Anne Rüffer Fräulein Franzen besucht das Glück

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Inhaltsangabe zu „Fräulein Franzen besucht das Glück“ von Anne Rüffer

Eine Frau mit schrägem Hobby: Bewusstlos und schwer verletzt wird eine ältere Dame in ihrer Wohnung aufgefunden. Im Rahmen der Ermittlungen stößt Kriminalkommissar Schröder auf einen Aktenordner mit Hunderten von Briefen und anzüglichen Männerfotos. Hat sich etwa einer dieser Männer an ihr gerächt? Ein höchst brisanter Fall! Fräulein Franzen, die freundliche, alleinstehende Dame, hatte in ihrer Einsamkeit nämlich ein besonderes Hobby gefunden: Am Wochenende sichtete sie die Kontaktanzeigen in der Zeitung und antwortete mit liebevollen, höchst poetischen Briefen alleinstehenden Männern. Doch natürlich durfte es nie zu einem Treffen kommen ... Ein gekonnt amüsantes Verwirrspiel, bei dem am Ende alles anders ist als gedacht.

Ein locker-leichtes Buch, das mich auch durch das offene Ende letztlich leider nicht komplett überzeugen konnte.

— TinaLiest
TinaLiest

am Anfang kam ich echt schwer rein und irgendwie habe ich es "anders gedacht"

— dieFlo
dieFlo

Ich hätte leider etwas anderes erwartet.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Liest man den Klapptext durch, könnte man durchaus meinen es handle sich um einen leichten Krimi, jedoch ist dieses Buch viel mehr als das!

— AgnesM
AgnesM

Kein Krimi, aber ein sehr außergewöhnlicher, vielschichtiger Roman!

— Lesemaus_im_Schafspelz
Lesemaus_im_Schafspelz

wundervoll anrührend und einfühlsam, wie eine zarte Melodie

— katze267
katze267

träumerisch und etwas ganz besonderes,...

— Negothia
Negothia

Eher ein Buch über das kleine und das große Glück - als ein Krimi

— Corsicana
Corsicana

Sympathieträger mit Tiefgang

— Rotschopf
Rotschopf

Eine wunderschöne, berührende Geschichte. Spannend - aber kein Krimi. Ein Buch über Einsamkeit, Beziehungen, die Hoffnung, das Leben

— Ortsschreiber
Ortsschreiber

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  • Ganz anders

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    dieFlo

    dieFlo

    29. December 2014 um 13:07

    "Fräulein Franzen" war so ganz anders als erwartet - aber was hat sie erwartet, werdet ihr fragen ....  Nun ich habe eine leichten Krimi, einen Roman, der einfach so wegzulesen ist erwartet und bekommen habe ich: einen Roman, wo man genauer hin lesen muss, der anspruchsvoll ist und ein wenig Drama mit Wortspiel und Sanftheit vereinigt.  Eva-Maria liegt mit einer Kopfwunde in ihrer Wohnung -ringsum sie: Aktenordner, Zettel, Fotos .... einfach nur Chaos und auf den Fotos sind Männer zu sehen, teils sehr eindeutig positioniert. Aber warum? Was macht eine Frau Ende 50 damit und was alles hat das mit ihrem Job als Traueranzeigenberaterin zu tun - fragt man sich und ich gebe zu: Die ersten Seiten haben es mir nicht leicht gemacht, denn irgendwie wollte ich nicht so ins Buch kommen. Doch dann wurden wir Freunde und bei einem guten Freund fällt es schwer loszulassen. So war das Ende dann doch zu schnell da!  Ein Debütroman aus 2014 den ich gern weiterempfehlen kann!

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  • Gutes Buch – aber nicht so mein

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. December 2014 um 19:11

    Inhalt ( Klappentext): Johannes Krause, diensthabener Notfallarzt, wird an einem Wochenende zu einem Einsatz gerufen. Eine ältere Frau liegt blutüberströmt in ihrer Wohnung inmitten von Aktenordnern und freizügigen Männernfotos. Man vermutet einen Fall von besonderer Brisanz – deshalb nimmt Kriminalkommissar Schröder persönlich die Ermittlungen auf. Ist es Erpressung oder ein Racheakt? Bei dem Opfer handelt es sich um Eva- Maria Franzen, Leiterin der Abteilung Traueranzeigen bei der regionalen Presse, von allen liebevoll "Mater Dolorosa" genannt. Seit Jahren geht sie einem ausfallenen Hobby nach: Am Wochenende sichtet sie die Kontaktanzeigen verschiedener Zeitungen und schreibt alleinstehenden Männern unter falschem Namen wundervolle Briefe. Die Sehnsüchte bleiben unerfüllt, da es nie zu einem Treffen kommen kann. Ein gekonnt amüsantes Verwirrspiel, das auch Kommissar Schröder vor ganz neue Herausforderungen stellt. Meine Meinung: Zunächst beginnt das Buch recht spannend, als eine Art Krimi. Das fand ich eigentlich gar nicht so schlecht. Doch eh weiter man das Buch liest, umso mehr verliert sich auch die Hauptperson. Durch langatmige Monologe lernt man zwar andere Personen kennen, aber man lernt kaum etwas über die Person Eva- Maria Franzen kennen. Manche Stellen fand ich aus der Geschichte einfach nur herausgegriffen und nicht sinnvoll für die Geschichte an für sich. Beim Klappentext hatte ich einfach andere Erwartungen, welche leider nicht erfüllt wurden vom Buch. Zum Schluss musste ich mich eher schlecht als recht durch das Buch kämpfen. Für mich ergab es zum Beispiel keinen Sinn, dass mit dem ganzen Kontaktanzeigen und den Briefen darauf und warum sie alles fein säuberlich aufgehoben hat. Die Briefe auf die Kontaktanzeigen hin, waren jedoch sehr interessant geschrieben und mal etwas ganz anderes. Aber alles im allem war das Buch einfach nichts für mich und sicherlich ist das Buch einfach Geschmackssache.

