Nachdem ich das Buch beendet hatte, musste ich die Story erst einmal ein paar Tage sacken lassen.
Aber dazu gleich mehr.
Die Protagonistin Maggie versucht nach einem schweren Schicksalsschlag wieder zurück in ein selbstständiges Leben zu finden. Mit einer sehr guten Portion Sarkasmus geht sie die Sache an, sieht und kommuniziert aber auch ganz klar ihre körperlichen und mentalen Grenzen, was zeigt, welch geistige Reife sie besitzt.
Sie redet offen über ihren Unfall, ganz dem Motto "Karten auf den Tisch".
Zu Beginn hatte ich Tom etwas falsch eingeschätzt und habe mich vor Maggie etwas beeinflussen lassen. Ziemlich schnell zeigt er aber seine liebevolle Seite. Die Dynamik zwischen den beiden gefällt mir wahnsinnig gut. Sie gehen respektvoll miteinander um, kommunizieren ehrlich auf Augenhöhe und reden nicht seitenlang um den heißen Brei herum. Die zwei harmonieren einfach miteinander.
Neben dem leichten und flüssigem Schreibstil finde ich die bildliche Darstellung von Schmerz sehr interessant. Die "knirschenden Scherben" machen ihn während des Lesens umso greifbarer.
Auch die Beschreibung der Therapie beeindruckt mich sehr. Sie fühlt sich für mich sehr realistisch an, da nicht nach zwei Sitzungen und ein paar verdrückten Tränchen ein Friede Freude Eierkuchen erwartet, sondern gezeigt wird, dass echte Arbeit und haufenweise Emotionen dahinter stecken.
Wo wir mitunter an dem Punkt wären, der mich echt schockiert hat. Zuerst dachte ich, das wird eine "2 schlimme Schicksale - wir schaffen das gemeinsam" Story. Ohoho weit gefehlt, mit diesem Plot hatte ich nicht gerechnet und er hat mich emotional so mitgenommen, dass ich zwischendurch das Buch zur Seite legen musste. Es ist lange her, dass mich ein Buch emotional so mitgerissen hat.
(An dieser Stelle möchte ich explizit auf die Triggerliste hinweisen!)
Von mir eine klare Leseempfehlung.






























