Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten

von Anne Jacobs 
4,0 Sterne bei57 Bewertungen
Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten
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wurde zunehmend immer spannender, freu mich auf die Fortsetzung

Kritisch (3):
Steffi_vlks avatar

Meine Erwartungen wurden enttäuscht - es mangelte an Spannung und Emotionen.

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Inhaltsangabe zu "Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten"

Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal …
Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734103278
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:544 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:13.11.2017
Das aktuelle Hörbuch ist am 13.11.2017 bei Random House Audio erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Steffi_vlks avatar
    Steffi_vlkvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Meine Erwartungen wurden enttäuscht - es mangelte an Spannung und Emotionen.
    Das Gutshaus (Glanzvolle Zeiten) - leider fehlte es mir an Spannung und Emotionen

    Allgemeine Infos:
    Titel: "Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten"
    Autor: Anne Jacobs
    Genre: Historischer Roman
    Verlag: blanvalet
    Seitenzahl: 544

    Klappentext:
    Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal...

    Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ...

    Buch:
    "Das Gutshaus - glanzvolle Zeiten" ist der erste und bisher einzige veröffentliche Band einer Buchreihe von Anne Jacobs. Das Buch ist mit einem wunderschönen Cover ausgestattet, das natürlich auch perfekt zur Geschichte passt. Im Zentrum erkennt man eine junge Frau von hinten, diese blickt über eine weite Wiese auf das Gutshaus, von dem die Geschichte handelt. Die farbliche Gestaltung gefällt mir hierbei besonders gut, da alles sehr harmonisch wirkt. Gut gefällt mir auch, dass der Titel als Blickfang glänzend aufgebracht wurde. Die Kapitellänge habe ich als angenehm empfunden, man benötigt wohl ca. 15 min pro Kapitel.

    Schreibstil:
    Anne Jacobs Beschreibungen haben mir wieder sehr gut gefallen. Ihre vielen Details haben dafür gesorgt, dass ich mir das Gutshaus und die umgebende Natur sehr gut vorstellen konnte. Auch die verschiedenen Charaktere konnte ich mir gut vorstellen, besonders Franziskas und Jennys Kämpferwille haben mir gefallen. Die Autorin hat es jedoch dennoch leider nicht geschafft mich emotional mitzunehmen. Grund hierfür ist vermutlich, dass die Verbindeungen und Beziehungen zwischen den Charakteren gefehlt haben. Daher konnte ich mich nur sehr schwer in die Protagonisten einfühlen, wodurch das Buch natürlich einen starken Reiz verloren hat. Außerdem gab es einige Passagen, die sich stark gezogen haben, ohne dass viel passiert ist. So hat mir leider auch die Spannung in der Geschichte gefehlt.
    Die Geschichte ist auf zwei zeitlichen Ebenen verfasst. Ein Zeitstrang spielt im Jahr 1939, der andere im Jahr 1990. Die beiden Zeitebenen waren hierbei streng voneinander getrennt. Zum einen waren sie natürlich durch die Kapitel voneinander abgegrenzt, zum anderen wurden die beiden Ebenen durch verschiedene Schriftarten im Buch gekennzeichnet. Die verschiedenen Schriftarten haben mir persönlich nicht so gefallen, da ich die Schriftart für die vergangene Handlung leider überhaupt nicht mochte. Es hat natürlich auch für Klarheit gesorgt, da man immer sofort wusste, dass man wieder an einem Wechsel zur anderen Zeit angekommen ist. Ich denke aber dass die verschiedenen Schriften nicht nötig gewesen wären, sie sorgen eher für Unruhe im Buch. Zusätzlich zu den beiden Handlungssträngen gab es auch noch Tagebucheinträge von Elfriede von Dranitz, diese haben viele Informationen zu vergangenen Geschehen geliefert, daher mochte ich diese gerne.

    Handlung:
    Der in der Vergangenheit spielende Handlungsstrang dreht sich um Franziskas Leben zusammen mit ihrer Familie auf Gut Dranitz. Dort war sie immer glücklich und hat sich zuhause gefühlt. Dort hat sie auch ihre große Liebe Walter Iversen kennengelernt. Franziska war zufriden und hatte große Pläne, diese wurden jedoch durch den 2. Weltkrieg durchkreuzt. Dieser hat Franziskas Träume zerstört und sie von ihrem Geliebten getrennt. 50 Jahre später kehrt Franziska Dranitz zurück zu dem Gutshaus. Dort angekommen wird sie sofort von einem Gefühl von Heimat ergriffen. Sie möchte um jeden Preis auf das Gut zurückkehren und es wieder in seiner alten Blüte erstrahlen lassen. Inzwischen hat sich jedoch vieles verändert, so wird das Gutshaus zu anderen Zwecken verwendet und nicht jeder der Dorfbewohner ist froh über die Rückkehr der von Dranitz. Schafft es Franziska sich ihren Traum zu erfüllen? Und findet sie Unterstützung in ihrem Kampf für das alte Gutshaus?

