Anne Grießer Das Heilige Blut

(22)

Lovelybooks Bewertung

  • 17 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 19 Rezensionen
(12)
(8)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Das Heilige Blut“ von Anne Grießer

Zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt, muss die junge Magd Fronika aus Mainz fliehen. Im kleinen Städtchen Dürn im Odenwald, ganz am Rande des Erzbistums, soll ihr Großonkel als Leutpriester wohnen. Nach einer gefahrvollen Reise findet sie Zuflucht im Pfarrhaus.
Doch ihr Glück währt nur kurz, wenige Tage später liegt der Priester im Sterben. Auf dem Totenbett beichtet er Fronika seine größte Sünde: Er hat das Blut Christi auf dem Altartuch vergossen und plötzlich erschien das Antlitz des Herrn auf dem Tuch, das er voller Furcht einfach versteckt hat. Seine fromme Nichte muss ihm versprechen, das Tuch zu bergen und in die richtigen Hände zu geben.
Doch an wen soll sich Fronika wenden? Als das Korporale seine heilende Kraft zu zeigen beginnt, gerät sie in höchste Gefahr, denn alle wollen sich des wundertätigen Tuchs bemächtigen, Priester und Gauner, Gläubige und Skeptiker.
Anne Grießer entwirft ein lebendiges Bild vom Streben einer jungen Frau im mittelalterlichen Walldürn zur Zeit der Anfänge der Wallfahrt, auf die sich bis heute Pilger aus Mainz, Köln und ganz Deutschland begeben.

Eine hochinteressante Reise in eine Zeit voller Glauben und Aberglauben.

— Igelmanu66

Gut recherchierter Roman über die Anfänge der Wallfahrt im 14. Jhd mit Krimi-Elementen. Empfehlenswert!

— Kopf-Kino

spannender Mittelalter-Roman rund um das Wunder von Walldürn

— irismaria

Es tut mir leid, aber mich konnte das Buch leider nicht fesseln und überzeugen ...

— hasirasi2

Spannende Geschichte über die Jagd nach einem Korporale im 14. Jahrhundert, dass später zum Gegenstand der Walldürner Wallfahrt wird.

— Smberge

Ein Highligt in Sachen Genre-Mix. Hier treffen gut recherchierte Historie, Glaube, Aberglaube und hochspannender Krimi aufeinander! TOP

— Floh

Gut recherchierter und stimmungsvoller und sehr, sehr spannungsreicher Mittelaltertrip mit winzigen Mängeln! Empfehlenswert!

— TochterAlice

Ein toller und spannender Ausflug ins Mittelalter

— Antek

Einfach toll. Spannend, unterhaltsam und historisch. Tolle Mischung.

— ChattysBuecherblog

ein spannender Blick in eine fremde Zeit des Glaubens und Aberglaubens

— gitta-edelmann

Stöbern in Historische Romane

Wintersaat

Schwächen: uneinheitlicher Stil, fehlende Buchstaben und Wörter, Zeichensetzung. Stärke: Bezug zur Region Münsterland und Hauptfigur!

wicherla

Tod im Höllental

Heute erst erschienen und innerhalb weniger Stunden „inhaliert“: sehr spannend, kurzweilig und amüsant. Wann kommt die Fortsetzung 😇???

hasirasi2

Das Fundament der Ewigkeit

Interessant, präzise Informationen zu den historischen Begebenheiten. Aber weniger wäre vielleicht mehr gewesen ...

sunlight

Matthew Corbett und die Hexe von Fount Royal - Band 2

Selbiges Spiel wie in Band I: Hier sitzt jeder einzelne Satz am richtigen Platz, die Charaktere sind hervorragend ausgearbeitet,...

Zwischen.den.Zeilen

Die Zeit der Rose

Kurzweilige, nette Unterhaltung,,,,

Angie*

Herrscher des Nordens - Thors Hammer

Fesselnder Auftakt der Trilogie rund um Harald Hardrage

Bellis-Perennis

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • So könnte es gewesen sein.

    Das Heilige Blut

    Wichella

    09. March 2017 um 12:07

    KlappentextZu Unrecht des Diebstahls bezichtigt, muss die junge Magd Fronika aus Mainz fliehen. Im kleinen Städtchen Dürn im Odenwald, ganz am Rande des Erzbistums, soll ihr Großonkel als Leutpriester wohnen. Nach einer gefahrvollen Reise findet sie Zuflucht im Pfarrhaus. Doch ihr Glück währt nur kurz, wenige Tage später liegt der Priester im Sterben. Auf dem Totenbett beichtet er Fronika seine größte Sünde: Er hat das Blut Christi auf dem Altartuch vergossen und plötzlich erschien das Antlitz des Herrn auf dem Tuch, das er voller Furcht einfach versteckt hat. Seine fromme Nichte muss ihm versprechen, das Tuch zu bergen und in die richtigen Hände zu geben. Doch an wen soll sich Fronika wenden? Als das Korporale seine heilende Kraft zu zeigen beginnt, gerät sie in höchste Gefahr, denn alle wollen sich des wundertätigen Tuchs bemächtigen, Priester und Gauner, Gläubige und Skeptiker. Anne Grießer entwirft ein lebendiges Bild vom Streben einer jungen Frau im mittelalterlichen Walldürn zur Zeit der Anfänge der Wallfahrt, auf die sich bis heute Pilger aus Mainz, Köln und ganz Deutschland begeben.Zum Autor, Biografie Anne Grießer ist 1967 in Walldürn geboren und lebt heute in Freiburg. Seit dem Ethnologie- und Germanistikstudium lebt sie ihre kriminelle Ader auf dem Papier und auf der Bühne aus. Als Mitglied der Theatergruppe Mordsdamen schreibt und veranstaltet sie interaktive Mitmachkrimis, sowie Dunkel-Dinners á la crime. Zahlreichen Kurzgeschichten, Theaterstücken und einem Kriminalhörspiel folgte 2006 der erste Kriminalroman. Mehrere Nominierungen für den Agatha-Christie-Kurzkrimipreis und Gewinnerin des Afrika-Kurzgeschichten-Wettbewerbs des Ronald-Henss-VerlagesEigene Meinung:Zum Inhalt möchte ich nicht noch mehr schreiben als schon im Klappentext steht. Vielmehr sollte man im Vorfeld wirkllich nicht wissen, wenn man das Buch lesen möchte und das kann ich nur empfehlen!Davon abgesehen, dass ich gerne historische Romane lese, hat mich das Buch gelockt, weil Walldürn hier in der Nähe liegt und ich das Städtchen sowie die Kirche dort kenne. So oder ähnlich wie im Roman geschildert, mag es sich damals im 14. Jahrhundert zugetragen haben, bevor Dürn zum Wallfahrtsort Walldürn wurde. Man kann an das glauben, was da geschildert wird oder auch nicht ( ich werde jetzt hoffentlich nicht gesteinigt wenn ich das so ausdrücke), es tut dem Roman keinen Abbruch. Ich nehme es als einen Mittelalterroman, der gut, flüssig und spannend geschrieben ist. Es geht um falsche Beschuldigungen, Verzweiflung , Aberglaube, Mord und natürlich auch um Liebe. Nicht nur das Geschehen, auch die Charaktere und die Atmosphäre dieser Zeit ist so was von gelungen dargestellt, dass man das Buch am liebsten in einem Rutsch durchlesen möchte. Einen halben Stern ziehe ich allerdings trotzdem ab. Die Zeit, in der Fronika auf dem Weg von Mainz nach Dürn ist, finde ich ein bissel kurz gehalten. Einen so langen Weg mit all den Gefahren hätte man etwas ausführlicher und detaillierter schildern können. Da habe ich den Eindruck, die Geschichte will endlich in Dürn ankommen, wo sie sich dann, ohne dass es was zu mäkeln gibt, zu einem richtigen mittelalterlichen Krimi entwickelt.

