Anne Kuhlmeyer Thymian und Blut

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Inhaltsangabe zu „Thymian und Blut“ von Anne Kuhlmeyer

Ella ist rausgeflogen. Aus ihrem Job als Anästhesistin. Aus der Liebe zu John, der gestorben ist. Aus ihrem Leben. Nun wohnt sie in einem umgebauten Leichenwagen und verdingt sich als Freelancerin in Operationssälen und auf Intensivsta-tionen. Sie sucht nach einem neuen Lebensinhalt und nach einem Haus am Meer und muss sich dabei mit Morphin betäuben. Auf ihrer Suche begegnet sie Anna, die ihr ähnelt wie ein Zwilling. Anna ist Berufssucherin und Inhaberin eines Erotik-Shops. Gemeinsam fahren die beiden Frauen durch Deutschland, Tschechien, Rumänien, durch Wald und Steppe. Und treffen von Zeit zu Zeit den Tod …

Eine schwierige, außergewöhnliche 86seitige Kurzgeschichte mit skurrilen Charakteren

— BookHook
BookHook

Einfach klasse

— icemikel
icemikel

Sehr schräg, aber trotzdem gut!

— Mira123
Mira123

Es ist etwas schwierig, das Buch zu lesen. Die Autorin schreibt in einem ganz eigenen Stil.

— winterdream
winterdream

Hat mich jetzt nicht soo überzeugt

— mimimaus01
mimimaus01

Eine Geschichte, die berührt, ohne sentimental zu sein - ungewöhnlich und lesenswert.

— guybrush
guybrush

Habt Mut für diesen außergewöhnlichen Text, der skurril und interessant ist für Menschen, die sich auf etwas Neues einlassen können ;-)

— Lesemaus_im_Schafspelz
Lesemaus_im_Schafspelz

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  • Neo-noir oder einfach schon Kult

    Thymian und Blut
    AngiF

    AngiF

    20. November 2016 um 18:21

    Ella ist rausgeflogen. Aus ihrem Job als Anästhesistin. Aus der Liebe zu John, der gestorben ist. Aus ihrem Leben. Nun wohnt sie in einem umgebauten Leichenwagen und verdingt sich als Freelancerin in Operationssälen und auf Intensivstationen. Sie sucht nach einem neuen Lebensinhalt und nach einem Haus am Meer und muss sich dabei mit Morphin betäuben. Auf ihrer Suche begegnet sie Anna, die ihr ähnelt wie ein Zwilling. Anna ist Berufssucherin und Inhaberin eines Erotik-Shops. Gemeinsam fahren die beiden Frauen durch Deutschland, Tschechien, Rumänien, durch Wald und Steppe. Und treffen von Zeit zu Zeit den Tod … (Dies ist der Originalklappentext, da ich es selbst nicht besser hätte formulieren können!)Eine Kurzgeschichte, bizarr anmutend, in fast schon philosophischer Sprache. Mitreißend, modern und auf jeden Fall ganz anders als alles, was ich je zuvor gelesen habe. Herrlich herausgearbeitete Charaktere, die lebendig sind und somit voller Blut. Ein Buch für eine mehr als gelungene Nachmittagsunterhaltung. Meine Bewertung: klare 5 Sterne von 5 möglichen Sternen. Eine unbedingte Leseempfehlung an alle, die offen für Neues sind und sich von einem frischen Schreibstil überraschen lassen wollen. Mich hat die Story begeistern können und ich würde gerne mehr in einem solchen Stil lesen.

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    • 3
  • Eine eigenwillige Kurzgeschichte, zu der ich keinen richtigen Zugang gefunden habe

    Thymian und Blut
    BookHook

    BookHook

    16. February 2016 um 11:49

    Zum Inhalt: Anästhesistin Ella Unbekannt hat ihren Job verloren. Und ihre Liebe John. Und dabei auch sich selbst. Hat ihre Seele zerbrochen, in drei Teile. Nun ist sie rast- und ruhelos, lebt in einem ausgemusterten Leichenwagen und schlägt sich mit Gelegenheitsjobs in verschiedensten Krankenhäusern durch. Als sie Anna Anders trifft, die ihre Zwillingsschwester sein könnte und die ihren Lebensunterhalt als Berufssucherin und Sex-Shop-Besitzerin bestreitet, beschließen die beiden, aus ihrem Leben auszubrechen, zumindest eine kleine Weile. Gemeinsam machen sie sich mit Ellas Leichenwagen und Annas Katze Herr Maus Richtung Bulgarien auf. Eine merkwürdige Reise nimmt ihren Lauf…   Meine Meinung: Vorweg: „Thymian im Blut“ ist eine Kurzgeschichte, die ganze 86 Seiten umfasst. Die verbleibenden Seiten zur angegebenen Seitenzahl von 131 werden im Wesentlichen von einer rd. 20 seitigen Leseprobe zu einem anderen Buch und für die Werbung für weitere Titel eingenommen! Auf dieser geringen Seitenzahl gelingt es Anne Kuhlmeyer tatsächlich, eine (für mich) vollwertige Story unterzubringen. Die Anzahl der Protagonisten ist überschaubar, und sie sind allesamt äußerst skurril. Allen voran natürlich Ella, alias Elisabeth, alias Sissi. Dass sie ihre innere Leere, ihre unerfüllten Sehnsüchte regelmäßig mit Morphin betäubt, wird zu Beginn schnell klar.  So schnell mir die Charaktere vertraut (aber nicht wirklich nicht sympathisch) waren, so irritiert war ich von der Story an sich. Sie ist teilweise wirr, abgedreht, merkwürdig. Auf den nur 86 Seiten passiert tatsächlich eine ganze Menge, Tempo und Abwechslung sind somit hoch, die 86 Seiten schnell gelesen. Sprachlich ist „Thymian und Blut“ alles, außer gewöhnlich. Anne Kuhlmeyer erzählt ihre Geschichte direkt, offen und schonungslos. Gerne auch mit dem ein- oder anderen medizinischen Fachbegriff. Eingestreut sind immer wieder Gedichte. Und auch die Ironie kommt nicht zu kurz, was gut zur Geschichte und zu den Protagonisten gepasst hat.  Doch leider musste ich feststellen, dass mir am Ende der Sinn der Geschichte leider entgangen ist. So wie sich Ella in ihrem Leben verloren hat, so hat mich Anne Kuhlmeyer leider bei ihrer Erzählung verloren. Die Geschichte ist abrupt zu Ende (obgleich es ein sehr passendes Ende ist), und ich muss zugeben, dass ich sie nicht wirklich verstanden habe (JohnHans?). Ein ganz großes Fragezeichen ist bei mir übrig geblieben. Letztendlich habe ich es mir mit Ellas regelmäßigem Morphin-Konsum erklärt… Insgesamt hat mich „Thymian und Blut“ von der Erzählweise an „Durch die Zeit in meinem Zimmer“ von Alfred Goubran erinnert. Ella selbst erinnerte mich an Bernhard Aichners „Blum“ aus „Totenfrau“ und die verwirrende Story ließ mich an den Film „Alaska Johansson“ denken.   FAZIT: Eine schwierige, außergewöhnliche 86seitige Kurzgeschichte mit skurrilen Charakteren, einer teilweise wirren Handlung und einem Plot, dessen Sinn sich mir leider nicht vollständig erschlossen hat. Dafür hat mir Anne Kuhlmeyers Lyrik gefallen.  

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  • Leserunde zu "Thymian und Blut" von Anne Kuhlmeyer

    Thymian und Blut
    Anne-Kuhlmeyer

    Anne-Kuhlmeyer

    Liebe LovelybookerInnen und Lesebegeisterte, seid herzlich eingeladen zu meiner Leserunde von „Thymian und Blut“. Zugegeben, es handelt sich um einen etwas schrillschrägen Text, von dem kaum zu sagen ist, welcher Gattung er angehört. Ein Kurzroman? Eine Novelle? Eine überlange Kurzgeschichte? Gewiss etwas für jene, die Absurdes mögen und nicht auf Lesegewohnheiten festgelegt sind. Aber seht selbst. Hier ist der Verlagstext dazu: Ella ist rausgeflogen. Aus ihrem Job als Anästhesistin. Aus der Liebe zu John, der gestorben ist. Aus ihrem Leben. Nun wohnt sie in einem umgebauten Leichenwagen und verdingt sich als Freelancerin in Operationssälen und auf Intensivstationen. Sie sucht nach einem neuen Lebensinhalt und nach einem Haus am Meer und muss sich dabei mit Morphin betäuben. Auf ihrer Suche begegnet sie Anna, die ihr ähnelt wie ein Zwilling. Anna ist Berufssucherin und Inhaberin eines Erotik-Shops. Gemeinsam fahren die beiden Frauen durch Deutschland, Tschechien, Rumänien, durch Wald und Steppe. Und treffen von Zeit zu Zeit den Tod … Eine Leseprobe findet Ihr hier: http://midnight.ullstein.de/ebook/thymian-und-blut/ Verschickt werden 20 eBooks, wenn Ihr bis zum 31.08.14 um 20:00 folgende Frage beantwortet: Mit welchem Gefährt ist Ella unterwegs? (Das ist jetzt voll leicht, aber ich hab mich der üblichen Handhabung angeschlossen.) Um die Datei zu verschicken, benötige ich natürlich Eure eMail-Adresse. Die sendet Ihr am besten über PN. Über Feedbacks und Rezensionen freue ich mich natürlich und hoffe, Ihr werdet sie in Euren Netzwerken verbreiten. Auf einen interessanten Austausch! Liebe Grüße Anne Kuhlmeyer

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    • 117
  • Thymian und Blut

    Thymian und Blut
    Solengelen

    Solengelen

    09. November 2014 um 21:18

    Ella, Anästhesistin, arbeitslos, Morphium abhängig, reist in einem umgebauten Leichenwagen durch Deutschland und arbeitet freiberuflich, dort wo sie gerade gebraucht wird. Auf der Suche nach einer verlorenen Liebe trifft sie auf Anna. Zusammen begeben sie sich auf eine abenteuerliche Reise. Thymian und Blut ist ein skurriles, spezielles, ja besonderes Buch, das dem Leser genaues Lesen abverlangt. Traum oder Realität, wo fängt das eine an, wo hört das andere auf? Auch die Sprache, teilweise lyrisch, verlangt ein Einlassen auf das Spezielle. Ein fortwährendes sich hinein versetzen, aber wer sich darauf einlassen kann, will, am "Ball" bleibt, das ein oder andere auch zweimal liest, lernt ein besonderes, durchaus lesenswertes Buch kennen. 

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  • Schräg!

    Thymian und Blut
    Mira123

    Mira123

    24. September 2014 um 18:13

    Inhalt: Ella ist rausgeflogen. Aus ihrem Job als Anästhesistin. Aus der Liebe zu John, der gestorben ist. Aus ihrem Leben. Nun wohnt sie in einem umgebauten Leichenwagen und verdingt sich als Freelancerin in Operationssälen und auf Intensivsta-tionen. Sie sucht nach einem neuen Lebensinhalt und nach einem Haus am Meer und muss sich dabei mit Morphin betäuben. Auf ihrer Suche begegnet sie Anna, die ihr ähnelt wie ein Zwilling. Anna ist Berufssucherin und Inhaberin eines Erotik-Shops. Gemeinsam fahren die beiden Frauen durch Deutschland, Tschechien, Rumänien, durch Wald und Steppe. Und treffen von Zeit zu Zeit den Tod Mein Kommentar: Ein ziemlich schräges Buch, aber trotzdem einfach nur lesenswert. Ella ist sehr sympathisch, auch wenn sie etwas seltsam ist. Sehr flüssig zu lesen und recht unterhaltsam.

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  • Ein etwas anderes Buch

    Thymian und Blut
    winterdream

    winterdream

    18. September 2014 um 14:31

    Inhalt: In dem Buch geht es um eine Frau, Ella, die ihren Job als Anästhesistin verloren hat und ist süchtig nach Morphium. Sie hat einen Mann geliebt, John, den sie umgebracht haben soll, genauso, wie den Bekannten eines Freundes, der ein Bestattungsunternehmen hat. Von ihm hat sie einen ausrangierten Leichenwagen bekommen, mit dem sie jetzt in der Gegend rumfährt zu ihren Aushilfsjobs in verschiedenen Krankenhäusern. So kommt sie viel rum. In einem Restaurant lernt sie zufällig Anna kennen, die ihr wie ein Zwilling ähnlich sieht. Mit Anna fährt sie nach Bulgarien. Doch als sie da von einem Tag am Strand zurückkommen, liegt eine Leiche ihn ihrem Auto. Wie wird es mit den beiden wohl weitergehen? Cover: Das Cover finde ich passend zum Buch. Mein Fazit: Es ist etwas schwierig, das Buch zu lesen. Die Autorin schreibt in einem ganz eigenen Stil. Sie verwendet viele kurze Sätze und teilweise auch kurze Gedichte. Ich bin mit dem Buch leider nicht so richtig warm geworden und konnte den Sinn dieser ganzen Geschichte für mich nicht so finden. In dem Buch wird deutlich, dass Ella verschiedene Persönlichkeiten annimmt, mal ist sie Ella, mal Sissi, mal Elisabeth, aber der Sinn des Ganzen hat sich mir leider nicht ergeben. Zudem hat sie einen John geliebt, der umgekommen ist und bekommt von einem (wohl anderen) John E-Mails. Es ist alles etwas wirr. Es ist auf jeden Fall mal ein ganz anderes Buch.

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  • Hier ist Ella, Ella Unbekannt

    Thymian und Blut
    mimimaus01

    mimimaus01

    17. September 2014 um 09:44

    Das Buch „Thymian und Blut“ von Anne Kuhlmeyer handelt von Ella, Ella Unbekannt. Sie war eine Anästhesistin, und zwar keine schlechte. Nur leider ist Ella Morphinabhängig, und das bringt nun den Umstand mit sich, dass Ella keinen festen Job, keine Wohnung, und auch kein geregeltes Leben mehr hat. Sie fungiert als Springerin (Freelancerin) im Anästhesiebereich. Fast jeden Tag ist sie mit ihrem umgebauten Leichenwagen in Deutschland unterwegs, von einem Job zum nächsten. Und Ella braucht diese Jobs dringend. Denn nur so kommt sie an ihren Lebensinhalt, ihre Droge Morphin. In ihrem Leben lief es bislang einfach nur schlecht. Ihre große Liebe John starb, und hinterließ ihr nur ein Stück Haut von sich, die sie in einem Kästchen aufbewahrt, damit er immer bei ihr ist. Ihr anderer John ist stets an anderen Orten wie Ella. Doch auch ihn braucht sie wie die Luft zum Atmen. Dadurch, dass sie im Grunde nur schwer einzuschätzen ist, hat ihr die Autorin auch noch eine multiple Persönlichkeit auf den Leib geschneidert. Immer wieder switcht man zwischen Ella, Elisabeth (die Vernünftige) und Sissi (das Kind) hin und her. Eines Tages lernt Ella Anna kennen. Ihnen scheint schier der Atem genommen worden zu sein, den sie gleichen sich bis aufs Haar. Man könnte meinen, sie seien eineiige Zwillinge, und doch sind sie es nicht. Die einzige Zweisamkeit die sie haben, ist, dass sie einen Zwillingsbruder haben. Und da Ella und Anna sich so gut ergänzen, kommen sie auf die Idee wegzufahren. Wohin? Egal. Ans Meer? Egal. Süden? Egal. Sie setzen sich in den Leichenwagen (inkl. dem Kater von Anna), und fahren los. Wer dachte, bis hierher folgen zu können, wird sich noch warm anziehen müssen. Der Autorin Anne Kuhlmeyer ist es gelungen, ein Werk zu schreiben, welches ich bislang so noch nicht gelesen habe. Es verwirrt, manchmal deprimiert es, es ist spannend, und doch so ganz anders. Ich kann hier kein genaues Wort finden. Wer also mal abseits der Bestsellerlisten ein Buch lesen möchte was dort nicht aufgeführt ist, dann wäre dieses eine Empfehlung.

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  • eine ganz neue Erfahrung

    Thymian und Blut
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    Dieses Buch zeigt, dass Skurriles nicht zwingend lustig ist. Manchmal ist es auch verstörend. Wenn man die Buchbeschreibung liest, rechnet man aber mit witzig-Skurrilem, ich jedenfalls. Ella Unbekannt lebt in einem Leichenwagen, den ihr ein Freund geschenkt hat. Sie ist Ärztin, hat allerdings ihren Job verloren, weil sie zweier Morde verdächtigt wurde. Natürlich war sie es nicht, aber der Job ist weg. Jetzt arbeitet sie sporadisch in verschiedenen Krankenhäusern, in verschiedenen Städten, fährt mal eben vor und macht den Nachtdienst. So fängt es an. Der Schreibstil ist sehr originell. Mal erzählt Ella ein bisschen, mal liest man ein Stückchen Erinnerung, Gedankenfetzen oder auch ein Gedanke in Gedichtform. Das liest sich ganz spannend, eine Mischung aus Handlung und Impressionen. Ella hat zwei innere Stimmen, die mit ihr reden, die verspielte Sissy, die immerzu Gummibärchen möchte, und die vernünftige Elisabeth. Noch eine wirklich gute Idee. Allerdings ist da noch John, ihr verstorbener Liebhaber, den sie vermisst. Gleichzeitig bekommt sie ständig Mails von John. Es hat ein wenig gedauert, bis ich verstanden habe, dass da wohl von zwei verschiedenen Johns die Rede ist. Immer wieder gibt es irritierende Momente. Sie trifft Anna, Anna Anders, die ihr ähnelt, wie eine Zwillingsschwester. Beide haben aber keine Zwillingsschwester. Nur Zwillingsbrüder… Trifft sie Anna wirklich? Vielleicht ist Anna auch nur ihr eingebildetes Alterego. Oder eine verschwommene Wahrnehmung im benebelten Zustand? Ella ist Morphin süchtig… So ist man immer wieder hin und hergerissen zwischen kurioser Handlung und absurden Aussagen. Einiges macht nachdenklich, einiges ist schräge und einiges ist einfach nur widersprüchlich. Alles ist durchzogen von Trauer um John. Und dann dieser Schluss. Traurig, verstörend…aber wirklich toll geschrieben. Ich kann gar nicht genau sagen, ob ich dieses Buch gut finde. Vielleicht muss ich auch einfach noch etwas drüber nachdenken. Aber es war auf jeden Fall eine ganz neue Erfahrung.

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    • 3
  • Odyssee im Leichenwagen

    Thymian und Blut
    guybrush

    guybrush

    Eine Rezension will mir nicht gelingen, das hier ist der Versuch einer Annäherung an den Text. Ein Krimi ist es nicht, eher eine Art Experiment, sagt die Autorin. Aha, denk ich mir, hin und her gerissen zwischen Skepsis und Neugier, aber ohne allzu große Erwartungen. Vielleicht ist das die richtige Herangehensweise an diesen Text, der zu lang für eine Kurzgeschichte und zu kurz für einen Roman ist. Nach ein paar kurzen Kapiteln hat mich "Thymian und Blut" schon in seinen Bann gezogen. Ella hat es aus ihrem Leben hinauskatapultiert. Ihre Liebe ist gestorben, ihr Job verloren. Haltlos treibt sie dahin, fährt mit einem umgebauten Leichenwagen von Ort zu Ort. Begleitet von ihren Alter Egos Elisabeth und Sissi sucht, sie ihren Weg, einen Halt, einen Sinn oder einfach nur sich selbst. Eine Suche, die von Anfang an zum Scheitern verurteilt ist. „Ella hat alles was sie braucht. Eigentlich. Geld, Arbeit, Anerkennung, eine Jeans auf dem Hintern und ein Frühstück in Aussicht. Das müsste doch genügen. … Und einen Freund hat sie auch. Nur keinen Weg.“ Wer zwischen den Zeilen liest, weiß wo dieser Road-Trip hinführen wird. Denn um überhaupt noch funktionieren zu können, braucht Anästhesistin Ella Morphium. Andere Autoren brauchen Jahre, einige müssen sich komplett neu erfinden, Anne Kuhlmeyer schafft es auf Anhieb. Sie hat einen unverwechselbaren Stil gefunden, irgendwo zwischen Prosa und Lyrik und das liest sich überraschend gut. Nein, ich habe nicht alles verstanden. Genau wie Ella konnte ich irgendwann nicht mehr zwischen Traum, Phantasie und Realität unterscheiden. Wie war das noch mal mit Anna und Hans? Gab es die wirklich oder sind sie dem Morphium zuzuschreiben? Ich neige eher zu der Annahme, dass Anna eine andere Version von Ella ist. Eine, wie es sein könnte wenn … Aber so ist es nun mal nicht. „Ella hat die Liebe behalten, die ihr John vermacht hat … und keinen Ort für sie. Sie sollte sich begnügen. Mit dem warmen Bett, dem Retten und dem Sattsein.“ Es wäre zu viel gesagt, würde ich behaupten, mir hätte das Lesen von "Thymian und Blut" Spaß gemacht. Dazu ist die Geschichte zu düster und zu traurig. Aber es hat mir gefallen. Ellas Sinnsuche hat mich berührt, ohne an irgendeiner Stelle sentimental zu werden. Einen Kritikpunkt habe ich aber. Zu viele medizinische Fachtermini. Klar, Ella ist Ärztin und Anne Kuhlmeyer ist es auch. Aber die medizinisch nicht ausgebildete Leserschaft, zu der ich mich auch zähle, tut sich schwer damit. Hier hätte ein guter Lektor Wunder wirken können. Fazit: Ungewöhnlich und absolut lesenswert.

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    • 2
  • Außergewöhnlich und mutig

    Thymian und Blut
    Lesemaus_im_Schafspelz

    Lesemaus_im_Schafspelz

    Ella hat ihren Job als Anästhesistin verloren und ist nun als morphinanhängige Freelancerin in ihrem umgebauten Leichenwagen kreuz und quer durch Deutschland unterwegs. Auf der Suche nach John, dessen Liebe sie ebenfalls verloren zu haben scheint, trifft sie auf Anna, die ihr verblüffend ähnlich ist. Beide begeben sich nun gemeinsam auf eine abenteuerliche Reise, die sie durch (Ost-)Europa führt… Nun, wo soll ich anfangen? Die Autorin Anne Kuhlmeyer begleitet die dazugehörige Leserunde und hat die Leser bereits auf einen skurrilen Text, dessen Genre sich nicht eindeutig zuordnen lässt, vorbereitet. Da dies sehr interessant klang, musste ich mich direkt bewerben und hatte Glück. Doch schon die ersten Seiten ließen erahnen, dass es für mich trotz aller Offenheit nicht leicht sein würde, einen Zugang zu diesem Kurzroman (ich nenne ihn einfach mal so, ich hoffe, das ist ok?) zu finden. Die Sprache ist sehr gewöhnungsbedürftig, teilweise stark an lyrische Texte angelehnt, der Inhalt ziemlich verworren und teilweise schwer zu begreifen. Dabei waren es weniger die doch recht zahlweichen Fachtermini, als vielmehr die Art des Schreibens insgesamt, die mich hier und da ein wenig holpern ließen. Für mich stand fest: Einige sehr interessante Seiten erwarten mich, jedoch ist es nichts, das ich „mal eben so“ weglesen konnte, weshalb ich es häppchenweise verdaut habe. Doch nach einigen Kapiteln gewöhnte ich mich an den außergewöhnlichen Umgang mit der Sprache, er gefiel mir von Zeile zu Zeile besser und auch der Plot wurde etwas klarer (nicht zuletzt Dank einer Anmerkung der Autorin in der LR). Eine große Rolle spielt in meinen Augen der Morphiumkonsum der Protagonistin, die sich in ihrer Skurrilität voll in den Plot integriert hat. Es ist an einigen Stellen (für mich) nicht ganz klar, ob Emma halluziniert, träumt oder die Handlung und Gedanken real sind. Hier und da musste ich schmunzeln, aber am Ende fand ich Emmas Rolle doch sehr traurig, ohne zu viel verraten zu wollen. Es fällt mir ein wenig schwer, mir hier ein abschließendes Urteil zu bilden, da ich zwar mit einem ungewöhnlichen Text gerechnet hatte, aber teilweise mit seiner Besonderheit ein wenig Probleme hatte, insbesondere am Anfang. Jedoch hat mich die zweite Hälfte wieder weitgehend versöhnt, da ich den einen oder anderen Denkanstoß mit auf den Weg bekommen habe. Daher würde ich hier gerne 3,5 Sterne insgesamt vergeben, die ich aber aufrunden möchte, da es in meinen Augen ein durchaus lesenswerter Text ist, wenn man mutig genug ist, sich auf etwas vollkommen Neues einzulassen. Ein herzliches Dankeschön an Anne Kuhlmeyer, die im Übrigen verraten hat, dass nicht alle ihre Romane derart skurril und schwer zu fassen sind ;-).

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    • 2
    Floh

    Floh

    05. September 2014 um 04:55
  • Anders und gewöhnungsbedürftig

    Thymian und Blut
    Marion22

    Marion22

    04. September 2014 um 17:37

    Ella ist rausgeflogen. Aus ihrem Job als Anästhesistin. Aus der Liebe zu John, der gestorben ist. Aus ihrem Leben. Nun wohnt sie in einem umgebauten Leichenwagen und verdingt sich als Freelancerin in Operationssälen und auf Intensivstationen. Sie sucht nach einem neuen Lebensinhalt und nach einem Haus am Meer und muss sich dabei mit Morphin betäuben. Auf ihrer Suche begegnet sie Anna, die ihr ähnelt wie ein Zwilling. Anna ist Berufssucherin und Inhaberin eines Erotik-Shops. Gemeinsam fahren die beiden Frauen durch Deutschland, Tschechien, Rumänien, durch Wald und Steppe. Und treffen von Zeit zu Zeit den Tod … Es ist nicht einfach dieses Buch zu bewerten. Der Schreibstil ist….ja……anders. Kurz, für mich teilweise sehr verwirrend. Durch diese kurze Schreibweise die Teile der Lyrik aufzuweisen hat. Ich empfand es als verwirrend und zusammenhanglos. Aus der Protagonistin wurden plötzlich drei. Morphin wurde zu einem Hauptbestandteil von Ella um ihr Leben ertragen zu können. Gleichzeitig arbeitete sie aber auf der Intensivstation oder in OP-Sälen als Springer, da sie ihre Festanstellung verloren hat. Auf ihrer Suche nach John (der verstorben ist) begegnet sie Anna. Anna ist genauso anders und darum setzen sie die Reise zusammen fort. Ich muss ehrlich sagen, nach den ersten Kapiteln wollte ich das Buch zuklappen und sagen „Danke das war es“. Entweder brauch ich auch Morphin um es zu verstehen oder ich bin einfach nicht intelligent genug für solche Lektüre. ;-) Tapfer las ich aber weiter und dem Ende zu fand ich es stellenweise sogar mal zum Schmunzeln obwohl es ja eigentlich eine Tragik und Tragödie ist, was Ella passiert. Abschließend kann ich sagen, dass es eine Erfahrung war. Vielleicht bin ich mit einer komplett anderen Vorstellung an das Buch herangetreten. Für mich persönlich war es nicht das richtige.

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  • Kindle-Buffet: Kostenlose E-Books bei Amazon

    Kindle Buffet
    sursulapitschi

    sursulapitschi

    Nein, dies ist keine Leserunde, sondern der Thread für:   Kostenlose e-books   Viele fleißige Menschen posten für uns täglich jede Menge Links für kostenlose e-books. Da es sehr viel bequemer wäre, wenn die einzelnen Links nach Genres sortiert aufrufbar wären (und Lovelybooks uns da technische Grenzen setzt), ist dies hier der Versuch, das Thema praktischer zu gestalten. Hier könnt ihr Links einstellen, wenn ihr kostenlose e-books entdeckt habt, oder einfach stöbern. Viel Spaß!  

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    • 11952