In "Wir sind schließlich wer" geht es um die sehr unterschiedlichen Schwestern Anna und Maria, die mit vielen Schicksalsschlägen klarkommen müssen.
Auf den Inhalt möchte ich gar nicht so viel eingehen, da dies nur zu sehr spoilern würde.
Auch wenn es eigentlich eher um Marias Geschichte geht ist doch Anna die erzählende Person. Man merkt sehr schnell wie unterschiedlich beide Frauen sind. Maria war immer das brave Mädchen was gefallen wollte, Anna eher die Rebellin.
Doch trotz der unterschiedlichen Charaktere merkt man dass sich beide lieben, auch wenn es am Anfang nicht danach aussieht.
Mein heimlicher Star des Buchs war jedoch die Tante der beiden. Mit ihr waren auf jeden Fall viele Lacher sicher.
Das Buch erinnert manchmal fast schon an eine Art Krimi.
Der Schreibstil hat mir gut gefallen und auch die Personen waren gut ausgearbeitet, sodass man alle super auseinander halten konnte.
Hervorheben möchte ich noch das sehr schöne Cover.
Anne Gesthuysen

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Mädelsabend
Neue Rezensionen zu Anne Gesthuysen
Ruth und Walter sind seit knapp 65 Jahren verheiratet und wohnen seit Kurzem in einem Seniorenstift bei Xanten. Während Ruth nach einem Unfall zu Hause dort regelrecht aufblüht und ihre neu gewonnen Freiheit sowie die sozialen Kontakte genießt, möchte Walter wieder zurück in seine gewohnte Umgebung und Ruth wie schon seit jeher bevormunden.
Sara, die ein enges Verhältnis zu ihren Großeltern hat, sieht sie dort gut aufgehoben. Sie selbst ist Ärztin, derzeit in Elternzeit und glücklich mit Sohn Paul und ihrem Lebensgefährten Lars. Als sie ein Angebot für ein Stipendium in Cambridge erhält, muss sie sich entscheiden, ob sie für ihr berufliches Vorankommen ihre kleine Familie gefährdet.
Der Roman wird abwechselnd aus den Perspektiven der beiden weiblichen Hauptfiguren Ruth und Sara geschildert. Neben der gegenwärtigen Handlung gibt es Rückblenden in die Vergangenheit, die Aufschluss über das Eheleben von Ruth uns Walter geben, die 1953 geheiratet haben.
Die Geschichte spielt am Niederrhein und sprüht vor Lokalkolorit und Liebe für die Figuren. Gerade die älteren Charaktere haben ihren ganz eigenen Charme und gestalten die Geschichte lebendig.
Wie die Autorin in ihrer Danksagung erwähnt, ist die Geschichte aus dem Leben gegriffen und wirkt trotz manch skurriler Einfälle lebensecht und authentisch.
Neben dem Älterwerden geht es insbesondere um Beziehungen und Partnerschaft, Rollenbilder sowie Selbstverwirklichung, Emanzipation und dem Wunsch nach Freiheit. Dabei wird der Wandel der Gesellschaft und die Stärkung der Frauenrechte plastisch durch die Ehe von Ruth und Walter sowie die Beziehung von Sara und Lars dargestellt. Die unterschiedlichen Generationen stehen auch für die unterschiedlichen Vorstellungen von Ehe. Obschon patriarchale Strukturen oder gar Gewalt in Beziehungen gegenwärtig keinen Platz mehr haben, ist es dennoch für Frauen schwer, für ihre Wünsche einzustehen und Familie und Beruf zu vereinbaren.
Die Charaktere sind nahbar und ihre inneren Konflikte sehr gut nachzuempfinden. Sara kämpft mit einem schlechten Gewissen, während Ruth gegen ihren Mann aufbegehrt. Trotz aller Fortschritte in Sachen Emanzipation ist es für beide schwer, Entscheidungen zu treffen und zu ihnen zu stehen.
Die Geschichte beschreibt ernste Themen auf humorvolle Weise. Sie ist ein ehrliches und warmherziges Porträt über den Wandel der Ehe im Verlauf der letzten Jahrzehnte, über die Fortschritte, die errungen wurden, aber auch die Notwendigkeit eines alltäglichen Kampfes zum Erhalt dafür.
