Anne Mehlhorn

 4.3 Sterne bei 26 Bewertungen
Anne Mehlhorn

Lebenslauf von Anne Mehlhorn

Anne Mehlhorn, Jahrgang 1990, wuchs in Aue im Erzgebirge auf und studiert seit 2011 an der HTWK Leipzig Verlagsmanagement. Sie begann schon früh mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und veröffentlichte in ihrer Jugend zwei davon in Anthologien. Mit siebzehn verfasste sie ihren ersten abgeschlossenen Roman. Neben dem Studium arbeitete sie einige Jahre lang selbständig als Werbetexterin. ›Die Seele des Stachelschweins‹ ist ihre erste Verlagsveröffentlichung.

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Rezension zu "Die Seele des Stachelschweins" von Anne Mehlhorn

bewegend, regt zum Nachdenken an
Nachtfalter89vor 4 Jahren

Aufmerksam bin ich durch einen Auftritt der Autorin bei Pantoffel-tv geworden. „Die Seele des Stachelschweins“ ist ein Buch, welches mich sehr zum Nachdenken gebracht hat. Es zeigt, dass es nicht alle Menschen immer leicht haben und jeder anders mit seinem Schicksal umgeht...Trotzdem gibt es immer wieder Situationen, die etwas bewegen können und manchmal sogar das ganze Leben sich dreht. Man sollte viel öfter in sich gehen und sich glücklich schätzen mit dem, was man hat und jeden Tag ein bisschen mehr genießen.
Ein außergewöhnliches Debüt, das durch melancholisch gewebte Atmosphäre, sehr interessante und authentische Charakter und viel Spannung besticht. Ich habe mich beim Lesen auf eine ganz neue Weise unterhalten gefühlt... Es muss eben nicht immer lustig oder romantisch oder actionreich sein, sondern gerne nachdenklich und poetisch. Klare Leseempfehlung für alle die abseits des Mainstreams eine düstere Liebesgeschichte suchen!

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Rezension zu "Die Seele des Stachelschweins" von Anne Mehlhorn

Die Seele des Stachelschweins
-sabine-vor 4 Jahren

Ein leises Buch, das nicht einfach nur unterhält, sondern nachdenklich macht und auch noch nach Beenden der Lektüre nachhallt.
Mich hat das Buch von Anfang an gefangen genommen. Zunächst lernt man den 27jährigen Noel kennen, der seinen Lebenstraum verloren hat und in seinem Leben keinen Sinn mehr sieht. Das ist die Eingangsszene des Buches – Noel, der sich betrunken in den Schnee legt, um zu sterben. Doch es kommt anders und er lernt bald Cassandra kennen, ein 17jähriges Mädel, dem das Schicksal in ihren jungen Jahren schon Großes aufgebürdet hat und die sich flüchtet in Alkohol und Aggression – gegen sich selbst und gegen andere. Sie fühlt sich schuldig und kann diese Schuld nicht mehr tragen – auch sie will sich das Leben nehmen, wird jedoch von Noel gerettet. Die beiden so unterschiedlichen Charaktere nähern sich langsam an, und aus verschiedenen Gründen haben beide ein gemeinsames Ziel: einmal noch nach Narvik zu kommen. Doch die Reise ist mehr und mehr eine Reise ins eigene Selbst.
Die Geschichte hat mich gefesselt und gleichermaßen auch berührt – es ist ein Buch, das mich nachdenklich macht, ein leises Buch, das sich mit dem Sinn des Lebens und der Verantwortung seiner selbst und anderen gegenüber beschäftigt. Dabei ist die Geschichte aber auch spannend, ein Road-Movie im hohen Norden, bei dem man mit den beiden Charakteren mitfiebert. Beide sind sehr gut gezeichnet, zwei Menschen, die eher am Rande der Gesellschaft stehen und mit sich einfach nicht mehr klarkommen – und das aus ganz verschiedenen Gründen.
Noel mochte ich sehr gerne, vielleicht, weil ich manche seiner Gedanken gut verstehen und nachvollziehen konnte. Ich schätze seine ruhige Art und sein Verantwortungsbewusstsein – auch wenn er erst lernen muss, auch sich selbst gegenüber Verantwortung zu tragen. Das lernt er im Laufe der Geschichte und macht eine erstaunliche Entwicklung durch. Noel war mir einfach sympathisch, vielleicht gerade auch, weil er so unsicher und verletzlich ist, wenn es um Menschen und Gefühle geht, und ich ihn gerne in solchen Situationen einfach in den Arm genommen hätte.
Cassandra tritt zunächst als aufmüpfiges, aggressives und mir völlig unsympathisches Mädel auf, und erst im Laufe des Buches zeigen sich ihre auch liebenswerten Seiten. Sie hat einiges durchgemacht in ihrem jungen Leben und weiß nicht, sich anders zu wehren als mit Alkohol und Aggression – vielleicht verständlich, für mich aber nicht akzeptabel – daher brauchte ich etwas, bis ich auch mit Cassandra warm geworden bin.
Der Schreibstil der Autorin hat mich sehr beeindruckt: er ist klar und konzentriert, die Worte sind treffend gewählt und keines scheint zu viel oder gar überflüssig. Dabei entsteht eine melancholische, manchmal sogar bedrückende Atmosphäre, die wunderbar zur Geschichte passt. Trotz der wenigen Beschreibungen sind dennoch Bilder in meinem Geist entstanden und ich habe Noel, Cassandra und vor allem auch die Landschaft stets vor Augen gehabt.
Erzählt wird die Geschichte aus Sicht der beiden Protagonisten in Ich-Form- und das jeweils abwechselnd. Verwirrt hat mich das nur am Anfang, denn erst beim Lesen merkt man, wer nun gerade erzählt. Aber bald schon hatte ich mich eingelesen und fand es dann spannend, wie Noel und Cassandra jeweils Dinge sehen, bewerten und einschätzen. Cassandra träumt zudem immer wieder von ihrer Vergangenheit, so dass man beim Lesen auch langsam versteht, was eigentlich geschehen ist und warum sie so mit dem Leben hadert.
Durch die Wechsel der Erzählperspektiven entsteht zudem noch eine interessante Spannung – wobei diese in der zweiten Hälfte des Buches auch durch die Geschichte allein entsteht, die hier schon fast an ein rasantes Road-Movie erinnert und mich hat das Buch wirklich rasch beenden lassen.