    Mehr
  • Lebendiges Mittelalter

    Das Heilige Blut

    Igelmanu66

    »Erschrocken hatte sie am Morgen nach Heinrich Ottos Tod dem Leichnam Augen und Mund verschlossen, um den bösen Blick daran zu hindern, einen Lebenden nachzuholen, und um der entwichenen Seele die Rückkehr in den toten Körper zu verwehren.« Dürn, im September 1391. Pfarrer Heinrich Otto ist alt und krank. Doch sich einfach dem Sterben ergeben kann er nicht, zu sehr lastet etwas auf seinem Gewissen, das er als große Sünde empfindet. Seiner Großnichte Fronika vertraut er sich an und fortan trägt sie die Verantwortung für das, was später als das Blutwunder von Walldürn bekannt werden sollte. Eine Verantwortung, die sie nie wollte, mit der sie nicht umzugehen weiß und die sie in große Gefahr bringen wird… Eine gleichzeitig fesselnde und unterhaltsame Geschichte wird hier erzählt. Fronika ist ein ganz gewöhnliches junges Mädchen, eine Küchenmagd ohne Bildung und ohne nennenswerte Zukunftsperspektiven. Das bisschen Sicherheit, das sie hat, wird ihr noch genommen, als sie zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt wird. Die Flucht zu ihrem Onkel, dem Pfarrer Heinrich Otto, wird sie vom sprichwörtlichen Regen in die Traufe bringen. Dieses Grundthema – junge Frau im Mittelalter steht unschuldig vor lebensbedrohlichen Problemen – ist nicht neu, hier aber wirklich lesenswert umgesetzt. Besonders gefiel mir, wie der damals existierende Volksglaube dargestellt wird. Dieses Nebeneinander von christlichem Glauben, enormer Frömmigkeit und mindestens genauso großem Aberglauben finde ich immer wieder faszinierend! Natürlich kann man dieses Phänomen aus heutiger Sicht erklären, das macht es aber nicht weniger interessant. Eindringlich wird gezeigt, wie manche diesen naiven Glauben, diese Unbildung der einfachen Menschen, für ihre Zwecke ausnutzten. Was kann man glauben? Wem darf man vertrauen? Zwei Fragen, die damals wie heute von enormer Wichtigkeit waren und sind. Die Spannung in der Geschichte, die sich hier entwickelt, wird zudem noch verstärkt durch gut eingesetzte Krimielemente. Ein paar andere Dinge in der Handlung (wie zum Beispiel die Liebesgeschichte) sind recht vorhersehbar, daher auch nur 4 Sternchen und nicht 5 ;-) Fazit: Eine hochinteressante Reise in eine Zeit voller Glauben und Aberglauben. Das Nachwort ergänzt historische Fakten und Legenden über den Ort der Handlung und zeigt auf, wie sich die Geschichte des Buchs entwickelte. Der Legende nach ereignete sich im Jahr 1330 in der kleinen Ortschaft Walldürn in Baden-Württemberg das Blutwunder von Walldürn. Damals verschüttete Pfarrer Heinrich Otto nach der Wandlung aus Unachtsamkeit das Blut Christi über ein Altartuch, woraufhin auf dem Tuch das Bild des Gekreuzigten entstand. Dem Tuch werden Heilkräfte zugesprochen und seit dem 15. Jahrhundert bis zum heutigen Tag pilgern Gläubige nach Walldürn, um das Tuch zu bewundern.

    Mehr
    • 10

    Cridilla

    02. February 2016 um 04:19
    Krimiwurm schreibt Das klingt sehr interessant - auch wenn es eigentlich nicht mein Genre ist.

    Dem schließe ich mich an! :)