Anne Gesthuysen erzählt in "Wir sind schließlich wer" auf rund 400 Seiten von zwei ungleichen Schwestern, die sich durch einen Schicksalsschlag nach Jahren der Entfremdung wieder annähern. Anna, die jüngere, kehrt als Pfarrerin in den niederrheinischen Heimatort zurück, während Maria, die ältere, vermeintlich alles erreicht hat – bis ihr Leben durch die Verhaftung ihres Mannes zusammenbricht. Zwischen alten Familienkonflikten, gesellschaftlichen Erwartungen und kleinen Skandalen im Dorf entfaltet sich eine Geschichte über Schuld, Stolz und Zusammenhalt.
Der Roman liest sich flüssig, leicht und unterhaltsam. Gesthuysen schreibt mit sicherer Hand, atmosphärisch dicht und mit viel Liebe zum niederrheinischen Lokalkolorit. Man spürt ihre Vertrautheit mit der Region und ihren Figuren – von der neugierigen Haushälterin bis zu den Nebenfiguren, die oft mehr Tiefe haben, als man zunächst vermutet.
Trotz der guten Sprache und der lebendigen Dialoge gibt es einige Längen; nicht jede Szene trägt die Geschichte wirklich voran, und manche Wendung wirkt vorhersehbar. Doch insgesamt ist es ein warmherziger, zugänglicher Familienroman über Nähe, Verlust und die Möglichkeit der Versöhnung. "Wir sind schließlich wer" ist kein anspruchsvolles Werk – aber eines, das man gerne liest, weil es Herz hat.
Gespräche aus der Community
Mit ihren Romanen hat Anne Gesthuysen den Frauen ihrer niederrheinischen Heimat ein Denkmal gesetzt. Jetzt erscheint ihr Bestseller "Mädelsabend" als Taschenbuch und ihr habt die Möglichkeit, eins von 25 Exemplaren zu gewinnen. Macht beim Gewinnspiel mit und lasst euch vom Charme zweier starker Frauen mitreißen!
Was lange währt ...
Zunächst hatte ich das Buch so gut "weggelegt", dass ich es erst wiederfinden musste. Es war in einen Bücherstapel meines Mannes geraten, wo ich es nie vermutet hätte, aber es ist wieder da und inzwischen ausgelesen.
Vielen Dank, für dieses beeindruckende Stück Zeitgeschichte, eindrücklich geschrieben, das mich sehr bewegt hat.
Meine Rezension ist seit gestern eingestellt:
https://www.lovelybooks.de/autor/Anne-Gesthuysen/Mädelsabend-1551951209-w/rezension/2743908622/
"Für ein Fisternölleken nimmst du ein Pinneken Klaren, tust ein Stück Zucker rein und ein paar Rosinen, und dann hopp hopp, rin inne Kopp."
Alles wäre so einfach, wenn man wüsste, dass die Entscheidungen, die man im Leben trifft, immer die richtigen sind! Familie oder Karriere... Ehemann oder Spaß im Rentenalter... Egal, wie man sich entscheidet, am Ende läuft alles perfekt. Leider ist es nicht immer so. Darüber hat Ruth viel zu erzählen.Ruth ist die lebensfrohe Heldin von Anne Gesthuysens neuem Roman "Mädelsabend".
Möchtet ihr wissen, welchen Rat Ruth ihrer Enkelin Sara in Sachen wichtige Entscheidungen gibt? Dann dürft ihr diese Leserunde nicht verpassen!
Zum Inhalt
Eine Ehe steht nach sechzig Jahren vor dem Aus – und eine junge Mutter ringt um eine Entscheidung, die nicht nur ihr Leben bestimmen wird. Ruth und Walter leben seit Ruths Sturz im Seniorenheim Burg Winnenthal. Walter möchte am liebsten sofort zurück nach Hause, die vielen lebenslustigen Witwen hier sind ihm unheimlich. Ruth hingegen genießt die Gesellschaft von Gleichgesinnten. Sie lauscht den Lebensgeschichten der anderen Frauen und singt endlich wieder im Chor. Keine zehn Pferde werden sie hier wegbringen. Als ihre Enkelin Sara, Mutter eines kleinen Sohnes, die Zusage für ein Forschungsstipendium in Cambridge erhält und von ihrem Mann vor eine Entscheidung gestellt wird, sucht sie Rat bei Ruth. Geschickt verwebt Anne Gesthuysen Gegenwart und Vergangenheit und erzählt von einem bewegten Frauenleben am Niederrhein, das den Bogen vom Zweiten Weltkrieg über die piefigen Fünfziger- und die wilden Siebzigerjahre bis in die Jetztzeit spannt. Von der Liebe und kuriosen Hochzeitsbräuchen, von Karnevalstraditionen und Anti-AKW-Treckerfahrten. Von den Herausforderungen einer Jahrzehnte währenden Ehe, von patriarchalen Machtstrukturen und gesellschaftlichen Umbrüchen. Humorvoll, warmherzig und feinfühlig spürt sie der Frage nach, was zwei Menschen zusammenhält und welche Bedeutung Freiheit und Selbstverwirklichung haben. Eindrücklich zeigt sie, dass es keine einfachen Antworten gibt, nur individuelle Wege zum Glück.
