Anne Helene Bubenzer

 4.5 Sterne bei 177 Bewertungen

Lebenslauf von Anne Helene Bubenzer

Anne Helene Bubenzer (geboren 1973 in Hüttental/Siegen) studierte in Freiburg i. Br. und Oslo Skandinavistik, Anglistik und Germanistik und war mehrere Jahre als Lektorin in Publikumsverlagen tätig. Sie lebt heute in einem Städtchen an der Mosel und in Hamburg, wo sie als freie Autorin, Lektorin und Übersetzerin sowie als Moderatorin von literarischen Veranstaltungen arbeitet. Im Thiele Verlag ist 2008 mit großem Erfolg ihr Buch Die unglaubliche Geschichte des -Henry N. Brown erschienen, das auch in Italien und Spanien begeisterte Leserinnen und Leser fand. Besuchen Sie unsere Autorin auf ihrer Website: www.anne-bubenzer.de

Alle Bücher von Anne Helene Bubenzer

Anne Helene BubenzerDie unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown
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Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown
Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown
 (138)
Erschienen am 12.09.2017
Anne Helene BubenzerDas Weihnachtswunder des Henry N. Brown
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Das Weihnachtswunder des Henry N. Brown
Das Weihnachtswunder des Henry N. Brown
 (36)
Erschienen am 15.10.2013
Anne Helene BubenzerLesereise Oslo. Auf der Suche nach Ibsens Badewanne
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Lesereise Oslo. Auf der Suche nach Ibsens Badewanne
Anne Helene BubenzerThe Incredible Story of Henry N. Brown
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The Incredible Story of Henry N. Brown
The Incredible Story of Henry N. Brown
 (0)
Erschienen am 26.08.2014

Neue Rezensionen zu Anne Helene Bubenzer

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Rezension zu "Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown" von Anne Helene Bubenzer

Eine herzerwärmende, traurig-schöne Reise ♥
Buchperlenblogvor einem Jahr

"Ich habe lange gebraucht, um einzusehen, dass ich kaum einen Ersatz für ihn darstellen konnte: Ich bin eben doch nur ein Bär. Aber einer mit einem großen Herzen." (S.40)

Inhalt

Am 16. Juli 1921 erblickt Henry N. Brown das Licht der Welt. Er ist ein Teddybär, liebevoll von seiner ersten Besitzerin und Freundin Alice zusammengenäht. Er kann fühlen, er kann hören, er kann denken - doch mitteilen kann er sich nicht. Stumm erlebt er an der Seite etlicher Menschen deren Leben mit, liebt, lacht und leidet mit ihnen und versucht ihnen immer ein guter Freund zu sein. Und ganz tief in ihm trägt er das wohl wichtigste auf der Welt: die Liebe.

Rezension

Eine Geschichte, die zu Herzen geht. Der Bär Henry N. Brown (wobei das N. für nearly, also fast steht - eine Unverschämtheit, um es in Henrys Worten auszudrücken!) lebt nicht nur ein Leben. Er lebt viele. So ein Teddybär kann natürlich nicht sterben, wie andere Lebenwesen es früher oder später müssen, aber für ihn beginnen immer neue Lebensabschnitte. Im englischen Bath beginnt sein Leben. Alice, seine erste Besitzerin, näht ihn liebevoll zusammen und findet in ihm einen Freund, einen Trostspender, der ihr über den Verlust ihres Geliebten im ersten Weltkrieg hinweg helfen soll. Doch dann verlieren sich die beiden an einem Bahnhof und so beginnt Henrys Reise quer über den ganzen Globus. Mit ihm zusammen lernen wir die verschiedensten Menschen kennen. So lernt man, dass nicht jede Familie, jeder Mensch, gleich ist, aber das sie doch eines vereint: Das Bedürfnis nach Liebe. Henry wird zum Spielgefährten und zum Freund vieler Kinder in England, Frankreich, Deutschland, Norwegen und der Ukraine.

Seine Geschichte erzählt er uns, als er um sein eigenes Leben bangt. An einem Flughafen in Österreich soll er aufgeschnitten werden, denn in ihm steckt ein höchst ungewöhnlicher Gegenstand. Während er nun auf sein Ende wartet, erzählt er aus seinen über 80 Jahre währendes Leben.

"Ich habe Angst, und ausnahmsweise nicht um jemand anderen, sondern um mich. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich es überlebe, wenn man mir die Brust aufschneidet und die Liebe herausnimmt." (S.16)

Wir erleben den großen Umbruch der 20er Jahre mit, wir fürchten uns mit einer französischen Familie vor den Deutschen in den 40ern, wir erleben ungestüme Teenager und gebrochene Kinderherzen. Wir erleben Liebe, Leid und Verlust und das alles durch die Augen eines Teddybären. Nicht selten kam es während der Lektüre vor, dass mir mein eigenes Herz ganz schwer wurde, ich aufstand und meinen eigenen Henry hervorholte, seinen Duft einatmete und ihm liebevoll über den Kopf strich. Dieses Buch hat mich an meine eigene, geborgene Kindheit erinnert, daran, wie liebevoll meine Familie ist. Und wie viel Glück ich hatte, denn dieses Glück teilen nicht alle mit mir. Es kommt darauf an, in welchem Land wir leben, in welcher Zeit und in welcher Familie.