  • zwischen falschen Reliquien und Wundern

    Das Heilige Blut

    Kopf-Kino

    Aber warum sollte sich überhaupt jemand Gedanken um ihren Aufenthaltsort machen? Sie war nur eine Küchenmagd, deren Schicksal niemand groß interessierte. Mainz, 1391: Um dem Scharfrichter zu entkommen, muss die junge Magd Fronika, die zu Unrecht des Diebstahls einer heiligen Reliquie beschuldigt wurde, übereilt ihre Heimatstadt verlassen. Mittellos begibt sie sich auf eine gefährliche Reise und flieht nach Dürn – in der Hoffnung, ihr einzig lebender Verwandter, ein Leutpriester namens Heinrich Otto, möge sich dort ihrer erbarmen. Das Schicksal jedoch meint es abermals nicht gut mit ihr: Ihr Großonkel liegt auf dem Sterbebett und vertraut ihr noch vor seinem Tod ein bis dato streng gehütetes Geheimnis an. Somit gerät Fronika rasch in einen tödlichen Strudel aus Intrigen und Verrat, da bereits viele Hände nach dem Geheimnis, einem wundersamen Korporale, greifen wollen und dabei über Leichen gehen... Sie starrte in die Flammen, als wären diese in der Lage, all das Böse, Hinterlistige und Grausame, das in ihr Leben gedrungen war, zu einem Häufchen Asche zu verbrennen. Der Autorin Anne Grießer ist mit 'Das heilige Blut' ein bemerkenswerter historischer Roman, der sich mit zunehmender Seitenzahl zu einem brisanten Kriminalfall entwickelt, gelungen. Dank ihres feines Gespürs für Atmosphäre und treffenden Beschreibungen lässt die Autorin die bildreichen Kulissen des Mittelalters zu einem lebendigen Zeitgemälde auferstehen. Rasch kann der geneigte Leser - gemeinsam mit der Protagonistin Fronika - die mittelalterliche Welt entdecken und erleben. Hierfür wählte Grießer eine passende Sprache, die weder zu modern noch zu antiquiert wirkt. Vielmehr bedient sie sich einer der damaligen Zeit entsprechenden Wortwahl, indem sie bspw. Lenze statt Lebensjahre oder Spezereien statt Gewürzwaren bzw. Delikatessen verwendet. Hierbei ist der Autorin eine gute Mischung gelungen. Grundsätzlich lässt sich der Roman flüssig und verständlich lesen. Ein kleiner Wermutstropfen stellt für mich jedoch der kaum vorhandene sprachliche Unterschied zwischen gebildeten und ungebildeten Figuren dar. Dennoch wirkt die Sprache authentisch, da sie sich je nach Gemüt und Situation der oftmals derben Umgebung anpasst. Ganz nebenbei fügt die Autorin geschickt und unaufdringlich Hintergrundinformationen ein - bspw. über Kräuterkunde oder Aberglaube. Gerade solche Details machen meiner Meinung nach ein stimmiges Gesamtbild aus, welche der Autorin anscheinend mühelos von der Hand in die Druckerschwärze glitten. Erschrocken hatte sie am Morgen [...] dem Leichnam Augen und Mund verschlossen, um den bösen Blick daran zu hindern, einen Lebenden nachzuholen, und um der entwichenen Seele die Rückkehr in den toten Körper zu verwehren. Die auftretenden Charaktere sind meiner Meinung nach keineswegs plumpe Scherenschnitte, sondern allesamt lebensecht, sowie glaubhaft und nachvollziehbar in ihrem jeweiligen Handeln dargestellt. Besonders Fronika ist mir mit ihrer Wandlung – vom naiven Mädchen zu einer agierenden jungen Frau - ans Herz gewachsen. Für Spannung sorgen sowohl die kurzen Kapitel, deren Cliffhanger mich sogleich umblättern ließen, als auch die richtige Dosis an Intrigen, religiöse Eiferer, Männerherrschaft, Verrat, Mord, Machtmissbrauch und ungeahnte Wendungen. »[…] Die Gemüter sind erhitzt, die Leute wollen einen Schuldigen baumeln sehen. In solchen Zeiten gibt es keinen fruchtbaren Boden für die Gerechtigkeit. [...]« Besonders die Wiedergabe des damaligen Glaubens fand ich sehr spannend. Zwar lassen sich im Buch historische Bezüge finden, die die damalige Lage und Weltvorstellung gut widerspiegeln, aber bei manchen Punkten lässt die Autorin den Leser im Ungewissen – was in diesem Roman treffend funktioniert, da zwischen den Zeilen erkennbar ist, dass der Schwerpunkt eher auf der Wirkung, als auf der Ursache beruht. Die historischen Fakten bettet Grießer galant in den jeweiligen Kontext ein: Seit im Jahr 1378 zum ersten Mal zwei Päpste den Heiligen Stuhl für sich in Anspruch genommen hatten, nahm die Verunsicherung der Menschen zu. Selbst wenn die Bischöfe und Erzbischöfe sich für den einen oder anderen Heiligen Vater entschieden, konnte man nie ganz sicher sein, dass es der Richtige war. Einen weiteren kleinen Kritikpunkt stellen für mich die vielen Frageformulierungen dar, die zwar das Innenleben der Hauptfigur transparent machen, mir aber leider wenig Raum für eigene Fragen ließen und somit meine Gedanken vorwegnahmen. Zusammenfassend möchte ich dem unterhaltsamen und informativen Roman über die Anfänge der Wallfahrt 4,5 Sterne geben, da mir der historische Stoff sehr zusagte. Für mich war 'Das heilige Blut' ein wahrer Lichtblick unter all jenen Büchern, die sich mit Kartoffeln (!) im Mittelalter historisch schimpfen. Ach ja: Aufgrund der Seitenzahl des Romans, die im Vergleich zu den üblichen Wälzern jenes Genres eher gering ist, möchte ich das Buch besonders – aber natürlich nicht ausschließlich! - denjenigen empfehlen, die noch nach einem Einstieg in die Welt historischer Romane suchen. Erstaunlich, wie wenig Worte die Autorin benötigt, um eine lesenswerte mittelalterliche Lektüre zu erschaffen.

