Anne Holt Der norwegische Gast

(120)

Lovelybooks Bewertung

  • 127 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 46 Rezensionen
(17)
(47)
(39)
(12)
(5)

Inhaltsangabe zu „Der norwegische Gast“ von Anne Holt

Ein Schneesturm zwingt die Passagiere eines Zuges, in einem norwegischen Berghotel Zuflucht zu suchen. Unter ihnen ist die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen. Als das Hotel komplett eingeschneit wird, geschieht ein brutaler Mord. Panik macht sich unter den Eingeschlossenen breit, und die an den Rollstuhl gefesselte Kommissarin muss ihr Bestes geben, um den Mörder zu enttarnen.

Fesselnde Handlung, interessante Figuren und ein einzigartiger Schreibstil machen den Reiz des Krimis aus!

— sommerlese
sommerlese

Spannender Krimi mit vielen interessanten Charakteren.

— Nele
Nele

Hab ich gern gelesen...

— Schatzdose
Schatzdose

Intelligent, mit einem guten Hintergrund.

— OlafJahnke
OlafJahnke

kein Musthave aber solide Unterhaltung, allerdings sehr verworren und keiner sagt konkret was, es sind viele Andeutungen

— harakiri
harakiri

Ich kann mich meinen Vorrednern nur anschließen: Diese Kriminalgeschichte ist zäh und verworren. Anfangs haben mich sowohl Setting, als auch Protagonistin begeistert. Aber man gewinnt mit der Zeit das Gefühl, dass Anne Holt versucht, ihre Geschichte unnötig in die Länge zu ziehen. Die Morde haben nichts mit der Haupthandlung zu tun, um den norwegischen Gast geht es quasi gar nicht und die ewig schlechte Laune der ehemaligen Kommissarin geht einem irgendwann nur noch auf die Nerven. Ich kann dieses Buch leider nicht weiterempfehlen.

— Krinkelkroken
Krinkelkroken

Sieben Wortfehler fand ich im Buch (Piper Taschenbuchausgabe Oktober 2009)

— Wurmli
Wurmli

Stöbern in Krimi & Thriller

Der Totensucher

Spannend und unglaublich mitreißend bis zur letzten Seite!

leserattebremen

AchtNacht

Ordentlicher Thriller mit Fitzek typischen Schwächen

Lilith79

In ewiger Schuld

Spannung pur

MellieJo

Portugiesische Rache

Eine schöne Reihe, die sich wunderbar als Reisebegleiter für euren Sommerurlaub eignet und auch die Gelegenheitsleser schnell mitreißen wird

Anka2010

Der Mann zwischen den Wänden

Toller Erzählstil. Jedoch verliert sich das Erzählte in einem atmosphärisch dichtem Meer aus Absurditäten, für die mir die Fantasie fehlt.

Ro_Ke

Totalausfall

Furioser Pageturner! Absolut lesenswert, großartig. Chapeau!

