Das Erbe der Tuchvilla

von Anne Jacobs 
4,2 Sterne bei99 Bewertungen
Das Erbe der Tuchvilla
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Positiv (80):
mabuereles avatar

Schöner Abschluss der Familiengeschichte!

Kritisch (5):
Yolandes avatar

Ich habe selten so einen Schmonzes gelesen :/

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Inhaltsangabe zu "Das Erbe der Tuchvilla"

Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet.
Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734103261
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:704 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:19.12.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 19.03.2018 bei Random House Audio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Schöner Abschluss der Familiengeschichte!
    Gelungener Abschluss

    „...Du möchtest alle Probleme einfach mit der Hand wegwischen, wie man eine beschlagene Fensterscheibe sauber wischt. Der Frost ist weg, die Sicht ist klar - aber die Kälte dahinter verschwindet nicht...“


    Wir schreiben das Jahr 1920. Paul Melzer hat in Augsburg zusammen mit Ernst von Klippstein die Leitung der Tuchfabrik übernommen. Es geht aufwärts. Deshalb richtet Paul für seine Frau Marie ein Atelier ein. Dort kann sie Garderobe entwerfen, herstellen und verkaufen. Allerdings ist Pauls Mutter Alicia von Anfang an dagegen. Sie lässt keine Möglichkeit aus, gegen Marie zu sticheln. Dafür stellt sie ohne Rückfrage Serafina von Dobern als Kindermädchen ein. Damit eskaliert die Situation. Kitty ist die erste, die die Villa verlässt, Marie wird ihr bald folgen.

    Auch der letzte Teil der Trilogie gibt es einen guten Einblick in die Zeitverhältnisse und in das Leben einer Fabrikantenfamilie. Die Geschichte lässt sich flott lesen.

    Der Schriftstil ist ausgereift. Das Eingangszitat ist eine Aussage von Marie gegenüber Paul. Der geht mir von Seite zu Seite mehr auf die Nerven. Anstatt seiner Frau beizustehen, zieht er gegenüber seiner Mutter den Kopf ein, nimmt sich ihrer Argumente an und versucht, deren Willen durchzusetzen. Dabei verschließt er die Augen gegenüber den Manipulationen von Serafina, die sich sehr viel herausnimmt und glaubt, sich über die anderen Bediensteten erheben zu können.

    Entgegen kommt ihr dabei, dass Pauls Zwillinge sich nicht so entwickeln, wie er es gern hätte. Seine Tochter Dodo interessiert sich für Technik und Flugzeuge, sein Sohn Leo spielt mit Begeisterung Klavier. Das stellt für Paul die Welt auf den Kopf. Er hätte es gern umgekehrt, denn Leo soll eines Tages die Fabrik übernehmen. Dass Serafina mit körperlichen Misshandlungen erzieht, die so geschickt gehandhabt werden, dass sie nicht auffallen, bekommen weder Paul noch Marie mit. Das folgende Zitat stammt von Serafina:


    „...Kinder sollten frühzeitig lernen, die Wünsche ihrer Eltern zu respektieren...Das mag ihnen nicht gefallen, ist aber eine Notwendigkeit...“


    Kittys lockerleichte Art muss man nicht mögen. Sie ist aber diejenige, die die Probleme unverfälscht sieht und anspricht.

    Elisabeth, die älteste Tochter, verlässt Pommern, stellt ihre Mutter auch für ungeahnte Herausforderungen, als sie wieder in der Tuchvilla erscheint.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es ist ein gelungener Abschluss der Trilogie.

    Kommentare: 2
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    Yolandes avatar
    Yolandevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe selten so einen Schmonzes gelesen :/
    Unwürdiger Abschluss

    Das Erbe der Tuchvilla ist der dritte Band einer dreiteiligen Reihe der deutschen Autorin Anne Jacobs.


