Anne Michaels Wintergewölbe

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Inhaltsangabe zu „Wintergewölbe“ von Anne Michaels

Ein Jahrzehnt haben die begeisterten Leser des Weltbestsellers Fluchtstücke auf ein neues Buch von Anne Michaels warten müssen - nun werden sie belohnt mit einem Roman von außergewöhnlicher poetischer Kraft, mit einer wunderbaren Liebesgeschichte. Jean durchstreift das verwaiste Bett des begradigten St. Lorenz-Stroms und sammelt Pflanzen, letzte Zeugnisse einer Landschaft, die es so nicht mehr geben wird. Avery ist Ingenieur und war maßgeblich an der Flussbegradigung beteiligt. Als beide sich begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Dann erhält Avery den Auftrag, den gigantischen Abu-Simbel-Tempel zu versetzen. Jean begleitet ihn nach Ägypten. Sie wollen sich der ungeheuren Aufgabe gemeinsam stellen, doch finden keine Sprache für ihr Unbehagen. Sie flüchten sich in die Beschwörung ihrer Nähe, ihrer Liebe. Nacht für Nacht erzählen sie einander die Geschichte ihrer Herkunft, ihrer Familien und kommen sich dabei abhanden, noch bevor sie selbst ein schwerer Verlust trifft, der alles verändert.

Sehr zart und gefühlvoll geschrieben!

— Perle
Perle

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  • Anne Michaels - Wintergewölbe

    Wintergewölbe
    Perle

    Perle

    04. December 2014 um 22:35

    Klappentext: Jean durchstreift das verwaiste Bett des begradigten St. Lorenz-Stroms und sammelt Pflanzen, letzte Zeugnisse einer Landschaft, die es so nicht mehr geben wird. Avery ist Ingenieur und war maßgeblich an der Flussbegrafigung beteiligt. Als beide sich begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Dann erhält Avery den Auftrag, den gigantischen Abu-Simbel-Tempel zu versetzen. Jean begleitet ihn nach Ägypten. sie wollen sich der ungeheuren Aufgabe gemeinsam stellen, doch sie finden keine Sprache für ihr Unbehagen. Sie flüchten sich in die Beschwörung ihrer Nähe, ihrer Liebe. Nacht für Nacht erzählen sie einander die Geschichte ihrer Herkunft, ihrer Familien und kommen sich dabei abhanden, noch bevor sie selbst ein schwerer Verlust trifft, der alles verändert. Anne Michaels wurde 1958 in Toronto geboren. Mit ihrem ersten Roman Fluchtstücke gelang ihr ein internationaler Bestseller, der in 30 Sprachen übersetzt wurde. Eigene Meinung: Dieses Buch entdeckte ich vor einigen Monaten in einem Öffentlichen Bücherschrank. Das Cover gefiel ganz gut - es sprach direkt an - auch hinter dem Titel vermutete ich was interessantes zu lesen. Am 1. Dezember begann ich diesen Roman zu lesen, da ja Meteorologischer Winteranfang war und heute beendete ich es - schon nach vier Tagen., Man konnte es flüssig durchlesen, es war zart und gefühlvoll geschrieben. Ich fühlte mich wohl dabei und habe am nächsten Tag gerne weitergelesen. Es war wirklich interessant und bei manchen Textpassagen habe ich mich wiederentdeckt. Ich war wirklich ganz begeistert und kann es echt weiterempfehlen. Vergebe hierfür liebend gerne - gutgemeinte 4 Sterne!

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  • Rezension zu "Wintergewölbe" von Anne Michaels

