Anne Goldmann Triangel

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Inhaltsangabe zu „Triangel“ von Anne Goldmann

Drei Arten von Isolation Regina, erfahrene Schließerin in einer Strafvollzugsanstalt, hat sich einen Traum erfüllt: ein Refugium außerhalb der Stadt, ein idyllisches Häuschen mit wunderschönem Garten, wo sie die Härten ihres Alltags vergessen und ganz für sich sein kann. Ermöglicht wurde dieser Befreiungsschlag durch die Bekanntschaft mit der Angehörigen eines Häftlings: Die ältere Johanna brauchte Hilfe und wurde Reginas Wahltante. Doch das Paradies ist schon bedroht. In der dörflichen Gemeinde sieht man die zupackenden Frauen schief an, und als sie einem lokalen Strippenzieher in die Quere kommen, werden sie zur Zielscheibe übler Nachrede. Auch Johannas Gesundheit lässt rapide nach. Unterdessen wird nach siebzehnjähriger Haft ein Mörder auf Bewährung entlassen. Hassler scheint geläutert und willig, seine zweite Chance wie ein braver Bürger zu nutzen. Aber es ist nicht leicht, einen würdevollen Job zu finden. Außerdem hat Hassler noch eine ganz alte Rechnung offen … Als Johanna eines Nachts friedlich stirbt, steht Regina plötzlich allein da. Zwar erbt sie das Haus, doch bald häufen sich unangenehme Vorfälle. Die lockere Beziehung zu ihrem Kollegen Paul krankt an unvereinbaren Erwartungen: Paul will mehr Nähe, Regina nicht. Dann macht sie im Garten einen grausigen Fund – und muss sich fragen, ob Johanna ihr folgenschwere Dinge verschwiegen hat. Ein Alptraum beginnt … "Triangel" ist ein hintergründiger Thriller. Sachte entfaltet die packende Story ein Panorama aus zunehmender Vereinzelung und Ohnmachtsverhältnissen: Sanft und zugleich gnadenlos erzählt Anne Goldmann von Ängsten, Abschottung und innerer Isolation.

Leise Spannung, überzeugende Charaktere und eine bedrohliche Atmosphäre. Wie immer bei Anne Goldmann: sehr empfehlenswert!

— DunklesSchaf

Ein außergewöhnlicher Krimi, den zu Lesen es sich ohne Zweifel lohnt!

— nicolas_sender

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  • Bedrohlich: Triangel - Anne Goldmann

