Anne Kuhlmeyer Die Spur der Zugvögel

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Inhaltsangabe zu „Die Spur der Zugvögel“ von Anne Kuhlmeyer

In das St. Vincenz-Hospital werden die Opfer einer schweren Schlägerei eingeliefert: Ein 15-jähriger Libanese, komatös, und Kriminalhauptkommissar Conrad Böse, der dem Jungen zu Hilfe kommen wollte.

Ein banaler Streit unter Jugendlichen, der ausgeartet ist? Ein ausländerfeindlicher Hintergrund? Merkwürdig, dass sich zunächst keine Zeugen finden lassen.

Böses Mitarbeiter tun sich schwer. Die Personaldecke ist dünn. Julia Morgenstern ist zwar nach einer Auszeit voller Zweifel wieder in den Dienst zurückgekehrt und bereits mit dem Fall einer vermissten jungen Frau befasst, aber sie kämpft mit anderen Problemen. Ihr Kollege Sven Bentrup scheut Ermittlungen vor Ort und verkriecht sich hinter seinem Polizei-Computer. Das Team wird durch den dramatischen Verlauf der Ereignisse auf eine harte Probe gestellt.

Nach ihrem erfolgreichen Debüt „Freitags Tod“ lotet die Psychotherapeutin Anne Kuhlmeyer auch in ihrem neuen Krimi wieder die Tiefen seelischer Abgründe aus.

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  • Rezension zu "Die Spur der Zugvögel" von Anne Kuhlmeyer

    Die Spur der Zugvögel

    Hans-Zengeler

    05. December 2011 um 17:28

    „Das Schweigen hatte sie ausgeschlossen, das Anderssein, die Marken auf ihrer Geschichte“ - Bemerkungen zu Anne Kuhlmeyers zweitem Roman "Die "Spur der Zugvögel" Eine Schlägerei mit ausländerfeindlichem Hintergrund und tödlicher Folge. Eine vermisste junge Frau, die eigentlich niemand so richtig vermisst. Ein erzählendes Ich, in einer Gegend unterwegs, die trotz ihrer Verortung unwirklich erscheint, ein permanent alkoholisiertes Ich, das im Nebel von Erinnerungen herumstochert, neben sich eine merkwürdig schweigsame Frau, die das Fahrzeug niemals verlässt. Eine Kriminalkommissarin, die den Weg zurück in ihren Beruf sucht, bei einem Therapeuten landet und ganz andere Wege (und Wahrheiten) entdeckt - es ist einiges, was Anne Kuhlmeyer in ihren zweiten Roman hineinpackt, der, wie schon ihr Erstling Freitags Tod" die Grenzen des Kriminalromans überschreitet, gar überwindet, dem Leser gesellschaftliche Wirklichkeiten, bzw. Zusammenhänge vor Augen führt, um am Ende bei der Voltaire'schen Frage zu landen: Ist dies wirklich die Beste aller möglichen Welten, oder, wie der skurrile Therapeut bemerkt: So ist es nicht. Und gerecht ist es auch nicht. Wir haben nur nichts Besseres." Kann das in einem Kriminalroman funktionieren, ohne dass dabei die Spannung verloren geht? Die Autorin jedenfalls ist das Wagnis eingegangen, auf schmalem Grat zu balancieren, und sie stürzt nicht ab. Der Leser bleibt dran, nimmt an diesem Wagnis teil, selbst dort, wo sich plötzlich dichte Nebelwände vor ihm aufbauen und er nicht mehr genau weiß, wo er sich befindet. Genau dieses macht die Spannung (unter anderem aus): Man möchte unbedingt wissen, worauf man trifft, wenn die Nebel sich lichten - eine straff gespannte Folie über den einzelnen Handlungssträngen, ein Etwas, das zum Ende hin aufreißt und den Blick ins Tiefe gestattet. Dass dieses, bei aller Ernsthaftigkeit, auch unterhaltsam bleibt, hat mit Anne Kuhlmeyers sicherem Sprachgefühl zu tun, das hier und dort mit wunderbaren, wie beiläufig hingestreuten Wortbildern glänzt, dass man als Leser jubeln möchte. Die Stunde, die vergangen sein musste, hatte jemand zu Sekunden vernäht." Dies mag einem nach beendeter Lektüre so vorkommen, dass man eingenäht worden sei in Geschichte und Geschichten und dass man jetzt damit beginnen müsse, aus diesem Umwobensein wieder herauszukommen, indem die auf einen geworfenen Fragen selbst zu beantworten sind. Wie auch immer: Die Auflösung erfolgt Stück für Stück, am Ende (trotz aller Vorahnung) mit Paukenschlag. Daher: Lesenswert. Unbedingt! Man möchte rufen, es sei der Spur der Zugvögel zu folgen!

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