Anne Jacobs Das Erbe der Tuchvilla

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Inhaltsangabe zu „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs

Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet. Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …

Erfolgreiches Ende einer wundervollen Saga

— buchwurm_de
buchwurm_de

Wirklich schöner Abschluss der Reihe!

— ninaschmiiidt
ninaschmiiidt

Leider ein schwacher Abschluss dieser Reihe 😔

— PrinzessinAurora
PrinzessinAurora

Schöne Geschichte...

— Franzip86
Franzip86

Eine sehr schöne und berührende Trilogie mit einem leider mehr als schwachen Ende

— Miii
Miii

Eine sehr schön geschriebene Trilogie mit wunderbaren Charakteren, die einem gleich ans Herz wachsen....

— Hobbylesen
Hobbylesen

... eine ganz unglaublich berührende Familien-Saga, die mich im Herzen noch lange begleiten wird!

— SusannAnders
SusannAnders

Eine großartige Trilogie

— mollymoon
mollymoon

Ein gelungener Abschluss der Trilogie!

— Waldi236
Waldi236

Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft.

— friederickesblog
friederickesblog

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  • Toller Abschluss der Saga!

    Das Erbe der Tuchvilla
    Starry-sky

    Starry-sky

    16. July 2017 um 20:50

    Klappentext:Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt … Über die Autorin:Anne Jacobs veröffentlichte unter anderem Namen bereits historische Romane und exotische Sagas. Mit Die Tuchvilla gestaltete sie ein Familienschicksal vor dem Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte und eroberte damit die Bestsellerliste. Nach der erfolgreichen Fortsetzung Die Töchter der Tuchvilla legt sie nun mit Das Erbe der Tuchvilla den Abschluss ihrer erfolgreichen Familiensaga vor. Rezension:Bei dem Buch „Das erbe der Tuchvilla“ handelt es sich um den dritten und letzen Teil der Tuchvilla-Saga von Anne Jacobs. Genau wie die beiden Vorgänger (Die Tuchvilla, Die Töchter der Tuchvilla) konnte mich auch dieses Buch vollkommen überzeugen. Paul und Marie haben in ihrer Ehe einige Probleme, mit denen sie kämpfen. Beide sind mehr mit ihrem eigenen Leben beschäftigt als mit ihrer Ehe, weswegen sie sich nach und nach auseinander leben. Marie betreibt ein erfolgreiches Atelier, Paul hat eine eigene Firma, die seine ganze Energie fordert. Als später auch noch eine Hauslehrerin namens Serafina in das Haus kommt, wird die Beziehung der beiden noch mehr strapaziert und die Stimmung im Haus sinkt. Die Autorin hat es auch in diesem Teil wieder geschafft, ein authentisches Bild der damaligen Zeit zu vermitteln. Man bekommt Einblicke in die Herausforderungen, vor denen die Menschen damals standen und wie sie damit umgegangen sind. Eine der zentralen Herausforderungen ist die Benachteiligung der Frauen gegenüber den Männern, die auf dem damaligen Rollenbild beruhte.  Ich fand es sehr angenehm, dass alles so ausführlich dargestellt wurde, sodass ich mich gut in die Handlung hineinversetzen konnte. Durch den angenehmen Schreibstil der Autorin entstand zu keiner Zeit Langeweile, obwohl manche Diskussionen sehr detailliert beschrieben waren. Das Ende kam für mich ziemlich unerwartet, was mich kurz verwirrt hat. Letztendlich hat dies aber noch mehr Spannung gebracht, weil es eine unerwartete Wendung gab, was ich letztendlich positiv empfinde. Insgesamt hat mir dieses Buch genau so gut gefallen wie die beiden Vorgänger der Saga und ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.

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  • Erfolgreiches Ende

    Das Erbe der Tuchvilla
    buchwurm_de

    buchwurm_de

    01. July 2017 um 20:21

    Titel: Das Erbe der TuchvillaAutor: Anne JacobsVerlag: blanvaletISBN: 978-3-7341-0326-1Preis: 9,99 €Handlung:Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet. Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …Meine Bewertung:Vielen Dank dem blanvalet und Random House, das sie mir ein Rezensionsexemplar zugesendet haben.Ein schöner Abschluss der Tuchsaga.Die Figuren haben sich weiterentwickelt und sind sich aber treu geblieben.In diesem Buch kommt sie die ersten Krisen in der Ehe von Marie und Paul, da er nun aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt ist. ungewohnt war es etwas, das Marie in den Anfangskapitel nicht gleich die Hauptrolle gespielt hat. ich habe sie mit ihrer Art, ihrer Charakterstärke sehr ins herz geschlossen. Die Zwillinge bringen auch mächtig Leben in die Handlung,was ich als sehr unterhaltsam betrachte.Gut war auch einen tieferen Einblick in die Dienstbotenabteilung zu erhalten, mit ihren Ängsten und Nöten. Es gibt zalhreiche Turbolenzen. Ein Grund dafür ist auch das neue Kindermädchen, das sie einstellen. Da Marie von Paul das Atelier zum Malen bekommen hat und darin aufgeht, hat sie weniger Zeit sich um die Zwillinge zu kümmern. Das Kindermädchen konnte ich echt so gar nicht leiden!Anne Jacob schreibt sehr fein, ausfühlrich, aber ohne ihren Leser zu langweilen oder sich im Kleinen zu verlieren. Ihre Beschreibungen der Schauplätze sind detailliert um eine Vorstellung zu liefern, aber noch genug Platz für Fantasie zu lassen.Und das Cover ist top! Ich liebe es wenn man auf dem ersten Blick erkennt wenn Bücher zusammen gehören und das ist hier bei der Tuchvillasaga der Fall.

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  • Die Tuchvilla - Teil 3

    Das Erbe der Tuchvilla
    Franzip86

    Franzip86

    06. June 2017 um 20:05

    Inhaltsangabe:Das Schicksal einer Familie in einer bewegten Zeit. Und eine Liebe, die alles überwindet. Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt …In diesem Buch wurde ich in das Jahr 1923 versetzt wurden, mitten in die deutsche Inflation hinein. Maries Ehemann Paul ist schon seit 3 Jahren aus der Kriegsgefangenschaft zurück und die sie leben ein glückliches Leben, wenn nicht die Eifersucht von Paul wäre. Marie zieht kurzerhand nach einem großen Streit zu ihrer Schwägerin und nimmt die Zwillinge mit. Mit viel Gefühl wurden die Näherungsversuche geschrieben auch wenn sie dann doch wieder nicht erreicht wurden.Was mich an diesem Buch sehr gestört hat, das man anfangs sehr wenig bis gar nicht aus der Sicht von Marie lesen konnte. Sie ist mir innerhalb der ersten 2 Bücher sehr ans Herz gewachsen und war im 3. Buch am Anfang eigentlich nur eine Randbeschreibung obwohl es doch um sie ging....Aber im großen und ganzen fand ich auch dieses Buch sehr gelungen und hat von mir auch die 5 Sterne verdient...