Mein Fazit
Außergewöhnliche, eher am Rande stehende Charaktere in einer ungewöhnlichen Geschichte, die fesselt und spannend ist, aber auch berührt und nachdenklich macht – mich konnte dieses Debüt von Anne Mehlhorn wirklich überzeugen, und ich bin gespannt auf weitere Bücher von ihr.

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Rezension zu "Die Seele des Stachelschweins" von Anne Mehlhorn

Eine Schicksalsgeschichte von zwei starken Charakteren und dem Leben im Moment.
Schneekatzevor 4 Jahren

Der Roman hatte mich bereits mit der Leseprobe für sich eingenommen und auch danach nicht wieder losgelassen.

Idee & Personen:
Noel recherchiert eigentlich gerade für seine Doktorarbeit, was sich aber eher schleppend hinzieht; er ist depressiv und nur die Sterne bieten ihm noch einen Sinn im Leben. Cassandra geht es ähnlich, auch ihr ist im Leben nichts mehr wichtig; sie hat mit ihren erst 17 Jahren alles verloren.
Beide sind sehr starke eindrucksvolle Charaktere: Cassandra ist wild, mutig, scheut sich nicht etwas zu sagen und trägt tiefe Wut in sich, die sie auch gerne gegen andere ausspielt. Noel wirkt nach außen hin ruhig, als wäre er nie ganz da, und schert sich nicht um andere. Auch nicht, als er den Kometen entdeckt, der die Erde zerstören werde. Er erzählt es niemanden, sondern haut einfach nur ab.

Aufbau & Perspektive: Die Hauptprotagonisten Noel und Cassandra erzählen die Geschichte aus der Ich-Perspektive. Der Wechsel zwischen den beiden zeigt, wie sie sich beide gegenseitig sehen oder wie sie zu der aktuellen Situation stehen, aber auch persönliche Gedanken und Gefühle werden so von beiden offen gelegt. Jeder hat dabei seine eigene Stimme, man weiß also sofort, wer gerade spricht.

Schreibstil: Sehr feinfühlig beschreibt die Autorin die Begegnung der beiden und wie es sich zwischen ihnen entwickelt. Der Schreibstil ist nicht nur emotional, auch direkt und klar und lenkt die Aufmerksamkeit auf Kleinigkeiten: Die beiden Erzähler Cassandra und Noel beschreiben das, was sie aus ihren Augen sehen und erleben. Es geht oft um den Moment, um das Hier und Jetzt, auch wenn Cassandras Vergangenheit immer näher ins Geschehen rückt, und sie auf ihrem gemeinsamen Roadtrip verfolgt.