DreamingBooks

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Miss Marple lässt grüßen

    Der norwegische Gast
    sommerlese

    sommerlese

    09. May 2016 um 19:51

    "*Der norwegische Gast*" ist der 8. Band der Reihe um Hanne Wilhelmsen von "*Anne Holt*" aus dem Jahr 2009. Der Krimi erscheint im "*Piper Verlag*". Ein Schneesturm zwingt die Passagiere eines Zuges, in einem norwegischen Berghotel Zuflucht zu suchen. Unter ihnen ist die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen. Als das Hotel komplett eingeschneit wird, geschieht ein brutaler Mord. Panik macht sich unter den Eingeschlossenen breit, und die an den Rollstuhl gefesselte Kommissarin muss ihr Bestes geben, um den Mörder zu enttarnen. (Klappentext) Dieser Krimi hat mich durch den wortgewandten Schreibstil Anne Holts gut unterhalten und die Idee, hier einen klassischen Krimi im Stil von Agatha Christie zu schreiben, ist der Autorin geglückt. Man hat es mit Menschen in einer Ausnahmesituation zu tun, ihre Reaktionen sind mit allen möglichen Emotionen gespickt und die "Inselbedingungen" sind durch den Schneesturm im Hotel gegeben. Die eingeschlossenen Menschen haben nicht nur den Schock über das Zugunglück zu verkraften, sondern es finden im Hotel mysteriöse Morde statt, deren Motive man nicht erkennen kann. Eine Ermittlerin im Stil von Miss Marple findet sich in Person von Hanne Wilhelmsen, die als ehemalige Polisistin über logische Ermittlungserfahrung verfügt, durch einen Schuss auf einen Rollstuhl angewiesen ist. Sie hat eine abweisende, manchmal sarkastische Art, daher ist sie keine Sympathiefigur, aber dennoch macht sie das zu einer Person, der man die Lösung des Falles zutraut. Sie gibt dem Leser durch ihren Blick die notwendigen Informationen über die anwesenden Personen, Verhaltensmuster und Gesten, sodass man über die Situation im Bilde ist. Sie ist als Rollifahrerin nicht in der Lage, sich zurückzuziehen, sondern ist fast immer im Mittelpunkt der Allgemeinheit zu finden. Ihre Gedankengänge über die Spuren und Hinweise verknüpft sie intelligent und mit präziser Beobachtungsgabe. Es wird sehr gut deutlich gemacht, wie die Menschen unter der Gewalt des Schneesturms und dem Gruppendruck leiden, panisch reagieren oder sich zu gleichgesinnten Grüppchen zusammen finden. Diese extreme Situation bringt Einblicke in die menschliche Seele und als Leser unterliegt man diesem Angstgefühl unweigerlich. Dabei enthält der Krimi Kapitel, die mit einer aufsteigenden Beaufort-Skala eingeleitet werden. Die Informationen zu den entsprechenden Auswirkungen der verschiedenen Windstärken werden erklärt, die Windgeschwindigkeiten angegeben. So bedeutet Windstärke 3 eine schwache Brise von 12-19km/h, Wind ist deutlich zu spüren und Schneefall scheint sich eher horizontal zu bewegen als vertikal. Allerdings verläuft die Sturmsituation im Buch nicht genau in der Reihenfolge der Skala. Auch der Spannungsverlauf hält hier nicht Schritt. Es gibt spannende Situtionen, die sich aber wieder entspannen und gerade am Ende herrscht eine Flaute. Dennoch ist dieses Buch einzigartig geschrieben und man erlebt hautnah mit wie bei einem Schneesturm und minus 30 Grad in den norwegischen Bergen kein Verlassen des Hotels möglich ist. Es gibt ein paar Charaktere, die ich gern kennen gelernt habe, die man mit Bewunderung begleitet. Da ist die Hoteldirektorin, die intuitiv die Menschen lenkt und informiert und dann der kleinwüchsige Magnus Streng, ein Ausnahmecharakter, der Ruhe ausstrahlt und als Arzt hilft wo er nur kann. Die Situation um die besonders bewachten Personen ist im aktuellen politischen Bezug bedrohlich, da es sich wohl um Terroristen handelt, aber für die Handlung ist das nicht sehr relevant. Ein toller Krimi für lange Leseabende im Winter, der bei mir Interesse für die weiteren Bände der Reihe geweckt hat und das sogar bei einem Urlaub in der Sonne.

    Mehr
  • Anne Holt: Der norwegische Gast

    Der norwegische Gast
    Schatzdose

    Schatzdose

    02. July 2015 um 20:56

    Zunächst einmal: Ich habe dieses Buch einfach gern in der Hand gehabt. Das glatte Papier fühlt sich sehr gut an (im Gegensatz zu dem Rough Cut bei "Firmin"). Das Lesebändchen hat eine besonders gute Qualität und auch das Titelbild ist allein schon von der Farbgestaltung her sehr ansprechend. Da ich die klassischen Kriminalgeschichten sehr mag, habe ich mich gefreut, eine solche auch im modernen Gewand vorzufinden. Die Idee mit der Beaufort-Skala hat mir schon in der Leseprobe sehr gefallen. Leider entspricht der Spannungsverlauf nicht dem aktuellen Windstärkewert und auch die Windstärke des aktuellen Titels findet sich nicht im Inhalt des entsprechenden Kapitels wieder. Somit finde ich die gute Idee nicht wirklich gut umgesetzt. "Der norwegische Gast" eignet sich gut für ein Wochenende, in dem draußen der Schneesturm tobt. Drinnen kann man es sich gemütlich machen bei einer Tasse heißen Tees und diesem Buch und miträtseln, wer denn nun der Mörder ist. Etwas unbefriedigend fand ich die Geheimniskrämerei um die Leute, die in dem nicht zugänglichen Hotelteil von Wachen bewacht wurden. Meiner Meinung nach trägt es nichts zur Handlung bei, dass diese Menschen da sind und das Ende nicht wirklich eine Lösung herbeibringt.