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  • Leserunde zu "Fräulein Franzen besucht das Glück" von Anne Rüffer

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    Herbig_Verlag

    Herbig_Verlag

    Liebe LeserInnen! Habt Ihr Lust auf die Geschichte des Fräuleins Franzen und ihrer Männerbekanntschaften, bei der am Ende alles anders ist als gedacht?  Wir verlosen 20 Print-Exemplare des gekonnt amüsanten Verwirrspiels „Fräulein Franzen besucht das Glück“ von Anne Rüffer. Zum Inhalt des Buches: Bewusstlos und schwer verletzt wird Fräulein Franzen in ihrer Wohnung aufgefunden. Im Rahmen der Ermittlungen stößt Kriminalkommissar Schröder auf Aktenordner mit Hunderten von Briefen und anzüglichen Männerfotos. Denn die alleinstehende Dame, hat ein ganz besonderes Hobby: Sie sichtet die Kontaktanzeigen der Zeitung und sucht geeignete Kandidaten aus, denen sie höchst poetische Briefe schreibt. Damit weckt sie die Hoffnung der alleinstehenden Männer. Doch da sie ihre Person nicht preisgeben möchte, kommt es nie zu einem Treffen. Hat sich etwa einer dieser Männer an ihr gerächt? Zur Autorin: Anne Rüffer, geboren 1957 in der Nähe von Aachen, arbeitet als Journalistin für Wochenzeitungen und als Autorin von Dokumentarfilmen für diverse Fernsehstationen, für SF 1 und 3sat. Sie ist Verlegerin und Inhaberin des Sachbuchverlages rüffer&rub in Zürich. Im Jahr 2008 kam der Römerhof Verlag dazu. Sie lebt und arbeitet in Zürich. Fräulein Franzen bei Facebook: https://www.facebook.com/FraeuleinFranzen?fref=ts   LangenMüller verlost 20 Exemplare von „Fräulein Franzen besucht ihr Glück“. Schreibt dazu einfach in die Kommentare, warum Ihr gerne an der Leserunde teilnehmen möchtet. Bewerben könnt Ihr euch bis einschließlich zum 05. Oktober 2014. Am 06. Oktober 2014 werden die Gewinner dann benachrichtigt Anne Rüffer wird sich an der Leserunde beteiligen und fleißig mit Euch diskutieren. Viel Spaß beim Mitmachen!

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    • 301
  • Fräulein Franzen besucht das Glück

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    AgnesM

    AgnesM

    Das Buch "Fräulein Franzen besucht das Glück" hat mich sehr positiv überrascht. Liest man sich den Klapptext durch, könnte man durchaus meinen es handle sich um einen leichten Krimi, jedoch ist dieses Buch viel mehr als das. Das Fräulein Franzen, eine Frau Mitte fünfzig, hat ein sehr außergewöhnliches Hobby: sie sucht genüsslich in der Tageszeitung nach Kontaktanzeigen von Männern, deren Anzeigen mehr versprechen als nur eine plumpe Anmache und die stupide Suche nach Mrs. Right. Auf akribisch ausgesuchten und edlen Briefpapier antwortet sie diesen Herren, die zumeist sehr von ihrer Wortwahl angetan sind und zügig um ein Treffen bitten. Doch hierzu kommt es nie. Fräulein Franzen lässt keinen Mann an sich heran. Genaugenommen lässt sie niemanden an sich heran und bleibt eher für sich. Vielmehr empfindet sie Freude beim Sammeln und Sortieren der Briefe und Fotos all der Männer, die sich über viele Jahre angesammelt haben. Eines Tages wird sie von ihrer Nachbarin bewusstlos und verletzt in der Wohnung gefunden. Diese alarmiert die Polizei und den Notdienst. Beim Eintreffen sind alle sehr verwundert über das vorherrschende Chaos in der Wohnung und all die Ordner mit Briefen und Fotos von etlichen Männern, welche sich teilweise richtig in Pose gesetzt haben. Doch was ist passiert? Warum wurde die arme Frau überfallen und wer will ihr schaden? Alles Fragen denen Kommissar Schröder nachgehen muss und der während seiner Ermittlung erstaunliche Einblicke in das Leben und Handeln von Fräulein Franzen und anderen Protagonisten erhält. Nach anfänglichen Problemen mit dem Schreibstil und der manchmal komplexen Sätze wurde das Buch immer besser und die Geschichte immer tiefgründiger. Die Geschichte rund um Fräulein Franzen hat einen Hauch von Krimi, eine Liebesgeschichte, Drama und überraschende Schicksale inne und die Protagonisten wachsen einem mit jeder gelesenen Seite noch mehr ans Herz.  