    Wintergewölbe
    LiesaB

    LiesaB

    Jean und Avery lernen sich in Canada in einem trocken gelegten Flussbett kennen. Es ist Liebe auf den ersten Blick. Jean hat ihre Mutter verloren, als sie noch ein kleines Kind war und leidet sehr unter diesem Verlust. Avery hat seine ersten Lebensjahre ohne seinen Vater, der im Krieg gedient hat, verbracht. Später wurde er wie sein Vater Ingenieur und sie haben zusammen gearbeitet. Auch er leidet sehr, als dieser viel zu früh stirbt. Vater und Sohn haben zusammen an der Verlegung des St. Lorenz-Stroms in Kanada gearbeitet. Jean und Avery heiraten und sie begleitet ihren Mann, als er als Ingenieur in Ägypten an der Umsetzung des Abu Simbel Tempels mitwirkt... Das Thema Abu Simbel und die Entstehung des Nasser Sees haben mich zu diesem Roman greifen lassen. Der Leser erhält Einblicke in dieses wagemutige Projekt. Ein faszinierendes Thema. Nachdem Abu Simbel versetzt worden ist, reisen beide zurück nach Kanada. Infolge eines Schicksalsschlages trennen sich die beiden und Jean lernt Jan Luc kennen, der seine Kindheit im Warschauer Ghetto verbracht hat. Die Sprache von Anne Michaels ist leise und wunderschön. Sie schreibt mit einer Farbenpracht, welche mich an Gemälde von Claude Monet erinnert hat. Leider ist mir während des Lesens nicht klar geworden, was uns die Autorin eigentlich mitteilen wollte. Ging es um Abu Simbel? Um das Warschauer Ghetto? Um die Liebe? Um den Verlust? Sie hat viele Themen angerissen, keins wirklich vertieft. Der Rote Faden, der sich durch die Geschichte zieht, ist die Vergangenheit, der Verlust der Heimat. Die Vergangenheit ist ständig präsent im Leben der Protagonisten und somit ist ein wirklicher Neuanfang unmöglich. Ich selbst lebe nicht in der Vergangenheit und muss diese folglich auch nicht konservieren. Fazit: Die Themen, die angerissen wurden, sind interessant, die Einstellung der Protagonisten zur Vergangenheit (ewig gestrig) nervtötend. Die Hauptfigur Jean war mir nicht wirklich sympathisch. Ihre Einstellung zum Leben steht im krassen Gegensatz zu meiner. Deshalb und weil es an vielen Stellen langweilig zu lesen war gebe ich nur drei Punkte.

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  • Rezension zu "Wintergewölbe" von Anne Michaels

    Wintergewölbe
    hexhex

    hexhex

    26. March 2011 um 18:32

    Es wird das Leben der drei Protagonisten (Jean, Avery und JanLuc) erzählt. Jean durchstreift das verwaiste Bett des begradigten St. Lorenz-Stroms und sammelt Pflanzen, letzte Zeugnisse einer Landschaft, die es so nicht mehr geben wird. Avery ist Ingenieur und war maßgeblich an der Flussbegradigung beteiligt. Als beide sich begegnen, ist es Liebe auf den ersten Blick. Dann erhält Avery den Auftrag, den gigantischen Abu-Simbel-Tempel zu versetzen. Jean begleitet ihn nach Ägypten. Nach einem Schicksalsschlag trennen sie sich, Jean begegnet JanLuc, der den Holocaust und Wiederaufbau in Warschau miterlebte. Den ersten Teil des Buches fand ich sehr überzeugend und unheimlich spannend. Der ägyptische Handlungsstrang hat mich so fasziniert, dass ich zwischendurch immer wieder im Internet recherchierte. Die Begradigung des St. Lorenz-Stroms in Kanada und der Bau des Assuan-Staudamms in Ägypten mit seinen ganzen Auswirkungen wäre genug für ein Buch gewesen. Den dritten Handlungsstrang hätte man meiner Meinung nach lieber weglassen sollen. Thematisch war es dadurch einfach völlig überfrachtet.

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  • Rezension zu "Wintergewölbe" von Anne Michaels

    Wintergewölbe
    diepersephone

    diepersephone

    14. March 2011 um 09:34

    Gleich zu Anfang: Leider habe ich es nicht geschafft, trotz zweimaliger Versuche, dieses Buch zu Ende zu lesen. Daher ist meine Punktevergabe nicht eindeutig. Dieses Buch hat eine wunderbare Sprache, traumhafte Bilder und tiefgehende Charaktere. Leider ist die Geschichte so ausschweifend und blumig beschrieben das ich immer wieder den Faden verloren haben. Auch wusste ich leider nicht wohin mich die Geschichte führen würde, was mir die Spannung am lesen sehr schnell genommen hat.