    Mehr
  • Eingeschneit mit einem Mörder

    Der norwegische Gast
    cachingguys

    cachingguys

    04. April 2013 um 11:12

    Das Thema ist nicht neu, aber das Rad ist ja auch noch gut, obwohl es nicht immer neu erfunden werden muss. Schneesturm in den Bergen Norwegens, Eisenbahnunfall, fremde Menschen finden sich zwangsgebundener maßen in einem Hotel ein. Sie werden für die nächsten Tage dort eingeschneit und von der Außenwelt abgeschieden sein. Brisanter weise kommt hinzu, dass ein stark bewachter Waggon an den Zug angekoppelt worden war. Eine der knapp 200 gestrandeten ist, die im Rollstuhl sitzende Ex-Kommissarin, Hanne Wilhelmsen, die aus ihrer Perspektive von den Geschehnissen berichtet. Ein Mord geschieht und so viel sei verraten es wird nicht der letzte Tote sein. Durch die außergewöhnlich guten Beschreibungen der Situation und Personen wähnt man sich förmlich als Teil dieser Menschen und friert mit ihnen. Das Buch erhält meine absolute Leseempfehlung.

    Mehr
  • Rezension zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    miss_mesmerized

    miss_mesmerized

    04. October 2012 um 06:57

    Norwegen im tiefen Winter. Ein Orkan sorgt für ein schlimmes Wetterchaos und unglückliche Umstände lassen einen voll besetzten Zug nahe dem Bergdorf Finse entgleisen. Trotz der widrigen Umstände haben die Reisenden Glück: schnell sind Retter vor Ort und in einem Hotel findet die Gruppe Unterschlupf. Die einzige Gemeinsamkeit ist der Schicksalsschlag, ansonsten könnte die zwangsvereinte Gruppe kaum unterschiedlicher sein: eine Reihe von Ärzten, die zu einem Kongress wollte, mehrere Pastoren, eine Mädchen-Handballgruppe, hochindividualistische Jugendliche und auch ein ausländisches Ehepaar. Auch Hanne Wilhelmsen muss sich mit der Situation abfinden. Nach einem Einsatz querschnittsgelähmt lebt die ehemalige Polizistin eher zurückgezogen und meidet fremde Menschen. Nach der ersten Erleichterung und Freude über den doch glimpflichen Verlauf wird die Stimmung schnell durch den Mord an einem landesweit bekannten Pastor getrübt. Zudem stellt sich den Gästen die Frage, was oder eher wer sich im letzten Wagen des Zugs befand, der offenbar als erster geborgen wurde und jetzt samt Wachen im obersten Stockwerk residiert. Mit zunehmendem Schnee und Orkan wird die Lage kritischer. Hanne muss wohl oder übel ermitteln - doch als ein zweiter Mord geschieht, verliert auch sie langsam die Ruhe. Das Setting ist spannend: eine unfreiwillig eingeschlossene Menschenmenge und ein Mord bzw. zwei Morde. Interessante, undurchschaubare Charaktere mit Vorgeschichten. Auch die spannende Nebenhandlung - wer war der norwegische Gast eigentlich? - gibt eine zusätzliche Würze. Die Aufklärung ist ein wenig enttäuschend für mich, zu sehr wie in alten Krimis plötzlich aus dem Hut gezaubert und vorher nicht so richtig angelegt. Ein dicker Minuspunkt auch für die Übersetzung. Es dürfte dem deutschen Publikum geläufig sein, dass es nicht in allen Sprachen die Unterscheidung von Du/Sie gibt. Dies angemessen zu übertragen ist zugegebenermaßen nicht ganz einfach, aber die Variante (habe ich auch schon in anderen Büchern gesehen), die Figuren sich im wilden Wechsel mal duzen mal siezen zu lassen ist einfach störend und unpassend. Hier wäre konsequentes Duzen auch wenn es zunächst komisch erscheint bei fremden Personen die bessere Lösung.

