Anne Nürnberger

 3 Sterne bei 3 Bewertungen
Autor von Reich kann jeder.

Alle Bücher von Anne Nürnberger

Cover des Buches Die Schneejungfrau (ISBN: 9783548364308)

Die Schneejungfrau

 (29)
Erschienen am 01.04.2003
Cover des Buches Reich kann jeder (ISBN: 9783492274098)

Reich kann jeder

 (3)
Erschienen am 01.12.2011

Neue Rezensionen zu Anne Nürnberger

Cover des Buches Die Schneejungfrau (ISBN: 9783548364308)-

Rezension zu "Die Schneejungfrau" von Andrea Rohloff

Erschreckend
-BuchLiebe-vor 2 Jahren

Eine Lebensgeschichte die den Leser erschüttert, aber auch zum Nachdenken anregt. Man fragt sich wie man mit 18 Jahren noch so naiv sein kann. Auf der anderen Seite habe ich überlegt ob es zu der damaligen Zeit schon so bekannt war und entsprechend über solche Fälle berichtet wurde? Es ist der Einblick in jugendliches Denken, der mich so zum nachdenken angeregt hat. Der Grund warum sie so ein hohes Risiko überhaupt eingegangen ist.

Den Einblick in den Alltag von türkischen Gefängnissen ist ebenfalls sehr interessant. Dazu im Vergleich zu dem Alltag in einem deutschen Gefängnis in das die Autorin nach einiger Zeit überstellt wurde. Auch die Entwicklung der Autorin während ihrem Gefängnisaufenthalt habe ich interessiert verfolgt.

In der Mitte des Buches sind ein paar Bilder zu finden. Somit bekam man auch einen optischen Einblick der im Buch vorkommenden Personen.

Ich hatte nur etwas Zeit gebraucht mich an den Schreibstil zu gewöhnen. Denn es wird nicht chronologisch erzählt wie es überhaupt soweit kam. Der Einstieg ist sehr direkt und beginnt mit der Verhaftung. In einzelnen Rückblicken verteilt übers ganze Buch erzählt die Autorin wie es überhaupt soweit kam. Am Anfang hat mich das etwas durcheinander gebracht, aber als ich mich dran gewöhnt hatte war das okay. Wahrscheinlich hat dieser Stil dazu beigetragen die Geschichte insgesamt spannender zu halten und Längen zu vermeiden.

Die Autorin versucht immer wieder Verständnis für ihr Handeln zu erwecken. Trotzdem fragt man sich, warum sie so naiv war. Ich persönlich wundere mich allerdings auch, dass die Autorin beim ersten mal gleich erwischt wurde und ihre Freundin, die sie dazu gebracht hat, hat es schon mehrere male gemacht und ist nicht erwischt worden. Ich frage mich wie das geht. Denn auch die Freundin muss ihre Tasche durch das Röntgengerät fahren lassen… und da sehen die Beamten wiederholt die Drogenpäckchen nicht? Das wundert mich auch.

Für mich persönlich endet das Buch etwas zu früh. Ich hätte gerne noch erfahren wie sie die Entlassung aus dem Gefängnis erlebt und wie sie es im Anschluss schafft wieder Fuß zu fassen in einem „normalen“ Leben/Alltag. Später habe ich im Internet gelesen, dass ihre Freundin gefasst und vor Gericht gestellt wurde, wo die Autorin als Zeugin ausgesagt hat. Auch hier hätte ich gerne erfahren wie sie das erlebt und wie es sich angefühlt halt.

Fazit: Sehr interessante Geschichte die Einblick in verschiedene Thematiken des Lebens der Autorin gibt.

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Cover des Buches Die Schneejungfrau (ISBN: 9783548364308)MamaBuecherschranks avatar

Rezension zu "Die Schneejungfrau" von Andrea Rohloff

ERSCHRECKEND
MamaBuecherschrankvor 7 Jahren

Andrea wächst wohl behütet auf. Leichtgläubig wie sie ist lässt sie sich von ihrer "Freundin" Jenny einen Urlaub in der Türkei spendieren. Dafür muss sie nur eins tun: eine Fremde Tasche mit in ein Flugzeug nehmen, wofür sie auch noch 6000 DM bekommen soll. Andrea vertraut ihrer Freundin blind, was sich als fatal erweist: in der geheimnisvollen Tasche befinden sich 6 kg Heroin, die prompt vom Zoll entdeckt werden. Noch am Flughafen von Izmir wird sie verhaftet und in ein türkisches Gefängnis gebracht. Ein Albtraum beginnt, nicht nur, weil Andrea unter den schlechten Haftbedingungen leidet.  Als ich dieses Buch gelesen habe war ich in erster Linie entsetzt - nicht einmal so sehr über die Zustände in den türkischen Gefängnissen sondern eher darüber, dass ein Mensch wirklich dermaßen naiv sein kann wie Andrea. Dem entsprechend liest sich das Buch auch: der Schreibstil mutet schon beinahe kindlich an, und immer wieder wirkt es so, als wollte Andrea selbst jetzt, nachdem alles ausgestanden ist den Leser davon überzeugen, dass sie ja eigentlich gar nichts für ihr Schicksal kann. Trotz allem liest sich dieses Buch recht gut und ist auch nicht völlig ohne Spannung. Deshalb vergebe ich hier doch noch 3 Sterne.