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  • Rezension zu "Wintergewölbe" von Anne Michaels

    Wintergewölbe
    Ancareen

    Ancareen

    10. January 2010 um 22:35

    Anne Michaels: Wintergewölbe (Berlin Verlag) Der zweite Roman der scheuen und zurückhaltenden Anne Michaels ist erschienen. Sie wurde 1958 in Toronto geboren. Ihr Vater stammt aus Polen und heiratete eine Kanadierin. Nach ihrem Studium unterrichtete sie an der dortigen Universität „Creativ Writing“ und komponierte für das Theater. Ihr erster Roman „Fluchtstücke“ gilt als einer der meistgefeiertsten Romane über den Holocaust und erhielt zahlreiche Preise. Außerdem erschienen mehrere Lyrikbände von ihr. Drei große historische Ereignisse wurden in diesem Roman geschickt miteinander verknüpft. Die Versetzung des Abu Simbel Tempels, die sich durch das Aufstauens des Nils zum Nassersee 1964 notwenig machte. Viele Dörfer der Nubier wurden geflutet und 50.000 Menschen mussten umsiedeln. Der Bau des St.-Lorenz-Seeweges mit vielen Kanälen, Schleusen und Flussbegradigungen bis 1959 spielt eine Rolle, sowie der Wiederaufbau Warschaus nach dem Zweiten Weltkrieg. Der Anfang des Romans beschreibt eine Art Schlachtfeld: von verstümmelten Körpern und verrenkten Stellungen ist die Rede, von Kettensägen und Drahtzangen - das sind die Figuren des Tempels, die abgetragen werden müssen, um umgesetzt zu werden. Das ist die Szenerie, die sich Avery bietet, der die Umsetzung des Felsentempel Abu Simbel des Königs (Pharao) Ramses II. leitet. Er lebt mit seiner Frau Jean in dieser Zeit auf einem Hausboot auf dem Nil. Ein Rettungsakt in mitten von Zerstörung und der Vertreibung der Nubier für den beide keine Sprache finden. Der Tempel verliert mit dieser Zerstörung seine Heiligkeit, so kommt es Avery und Jean vor. Sie flüchten sich in ihre Liebe, erzählen sich viele Geschichten über ihre Familien und sich selbst. Das nimmt den meisten Raum in dem Roman ein. In einer Rückblende erfährt der Leser, wo sich beide kennen gelernt haben. Es war Liebe auf den ersten Blick. Bei Arbeiten am Sankt Lorenz Strom begegnet Avery Jean zum ersten Mal. Er macht einen Spaziergang im trockenen Flussbett und trifft dort auf Jean, die Pflanzen sammelt, die es in dieser Landschaft so bald nicht mehr geben wird. Auch hier werden im Zuge der Eingriffe in den Flusslauf ganze Dörfer mit ihren Bewohnern und Friedhöfen versetzt. Nach diesem Projekt reisen beide gemeinsam an den Nil. Durch eine Tragödie ist die Ehe der beiden nicht mehr möglich. Sie trennen sich und Jean begegnet Lucjan, einem Maler, der nach dem Zweiten Weltkrieg beim Wiederaufbau von Warschau mithalf. Er musste sich als Kind allein durchschlagen. Seine Mutter verschwand eines Tages, wie auch sein Stiefvater. Er teilt das Schicksal vieler Einwohner Warschaus und wanderte nach Kanada aus. Jean lebt einige Zeit mit ihm. Doch ihre Liebe gehört Avery. Sie begegnen sich auf dem Weg zum Friedhof wieder. Das Ende des Romans ist voller Hoffnung und ohne Schuldzuweisungen. Immer wieder geht es um Verlust, Zerstörung, Vergessen und Wiederaufbau, um Geschichte und Erinnerung. Der Titel „Wintergewölbe“ bezieht sich auf ein Gebäude auf dem Friedhof, in dem die Toten aufbewahrt werden, wenn der Boden zu stark gefroren ist, bis sie gebührend beerdigt werden können. Als Jean noch ein kleines Mädchen ist, kommt sie mit ihrem Vater zum Wintergewölbe, weil er hier hier, an diesem Ort des Erinnerns, seiner verstorbenen Frau vorliest. Fazit: Anne Michaels beschreibt das, was schwer fassbar ist. Sie findet Worte für große Themen und es gelingt ihr in einer einzigartigen Art und Weise über die Liebe zu schreiben, über die Natur, Musik, Malerei. Unser Alltagsleben spielt sich in einem historischen Kontext ab. Die Geschichte und das Leben der Menschen sind nicht voneinander zu trennen. Dieser Blickwinkel, mit dem hier geschaut wird, die Sensibilität, die Art zu erzählen, ihre Klarheit, begeistern mich. Es ist erschreckend zu sehen, wie ganze Landstriche ausgelöscht werden. Immer wieder trifft man auf die Frage nach der Beziehung zwischen Persönlichem und Historischem. Ein wunderbares Buch!

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