    Mehr
    • 8
  • Leserunde zu "Das Heilige Blut" von Anne Grießer

    Das Heilige Blut

    katja78

    Krimis mit Hintergrund ziehen dich an? Dann schau mal rein in "Das heilige Blut" von Anne Grießer und bewerb dich zur Leserunde Zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt, muss die junge Magd Fronika aus Mainz fliehen. Im kleinen Städtchen Dürn im Odenwald, ganz am Rande des Erzbistums, soll ihr Großonkel als Leutpriester wohnen. Nach einer gefahrvollen Reise findet sie Zuflucht im Pfarrhaus. Doch ihr Glück währt nur kurz, wenige Tage später liegt der Priester im Sterben. Auf dem Totenbett beichtet er Fronika seine größte Sünde: Er hat das Blut Christi auf dem Altartuch vergossen, und plötzlich erschien das Antlitz des Herrn auf dem Tuch, das er voller Furcht einfach versteckt hat. Seine fromme Nichte muss ihm versprechen, das Tuch zu bergen und in die richtigen Hände zu geben. Doch an wen soll sich Fronika wenden? Als das Korporale seine heilende Kraft zu zeigen beginnt, gerät sie in höchste Gefahr, denn alle wollen sich des wundertätigen Tuchs bemächtigen, Priester und Gauner, Gläubige und Skeptiker. Leseprobe  Zur Autorin Anne Grießer, Jahrgang 1967, ist in der Wallfahrtsstadt geboren und aufgewachsen. In den vergangenen Jahren hat sich die in Freiburg lebende Schriftstellerin und Entertainerin als preisgekrönte Krimi-Autorin und -Herausgeberin weit über Baden hinaus einen Namen gemacht. Ihre Auftritte mit den »Mordsdamen« sind Kult. Mit »Das Heilige Blut« beweist sie ihr Talent für historische Stoffe. Weitere Infos könnt ihr auf der Homepage von Anne Grießer nachlesen! Die Autorin wird die Leserunde begleiten! Wir vergeben für die Leserunde nun 15 Rezensionsexemplare. Wir würden gerne wissen,aus welcher Region würdet ihr gerne mal einen Krimi lesen? Wir freuen uns auf eure Bewerbungen und erwarten gespannt eure Leseeindrücke! Viel Glück! Eure Katja von Ka-Sas Buchfinder *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum eine Rezension in eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie ihr eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig sie sind. Nehmt doch einfach euer zuletzt gelesenes Buch und schreibt darüber. Ein Leitfaden, wie eine Rezension aufgebaut ist, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/Leitfaden_Rezensionen.pdf oder auch hier in diesem Thread, wo alles Wissenswerte zusammengefasst ist: http://www.lovelybooks.de/thema/Leitfaden-f%C3%BCr-Rezensionen-und-Leserunden-1017409772/ .Bewerber mit Null Rezensionen werden nicht berücksichtigt!

    Mehr
    • 156
  • Spannende Verwicklungen mit einer besonderen Stimmung

    Das Heilige Blut

    Smberge

    03. September 2014 um 13:42

    Dürn und Mainz 1391: Die Junge Magd Fronika wird im Mainzer Dom zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt. Ich gelingt die Flucht aus dem Kerker und entgeht dadurch dem Prozess. Ihre Flucht führt sie zu ihrem Grossonkel, der Pfarrer in Dürn ist. Vor seinem nahen Tod vertraut er ihr sein grosses Geheimnis an, das ihn nicht sterben lässt. Bei einer Wandlung während einer Messe hatte er Wein verschüttet. Dieser Wein nahm auf dem Altartuch die Form des Anlitz von Jesus an. Er versteckt dieses Tuch im Altar. Er beauftragt Fronika, das Tuch aus dem Altar zu holen und in die richtigen Hände zu geben. Nach den ersten vermeintlichen Wundern in Zusammenhang mit dem Tuch gerät Fronika in höchste Gefahr.  Es entwickelt sich eine wirklich spannende Geschichte um das Tuch und das weitere Leben von Fronika. Der Leser bekommt einen tiefen Einblick in das Leben und Fühler der Menschen in der damaligen Zeit. Kurz nach einer Pestepidemie war dieses Tuch für viele Menschen ein Zeichen der Hoffnung und bestärkt sie in ihrem Glauben. Es tauchen aber auch Leute auf, die versuchen das Tuch zu erlangen, um sich damit zu bereichern. Andere Menschen sind der Meinung, dass Wunder nicht notwendig sind, da der wahre Glauben genug Belohnung im Himmelreich bringt. Die Autorin beleuchtet das Thema Wunder von verschiedenen Seiten, die mich auch etwas nachdenklich zurück gelassen haben.  Die Charaktere werden sehr facettenreich beschrieben und verkörpern die unterschiedlichen Herangehensweisen zum Thema Wunder sehr glaubwürdig. Auch Alltagsszenen aus dem damaligen Leben werden sehr schön beschrieben, so dass insgesamt ein stimmungsvolles Bild der Zeit entsteht. Die Jagd nach dem Korporale, Fronikas Flucht vor den Verfolgern und die Aufklärung von Morden sind aber auch für sich genommen schon eine spannende Kriminalgeschichte, verbunden mit einer gefühlvollen, von einigen Hindernissen belasteten Liebesgeschichte zwischen Fronika und Jakob. Insgesamt wird dieses Buch zu keiner Zeit langweilig.  Ein absolut lesenswertes Buch mit einer besonderen Stimmung. 

    Mehr
  • Rezension zu "Das Heilige Blut" von Anne Grießer

    Das Heilige Blut

    dorli

    Mainz/Dürn 1391. Die zu Unrecht des Diebstahls bezichtigte Fronika Rißenbach kann dank der Hilfe eines Unbekannten aus dem Kerker fliehen und macht sich auf zu ihrem Großonkel Heinrich Otto nach Dürn. Heinrich Otto ist Leutpriester der Stadt und Fronika hofft bei ihm eine Anstellung als Magd zu bekommen. Das Mädchen kann im Pfarrhaus bleiben. Doch der Priester ist krank und bevor er wenige Tage nach Fronikas Ankunft stirbt, erleichtert er sein Gewissen und erzählt ihr von einem versteckten Altartuch… Anne Grießer hat in „Das Heilige Blut“ die historischen Ereignisse rund um das Blutwunder von Walldürn mit einer lebhaften fiktiven Handlung zu einer spannenden Geschichte verwoben. Der fesselnde Erzählstil von Anne Grießer hat mich sofort in das Geschehen hineingezogen, schnell bin ich mittendrin in einer Welt aus Glaube und Aberglaube, Habgier, Missgunst und Mord. Mit ihren detailreichen Beschreibungen und ausführlichen Schilderungen hat die Autorin ein interessantes Bild des späten 14. Jahrhunderts geschaffen, und es hat mir großen Spaß gemacht, Fronika durch diese für sie aufregende und gefährliche Zeit zu begleiten. Die junge Küchenmagd ist anfangs von den Dingen, die um sie herum geschehen, ziemlich eingeschüchtert, tritt aber im Verlauf der Handlung immer energischer auf, stellt Fragen und beharrt auf Antworten. Eine Entwicklung, die mir gut gefallen hat, weil sie sehr glaubwürdig dargestellt wird. Fronika begegnet ganz unterschiedlichen Menschen und merkt schnell, dass sie nicht jedem trauen kann, der ihr über den Weg läuft. Nicht nur einmal muss das Mädchen erleben, dass der erste Eindruck von einem Menschen durchaus täuschen kann. Den fahrenden Reliquienhändler Kuntz lernt Fronika als dreckigen Halunken kennen, der freundliche Jakob von Fulda rettet ihr das Leben, Pfarrer Philipp Eugen präsentiert sich als sehr unangenehmer Zeitgenosse, Boppo ist ein lustiger Kerl, die Nonne Anna reagiert garstig, als Fronika ihr helfen will. Wer meint es ehrlich? Wer ist gefährlich? Anne Grießer versteht es sehr geschickt, auch den Leser in dieses Verwirrspiel miteinzubeziehen. Man weiß irgendwann nicht mehr, wer vertrauenswürdig ist und wer nicht. Die Geschichte bleibt bis zum Schluss fesselnd, zahlreiche Überraschungen und Wendungen lassen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen. Ein großartiger historischer Roman, der für spannende Lesestunden sorgt.