Die Sprache ist wunderschön, voll schlauer Gedanken und Poesie, doch niemals zu aufdringlich. Der kleine Bär und seine verschiedenen Besitzer wachsen einem ans Herz. Die einen mehr, die anderen weniger.

Fazit

Dieses Buch ist ein wahrer kleiner Schatz, der ein wärmendes Gefühl in mir zurücklässt. Einfühlsam geschrieben, mit witzigen Anekdoten und dann wieder dem unvermittelten Drang zum Weinen hält es alle Emotionen parat, die sich ein Leser wünschen kann. Ohne Kitsch, dafür aber mit jeder Menge Liebe wird dieses Buch einen Platz in meinem Herzen behalten.

Bewertung im Detail

Idee ★★★★★ ( 5 / 5 )

Handlung ★★★★☆ ( 4 / 5 )

Charaktere ★★★★★ ( 5 / 5 )

Sprache ★★★★★ ( 5 / 5 )

Emotionen ★★★★★ ( 5 / 5 )

= 4.8 ★★★★★


Kommentare: 2
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BeeLus avatar

Rezension zu "Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown" von Anne Helene Bubenzer

Die Biografie eines Bären...
BeeLuvor einem Jahr

Hast du auch noch dein altes Lieblingskuscheltier aus Kindertagen? Vielleicht hat der kleine Freund, der sich mittlerweile im wohlverdienten Kuscheltierruhestand befindet, einen Ehrenplatz auf dem Sofa, in einem Regal oder sogar auf dem Bett bekommen und kann so noch immer ein schützendes Auge auf dich werfen. Diese Geschichte ist eine Hommage an jeden treuen Kinderbegleiter und erzählt aus dem bewegten Leben des Teddybären Henry N. Brown.

Ich erblickte das Licht der Welt, als Alice Sheridan mir das zweite Auge annähte. (S.21).

So fing es also an, das Leben des kleinen Bären. Sofort ist ihm klar, dass er seiner Alice, die ihren Will an der Front des 1. Weltkriegs verloren hat, Trost spenden und für sie da sein muss. Wären da nur nicht der rabiate Kater und die nervtötende Elizabeth, die die traute Zweisamkeit ständig stören. Der Bär bekommt von Alice den Namen Henry N. Brown und er trägt diesen Namen mit Stolz, auch wenn es bei weitem nicht der einzige Name sein wird, den er im Laufe seines Bärenlebens bekommen wird. Henry nimmt uns mit auf (s)eine Reise durch achtzig Jahre Geschichte, Jahre, in denen das Schicksal ihn in viele Familien und Kinderarme führen wird. Henry beobachtet seine Umgebung und die Menschen genau und er weiß sich aus Bärensicht über einiges zu wundern. Doch all seine Gedanken und Gefühle bleiben in seinem Kopf, denn natürlich kann er nicht sprechen oder sich auf andere Weise artikulieren. Henry wundert sich oft über die Menschen. Wie soll ein Bär auch verstehen, was Krieg ist? Oder warum manche Menschen scheinbar keine Liebe in sich tragen? Er als Bär trägt die Liebe in sich und seine Bestimmung verliert er niemals aus den Knopfaugen und unterstützt seine Menschen bedingungslos. Henry erzählt von glücklichen und schrecklichen Zeiten, Verzweiflung und Hoffnung, von den Kindertränen, die in sein Fell geweint wurden und abenteuerlichen Spielstunden. Mal geht es in seinem Leben dramatisch und turbulent zu, mal ruhig aber immer teilt Henry mit uns seine Gedanken. 
Dies ist ein wirklich zauberhaftes Buch! Wie sehr liebe ich noch heute mein kleines pinkes Kuscheltier, der arme Kerl ist mittlerweile an vielen Stellen geflickt worden aber dieses eine Herzenskuscheltier wird immer einen besonderen Platz bei mir haben. Während ich dieses Buch gelesen habe, bin ich mehr als einmal zu meinem alten Kuschelfreund gegangen, habe ihm über den Rücken gestrichen, das trotz aller Abgegriffenheit noch immer weiche Fell gespürt und ihm 'Danke' dafür gesagt, dass er so viel mit mir durchgestanden hat und auch heute noch gut auf mich aufpasst. 
Leseempfehlung für alle, die die besondere Liebe, die man zu einem Kuscheltier haben kann, auch kennen und auch als Erwachsene nicht missen möchten!

Kommentare: 4
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mesus avatar

Rezension zu "Die unglaubliche Geschichte des Henry N. Brown" von Anne Helene Bubenzer

Schöne Geschichte für alle Teddy-Liebhaber
mesuvor 2 Jahren

Es ist ein feines, nettes Buch das Kindheitserinnerungen an den Lieblings-Teddy wieder aufleben lässt.

Man kann beim Lesen entspannen und sich ganz der Geschichte des Henry N. Brown hingeben.

Dieser Teddybär wird im Laufe seines Bärenlebens von einigen Besitzern geliebt, getragen, gehasst.... und man kann an seinem Schicksal teilnehmen.

Es ist aus der Perspektive des Bären geschrieben und ein ungewöhnliches aber durchaus lesenswertes Buch. Mir hat es gut gefallen.

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