Klappentext:
Unfreiwillig kommt die junge Australierin Jazz aus der Großstadt Sydney in das abgelegene Dorf, in dem ihre Großeltern ein Restaurant betreiben. Was ihr zuerst wie ein langweiliger, trostloser Ort vorkommt, wird ihr bald zur zweiten Heimat. Und als ein skrupelloser Immobilienhai das "Kookaburra" und die Landschaft ringsum bedroht, engagiert sich Jazz erfolgreich gegen die Zerstörung. Bald beschließt sie sogar, sich in Paris zur Küchenchefin ausbilden zu lassen. Sie genießt das Leben in der pulsierenden Metropole und verliebt sich in den Restaurantbesitzer Phillippe. Doch eines Tages steht Jazz vor einer schweren Entscheidung ...
Eigene Meinung:
In der Zeit vom 21.04.-23.04.2018 las ich dieses tolle Buch. Der Anfang gefiel mir nicht allzu gut, doch es wurde nachher besser und war dann doch voll begeistert. Zum Beispiel wurde schon zu Beginn des Romans die Großmutter 70 - und kurz vorher meine eigene Mutter auch. Sie trug goldene Ohrringe mit in der Form der Zahl Siebzig. "Eigentlich wollte ich, dass sie die mit der Fünfundzwanzig trägt. Das schien mir besser zu passen, aber sie wollte nichts davon hören. Der Name Jacinta gefiel mir außerordentlich gut.
Sie trug einen gestärkten Rock mit Blumenmuster. Ein leichter Duft nach Äpfeln wehte aus dem Haus. Danach trotteten sie nach unten in den überfüllten Umkleideraum, um ihre Uniform zu erstehen. Im Gedränge fand Jazz eine Hose mit schwatz-weißem Hahnentrittmuster, die auch tatsächlich passte. Als sie in die weiße Jacke mit dem Emblem des Le Cordon Bleu schlüpfte, wurde sie von Aufregung ergriffen.
Am nächsten Tag traf Jazz in Hochstimmung zu ihrer ersten Unterrichtsstunde im Hörsaal ein. Sie trug die Cordon-Bleu-Uniform, bestehend aus weißer Jacke und Hahnentritthose. Beim Anblick ihrer identisch gekleideten Mitschüler, die bereits auf ihren Plätzen vor der Bühne saßen, wurde ihr ganz warm ums Herz. Küchenchef Adrien Dubois, in einer gut sitzenden weißen Jacke, mit dunkler Hose und einer hohen weißen Kochmütze aus Papier auf dem grau melierten Haar, stand an der Arbeitsfläche, kontrollierte gelassen die Zutaten und bereitete alles für die Unterrichtseinheit vor.
Und so geht es Seite für Seite weiter. Man kann sich sehr wohl fühlen während des Lesens dieser 400 Seiten. Wunderbare Sätze zum Happy End:
Phillippe nahm sie in die Arme und trug sie den Strand hinauf. Nachdem er sie vorsichtig im Sand abgesetzt hatte, zig er sie wieder an sich und küsste sie.
"Wie oft soll ich mich noch wiederholen. Liebling" Vertraue deinem Franzosen", meinte er und küsste sie noch einmal.
Man sollte es auf jeden Fall gelesen haben.
Gerade jetzt im Sommer bestimmt eine nette Urlaubslektüre.
Vergebe hierfür gut und gerne - liebgemeinte 5 Sterne.
Nicht nur Sterne des der Sehnsucht Südens - sogar Sterne des Westens.