Anne Kuhlmeyer Es gibt keine Toten

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Inhaltsangabe zu „Es gibt keine Toten“ von Anne Kuhlmeyer

Der Afghanistan-Veteran Hartfield hat sich in seinem Keller erhängt. Nur seine minderjährige Geliebte glaubt nicht an Selbstmord. Doch diese verschwindet, bevor Marlene Katz und Gregor Richter die Ermittlungen aufnehmen können. Gleichzeitig gerät Marlenes Leben aus den Fugen, als sie nach Gelsenkirchen versetzt werden soll. Die Beziehung zu ihrem Kollegen Gregor scheitert, in der neuen Dienststelle ist die Hölle los und alkoholisiert verursacht sie einen Unfall. Inmitten dieser Katastrophen lernt sie Schönfelder, den Chef einer Leipziger Sicherheitsfirma, kennen, der ihre Unfallflucht deckt und sie einstellt, als sie ihren Polizeijob hinschmeißt. Leipzig empfängt Marlene mit einem Sprengstoffattentat am Völkerschlachtdenkmal in der Silvesternacht. Fünf Menschen sterben. Zur gleichen Stunde explodiert eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus. Islamisten sollen verantwortlich sein, heißt es. Doch Schönfelder vermutet die Täter in der rechten Szene. Marlene, die eigentlich zum Objektschutz auf dem alten, denkmalgeschützten Psychiatriegelände in Dösen eingeteilt ist, wird beauftragt, sich dem „Ring nationaler Frauen“ anzuschließen, um an Informationen zu kommen. Allein und mittellos begibt sie sich zunehmend in die Abhängigkeit von dem charismatischen Schönfelder und wird in die zweifelhaften Aktivitäten der Sicherheitsfirma verstrickt. Neonazis verschwinden. Ist Marlene Zeugin? Mitwisserin? Mittäterin?

Empfehlenswert, da dies mal ein etwas anderer Krimi ist.

— hamsterrex
hamsterrex

Ein Krimi mit feiner Würze aus Thrill, Regionalkolorit, Nervenkitzel, grandiosen Ermittlern und Sequenzen aus Psychothriller und Botschaft!

— Floh
Floh

Ein toll durchdachter kurzweiliger Krimi, der schnell zu lesen ist, der spannend ist und auch die rechte Szene sehr beleuchtet. Und den Schr

— trollchen
trollchen

Dieser Regionalkrimi verspricht und hält beste Unterhaltung

— esposa1969
esposa1969

absolut lesenswert... schwere Thematik... spannend vom Beginn bis zum Ende...

— Manu2106
Manu2106

Ein Buch, dass einen auf jeden Fall packt - vielleicht nicht gleich zu Beginn ...

— Kleines91
Kleines91

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  • Rezension zu: Es gibt keine Toten : Anne Kuhlmeyer (4,5 Sterne!!!!)

    Es gibt keine Toten
    Kleines91

    Kleines91

    Klappentext: Der Afghanistan-Veteran Hartfield hat sich in seinem Keller erhängt. Nur seine minderjährige Geliebte glaubt nicht an Selbstmord. Doch diese verschwindet, bevor Marlene Katz und Gregor Richter die Ermittlungen aufnehmen können. Gleichzeitig gerät Marlenes Leben aus den Fugen, als sie nach Gelsenkirchen versetzt werden soll. Die Beziehung zu ihrem Kollegen Gregor scheitert, in der neuen Dienststelle ist die Hölle los und alkoholisiert verursacht sie einen Unfall. Inmitten dieser Katastrophen lernt sie Schönfelder, den Chef einer Leipziger Sicherheitsfirma, kennen, der ihre Unfallflucht deckt und sie einstellt, als sie ihren Polizeijob hinschmeißt. Leipzig empfängt Marlene mit einem Sprengstoffattentat am Völkerschlachtdenkmal in der Silvesternacht. Fünf Menschen sterben. Zur gleichen Stunde explodiert eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus. Islamisten sollen verantwortlich sein, heißt es. Doch Schönfelder vermutet die Täter in der rechten Szene. Marlene, die eigentlich zum Objektschutz auf dem alten, denkmalgeschützten Psychiatriegelände in Dösen eingeteilt ist, wird beauftragt, sich dem „Ring nationaler Frauen“ anzuschließen, um an Informationen zu kommen. Allein und mittellos begibt sie sich zunehmend in die Abhängigkeit von dem charismatischen Schönfelder und wird in die zweifelhaften Aktivitäten der Sicherheitsfirma verstrickt. Neonazis verschwinden. Ist Marlene Zeugin? Mitwisserin? Mittäterin? Meine Meinung:  Was ein Buch. Was ein Ende! Ich hatte wirklich meine Probleme, mich in das Buch einzufinden. Der Schreibstil hatte mir am Anfang Kopfzerbrechen bereitet, ich kam nicht so ganz damit klar. Die Dialoge schienen mir komisch und zuweilen unverständlich. Die Hauptperson, Marlene Katz, nicht wirklich sympathisch. "Das wird was" dachte ich mir. Aber wenn man dann mal drinne ist, was nicht länger als 1oo Seiten gedauert hatte, dann kann man es echt nicht mehr aus der Hand legen. Alleine die Thematik ist so brisant und schwer, dass man wissen will. Wie geht es weiter, was geschieht, wie löst die Autorin dies und jenes Problem und wie geht sie damit um?  Ich halte Anne Kuhlmeyer für eine wirklich einfühlsame und sehr gute Autorin, die es schafft, dass man in das Buch gesogen wird. Es ist unglaublich, mit welchen Emotionen ich zu kämpfen hatte ... und sei es meine Gleichmütigkeit zu Beginn. Zudem konnte ich noch einen persönlichen Bezug, im späteren Verlauf, herstellen, da mein Freund ebenso wie Daniel im Sicherheitsgewerbe tätig ist und ich demnach weiß, wie es sich anfühlt, nicht zu wissen, wo er gerade ist, was er macht, obs Ihm gut geht und immer wieder genervt zu sein, weil er sich einfach nicht meldet! Nur hab ich das Glück, dass "Meiner" keine so extremen Ansichten hat und auch kein Chef einer Firma ist. Aber der Zeitfaktor bleibt ziemlich der gleiche. Auch was Marlenes Aufgaben bzw "Arbeitszeiten" betraf, konnte ich nur zu gut mitfühlen. Es scheint wohl eine Krankheit in diesem Gewerbe zu sein, dass ständig einer fehlt oder krank ist und ein anderer einspringen muss - das kenn ich leider nur zu gut! Ich finde die Thematik hoch spannend und aktuell. Hier wird etwas angesprochen, was mir so in der Form noch nicht begegnet ist. Man hat sowohl den Rechten Extremismus als auch das Gegenteil - den, in Ermangelung eines besseren Wortes, Extremismus der Juden und Ausländer. Extremismus ist nie der richtige Weg. Und das zeigt die Autorin auf. In einem fulminanten Finale! Was ein Knaller. Ich musste nach Beenden des vorletzen Kapitels mein Buch aus der Hand legen und erstmal durchatmen. Mit den Tränen hatte ich nicht zu kämpfen - die liefen schon. Wut, Verzweiflung, Unverständnis. Und immer nur wieder die Frage "Wieso?". Ich glaube, ich hab gut eine Stunde gebraucht, bis ich die letzten 2/3 Seiten lesen konnte. Die mich dann auch wieder aus der Bahn warfen und wieder zum denken anregten. Trotz anfänglicher Skepsis und unglaublich tolles Buch!