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  • Finale!

    Das Erbe der Tuchvilla
    Eliza08

    Eliza08

    28. May 2017 um 10:12

    Anne Jacobs legt mit „Das Erbe der Tuchvilla“ einen würdigen Abschluss ihrer Trilogie vor. Wenn man als Leser die ersten beiden Bände gelesen hat, wird man auch an diesem Teil  der Trilogie seinen Spaß haben. Das Cover hat einen sehr hohen Wiedererkennungswert zum ersten und zweiten Band, durch die Kleidung ist der Zeitraum, in der der Roman spielt sehr gut zu erahnen. Die Farbgebung des Covers ist wieder, wie auch bei den vorherigen Bänden, sehr gelungen. Der Klappentext verrät auf der einen Seite schon sehr viel, auf der anderen Seite lässt er aber andere Erzählstränge ganz außen vor. In diesem Band geht es in der Tuchvilla wieder sehr hoch her. Diesmal geht es wieder verstärkt um die Familie in all ihren Facetten, sowie um das Leben der Angestellten in der Tuchvilla, die Fabrik tritt in den Hintergrund, was ich als sehr angenehm empfunden habe. Im Mittelpunkt stehen wieder Paul und Marie, das Traumpaar der Tuchvilla. Doch die beiden müssen eine schwere Zeit durchmachen, sie erleben ihre erste Ehekrise. Aber auch Elisabeth und Kitty haben ihre Geschichte und vor allen Dingen die Kinder Henny, Dodo und Leo bringen mächtig Leben in die Geschichte. Alle Charaktere haben sich weiterentwickelt und sind zu eigenständigen Persönlichkeiten geworden, die beeindrucken. Als Leser kann man die verschiedenen Sichtweisen nur zu gut verstehen, dennoch wünscht man sich, dass der Familienfrieden bald wiederhergestellt wird. Doch die Schatten der Vergangenheit lassen sich nicht so einfach abschütteln. Die Autorin schlägt ein sehr gutes Tempo in ihrem Roman an, mit dem Element der Zeitraffung bringt sie die wichtigen Dinge auf den Punkt, ohne den Leser mit dem „alltäglichen“ zu langweilen. Der Schreibstil ist gut zu lesen und wenn man einmal angefangen hat, wird man auch diesmal wieder Teil der Geschichte. Mir hat dieser dritte Teil der Tuchvilla-Saga wieder sehr gut gefallen, auch wenn das Ende vorauszusehen war, gab es dennoch einige Überraschungen die mir beim Lesen Freude bereitet haben. Der Roman ist natürlich Pflichtlektüre für alle Leserinnen und Leser der ersten beiden Bände. Sicherlich kann man den Roman auch eigenständig lesen, ich würde aber die chronologische Erzählreihenfolge empfehlen. Eine Familiensaga mit Flair und ich hoffe sehr, dass Anne Jacobs uns Leserinnen und Leser wieder bald mit einer neuen Saga beglücken wird, denn diese Autorin steht für gute Unterhaltung. Eine klare Kauf- und Leseempfehlung für alle Fans des Familiensaga-Genres.

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  • Enttäuschend

    Das Erbe der Tuchvilla
    Miii

    Miii

    24. May 2017 um 22:32

    Im Gegensatz zu den ersten beiden Teilen hat mich der dritte Teil um die Tuchvilla ein wenig enttäuscht. Nicht, dass er mir nicht gefallen hat, aber an „Die Tuchvilla“ und „die Töchter der Tuchvilla“ kommt er dann doch nicht dran. Wieder einmal dreht sich alles – wer hätte das geahnt? – um die Tuchvilla. Marie und Paul sehen sich mit ehelichen Problemen konfrontiert, die ihnen zuvor verschont geblieben sind. Paul, der vollends mit der Firma beschäftigt ist und Marie, deren Atelier ein voller Erfolg ist, driften immer weiter auseinander. Die Gouvernante, Serafina, die eingestellt wird, trägt nicht grade zum Frieden bei, was sich soweit zuspitzt, das nach Kitty auch Marie die Tuchvilla verlässt. Und auch Lisa hat mit Problemen zu kämpfen, die sie früher oder später zu ihrer Heimat zurückführen. Was mir sehr gefallen hat, war, dass das Buch auf eine erfrischende und angenehme Weise mit den Problemen der damaligen Zeit handhabt. Grade die Frauen hatten es ja nach dem Krieg nicht leicht, da man in ihnen noch immer die Rolle der Hausfrau und Mutter gesehen hat. Diesen Knackpunkten wird auf eine ganz einfache Art nachgegangen, ohne groß auf Politik oder ähnliches einzugehen. Politische Schwierigkeiten werden zwar am Rande erwähnt, aber das war es auch.Leider war es das auch mit dem, was mir gefallen hat. Es gab so einiges an Punkten, die ich tatsächlich bemängeln kann. In erster Linie wurden einfach viele künstliche Probleme erzeugt, die eben keine Probleme sind, und zudem werden sie unnötigerweise in die Länge gezogen sowie permanent wiederholt. Ich hab irgendwann aufgehört zu zählen, wie oft Paul und Marie die gleiche Diskussion geführt haben. Jedes Mal wurde sich ausgesprochen, jedes Mal wurde sich versöhnt und jedes Mal wurde es wieder von vorne aufgegriffenWas Lisas Schwangerschaft angeht... Gut, natürlich hab ich mich für sie gefreut. Aber es war irgendwie so vorauszusehen, dass das passiert. Und dann noch die simple Tatsache, das es mit Klaus jahrelang nicht geklappt hat, während Sebastian direkt den erster Treffer gelandet hat... Wäre Klaus unfruchtbar gewesen, wäre es ja noch verständlich gewesen. Aber so fand ich es einfach nur übertrieben.Kitty ist wie eh und je, eine kleines Kind das im Körper einer Frau zu stecken scheint. Nachdem sie im zweiten Teil etwas an Reife gewonnen hatte, wurde ihr diese jedoch leider wieder genommen. Was mich aber vor allem unglaublich ärgert, war, dass viele Punkte einfach offen geblieben und viele (meiner Meinung nach) wichtige Sachen so salopp abgehackt worden sind. Wie in etwa die Sache mit der Gouvernante... Man hat sich über sie beschwert, beklagt, gejammert, geflucht und und und... Währenddessen hat sie sich bei Alicia eingeschleimt, welche durch die permanente Einnahme von 'Baldrian' an mehr Migräne als sonst leidet (welches ihr – oh Wunder – von Serafina gegeben wird). Viele Andeutungen und mögliche Gefahren, die von ihr ausgingen, wurden wie in den Wind geschlagen. Die Klage über sie hat sich über beinahe ein Drittel des gesamten Buches gezogen, nur um dann abrupt zu enden.Auch das Ende war enttäuschend... Nachdem die gleichen Probleme wieder und wieder ausdiskutiert wurden, hat man sie dann plötzlich abgehackt und alles war wieder Friede, Freude, Eierkuchen... Insgesamt ein eher doch enttäuschender Teil.