    Inhalt (Klappentext):
    Der Krieg ist vorbei, und nach einer entbehrungsreichen Zeit zieht das Glück wieder in die Tuchvilla ein. Auch Paul Melzer ist zurück und kann nun endlich die Verantwortung für den Familienbetrieb übernehmen. Gemeinsam mit Ernst von Klippstein bringt er die Fabrik auf Vordermann und verwirklicht seine Visionen. So kann sich auch Pauls junge Frau Marie ihrer eigentlichen Berufung widmen und ein kleines Modeatelier eröffnen. Bereits nach kurzer Zeit werden ihre traumhaften Modelle zum Erfolg, und schon bald kann Marie das junge Unternehmen vergrößern. Doch während das Atelier wächst und gedeiht, leidet ihre Ehe unter Pauls Eifersucht und den unaufhörlichen Streitereien. Die Fronten verhärten sich, und Paul stellt seiner Frau ein folgenreiches Ultimatum. Als Marie daraufhin mit den beiden Kindern aus der Tuchvilla auszieht, nimmt das Schicksal seinen Lauf...

    Nachdem ich die beiden ersten Bände dieser Reihe schon im letzten Jahr gelesen hatte und ich den zweiten Band schon schwächer als den ersten empfand, habe ich mich etwas zögerlich an diesen Abschlussband gewagt. Leider haben sich meine Befürchtungen bestätigt. Die handelnden Personen haben sich nicht zu ihrem Vorteil entwickelt. Ging mir im zweiten Teil besonders die Person der Kitty Bräuer auf die Nerven, waren es hier eigentlich fast alle weiblichen Protagonisten.Egal ob Herrschaft oder Bedienstete, sie waren in ihrem Verhalten kaum zu ertragen. Entweder total aufgedreht (Kitty), ständig beleidigt (Lisa), dünkelhaft (Mutter Alicia) oder unentschlossen (Marie), es blieb kein weibliches Klischee verschont. Und natürlich wurde auch noch ein besonders bösartiges und hinterhältiges Frauenzimmer (Serafina) aufgeboten. Ich habe wirklich selten so einen Schmonzes gelesen :/. Die Handlung geriet für mich eigentlich zur Nebensache, weil ich mich ständig über diese blöden Weiber aufgeregt habe.
    Leider kein guter Abschluss einer Reihe, die eigentlich ganz vielversprechend begonnen hatte.


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    Buchelly_s avatar
    Buchelly_vor 5 Monaten
    Das Finale der Tuchvilla-Saga

    Wie auch schon bei den ersten beiden Bänden, wird man wieder ein wenig in die Handlung reingeschmissen, was aber nicht weiter problematisch ist, da man sich sehr schnell in die Charaktere einfühlen kann und gleich wieder eins mit ihnen ist. Anne Jacobs hat einfach die wundervolle Gabe, Personen zu erschaffen, die man sich bildlich seht gut vorstellen kann und die einem entweder auf Anhieb sympathisch sind oder denen gegenüber man sofort abgeneigt ist.

    Dass dieser Band das Finale der Tuchvilla-Saga ist, hat man während des gesamten Buches über total gespürt. Ein Highlight jagt das nächste! Ich möchte ungern einige Stellen ausplaudern und spoilern, aber der Klappentext sagt ja schon, dass Marie mit den Kinder aus der Tuchvilla auszieht. Hallo??? Das geht nicht!!! Marie und Paul sind doch das Traumehepaar schlechthin! Auch dass Elisabeth ein süßes Geheimnis verbirgt, spricht schon Bände. Wie man merkt, eine Gefühlseskalation vom allerfeinsten.

    Was mir nicht so gut gefallen hat, sind die riesigen Zeitsprünge zu Beginn. Der Klappentext sagt, der Roman spielt um 1920, tatsächlich spielt er aber in den Jahren 1924 und 1925. Das ist leider ein wenig ungeschickt gelöst und hat mich zu Beginn ziemlich verwirrt.

