Anne Gesthuysen Wir sind doch Schwestern

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Inhaltsangabe zu „Wir sind doch Schwestern“ von Anne Gesthuysen

Gertrud wird 100. Das Geheimnis ihres langen Lebens: "Starker Kaffee ohne alles und jeden Tag um elf Uhr einen Schnaps." Mit ihren Schwestern Katty und Paula lädt sie zum großen Fest. So unterschiedlich die drei sind, haben sie doch vieles gemeinsam: Eigensinn, Humor und Temperament, das in diesen Tagen auch mal mit den alten Damen durchgeht; schließlich lauert hier auf dem Tellemannshof in jedem Winkel die Erinnerung ...

2017

— katbieli

Kurzweilige und authentische Lebensgeschichte, aber keine große Literatur.

— Code-between-lines

Unbedingte Leseempfehlung

— Rockyrockt

Schön geschriebenes Buch über drei 80-100 Jahre alte Schwestern, die von ihrem Leben erzählen über schöne und unschöne Ereignisse.

— Birkel78

Wer das Buch beginnt zu lesen, legt es nicht mehr weg.

— Gluecksstern

Sehr unterhaltsam mit berührenden Lebenskomik.

— Alentschik

Es gibt Anstoß, seine Schwestern zu kontaktieren, in den Arm zu nehmen, zu lieben, zu umsorgen ...

— Engelmel

Ein kurzweiliger Familienroman

— fraencisdaencis

Nach einem zähen Start, wusste ich lang nicht so recht, wo die Reise hingehen sollte. Erst das letzte Drittel konnte mich wirklich packen!

— Miamou

Ein Stück Heimat! Schön eine Geschichte aus der Heimat (Niederrhein) zu lesen!

— naevia

Stöbern in Romane

Kukolka

Hammerharte Realität, hammerhart erzählt. aber Umsetzung + Stil waren leider nicht so mein Fall. Sehr distanziert. Dennoch grausame Realität

Yuyun

Lauter gute Absichten

Kurzweilige Geschichte um einen angry young man, der sich gegen die Familie auflehnt - und an den eigenen Ansprüchen scheitert.

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FreydisNeheleniaRainersdottir

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    Wir sind doch Schwestern

    Engelmel

    05. March 2017 um 18:18

    Inhalt: Ein Buch über 3 Schwestern - Katty, Paula, Gertrud - die den 100sten Geburtstag Gertrud´s begehen wollen. Auf dem Weg zur Feier werden immer wieder Erinnerungen aus der Vergangenheit hervorgeholt, während gleichzeitig von den Vorbereitungen für die Feier berichtet wird.Fazit: Manchmal hat man beim Lesen den Eindruck, dass die Vergangenheit die Gegenwart einholt - jedoch merkt man zugleich, dass das eine nicht ohne das andere existieren kann.Das Buch berichtet auf wundervolle Weise über die Liebe der Schwestern zueinander, über die Tücken des Lebens, die Geschichte einer unglücklichen Kriegszeit

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  • Leserunde zu "Das Mädchen im Strom" von Sabine Bode

    Das Mädchen im Strom

    Marina_Nordbreze

    Wie bewahrt man die Selbstachtung, obwohl man so lange der Willkür anderer ausgeliefert war? "Das Mädchen im Strom" von Sabine Bode ist ein wahres Kleinod. Mitreißend und ergreifend beschreibt die Autorin das Schicksal von Gudrun Samuel, einer jungen Jüdin, die zur Zeiten der Naziherrschaft vor die alles entscheidende Frage gestellt wird: Bleiben oder gehen? Kann ihre Liebe zu dem katholischen Jungen Martin trotz all der Verleumdungen und Gefahren bestehen bleiben? Oder gibt es nur einen Ausweg – Die Flucht aus Deutschland? Begleitet Gudrun Samuel durch diese bewegende Zeit und lest  "Das Mädchen im Strom" , das auf einer wahren Geschichte beruht.     Über das Buch:     Sie ist das hübscheste, frechste und mutigste Mädchen an den Stränden des Rheins – und sie ist Jüdin. Die Geschichte der Gudrun Samuel ist die Geschichte einer ganzen Generation junger Frauen, die die Naziherrschaft und der Krieg zur Flucht gezwungen haben. Ein beeindruckendes und mitreißendes Zeugnis einer Epoche. Als Mädchen ist sie im Rhein hinter den Kohleschleppern hergeschwommen. Sie hatte den jungen Männern in Mainz die Köpfe verdreht. Doch als die Nazis an die Macht kommen und die junge Jüdin Gudrun Samuel sich entscheidet, mit gefälschten Papieren Deutschland zu verlassen, wird sie gefasst und kommt in Gestapo-Haft. Ihr gelingt die Flucht, aber sie ist nun nicht mehr das Mainzer Mädchen Gudrun, sondern die Flüchtende Judy: in der transsibirischen Eisenbahn und im Judenghetto von Shanghai. Sie überlebt den Krieg, doch die Odyssee geht weiter. >> Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!    Über die Autorin:         wird nachgereicht Gemeinsam mit Klett-Cotta  vergeben wir in unserer Leserunde 25 Exemplare von  "Das Mädchen im Strom" . Was du tun musst, um dabei zu sein? Bewirb dich bis einschließlich 05.03. über den blauen "Jetzt bewerben"-Button und löse folgende Aufgabe:      Was würdest du am meisten an deiner Heimat vermissen, wenn du fliehen müsstest? Ich bin schon gespannt auf eure Antworten und drücke euch ganz fest die Daumen.         Bitte beachtet vor eurer Bewerbung unsere Richtlinien für Leserunden.  