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  • ...und kann auch zerbrechen.

    Das Erbe der Tuchvilla
    Schneeflocke2013

    Schneeflocke2013

    07. May 2017 um 16:47

    Autor: Anne JacobsVerlag: blanvaletISBN: 978-3-7341-0326-1Erschienen: 2016Preis: 9,99 €Seiten: 669Band 3 von 3Zitat: "Ich bin nicht bereit meine Mahlzeiten in Gegenwart der Hausdame einzunehmen." [S. 501, Z.28ff]Inhalt:Paul ist aus der Gefangenschaft und dem Krieg zurückgekehrt. Ganz automatisch übernimmt er wieder die Führung der Tuchfabrik. Weshalb Marie ins Haus zurückgeht zu den gemeinsamen Kindern. Was ihr auf Dauer aber zu wenig ist. Schließlich hat sie Stoffe für die Villa hergestellt um die Zukunft aller zu sichern.Durch ein Geschenk Pauls an Marie hat diese weniger Zeit für ihre Kinder. Deshalb kommt auf Bestreben der Schwiegermutter ein Kindermädchen ins Haus. Dies und das seltsame Verhalten der Zwillinge sorgt für einen schiefen Haussegen.Und dann unterstellt Paul Marie ein Verhältnis mit seinem besten Freund. Die Konsequenz: Marie zieht mit den Kindern aus der Tuchvilla.Meine Meinung:Genauso einen Abschluss wie das Vorliegende habe ich mir gewünscht. Tatsächlich werde ich die Reihe vermissen und im nächsten Jahr noch mal lesen.Alle Charaktere der vorherigen Bände haben sich auch hier weiter entwickelt. Durch die ganzen Geschehnisse im zweiten Teil sind einige Sachen ins Laufen gebracht worden.Besonders schön fand ich Pauls Idee mit dem Atelier. Marie hat sich sehr darüber gefreut und besaß eine zweite Aufgabe: Zeichnen.Das war etwas was sie schon immer konnte und wollte. Doch genau dieses Talent wird in dem Buch ein großes Thema. Sorgt für viel Streit. Denn so hat Marie weniger Zeit für die Zwillinge.Aus dem Grund kam ein neues Kindermädchen. Und ich muss sagen es kommt nicht oft vor, dass mir ein Charakter von Beginn an unsympathisch ist.Doch dieses werte Fräulein wollte ich einfach nur loswerden.So weit weg wie möglich von Marie und Paul, denn das daraus genau so was wurde war genau ihre Absicht. Allerdings ist es kein Wunder, dass Marie zu Beginn nur von einer Person Rückendeckung bekommt – ihre Schwägerin und Freundin Kitty.Das ganze Buch über warte ich darauf wann es platzt und als das dann der Fall war konnte ich endlich wieder lachen. Genau so und nicht anders war es verdient.Auch im Haus, beim Personal, ging durch sie einiges schief. Der Zusammenhalt bei dem Thema war einfach fantastisch. Es ist ja egal was kommt, doch wenn alle eine Meinung sind ist es wirklich brutal. Sie halten zusammen.Auch um eine der ehemaligen Angestellten geht es hier in dem Buch. Damit hatte ich nicht gerechnet, doch auch so was muss sein. Interessanter Sachverhalt.Zum Schluss möchte ich noch auf den Nachwuchs im Haus zu sprechen kommen. Die Zwillinge,Gott was habe ich sie geliebt! Die Zwei waren wirklich zauberhaft. Ja ich weiß weshalb Paul Sorge um die Entwicklung seines Sohnes hat. Doch in meinen Augen ist das vollkommen unbegründet. Selbst wenn Leo sich nicht in die Richtung entwickelt wie er will, was ist daran so schlimm? Kinder haben verschiedene Begabungen, unterschiedliche Talente. Und egal welche es sind: sie sollten gefördert werden.Auch hier bei den beiden Kindern. Jedes das was er gut kann.Welche Person mir hier übrigens am Besten gefallen hat ist Elisabeth. Sie hat in meinen Augen die größte Veränderung innerhalb der Geschichte durch gemacht. Besser hätte das nicht passieren können. Ja ich habe mich mit ihr ausgesöhnt und das freut mich.Von mir gibt es verdiente 5 Flocken und eine Leseempfehlung. Das gilt aber für die ganze Reihe.Und danke noch mal an den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemeplar.

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  • Happy End

    Das Erbe der Tuchvilla
    Waldi236

    Waldi236

    05. March 2017 um 20:13

    "Das Erbe der Tuchvilla" ist der letzte Teil der Trilogie rund um die Familie Melzer. Das Cover passt zu den beiden vorherigen Teilen und ist sehr hübsch gestaltet.Mittlerweile ist der erste Weltkrieg vorbei, es mussten zahlreiche Schicksalsschläge verkraftet werden,doch die Familie will nach vorne schauen.Mit der Eröffnung eines Modeateliers geht für Marie ein großer Traum in Erfüllung, doch gleichzeitig gibt es neue Probleme, die gelöst werden müssen...Nachdem ich schon die ersten beiden Teile mit großer Begeisterung gelesen habe, bin ich auch in diesem Band nur so über die Seiten geflogen.Der Sprachstil ist gewohnt angenehm und sehr ausdrucksstark.Die Charaktere bleiben sich treu und wurden mir noch sympathischer.Außerdem gelingt es Anne Jacobs die schwierige politische Situation nach dem Krieg und die zunehmende Emanzipation der Frau realistisch darzustellen.Ehrlich gesagt bin ich jetzt ein wenig traurig mit der Trilogie fertig zu sein, da mir die Bewohner der Tuchvilla ans Herz gewachsen sind.Bin ich doch als Leser mit ihnen durch gute und schlechte Zeiten gegangen.Insgesamt ist "Das Erbe der Tuchvilla" ein krönender Abschluss und ein absolut empfehlenswerter Roman.