    Mehr
    • 5

    Arun

    24. August 2014 um 13:48
  • Das heilige Blut

    Das Heilige Blut

    buecherwurm1310

    Fronika, eine junge Magd, soll gestohlen haben. Das behauptet jedenfalls der Messdiener, der sie belästigte. Daher flieht sie von Mainz nach Dürn zu ihrem Onkel, um der Todesstrafe oder einer abgehackten Hand zu entgehen. Der Onkel ist Priester in Dürn und liegt auf dem Sterbebett, als Fronika ankommt. Er vertraut ihr noch sein Geheimnis an. Er hat ein Altartuch mit Blut, welches das Antlitz Christi zeigt. Fronika soll dieses Tuch behüten und in die richtigen Hänge geben. Schon bald ist sie wieder in Gefahr. Die Interessen sind unterschiedlich, aber viele sind hinter dem Korporale her. Es ist eine Zeit des tiefen Glaubens, aber auch des genauso tiefen Aberglaubens. Der Handel mit echten und gefälschten Reliquien ist an der Tagesordnung. Die Menschen glauben gleichzeitig an Gott und an Geister. Auch Fronika ist gläubig, was sie nicht davon abhält, Salz auszustreuen, um die Geister vom Haus fernzuhalten. Sie ist noch jung und unbedarft, aber nicht naiv. Schnell lernt sie, sich ihrer Haut zu wehren und bewahrt sich ein gesundes Misstrauen. Sie ist ein sympathischer und mitfühlender Mensch. Von den vielen anderen Figuren gefallen mir Boppo und Kuntz sehr gut, der eine mit flotten Sprüchen, der andere mit seiner raubeinigen und schlitzohrigen Art. Die mittelalterlichen Orte sind sehr gut beschrieben, genau wie die Lebensweise der Menschen zu jener Zeit. Das Buch ist flüssig zu lesen und sehr spannend. Immer wieder glaubt man den Täter zu kennen, um dann festzustellen, dass man sich irrte. Ein sehr spannender Historienkrimi.  

    Mehr
    • 2
  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

    Mehr
    • 2148
  • Ich vergebe: 5 von 5 Sterne

    Das Heilige Blut

    ChattysBuecherblog

    Meine Rezension zu "Das Heilige Blut" von Anne Grießer 1. Klappentext Zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt, muss die junge Magd Fronika aus Mainz fliehen. Im kleinen Städtchen Dürn im Odenwald, ganz am Rande des Erzbistums, soll ihr Großonkel als Leutpriester wohnen. Nach einer gefahrvollen Reise findet sie Zuflucht im Pfarrhaus. Doch ihr Glück währt nur kurz, wenige Tage später liegt der Priester im Sterben. Auf dem Totenbett beichtet er Fronika seine größte Sünde: Er hat das Blut Christi auf dem Altartuch vergossen und plötzlich erschien das Antlitz des Herrn auf dem Tuch, das er voller Furcht einfach versteckt hat. Seine fromme Nichte muss ihm versprechen, das Tuch zu bergen und in die richtigen Hände zu geben. Doch an wen soll sich Fronika wenden? Als das Korporale seine heilende Kraft zu zeigen beginnt, gerät sie in höchste Gefahr, denn alle wollen sich des wundertätigen Tuchs bemächtigen, Priester und Gauner, Gläubige und Skeptiker. ******************************************************************** 2. Meine Meinung: Hach, was das schön! Das Buch hat mich total mitgerissen. Bereits nach den ersten Seiten war ich von der Story gefesselt. Die Hauptprotagonisten Fronika hatte ich sofort in mein Herz geschlossen und teilweise habe ich wirklich mit ihr gelitten. Durch die farbenreiche und detailgetreuen Beschreibungen der Örtlichkeiten und Personen, fand ich mich als Zuschauer. Für Ortsunkundige wird der Wallfahrtsort Walldürn sehr interessant beschrieben. Ich denke, dass ich mir diesen Ort bei Gelegenheit mal ansehen werde. Spannung, Historie und Unterhaltung in Einem. Meine Empfehlung! ******************************************************************* 3. Preis/Leistung: als ebook für 9,99 € broschierte Ausgabe: 12,99 € Ein Preis der sich auf jeden Fall lohnt. ******************************************************************* 4. Leseempfehlung für Historien-Fans, die auch gerne einen leichten Krimi Faktor dabei haben möchten. *******************************************************************

    Mehr
    • 2
  • Seit langem mal wieder einen vollkommenden historischen Roman gelesen!