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    • 3
  • Es gibt keine Toten

    Es gibt keine Toten
    Manu2106

    Manu2106

    ...und ob es Tote gibt, und das nicht zu knapp! Der Afghanistan-Veteran Hartfield hat sich wird erhängt im Keller aufgefunden, Marlene und ihr Kollege und Freund Gregor werden zum Tatort gerufen, wo sie seine Minderjährige Freundin Lara vorfinden, die total verstört irgendwas von Mord plappert und verschwindet... Die Beziehung mit Gregor scheitert... und dann wird sie während der Ermittlungen nach Gelesenkirchen versetzt, wo die Hölle los ist, durch einen Übergriff eines Kollegen landet sie nach Dienstschluss in einer Kneipe, lernt Daniel Schönfelder, den Chef einer Leipziger Sicherheitsfirma kennen, der ihren alkoholisierten Unfall deckt, und sie kurzerhand, nachdem sie ihren Polizeijob an den Nagel hängt, bei sich in Leipzig einstellt. Leipzig empfängt Marlene mit einem Sprengstoffattentat am Völkerschlachtdenkmal in der Silvesternacht. Fünf Menschen sterben. Zur gleichen Stunde explodiert eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus. Islamisten sollen verantwortlich sein, heißt es. Doch Schönfelder vermutet die Täter in der rechten Szene. Marlene, die eigentlich zum Objektschutz auf dem alten, denkmalgeschützten Psychiatriegelände in Dösen eingeteilt ist, wird beauftragt, sich dem "Ring nationaler Frauen" anzuschließen, um an Informationen zu kommen. Allein und mittellos begibt sie sich zunehmend in Abhängigkeit von dem charismatischen Schönfelder und wird in die zweifelhaften Aktivitäten der Sicherheitsfirma verstrickt. Neonazis verschwinden. Ist Marlene Zeugin? Mitwisserin? Mittäterin? Was für eine Geschichte, ich habe mich oft gefragt wieso Marlene nicht einfach wieder zurück geht, warum sie sich das antut, das hat sie sich selber auch immer wieder gefragt, aber nie eine Antwort darauf gefunden, sie hat einfach gemacht, und wie ferngesteuert funktioniert... Sie ist in dem Glauben nach Leipzig, das sie in einer Sicherheitsfirma neu anfängt, die Sicherheitsfirma ist keine typische Sicherheitsfirma, ehr eine Geheimorganisation, die sich Mittels Selbstjustitz an die rechte Szene wendet... Eine schwierige Thematik, dennoch ist der Autorin ein spannender Kriminalroman gelungen, der zum Nachdenken anregt. Schon zu beginn nimmt er rasant an Fahrt auf, hält dieses Tempo auch bin zum Schluss bei. Es gibt sehr viele Wendungen im Laufe der Geschichte, selbst das Ende- ich fand's sehr erschreckend, mit solch einem Ende hätte ich nicht gerechnet. Die Protagonisten sind alle recht unterschiedlich, werden gut beschrieben, so das wir schon ein gutes Bild machen können. Auch die Beschreibungen der Schauplätze sind gelungen, die kann man sich sehr gut bildlich vorstellen. Mit dem Schreibstil hatte ich anfangs kleine Probleme, es wird teilweise doch sehr knapp geschildert, und die Dialoge sind knapp, aber die Autorin hat eben nicht um den heißen Brei rumgeschrieben, so kommt es zwar etwas knapp rüber, aber man liest eben nix überflüssiges, und man hat sich aber auch recht schnell daran gewöhnt. Die 301 Seiten teilen sich in 79 Kapitel die unterschiedlich lang sind. Lesen tun wir Geschichte aus verschiedenen Perspektiven, das hebt die Spannung ungemein und stört keinesfalls den Lesefluss. Ich kann diesen Krimi nur empfehlen, er ist durchweg spannend, regt zum Nachdenken an, und bereitet unterhaltsame Lesestunden.