    Mehr
  • Rezension zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    rumble-bee

    rumble-bee

    06. August 2012 um 14:55

    Mehr Kammerspiel als Krimi Ich war ganz überrascht, als ich sah, dass viele Leser dieses Buch eher mittelmäßig und sogar schlecht bewerten. Mir scheint, hier liegt ein geradezu klassischer Fall von Missverständnis vor: mag ich die Hauptperson nicht, muss das Buch schlecht sein. Zugegeben, die Protagonistin, die querschnittgelähmte ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen, ist sicher niemand, den man gerne kennenlernen würde. Aber nimmt man einmal von diesem Wunsch Abstand, man möge sich mit der ermittelnden Person doch bitteschön identifizieren können, dann kann ich nur feststellen, dass das Buch handwerklich einwandfrei und auch spannend geschrieben ist. Ich würde es allerdings viel weniger als "Krimi" bezeichnen, sondern eher als "Kammerspiel". Hier werden Menschen in einer Extremsituation geschildert, und zwar nahezu exemplarisch. Die Autorin hat eine grandiose Gabe, Gesellschaften, Typen und Verhaltensweisen zu beobachten und zu schildern. Hanne Wilhelmsen fungiert in diesem Buch insofern als "Kamera". Sie führt dem Leser vor, was alles in einem eingeschneiten Hotel in den Bergen passieren kann - Panik, Gruppenbildung, Revolten, dann wieder einsetzende Routine, Verdächtigungen, und so weiter. Aus rein, sagen wir mal, soziologischer Hinsicht fand ich das Buch einfach nur beeindruckend, mit teils sehr denkwürdig gewählten Formulierungen. Der Krimi ist für mich definitiv in den Hintergrund getreten. Ich gebe zu, es wird dem Leser auch nicht leicht gemacht, mitzuraten. Es ist beinahe unmöglich. Denn Hanne Wilhelmsen behält eben vieles gerne für sich. Sie ergeht sich in mysteriösen, verklausulierten Andeutungen. Manchmal bittet sie um etwas, oder geht einem Detail nach - allerdings ohne dass der Leser wüsste, warum. Aus meiner Sicht passte das aber sehr gut zu ihrem Charakter. Seit sie angeschossen wurde, sitzt sie im Rollstuhl, und bekanntermaßen werden solche Personen entweder besonders lebenslustig, oder eher verbittert, und ziehen sich zurück. Hanne gehört eindeutig in die zweite Gruppe. Ich finde, man kann im Verlaufe des Buches aber sehr schön erkennen, wie sich diese offensichtliche "Verbiesterung" langsam löst. Hanne merkt, dass ihr das Ermitteln eigentlich doch Spaß macht, und dass ihr etwas fehlt. Insofern ist das Ende für mich offen. Vielleicht geht sie doch wieder in den aktiven Dienst zurück. Zudem hat mir der "Showdown" wirklich gut gefallen. Ganz klassisch, wie eine Miss Marple oder ein Hercule Poirot, dröselt sie alle offenen Fäden auf, während alle im Salon versammelt sind. Nun macht auch ihre vorherige Geheimniskrämerei Sinn - denn in diesem Hotel konnte sie quasi nicht offen ermitteln, da die Lage durch den Schneesturm eh schon sehr angespannt war. Ich ziehe eigentlich nur deshalb einen Stern ab, weil mir die Handlung um den "norwegischen Gast", die ja immerhin dem Buch seinen Titel verleiht, zu kurz kam. Die Andeutung, wer dieser Gast denn nun gewesen ist, fand ich allerdings vollkommen raffiniert. Man müsste das Buch eigentlich noch einmal von vorne lesen, denn ganz langsam und unerbittlich reimt sich Hanne zusammen, wer da offensichtlich unerkannt mitreisen sollte. Sie sieht ihn erst ganz am Schluss, für eine Sekunde - und da blieb mir doch vor Staunen der Mund offenstehen. Ich werde es nicht verraten, keine Sorge - aber das hat dem Buch im Nachhinein doch eine gewisse Würze verliehen. Vor allem habe ich dann erst verstanden, was die "falschen Kurden" im Buch sollten. Ich vergebe letzten Endes doch eine Lese-Empfehlung. Allerdings nur an solche Leser, die bereit sind, sich einer durch und durch unsympathischen Heldin zu stellen - und die nicht vordergründig eine "spannende Ermittlung" erwarten.

