Anne Hahn Das Herz des Aals

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Inhaltsangabe zu „Das Herz des Aals“ von Anne Hahn

Ein Zirkusdirektor reist im Jahr 1900 in die Südsee und findet dort die Sensation für die Manege: ein Wesen, halb Fisch, halb Frau. 16 Jahre später – mitten im Ersten Weltkrieg – inszeniert der Zirkus ein furioses Unterwasser-Spektakel in Berlin, bei dem ein Nachbau der mystischen Stadt Vineta vor den Augen des erstaunten Publikums in den Spreefluten versinkt. Und an jenem Tag beginnt zwischen dem Direktor und der jungen Statistin Charlotte eine Liebesgeschichte, die vom wilhelminischen Deutschland bis in das Berlin nach der Jahrtausendwende reicht ... Die kurze und grausame deutsche Kolonialgeschichte, Verrat und Intrigen am Ende des Zweiten Weltkriegs, und das Berlin der neuen Mitte an einem heißen Spätsommertag 2013 – das alles durchläuft »Herz des, Aals« von Anne Hahn, getragen von einem wunderbar melancholischen Grundton. Das goldene Zeitalter des Zirkus zwischen Vaudeville und hoher Unterhaltungskunst wird mit literarischer Akrobatik zu neuem Leben erweckt.

Ich hätte gern viel länger in dem Buch verweilt. Die Sprache und gezeichneten Charaktere haben mich sehr bewegt!

— Linatost
Linatost

Undurchsichtig bis zum Schluss

— Nyansha
Nyansha

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  • Drei Erzählungen in einer

    Das Herz des Aals
    histeriker

    histeriker

    13. May 2017 um 17:24

    Inhalt:Ein Haus in Berlin mit seinen Bewohnern im 21. Jahrhundert; eine Reise ins Ozeanien am Anfang des 20. Jahrhunderts; eine Zirkusvorstellung im Jahr 1916. Diese drei Ebenen werden in diesem Buch dargestellt.Bewertung:Die historischen Ebenen fand ich sehr interessant und gut geschrieben. Deren Erzählung war gradlinig und die Charaktere interessant. Da ich keine Ahnung über diese Ereignisse hatte, hat es mich wirklich fasziniert und ich habe aus diesen Teilen ziemlich viel mitgenommen. Dagegen hat mich die Gegenswartsebene oft mehr als verwirrt hintergelassen. Zwei Drittel des Buches war mir dieser Teil ziemlich unverständlich und ich hätte das Buch fast abgebrochen. Im letzten Teil des Buches kam dann Licht ins Dunkel und die Geschichte ergab Sinn. Ich kann es nicht genau greifen, woran diese Verwirrheit lag, aber am Ende sind mir doch die Charaktere ans Herz gewachsen. Ich werde wahrscheinlich mit dem Hintergrundswissen, das ich jetzt habe, diesen Teil nochmal lesen müssen, dann kann ich es mir vorstellen, dass ich es mehr genießen kann.

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  • Einen Tag in Berlin

    Das Herz des Aals
    Linatost

    Linatost

    21. April 2017 um 19:09

    Einen ganzen Tag begleiten wir die sehr unterschiedlichen Bewohner, eines Hauses in der Gartenstraße in Berlin, durch ihren sehr unterschiedlichen Tag. Da gibt es die alleinerziehende Mutter die eine Beziehung zu ihrem Nachbarn pflegt, ihren Sohn der verliebt ist in das Mädchen aus dem Blumenladen. Und natürlich Charlotte Lerche, eine Greisin die täglich mit ihrem blauen Kissen am Fenster sitzt und sich an vergangenes Erinnert. Einst war sie jung und schön, half als Statistin im Zirkus Balin aus, damals zwischen den beiden Weltkriegen. Sie und den Direktor des Zirkusses verbindet eine große Liebe. Auch Herr Balin selbst kommt zu Wort und erzählt uns von seiner Reise in die Südsee. Dort sucht er nach einer neuen Zirkusattraktion und findet doch etwas ganz anderes. So lässt sich schon erkennen, dass wir hier in drei Zeiten hin und her Springen. Aber keine Sorge, alle ebenen sind durch unterschiedliche Schriftarten gekennzeichnet. Man sollte sich von dem schmalen Büchlein nicht täuschen lassen. Auf knappen 150 Seiten erzählt uns die Autorin mehr als manch einer auf 300 Seiten. Es ist definitiv kein Buch das man nebenbei lesen kann, die Sprache ist knapp aber eindringlich. Trotz der Kürze hatte ich das Gefühl den Personen sehr nahe zu kommen. Obwohl es für die Bewohner ein alltäglicher Tag ist, war ich keine Sekunde gelangweilt. Ich wollte immer mehr mit den Personen erleben und erfahren. Schade eigentlich das es nur ein einziger Tag war. Ich hätte noch eine ganze Woche mehr lesen können!