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  • Es passiert viel in der Tuchvilla...

    Das Erbe der Tuchvilla
    Kamima

    Kamima

    01. March 2017 um 09:47

    Mit „Das Erbe der Tuchvilla“ ist der 3. und letzte Teil der Trilogie rund um die fiktive Augsburger Unternehmerfamilie Melzer erschienen, welche Anfang des 20. Jahrhundert in der herrschaftlichen Villa, der sogenannten „Tuchvilla“, lebte. Mit über 670 Seiten ein „dicker Schinken“, der aber mit viel Inhalt gefüllt ist: Nach dem ersten Weltkrieg übernimmt Paul Melzer, der Sohn der Familie, von seiner Frau Marie, welche in den Kriegszeiten die Familie und das Unternehmen mit viel Liebe und Erfolg geführt hat, die Tuchfabrik und schenkt auf Betreiben seiner kleinen Schwester Kitty seiner talentierten Frau zum Ausgleich ein Modeatelier. Trotz Inflation und mit viel Optimismus, Talent und Fleiß brachte Marie das Atelier zum Erfolg. Dies gefiel leider dem weiblichen Familienoberhaupt, der Mutter Pauls, überhaupt nicht, denn ihrer Meinung nach gehört die Frau nach Hause zu den Kindern. Sie stellt daher eine alte Freundin, die strenge Serafina von Dobern ein, die durch Intrigen bald vom Kindermädchen zur Hauswirtschafterin aufsteigt, welche der Leitung des Hauhaltes obliegt. Und damit nicht nur die Tochter Kitty mit ihrer Tochter aus dem Haus treibt, sondern letztendlich auch die Ehe von Paul und Marie auf eine harte Probe stellt. Es passiert viel in diesem Roman, den man auch gut lesen und verstehen kann, wenn man die vorherigen Teile nicht gelesen hat, denn jede Figur wird erklärt und durch Rückblenden bekommt man das Wichtigste der vergangenen Geschichte mitgeteilt: Liebe, Trennung, Verlust, Tod, Mord, Ehebruch, Scheidung, Geburt, Erfolg, Niederlage, Intrigen, Zusammenhalt und Happy End... wie ein Haarzopf, in den sich einzelne Strähnen (Erzählstränge) miteinander mehr und mehr verflechten, stellt sich mir dieser komplexe Roman vor, der auch immer wieder historische Fakten wie die ersten Autos oder die legendäre „Tin Lizzy“ einbringt. Die Geschichte lässt sich größstenteils gut lesen; manche Passagen erscheinen mir ein wenig holprig oder trocken und sie wurden von mir dann eher überflogen als wirklich gelesen... das tut einem solchen Seitenwerk aber keinen Abbruch. Die Sprache ist gut verständlich und vielfältig, viele Namen werden „verniedlicht“ wie z.B. Kitty oder Klippi, was einen Touch von Moderne in die Geschichte bringen soll und somit auch dem damaligen Zeitgeist entspricht. Richtig spannend habe ich die Romangeschichte allerdings nicht empfunden: der ein oder andere Ausgang war vorhersehbar wie z.B. die div. Happy Ends der Liebesgeschichten. Aber manches wurde auch wieder spannend gezeichnet: so bleibt dem Leser bzw. der Leserin lange verborgen, was sich hinter der geheimnisvollen Tür im Laden von Frau Jordan abspielt... Alles in allem ein ordentlicher Roman für alle Familiengeschichten- und Historienroman-Fans, die bereits durch das schöne Buchcover auf die herrschaftliche Geschichte eingestimmt werden. Mein Lieblingsbuch wird „das Erbe der Tuchvilla“ sicherlich nicht werden, aber wer die ersten beiden Bände schon kennt oder solche umfassenden Familiengeschichten liebt, ist hier sicherlich genau richtig. Viel Spaß beim Lesen!

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  • Die Tuchvilla in Augsburg um 1920

    Das Erbe der Tuchvilla
    friederickesblog

    friederickesblog

    23. February 2017 um 09:51

    Klappentext: Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt … Die Autorin: Anne Jacobs veröffentlichte unter anderem Namen bereits historische Romane und exotische Sagas. Mit Die Tuchvilla gestaltete sie ein Familienschicksal vor dem Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte und eroberte damit die Bestsellerliste. Nach der erfolgreichen Fortsetzung Die Töchter der Tuchvilla legt sie nun mit Das Erbe der Tuchvilla den Abschluss ihrer erfolgreichen Familiensaga vor.   Cover:   Das Cover mit der Villa im Hintergrund sowie der jungen Frau, die im Stil der damaligen Zeit durch den Park schreitet, ist in seinen Farben harmonisch und wunderbar abgestimmt. Natürlich ist es in der Gestaltung angelehnt an die ersten beiden Bände der Familiensaga, sodass alle drei Bücher einen hohen Wiedererkennungswert aufweisen. Die Geschichte (Achtung: Spoiler!): Der Erste Weltkrieg ist vorbei, und so langsam zieht wieder etwas Normalität ein. Marie Melzer, die die Fabrik führte, während ihr Mann Paul als Soldat weg war, gibt die Geschäftsführung an Paul und seinen Partner zurück. Pauls Mutter Alicia zieht weiterhin mit harter Hand die Fäden in der Villa. Die Tochter Kitty Bräuer wohnt seit dem Tod ihres Mannes mit ihrem Kind ebenfalls in der Tuchvilla, und Elisabeth lebt mit ihrem Ehemann auf einem Gut in Pommern. Das Leben der Familie gerät aus verschiedenen Gründen in Turbulenzen, die nicht ohne Veränderungen aufgelöst werden können. Meine Meinung: Ich bin ein bisschen schwer in das Buch eingestiegen und denke, dass es besser gewesen wäre, vorher die beiden ersten Bände zu lesen. Auch wenn es im weiteren Verlauf des Buches immer besser wurde, fehlten mir ganz sicher viele Feinheiten und Details, die die Geschichte für mich runder gemacht hätten. Man kann das Buch aber durchaus auch als abgeschlossenen Band lesen. Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Die Figuren mit ihren Charakteren sind fein ausgearbeitet. Dies gilt auch für sämtliche Nebenfiguren, die mit der gleichen Intensität geschaffen wurden, und alle zusammen haben mich tief in ihr Leben und ihre Gefühlswelt hineingezogen. Die Schauplätze sind bis in die Details lebhaft beschrieben, sodass es mir nicht schwerfiel, durch das Augsburg der Zwanzigerjahre des letzten Jahrhunderts zu schreiten oder zu fahren. Neben den zahlreichen Turbulenzen in der Tuchvilla dürfen wir am ereignisreichen Leben von Elisabeth und ihrem Mann in Pommern teilhaben. Besonders gut gefiel mir jedoch der tiefe Einblick in die Welt der Dienstboten sowie in ihre Aufstiegschancen, ihr Verhalten untereinander und auch ihre Nöte. Es ist ein Buch mit fast fünfhundert Seiten, das alles sehr ausführlich beleuchtet. Doch an keiner Stelle war das für mich zu viel oder zu wenig, und niemals trat Langeweile auf. Das Buch hat mich fasziniert und begeistert, und ich habe absolut nichts zu meckern. Mit Sicherheit werde ich die beiden ersten Bände der Saga nachträglich noch lesen. Von mir gibt es eine ausdrückliche Leseempfehlung. Friedericke von „friederickes Bücherblog“