    Mehr
  • Rezension zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    trollchen

    trollchen

    05. May 2012 um 20:37

    Leider abgebrochen. Ich habe meine ersten 50 Seiten gelesen und leider ist der Funke nivht über gesprungen, es kam einfach keine richtige Spannung auf. man las immer nur von der Rollstulhfahrerin, die früher mal bei der Polizei war und dann durch den Unfall an den Rollstul gebunden wird. Und jetzt ist vor der Notunterkunft, einem Hotel,ein Toter gefunden worden sein,, da gilt es, den Mörder zu finden. Aber leider nicht mein lesestil und leider nicht sehr aufregend für mich, also weg damit, schade!

    Mehr
  • Rezension zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    Toschi3

    Toschi3

    14. September 2011 um 10:39

    Der Gast kommt spät Nach einem Zugunglück in einem Schneesturm im tiefen norwegischen Winter werden die Passagiere in einem kleinen Hotel in der Nähe einquartiert, wo sie auch prompt eingeschneit werden. Am nächsten Morgen ist einer der Gäste tot: ermordet. Das ruft den Spürsinn der ehemaligen Kommissarin Hanne Wilhelmsen auf den Plan. Und wer ist der VIP-Gast, der im letzten Wagen des Zuges untergebracht war? Noch bevor diese Rätsel gelöst werden, überschlagen sich die Ereignisse und der tote Pfarrer bleibt nicht das einzige Opfer. Dieser Krimi ist eine Verbeugung der Autorin vor den klassischen Großmeistern des Genres. Vieles erinnert zum Beispiel an die großen Agatha-Christie-Fälle, insbesondere die Lösung a la Hercules Poirot. Und der Fall im verschneiten Hotel kann sich sehr wohl mit diesen Klassikern messen lassen. Anne Holt hat einen sehr flüssigen Schreibstil, das Buch liest sich einfach mal an einem Tag weg und der Sarkasmus, mit dem die querschnittsgelähmte Kommissarin einher kommt, ist wirklich köstlich. Die Kapitel sind sehr kurz gehalten, das trägt zum schnellen Lesen bei. Geschickt gewählt ist die Einteilung der Kapitel in Windstärken, was dem Thema und dem Verlauf der Handlung durchaus angemessen ist. Die Figuren haben nicht allzu viel Tiefgang, dass ist bei gut 300 Seiten Handlung aber kein Drama, dafür ist halt mehr Handlung untergebracht. Auch die Lösung des Mordfalls ist nachvollziehbar. Nachvollziehbar ist aber leider nicht das wirkliche Ende des Buches. Da kommt der Titel mit der Anspielung auf den Norwegischen Gast dann auch nicht zu seinem Recht. Aber in meinen Augen ist diese Vorstellung wirklich hanebüchen und das kostet dieses ansonsten wunderbare Buch einen ganzen Stern. Fazit: ein fantastischer Krimi, der durch sein Ende etwas an Glaubwürdigkeit verliert. Trotzdem sehr empfehlenswert.

    Mehr
  • Rezension zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    Elocin

    Elocin

    13. June 2011 um 19:14

    Im eisigen Schneesturm ist ein Zug Nahe dem norwegischen Bergdorf entgleist. Die Passagiere, unter denen auch die ehemalige Kommissarin Hanne Wilhelmsen ist, finden Zuflucht in einem nahen Hotel. Dann geschieht ein brutaler Mord.
    Kein typischer Anne Holt Krimi aber auf jeden Fall lesenswert, natürlich auch wegen der unvergleichlichen Hanne Wilhelmsen.