    Meinung:
    Ich muss leider sagen, dass mir das Lesen dieses Buches schwer gefallen ist. Ich hatte mir sehr viel davon erhofft, da ich historische Romane sehr gerne mag und ich auch schon die Tuchvilla-Reihe von Anne Jacobs mit Begeisterung gelesen habe. Bei diesem Buch habe ich jedoch einfach die Emotionen vermisst, die Charaktere haben zu viel in Alleingängen gehandelt und hatten keine wirkliche Beziehung zueinander, die mich emotional mitnehmen konnte. Außerdem hat es mir leider an Spannung gefehlt, da sich einige Abschnitte sehr in die Länge gezogen haben. Aus diesen Gründen kann ich "Das Gutshaus - Glanzvolle Zeiten" leider nur 2 von 5 Sternen geben. Vermutlich werde ich der Fortsetzung dennoch eine Chance geben, da Anne Jacobs Bücher mich auch schon begeistern konnten.

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    winniehexs avatar
    winniehexvor 3 Monaten
    Mal was anders von Jacobs

    Eines Mal vorweg, das hier ist nicht die Tuchvilla und auch keine Fortsetzung davon!

    Die Autorin nimmt uns mit auf Reise in die Vergangenheit mitten im zweiten Weltkrieg und zur vergangenen Gegenwart um 1990 herum.

    Franziska Kettler kehrt 1990 zurück nach Mecklenburg – Vorpommern wo das Gutshaus Dranitz steht, dieser Gutshof gehörte ihre Familie und wurde 1945 enteignet. Als Sie dort eintrifft ist Sie enttäuscht von dem Zustand des Gutes und den zugehörigen Höfen. Dabei war es mal ein sehr gut situiertes Gutshaus. Nach langem überlegen entschließt sich Franziska das heruntergekommen Gebäude zu kaufen und es wieder in Schuss zu bringen, dabei bekommt Sie ganz unerwartet Hilfe von ihrer Enkelin Jenny. Das junge Mädchen taucht aber nicht ohne Grund plötzlich bei der Großmutter auf, denn die beiden kannten sich vorher kaum, aber Jenny ist auf der Flucht…

    Für mich war es eine gelungene Geschichte, aber ich muss auch sagen, dass ich mich umstellen musste. Es war wie gesagt nicht die Tuchvilla und da muss man sich dann auch erstmal drauf einlassen. Auch das die Zeit etwas anders war, trotz allem konnte man der Geschichte gut folgen. Mir persönlich gefiel die erzählende Geschichte der Oma besser als die kleinere Geschichte von Jenny, wobei sich beide doch sehr ähneln. Für mich war da einfach mehr „Geschichte“ vorhanden, aber ich denke das ist eine reine Geschmackssache.

    An sich für die Handlung würde ich 4 von 5 Sternen geben wollen.

    Vielen Dank an das #Random Blogger Portal und #Blanvalet Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

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    SophieNdms avatar
    SophieNdmvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Das gewisse Etwas hat mir gefehlt. Kann nicht mit der "Tuchvilla" Reihe mithalten!
    Das Gutshaus

    Inhalt:
    Franziska kann es nicht glauben:
    Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz.
    In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen.
    Lange gab es keinen Weg zurück.
    Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los.
    Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen.
    Alles schien möglich.
    Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte.
    Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf.