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Cover des Buches Reich kann jeder (ISBN: 9783492274098)M

Rezension zu "Reich kann jeder" von Anne Nürnberger

Rezension zu "Reich kann jeder" von Anne Nürnberger
michael_lehmann-papevor 10 Jahren

Von Zweien die auszogen.....

Ein wenig irreführend ist das alles schon, mit dem Buch, dem Selbstversuch und vor allem dem Titel des Buches.
„Reich kann jeder“ stimmt allerhöchstens insoweit, wenn man innere Ruhe und das Wagen von Erfahrungen als „Reichtum“ bezeichnet. Wer nach einigen Stunden „Strandsammeln“ (mit durchaus ausgefallen Ideen) zwischen 150 und 300 Euro eingenommen hat, der ist zumindest materiell nicht unbedingt auf dem Weg zum großen Reichtum. Soviel dann auch vorweg gesagt, es verbleibt nach der Lektüre des Buches eher der Eindruck, dass die ganze Sache eher ins Soll denn ins Haben gerutscht ist. Denn um mit den „Reichen“ mithalten zu können, in deren Kreisen sich zu bewegen, durchaus Investitionen in Kleidung und Beiwerk wurden von den Autoren getätigt. Dem gefühlten Anschein nach deutlich mehr, als an Gewinn auf dem Weg zum Reichtum „eingesammelt“ wurde.

Nürnberger und Rentzow gehen zunächst auf ihrer Suche nach Reichtum den Weg, sich an jene Orte zu bewegen, an denen eben die Reichen eher unter sich sind. Der Starnberger See ist hier die erste Adresse, aber auch St. Tropez und andere Orte werden folgen. Und vielfache Ideen (als Mittler für den Verkauf der Reste der Berliner Mauer, als Investoren für eine professionelle Pokerspielerin unter Gewinnbeteiligung, mit exotischen Angeboten am Strand und in Spanien) erproben die beiden „Reichtumssucher“ den Weg zum pekuniären Erfolg. Auf diesem Weg kreuzen zudem Personen ihren Weg. Gespräche mit dem Freiherrn von Knigge, mit der Stilberaterin Laura Reinking, mit dem Konversationsexperten Alexander von Schönburg und manch anderen kommen Nürnberger und Rentzow ins Gespräch, immer auf der Suche nach dem rechten Habitus, den „goldenen Regeln“ für den Eintritt in die Welt der Reichen. Auch hier sei bemerkt, dass diese Gespräche weniger sich aus Situationen oder Sympathie ergeben haben, sondern im Zuge des Buchprojektes ein gewisses Interesse auf der „anderen Seite“ mit im Raume stand. Letztlich kann das Buch und die darin geschilderten Begegnungen nicht den Eindruck entkräften, dass „Otto Normalverbraucher“ im Leben nicht zum Gespräch mit Gunter Sachs Gelegenheit gekommen wäre. Und ebenso die meisten anderen der „Promis“ im Buch nur aus der Ferne zu Gesicht bekommt (wenn überhaupt).

Fast verzweifelt oder naiv wirkt die ein oder andere „Geschäftsidee“, sich dem pekuniären Reichtum entgegen zu robben. Wer also den Titel des Buches für bare Münze nimmt, wird sich enttäuscht wiederfinden, denn, immer auf das Materielle bezogen, reich kann eben nicht jeder. Vor allem nicht ohne Geld.

Die Ausgangsfrage Rentzows, „wie wird man in Deutschland eigentlich reich?“, sie wird letztlich Buch eindeutig nicht beantwortet. Viel ist zu lesen von der „Welt der Reichen“, von Umgangsformen, Beziehungsgeflechten, modischen (teuren) Notwendigkeiten. Aber das reine Nachäffen äußerer Formen (oder das Hineinschleichen in die fremde Welt derer „da oben“) führt, wie an den beiden Autoren zu sehen, nicht wirklich zu materiellem Reichtum. Die Interviews und Gespräche geben keinen Aufschluss für Geschäftsideen. Der Versuch, die eigene Wohnung als „Location“ für Filmschaffende anzudienen füllt die Kasse ebenso wenig nachhaltig wie das Einsammeln von Geld für eine fiktive Heirat im spanischen Cafe.

Was verbleibt ist ein Eindruck in die konkrete Lebenswelt mancher reicher Menschen. Neureiche, wie der Erfolgscoach Vojta und alteingesessene wie der Freiherr von Knigge. Ein Eindruck, der durch einen der Sponsoren des Experiments, die Merriott Hotel Kette, stilecht zumindest vom Umfeld her ermöglicht wird. Was ebenso verbleibt ist die ein oder andere humorige Schilderung und anregende Begegnung, wobei die wohl interessanteste mit Gunter Sachs im Buch leider nicht wirklich geschildert wird. Das alles in gut lesbarer, leichter und lockerer Sprache zu Papier gebracht. Was vor allem bleibt ist ein Einblick in so manche Unsinnigkeit (und auch Unlauterkeit) dessen, was „reiches Leben“ in Deutschland eben auch ist und die im Raum verbleibende Frage, ob das wirklich so anstrebenswert wäre.

Im Gesamten eine „leichte“ Lektüre über ein „so tun als ob“ ohne durchschlagenden Erfolg. Bis auf den, dass der Leser nachher weiß, mit welchen „Geschäftsideen“ man materiell nicht reich wird. Und ebenso ins Grübeln gerät, ob es für ein „reiches Leben“ tatsächlich ausufernder materieller Mittel bedarf.

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