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    • 2
    Arun

    Arun

    29. May 2014 um 08:44
  • wenn es ganz anders kommt, als man denkt...

    Es gibt keine Toten
    Floh

    Floh

    Ein Krimi, dessen Handschrift ein Psychothriller ist...Autorin Anne Kuhlmeyer verbindet hier beides, und noch mehr. Ein Regionalkrimi, mit spannenden Ermittlungen, einem fragwürdigen Ermittlerteam und ominösen Methoden, einen Thriller größtem Nervenkitzels gepaart mit psychisch verstörenden Elementen. In "Es gibt keine Toten" erfahren wir schnell, dass es sie doch gibt, gab und leider noch weitere geben wird...Kann ein Krimi für aufreibenden Nervenkitzel sorgen?... Ich gestehe: Ja! Diese Autorin bedient das Genre und und gibt noch weitere sagenhafte Würze hinzu. Wer kennt sich besser aus mit dem menschlichen Ableben und Verfall, als eine erfahrene Medizinerin? Zum Inhalt: "Natürlich gibt es Tote. Vor 70 Jahren zu Millionen. Heute, im münsterländischen Coesfeld, gibt es einen. Der Afghanistan-Veteran Hartfield hat sich in seinem Keller erhängt, nur glaubt seine minderjährige Geliebte nicht an Selbstmord. Sie verschwindet, bevor Marlene Katz und Gregor Richter die Ermittlungen aufnehmen können. Marlenes Leben gerät aus den Fugen, als sie nach Gelsenkirchen versetzt werden soll. Die Beziehung zu ihrem Kollegen Gregor scheitert, in der neuen Dienststelle ist die Hölle los, alkoholisiert verursacht sie einen Unfall. Inmitten dieser Katastrophen lernt sie Schönfelder, den Chef einer Leipziger Sicherheitsfirma, kennen, der ihre Unfallflucht deckt und sie einstellt, als sie ihren Polizeijob hinschmeißt. Leipzig empfängt Marlene mit einem Sprengstoffattentat am Völkerschlachtdenkmal in der Silvesternacht. Fünf Menschen sterben. Zur gleichen Stunde explodiert eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus. Islamisten sollen verantwortlich sein, heißt es. Doch Schönfelder vermutet die Täter in der rechten Szene. Marlene, die eigentlich zum Objektschutz auf dem alten, denkmalgeschützten Psychiatriegelände in Dösen eingeteilt ist, wird beauftragt, sich dem „Ring nationaler Frauen“ anzuschließen, um an Informationen zu kommen. Allein und mittellos begibt sie sich zunehmend in Abhängigkeit von dem charismatischen Schönfelder und wird in die zweifelhaften Aktivitäten der Sicherheitsfirma verstrickt. Neonazis verschwinden. Ist Marlene Zeugin? Mitwisserin? Mittäterin?" Schreibstil: Die Autorin Anne Kuhlmeyer weiß es die Leser gleich zu Beginn an die Seiten zu fesseln. Unfreiwillig gerät man hier durch ihrem Schreibstil direkt in das Geschehen und kann sich nicht mehr von den Seiten lösen. Anne Kuhlmeyer besitzt einen sehr durchdringenden Schreibstil, denn sie schafft es problemlos und ohne störende Längen die Handlung spannend zu beginnen und diese bis zum Schluß aufrecht zu erhalten und dem Leser kaum Zeit zum Luftholen zu lassen. Ihr Wiedererkennungswert ist hier zweifellos der gelungene Genremix, aus Regionalkollorir, Ermittlungen, Kriminaltechnik, kranke Psychen, private Probleme der Ermittler und der immer aktuell präsente Rassismus und Ausländerfeindlichkeit. So darf, nein, so muss Krimi sein. Autorin Kuhlmeyer bedient das Genre perfekt. Sie hat eine verstörende und grausamme Story erschaffen, die sie mit gekonnten Worten, bildhaften Darstellungen, tiefen Emotionen aus Gefühl, Angst und Entsetzen, authentischen Charakteren, brutalen Wendungen und einem Wechselspiel der Perspektiven an den durchaus perplexen Leser wiedergibt. Ihr Schreibstil bringt die Handlungen, die Schauplätze und die Protagonisten sehr nahe an den Leser und fesselt ihn an die Seiten. Durch die Mischung aus Alltag der resignierten Ermittlerin Marlene Katz und ihren (Ex-) Kollegen und ihres neuen Ankers Schönfelder im östlichen Leipzig bringt die Autorin viel Abwechslung und Potential in die Handlung."Es gibt keine Toten" ist nichts für dünne Nerven, denn die Autorin will es wissen und setzt alles auf eine bestialische Karte und gräbt tief in den Machenschaften des Millitärs. Charaktere: Viel Geschick und Können beweist die Autorin bei der Auswahl der Charaktere. Denn hier treffen wir auf sympathische und unsympathische Rollen, einige Charaktere werden im Laufe der Handlung eine ganz überraschende Seite beziehen. Die Autorin Kuhlmeyer konzentriert sich gekonnt darauf, nicht zu viel aus dem Nähkästechen zu plaudern, sie lässt ihre Charaktere durch Eigendynamik eine eigene Lebendigkeit einnehmen. So haben die Leser ein tolles und stimmiges Bild der Hauptprotagonisten, und ein "katz" und Maus - Spiel kann beginnen. Zuvor dürfen wir an der Beziehung zu Marlenes Partner und Kollegen Gregor Richter teilhaben. Leider scheitert diese Beziehung und zieht unliebsame Konsequenzen mit sich. Marlene kann nur schwer damit klarkommen und stürzt sich langsam in Verderben, bis sie in Lepzig auf den galanten Schönfelder trifft...Fluch oder Segen? Die Hauptprotagonisten sind sehr authentisch und detailliert dargestellt. Zum wirklichen Star des Entsetzen mutiert jedoch der unbekannte Serienkiller, auf dessen Spuren zu recherchieren gilt...., dieser Part hat es in sich und ist das lebendige Böse. Hier nimmt die Autorin kein Blatt vor dem Mund und präsentiert die ungefilterte Wahrheit. Sehr bewegend und regt zum Nachdenken an...Dieser grauenhaft Psychopathische setzt dieser brutalen Handlung nocheinmal die Krone auf... In diesem Krimi bringt Anne Kuhlmeyer eine überaus interessante und intelligente Mischung aus Protagonisten und wichtigen Nebenrollen ins Spiel und wird uns noch häufig überraschen, er bringt die vielen Rollen und Nebenrollen in Einklang und lässt den Leser somit an der verstörenden Ermittlung teilhaben. Der Opfer-Täter-Status ist nicht klar definiert und wird zum Ende der Story der reinste Albtraum... Meinung: Das ganz besondere an diesem Krimi ist, und das hat mich am meisten überrascht, dass er mich völlig gefesselt hat. Krimi, wie er sein soll, dieses Buch bietet das, was der Leser und Genreliebhaber sucht. Der Schreibstil der Autorin ist toll und nichts für schwache Nerven, die bildhafte Darstellung der Schauplätze, die Brutalität der Morde, die skrupellosen Vorgehen, der Plan der hinter allem steckt und zu guter Letzt das Auftauchen des eigendlichen Stars des Grauen. Das Treiben rund um die Ermittlungen von Marlene Katz und Kollege Gregor Richter, die vielen entsetzlichen Hass- und Verzweiflungs-Morde, die falschen Verdächtigungen, die entsetzliche Nacht des Vergessens, die zueinanderlaufenden Handlungsstränge....und so vieles mehr machen dieses Buch zum Must Have. Die Autorin Kuhlmeyer reizt den Leser zum Schubladendenken und lässt diesen gekonnt damit auflaufen. Gerade die schöne heile Welt bröckelt langsam vor sich hin und immer neue Abgründe tun sich auf. Ein Wettlauf gegen die Zeit und gegen das eigene Ansehen... Wen kann man trauen? Was kommt als nächstes? Sonderbare Charaktere, eine bizzare Handlung, schlimme Taten. Schließlich bringt es viel Potential für eine Kriminalhandlung gepaart rasanten Ermittlungen und gestörten psychischkranken Seelen. Die Schauplätze sind gekonnt gewählt und machen das Geschehen lebendig und real. Gerade die westfälischen Passagen in dem Buch gefallen mir, als Münsterländerin natürlich ganz besonders gut. Die Kapiteleinteilung gefällt mir sehr gut und lässt das Buch sehr locker wirken. Hier erkennt man den beruflichen Werdegang der Autorin, ohne Frage... Cover: Dieses Cover ist ein absoluter Blickfang. Das Cover ist nicht ebenmäßig, sondern lässt sich erfühlen... Ein Buch für alle Sinne. Die Autorin: "Anne Kuhlmeyer, Jahrgang `61, Medizinstudium in Leipzig, lebt nach einigen Zwischenstationen im münsterländischen Coesfeld. 20 Jahre als Anästhesistin, Rettungsmedizinerin, Schmerztherapeutin in Kliniken und Selbständigkeit gearbeitet, heute ärztliche Psychotherapeutin. Liest (viel), schreibt (zwei Kriminalromane veröffentlicht: "Freitags Tod" 2010, "Die Spur der Zugvögel" 2011, einer noch nicht, Kurzgeschichten in Anthologien), rezensiert und lernt (immer). Mehr über die Autorin erfahren Sie unter: www.autorin-anne-kuhlmeyer.de " Fazit: Ein sehr spannender und absolut gelungener Krimi mit toller Würze und mit verdienten 5 Sternen für diesen Lesespaß!