    "Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal"

    Meine Meinung:
    Ich habe mich wahnsinnig auf "Das Gutshaus" gefreut, da mir Anne Jacobs erste Triologie "Die Tuchvilla" sehr gut gefallen hat.
    Auch hier hat der Roman wieder ein wunderschönes Cover, welches super zur Geschichte passt.
    Der Einstieg in die Geschichte war etwas holprig, da man gleich zu Anfang sehr viele verschiedene Perspektiven kennen lernt.
    Nach einer "Einlesezeit" von ca. 100 Seiten habe ich mich dann gut in der Story zurecht finden können.
    Franziska und Jenny mochte ich am Liebsten von allen Charakteren. Besonders Elfriede konnte ich gar nicht leiden, was aber von Anne Jacobs wohl so gewollt ist.
    Zwischendrin hatte der Roman schon einige Längen und gerade die Kapitel aus Mines Sicht fand ich ziemlich langweilig.
    Am Besten haben mir die Tagebucheinträge gefallen, spannend, dramatisch und prägnant gehalten. Aber auch die Sicht von "Franzi" fand ich spannend, da man viel über Franziskas Vergangenheit erfahren hat.
    Das große Geheimnis wurde schon relativ bald gelüftet und anschließend musste man ziemlich lange warten, dass auch die Protagonisten verstehen was Sache ist.
    Sowas finde ich immer etwas anstrengend zu lesen, da auch schon relativ bald ziemlich offensichtlich war, was damals wohl passiert sein musste.
    Das Ende an sich war ein absolutes Happy-End in jeder Hinsicht. Es gab keinen Kliffhanger, welcher auf einen weiteren Teil der Reihe hinweisen könnte. Dennoch soll es wohl einen geben.
    "Das Gutshaus" kann absolut nicht mit "Die Tuchvilla" mithalten. Hier war ich doch etwas enttäuscht, weil ich ähnliche Erwartungen hatte.
    Für mich hätte das Buch auch ca. 200 Seiten kürzer und dafür nicht ganz so ausschweifend sein dürfen.

    Fazit:
    Ein eher mittelmäßiges Familiendrama auf zwei Zeitebenen. Da bin ich von Anne Jacobs und auch von anderen Autoren viel besseres gewöhnt.
    Ich werde die Reihe wohl nicht fortsetzen.

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    Lesefeuers avatar
    Lesefeuervor 6 Monaten
    [Rezension] „Das Gutshaus – Glanzvolle Zeiten“ von Anne Jacobs

    „Das Gutshaus – Glanzvolle Zeiten“ ist ein Roman von Anne Jacobs und erschien 2017 im Blanvalet Verlag.

    Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ...

    Meine Meinung:
    Die Tuchvilla Saga von Anne Jacobs war mein Einstieg in die Welt der historischen Romane. Erst durch diese Saga habe ich mich an das mir bis dahin Unbekannte zu wagen. Insofern hat Anne Jacobs ihren eigenen Platz in meinem Leserherzen. Es war also ganz logisch, dass ich die neue Trilogie von Anne Jacobs lesen wollte und ich war richtig gespannt, ob sie mich genauso begeistern kann wie die Tuchvilla. Das Buch beginnt im Jahr 1939 und man liest aus der Sicht von Franzi, die heute 70 Jahre alt ist und auch dieser Sicht liest man bald. Außerdem kann man noch aus der Sicht von Jenny und Mine lesen. Ich mochte vor allen Dingen Jenny gleich von Anfang an sehr gerne. Ihre Geschichte und wie sie zu Franziska findet, hat mich sehr berührt. Auch wenn ich in der ehemaligen DDR geboren bin, kann ich dennoch nichts wirklich mit dieser Zeit anfangen, bzw kenne nicht allzu viel aus dieser Zeit, denn dazu war ich einfach zu jung. Und somit finde ich es immer wieder spannend Bücher zu lesen, dessen Geschichten in dieser Zeit leben. Nach wie vor mochte ich die Schreibweise von Anne Jacobs wirklich gerne, obwohl ich diesmal anfangs ein paar Schwierigkeiten hatte in das Buch zu finden. Es konnte mich nicht hundertprozentig fesseln wie die Tuchvilla-Bücher, aber ich hoffe auf eine Steigerung im zweiten Band, der im Dezember 2018 erscheinen wird. Darauf freue ich mich schon sehr.

    Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit Das Gutshaus knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten.

    Fazit: 4 Sterne.

    Ich möchte mich ganz recht herzlich bei der Randomhouse Verlagsgruppe bedanken, die mir dieses Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. 

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Leider nicht annähernd das Niveau der Tuchvilla ...
    Ich bin enttäuscht ...