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  • Challenge Historische Romane 2017

    LovelyBooks Spezial
    Buecherwurm1973

    Buecherwurm1973

    Hallo Freunde der Historischen Romane! Unsere Challenge findet auch im Jahre 2017 statt. Mit neuen Kategorien und neuen Regeln. In diesem Jahr müssen  20 Bücher gelesen werden. Es gibt noch ein paar andere Änderungen. Am Ende des Jahres wird ein Bücherpaket verlost. Es gelten folgende Regeln: Ablauf:  Du kannst dich unten mit einem Kommentar anmelden. Erstellt bitte einen Sammelbeitrag, in dem ihr euere Rezensionen sammelt. Ich werde daraufhin eine Teilnehmerliste führen. Dann habe ich einen Überblick. 15 Bücher müssen rezensiert werden. 5 dürfen mit einem Leserkommentar bewertet werden. Es zählen nur rezensierte Bücher oder die 5 mit Leserkommentar.  Auch dieses Jahr wird es  wieder Kategorien geben. Ich gebe euch 8 Kategorien und ihr müsst daraus die Hälfte (4 Kategorien) lesen. Den Rest dürft ihr frei wählen. In jeder Kategorie max. 2 Bücher.  Zeitspanne: 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 Mindestzahl Bücher:  20 Bücher müssen gelesen werden.  Du kannst jederzeit einsteigen oder dich wieder abmelden. Du verpflichtest dich nicht fix. Die Challenge soll Spass machen! Kategorien: Steinzeit bis zur Antike: Unter dem folgenden Link könnt ihr die verschiedenen Epochen anschauen, die ich mir vorstelle. Das frühe Mittelalter gehört nicht mehr dazu. Link: http://www.archaeopro.de/archaeopro/Epochen/Epochen-1.htm  Kaiserreiche /Königsreiche: Alle Romane über die Kaiser- und Königsreiche der Vergangenheit sind hier gefragt. Es gibt genügend Auswahl.   Mittelalter: bezeichnet in der europäischen Geschichte die Epoche zwischen dem Ende der Antike und dem Beginn der Neuzeit (ca. 6. bis 15. Jahrhundert) Historische Personen: Keine Biografien. Sondern fiktionale Romane über historische Personen. Z.B. Tanja Langer, die ein Buch über Heinrich Kleists Selbstmord geschrieben hat. Historische Krimis: Kriminalromane bis zirka zum 2. Weltkrieg. Danach sind es für mich keine Historische Krimis mehr. Kriege, Völkermorde, Nazizeit:  Romane, die im Umfeld von Kriegen spielen. Ich habe die Nazizeit, noch mit hinein genommen, da diese oft untrennbar mit dem 2. Weltkrieg wahrgenommen werden.  Historische Ereignisse: Romane, die sich im Umfeld von Historischen Ereignissen spielen. Zum Beispiel Russische Revolution, Französische Revolution, Franco-Ära etc... Glauben: Es gibt unzählige Romane über die Katholische Kirche (Papst), die Reformation und andere Glaubenskrieg. Da 2017 500 Jahre Reformation gefeiert wird, wird sicherlich auch einiges an Lesefutter zu diesem Thema geben.  Teilnehmerliste: anne_lay   4/20 anushka   4/20 Argentumverde   13/20 ban-aislingeach   0/20 Bellis-Perennis     24/20 Buchraettin  6/20 CelinaS   0/20 Charlea   0/20 ChattysBuecherblog    12/20 Curin     2/20 engineerwife    5/20 Filzblume    2/20 Fornika     3/20 Ginevra    4/20 histeriker    5/20 Kirschbluetensommer     3/20 LibriHolly     0/20 mabuerele   15/20 marpije    8/20 Miamou   5/20 papaverorosso     5/20 PMelittaM    5/20 Pucki60    1/20 Rissa   0/20 samea    0/20 StefanieFreigericht 3/20sternchennagel 1/20Sternenstaubfee    1/20 sursulapitschi   3/20 Tamilein    0/20 Tanja13     0/20 Tine13       5/20 Traubenbaer    1/20 werderaner      2/20 Steinzeit bis zur Antike: anne_lay   0/2 anushka   0/2 Argentumverde  1/2 ban-aislingeach   0/2 Bellis-Perennis    0/2 Buchraettin    1/2 CelinaS     0/2 Charlea    0/2 ChattysBuecherblog   1/2 Curin    0/2 engineerwife   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  • Wiedersehen und Abschied von Familie Melzer