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    • 5
    ManfredsBuecherregal

    ManfredsBuecherregal

    24. May 2014 um 23:52
  • Leserunde zu "Es gibt keine Toten" von Anne Kuhlmeyer

    Es gibt keine Toten
    KBV_Verlag

    KBV_Verlag

    Liebe Krimifreunde, „Es gibt keine Toten“ heißt der aktuelle Kriminalroman von Anne Kuhlmeyer, zu dem wir heute eine Leserunde starten. Fragen nach der Rolle von Gewalt in der Gesellschaft, nach dem Umgang mit sogenannten Randgruppen, nach Vorstellungen von Familie oder den Auswirkungen von Individualisierung bestimmen das schriftstellerische Schaffen der Autorin, die an der Diskussion teilnehmen wird. So ist die Versetzung nach Gelsenkirchen für die Coesfelder Kommissarin Marlene Katz kurz vor Weihnachten erst der Beginn einer wahren Odyssee. Sie schmeißt ihren Job und folgt dem Chef einer Sicherheitsfirma nach Leipzig. Bereits in der Silvesternacht wird Marlene Katz dort Zeuge eines Sprengstoffattentats am Völkerschlachtdenkmal. Ein Terrorakt aus der rechten Szene, der in „Es gibt keine Toten“ erst der Anfang einer nicht enden wollenden Serie der Gewalt ist. Die Ereignisse in Leipzig bekommen durch den Kampf gegnerischer Parteien ein rasantes Tempo und in dem Chaos bleibt Marlene Katz nichts anderes übrig, als auf die sich ständig ändernden Umstände zu reagieren. „Mir ist es wichtig zu erzählen, wie geschlossene Systeme, in dem Falle Gruppen mit gemeinsamen geheimen Kodizes und Zielen ohne regulierende Kritik, den Einzelnen gefangen nehmen und ihn zu Handlungen veranlassen, die er außerhalb niemals tun würde“, formuliert Anne Kuhlmeyer ihre Beweggründe für die Thematik. Für die Leserunde verlosen wir 10 Exemplare „Es gibt keine Toten“. Die Bewerbungsfrist läuft bis zum 22. April um Mitternacht. Beantwortet einfach folgende Frage: Welche Beweggründe führen dazu, dass Kommissarin Marlene Katz ihren Polizeijob an den Nagel hängt? Wir freuen uns auf Eure Bewerbungen!

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    • 173
  • [Rezension] Ein Krimi, der alles hat!