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  • Ein kurzweiliger Familienroman

    Wir sind doch Schwestern

    fraencisdaencis

    28. December 2016 um 22:00

    InhaltsangabeKatty und Paula richten auf Kattys Hof ein Fest zum 100. Geburtstag ihrer ältesten Schwester aus. Doch in den Tagen vor dem Fest werden alte Erinnerungen wach und einige Geheimnisse kommen ans Tageslicht.Meiner Meinung nach müssen Familienromane wirklich gut geschrieben sein, damit ich mich nicht allzu schnell langweile. Daher war ich zu Anfang etwas skeptisch, als ich das Buch am Wochenende vor dem Buchclubtreffen in die Hand nahm. Meine Zweifel waren aber unbegründet, denn das Buch ist sehr gut geschrieben und schafft es, den Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit gut miteinander zu verweben.Da das Buch an die Wahrheit angelegt ist (die drei Protagonistinnen sind Anne Gesthuysens Großtanten gewesen), fand ich es noch ein wenig interessanter. Ebenso fand ich es gut, dass es bei uns in der Nähe am schönen Niederrhein spielt in der Gegend um Xanten. Die Niederrheiner wurden in meinen Augen treffend in dem Buch porträtiert und ich habe mich und meine Familie so manches Mal in den Beschreibungen wiederentdeckt. Ich hätte es nur gut gefunden, wenn das Platt mehr im Buch benutzt worden wäre und nicht nur als ein paar Ausdrücke oder bestimmte Wörter."Nach all den Jahren gab es zwischen ihnen seh viel vermintes Gelände, was Paula oft bedauerte. […] Außedem sprach man in der Familie über gewisse Dinge einfach nicht. Man schwieg sie tot. Sture Niedderheiner sind wir, stellte Paula wieder einmal fest, diskutieren, das ist einfach, das konnten wir schon immer, aber ehrlich sagen, was man fühlt, das haben wir nie gelernt."- Seite 57Positiv hervorheben möchte ich, dass die Beziehung der drei Schwestern sehr deutlich wurde und eine tolle Entwicklung durchgemacht hat, sodass am Ende scheinbar unmögliche Dinge möglich wurden. Alle drei sprangen am Ende doch noch über ihren Schatten und das entlockte mir doch manchmal ein Schmunzeln. Katty, Gertrud und Paula sind mir im Laufe des Buches immer mehr ans Herz gewachsen, aber mein insgeheimer Liebling war von Anfang an Paula, da ich mich mit ihr am meisten identifizieren konnte.Fazit und EmpfehlungEin schöner, kurzweiliger Familienroman, in dem so manches Geheimnis aufgedeckt wird und die Schwestern auch nach fast 100 Jahren ihre Beziehung zueinander noch vertiefen. Lediglich der spärliche Gebrauch des niederrheinischen Platts hat mich ein wenig enttäuscht.

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  • Gertud, Paula und Katty....und der 100. Geburtstag!