    Das Heilige Blut

    Floh

    Autorin Anne Grießer begibt sich mit "Das heilige Blut" in heimische Gefilde und nimmt den Ursprung der Walldürner Walfahrt, die noch heute viele Pilger anlockt in ihrem hochspannenden Krimi auf. Sie wagt einen mutigen Schritt, denn sie hat nicht nur einen historischen Krimi erschaffen, nein, sie hat einen ganz besonderen Genre-Mix erschaffen, der mit Glaube, Aberglaube, alte Historie, tiefe Recherche und viel Hintergrund gepaart mit fesselnder Hochspannung überzeugt.  Für Liebhaber aller historischen Romane und jedem Krimifan ist dieses Buch ein Goldstück im Bücherregal. Fundiert, recherchiert, historisch und absolut spannend. Zum Inhalt: "Zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt, muss die junge Magd Fronika aus Mainz fliehen. Im kleinen Städtchen Dürn im Odenwald, ganz am Rande des Erzbistums, soll ihr Großonkel als Leutpriester wohnen. Nach einer gefahrvollen Reise findet sie Zuflucht im Pfarrhaus. Doch ihr Glück währt nur kurz, wenige Tage später liegt der Priester im Sterben. Auf dem Totenbett beichtet er Fronika seine größte Sünde: Er hat das Blut Christi auf dem Altartuch vergossen und plötzlich erschien das Antlitz des Herrn auf dem Tuch, das er voller Furcht einfach versteckt hat. Seine fromme Nichte muss ihm versprechen, das Tuch zu bergen und in die richtigen Hände zu geben. Doch an wen soll sich Fronika wenden? Als das Korporale seine heilende Kraft zu zeigen beginnt, gerät sie in höchste Gefahr, denn alle wollen sich des wundertätigen Tuchs bemächtigen, Priester und Gauner, Gläubige und Skeptiker. Anne Grießer entwirft ein lebendiges Bild vom Streben einer jungen Frau im mittelalterlichen Walldürn zur Zeit der Anfänge der Wallfahrt, auf die sich bis heute Pilger aus Mainz, Köln und ganz Deutschland begeben." Meinung: In diesem Roman habe ich die junge Magd Fronika regelrecht begleitet ohne aktiv eingreifen zu können. Dieser Charakter spielt in diesem Buch eine sehr zentrale Rolle und wird den Leser nicht mehr so schnell loslassen. Aber auch die anderen Rollen und Nebenrollen, sowie sie gesamte damalige Gesellschaft mit ihren Sitten und Ansichten und Hierarchien, ihrem Glauben, ihre Moral, den gesellschaftlichen Stellenwert, die Macht der Kirche werden sehr lebendig und gar filmreif dargestellt. Hier gelingt der Autorin Grießer eine sagenhafte Mischung und Zusammenstellung aus Klassen, Schichten und Glaubensstand. Sehr erschreckend, aber leider nicht zu verleumden. Ich als Leserin erfahre viel von den Sorgen und Nöten der einfachen Unterschicht, in der Fronika bei ihrer Pflegemutter aufwächst. Und das in einer Zeit, in der Religion, Macht und Kaltblütigkeit herrscht. Ich durfte live dabei sein und die Beklommenheit und die Gefahr und den Schmerz ob körperlich oder noch schlimmer seelisch miterleben. Die Schauplätze der Handlungen sind wunderschön beschrieben und machen neugierig auf die ganze Region, sie sind gut recherchiert und der Leser begleitet die Reise authentisch mit den Protagonisten. Man erfährt von den Einwohnern des Landes und der Stadt, Odenwäldische und Süddeutsche Einflüsse sind hier zu finden. Auch die religiösen Ausrichtungen werden eindringlich und klar zur Geltung gebracht. Mir gefiel die detaillierte Beschreibung des Glauben und Aberglauben und die kirchlichen Entwicklungen in dieser Zeit und die Aufruhr und Aufbruchstimmung, der Hass und die Eigendynamik, der tödliche Egoismus vieler, die Bewegung in der Gesellschaft, man bekommt ein real anmutendes und ein ziemlich lebhaftes Bild der Lebensumstände der Menschen. Zudem paaren sich bestialische Morde, persönliche Schicksale, Liebe, erzwungene Liebe, Gewalt, Korruption, Schuld und Unschuld... Schreibstil: Der angenehme und flüssige Schreibstil der Autorin Anne Grießer zeugt von einer guten und intensiven Recherche, man fühlt die Verbundenheit zu dieser Region und der damaligen Heimat der Autorin. Sie gibt ein reelles Bild dieser Epoche und das Schicksal von Fronika lässt den gespannten Leser einfach nicht mehr los. Die Autorin besticht mit einer galanten Wortwahl, sie nutzt zeitgemäße Ausdrücke, schafft einen Blick in die religiösen Hintergründe und Reliquien. Die Dialoge im Roman sind sehr authentisch und absolut lebendig. Es macht richtige Freude, aber auch Wehmut, und Unglaübigkeit, diese Flucht zusammen mit Fronika zu durchleben und fast mit dem Tod den Plan zu schnell zu beenden. Die Autorin Greißer versteht ihr Können und schreibt ihre Geschichte mit viel Engagement und Überzeugung. Selbstbewusst steht sie hinter ihrem Werk und darf es mit Stolz veröffentlichen. Mich hat der Wiedererkennungswert von Anne Greißer überzeugt, und sie hat mich als Leserin mit "Das heilige Blut" gewonnen. Cover: Ein gut gewähltes Cover, was den gesamten historischen Roman gekonnt abrundet. Das Buch ist hochwertig verarbeitet, das Schriftbild sehr angenehm und die Kapitel nicht allzu lang. Charaktere: In diesem Buch sind die Charaktere die zentrale Rolle. Gerade das Leid, aber auch die sagenhafte Stärke und das spürbare Streben, welches von Fronika ausgeht werden den Leser fesseln und ihn so manches mal sehr überraschen. Fronika wirkte zunächst sehr naiv und von außen gelenkt, aber schnell fasst sie Fuß und mausert sich zum Mittelpunkt dieses Schicksals. Auch die Kirchlichen oder Religiösen "Herrscher" sind hier sehr eindringlich und nah präsentiert. Autorin Greißer hat eine wunderbare Mischung aus unterschiedlichen Persönlichkeiten und Machteinflüssen geformt, die sie gekonnt in ihrem Werk zum Leben erweckt. Aber auch viele wichtige Nebenrollen bereichern das Buch mit ihrer detaillierten Darstellung. Der Ein oder Andere bleibt dem Leser lange in Erinnerung! Einige Persönlichkeiten sind am Ende der Geschichte leider gar nicht mehr da. Der Kriminalaspekt wird hier ganz besonders durch die Vielzahl an möglichen Widersachern nochmal extrem spannend, im Showdown könnte man die Morde und Intriegen so fast jedem zutrauen. Die Autorin: "Anne Grießer ist 1967 in Walldürn geboren und lebt heute in Freiburg. Seit dem Ethnologie- und Germanistikstudium lebt sie ihre kriminelle Ader auf dem Papier und auf der Bühne aus. Als Mitglied der Theatergruppe Mordsdamen schreibt und veranstaltet sie interaktive Mitmachkrimis, sowie Dunkel-Dinners á la crime. Zahlreichen Kurzgeschichten, Theaterstücken und einem Kriminalhörspiel folgte 2006 der erste Kriminalroman. Mehrere Nominierungen für den Agatha-Christie-Kurzkrimipreis und Gewinnerin des Afrika-Kurzgeschichten-Wettbewerbs des Ronald-Henss-Verlages." Fazit: Dieses Buch hat mich rundherum zu frieden gestellt. Eine gelungene Mischung aus Historie, sagenhaftem Krimivergnügen Macht, Glaube und Religion. Ganze 5 wohl verdiente Sterne für diesen alles im allen hervorragenden Roman! Seit langem mal wieder einen vollkommenden historischen Roman gelesen!