    Auch sind mir relativ viele Rechtschreib- und grammatikalische Fehler aufgefallen. So wurden entweder komplette Wörter oder Buchstaben vergessen oder Namen vertauscht. Das fand ich ein wenig schade und hat den ein oder anderen Moment um seine Schönheit beraubt.

    Alles in allem fand ich diesen Roman aber dennoch einen gelungenen Abschluss der Tuchvilla-Saga! 

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    SophieNdms avatar
    SophieNdmvor 10 Monaten
    Schöner Abschluss, etwas zäh

    Inhalt:
    Augsburg, 1920.
    In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft.

    Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen.

    Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein.
    Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier.
    Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt.

    Meine Meinung:

    "Das Erbe der Tuchvilla" ist der dritte und letzte Band in der Reihe um die Tuchvilla.

    Wie auch die letzten beiden Bände hat dieser Roman wieder ein wunderschönes Cover, das so perfekt zur Geschichte passt. Die 3 Bände sehen auch im Regal wirklich schön zusammen aus!

    Der Einstieg in die Geschichte beginnt wie immer mit einem "Update" über die aktuelle Lage der Familie Melzer. Man erfährt was passiert ist und auch dass die Kinder nun schon um einiges älter sind. Es gab also einen Zeitsprung von einigen Jahren.

    Anders als die beiden Vorgänger ist dieses Buch anfangs ziemlich zäh und etwas langweilig.

    Man erfährt die Geschichte aus verschiedenen Sichtweisen: aus der Frauentorstraße aus der Tuchvilla und aus Preußen.
    Das fand ich erfrischend und abwechslungsreich, die einzelnen Perspektiven finden am Ende alle zusammen.

    Was die Handlung betrifft gibt es nur wenige Überraschungen und unerwartete Wendungen.
    Die letzten 200 Seiten waren für mich das spannendste am Buch, man hätte in der Mitte auch gut etwas rauslassen können.

    Alles in allem gab es aber ein stimmiges und harmonisches Ende für alle Bewohner der Tuchvilla.

    Fazit:

    Etwas zäh am Anfang aber dennoch ein schöner Abschluss mit Happyend für alle.

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 10 Monaten
    Tag ein, Tag aus in der Tuchvilla ...

    Eigentlich wollte ich eine kurze Zusammenfassung zu diesem Buch schreiben, aber das geht leider nicht, denn auf den knapp siebenhundert Seiten ist so gut wie nix passiert. Alles dreht sich hauptsächlich um den Streit zwischen Paul und Marie, man liebt sich, man streitet sich, man versöhnt sich … again and again! Nebenher geht es noch ein bisschen um die große Schwester, die auf einem Gut in Pommern lebt und natürlich um die laute, quirlige Kitty und die Mutter, die jeden Tag Kopfschmerzen und Migräne hat. Aber ganz ehrlich, diese Geschichte hätte man sich schenken können. Am Rande behandelt Frau Jacobs die politische Szene und reißt auch das Thema Inflation und Wirtschaftskrise an. Nicht mehr und nicht weniger. Wie schade, hier hätte man mehr daraus machen können. Die zwanziger Jahre in Deutschland waren schließlich eine spannende Zeit! Es bleibt noch kurz zu erwähnen, dass ich Humbert, den ehemaligen Diener der Tuchvilla, wiedersehen durfte, das zauberte ein kleines Lächeln auf mein Gesicht

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    Any91s avatar
    Any91vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine wundervolle Familiengeschichte mit viele Fassetten, die mir viele schöne Stunden bereitet hat.
    Eine Familiengeschichte mit vielen Fassetten

    Cover:
    Das Cover gefällt mir unheimlich gut. Es drückt genau den Inhalt des Buches aus. Es ist wunderschön herbstlich gestaltet und die prachtvolle Villa im Hintergrund ist einfach traumhaft.
    Klappentext:
    Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet.

    Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …
    Meinung/Inhalt:
    Ich war anfangs etwas skeptisch... Die Zeit in der das Buch spielt finde ich sehr faszinierend und ich lese gern zwischendurch mal Romane. Ich habe meine Mama das Buch zuerst lesen lassen, zumindest war das der Plan, jedoch brach sie es sehr schnell ab. Meine Mama und ich haben eigentlich denselben Geschmack bei Büchern, jedoch muss ich ihr hier widersprechen! 
    Der Roman hat mich total berührt, es ist eine wundervolle Familiengeschichte mit ihren Höhen und Tiefen in der Zeit um 1920. Der erste Weltkrieg ist vorüber und die Weltwirtschaftskrise steht vor der Tür... das Geld verliert an Wert, viele verlieren ihren Reichtum, ihr Hab und Gut. Die Frauen bangen auf die Rückkehr ihrer geliebten Männer... Eine schwere schicksalsreiche Zeit steht bevor, die nur mit Familie und Freunden überstanden werden kann. 
    Im Vordergrund der Geschichte steht hier die Familie Melzer, die im Besitz einer Tuchfabrik ist. Der alte Herr Melzer ist tot, nun muss sein Sohn Paul die Leitung des Fabrik führen. Aber auch seine Frau Marie, hat während dem Krieg eine große Rolle in der Tuchfabrik, wie auch in der Villa übernommen. Doch nach dem Krieg ist nichts mehr wie es vorher war... Der Krieg verändert Menschen.Paul macht Marie mit einem eigenen Atelie eine riesige Freude, doch dass sie sich nur noch in die Arbeit stürzt und die Kinder vernachlässigt, passt ihm gar nicht. Da entschließt Alicia, die Schwiegermutter von Marie eine Gouvernante einzustellen. Nur kann die keiner leiden. Da auch Paul nichts unternimmt, zieht Marie kurzerhand mit den den Kindern aus.. Auch seine Schwester Kitty zog kurz vorher aus. Paul und Marie stehen schwere Zeiten bevor.. ob ihre Ehe noch mal eine Chance hat? Es muss sich dringend etwas ändern.. nur wer wagt den ersten Schritt?
    In der damaligen Zeit war es üblich, dass der Sohn der Familie einmal die Firma des Vater übernimmt. Paul und Marie hatten zwei Kinder. Einen Sohn und ein Mädchen - Zwillinge. Also gebührte Leo die Ehre die Firma eines Tages zu übernehmen. Doch Leo hatte nur das Klavierspielen im Kopf. Dodo.. Leos Schwester hingegen interessierte sich sehr für Maschinen und Flugzeuge. Jedoch wurde es als unsittlich angesehen und die Kinder mussten in die rechte Bahn dirigiert werden! Ganz zum Missfallen von Marie...

    Die Charaktere haben mir ausgesprochen gut gefallen. Ich konnte es nachempfinden, dass die Gouvernante - die Frau von Dobern - niemand leiden konnte. Doch diese Frau zog sich hartnäckig durch die Geschichte. Die Geschichte selbst hat mir auch sehr gut gefallen, der Schreibstil war sehr flüssig und einige Spitzheiten (zu der damaligen Zeit) bereiteten einem viel Freude beim Lesen. Die Charaktere als auch die Umgebung, die Landschaft war grandios gezeichnet. Man konnte es sich bildlich vorstellen. Es gab viele Wendungen in dem Roman.. Trennung, ein uneheliches Kind, eine Scheidung, ein Mord.... Ein Mann der unschuldig im Gefängnis sitzt.
    Ich hatte nur am Anfang ein paar Probleme mit den vielen Charakteren.. da ich die zwei Bände vorher nicht kenne. Es war so viel auf einmal, und doch bin ich gut in das Buch rein gekommen und wusste schnell wer, wer ist. Jedoch habe ich mir nun auch vorgenommen, Band 1 und 2 noch zu lesen. Ich fand es gut, dass man es gar nicht so sehr gemerkt hat, dass man einen dritten Band liest. Es war eine eigenständige Geschichte und es wurden keine Rückblenden eingebaut. 
    Fazit:
    Eine wirklich interessante Familiengeschichte mit vielen Fassetten, die mir viele schöne Stunden beschert hat. Ich kann das Buch wärmstens empfehlen und vergebe volle 5 Sterne.