    Wir sind doch Schwestern

    Miamou

    19. December 2016 um 10:18

    Gertrud wird 100 Jahre alt und ihre Schwester Katty ist der Überzeugung, dass das groß gefeiert gehört und so lädt sie mit der dritten Schwester, Paula, im Bunde, zum großen Fest auf den Tellemannshof. Doch das Zusammentreffen der drei ist nicht nur idyllisch, sehr schnell kommen Emotionen hoch, die angeblich schon vergessen sein sollten. Jede der Schwestern hat ihr Päckchen zu tragen, aber in all den Jahren kam es nie zu einer wirklichen Aussprache. Die drei Schwestern Gertrud, Paula und Katty könnten eigentlich unterschiedlicher nicht sein. Jede hat so ihre Eigenheiten, welche mir aber fast zu oberflächlich herausgearbeitet wurden. Gertrud als Älteste wurde unverhofft zum Familienoberhaupt und kümmert sich natürlich um ihre jüngeren Schwestern, auch wenn sie mittlerweile schon 100 Jahre ist. Grundsätzlich ist sie eine wirklich starke Frau und wenn man sie in die Zeitgeschichte setzt, ist sie an manchen Stellen eine sehr moderne Frau, die sich gerne gegen Konventionen aufbäumt, aber trotzdem wurde sie für mich erst auf den letzten Seiten so wirklich griffig. Im Grunde erst dann, als sie ihre Zeugenaussage vor Gericht machte, denn erst dann wurde klar, wo sie wirklich stand. Paula hätte die sympathischste Schwester werden können. Als „Sandwichschwester“ hat sie eindeutig so etwas wie eine Vermittlerrolle zwischen Gertrud und Katty. Sie geht so ein wenig den vorgezeichneten Weg und trotzdem ist nicht alles eitel Wonne, auch wenn sie dabei ihre humorvolle Art bewahren kann. Ihre Lebensgeschichte sondert sich ein wenig von den beiden anderen Schwestern ab, deren Leben sich doch schicksalshaft mehr verwebt hat. Paulas Leben bleibt nicht uninteressant, passte aber nicht wirklich in den eigentlichen Handlungsstrang hinein, sodass besonders im Mittelteil für mich sehr unklar war, wohin die Reise gehen soll. Katty war für mich die Schwester, die am skrupellosesten wirkte, was sie für mich nicht wirklich sehr sympathisch machte. Ohne Frage hatte sie auch ihre guten Seiten, aber an einigen Stellen hat mir vor ihrem Verhalten regelrecht gegruselt. Und dann gibt es noch Heinrich Hegmann, der „Schuld“ an Allem ist. Zugegeben war er wirklich ein sehr eigenartiger Charakter. Einerseits tritt er als der große Mann und Gutsverwalter auf, andererseits lässt er sich dann sehr von den gesellschaftlichen Normen herumkommandieren und stürzt sich liebestrunken in seine eigene Misere. Anna Gesthuysen schiebt immer eine andere der drei Schwestern ins Rampenlicht und macht so ihre Lebensgeschichten für den Leser zugänglich. Diese Art des Erzählens finde ich wirklich gut, weil zu Beginn das Ende in einer gewissen Weise schon verraten wird, aber erst im Laufe des Buches klar wird, wie es zu diesem Ende gekommen ist. Auch der Schreibstil ist klar und lässt sich gut lesen. An manchen Stellen war aber aus der Geschichte heraus für mich einiges unklar. Im Buch wird zu einem großen Teil der Zweite Weltkrieg geschildert, scheinbar ist dieser aber am Tellemannshof dann doch vorbeigegangen. Es war immer von den Alliierten die Rede, aber wie das Ganze dann tatsächlich ausging, war mehr eine Randnotiz. Und dass sich auf einem Gut wie dem Tellemannshof keine Flüchtlinge blicken ließen bzw. niemand kam, um um Essen zu betteln scheint doch eigenartig. Ja, es sind Kleinigkeiten und dadurch, dass eigentlich die Geschichte der Schwestern erzählt wurden, wären es eher unscheinbare Details gewesen, die aber mehr Authentizität in die Handlung gebracht hätten. Auch sonst wird sehr vieles kurz angerissen, aber nicht wirklich auserzählt. Es werden Themen eingeworfen, wie etwa der Antisemitismus in der Zwischenkriegszeit, die „Goldenen 20er Jahre“ oder wie sich die Republik nach dem zweiten Weltkrieg wieder auf die Beine gestellt hat, aber alles nur so nebenbei. Dabei wäre dafür wirklich Platz gewesen, da jede der drei Schwestern diese Themen hautnah erlebt hat. Es hatte also ein rundes, zeitgeschichtliches Buch werden können. Die Autorin beschreibt im Nachwort, dass sie das Leben ihrer drei Großtanten beschrieben hat. Sie meint, dass es keine wahre Geschichte ist, aber dass es durchaus wahre Elemente darin geben wird. Sie hat auch ihre Quellen preisgegeben und ich will ihr gar nicht absprechen, dass sie sehr viel Recherchearbeit betrieben hat, was das Leben der drei Schwestern angeht. Und trotzdem fehlte mir in der Geschichte der Funken an Emotionalität und in gewisser Weise auch der Rote Faden. Erst im letzten Drittel konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen, was aber Gesamt gesehen, einfach zu wenig ist. 2,5 Sterne von mir…