    Mehr
    • 7

    joleta

    29. July 2014 um 08:55
  • Rezension zu "Das Heilige Blut"

    Das Heilige Blut

    Zsadista

    Fronika eine junge Magd aus Mainz hat durch die Pest ihre Eltern verloren und wohnt bei ihrer Ziehmutter Mechthild, eine Verwandte von ihr. Durch ein Missverständnis und der Lüge eines Messdieners wird sie des Diebstahls bezichtigt und steht vor der Verurteilung. Jedoch kann sie mit Hilfe aus dem Kerker fliehen und geht nach Düren, wo ihr Großonkel als Leutpriester wohnt. Nach anfänglichen Schwierigkeiten wird sie im Pfarrhaus aufgenommen und als Haushaltshilfe angestellt. Die Ereignisse überschlagen sich, als ihr Großonkel Fronika auf dem Sterbebett ein Geheimnis anvertraut. Er ist im Besitzt einer heiligen Reliquie, ein Altartuch das mit dem Blute Christi getränkt ist. Es ist seit Jahren versteckt und er offenbart ihr die Geschichte um das Tuch und das Versteck. Ab diesem Zeitpunkt ist Fronika’s Leben nicht mehr sicher. Mehr als eine Person trachtet ihr nach dem Leben und ist auf der Suche nach dem Tuch. Was rät Fronika’s Gewissen ihr, mit dem Tuch zu tun? Wird sie sich für das Richtige entscheiden? Als ich das Buch angefangen habe zu lesen, war mir nicht klar, dass es eine soweit wahre Geschichte über die Walldürner Wallfahrt ist. Wobei mich dieser Tatbestand nicht am weiter lesen hinderte, auch wenn ich alles andere als gläubig bin. Der Schreibstil ist flüssig und spannend. Die Kapitel sind relativ kurz gehalten, so will man immer noch ein weiteres Kapitel lesen und kann kaum aufhören. Die Geschichte selbst war eine typische Geschichte, die um 1390 spielt. Intrigen, Verleumdungen, Männerherrschaft und religiöser Übereifer. Außerdem könnte man die Geschichte auch in die Sparte Krimi stellen, da man immer am ermitteln ist, wer der Täter sein könnte. 

    Mehr
    • 2
  • Gut geschriebener, spannender und atmosphärisch dichter Roman aus dem späten Mittelalter

    Das Heilige Blut

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Mainz, 1391: Fronika Rißenbach, Magd an der erzbischhöflichen Residenz und Vollwaise, wird vom Messdiener Hans in der Kirche sexuell belästigt und dann von diesem des Diebstahls bezichtigt. Ein Fremder, bezahlt von ihrer Ziehmutter Mechthild, rettet Fronika aus dem Kerker. Diese macht sich nun auf den Weg zu ihrem Großonkel, einem totkranken Priester, der ihr auf dem Sterbebett ein Geheimnis offenbart: Er hat angeblich eine wundertänige Korporale (ein Tuch mit Gesichtern Christi in Blut) versteckt. Hinter diesem sind schon diverse Leute her, so dass Fronika schnell in Gefahr gerät.. Der Erzählstil ist super gelungen, sehr treffend in den Beschreibungen und in den Dialogen. Auch durch die Beschreibungen der Umgebung und der Figuren kam bei mir als Leserin schnell eine Mittelalter-Atmosphäre vor dem geistigen Auge auf. Ebenso wird die schwierige Lage der Menschen, besonders der Frauen, deutlich, die unter Aberglauben, Religion und Machtmissbrauch ihrer Herrscher zu leiden haben. Fazit: Mir hat das Buch sehr gefallen. Es war unterhaltsam, die Geschichte und Figuren interessant, die Story dabei durchgängig spannend. Ich kann diesen Roman daher auf jeden Fall weiterempfehlen.

    Mehr
    • 2

    Floh

    21. July 2014 um 18:21
  • ungewöhnliche Mischung

    Das Heilige Blut

    robberta

    21. July 2014 um 15:05

    Das heilige Blut Zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt, muss die junge Magd Fronika aus Mainz fliehen. Im kleinen Städtchen Dürn im Odenwald, ganz am Rande des Erzbistums, soll ihr Großonkel als Leutpriester wohnen. Nach einer gefahrvollen Reise findet sie Zuflucht im Pfarrhaus. Doch ihr Glück währt nur kurz, wenige Tage später liegt der Priester im Sterben. Auf dem Totenbett beichtet er Fronika seine größte Sünde: Er hat das Blut Christi auf dem Altartuch vergossen, und plötzlich erschien das Antlitz des Herrn auf dem Tuch, das er voller Furcht einfach versteckt hat. Seine fromme Nichte muss ihm versprechen, das Tuch zu bergen und in die richtigen Hände zu geben. Doch an wen soll sich Fronika wenden? Als das Korporale seine heilende Kraft zu zeigen beginnt, gerät sie in höchste Gefahr, denn alle wollen sich des wundertätigen Tuchs bemächtigen, Priester und Gauner, Gläubige und Skeptiker Meine Meinung: Ende des 14.Jahrhunderts wird die Magd Fronika der Willkür der Männerwelt ausgesetzt. Zu unrecht beschuldigt entkommt sie nur knapp Tod und Verstümmelung. Auf der Flucht muss nicht nun gegen Aberglauben und falschverstandener Frömmigkeit kämpfen. Seit dem Tod ihres Onkels wähnt man sie im Besitz des Korporale und so sind ihr eine Vielzahl Habgieriger Schurken auf den Fersen. Als man ihr nach dem Leben trachtet macht sie sich auf die Suche nach dem Mörder. Eine spannende Mördersuche und interessante Schilderungen der altertühmlichen Glaubenseinstellungen verwoben mit vielfältigen Charakteren ergeben eine ungewöhnliche Mischung.