    Nachdem ich die Tuchvilla Trilogie verschlungen habe, freute ich mich doch sehr auf den Auftakt zu dieser hochgelobten Gutshaus-Saga. Das Buch fing auch recht vielversprechend an. Die Autorin machte mich als Leserinnen mit den verschiedenen Charakteren der Vergangenheit und der Gegenwart bekannt und vor allem die Landschaftsbeschreibungen machten direkt Lust auf mehr. Je weiter ich mich jedoch in das Buch hinein las, umso zäher wurde die Geschichte. Auf manchmal direkt holprige Art versuchte sich Anne Jacobs an dem Spagat zwischen damals und heute und blieb dabei leider oft unglaubwürdig. Ich habe mich gegen Schluss etwas gequält und schließlich nur noch quer gelesen. Es wird wohl für mich bei diesem ersten Band bleiben, Gutshaus hin oder her … schade.

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    Eliza08s avatar
    Eliza08vor 7 Monaten
    Neue Wege

    Mit ihrer Saga um „Die Tuchvilla“ konnte Anne Jacobs mich begeistern, ich war zunächst skeptisch, ob ihr dies mit einer ähnlichen Saga ebenfalls gelingen könnte. Doch sie hat mich eines besseren belehrt, „Das Gutshaus“ ist kein billiger „Abklatsch“ der Tuchvilla, auch wenn das Cover dies zunächst vermuten lässt. Gerade bei der Gestaltung des Buches hätte ich mir vom Verlag mehr Mut erwartet, leider hat man diese Chance vertan.

    Der Klappentext kratzt nur an der Oberfläche, denn in diesem Roman geht es um viel mehr, er stellt die eigentliche Problematik des Romans nicht dar. Auch dies muss man ganz klar dem Verlag ankreiden. Denn die Autoren haben bekanntlich wenig Einfluss auf die Gestaltung des Buches und den Klappentext.

    Die Autorin hingegen hat einen ganz anderen Roman geschrieben als bei ihrer ersten Saga. Nicht das nur das Setting ein anderes ist, nein sie wählt auch einen anderen Erzählstil und einen komplett anderen Aufbau ihres Romans. Dieser Mut wird belohnt und so schaffte sie es mich mit diesem Roman zu fesseln und zu überzeugen.

    Bisher habe ich wenige Romane über die DDR gelesen, auch über die Zwangsenteignungen im Osten wusste ich nicht viel. Viele Träume und Hoffnungen sind in dieser Zeit wohl zerplatzt. Der Roman wird nicht stringent erzählt. Er besteht aus vielen Puzzleteilen, die sich erst zum Ende hin zusammensetzen. Die Autorin erzählt die Geschichte nicht nur aus drei verschiedenen Perspektiven, sondern auch auf verschiedenen Zeitebenen, hinzukommen Tagebucheinträge einer vierten Person. Wer glaubt, dass dies im Chaos endet, der irrt, durch verschiedene Schrifttypen und vorangestellte Jahreszahlen hat man als Leser sehr schnell eine Orientierung.

    Eine Vielzahl von Personen agieren in diesem Roman, was natürlich auch den zwei Zeitebenen geschuldet ist. Aber auch hier schafft die Autorin es, den einen oder anderen Knoten im Gehirn ihrer Leser schnell zu entwirren, sodass der Lese-Spaß definitiv im Vordergrund steht. Zu einigen Figuren baut man sehr schnell eine Beziehung auf, bei anderen dauert es leider etwas länger, aber ich denke dies ist auch so gewollt, denn sonst wäre dieser Roman zu überfrachtet gewesen. Meine Lieblingsfigur war Mine, es war toll diese Geschichte aus ihrer Sicht erleben zu dürfen.

    Anne Jacobs hat einen klassischen Frauenroman geschrieben, Männer werden eher weniger Freude daran haben, was zum einen daran liegen mag, dass die Geschichte nur aus Frauensicht erzählt wird, zum anderen das die Frauen zweifelsfrei die Protagonistinnen dieses Romans sind. Eine Familiensaga mit Tragweite wie man sie sich sie als Leser wünscht, von mir gibt es dafür eine klare Lese- und Kaufempfehlung.

    Ich bedanke mich beim Bloggerportal und der Verlagsgruppe Random House für die Bereitstellung des Lese- und Rezensionsexemplars und natürlich bei Anne Jacobs für die wunderbaren und spannenden Lesestunden.

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    Anni84vor 8 Monaten
    Das Gutshaus

    Klappentext:

    Seit Jahrhunderten in Familienhand, verloren und wiedergefunden – ein Gutshaus, eine Familie und ein dramatisches Schicksal …

    Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf ...