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 24.09.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   239 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  646 Punkte Beust                                          ---   302 Punkte Bibliomania                               ---   201 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  397,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 253 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   130,5 Punkte Code-between-lines                ---  136 Punkte eilatan123                                 ---   53 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   168 Punkte Frenx51                                     ---  82 Punkte glanzente                                  ---   82 Punkte GrOtEsQuE                               ---   78 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   157 Punkte Hortensia13                             ---   130 Punkte Igelchen                                    ---   25 Punkte Igelmanu66                              ---  178 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   122 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte katha_strophe                        ---   53 Punkte Kattii                                         ---   78 Punkte Katykate                                  ---   110 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   142 Punkte Kuhni77                                   ---   114 Punkte KymLuca                                  ---   103 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   259 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   226 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   92 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  131 Punkte Nelebooks                               ---  235 Punkte niknak                                       ----  285 Punkte nordfrau                                   ---   97 Punkte PMelittaM                                 ---   213 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   115 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 65 PunkteSandkuchen                              ---   205 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   178 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   279 Punkte SomeBody                                ---   178,5 Punkte Sommerleser                           ---   198 Punkte StefanieFreigericht                  ---   213,5 Punkte tlow                                            ---   149 Punkte Veritas666                                 ---   117 Punkteverruecktnachbuechern         ---   61 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   179 Punkte Yolande                                       --   171 Punkte

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    • 2414
  • was fürs Herz

    Wir sind doch Schwestern

    KarinFranke

    Katty, Gertrud und Paula sind Schwestern und haben sich versammelt, um Gertruds 100. Geburtstag zu feiern, drei starke Frauen, die trotz ihrer Verbundenheit immer noch das eine oder andere Geheimnis voreinander haben. Anne Gesthuysen verwebt in ihrem Roman geschickt Gegenwart und Vergangenheit und erzählt Geschichten, die sich quer durch das 20. Jahrhundert ziehen. Normalerweise sind Familiensagas nicht meins, aber diese Geschichte kann ich nur wärmstens weiterempfehlen. Die Frauen sind liebevoll gezeichnet und obwohl jede auch Eigenschaften besitzt, die sie in schlechterem Licht zeigen, überwiegt die Sympathie für jede der drei Schwestern. Man verfolgt interessiert die Höhen und Tiefen ihres Lebens. Ich bin eigentlich Krimi-Fan, muss aber gestehen dass mich dieses Buch ebenfalls gepackt hat und ich es nur zögernd aus der Hand legte. Es ist so lebendig erzählt, man erfährt so viele interessante Dinge aus früheren Zeiten (allein diese machend das Buch schon lesenswert), dass man am Ende fast traurig ist, die alten Damen nicht noch länger begleiten zu können. Eine eindeutige Leseempfehlung und damit 5 Sterne  

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    • 3
  • Unterhaltsame Zeitzeugengeschichte, die gesellschaftliche Konventionen des 20. Jahrhunderts zeigt

    Wir sind doch Schwestern

    sommerlese

    13. September 2016 um 10:16

    Mit ihrem Roman "*Wir sind doch Schwestern*" hat "*Anne Gesthuysen*" 2012 ihr Erstlingswerk geschrieben. Das Buch erscheint im "*Piper Verlag*". Gertrud wird 100. Das Geheimnis ihres langen Lebens: "Starker Kaffee ohne alles und jeden Tag um elf Uhr einen Schnaps." Mit ihren Schwestern Katty und Paula lädt sie zum großen Fest. So unterschiedlich die drei sind, haben sie doch vieles gemeinsam: Eigensinn, Humor und Temperament, das in diesen Tagen auch mal mit den alten Damen durchgeht; schließlich lauert hier auf dem Tellemannshof in jedem Winkel die Erinnerung ... Gertrud ist mit fast 100 die älteste der drei Schwestern, sieht noch gut, nur das Gehör lässt zu wünschen übrig. Paula kann kaum noch sehen, hat aber immer ein offenes Ohr für ihre Schwestern. Und Nesthäkchen Katty möchte auch mit 84 Jahren Feste feiern, wie sie fallen. Allen drei Schwestern gemeinsam sind Eigensinn, Humor und eine angeborene Kreislaufschwäche, die mit exorbitant starkem Kaffee und gutem Schnaps bekämpft wird – so auch in diesen Tagen auf dem Tellemannshof, wo in jedem Winkel die Erinnerung lauert. Und so kommt es wie es kommen muss, bei den Festvorbereitungen für die Geburtstagsfeier holen die Erinnerungen die Schwestern ein. Es ist unterhaltsam wie die drei Frauen, die alle einen starken Willen und einen besonderen Humor haben, sich gegenseitig zwar lieben, aber doch immer wieder in Streitigkeiten verfallen. Die Vergangenheit ist zwar schon lange vorbei, aber noch lange nicht aufgearbeitet. Zu viele Schicksalsschläge und familiäre Bindungen und Vorkommnisse haben sich all die Jahrzehnte über aufgestaut und kommen ihnen jetzt auf dem Tellemannshof wieder in den Sinn. Das führt zu Streit, sind doch einige Dinge nie offen angesprochen worden und die klärenden Worte fanden nie statt. Es kommt mitten in den Geburtstagsvorbereitungen zu Konflikten, aber auch zu urkomischen Situationen. Dieser Roman ist eine lesenswerte Lektüre über die sozialen und politischen Aspekte des letzten Jahrhunderts. Außerdem verdeutlicht er mit welchen Alltagsproblemen die damalige Generation umzugehen hatte. Der Erzählstil ist flüssig und sehr unterhaltsam. Anne Gesthuysen ist es gelungen, die gesellschaftlichen Konventionen darzustellen und in die Rahmenhandlung der Familiengeschichte einzubauen. Man erlebt die Zeit und ihre geltenden Normen, sieht Standesdünkel und Homosexualität, die damals noch strafbar war und erkennt wie die drei Frauen in ihrer Zeit gefangen waren. Obwohl man die Schwestern über einen langen Zeitraum begleitet, fehlt es mir an tieferen Einblicken in ihre Charaktere. Diese Geschichte zeigt das Leben, das Älterwerden und gibt durch Zeitzeugen einen Blick auf das vergangene Jahrhundert frei. Nicht mehr lange und dann werden auch diese Stimmen verstummen.