    Triangel

    DunklesSchaf

    16. January 2017 um 15:03

    Ganz lange habe ich es herausgezögert, dieses Buch zu lesen. Nicht, weil ich nicht wollte. Oder gar Angst hatte, dass es mir nicht gefallen würde. Nein, ich habe aus einem ganz einfach Grund gezögert: wenn ich “Triangel” würde gelesen haben, hätte ich kein neues, mir unbekanntes Buch von Anne Goldmann, auf das ich mich freuen kann. Anne Goldmann habe ich bis jetzt schon zweimal auf der Leipziger Buchmesse getroffen und immer sehr interessante Gespräche mit ihr geführt. Ich mag sie als Person sehr gerne, aber vor allem mag ich Ihre Bücher. Da das Schreiben bei ihr nur der Nebenjob ist, versteht sich, dass die Bücherproduktion nicht am laufenden Band statt finden kann, doch bis jetzt hatte ich noch früher erschienene Bücher in petto. Jetzt muss ich dann doch ein wenig Geduld aus mir herauskitzeln, bis der nächste spannende Krimi von ihr erscheinen wird. Denn das kann ich garantieren – spannend wird er sein, der nächste Krimi, denn da hat mich Anne Goldmann noch nie enttäuscht. Ihre Bücher sind wahre Spannungserlebnisse und das ganz ohne Polizei und Detektive, ganz ohne blutkreischende Orgien oder Serienmörder. Leise, fein und bedrohlich. Regina Aigner ist Justizwachebeamtin. Hier hat sie mit den schweren Jungs zu tun – sowohl hinter als auch vor den Gittern, denn eine Frau im Männerknast muss sich schon behaupten können. Dabei versteckt sich Regina dort eigentlich – hinter Uniform und geregelten Abläufen. Einzig ihr Haus im Grünen erlaubt es ihr, die schützende Hülle abzuwerfen und sie selbst zu sein. Hier ist sie gerne, renoviert und erweitert das Haus um einen Wintergarten, kümmert sich um die Blumen und genießt die Sonnenstrahlen. Doch auch dieser Rückzugsort bleibt nicht ewig unentdeckt. Regina muss sich nicht nur mit Mobbing im Dorf und einem liebestollen Kollegen zurecht finden, sondern auch mit einem entlassenen Häftling, der es auf das Wertvollste in ihrem Leben abgesehen hat: ihren Rückzugsort. Regina Aichner ist eine unbequeme Protagonistin. Spröde ist wohl das Wort, welches mir als erstes durch den Kopf gehuscht ist. Sie ist zurückhaltend und verschlossen, in der Männerwelt, die sie betritt, ist das mitunter auch nötig. Zwischen bärbeißigen Bemerkungen und väterlichen Ratschlägen ist es für sie nicht einfach, ihren Job zu machen. Aber es ist genau der richtige Job für sie – dort muss sie nichts preis geben, kann ihre Vergangenheit für sich behalten. Regina ist nicht nur kühl, sie ist fast schon kalt, abweisend. Doch sie hat eine zweite Seite. Eine Seite, die sie nur zu Hause in ihrem kleinen Häuschen zeigt, eine Seite, die nur ihre Mitbewohnerin sieht. Hier kann sie loslassen und sie selbst sein. Zumindest wenn kein Besuch da ist. Doch auch in ihrem Haus hat man manchmal das Gefühl, dass sie nicht alles zeigt. Gar nicht alles zeigen kann, weil sie es gewohnt ist, nichts zu zeigen. Einzig der lauteste Kollege kann sich in Reginas Herz schleichen und bringt sie dazu, wirkliches Mitgefühl offen zu zeigen, aus ihrem Schneckenhaus auszubrechen. Regina erbt das Haus von ihrer Mitbewohnern Johanna – nein, sie hat sie nicht umgebracht, darum geht es in dem Krimi hier nicht. Aber schon um das Haus. Die Dorfbewohner, allen voran einer, neidet ihr das, aber auch ein Neffe mag ein Stück vom Kuchen abhaben. Ausgerechnet ein Ex-Knacki, der Regina bisher nur als Wachbeamtin kennen gelernt hat. Und dann ist da noch Kollege Paul, mit dem Regina eine lose Beziehung beginnt, der Regina aber schon als festen Bestandteil in seiner Zukunft sieht. Als Regina dann den Wintergartenbau beginnt und menschliche Knochen ausgräbt, dies aber für sich behält, ist die Aufstellung komplett, die Figuren sind positioniert. Als Leser mag man sich nicht oder nicht in allen Charakteren wiederfinden, aber immer sind diese stimmig erzählt, man nimmt ihnen ihre Handlungen ab. Man schüttelt den Kopf, wenn Regina den Knochenfund für sich behält, weil man es selbst anders machen würde, aber man versteht es. Weil es eben Regina ist. Sie ist so. Und nicht anders. Ganz sicher liegt die Spannung in diesem Roman nicht in reisserischer Aufmachung. Es schleicht sich leise an – so wie Frau Goldmann dies auch in ihren anderen Spannungsromanen vollzieht. Es ist das alltägliche Leben, welches bedrohlich wird, aber eben nach und nach. Hinzu kommen hier Charaktere, die alle Erwartungen haben, aber nicht miteinander darüber sprechen. Bestes Beispiel ist Reginas Freund. Eine Liebesbeziehung, Heirat, Kinder erwartet er – Regina hält es für eine lose Beziehung mit Sex. So stauen sich nach und nach Erwartungshaltungen an, Sehnsüchte bauen sich auf, falsch verstandene Gesten und Handlungen untermauern das Ganze, bis alle aufeinander treffen und der Knoten platzt – erstaunlicherweise ganz ohne Regina. Die Charaktere sind sich fern und doch untrennbar miteinander verwoben. Ein Knall scheint unausweichlich. Fazit: Alles was ein guter Spannungsroman benötigt: leise Spannung, überzeugende Charaktere und eine bedrohliche Atmosphäre. Wie immer bei Anne Goldmann: sehr empfehlenswert!

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  • ein etwas anderer Krimi

    Triangel

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    17. November 2013 um 16:37

    und ein wunderbares, sensibles Buch. 

  • Rezension zu "Triangel" von Anne Goldmann

    Triangel

    nicolas_sender

    01. April 2013 um 18:00

    Justizwachebeamtin Regina Aigner lebt fern der Hektik der Stadt in einem Häuschen mit wunderschönem Garten, wo sie sich vor dem Stress und Ärger des Alltags zurückziehen kann. Aber das Paradies wird bedroht. Üble Nachrede und zwei Männer belasten sie – der eine will Liebe, der andere Geld. Und beide haben etwas zu verbergen … Anne Goldmann ist ein spannender, gleichzeitig aber auch hintergründiger Thriller gelungen, in dem es weniger um ein Verbrechen, das aufgeklärt wird, geht, als vielmehr um Bedrohung und Ängste. Der Autorin gelingt es hervorragend dem Leser die Gefühle und Gedanken der Charaktere zu vermitteln. In ihrem Schreibstil spielen „Äußerlichkeiten“ eine kleinere Rolle. Emotionen und Denkvorgänge treten hervor. Die Spannung entsteht durch die permanente Bedrohung von Regina Aigner und den hervorragenden Beschreibungen der Ängste, mit denen die Charaktere zu kämpfen haben. Fazit: Ein außergewöhnlicher Krimi, den zu Lesen es sich ohne Zweifel lohnt!

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