Lust auf eine Leseprobe?
Zur Autorin
Anne Gesthuysen wurde 1969 am unteren Niederrhein geboren. Nach dem Abitur in Xanten studierte sie Journalistik und Romanistik. In den 90er-Jahren arbeitete sie bei Radio France, ansonsten fühlt sie sich seit Ende der 80er-Jahre in den deutschen Medien wohl. Als Reporterin hat sie für WDR, ZDF und VOX gearbeitet, schließlich auch als Moderatorin. Ab 2002 moderierte sie das "ARD-Morgenmagazin". Diese Nachtschichten gab sie nach dem großen Erfolg ihres ersten Romans "Wir sind doch Schwestern" aber Ende 2014 auf, um sich tagsüber an den Schreibtisch zu setzen und weitere Bücher zu schreiben. Sie lebt mit ihrem Mann, Frank Plasberg, und ihrem Sohn in Köln. In der Quizshow "Paarduell" stellt das Ehepaar Wissen, Schlagfertigkeit und Teamgeist unter Beweis.
Rechtzeitig zum Erscheinungstermin verlosen wir zusammen mit KiWi 25 Exemplare von "Mädelsabend"!
Habt ihr Lust, euch über das bewegte Leben von Ruth im Rahmen einer Leserunde auszutauschen und im Anschluss eine Rezension zu schreiben? Wenn ihr neugierig geworden seid, bewerbt euch* einfach über den blauen "Jetzt bewerben"-Button bis zum 07.11. und antwortet auf folgende Frage:
* Bitte beachtet auch unsere Richtlinien für Leserunden und Buchverlosungen.
Den Anfang mit dem Feuer fand ich sehr gut geschrieben. Wie Ruth sich mit ihrem Rollator auf dem Weg nach draußen kämpft, war sehr anschaulich. Auch der erste Auftritt von Sara, das Telefonat mit ihrem Vater, das schreiende Baby, der Rückblick, wie Sara ihren Mann kennen gelernt hat, ist wirklich gelungen.
Danach wurden die Charaktere für mich irgendwie flach. Es kommt mir vor, als hätte das Buch am Anfang um mich als Leserin sehr stark geworben und als ich dann am Haken war, gab es sich kaum noch Mühe. Manchmal verstehe ich Bezüge nicht und das Rheinische ist mir leider auch fremd, das macht die Sache für mich holperig und anstrengend.
Aber ich lese mal weiter, vielleicht ist das nur eine Phase...