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  • Eine Familiengeschichte vom Niederrhein

    Wir sind doch Schwestern

    Corsicana

    04. August 2016 um 10:32

    Dieses Buch hat alles, was zu einem richtig guten Schmöker gehört. Interessante Protagonisten, tragische und schöne Geschichten und einen spannenden Aufbau durch abwechselnde Zeit-Ebenen.Ein Buch, um es hintereinander weg zu lesen.Wie der Titel schon sagt, geht es um drei Schwestern. Gertrud ist die Älteste, sie wird in Kürze 100 Jahre alt. Und dies soll gebührend gefeiert werden. Organisieren wird dieses Fest ihre jüngere Schwester Katty, diese ist "erst" 84 und war ihr Leben lang eine begnadete Feier-Organisatorin (heute würde man wohl "Event-Managerin sagen). Die dritte Schwester, Paula, reist auch an. Sie ist kaum jünger als Gertrud, nämlich 98 Jahre alt. Stattfinden wird alles auf einem Hof am Niederrhein. Und dieser Hof spielt eine besondere Rolle in der Geschichte.Kurz bevor die Schwestern anreisen, findet Katty in einem Geheimfach in einem Schrank einen Aktenordner mit einem alten Gerichtsfall, der damals eine peinliche Sensation am Niederrhein war. Katty war in diesen Fall verwickelt - und auch ihre Schwestern können sich noch gut an diesen Fall erinnern. Und sie kommen ins Grübeln und überlegen, ob es nicht so langsam an der Zeit wäre, das "Nicht-Darüber-Reden" (was am Niederrhein wohl sehr beliebt ist) zu beenden und endlich reinen Tisch zu machen.Und so wird abwechselnd von den Geburtstags-Vorbereitungen und von den damaligen Geschehnissen berichtet, die im Gerichtsfall ihren Höhepunkt fanden. Daraus entwickelt sich die Geschichte eines ganzen Jahrhunderts und die Geschichte eines Bauernguts am Niederrhein. Es gibt Familienstreitigkeiten, glückliche und unglückliche Ehen, aus Standesdenken oder sonstigen Gründen verhinderte Liebesbeziehungen, Gefängnisstrafen aufgrund des Paragraphen 175 (Homosexualität), die politische Entwicklung zu Beginn der Bundesrepublik, Krieg und Frieden. Ein packendes Zeitdokument in Romanform.Die Autorin hat den oben erwähnten Aktenordnerwohl in ihrer Familie entdeckt, die drei Schwestern waren ihre Großtanten. Auf dieser Grundlage wurde ein Roman geschrieben, der zwar fiktiv ist, jedoch die Zeit und deren Bedingungen sehr schön aufzeigt. Interessant sind hier vor allem auch die (für die damalige Zeit) schon sehr gut ausgebildeten und eigenständigen Frauenpersönlichkeiten.Für mich war das Buch ein richtiger Lese-Genuss!  