  • Rezension zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    RiaKlug

    RiaKlug

    20. February 2011 um 12:01

    Ein klassisches Setting erwartet die Leserin: Ein Zug der Bergenbahn entgleist während eines Blizzards. Die Fahrgäste werden in ein nahegelegenes Hotel gebracht. Mit dabei ist Hanne Wilhelmsen. Die ehemalige Polizistin ist durch eine im Dienst erlittene Querschnittlähmung an den Rollstuhl gebunden. Eine Mord geschieht. Das Hotel ist von der Außenwelt abgeschnitten. Gegen ihren Willen muss Hanne Wilhelmsen ermitteln. Ein zweiter Mord, drei Todesfälle und geheimnisvolle Mitreisende aus einem Extrawagon runden die Gemengelage ab. Das könnte ein spannender Krimi sein. Jedoch erwächst die Spannung im Grunde einzig daraus, dass der Orkan mit seinen Schneemassen das Haus bedroht und die Leserin gebannt darauf wartet, welche Katastrophe die Eingeschlossenen noch durchstehen müssen. Das wird durch die 12 Kapitelnummern verstärkt, welche die Ordungszahlen mit der Windstärke laut Beaufortskala verbinden. Der Kriminalfall ist vergleichsweise lapidar. Obwohl es ein klassischer Whodunnit mit beschränkter Verdächtigenzahl ist, gibt es kaum Gelegenheit zum Mitraten. Die Autorin hält ihre Leserinnen konsequent von Hinweisen fern. So schleppt sich die Geschichte dahin, bis es zum ebenfalls klassischen Showdown im großen Hotelsaal mit allen Anwesenden kommt. Vorher ist die Spannungskurve allerdings soweit abgefallen, dass mich nur noch die Aussicht auf ein baldiges Ende bei der Stange hielt. Fast schon völlig überflüssig waren die anfüllenden Nebengeschichten: Der bewachte Terrorist (der langweiligerweise noch als Quasidoppelgänger von Osama bin Laden beschrieben wird), der verfolgende amerikanische Geheimdienstler, der ungewollte Selbstmord eines Finanzhais, der aus einem Heim entlaufene Jüngling und selbst die Mördermotivlage verkommen zu Fußnoten in einem Wurmfortsatz der Erläuterungen. Nervend sind auch die auktorial anmutenden Vorausgriffe auf künftige Ereignisse, die mich regelmäßig aus einer Geschichte hinauskatapultieren. Spannung geht anders. Warum überhaupt drei Sterne? Nun, immerhin sind da komplexe Charakterstudien und spannende Interaktionen zwischen den Akteuren. Das macht streckenweise richtig Freude. Fazit: Weniger Zufälle, weniger Ungereimtheiten und rund hundert Seiten weniger hätten dem Krimi gutgetan.

    Mehr
  • Rezension zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    walli007

    walli007

    16. January 2011 um 10:05

    1222 über NN Nach einem Zugunglück stranden im tiefsten Winter ungefähr 200 Menschen in einem abgelegenen Hotel in der Nähe des norwegischen Ortes Bergen. Unter ihnen befindet sich auch die ehemalige Polizistin Hanne Wilhelmsen, die seit ihrer Schussverletzung gelähmt im Rollstuhl sitzt. Schon kurz nachdem die unerwarteten Gäste im Hotel angekommen sind geschieht ein Mord. Schnell stellt sich die Frage, ob etwa die seltsamen Leute aus dem Sonderwagon, der an den Zug angehängt war, etwas damit zu tun haben könnten. Obwohl leicht verletzt beginnt Hanne mit den Ermittlungen. Dieser Krimi erinnert an die Szenarien a la Agatha Christie, begrenzter Raum, begrenzte Anzahl an Verdächtigen, ein Ermittler. Diese Art der Krimis mag ich eigentlich recht gerne. Doch gerade der hier vorliegende hat mich nicht so recht überzeugt. Zwei Sachverhalte waren zwar sehr geschickt ineinander verflochten, doch irgendwie konnte mein Interesse nicht so richtig geweckt werden. Vielleicht wäre es für mich spannender gewesen, man hätte sich auf eine Sache konzentriert. So blieben beide für mich im Ungefähren, Unfertigen. Das Buch ließ sich flüssig und spannend lesen, doch da mich der Inhalt nicht wirklich mitfiebern ließ und ich auch vom Schluss etwas mehr erwartet hätte, war ich froh, dass ich es "nur " aus der Bücherei geliehen hatte. Wie es schon manchmal vorkommt, hätte ich es hier besser gefunden, man hätte bei der Wahl des Titels bei dem Original "1222" belassen. Ich empfand den gewählten Titel als irreführend. Nun, vielleicht sind meine Grammatik-Kenntnisse auch einfach nur schlecht.