Liebe und Glamour im Paris der Belle Époque
Nach dem großen Erfolg mit ihrem Buch "Wir sind doch Schwestern" ist Anne Gesthuysen zurück mit ihrem neuen Roman über ein Familiengeheimnis: Diesmal entführt sie die Leser in die turbulente und aufregende Pariser Kunstszene am Anfang des 20. Jahrhunderts. "Sei mir ein Vater" ist die perfekte Lektüre für alle Kunstliebhaber, Fans geheimnisvoller Familiengeschichten und alle, die vom Pariser Flair träumen. Seid ihr dabei bei der Reise in das mondäne Paris der Belle Époque? Zusammen mit KiWi und Argon suchen wir 15 Testleser und 15 Testhörer für diese ebenso spannende wie bewegende Geschichte.Zum Inhalt
In ihrem neuen Roman verwebt Anne Gesthuysen eine ungewöhnliche Familiengeschichte mit dem spektakulären Leben einer französischen Malerin. Eine Expedition auf den Spuren eines geheimnisvollen Gemäldes wird zur letzten Reise eines ungewöhnlichen Trios. Als Lilie erfährt, dass der Vater ihrer Freundin Hanna schwer erkrankt ist, will sie sich umgehend auf den Weg an den Niederrhein machen, zu den beiden Menschen, die sie bereits vor vielen Jahren zur Ersatzfamilie erkoren hat. Doch in ihrer Pariser Wohnung erwischt sie einen Einbrecher, der ausgerechnet ein altes Bild klauen will, das bislang höchstens sentimentalen Wert für sie besaß. Der Eindringling entkommt, und Lilie findet einen mysteriösen Brief einer Frau namens Georgette Agutte im Bilderrahmen. Da sie weiß, wie sehr Hannas Vater Geheimnisse liebt, nimmt sie das ramponierte Bild und den Brief kurzerhand mit nach Xanten. Als ein Restaurator weitere rätselhafte Entdeckungen macht, drängt Hannas Vater auf eine letzte gemeinsame Reise. Die drei begeben sich auf Spurensuche bis nach Frankreich und auf die Antillen und finden mehr über das faszinierende Leben der Malerin heraus, die Lilies Ururgroßtante war. Über ihre ungewöhnliche Kunstkarriere, ihre bedingungslose Liebe zum sozialistischen Minister Marcel Sembat, über ihre innige Freundschaft zu Matisse, den sie schon förderte, noch bevor er in der Kunstwelt anerkannt wurde, über ihre Abenteuer unter den Künstlern und Politikern im Paris der Belle Époque. Die Geschichte einer in Vergessenheit geratenen Malerin verbindet sich mit einer so anrührenden wie tröstlichen Reise des Abschieds. So witzig, traurig und verrückt wie das Leben selbst.
Zur Autorin
Anne Gesthuysen wurde 1969 am unteren Niederrhein geboren. Nach dem Abitur in Xanten studierte sie Journalistik und Romanistik. In den 90er-Jahren arbeitete sie mehrfach bei Radio France, ansonsten fühlt sie sich seit Ende der 80er-Jahre in den deutschen Medien wohl. Als Reporterin hat
sie für WDR, ZDF und VOX gearbeitet, schließlich auch als Moderatorin. Seit 2002 moderierte sie das "ARD-Morgenmagazin". Ende 2014 gab sie diese Nachtschichten aber auf, um sich tagsüber an den Schreibtisch zu setzen und ihren zweiten Roman zu Ende zu schreiben.
Zur Hörbuch-Sprecherin
Doris Wolters ist Theaterschauspielerin und arbeitet u.a. für ARD, ORF und ARTE. Sie hat in zahlreichen Hörbuchproduktionen mitgewirkt und erhielt 2012 den Deutschen Hörbuchpreis. Mit ihrer warmen und wandelbaren Stimme verleiht sie jedem Hörbuch einen ganz besonderen Ton und hat bereits den Großtanten von Anne Gesthuysen in „Wir sind doch Schwestern“ ihre Stimme geliehen.

>>> Hier könnt ihr euch direkt die Hörprobe anhören
Habt ihr Lust, diesen Familienroman im Rahmen einer Lese- und Hörrunde zu lesen - oder hören -, euch darüber auszutauschen und am Ende eine Rezension darüber zu schreiben? Dann bewerbt euch über den blauen "Jetzt-bewerben"-Button* bis zum 11.11., indem ihr auf folgende Frage antwortet und angebt, ob ihr lieber hören oder lesen möchtet:
Flair, Romantik, Savoir Vivre... Was verbindet ihr mit der Belle Époque?
Ich freue mich auf eure Antworten.
Viel Glück!
* Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen und aktiven Teilnahme am Austausch in allen Leseabschnitten der Leserunde innerhalb von 4 Wochen sowie zum Schreiben einer Rezension, nachdem ihr das Buch gelesen habt. Bestenfalls solltet ihr vor eurer Bewerbung für eine Leserunde schon mindestens eine Rezension auf LovelyBooks veröffentlicht haben. Bitte beachtet, dass wir die Bücher nur innerhalb Europas verschicken können.
Zusätzliche Informationen
Anne Gesthuysen wurde am 02. Oktober 1969 in Geldern (Deutschland) geboren.
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