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  • Anne Gesthuysen - Wir sind doch Schwestern

    Wir sind doch Schwestern

    Aoibheann

    06. July 2016 um 11:59

    Ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen regelrecht verschlungen. Die Geschichte der drei Schwestern hat mich sehr gefesselt und auch bewegt.Die wechselnde Erzählweise zwischen Erinnerungen an vergangene Zeiten und dem aktuellen Geschehen empfand ich als sehr gelungen umgesetzt. Mein einziger Kritikpunkt ist, dass die "Weltgeschichte", die alle drei zweifelsohne miterlebt haben, etwas zu kurz abgehandelt wird. Das hätte für meinen Geschmack ein wenig mehr ausgebaut werden dürfen. Aber wahrscheinlich würde es dann den Rahmen der Erzählung sprengen und eventuell ins langweilige abkippen - denn 100 Jahre Leben kompakt zu Papier zu bringen, nichts auszulassen und dazu noch die persönlichen Verhältnisse zu berücksichtigen, ist für einen Autor sicher keine leichte Aufgabe. Von daher ist das aus meiner Sicht auch nur ein Minipunkt zu bemängeln.Mir hat gefallen, dass die Autorin die drei Frauen nicht nostalgisch weichgezeichnet hat, nicht immer eine Friede- Freude-Eierkuchen-Stimmung herrscht. Denn allzu leicht hätte es auch eine "Früher war alles besser"-Geschichte werden können.Ich habe mich während des Lesenmich oft an Erzählungen meiner Oma und Uroma erinnern müssen und dadurch noch wieder einen anderen Zugang zu dem Buch bekommen. Besonders berührt hat mich der kurze Epilog. Natürlich, die Hauptperson feiert ihren 100. Geburtstag, ein Happy End ist bei so einem Buch nur bedingt zu erwarten. Aber die kurze und einfühlsame Schilderung, wie weit der Lebensweg der Schwestern auf dieser Welt noch voranschreitet, hat mir quasi eine Ganzkörpergänsehaut beschert. Ich vergebe von Herzen gerne 5 Sterne.

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  • Eine interessante und rührende Reise in die Vergangenheit

    Wir sind doch Schwestern

    KerstinTh

    20. June 2016 um 17:36

    Bei „Wir sind doch Schwestern“ handelt es sich um das Portrait dreier Frauen. Es ist eine Zeitreise in welcher einige Familiengeheimnisse aufgedeckt werden. Der Leser taucht in berührende Lebensgeschichten ein und lernt den Tellemannshof und vor allem die drei Schwestern von vielen Seiten kennen. Es beginnt mit dem 100. Geburtstag von Gertrud. Gertrud möchte diesen mit ihrer zwei Jahre jüngeren Schwester Paula und dem Nesthäkchen Katty, 84, feiern. Dazu treffen sie sich bei Katty auf dem Tellemannshof. Während die Festlichkeiten vorbreitet werden startet der Leser zu einer Reise in die Vergangenheit. Wobei die Lebensgeschichten der drei Schwestern aufgedeckt werden. Auch die Schwestern lernen noch andere Seiten und kleine beziehungsweise größere Geheimnisse ihrer Schwestern kennen. Nebenbei lernt der Leser auch noch etwas über das Weltgeschehen der einzelnen Epochen. Der Roman ist in verschiedene Kapitel aufgeteilt, welche teilweise in der Vergangenheit und manche in der Gegenwart spielen. So erlebt der Leser die Vergangenheit sozusagen „live“ mit. Ich kann diesen Roman wärmstens empfehlen. Es ist sehr interessant, spannend und auch berührend mit den drei Schwestern durch die letzten 100 Jahre zu wandern!

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  • Ein wunderbares Buch, das mich sehr berührt hat

    Wir sind doch Schwestern

    Tammy1982

    Die Schwestern Katty, Paula und Gertrud treffen sich auf dem Gutshof, auf dem Katty lebt, um den 100. Geburtstag von Gertrud zu feiern. Alle drei haben mittlerweile ein stattliches Alter erreicht - Gertrud wird 100, Paula ist 98 und das "Nesthäkchen" Katty 84 -, aber das hindert sie nicht daran extra starken Kaffee zu trinken, um 11 einen Schnaps zu heben und bis in die Puppen aufzubleiben. Jedoch muss anlässlich des Geburtstags nicht nur gefeiert, sondern auch die Zukunft geplant und die Vergangenheit bewältigt werden und gerade die drei haben sehr viel erlebt. Von der ersten Seite an, habe ich die drei Schwestern in mein Herz geschlossen und nach der letzten Seite fand ich es richtig schade, dass ich jetzt nichts mehr über sie lesen kann. Das Buch wechselt dabei in seiner Erzählweise immer wieder zwischen der Gegenwart und den Erinnerungen einer der Schwestern. Dabei wird nicht das gesamte Leben der Schwestern nacherzählt, sondern wichtige und prägende Momente, also wirkliche Erinnerungen wiedergegeben. Dabei sind Gegenwart und Erinnerungen so gut miteinander verwoben, dass ich nie in meinem Lesefluss irgendwie gestört wurde und mich einfach von der Geschichte tragen lassen konnte. Jede der Schwestern wird vortrefflich charakterisiert und ich hatte sie immer sofort vor meinem geistigen Auge. Dabei musste ich teilweise gerade über Paula und ihre Selbstironie oft herzlich lachen und am Ende flossen bei mir dann doch vor lauter Rührung die Tränen. Herrlich auch, wie die drei mit ihrem Alter umgehen, sich selber nicht mehr zu ernst nehmen und über ihre Schwächen auch mal hinweg lachen. Wenn ich mir etwas wünsche, dann das ich auch so im Alter sein werde! Das Leben der drei Schwestern war auf jeden Fall nie langweilig. Haben doch gerade die beiden Ältesten beide Weltkriege miterlebt und jede von ihnen auf einiges verzichtet und viele schöne, aber auch viele schlimme Dinge erlebt. Trotzdem haben sie sich alle ihren Humor, ihren Verstand und ihren Lebenswillen erhalten und es hat einfach Spaß gemacht ihnen zu folgen. Ganz besonders begeistert mich dabei, dass es sich nicht um fiktive Personen handelt, sondern die Autorin tatsächlich die Geschichte ihrer drei Großtanten niedergeschrieben hat. Als ich dies im Nachwort gelesen habe, musste ich gleich noch mehr Tränen herunter schlucken. Insgesamt ein wunderbares Buch, dass mich sehr berührt hat und das ein eindeutiger Buchtipp für mich ist! Dafür gibt es volle fünf Sterne.