    Meinung:
    Die Geschichte von Franziska spielt in der Vergangenheit, wie Gegenwart. Franzi wurde im Krieg von Ihrem Gutshof Dranitz verbannt. Sie musste mit ihrer Mutter und Schwester fliehen. Ihr Verlobter Walter Iversen, ihre große Liebe wurde hingerichtet so sagte man es ihr. Dies stellt sich nach fünfzig Jahren aber als gelogen heraus. Franzi hat viel durchgemacht im Leben aber hat die Liebe zu ihrem Verlobten nie verloren. Sie kommt nach fünfzig Jahren zurück nach Dranitz und will ihr Gutshaus zurück haben. Ob ihr das gelingt?

    Lest das Buch dann werdet ihr es herausfinden. ;-)

    Ich kann nur sagen mir gefiel das Buch sehr. Mir hat es spass gemacht, es zu Lesen und freue mich auf die Fortsetzung :-)

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    Lesegenusss avatar
    Lesegenussvor 8 Monaten
    Im Sog der Vergangenheit

    Im Mai 1990 begibt sich die siebzigjährige Franziska auf eine Reise in die Vergangenheit. Es geht in die alte, verlorene Heimat in Mecklenburg-Vorpommern. Das ehemalige Gut Dranitz lag nicht weit hinter dem Grenzübergang. Die Mecklenburgischen Seen mit ihren herrlichen Orten, für Franziska aber gab es nur ein Ziel: Dranitz. Was würde davon noch da sein? Damals zum Kriegsende war sie  mit der Mutter geflohen. Was mit dem Rest der Familie geschah, erfährt der Leser im Laufe der Handlung. Ich möchte da nichts vorweg nehmen. Vor zwei Jahren war Franziskas Mann verstorben. Es hielt sie nichts von ihrem Vorhaben ab, obwohl ihre Tochter Claudia sie für verrückt erklärt hatte, als sie ihr von ihrem Vorhaben berichtete. In der stillen Hoffnung, sie würde mitkommen. Was Franziska in ihrer ehemaligen Heimat erwartete, hätte sie eigentlich schon ahnen können. Alles herunter gekommen. Und das Guthaus war jetzt ein Konsum.

    "Glanzvolle Zeiten" ist der Auftaktband von der Autorin Anne Jacobs' "Die Gutshaus-Saga". Die Familiensaga beginnt im November 1939 auf Gut Dranitz. Dort hatte der Großvater zur Treibjagd geladen. Für die neunzehnjährige Franziska und alle anderen hieß es, die Verwandten kommen.
    Erzählt wird nicht nur Franziskas Geschichte, ihr Leben. Hinzu kommen noch Jenny, ihre Enkeltochter. Diese arbeitete derzeit als Mädchen für alles in einem Architekturbüro. Und hatte ein Verhältnis mit dem Chef, Simon, verheiratet, Familie. Und das bleibt nicht ohne Folgen. Jenny war schwanger. Kacpar Woronski, angehender Architekt, arbeitete ebenfalls in dem Büro.
    In dem alten Dorf Dranitz lebt noch immer Minna. Auch sie kommt in verschiedenen Abschnitten zu Wort, denn sie spielt eine gewichtige Rolle in der Vergangenheit. Mit achtzig Jahren erlebt sie nun die Rückkehr von Franziska. Lange Jahre hatte Minna in dem Gutshaus gearbeitet. So wechseln die Erzählstränge, wobei immer das Jahr und der Erzähler angegeben sind. Man kann dem gut folgen.
    Hier geht es darum, was passierte mit dem ehealigen Besitztum, was nach Kriegsende in die Hände des Staates fiel. Franziska setzt alles auf eine Karte und kauft das Gutshaus zurück. Der Ortsbürgermeister hatte andere Pläne. Leicht wird es ihr nicht gemacht. Der Neustart ist mit vielen Hindernissen verbunden. Doch dann taucht Jenny bei der Großmutter auf. Voller Elan und Neugier. Sie holt dann den jungen Architekten nach Dranitz. Und mit ihm an Bord geht es vorwärts. Sie wollen aus dem Gutshaus ein Hotel machen.