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    Günter-ChristianMöllers avatar
    Günter-ChristianMöllervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bezaubernde Kinder in einer schrecklichen Zeit
    Die Eltern auf den richtigen Weg bringen

    Nach der Niederlage des Deutschen Reiches und dem Diktatfrieden von Versailles verschlingt die Inflation die Ersparnisse der einfachen Leute. Fabrikanten, wie der aus der Kriegsgefangenschaft heimgekehrte Paul Melzer, können schnell darauf reagieren. Während er seine wirtschaftlichen Probleme noch einigermaßen bewältigen kann, verschärfen sich die Konflikte mit seiner Frau Marie, die ein Modeatelier betreibt und ihre Kinder von einer Gouvernante erziehen lässt. Erst als Pauls Schwester Kitty, die Kunstmalerin ist, dreißig Bilder der verstorbenen Mutter von Marie angeboten bekommt, eskalieren die Streitereien.

    Für mich waren in diesem Band der Tuchvilla-Reihe die Kinder Dodo, Leo und Henny die herausragenden Gestalten. Sie sind das wunderbare Gewissen, die den Erwachsenen immer wieder den Spiegel für ihre Gemeinheiten und niederträchtigen Regeln vorhalten. Und natürlich auch immer bereit für Streiche, Missverständnisse und glühende Begeisterung für Kleinigkeiten.

    Kleine Helden mit großen Wünschen und Idealen.Ich habe dieses Buch sehr gerne gelesen. Und hoffe, dass es noch einen vierten Band geben wird.

    Kommentare: 1
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    Starry-skys avatar
    Starry-skyvor einem Jahr
    Toller Abschluss der Saga!

    Klappentext:
    Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …

    Über die Autorin:
    Anne Jacobs veröffentlichte unter anderem Namen bereits historische Romane und exotische Sagas. Mit Die Tuchvilla gestaltete sie ein Familienschicksal vor dem Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte und eroberte damit die Bestsellerliste. Nach der erfolgreichen Fortsetzung Die Töchter der Tuchvilla legt sie nun mit Das Erbe der Tuchvilla den Abschluss ihrer erfolgreichen Familiensaga vor.

    Rezension:
    Bei dem Buch „Das erbe der Tuchvilla“ handelt es sich um den dritten und letzen Teil der Tuchvilla-Saga von Anne Jacobs. Genau wie die beiden Vorgänger (Die Tuchvilla, Die Töchter der Tuchvilla) konnte mich auch dieses Buch vollkommen überzeugen.

    Paul und Marie haben in ihrer Ehe einige Probleme, mit denen sie kämpfen. Beide sind mehr mit ihrem eigenen Leben beschäftigt als mit ihrer Ehe, weswegen sie sich nach und nach auseinander leben. Marie betreibt ein erfolgreiches Atelier, Paul hat eine eigene Firma, die seine ganze Energie fordert. Als später auch noch eine Hauslehrerin namens Serafina in das Haus kommt, wird die Beziehung der beiden noch mehr strapaziert und die Stimmung im Haus sinkt.

    Die Autorin hat es auch in diesem Teil wieder geschafft, ein authentisches Bild der damaligen Zeit zu vermitteln. Man bekommt Einblicke in die Herausforderungen, vor denen die Menschen damals standen und wie sie damit umgegangen sind. Eine der zentralen Herausforderungen ist die Benachteiligung der Frauen gegenüber den Männern, die auf dem damaligen Rollenbild beruhte.  Ich fand es sehr angenehm, dass alles so ausführlich dargestellt wurde, sodass ich mich gut in die Handlung hineinversetzen konnte. Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin entstand zu keiner Zeit Langeweile, obwohl manche Diskussionen sehr detailliert beschrieben waren.