Es ist eine Schicksalsgeschichte. Unterschiedlicher könnten Cassandra und Noel gar nicht sein, aber trotzdem treffen sie aufeinander und eine starke Verbindung entsteht zwischen ihnen. So nähern sie sich an, stoßen sich weg und nähern sich erneut an, um sich dann wieder davon zu stoßen. Dies klärt auch den Titel auf, in Verbindung mit einem Zitat von Arthur Schopenhauer zu dem Verhalten von Stachelschweinen, das dem Roman vorangesetzt ist.

Und immer wieder taucht die Frage auf: „Was würdest du tun, wenn du nur noch 2 Wochen leben würdest?“ Manchmal nur zwischen den Zeilen, aber nach dem Lesen bleibt sie haften und der Leser muss sich die Frage auch für sich selbst beantworten.

Fazit: 5/5 Ein Roman, der den Leser nicht loslässt, zum Nachdenken anregt und Mut macht, manchmal die Dinge einfach durchzuziehen, auch wenn es vielleicht nicht immer der richtige Weg ist.


Lieblingszitate:

„Die Zeit gefror in der Kälte.“

„Die Tage sind nichts als Ballast, den man den Nächten zuliebe auf dem Rücken trägt.“

„Wenn man ein Ziel vor Augen hat, dann sollte man nicht zurückblicken. Damit macht man nur alles zunichte.“

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Gespräche aus der Community

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Vorsicht stachelig!

Macht mit bei unserer Leserunde zu „Die Seele des Stachelschweins”, dem Debütroman von Anne Mehlhorn!


»Die Seele des Stachelschweins« ist ein Roman abseits von Genre-Schubladen. Begebt euch gemeinsam mit den beiden Protagonisten auf eine Reise in den hohen Norden, eine Reise zu den magischen Polarlichtern. Doch seid gewarnt: Am Ende dieser Reise steht der Untergang der Welt …

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Um euch für die Leserunde zu bewerben, müsst ihr folgende Frage beantworten: „Was würdet ihr tun, wenn ihr wüsstet, dass in 3 Wochen die Welt untergeht?“

Schreibt eure Antwort bis zum 22.08. Unter der Rubrik „Bewerbung“! Wir verlosen unter allen Bewerbern 15 Leseexemplare!


Die Autorin wird während der gesamten Leserunde für eure Fragen zur Verfügung stehen.

 

Worum genau geht es in „Die Seele des Stachelschweins“?

Seit er an seinem größten Traum gescheitert ist, hat Noel der Welt den Rücken zugekehrt. Die Sterne zu beobachten ist das einzige, wobei er noch Freude empfinden kann. Eines Nachts entdeckt er einen Kometen, der auf der Erde einschlagen und eine globale Katastrophe auslösen wird.
Noel beschließt, keinen vor der drohenden Gefahr zu warnen, denn weder sein eigenes noch das Leben eines anderen ist für ihn noch von Bedeutung. Doch dann lernt er Cassandra kennen. Cassandra, die alles verloren hat und die glaubt, das Leben nicht verdient zu haben.

Wer ist Anne Mehlhorn?

Anne Mehlhorn, Jahrgang 1990, wuchs in Aue im Erzgebirge auf und studiert seit 2011 an der HTWK Leipzig Verlagsmanagement. Sie begann schon früh mit dem Schreiben von Kurzgeschichten und veröffentlichte in ihrer Jugend zwei davon in Anthologien. Mit siebzehn verfasste sie ihren ersten abgeschlossenen Roman. Neben dem Studium arbeitete sie einige Jahre lang selbständig als Werbetexterin. ›Die Seele des Stachelschweins‹ ist ihre erste Verlagsveröffentlichung.

Presse:

„Dass sich zwei da finden, irgendwie, das ist das Romantische an der Geschichte. Und die Hoffnung. Davon leben ja Romane, dass es immer noch eine andere mögliche Variante der Geschichte gibt. Ob diese Lösung in der Ferne liegt, wer weiß das schon? Nur eins ist sicher: Wer nicht losfährt, wird es nie erfahren.“ (Leipziger InternetZeitung)

>>> Hier geht’s zur Leseprobe<<<

 

Der fhl Verlag wünscht allen Bewerbern viel Glück und eine interessante, diskussionsreiche Leserunde!

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Anne Mehlhorn wurde am 23. Mai 1990 in Aue (Deutschland) geboren.

Anne Mehlhorn im Netz:

Community-Statistik

in 34 Bibliotheken

auf 6 Wunschlisten

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