    Dass die Vergangenheit immer wieder präsent ist, zeichnet die Autorin sehr lebendig. Die geschichtlichen Ereignisse. Hier geht es nicht nur um das Leben und Überleben, sondern auch um Liebe und Lüge, wie dieses ein Leben beeinflussen kann. Verletzend und vom Schicksal geprägt.
    Aufschlussreich die Tagebucheinträge von Franziskas Schwester Elfriede, die damals nicht mit geflüchtet war. Doch was war aus Franziskas Liebe Walter geworden?
    Anne Jacobs ist es gelungen, die Lebens- und Familiengeschichte der von Dranitz gut zu vermitteln. Ebenso die Beziehung Franziska zu ihrer Tochter als auch Enkelin. Die zwischenmenschlichen Entwicklungen, die Zeitreise in die Vergangenheit, die Reise zur Wendezeit, wird sehr gut dargestellt.
    Das Cover gefällt mir wirklich gut. Der Auftaktband ist vielversprechend. Hier wird schon deutsche Geschichte erzählt, fiktiv oder auch nicht. Kein Einzelschicksal, wenn man an sich an die Zeit erinnert.

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    thatweirdbookgirls avatar
    thatweirdbookgirlvor 8 Monaten
    Hält nicht das was es im ersten Augenblick verspricht

    Sieht dieses Buch nicht wunderschön aus? Selten habe ich so schöne Cover für historische Romane gesehen wie die von Anne Jacobs. Und wie wir alle so schön wissen: Aussehen zieht an, Charaktere, nein falsch, Geschichte hält fest. So ist's richtig!
    Wenn ich dieses atemberaubende Cover anschaue, stelle ich mir also eine Geschichte um 1900 bis 1950 vor. Ein Blick auf den Klappentext sagt uns: Ja, das könnte stimmen!

    Aber leider, leider, leider sollte es nicht sein, denn die gute, alte Beschreibung verrät nur die Hälfte ... Oder eher ein Sechstel. Wenn man das Buch nämlich einmal genauer unter die Lupe nimmt und sich den Text auf dem Flügel der Klappenbroschur durchliest, bekommt man erstmal mit, dass es sich hier um keine tragische Liebesgeschichte der Vorkriegszeit handelt. Oh nein, das hier ist viel mehr eine Familiengeschichte zur Zeit der Wende ... Ja, der Wende.
    Was war da nochmal auf dem Cover? Ein junges, zartes Mädchen. Eine prächtige Villa. Sommerliche, strahlende Farben.
    Im Nachhinein kommt es mir wirklich so vor, als wäre es das ganze Gegenteil der Geschichte, die wir im Buch vorfinden, und wenn ich das gewusst hätte, hätte ich niemals zu diesem Buch gegriffen, denn auch wenn die Zeit der DDR und BRD sowie der Wiedervereinigung unbestreitbar ein großer, wichtiger und nicht wegzudenkender Teil der deutschen Geschichte ist, kann ich leider gar nichts damit anfangen. Vor allem kein fünfhundertseitiges Buch darüber lesen.
    Also an alle, die mit dem Gedanken spielen, das Buch zu kaufen: Lest unbedingt die Leseprobe und nicht nur die Buchbeschreibung, die überall zu finden ist und ein völlig falsches Licht auf die Geschichte wirft - zumindest meiner Meinung nach.