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  • Rundum gelungener Roman

    Wir sind doch Schwestern

    Kenda

    26. January 2016 um 08:19

    Der Schreibstil: Mir hat die Schreibweise sehr gefallen. Der Roman ist emotional und auch locker geschrieben. Ich wurde sehr gut mitgenommen und konnte mich sehr gut hineinversetzen. Die Emotionen kamen gut rüber und stellenweise konnte ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen. Die Geschichte: Drei Schwestern, ein 100. Geburtstag und eine Zeitreise. Die Einblicke in die Vergangenheit der drei Frauen sind sehr gelungen. Die Charaktere: Katty, Paula und Gertrud, die drei Schwestern. Ich könnte gar nicht sagen wer mich am ehesten angesprochen hat. Alle drei sind sehr realistisch dargestellt und jede hat ihre Eigenarten die sie sympathisch und authentisch machen. Das Cover: Recht schlichtes Cover das mich sehr angesprochen hat. Rundet die Geschichte sehr gut ab. Ein stimmiger Roman der sich sehr gut lesen lässt und Emotional einiges zu bieten hat. Ich habe „Wir sind doch Schwestern“ sehr gerne gelesen und habe auch die Zeitreise sehr genossen. MEIN FAZIT: Ein rundum gelungener Roman der sich sehr gut lesen lässt. Die Zeitsprünge sind offensichtlich und geben dem Roman Tiefe. Ich kann diesen Roman absolut empfehlen. 

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  • Langatmig und nur an der Oberfläche kratzend...

    Wir sind doch Schwestern

    WildRose

    17. January 2016 um 18:11

    Anne Gesthuysen hat in "Wir sind doch Schwestern" das Leben ihrer Großtante und deren beiden Schwestern in Romanform aufgearbeitet. Im Grunde genommen versprach dieses Buch also, eine höchst interessante Lektüre zu sein. Ausgangspunkt der Geschichte ist das Zusammenkommen der drei Schwestern Katty, Gertrud und Paula auf dem von Katty geführten Tellemannshof, um Gertruds hundertsten Geburtstag zu feiern. Doch nach und nach wird den Schwestern klar, dass viele Dinge zwischen ihnen bislang unausgesprochen geblieben sind - und ihnen für die Klärung dieser Angelegenheiten altersbedingt nich mehr viel Zeit bleibt... Eigentlich Stoff für einen richtig guten Roman, der sich an wahre Ereignisse anlehnt. Leider empfand ich die Umsetzung des Buches aber als wenig gelungen. Abwechselnd wird aus den Perspektiven der Schwestern erzählt, wobei sich der Schreibstil der Autorin jedoch nicht der jeweiligen Person anpasst. Das fand ich schade, da ich es schön finde, wenn in einem Buch auch alle Protagonisten eine einzigartige, unverwechselbare "Stimme" haben. Zahlreiche Rückblicke in die Vergangenheit enthält "Wir sind doch Schwestern" ebenso - allerdings empfand ich diese als ziemlich langweilig. Es geht hauptsächlich um Erlebnisse, die die drei Schwestern mit den Männern ihres Lebens gemacht haben. Das fand ich recht seicht, so, als hätten die Schwestern für sich keine eigene Persönlichkeit und als gäbe es über ihre langen, bewegten Leben nicht viel mehr zu erzählen als die Lebensgeschichten ihrer Ehe- oder Nicht-Ganz-Ehemänner. Als besonders mühsam empfand ich die Geschichte um Katty, die jahrzehntelang als Heinrich Hegmanns treue Hauswirtschafterin arbeitete. Die Schilderungen ihrer Erlebnisse und die bizarre Scheidungsschlacht zwischen Hegmann und seiner Ehefrau  zogen sich zäh wie Kaugummi dahin und nahmen aus einem mir unerfindlichen Grund den Großteil des Buches ein. Nein, ich persönlich konnte mit diesem Buch nicht viel anfangen kann es daher auch nicht weiterempfehlen.

