977, stammt aus der nordfranzösischen Kleinstadt Amiens und offenbarte bereits im Alter von fünf Jahren überdurchschnittliche geistige Fähigkeiten. Seine Eltern, beides Ärzte, und seine Großmutter, eine pensionierte Schuldirektorin, fördern seine Talente. Vor allem zu seiner Großmutter Manette entwickelt er in dieser Zeit eine innige Bindung. Sie wird bis zu ihrem Tod im Jahr 2013 seine engste Vertrauensperson sein. Schon in der Schule hebt sich Emmanuel durch seine geistige Reife und sein analytisches Können von seinen Mitschülern deutlich ab. Sein Wissensdurst und seine unbändige Leidenschaft für Bücher zahlen sich aus. Er wird zum schulischen Überflieger und verliebt sich als 16-Jähriger in die 39-jährige, verheiratete Französisch- und Lateinlehrerin Brigitte - damals ein Skandal. Diese Amour fou wird von seinen Eltern und der Gesellschaft alles andere als gern gesehen, doch Emmanuel schert sich wenig um die Meinung der anderen. Ein Schulwechsel nach Paris bringt Entspannung. Hier kann er wachsen und sein Glück mit Brigitte genießen. Schon damals fällt auf, Macron ist kein typischer Jugendlicher, der wahllos um die Häuser zieht und sich nicht binden will. Er steht zu seiner Beziehung mit Brigitte und versteckt diese nicht. Zudem verfolgt er seine Ziele ehrgeizig und bedingungslos. So arbeitete er nach dem Studium der Philosophie als erfolgreicher Investmentbanker. In die Politik ist er durch Bekannte aus Politik und Philosophie hineingerutscht. Sie ebneten dem charmanten und redegewandten Senkrechtstarter den Weg. Vom Wirtschaftsminister zum jüngsten Präsidenten der französischen Republik, das ist eine beachtliche Leistung. Doch womit konnte Emmanuel Macron die Bevölkerung für sich gewinnen? Die Autorin Anne Fulda nennt einige Gründe seines Erfolgs. Zum einen ist es sein netter, geradezu selbstloser Charakter, mit dem er alle Menschen um sich herum in seinen Bann zu ziehen vermag. Er schafft es durch seinen ausgeprägten Sinn für Empathie und Gerechtigkeit, die Menschen für sich einzunehmen. Macron - ein Menschenfänger? Ja, es scheint wohl so zu sein. Aus seinem Bekanntenkreis ist zu hören, dass er durch seine Bildung und seine bescheidene Art Punkte macht. Kann sich ein Homme de lettres wie Macron überhaupt im Haifischbecken der Politik bewähren? Man wird sehen, aber die Chancen stehen gut. Fuldas Vergleich mit Napoleon fand ich allerdings etwas zu hoch gegriffen.Lieblingszitat (Macron über die Rolle von Büchern in seinem Leben):"Der geheime, innige Unterricht durch Bücher war stärker als äußerer Schein und gab der Welt eine Tiefe, der man im Alltag kaum begegnet."FAZITEine sehr gut lesbare Biografie über Frankreichs neuen Präsidenten, die vor allem dessen Persönlichkeit zu ergründen versucht. Dass dabei manches recht spekulativ erörtert wurde, störte nicht, denn man wird sehen müssen, wie sich der Emporkömmling Macron auf der politischen Bühne bewähren wird...

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  • Macron, das Phänomen eines außerordentlich Begabten.

    Emmanuel Macron
    Clari

    Clari

    16. June 2017 um 16:33

    Als ferner Betrachter hat man sich gewundert und war erstaunt, wie ein junger Mann von 39 Jahren aus dem Stand mit seiner Bewegung „en marche“ innerhalb eines Jahres zum französischen Präsidenten aufsteigen konnte. Dass er ein Phänomen sondergleichen ist, konnte man den zahlreichen Berichterstattungen in den Medien und in Videoaufnahmen entnehmen.Anne Fulda hat eine sehr gründliche Recherche über das Leben und Werden Emmanuel Macrons verfasst.Die Biographie liest sich spannend wie ein Roman.Jeder weiß, dass der gut aussehende Mann mit seiner 24 Jahre älteren Frau eine Ausnahmeerscheinung ist. Er war das älteste von drei Kindern nach einer ersten Fehlgeburt seiner Mutter. Es ist verständlich, dass die Mutter sehr an ihrem ältesten Kind hing. Früh schon zeigte sich Intelligenz und Begabung bei dem Jungen.Ausschlaggebende für seine Entwicklung war seine zwar strenge aber mit unerschütterlicher Liebe an dem Kind hängende Großmutter mütterlicherseits. Sie war eine von ihm hoch verehrte und geliebte Bezugsperson. Wenn man es denn so auslegen will, war sie die Urgestalt für alle weiteren Bindungen in seinem Leben.Nach glänzenden Bildungsabschlüssen verstand er beizeiten, Beziehungen aufzubauen. Seine Gabe, Menschen für sich einzunehmen, wird allenthalben hervorgehoben. So gelangte er an vorwiegend ältere einflussreiche Persönlichkeiten, die ihn schützend und stützend begleiteten. Von vielen seiner Mentoren wird sein Charme, seine Freundlichkeit und sein Interesse am Gegenüber immer wieder gewürdigt.Seine durchaus auch vorhandene Distanz ist gekoppelt an die bemerkenswerte Intensität, mit der er sich mit Menschen abgab. Es wird gesagt, dass sich ein Gegenüber „als der einzig wichtige Mensch“ im Moment des Gesprächs fühlt. Anne Fulda berichtet über seine Ausdauer und sein Durhaltevermögen beim Anpeilen seiner Ziele. In dieser Form ist das wohl einmalig. Auch sein perfektes Klavierspiel zeugt von seiner außergewöhnlichen Begabung.Eine besondere Rolle spiele die Bindung an seine Frau Brigitte. Sie sei ihm Ratgeberin, Stütze, Geliebte, Mutter und Großmutter in Einem. Darüber spricht er selber immer wieder sehr offen. Er hat lange Jahre des Kampfes hinter sich, bis er sich in dieser Beziehung auch nach außen behaupten konnte. Die Biographie ist profunde, detailreich und spart nichts aus. Alles in allem kann man sagen, dass Anne Fulda sowohl privat als auch beruflich den Weg Macrons intensiv erforscht hat. Dazu gehören Einschübe darüber, dass er seinen Förderern nicht immer treu blieb, sondern sein Werdegang immer im Zentrum seiner Bemühungen stand. Man darf gespannt sein, wie dieser Hoffnungsträger die französische Gesellschaft verändern und der Nation zu neuem Selbstbewusstsein verhelfen wird.

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