    Es gibt keine Toten
    Schneekatze

    Schneekatze

    16. May 2014 um 14:49

    „Es gibt keine Toten“: Der Titel ist fast schon reißerisch und zieht sofort die Aufmerksamkeit auf sich, weil es eigentlich etwas aussagt, was so nicht der Wirklichkeit entspricht. Und ich finde, dass er sehr passend für den Roman gewählt ist: Einerseits werden Leute umgebracht und dies wird verschwiegen. Und andererseits geht es darum, die Toten und damit die Geschichte nicht zu vergessen. Man könnte meinen, das Thema wurde bereits so oft behandelt. In der Schule wird uns die deutsche Geschichte immer und immer wieder eingetrichtert. Aber es ist durchaus berechtigt und notwendig, das kulturelle Gedächtnis zu wahren und dieses Thema zum Beispiel in Romanen zu verarbeiten. Weil die letzten Zeitzeugen gestorben sind und somit die lebendigen Erinnerungen wegfallen. Besonders aber auch angesichts der Tatsache, dass auch heute immer noch Menschen dieser falschen Ideologie verfallen. Am Anfang werden die Hauptpersonen vorgestellt. Daniel Schönfelder taucht auf und engagiert Marlene für ihn zu arbeiten. Sie weiß noch gar nicht genau, was er eigentlich von ihr will. Aber sagt zu. Und dann passiert plötzlich alles Schlag auf Schlag. Zwei Explosionen, Verletzte und Tote – und man ist mitten drin in einem Komplott, von dem man nach und nach erst mehr erfährt. Der Gesamtaufbau besteht aus vielen kürzeren Kapiteln, was Zeitsprünge leichter macht. Die Satzstruktur beinhaltet ebenfalls teilweise kurze Sätze und Ellipsen. Die Sicht der Personen wechselt. So bekommt man einiges von verschiedenen Seiten mit, natürlich nicht alles: Die Spannung wird aufrechterhalten. Wichtige Sachen werden angedeutet oder verschwiegen, sodass erst zum Ende hin alles zusammen kommt, quasi mit einem großen Knall. Die Dialoge sind sehr lebensnah und charakteristisch. Die Personen selbst sehr lebendig. Wenn sie sprechen, weiß man sofort, um wen es sich da gerade handelt, auch wenn keine Namen dabeistehen würden. Auch die Beschreibungen sind sehr bildlich. Das fiel mir beispielsweise im vierten Kapitel auf, als das Kommissariat beschrieben wird. Den Trubel kann man quasi hören und nacherleben. Dadurch wirkt alles so, als könnte es wirklich genau so vorfallen. Sehr realistisch, aber auch beängstigend, wenn man sich vorstellt, dass es Menschen gibt, die so denken. Daher sehe ich in diesem Krimi auch einen Appell. Auch, wenn der Weg der Protagonisten in die falsche Richtung verläuft, stellt es zwei Extreme dar. Daher muss man achtsam bleiben. Und mit den richtigen Mitteln gegen die Ungerechtigkeit kämpfen. Widerstand leisten, damit solche Gruppen nicht weiter anwachsen. Ein Bewusstsein schaffen und aufklären, damit nicht besonders junge Leute diesem Wahn verfallen. Eine negative Überlegung zu diesem falschen Weg könnte sein, dass es ein schlechtes Beispiel sei. Aber: Marlene hängt zwar mit drin, stellt aber immer wieder die Machenschaften der Firma in Frage, recherchiert weiter und handelt später dann doch. Wie sie sich entscheidet und wie sich die Story dann entwickelt, das müsst ihr selbst lesen. ;) Fazit: 5/5 Ein Krimi, der alles hat. Lebendige Charaktere, eine realistische Hintergrundstory, starke Dialoge und ein Ende, das schockiert und nachdenklich macht.

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  • Es gibt keine Toten

    Es gibt keine Toten
    Mine_B

    Mine_B

    Der Roman von Anne Kuhlmeyer „Es gibt keine Toten“ ist ein Krimi, welcher vor allem in Leipzig spielt, aber auch im münsterländischen Coesfeld und sich mit der rechten Szene beschäftigt.   Inhalt (Quelle: Klappentext): Der Afghanistan-Veteran Hartfield hat sich in seinem Keller erhängt. Nur seine minderjährige Geliebte glaubt nicht an Selbstmord. Doch diese verschwindet, bevor Marlene Katz und Gregor Richter die Ermittlungen aufnehmen können. Gleichzeitig gerät Marlenes Leben aus den Fugen, als sie nach Gelsenkirchen versetzt werden soll. Die Beziehung zu ihrem Kollegen Gregor scheitert, in der neuen Dienststelle ist die Hölle los und alkoholisiert verursacht sie einen Unfall. Inmitten dieser Katastrophen lernt sie Schönfelder, den Chef einer Leipziger Sicherheitsfirma, kennen, der ihre Unfallflucht deckt und sie einstellt, als sie ihren Polizeijob hinschmeißt. Leipzig empfängt Marlene mit einem Sprengstoffattentat am Völkerschlachtdenkmal in der Silvesternacht. Fünf Menschen sterben. Zur gleichen Stunde explodiert eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus. Islamisten sollen verantwortlich sein, heißt es. Doch Schönfelder vermutet die Täter in der rechten Szene. Marlene, die eigentlich zum Objektschutz auf dem alten, denkmalgeschützten Psychiatriegelände in Dösen eingeteilt ist, wird beauftragt, sich dem „Ring nationaler Frauen“ anzuschließen, um an Informationen zu kommen. Allein und mittellos begibt sie sich zunehmend in die Abhängigkeit von dem charismatischen Schönfelder und wird in die zweifelhaften Aktivitäten der Sicherheitsfirma verstrickt. Neonazis verschwinden. Ist Marlene Zeugin? Mitwisserin? Mittäterin?   Äußerlich ist das Cover des Buches nichts Besonderes. Hält man dieses Buch aber in der Hand, dann erkennt man sofort die Besonderheit – das man die Mauer fühlen kann. Der Schreibstil von Kuhlmeyer ist angenehm und lässt sich flüssig lesen. Gut haben mir auch die kurzen Beschreibungen der Leipziger Lokalitäten und Sehenswürdigkeiten gefallen. Als Leipziger hat es mir auch gut gefallen, dass die Straßennamen eingeflochten wurden sind und ich immer wusste, wo die Geschichte gerade spielt. Teilweise ist die Ausdrucksweise der Charaktere recht derb, diese passt aber durchaus zu der Geschichte. Zu Beginn des Buches wird man sofort in die Geschichte hineingeworfen und man befindet sich mittendrin. Die einzelnen Kapitel sind kurz gehalten, dies passt durchaus zu den eher kurz gehaltenen Sätzen. Die einzelnen Charaktere werden gut in die Geschichte eingeführt, wobei mir manche bis zum Ende der Geschichte eher undurchsichtig und mysteriös geblieben sind. Man hat oftmals das Gefühl, von realen Charakteren zu lesen. Sie sind allesamt nicht perfekt und haben ihre eigenen Fehler. Innerhalb der Geschichte passieren unerwartete Wendungen und die Spannung wird kontinuierlich aufrechterhalten. Als Leser fragt man sich, was hinter all dem steckt und wie es wohl weiter- bzw. ausgehen wird. Auch die Geschichte an sich hat mir gut gefallen, die Thematisierung der rechten Szene und dem Judentum fand ich gelungen. Auch das fulminante Ende fand ich sehr überzeugend. Wie es sich immer weiter aufgeputscht hat – grandios beschrieben. Ich muss gestehen, bei der Schlussszene hatte ich das erste Mal das Gefühl, selber mittendrin zu sein. Leider hatte ich permanent nur das Gefühl gehabt, dass ich nur ein geduldetet Zuschauer war und habe mich keinesfalls mitten in der Geschichte gefühlt. Auch bin ich teilweise aus den einzelnen Charakteren nicht ganz schlau oder mit ihnen warm geworden.   Mein Fazit: ein durchaus spannender Krimi, der sich gut lesen lässt. Jedoch konnte dieser mich nicht vollständig überzeugen. Daher vergebe ich 3,5 Sterne.

