Man fragt sich natürlich, wie Andrea so naiv sein konnte. Ganz am Ende des Buches wird darüber noch etwas aufgeklärt, über die psychologischen Mittel, die ihre Freundin Jenny anwandte, um sie zu überzeugen. Und erst scheint der "Urlaub" ja auch eine Freiheit zu beinhalten, die eine knapp 18-jährige sich halt wünscht.
Der Aufenthalt im türkischen Gefängnis ist natürlich sehr erschreckend und ihre Schilderungen auch. Aber im Prinzip hat sie es noch gut getroffen, es gab keine Übergriffe irgendwelcher Art und wie sie auch schon schreibt, sie wurde immer fair behandelt, auch von den Wärterinnen. Glück im Unglück sozusagen.
Andrea berichtet ihre persönliche Geschichte sehr offen und reflektiert dabei auch sich selbst. Sie verliert trotz aller Widrigkeiten nie wirklich den Mut und wird durch die Zeit im Gefängnis natürlich auch reifer.
Sehr spannendes Buch, absolute Leseempfehlung.