    Das Erbe der Tuchvilla
    JanaBabsi

    JanaBabsi

    17. February 2017 um 13:58

    Wir befinden uns im Jahr 1920 in Augsburg. Der Aufbau nach dem Ende des 1. Weltkrieges schreitet stetig voran und bei Familie Melzer ist wieder der Alltag eingezogen. Das Lazarett ist aus der Empfangshalle verschwunden und die Villa erstrahlt wieder in altem Glanz. Marie Melzer, die während des Krieges die Tuchfabrik am Laufen hielt, hat die Führung der Firma an ihren Mann Paul und dessen Freund Ernst von Klippstein abgegeben. Mutter Alicia hält in der Villa noch immer alle Fäden straff in der Hand und hat vor allen Dingen das Personal gut im Griff (Ausnahmen bestätigen die Regel). Tochter Elisabeth von Hagemann wohnt mit ihrem vom Krieg gezeichneten Ehemann Klaus auf einem Gut in Pommern und Kitty Bräuer lebt seit dem Tod ihres Mannes Alfons wieder mit ihrer Tochter Henny in der Tuchvilla. Aber das Leben der Mälzers ist von Veränderungen durchsetzt und nichts ist für die Ewigkeit. Zum 3. und letzten Mal nimmt die Autorin Anne Jacobs den Leser mit in die Villa der Familie Melzer und genau wie die beiden umfangreichen Vorgänger „Die Tuchvilla“ und „Die Töchter der Tuchvilla“, wartet auch dieses Buch mit satten 672 Seiten auf. Wenn man Band 1 und 2 gelesen hat, fühlt sich Band 3 tatsächlich wie „nach Hause kommen“ an. Ich denke es ist möglich, dieses Buch auch als Einzelband zu lesen. Im Hinblick auf die ganze (schöne) Vorgeschichte empfiehlt es sich jedoch, beide Vorgänger gelesen zu haben. Den 2. Band habe ich vor fast genau 1 Jahr gelesen, weswegen ich zuerst einmal die Charaktere wieder sortieren musste. Zur Gedächtnisauffrischung streut die Autorin zwischendurch immer mal wieder Informationen ein, anhand derer ich mich dann auch wieder an Dinge erinnern konnte, die in meinem Gedächtnis leider nicht mehr ganz so präsent waren. Der Einstieg gelang mir deswegen recht schnell. In erster Linie geht es in diesem Band um die Probleme zwischen Paul und Marie Melzer. Zwar haben sie vor dem Krieg aus Liebe geheiratet, aber Pauls Einberufung in den Krieg hat ihnen dann leider keine Zeit gelassen sich näher kennenzulernen und nun müssen sie gemeinsam den Alltag meistern. Nachdem Marie die Leitung der Tuchfabrik wieder in die Hände ihres Mannes und dessen Freund von Klippstein zurückgegeben hat, widmet sie sich der Erziehung ihrer Kinder Dodo und Leo. So wirklich füllt sie dieser „Job“ aber nicht aus, weswegen Paul ihr einen Traum erfüllt, indem er Räumlichkeiten für ein Atelier anmietet, in dem Marie fortan ihre Kreativität ausleben kann. Erstaunlicherweise geht der Laden sehr gut – und das zu einer Zeit, in der der Kauf einer Toilette 300 Millionen Reichsmark kostet. Man kann nicht alle Dinge gleichzeitig tun/haben und mit steigender Bekanntheit ihres Ateliers schwindet die Zeit, die Marie für ihre Kinder aufwenden kann, weswegen ihre Schwiegermutter Alicia, über alle Köpfe hinweg, Serafina von Dobern als Kinderfrau einstellt. Frau von Dobern bringt ziemlich Unruhe in die Tuchvilla, denn ihre Erziehungsmethoden stoßen - außer bei Alicia - nirgendwo auf Wohlwollen. Ihr Einzug in die Villa hat Auswirkungen auf die ganze Familie und es scheint, als ob Alicia dieser Frau hörig wäre. Positiv überrascht hat mich in diesem Buch Kitty, die in Band 1 und 2 fast immer rücksichtslos und egoistisch nur ihre eigenen Bedürfnisse durchgesetzt hat. In diesem Teil zeigt sie, dass sie durchaus auch anders kann, denn für ihre Familie wird sie zur Löwenmutter, die für das kämpft was sie liebt – ungeachtet aller Konsequenzen. Kitty entwickelt sich zu meiner Lieblingsfigur. Elisabeth von Hagemann, normalerweise das genaue Gegenteil von Kitty, erscheint mir dieses Mal sehr wankelmütig und sprunghaft und erst eine Veränderung ihres persönlichen Umfeldes gibt ihr wieder ihre Selbstsicherheit und Stabilität zurück. Bei ihr braucht es tatsächlich bis fast zum Ende der Geschichte, bis sie wieder in Einklang mit sich selbst und ihrem Umfeld ist. Auch Paul hat nicht immer meine uneingeschränkte Sympathie. Gerade was die Angelegenheit Serafina von Dobern betrifft, hätte ich mir von ihm ein konsequenteres Auftreten gewünscht – indem er auch seiner Mutter einmal die Stirn bietet, um diese von Dobern zu stoppen. Paul jedoch schweigt. Den Umgang mit seinen Kindern muss er ebenfalls erst lernen, hier braucht er ein wenig Zeit um dann doch noch auf den richtigen Pfad zu gelangen. Neben den Herrschaften trifft der Leser natürlich auch wieder auf die Bediensteten der Tuchvilla und es ist schön zu sehen, dass auch ehemalige Angestellte immer willkommen sind um ihr Herz auszuschütten. Aber natürlich gibt es auch unter den Bediensteten eine Hackordnung, gegen die tunlichst nicht aufbegehrt werden sollte. Auch im 3. Teil der Tuchvilla-Saga ist der Schreibstil von Anne Jacobs sehr angenehm zu lesen und die wechselnden Erzählungen jeweils aus Sicht der Melzers oder der Bediensteten, machen die Geschichte auch dieses Mal wieder abwechslungsreich. Die Sprache und das Auftreten der Personen passt für mich in die damalige Zeit und die Charaktere erscheinen mir realistisch und authentisch. Die Autorin schafft es tatsächlich, dass es über die Gesamtlänge von 2.113 Seiten in 3 Bänden nicht langweilig wird. Lediglich am Schluss des 3. Bandes erscheinen Personen auf der Bildfläche, an die ich mich so gar nicht mehr erinnern konnte und die, meiner Meinung nach, nicht mehr hätten auftauchen müssen um der Geschichte einen Abschluss zu geben. Alles in allem ist „Das Erbe der Tuchvilla“ ein wirklich gelungener Abschluss der Familien-Saga, die in und um die Zeit des 1. Weltkrieges angesiedelt ist. 

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  • [Rezension] „Das Erbe der Tuchvilla“ von Anne Jacobs