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  • Drei liebenswerte Schwestern

    Wir sind doch Schwestern

    Petra54

    06. November 2015 um 14:48

    Die Schwestern haben mich komplett begeistert. Alle sind sehr liebevoll beschrieben, man sieht sie direkt vor sich und kann all ihre Gedanken, Sorgen und Nöte leicht nachvollziehen. Die Lebensgeschichten der drei alten Damen hat mich sehr gerührt.

    Ich mag eben Bücher mit einer realistischen Geschichte - vor allem, wenn diese so hervorragend erzählt wird.

  • Drei Schwestern und ihr Leben

    Wir sind doch Schwestern

    brenda_wolf

    Anne Gesthuysens Roman „Wir sind doch Schwestern“ hat mich bereits mit den ersten Zeilen gefangen genommen. Katty erwartet ihre Schwestern zu Besuch. Sie wollen gemeinsam Getruds 100sten Geburtstag feiern. Beim Aufräumen fällt ihr, gut versteckt in einem Schrank, ein alter Aktenordner in die Hand. Heinrich hatte sie vor seinem Tod gebeten den Ordner zu vernichten. Sie hatte es vergessen. 'Im Namen des Volkes' liest sie. Und weiter: Die Klägerin behauptet, der Beklagte unterhalte intimen Umgang mit der Zeugin Franken. Die Zeugin Franken, das war sie. Was hier zu lesen ist, hatte sich vor mehr als 50 Jahren zugetragen. Katty kam im Alter von vierundzwanzig Jahren auf den Tellemannshof, nachdem Heinrich Hegmanns Ehefrau verstorben war, um dessen Haushalt zu führen und für den Sohn Theodor (13) da zu sein. Theodor verstarb in jungen Jahren auf dem Felde der Ehre. Getrud war einst mit Heinrichs Bruder Franz verlobt gewesen. Zwischen Gertrud und Heinrich bestand von Anfang an eine starke Abneigung. Franz war im Krieg als Flieger gefallen und Getrud blieb allein. Gertrud führte ein verantwortungsbewusstes Leben als Rektorin einer Schule, aber sie war kein fröhlicher Mensch. Sie wurde 100 Jahre, doch die meisten davon war sie verbittert gewesen. Als einzige von den Schwestern war die immer fröhliche Paula verheiratet gewesen. Jetzt mit ihren 98 Jahren war sie fast blind und nichts destotrotz noch immer ein Ausbund an guter Laune. Ihr bereitete es oft diebisches Vergnügen kleine Unverschämtheiten auszuteilen. Aber ihre Ehe wurde einst geschieden. Ich möchte nicht mehr verraten. Man muss das Buch einfach selber lesen. Die Protagonistinnen sind zwar altersbedingt ein bisschen schrullig, aber liebenswert schrullig. Ich mochte sie sehr. Sie haben ihr Leben gemeistert, trotz all der Härten die das 20. Jahrhundert mit sich brachte. Sie waren nicht immer einer Meinung, aber sie haben doch immer zusammengehalten. Und das ist das Besondere an Schwestern. Ich kann das gut nachempfinden, auch wir sind drei Schwestern und gehen gemeinsam durch dick und dünn. Anne Gesthuysen präsentiert uns mit ihren Großtanten nicht nur ein Stück Zeitgeschichte, wir spüren auch etwas von der Würde des Alters, die von den drei Damen ausgeht, es umgibt sie eine ganz besondere Aura. 100 Jahre alt zu werden hat schon auch was Magisches und dann noch so ‚beieinander‘ zu sein wie diese Damen, die trotz ihres Alters vor Leben sprühen. Beneidenswert. Die Autorin schreibt eindrucksvoll und in einer gut lesbaren Sprache. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es ist ein Buch das über längst vergangene Ereignisse, über Stolz, Schuldig werden und Gefühle erzählt, die im Rückblick zwar noch immer schmerzen jedoch an Schärfe verlieren. Und das ist gut so. Quintessenz: Um Frieden zu schließen muss man verzeihen können. Und dafür braucht es Liebe. Für mich war das Buch ein Glanzlicht in diesem Leseherbst.

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