    Angefangen hat es aber eigentlich ganz gut, nämlich mit der Geschichte, die ich hören wollte. Stellenweise (ja, damit ist das oben angedeutete Sechstel des Buches gemeint) verfolgen wir nämlich die junge Franziska, die frisch verliebt in den zweiten Weltkrieg hineinrutscht, und Halleluja, diese Passagen haben es mir echt angetan. Hier habe ich alles gefunden, wonach ich mich gesehnt habe. Eine tolle Atmosphäre, ein tolles Familienbild, eine zarte, aufblühende Liebesgeschichte, den alten, ganz klassischen Lebensstil - ich fand's toll!
    Aber dann kam der erste Schock, plötzlich war die liebe Franziska kein frisches Blümchen mehr, nein, sie war eine ausgewachsene, modrige Dornenhecke. Damit meine ich jetzt nicht ihr Alter, um Himmels Willen, ich kenne so viele siebzigjährige, die noch klasse drauf sind. Aber sie, sie war einfach eine Furie: festgefahren, eitel, von oben herab. Furchtbar.
    Als ich diesen Umschwung verdaut hatte und gerade dachte, es würde nun wieder bergauf gehen, indem das Buch wieder ein paar Rückblenden geben würde, folgte der nächste Streich. Plötzlich kam nämlich eine gewisse Jenny ins Spiel. Sie ist, wie man im Nachhinein erfährt, Franziskas Enkelin, aber sie hat nichts mit der jungen, liebevollen Franziska von1939 gemeinsam, sondern ist nur ein noch viel schlimmeres Abbild der jetzigen. Ohne zu spoilern, weil diese Szene nichts zur wirklichen Geschichte beiträgt, möchte ich euch mal eine kleine Szene erläutern: Jenny hat eine Affäre mit ihrem Chef. Dieser hat nicht nur eine Frau zuhause sitzen, nein, auch zwei Kinder. Die liebe Jenny will aber natürlich schon lange, dass ihre Affäre endlich mal seine Frau sitzen lässt und findet es total unverständlich, dass er immer seine Kinder vorschiebt. Als er dies auch noch wirklich tut und zu Jenny flüchtet, geht er ihr permanent auf den Zeiger. Ist ja aber auch echt schlimm, einen schnarchenden, sich etwas breit machenden Mann im Bett liegen zu haben. Und dass er es nicht mag nur Rührei zu essen, weil sie nichts anderes mehr im Kühlschrank hat, ist natürlich ganz unausstehlich. Ach, und noch ein kleiner Funfact: wenn sie gerade mal nicht dabei ist, sich über ihn aufzuregen oder daran zu denken, dass sie absolut keinen Bock darauf hat, auch nur irgendwie mit seinen Kindern umgehen zu müssen, nennt sie ihn ganz liebevoll "Papa". Ja, auch nach oder beim Techtelmechtel. Nein, gar nicht eklig - stellt man sich doch gern vor. (Okay, das war's jetzt mit der Ironie.)
    Ich glaube, mehr muss ich zu den Charakteren nicht mehr sagen. Ebenso einfach ist es hoffentlich zu verstehen, dass die beiden Protagonisten das Lesen zu keinem Spaß gemacht haben. Gar nicht. Im Gegenteil.

    Die Entwicklung der Geschichte hat mir leider auch nicht wirklich zugesagt. Mir kam es teilweise einfach viel zu scheinheilig, einseitig und oberflächlich vor. Als wöllte die Autorin unbedingt eine absolut rührende Geschichte zaubern und dabei einen Salzstreuer voller Klischees auf ihre Tastatur rieseln lassen.

    Kombiniert mit dem hölzernen, gefühllosen, fast schon kalten Schreibstil war das keine tolle Leistung. Am Anfang habe ich noch gedacht, dass man sich an dieses gewöhnen könnte, wie man das auch macht, wenn man zum Beispiel den Er-Erzähler nicht mag: irgendwann geht das schon. Aber es ging nicht. Man fühlt sich einfach nicht integriert. Der Stil konnte einen weder fesseln noch überhaupt packen. Er hat einen einfach draußen im Regen stehen lassen.


    Fazit:
    Ich habe echt das Gefühl, dass dieses Buch einen Ticken zu viel von dem, was ich gar nicht mag, hatte, sodass ich dann einfach nur noch völlig schwarzsehen konnte. Versteht ihr, was ich meine? Ein paar Sachen haben mir einfach viel zu schlechte Laune gemacht, wodurch ich dann auch gar keinen Spaß mehr an der Geschichte hatte, nicht mal an Sachen, die ich in anderen Büchern vielleicht übersehen oder gar gemocht hätte.
    Wenn man sich vielleicht mehr mit den Themen zur DDR, BRD und Wende identifizieren kann, kann das Buch sicherlich unterhaltsam sein (auch wenn das die furchtbaren Charaktere und den grottigen Schreibstil nicht wettmacht).
    Die vereinzelten Passagen über die längst vergangene Vorkriegszeit fand ich aber ziemlich gelungen. Bitte mehr davon!


    2 von 5 Sternen
    ★★

    Kommentare: 1
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    friederickesblogs avatar
    friederickesblogvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und freue mich schon auf den zweiten Teil der Familiensaga.
    Der Beginn einer spannenden Familiensaga

    Klappentext

    Franziska kann es nicht glauben: Endlich ist sie wieder in ihrer Heimat auf Gut Dranitz. In den Wirren des zweiten Weltkriegs musste sie das herrschaftliche Anwesen im Osten verlassen. Lange gab es keinen Weg zurück. Trotzdem ließ sie die Sehnsucht nicht mehr los. Nie konnte sie die glanzvollen Zeiten vor dem Krieg vergessen, ihre Träume und Wünsche von einem Leben an der Seite ihrer großen Liebe Walter Iversen. Alles schien möglich. Doch der Krieg trennte die Liebenden und machte ihre Träume zunichte. Aber Franziska gab die Hoffnung nie auf …

     

    Die Autorin

    Anne Jacobs begeisterte bereits mit ihrer Trilogie um Die Tuchvilla die Leser und stürmte die Bestsellerlisten. Mit Das Gutshaus knüpft sie an ihre Erfolgstrilogie an und erzählt von einem alten herrschaftlichen Gutshof in Mecklenburg-Vorpommern und vom Schicksal seiner Bewohner in bewegten Zeiten.