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    • 2
  • Eine Komissarin zwischen den Stühlen

    Es gibt keine Toten
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    Inhalt: Kommissarin Marlene Katz wird zu einem Tatort gerufen: ein Mann wird erhängt im Keller seines Hauses gefunden. Selbstmord? Oder doch eher Mord? Marlene und ihr Kollege Gregor ermitteln. Doch eigentlich ist die Dienststelle überbesetzt und Marlene soll weichen. Von der neuen Dienststelle abgestoßen, einem von ihr verursachten Unfall und mit einem aus den Fugen geratenem Privatleben trifft sie zufällig auf Daniel Schönfelder, den Chef einer Leipziger Sicherheitsfirma. Die beiden verstehen sich gut und Daniel bietet Marlene einen Job in seiner Firma an. Kurzentschlossen nimmt Marlene an und ist schon am Tag darauf in Leipzig – mittendrin in einem Bombenattentat auf das Völkerschlachtdenkmal, einen Anschlag auf das jüdische Gemeindehaus und fünf Toten. Der Rechtsradikalismus hält Leipzig gefangen, doch es gibt auch einen extremen linken Flügel. Daniel überredet Marlene im „Ring nationaler Frauen“ auf Tätersuche zu gehen, doch Marlene lässt der Selbstmord nicht los, vor allem, als sie in Leipzig auf eine verschwundene Zeugin trifft….. Meine Meinung: Die Kapitel sind alle recht kurz, mitunter sogar nur eine viertel Seite lang und lesen sich flüssig und ‚gschwind‘ weg. Die Spannung wird permanent recht hoch gehalten, Marlene stürzt praktisch von einem Ereignis zum anderen – und stürzen meine ich hier nicht im Sinne von überrumpelt, sondern einfach von einer schnellen Abfolge. Marlene Katz, die Protagonistin, ist nicht lieb, nett und sympathisch, sondern hat Ecken, Kanten, ist auch mal zickig oder übel gelaunt, weiß eben nicht immer was sie will und was in dem Moment gerade richtig ist. Dieses Portfolio macht ihre Figur aber umso authentischer und real. Klar kann man beim Lesen sagen, dass man in der Situation anders gehandelt hätte, doch oft sind es eben nur Minuten oder gar Sekunden und schon steht man da mit einer Entscheidung, von der man weiß, die war falsch. Marlene ist schlicht und einfach ein normaler Mensch, der sich von seinem Privat- und Berufsleben abgestoßen fühlt und ein neues Ziel und Zuhause sucht. Nicht ganz klar ist mir, welche Rolle Hagemann, ein kürzlich verstorbener Freund/Bekannter, in ihrem Leben gespielt hat. Daniel Schönfelder ist undurchsichtig und doch so offen. Seine radikale Einstellung gegenüber den Rechtsradikalen macht ihn zu nichts anderem als einem weiteren Radikalen – eben nur auf der anderen politischen Seite. Ich verstehe, wenn die Wut überkocht, doch aktiv Gewalt gegen Gewalt streuen, stößt bei mir auf Unverständnis. Nichtsdestotrotz bauen diese gegenseitige herrschende Radikalität und Gewalttätigkeit zwischen den beiden Seiten die Spannung auf, bis diese explodiert – und hier auch im wahrsten Sinne des Wortes. Außer Gregor, Marlenes Ex-Kollege und –Liebhaber und Lara, der verschwundenen Zeugin, bleiben die anderen Charaktere nur Randfiguren.  Zwar mit Eigenheiten, die einen mitunter schmunzeln lassen, aber eben nur Nebenbei. Marlene wird von Daniel in die Radikalität seiner Gruppe hineingezogen und kann sich irgendwie nicht richtig daraus lösen, auch wenn ihr durchaus bewusst ist, dass sie falsch handelt bzw. Daniel und seine Freunde falsch handeln. Doch irgendwann ist sie so tief verstrickt, dass sie fast nicht mehr herauskommt und in der Falle steckt. Das Thema ist auf jeden Fall spannend, interessant und kontrovers, doch die Handlung und das Ende waren für mich nicht wirklich überraschend. Gewalt erzeugt Gewalt und kann niemals die Lösung sein. Die Demo am Ende war stilistisch wirklich gut ausgearbeitet, grundsätzlich mag ich Enden, die eben kein Happy End sind und einen dann auch noch zum Nachdenken anregen, doch zugegebenermaßen hätte ich mir doch noch eine überraschende Wendung am Ende gewünscht. Aus diesem Grund gehe zutiefst nachdenklich, doch ein klein wenig unbefriedigt aus dem Krimi hervor. Fazit: Eine Vertreterin von Recht und Ordnung mit Ecken und Kanten mitten zwischen radikalen Gruppen und Terrorakten – das sorgt für Spannung, doch leider mit einem recht vorhersehbaren Ende. Von mir gibt es 4 Schafe.