    Mehr
  • Rezension zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    02. January 2011 um 14:11

    Hm, ich fands nicht so toll. Die Spannung nahm nach der zweiten Hälfte schnell ab und die Auflösung gefiel mir persönlich gar nicht. Dennoch mochte ich das Setting und die Idee sehr gerne.

  • Rezension zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. November 2010 um 18:23

    Auch wenn es eine klassische Situation mit begrenzter Anzahl an Tätern, einem Schauplatz und einer pfiffigen Kommissarin ist, so ist der Kriminalroman leider nicht klasse. Alles beginnt vielversprechend mit einem Zugunglück in den Bergen, das allein schon eine Tragödie sein und dann geschieht auch noch ein Mord unter den Überlebenden. Alles in Allem sind es mir zu viele Wiederholungen an eher weniger nötigen Stellen, die Schlüsse der Kommissarin a. D. sind häufig nicht nachvollziehbar und die Konzentration während des Lesens ist nur schwer zu halten. Ich habe – für einen Krimi – ziemlich lange gebraucht, bis ich ihn durchgelesen habe.

    Mehr
  • Rezension zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    UteSeiberth

    UteSeiberth

    18. October 2010 um 17:34

    Es ist wirklich eine klassische Krimi-Situation in dem kleinen norwegischen Berghotel,in dem die Passagiere eine Zuges wegeneines Schneesturms dort einkehren müssen und nicht mehr wegkönnen.Für die inzwischen im Rollstuhl sitzende ehemalige Kommisarin Hanne Willemsen ist es ein hervorragende Situation auf eigene Faust zu ermitteln, als es 2 brutale Morde unter den Fahrgästen gibt.Und sie macht es wieder ganz gut!

    Mehr
  • Rezension zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    beedaddy

    beedaddy

    18. October 2010 um 08:54

    Insgesamt ein sehr schöner Krimi. Nach einem Zugunglück finden die Passagiere in einem Hotel Unterschlupf und Schutz vor dem mörderischen Unwetter. Nicht durch das Unwetter, sondern durch Menschenhand geschieht dann auch ein Mord - und es soll nicht der letzte sein... Dies ist mein erster Roman von Annen Holt. Er ist in Ich-Form geschrieben, was mich meist etwas skeptisch macht. In diesem Fall aber gefiel mir der Schreibstil ungemein gut. Anne Holt kann sehr locker und pointiert schreiben. Der Roman ist ein klassischer Whodunnit der zum mitraten einlädt. Unbedingt empfehlenswert.

    Mehr
  • Frage zu "Der norwegische Gast" von Anne Holt

    Der norwegische Gast
    Cornelia66

    Cornelia66

    11. October 2010 um 10:16

    Hallo :o)
    Heute morgen habe ich das Buch " Der norwegische Gast" von Anne Holt zu ende gelesen.
    Ich fand es unterhaltsam.
    Jetzt grübele ich allerdings....wer ist der norwegische Gast? Wen hat Hanne W. erkannt?
    Leider blieb dies im Unklaren....
    Kann mir jemand weiterhelfen, damit ich wieder ruhig schlafen kann...
    zwinkernde Grüße und ein Dankeschön,
    Cornelia

  • weitere