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  • Drei undurchsichtige Zeitebenen

    Das Herz des Aals
    Nyansha

    Nyansha

    12. April 2017 um 11:40

    „Das Herz des Aals“ von Anne Hahn wird offiziell im Mai 2017 im Ventil Verlag herausgegeben. Worum geht es? Ein Berliner Zirkusdirektor reist im Jahr 1900 in die Südsee und sucht ein Wesen, halb Fisch, halb Frau. 16 Jahre später – mitten im Ersten Weltkrieg – inszeniert der Zirkus ein furioses Unterwasser-Spektakel in Berlin, bei dem ein Nachbau der mystischen Stadt Vineta vor den Augen des erstaunten Publikums in den Spreefluten versinkt. Und an jenem Tag beginnt zwischen dem Direktor und der jungen Statistin Charlotte eine Liebesgeschichte, die vom wilhelminischen Deutschland bis in das Berlin nach der Jahrtausendwende reicht. Die deutsche Kolonialgeschichte und ein Haus im Berliner Wedding an einem heißen Sommertag 2013 sind Koordinaten des Romans. Bewertung Tatsächlich finde ich es relativ schwer, das Buch zu bewerten. Zu nennen ist wohl zuerst einmal, dass es drei Zeitebenen gibt, von denen eine ebenfalls noch einmal unterteilt zu sein scheint. Während die Zeitebene des Zirkus klar erkennbar ist, gab es für mich immer wieder verwirrende Momente, in denen ich nicht wusste, ob wir uns nun im wilhelminischen Deutschland oder schon im Jahr 2013 befinden. Es lassen sich einige, intensive Handlungsstränge erkennen, aber ich habe insgesamt nicht das Gefühl gehabt, in die Geschichte eintauchen zu können. Es geschehen ein paar schockierende Dinge, jedoch stehen sie für mich ein Stück über der Erzählung und ich hatte keine Idee, wie ich sie nun wirklich in den Gesamtzusammenhang einordnen kann. Einen Zugang zur Geschichte habe ich erst im letzten Drittel bekommen und so war der Leseprozess ziemlich mühsam. Die Geschichte an sich hat ebenfalls nur auf einer Zeitebene mein Interesse wecken können. Der Schreibstil ist in meinen Augen zwar gehoben, aber dennoch trocken und undurchsichtig. Es wird ziemlich viel beschrieben, dafür fehlen aber Momente, in denen einfach auf den Punkt gekommen wird. Sobald etwas tatsächlich interessant wurde, sah man sich mit Ellipsen konfrontiert. Die Charaktere sind vielseitig, eine Art Schlüsselperson scheint Charlotte Lerche zu sein, die in mindestens zwei Zeitebenen ihre Auftritte hat. Einmal als junges Mädchen und Zirkusmitglied und schließlich als alte Frau im Jahr 2013. Während Balin, der Zirkusdirektor, hauptsächlich in der Zirkusebene auftaucht, wird auch er in einer anderen Ebene nach seinem Tod erwähnt. Weitere Charaktere sind Wanda und Weiler, die eine Liaison zu haben scheinen und Wandas Sohn Don, der in ein stummes Blumenmädchen verliebt ist. Auch ein Kater namens Satan taucht vermehrt auf. Die Charaktere für sich waren recht anschaulich gestaltet. Fazit Die Geschichte hat mich insgesamt leider nicht überzeugen können. Es ist nicht so, dass sie nicht spannend oder abwechslungsreich war, dennoch wurde mein Leseerlebnis sehr negativ dadurch gestaltet, dass mich die Geschichte hauptsächlich bezüglich der zeitlichen Ebenen extrem verwirrt hat. Oft wusste ich nicht, wo die eine anfängt und die neue beginnt. Bei der Zirkusebene war dies noch am durchsichtigsten, obwohl auch sie in zwei Teile geteilt zu sein schien. Ich finde absolut, dass deutlich angegeben werden müsste, in welcher Zeitebene man sich gerade befindet. Für das Verständnis des Lesers wäre das sehr dienlich.

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  • Leserunde zu "Das Herz des Aals" von Anne Hahn

    Das Herz des Aals
    annehahn

    annehahn

    Ein Zirkusdirektor reist im Jahr 1900 nach Ozeanien und sucht dort die Sensation für die Manege: ein Wesen, halb Fisch, halb Frau. 16 Jahre später – mitten im Ersten Weltkrieg – inszeniert der Zirkus ein furioses Unterwasser-Spektakel in Berlin, bei dem ein Nachbau der mystischen Stadt Vineta vor den Augen des erstaunten Publikums in den Spreefluten versinkt. Zwischen dem Direktor und der jungen Statistin Charlotte beginnt eine Liebesgeschichte, die vom wilhelminischen Deutschland bis in das Berlin nach der Jahrtausendwende reicht ... Mich würde interessieren, ob die drei Zeitebenen funktionieren und welche euch am besten gefällt.

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