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    • 2
    Arun

    Arun

    14. May 2014 um 00:00
  • Es gibt keine Toten

    Es gibt keine Toten
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    13. May 2014 um 19:15

    Weihnachten werden Marlene Katz und Georg Richter in Coesfeld zu einem Selbstmord gerufen, ein Routinefall an den Feiertagen. Am Tatort treffen sie auf die jugendliche Geliebte des Afghanistan-Veteranen die hartnäckig eine Mordtheorie vertritt. Die Personalien können nicht aufgenommen werden denn Lara verschwindet spurlos, und erste Zweifel tauchen auf. Marlene und Georg sind nicht nur beruflich ein Team, das Verhältnis halten sie aber geheim. Als das Gelsenkirchener Revier Verstärkung anfordert sollen die zwei selbst entscheiden wer die Arbeitsstelle wechselt. Für Georg ist es klar dass Marlene geht, das führt zur Trennung. Nach einem chaotischen ersten Arbeitstag in Gelsenkirchen geht Marlene in die nächstbeste Kneipe und trinkt, wie immer wenn sie nicht weiter weiß erst einmal Alkohol.  Dort trifft sie auf den charmanten Chef einer Sicherheitsfirma  Daniel Schönfelder. Als die junge Polizistin sich auf den Heimweg macht, verursacht sie einen Autounfall mit Personenschaden. Daniel vertuscht den Unfall und Marlene ist froh so aus dieser misslichen Lage herauszukommen. Nachts kommen die ersten Zweifel, an ihrer Handlung und das schlechte Gewissen meldet sich. In dieser verfahrenen Lage wagt Marlene einen Neuanfang, geht nach Leipzig und nimmt dort den von Daniel angebotenen Job bei der Sicherheitsfirma an. Silvester verbringt sie mit ihrem neuen Chef am Völkerschlachtdenkmal, plötzlich explodiert eine Bombe. 5 Tote und viele Verletzte gehen aus dem Attentat hervor. Zur gleichen Zeit zündet eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus. In dieser Nacht bringt Schönfelder einen fast erfrorenen Obdachlosen mit, der verstirbt und „entsorgt“ wird. Marlene kommt in einen Zwiespalt sie ist Zeugin, Mitwisserin evtl. auch Mittäterin? Der neue Chef verlangt von Marlene auch dass sie sich dem Ring nationaler Frauen anschließt, um die Rechtsextreisten und ihre Aktionen auszukundschaften. Es sind Geheimorganisationen, Selbstjustiz und Vorteilnahme in entscheidenden Positionen die aufgezeigt werden. Ein spannender Krimi, den man durch die kurzen Kapitel schnell durchliest und der spannend einen aktuellen Hintergrund aus verschiedenen Blickwinkeln aufzeigt.

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  • Ein toll durchdachter kurzweiliger Krimi, der schnell zu lesen ist, der spannend ist und auch die re

    Es gibt keine Toten
    trollchen

    trollchen

    11. May 2014 um 09:34

    Es gibt keine Toten Ich durfte das Buch im Rahmen einer Leserunde lesen und danke dem Verlag KBV für das Freiexemplar. Cover: Das Cover ist eine sehr tolle Überraschung, man kann sehr viel ertasten während des Lesens. Das Buch hat vorn eine Mauer, die auch noch haptisch zu ergründen ist, durch die Aufrauhung. Deswegen habe ich beim Lesen immer darüber streichen müssen. Auch gab ein Lesezeichen dazu, welches in Form eines Messers war, wo ein paar Blutstropfen drauf sind. Nicht schlecht gemacht.   Herausgeber ist der Verlag KBV; Auflage: 1 (März 2014) und es hat 260 Seiten. Kurzinhalt: Natürlich gibt es Tote. Vor 70 Jahren zu Millionen. Heute, im münsterländischen Coesfeld, gibt es einen. Der Afghanistan-Veteran Hartfield hat sich in seinem Keller erhängt, nur glaubt seine minderjährige Geliebte nicht an Selbstmord. Sie verschwindet, bevor Marlene Katz und Gregor Richter die Ermittlungen aufnehmen können. Marlenes Leben gerät aus den Fugen, als sie nach Gelsenkirchen versetzt werden soll. Die Beziehung zu ihrem Kollegen Gregor scheitert, in der neuen Dienststelle ist die Hölle los, alkoholisiert verursacht sie einen Unfall. Inmitten dieser Katastrophen lernt sie Schönfelder, den Chef einer Leipziger Sicherheitsfirma, kennen, der ihre Unfallflucht deckt und sie einstellt, als sie ihren Polizeijob hinschmeißt. Leipzig empfängt Marlene mit einem Sprengstoffattentat am Völkerschlachtdenkmal in der Silvesternacht. Fünf Menschen sterben. Zur gleichen Stunde explodiert eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus. Islamisten sollen verantwortlich sein, heißt es. Doch Schönfelder vermutet die Täter in der rechten Szene. Marlene, die eigentlich zum Objektschutz auf dem alten, denkmalgeschützten Psychiatriegelände in Dösen eingeteilt ist, wird beauftragt, sich dem „Ring nationaler Frauen“ anzuschließen, um an Informationen zu kommen. Allein und mittellos begibt sie sich zunehmend in Abhängigkeit von dem charismatischen Schönfelder und wird in die zweifelhaften Aktivitäten der Sicherheitsfirma verstrickt. Neonazis verschwinden. Ist Marlene Zeugin? Mitwisserin? Mittäterin? Meine Meinung: Die Kapitel sind sehr überschaulich und deswegen wird man animiert, immer weiter zu lesen, oft sind sie nur 1-2 Seiten lang. Dadurch hat man auch sehr viele Eindrücke und sehr viele Handlungen, die zur gleichen Zeit passieren. Deswegen hat man sehr viele Handlungsstränge, die man am Ende zusammenpacken muss, um es zu verstehen. Die Schrift ist sehr übersichtlich groß und der Schreibstil ist flüssig und auch manchmal sehr witzig und direkt beschrieben, alles ohne größere Umschreibungen. Die Hauptprotagonisten sind sehr plastisch dargestellt, nur mit der Hauptakteurin Marlene hatte ich so meine Probleme, sie war mir nicht so sehr sympathisch. Warum kann ich nicht so beschreiben, sie hatte so eine Art, die mir nicht so gefallen hat. Es kommen sehr viele Gebrauchsgegenstände in dem Krimi vor, dass man sich gleich heimisch fühlt, wie das berühmte Ikearegal oder Fastfood essen. Mein Fazit: Ein toll durchdachter kurzweiliger Krimi, der schnell zu lesen ist, der spannend ist und auch die rechte Szene sehr beleuchtet. Und den Schrecken davor immer real erscheinen läßt und regt zum Nachdenken an.

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  • Selbstmord oder Mord?

    Es gibt keine Toten
    esposa1969

    esposa1969

    07. May 2014 um 10:42

    Hallo liebe Leser, heute berichte ich euch über einen Kriminalroman, welchen ich im Rahmen einer Leserunde erleben durfte: == Es gibt keine Toten == Autorin: Anne Kuhlmeyer == Buchrückentext: == Der Afghanistan-Veteran Hartfield hat sich in seinem Keller erhängt. Nur seine minderjährige Geliebte glaubt nicht an Selbstmord. Doch diese verschwindet, bevor Marlene Katz und Gregor Richter die Ermittlungen aufnehmen können. Gleichzeitig gerät Marlenes Leben aus den Fugen, als sie nach Gelsenkirchen versetzt werden soll. Die Beziehung zu ihrem Kollegen Gregor scheitert, in der neuen Dienststelle ist die Hölle los und alkoholisiert verursacht sie einen Unfall. Inmitten dieser Katastrophen lernt sie Schönfelder, den Chef einer Leipziger Sicherheitsfirma, kennen, der ihre Unfallflucht deckt und sie einstellt, als sie ihren Polizeijob hinschmeißt. Leipzig empfängt Marlene mit einem Sprengstoffattentat am Völkerschlachtdenkmal in der Silvesternacht. Fünf Menschen sterben. Zur gleichen Stunde explodiert eine Bombe im jüdischen Gemeindehaus. Islamisten sollen verantwortlich sein, heißt es. Doch Schönfelder vermutet die Täter in der rechten Szene. Marlene, die eigentlich zum Objektschutz auf dem alten, denkmalgeschützten Psychiatriegelände in Dösen eingeteilt ist, wird beauftragt, sich dem „Ring nationaler Frauen“ anzuschließen, um an Informationen zu kommen. Allein und mittellos begibt sie sich zunehmend in die Abhängigkeit von dem charismatischen Schönfelder und wird in die zweifelhaften Aktivitäten der Sicherheitsfirma verstrickt. Neonazis verschwinden. Ist Marlene Zeugin? Mitwisserin? Mittäterin? == Cover: == Ich finde das Cover ist ein haptisches Erlebnis! Dieses Mauerwerk macht einfach Lust es zu "begreifen". Ich muss es ständig anfassen und hätte es auch in einer Buchhandlung sofort in die Hand genommen. Das Lesezeichen in Form eines Messers finde ich mehr als originell und hilfreich. == Leseeindrücke: == Dieser Regionalkrimi spielt im beschaulichen münsterländischen Coesfeld. Gleich zu Beginn der Handlung direkt auf der ersten Seite werden wir mitten in den Fall hineinkatapultiert: Der (Selbst-)Mord des Christian Hartfield. Das Ermittlerduo Marlene Katz und Gregor trifft unverzüglich am Tatort ein, wobei es anscheinlich erst einmal nichts zu ermitteln gibt, da alles nach einem Selbstmord aussieht. Seine minderjährige Freundin Lara bestreitet einen Selbstmord vehement, sie beharrt auf Mord. Doch als Marlene und Gregor sie eingehend befragen wollen, verschwindet das Mädchen spurlos durch den Schnee. Später treffen wir Leser Lara wieder und merken, dass sie alles andere als ein kleines Mädchen ist. War es Selbstmord oder doch Mord? Und wenn es Mord war, wer war der Täter und welchen Beweggrund hat es gegeben? Mit welchen Widrigkeiten muss sich Marlene Katz noch auseinandersetzen? Spannend und sehr umfassend ist dieser Kriminalroman zu lesen. Die 79 Kapitel auf 301 Seiten verteilt sind recht kurz, oftmals kaum eine Seite lang, was mir das Lesen sehr erleichtert hat, da ich gerne kapitelweise lese. Die Protagonisten werden charakterlich sehr gut vorgestellt und Marlene ist mir trotz ihrer Art sehr sympathisch. Direkt ab der ersten Seite war ich gefesselt und gebannt und habe fast in einem Rutsch durchgelesen. Viele Parallelhandlungen, erschweren dem Leser manches Mal die Sicht (oder erleichtern sie, je nachdem wie man es nimmt), machen aber gerade die Spannung aus. Viele Dinge des alltäglichen Lebens (IKEA-Schrank, Diddl-Maus, McDonald´s) finden in diesem Krimi Erwähnung, so dass man sich mit diesem identifizieren kann und sich direkt in das Geschehen mit hineinversetzt fühlt. Mit dem Schreibstil bin ich sehr gut zurecht gekommen, die Schrift war angemessen groß und gut leserlich, die im Krimi vorkommenden Personen waren recht übersichtlich gehalten. Dieser Kriminalroman hat mich sehr gut unterhalten und ich vergebe 5 von 5 Sternen! Vielen Dank für´s Lesen! by esposa1969

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