    Das Erbe der Tuchvilla
    Lesefeuer

    Lesefeuer

    09. February 2017 um 19:24

    „Das Erbe der Tuchvilla“ ist ein Roman von Anne Jacobs und erschien 2016 im Blanvalet Verlag. Augsburg, 1920. In der Tuchvilla blickt man voller Optimismus in die Zukunft. Paul Melzer ist aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und übernimmt die Leitung der Tuchfabrik, um der Firma wieder zu altem Glanz zu verhelfen. Seine Schwester Elisabeth zieht mit einer neuen Liebe wieder im Herrenhaus der Familie ein. Und Pauls junge Frau Marie will sich einen lang gehegten Traum erfüllen: ihr eigenes Modeatelier. Ihre Modelle haben großen Erfolg, doch es kommt immer wieder zu Streitigkeiten mit Paul – bis Marie schließlich die Tuchvilla mit den Kindern verlässt … Meine Meinung: Auch der letzte Teil dieser Trilogie ließ sich wieder flüssig und schnell lesen. Man begegnet den gewohnten Protagonisten aus den ersten beiden Teilen und es passiert einfach wieder furchtbar viel im Hause Melzer. Marie nimmt reiß aus weil in der Tuchvilla nicht alles glatt läuft. Für die alte Frau Melzer ist das einfach nur ungewohnt, sie kann sich nicht so recht mit der Emanzipation anfreunden. Auch wenn es mitten im Buch immer mal wieder spannend wurde, hat mich das Ende leider ein wenig enttäuscht. Eigentlich hätte ich mir gewünscht, dass das Buch zum Ende hin nochmal so richtig Fahrt aufnimmt. Dem war aber leider nicht so. Das Ende war, wie ich es mir erwartet hatte, aber trotzdem irgendwie trostlos. Es fehlte mir etwas die Spannung. Dennoch kann ich auch dieses Buch in Verbindung mit den anderen beiden Teilen uneingeschränkt weiterempfehlen. Wer historische Romane mag, der wird diese Reihe lieben. Mich hat es in jedem Fall auf den Geschmack gebracht, nicht nur zeitgenössische Literatur zu lesen. Das Cover passt perfekt zum Titel und zur Geschichte und ist ähnlich dem Cover der ersten beiden Bände. Es reiht sich somit perfekt in diese Trilogie ein. Anne Jacobs veröffentlichte unter einem anderen Namen bereits historische Romane und Sagas. Mit Die Tuchvilla erfüllt sie sich einen Traum und gestaltet ein Familienschicksal vor dem Hintergrund der jüngeren deutschen Geschichte. Fazit: 4 Sterne. Ich möchte mich ganz recht herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 

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  • Unterhaltsamer Abschluss

    Das Erbe der Tuchvilla
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. January 2017 um 09:08

    Da ich schon die ersten beiden Teile der Trilogie verschlungen habe, konnte ich mir auch diesen Teil mal wieder nicht entgehen lassen. Das Cover ist im Stil der Reihe gehalten und passt sehr gut zu den anderen beiden Büchern. Für mich ist das fast schon das schönste der Reihe, ich liebe die wunderschöne Frau und ihr tolles Kleid und dann vor dem Hintergrund! Einfach perfekt gewählt!Auf den Schreibstil der Autorin ist mal wieder Verlass, sie schreibt flüssig und detailreich, ich bin sofort wieder in die Geschichte versunken. Wir befinden uns im Jahre 1920 und die Autorin schafft es mal wieder spielerisch, dies zu vermitteln. Wir treffen bekannte Charaktere wieder, von denen ich die meisten ins Herz geschlossen habe, wir lernen aber auch neue und toll ausgearbeitete Charaktere wieder. Ich freue mich jedes Mal wieder auf ein neues Abenteuer in der Tuchvilla.Die Charaktere sind alle sehr individuell gestaltet, sie haben Persönlichkeit und wirken in keiner Weise flach oder langweilig. Schon alleine deswegen liebe ich die Bücher der Autorin. Paul, der jetzt aus dem krieg zurückkehren durfte, hat nun die Tuchvilla wieder ganz unter Kontrolle, was vor allem Marie nicht ganz so gepasst hat. Sie ist mir unglaublich sympathisch, weil sie sich nicht mit der Rolle als Mutter und Ehefrau zufrieden gibt, sie strebt nach mehr, was für die damalige Zeit schon sehr besonders ist. Aber auch viele andere Charaktere haben eine tolle Persönlichkeit wie zum Beispiel die liebenswürdige Köchin Fanny, man muss sie einfach mögen!Als Abschluss der Trilogie, hätte ich leider etwas mehr erwartet. Besonders das Ende hatte ich mir rasant, spannend und vor allem nochmal mit einigen Intrigen vorgestellt. Das Ende verlief jedoch etwas ruhiger und weniger spannend, ich kann nicht mal sehr gut beschreiben, was mir genau gefehlt hatte, ich habe es mir einfach etwas anders bzw. spannender vorgestellt. Es bleiben auch keine Fragen offen aber ich habe mir die Frage gestellt: "War es das jetzt?" und das hatte ich mir einfach nicht so vorgestellt.Fazit:Wer spannende, unterhaltsame und historische Familiengeschichten liebt, der dürfte mit dieser Trilogie sehr zufrieden sein. Als Abschluss der Reihe hatte ich mir am Ende etwas mehr gewünscht, es wirkte unspektakulär und ging mir einfach etwas zu schnell, was bei der Seitenzahl ungewöhnlich ist. Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten!

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  • Es läuft nicht glatt bei Melzers

    Das Erbe der Tuchvilla
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    23. January 2017 um 09:15

    Nachdem Paul aus dem Krieg zurückgekehrt ist, hat er die Geschäfte der Melzerschen Tuchfabrik übernommen. Auch wenn in der Tuchfabrik ein wenig gespart werden muss, geht es allen, die hier leben, doch recht gut im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, die Hunger leiden müssen, denn der Wert des Geldes sinkt von Tag zu Tag. Nachdem Marie lange Verantwortung für die Fabrik und die Arbeiter übernommen hatte, ist sie nun nicht ganz zufrieden mit ihrem Dasein als Ehefrau und Mutter. Daher ist sie überglücklich als ihr Paul ein Modeatelier einrichtet. Mit Enthusiasmus stürzt sie sich in die Arbeit. Alicia stellt eine Gouvernante für die Kinder ein, damit beweist sie aber wenig Feingefühl, denn Serafina von Dobern, eine Freundin von Pauls Schwester Elisabeth, ist nicht nur bei Marie und Kitty sehr unbeliebt, sondern auch beim Personal. Die von Dobern zeigt dann auch mit ihren Erziehungsmethoden und ihren Intrigieren, dass man sich vor ihr in Acht nehmen muss. Das treibt zunächst Kitty mit ihrer Tochter aus dem Haus und später auch noch Marie, die sich von Paul nicht verstanden fühlt, als Bilder ihrer Mutter auftauchen. Aber auch Elisabeth im fernen Pommern hat mit einigen Problemen zu kämpfen, so dass sie wieder zurück in die Tuchvilla kommt. Nach den Vorgängerbänden  „Die Tuchvilla“ und „Die Töchter der Tuchvilla“ ist es beim Lesen dieses Buches fast so, als würde man zurück in den Kreis der Familie kommen. Der Schreibstil liest sich sehr schön flüssig und ist an die damalige Zeit angepasst. Die Charaktere sind alle sehr gut und individuell ausgearbeitet. Alicia ist das Oberhaupt dieser Familie und mit ihrer Entscheidung für die Einstellung von Serafina als Gouvernante bringt sie einigen Wirbel in die Familie. Kitty ist kapriziös wie eh und je und Paul ähnelt von seinen Einstellungen her immer mehr seinem Vater. Außerdem geht er Konflikten gerne aus dem Weg. So kommt es zwischen ihm und Marie zu Missverständnissen und Streit. Marie zieht zu Kitty und erwartet von Paul Entgegenkommen. Die beiden müssen lernen, dass man Kompromisse schließen muss. Elisabeth hat sich das Leben in Pommern sehr schön vorgestellt mit Mann und Verehrer und muss feststellen, dass Sebastian ein Mann mit Prinzipien ist. Bunt und unterhaltsam geht es auch in den Personalräumen zu. Die resolute Köchin Fanny Brunnenmayer hat mir dabei am besten gefallen, denn sie kann nicht nur hervorragend kochen, sondern hat auch ein Herz für andere. Das Ende dieser Geschichte war vorauszusehen, aber das ist nicht schlimm, denn der Weg dorthin war unterhaltsam und interessant. Aber obwohl mir das Buch wieder gut gefallen hat, ist es für mich der schwächste Band dieser Trilogie, denn am Ende ging mir alles ein wenig zu glatt und zu schnell. Eine unterhaltsame Familiengeschichte.  