    Das Ende kam für mich ziemlich unerwartet, was mich kurz verwirrt hat. Letztendlich hat dies aber noch mehr Spannung gebracht, weil es eine unerwartete Wendung gab, was ich letztendlich positiv empfinde. Insgesamt hat mir dieses Buch genau so gut gefallen wie die beiden Vorgänger der Saga und ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

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    buchwurm_des avatar
    buchwurm_devor einem Jahr
    Kurzmeinung: Erfolgreiches Ende einer wundervollen Saga
    Erfolgreiches Ende

    Titel: Das Erbe der Tuchvilla

    Autor: Anne Jacobs
    Verlag: blanvalet
    ISBN: 978-3-7341-0326-1
    Preis: 9,99 €



    Handlung:
    Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet. Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …


    Meine Bewertung:

    Vielen Dank dem blanvalet und Random House, das sie mir ein Rezensionsexemplar zugesendet haben.

    Ein schöner Abschluss der Tuchsaga.
    Die Figuren haben sich weiterentwickelt und sind sich aber treu geblieben.
    In diesem Buch kommt sie die ersten Krisen in der Ehe von Marie und Paul, da er nun aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist. ungewohnt war es etwas, das Marie in den Anfangskapitel nicht gleich die Hauptrolle gespielt hat. ich habe sie mit ihrer Art, ihrer Charakterstärke sehr ins herz geschlossen.
    Die Zwillinge bringen auch mächtig Leben in die Handlung,was ich als sehr unterhaltsam betrachte.
    Gut war auch einen tieferen Einblick in die Dienstbotenabteilung zu erhalten, mit ihren Ängsten und Nöten. Es gibt zalhreiche Turbolenzen. Ein Grund dafür ist auch das neue Kindermädchen, das sie einstellen. Da Marie von Paul das Atelier zum Malen bekommen hat und darin aufgeht, hat sie weniger Zeit sich um die Zwillinge zu kümmern. Das Kindermädchen konnte ich echt so gar nicht leiden!

    Anne Jacob schreibt sehr fein, ausfühlrich, aber ohne ihren Leser zu langweilen oder sich im Kleinen zu verlieren. Ihre Beschreibungen der Schauplätze sind detailliert um eine Vorstellung zu liefern, aber noch genug Platz für Fantasie zu lassen.

    Und das Cover ist top! Ich liebe es wenn man auf dem ersten Blick erkennt wenn Bücher zusammen gehören und das ist hier bei der Tuchvillasaga der Fall.

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    Franzip86s avatar
    Franzip86vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöne Geschichte...
    Die Tuchvilla - Teil 3

    Inhaltsangabe:


    Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet. Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …



    In diesem Buch wurde ich in das Jahr 1923 versetzt wurden, mitten in die deutsche Inflation hinein. Maries Ehemann Paul ist schon seit 3 Jahren aus der Kriegsgefangenschaft zurück und die sie leben ein glückliches Leben, wenn nicht die Eifersucht von Paul wäre. Marie zieht kurzerhand nach einem großen Streit zu ihrer Schwägerin und nimmt die Zwillinge mit. Mit viel Gefühl wurden die Näherungsversuche geschrieben auch wenn sie dann doch wieder nicht erreicht wurden.


    Was mich an diesem Buch sehr gestört hat, das man anfangs sehr wenig bis gar nicht aus der Sicht von Marie lesen konnte. Sie ist mir innerhalb der ersten 2 Bücher sehr ans Herz gewachsen und war im 3. Buch am Anfang eigentlich nur eine Randbeschreibung obwohl es doch um sie ging....


    Aber im großen und ganzen fand ich auch dieses Buch sehr gelungen und hat von mir auch die 5 Sterne verdient...

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