    Mehr
  • Das heilige Blut

    Das Heilige Blut

    Biest

    Zum Inhalt: Überstürzt muss Fronika, eine junge Magd, ihre Heimatstadt Mainz verlassen, da man sie des Diebstahls bezichtigt. Sie flieht nach Dürn, wo ihr einziger noch lebender Verwandter wohnt. Doch schon kurz darauf vertraut ihr Onkel ihr auf dem Totenbett ein lang gehütetes Geheimnis an. Er hat das Blut Christi auf einem Altartuch vergossen. Fronika muss ihm versprechen, das Tuch in die richtigen Hände weiterzugeben. Doch es dauert nicht lange, bis die ersten Wunder im Ort geschehen. Jeder macht sich auf die Suche nach der Quelle. Dabei ist einigen jedes Mittel recht und Fronika befindet sich bald in größter Gefahr. Wird sie das verschwundene Korporale wiederfinden? Meine Meinung: Cover und Titel haben mich sofort angesprochen und man wird nicht enttäuscht. Die Charaktere und Landschaften waren wirklich toll beschrieben. Man fühlt sich richtig in die damalige Zeit hineinversetzt und leidet mit der Protagonistin. Der Schreibstil ist sehr flüssig, so dass man das Buch nicht mehr wirklich aus der Hand legen kann. Die Recherche sehr aufwendig, aber super mit den Sachen kombiniert die sich nicht mehr oder nur noch teilweise nachvollziehen lassen. Fazit: Ein wirklich gelungenes Buch. Nicht nur spannend, sondern auch noch sehr informativ was das Leben um 1300 angeht. Kann diesen Roman Jedem empfehlen, der auf Krimis, gepaart mit historischem Hintergrund, steht.

    Mehr
    • 2
  • authentisch, spannend, unterhaltsam, rundherum gut

    Das Heilige Blut

    Antek

    Der Ort Walldürn war mir bisher nicht bekannt. Jetzt weiß ich, dass sich um den beliebten Wallfahrtsort tatsächlich die Geschichte vom Blutwunder rankt, die hier zweifelsohne als Romanvorlage dient. Ich bin zwar nicht der Liebhaber historischer Romane, aber da es sich hier eher um einen historischen Krimi handelt, wollte ich einen Versuch starten. Und ich bin wirklich begeistert von meinem kleinen Ausflug ins Mittelalter. Fronika, eine einfache Magd, wird zu Unrecht des Diebstahls bezichtigt. Ihre Alternativen sind Scheiterhaufen oder die Hand abhacken. Allerdings bekommt sie Hilfe von einem Unbekannten und kann aus dem Kerker fliehen.  So schnell wie möglich muss sie aus Mainz fliehen,  aber wohin nur? Für ein 13-jähriges Mädchen keine einfache Entscheidung. Ihr einziger Verwandter, der die Pest überlebt hat, ist der Priester von Dürn Heinrich Otto. Allerdings liegt dieser bereits im Sterbebett, als sie das Pfarrhaus erreicht. Wie wenn er auf sie gewartet hätte, vertraut er ihr in seinen letzten Minuten seine größte Sünde an. Er hat bei einer Wandlung das Blut Christi auf das Altartuch verschüttet, woraufhin ihm der gekreuzigte Jesus erschienen ist. Dieses Tuch vertraut er Fronika an. In einer Zeit, in der viele Menschen an Wunder geglaubten und mit echten und gefälschten Reliquien viel Schindluder getrieben wurde, kein Geschenk, das glücklich macht. Denn natürlich munkeln die Leute und ganz verbergen kann man ein solches Geheimnis nie. Als dann die ersten Morde geschehen, ist klar, dass Fronika auch in Dürn nicht mehr sicher ist. Aber wer will ihr nach dem Leben trachten? Der gierige Pfarrer Phillip Eugen, der dem Onkel schon immer sein Geheimnis entlocken wollte, der unbekannte Jakob von Fulda, der ihr aber schon zwei Mal das Leben gerettet hat, oder gar Kuntz der Reliquienhändler, dem Fronika auf ihrer Flucht aus Mainz als Magd gedient hat? Die gläubige Nonne Anna und der gute Freund Boppo scheiden eigentlich aus. Es wird richtig spannend, denn ein Rennen ums Überleben beginnt.   Der Autorin ist es gelungen mich als Leser vorzüglich in die damalige Zeit zu versetzen. Die Atmosphäre wird wunderbar beschrieben. So glaubte ich z.B. fast den Gestank auf dem Fischmarkt oder auch von Kuntz mit seinen verfaulten Zähnen riechen zu können. Auch der Glaube an Wunder, böse Vorzeichen, Aberglauben und Abwehrmittel gegen böse Geister wird prima dargestellt. Man muss miterleben, dass Menschenleben damals kaum Wert hatten und vor allem auch Frauen, besonders einfach Dienstmägde wie Fronika, mehr als abschätzig behandelt wurden. Mit dem Tod von Heinrich Otto wird der historische Roman zum spannenden Krimi, der mich von Seite zu Seite mehr gefesselt hat. Die junge Fronika, die mit ihren 13 Jahren als Magd noch nichts vom Leben gesehen hat und ganz klar zu Beginn verängstigt ist, zeigt, dass sie auch ohne schreiben und lesen zu können, Köpfchen hat. Sie muss sehr schnell lernen, was es heißt im damaligen Leben zu bestehen. Sie verdient daher meinen Respekt. Boppo ist mir richtig ans Herz gewachsen und mit seinen Versuchen Fronika zu bezirzen oder auch mit den Sprüchen des raubeinigen Kuntz gab es für mich immer wieder etwas zum Schmunzeln. Auch fürs Herz ist gesorgt, denn obwohl Fronika eigentlich kein Mannsbild ihr eigen nennen wollte, kann sie nichts dagegen tun, dass ihr Herz doch an einem solchen hängen bleibt.

    Mehr
    • 2
  • weitere
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks