Anne Levin

 4 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Refugium.

Lebenslauf von Anne Levin

Anne Levin wurde 1966 geboren. Sie lebt mit ihrer Familie in Lilienthal. Nach einer Schauspielausbildung in Hamburg arbeitete sie zehn Jahre lang am Theater bevor sie in Hamburg Psychologie studierte. Seit 2010 arbeitet sie als Professorin an der Universität Bremen. Ihr Buch Refugium – Insel der Verlorenen ist das erste Buch einer dreiteiligen Reihe.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Anne Levin

Cover des Buches Refugium (ISBN:9783748127710)

Refugium

 (2)
Erschienen am 10.12.2019

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Rezension zu "Refugium" von Anne Levin

Gute Fantasyspannung für zwischendurch
Kapitel94vor 4 Tagen

Was einst aus Liebe begann, wurde später zu Machthaberei und Unterdrückung. Als Johann für seine kranke Frau Milli eine Insel erschuf, auf der ihre Seele frei von jeglichen Schmerzen sein konnte, ahnte er noch nicht, dass dieser Zauber von seiner eigenen Familie missbraucht werden würde. Hunderte Jahre nachdem Johann Grabstatt die Kugel erschuf, mit der die Seele vom Körper seiner Frau getrennt werden konnte, benutzt seine Ururenkelin die Macht des Zaubers aus ganz anderen Gründen: Als Direktorin will sie Schüler erschaffen, die sich in die Gemeinschaft einbringen und ohne Widerworte genau das tun, was von ihnen verlangt wird. Sie will kleine Marionetten, die ihren Job leichter machen und den Ruf der Schule nicht gefährden.


Tom kommt als neuer Schüler auf die „Schule an der kargen Hütte“ und obwohl er recht schnell Anschluss findet, fühlt er sich doch fortwährend unwohl in seiner neuen Umgebung. Auf einer Klassenfahrt nimmt das Unheil dann seinen Lauf: Die Schulleiterin führt die Kinder auf eine verborgene Insel und beraubt sie ihrer Seelen. Nur Tom kommt unbeschadet zurück und muss nun versuchen, seine Freunde zu retten. Doch wie soll er es schaffen, das Geheimnis um die Glaskugel zu lüften? Kann er sich überhaupt gegenüber der seelenlosen Gruppe seiner Mitschüler behaupten?


Refugium: Insel der Verlorenen war eine schöne Lektüre für zwischendurch. Ich fand es interessant, eine Fantasygeschichte zu lesen, die sich zur Abwechslung in Deutschland abspielt und konnte mich daher auch leichter in die Handlung einfinden, da mir das Setting bekannt war. Das Geheimnis um die Glaskugeln, mit deren Hilfe man die Seelen verschiedener Menschen einfangen kann, hat mich sehr begeistert – so sehr sogar, dass man meiner Meinung nach einige Schulaktivitäten auf der Klassenfahrt hätte auslassen und stattdessen mehr zur Geschichte der Insel und zum Zauber hätte erzählen können. Die Schulatmosphäre (vor allem der Umgang bestimmter Lehrer mit Schülern und die Beschreibung der Herberge) erinnerte mich an einigen Stellen an Matilda von Roald Dahl, was mir sehr gefiel, da ich ein großer Fan des Filmklassikers von Danny DeVito bin. Das Sprachregister fand ich insgesamt für ein Jugendbuch etwas zu hoch. Die teilweise zwölfjährigen Charaktere kamen sehr reif rüber und manche Formulierungen waren für den mündlichen Sprachgebrauch etwas untypisch, daher fiel es mir schwer, mich in die Hauptfiguren hineinzuversetzen. Doch insgesamt hat mir Refugium: Insel der Verlorenen gut gefallen. Der Familienzauber wird nach und nach in die Geschichte eingebaut, macht den Leser neugierig auf mehr und wird zum Ende hin noch einmal richtig spannend.

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M

Rezension zu "Refugium" von Anne Levin

Atmosphärisch dicht und packend, mit Tiefgang, für Erwachsene und Kinder ab 12.
Mughead_Lonesvor 17 Tagen

Ich bin ich eigentlich kein Schnellleser, aber "Refugium - Insel der Verlorenen" hat mich schon auf den ersten Seiten so in seinen Bann gezogen, dass ich dranbleiben musste. Es ist eine geheimnisvolle Geschichte um eine Schulklasse, die von einer Lehrerin auf einer Insel im Wattenmeer mit einer Art Fluch belegt wird, um die Jugendlichen fügsamer und leistungswilliger zu machen. Ein Mädchen und ein Junge aus der Klasse, Sarah und Tom, entgehen dem Zauber. Sie beobachten mit Schrecken, wie ihre Mitschüler ihnen immer fremder werden, wie Misstrauen und Feindschaft wachsen. Obwohl die Chancen schlecht stehen, nehmen Tom und Sarah den Kampf gegen den Fluch auf und begeben sich in große Gefahr, um ihre Freunde zu befreien. Was mir an diesem Roman besonders gefallen hat, war die zweite Zeitebene der Handlung, um 1930 herum. In diesen Passagen beschreibt Anne Levin den Ursprung des Refugiums auf der nebelverhangenen Insel. Die Autorin enthüllt die Zusammenhänge zwischen der Vergangenheit und der Gegenwart Schritt für Schritt und ihr dabei zu folgen, hat mir viel Spaß gemacht. Es ist eine überaus spannende Geschichte, die von humorvoll und facettenreich beschriebenen Figuren getragen wird, die für einige Überraschungen gut sind. Eine Hauptrolle spielt dabei der faszinierende Naturraum Wattenmeer und dessen Unberechenbarkeit durch den ewigen Wechsel von Ebbe und Flut. Wer die Romane von Michael Ende oder von Cornelia Funke liebt, wird auch an "Refugium - Insel der Verlorenen" Freude haben. Ich würde den Roman Kindern ab 12 Jahren empfehlen, aber genauso auch Erwachsenen.

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