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  • Abschied von Familie Melzer

    Das Erbe der Tuchvilla
    Dreamworx

    Dreamworx

    20. January 2017 um 18:56

    1923 Augsburg. Nachdem der 1. Weltkrieg vorbei ist, kehrt langsam wieder Normalität in den Alltag ein. Paul Melzer teilt sich mit seinem Freund Klippstein die Führung der Tuchfabrik, nachdem vorher seine Frau Marie die Firma geführt hat, während Paul im Krieg war. Familie Melzer geht es gut, die Auftragslage ist nicht schlecht, während viele andere Menschen immer noch damit zu kämpfen haben, ihr Auskommen zu sichern. Paul richtet Marie ein Modeatelier ein, welches von Beginn an ein großer Erfolg wird. Leider hat sie dadurch nicht mehr so viel Zeit für ihre Kinder Dodo und Leo. So zieht mit Serafina von Dobern, eine alte Freundin von Pauls Schwester Elisabeth, eine Gouvernante in die Tuchvilla, um sich um die Kinder zu kümmern und auch Alicia, der Patronin des Hauses, beizustehen. Doch bald schon wird klar, dass mit dieser Gouvernante nicht zu spaßen ist und diese eigene Vorstellungen von der Kindererziehung hat. So packt erst Kitty mit ihrer Tochter Henny die Sachen und verlässt das Elternhaus, um bei ihrer Schwiegermutter einzuziehen. Aber schon kurz danach entflieht auch Marie mit Dodo und Leo der Villa und zieht bei Kitty mit ein. Auch zwischen Paul und Marie kommt es zu einem großen Streit, die beiden leben sich immer mehr auseinander, aber keiner ist bereit, Kompromisse zu machen. Es wird einsam in der Villa, bis endlich Elisabeth aus Pommern zurückkehrt, schwanger und ohne ihren Ehemann. Wird das Leben in die Tuchvilla zurückkehren und die Streitigkeiten endlich beigelegt? Anne Jacobs hat mit „Das Erbe der Tuchvilla“ ihren Abschlussband der Tuchvilla-Trilogie vorgelegt, der den beiden Vorgängern in nichts nachsteht. Der Schreibstil ist wunderbar flüssig, schnell findet sich der Leser in der Melzer-Villa wieder zurecht und fungiert als stiller Beobachter beim Leben und Treiben des Melzer-Haushaltes. Die Beschreibungen der damaligen gesellschaftlichen und politischen Hintergründe und die bildhaften Darstellungen der zeitgemäßen Mode verschmelzen mit der fiktiven Handlung der Protagonisten und lassen den Leser an einer längst vergangenen Zeit teilhaben. Ebenfalls wird das Leben in einem wohlhabenden Mehrgenerationenhaus wunderbar von der Autorin dargestellt, zu dem auch der Dienstbotentrakt gehört und zeigt so auf, welch unterschiedliche Welten in solch einem Haushalt aufeinander treffen. Dabei sind die Geschichten der fleißigen Hausangestellten mindestens ebenso interessant wie die der hohen Herrschaften. Am Ende sind die Probleme beider Gesellschaftsschichten gar nicht so unterschiedlich, wenn sich auch die wohlhabende Familie weniger Sorgen um Essen oder Geld machen muss. Die Charaktere sind sehr liebevoll ausgestaltet und wirken sehr authentisch und lebendig. Auch hier finden sich sympathische und intrigante Personen wie im normalen Leben wieder. Paul ist ein recht netter Mann, der allerdings bei seiner Frau immer öfter ins Fettnäpfchen tritt und somit einen Streit vom Zaun bricht, der ihn fast um seine Familie bringt. Marie lebt mit ihrem Atelier zwar endlich ihren Traum, dabei hat sie aber immer weniger Zeit für ihre Familie, vor allem für ihre Kinder. Dodo und Leo sind zwar Zwillinge, aber die Interessen der beiden sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Leo lebt für die Musik und ist ein regelrechtes Wunderkind. Dodo dagegen interessiert sich für ein Mädchen untypisch für alles Technische, vor allem fürs Fliegen. Kitty ist die quirlige, etwas überspannte Schwester von Paul, die immer vorprescht und ihren eigenen Kopf hat. Elisabeth dagegen ist die snobistisch veranlagte unter den Melzer-Geschwistern, die sich ein armes Leben nicht vorstellen kann, aber ausgerechnet in einen Lehrer verliebt ist. Serafina ist eine falsche und intrigante Frau, die es versteht, einen Keil in die Familie zu treiben und versucht, sich unentbehrlich zu machen. Auch die Dienstboten sind sehr vielfältig ausgearbeitet und ohne sie wäre die Handlung nur halb so spannend.„Das Erbe der Tuchvilla“ ist ein sehr unterhaltsamer und lebendiger historischer Roman aus der Zeit des 19. Jahrhunderts. Anne Jacobs ist ein sehr schöner Einblick in eine Fabrikantenfamilie gelungen, der fasziniert und die Geschichte der vergangenen Zeit wieder aufleben lässt. Allerdings sollte man alle Bände der Reihe nach lesen, um dem Familienleben und allen Protagonisten folgen zu können. Alle Liebhaber von Familiengeschichten werden mit der Tuchvilla-Trilogie ihre Freude haben. Wunderbare Unterhaltung!

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