     

    Das Cover

    Das Cover passt prima zu den Inhalten des Buches. Ein Gutshaus, grüne Landschaften und eine junge Frau aus glanzvollen Zeiten. Die Aufmachung schließt sich an die Tuchvilla an und festigt so den Wiedererkennungswert der Autorin. Der Klappentext ist perfekt gewählt.

     

    Die Geschichte (Achtung Spoiler!)

    Franziska Kettler macht sich kurz nach der Wende auf den Weg in die alte Heimat. Sie will das Gut ihrer Familie, von dem sie in den Wirren des Krieges, zusammen mit ihrer Mutter vertrieben wurde, sehen. Mit ihren stolzen siebzig Jahren muss sie dann eine Aufregung nach der anderen erleben. Und natürlich sieht das Gutshaus nicht mehr so aus, wie sie es in Erinnerung hat. Es ist heruntergekommen und beschädigt. Alles hat sich verändert, die Gebäude, der Park, das Dorf und das ganze Umfeld. Die Leute treten ihr mit Misstrauen entgegen. Ein herzlicher Empfang ist das nicht. Aber die Magie der Vergangenheit, die Erinnerung an die glanzvollen Zeiten und die Gedanken an ihre einst große Liebe Walter, lassen sie trotz aller Widrigkeiten ihre Ziele verfolgen.

     

    Meine Meinung

     

    Anfänglich brauchte ich etwas, um die Protagonisten zu verinnerlichen. Eine ohnehin schon große Familie mit auch noch vielen Verwandten, die da gleich zu Beginn zu einem Festessen aufschlagen, dazu jede Menge Personal, forderte mich schon sehr heraus, damit ich mir deren Namen alle merken und zuordnen konnte.

    Die Geschichte wird über zwei Zeitebenen erzählt. Einmal aus den neunziger Jahren, gleich nach der Wende und in Rückblenden aus der Zeit vor und während des Zweiten Weltkrieges. Ich finde die Figuren gut ausgearbeitet und ihre Charaktere glaubhaft, sodass ich mich sehr gut einfühlen konnte. Sie ließen mich auch alle emotional an den Geschehnissen teilhaben. Die Schauplätze sind bis ins kleinste Detail bildhaft beschrieben und die Einarbeitung der Zeitgeschichte beruht auf einer guten Recherche. Was mir nicht so gut gefallen hat, war der anfänglich harte Einsatz von Ossi Klischees. Ich weiß sehr wohl, dass es in dieser Zeit viel Misstrauen im Umgang miteinander gab und die Enteignungen für alle Seiten nicht einfach zu Händeln waren, aber das war mir etwas zu hart.

    Die Geschichte wurde außerdem aus verschiedenen Perspektiven erzählt und schrieb sich in ihrem Spannungsbogen stets fort, sodass die Lust am Lesen und die Neugierde erhalten blieben. Dass die Autorin in einer gut verständlichen und auch flüssigen Sprache schreibt, kennen wir bereits aus ihren anderen Veröffentlichungen. Natürlich ist es so, dass man ab und zu erahnt was gewesen sein könnte, oder was jetzt kommt. Und das Ende, das war mir etwas zu einfach, nach dem was wir auf mehreren hundert Seiten zuvor gelesen haben. Aber das schadet der Erzählung in keinem Fall.

    Insgesamt ein spannendes Buch, das die schlimme Zeit des Krieges, die dazugehörigen schweren Lebensbedingungen der Menschen und die starken Veränderungen durch die Teilung Deutschlands in die Geschichte einbindet.

    Ich habe mich wunderbar unterhalten gefühlt und freue mich schon auf den zweiten Teil der Familiensaga.

    Aus diesem Grund spreche eine nachdrückliche Leseempfehlung aus.

     

    friedericke von "friederickes bücherblog"

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