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    • 5
  • Vielschichtig statt Krimi!

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    Heldin-mit-Happy-End

    Heldin-mit-Happy-End

    Wer davon ausgeht, dass es sich – auf Grund des Verbrechens – um einen Krimi handelt, wird enttäuscht. Denn "Fräulein Franzen besucht das Glück" ist eine vielschichtige Geschichte, für die eine gewisse Geduld unabdingbar ist. Zu Beginn wirkt Fräulein Franzen skurril. Je mehr ich sie durch die Recherchen aller anderen Personen kennen gelernt habe, desto lieber habe ich sie gewonnen. In Rückblicken den enführt Anne Rüffer in die Kindheit Eva-Marias. Gleichzeitig hat der Leser in der Gegenwart teil an den Ermittlungen von Kommissar Schröder, der fasziniert ist vom Fall Franzen. Er ist es, der Licht ins Dunkel bringt und das Rätsel um Eva-Maria löst. Stück für Stück kommt man so - wie beim Schälen winder Zwiebel - dem eigentlichen Kern näher. Die Autorin hat einen eigenwilligen, anspruchsvollen, teils jedoch auch zu detailverliebten Schreibstil, auf den man sich einlassen muss, um den Roman genießen zu können. Stellenweise stören die vielen Schachtelsätze den Lesefluss. Fazit "Fräulein Franzen besucht das Glück" ist ein tiefgründige Geschichte, die erst nach einigen Seiten an Fahrt gewinnt. Dann ist sie aber wundervoll! Wer eine humorvolle Liebesgeschichte und/oder einen Krimi lesen möchte, sollte die Finger davon lassen! Autor: Anne Rüffer

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    • 2
  • Die Suche des Fräulein Franzen

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    Dreamworx

    Dreamworx

    Fräulein Eva Maria Franzen ist Mitte Fünfzig und arbeitet im Ressort Traueranzeigen bei einer Tageszeitung. Sie hat ein ungewöhnliches Hobby, denn sie liest mit Vorliebe Kontaktanzeigen, schreibt wunderschöne Briefe an die kontaktsuchenden Männer und lässt sich sogar auf Verabredungen ein, die sie aber immer wieder platzen lässt. Als ihre Nachbarin sie Samstagmorgens schwerverletzt und bewusstlos in ihrer Wohnung auffindet, ist sie nicht minder erschrocken über die vielen Männerfotos, die auf dem Boden neben der verletzten Eva Maria liegen. Auch der Notarzt findet es merkwürdig genug, um Kommissar Schröder ins Vertrauen zu ziehen, denn alles sieht nach einem Überfall aus. Kommissar Schröder beginnt die Ermittlungen und wird sehr schnell in Bann gezogen von dem mysteriösen Fräulein Franzen. Kommt er der Lösung auf die Spur? Anne Rüffer hat mit „Fräulein Franzen besucht das Glück“ einen ungewöhnlichen Debütroman vorgelegt. Es handelt sich hierbei nicht um einen Kriminal-, sondern um einen Schicksalsroman. Der Schreibstil ist anspruchsvoll, sehr detailliert, mit teilweise sehr langen Sätzen, die konzentriert gelesen werden wollen, damit man nichts verpasst. Die Handlung ist unterteilt in die Geschichte der Gegenwart durch die Ermittlungen von Kommissar Schröder und zum anderen mit einem Blick in die Vergangenheit von Eva Maria Franzens Leben. Auch Fräulein Franzens prosaische Briefe nehmen einen Teil des Buches ein, die sehr geistreich formuliert sind und den jeweiligen Kontaktsuchenden persönlich ansprechen, so dass er wie magisch angezogen ist. Die einzelnen Charaktere sind sehr liebevoll und detailliert skizziert und lassen sie lebendig und authentisch erscheinen. Eva Maria ist sehr effizient, hat ihr Leben durchstrukturiert und sich ein ungewöhnliches Hobby zugelegt, welches aber auch ihre innere Einsamkeit offenbart und ihre ewige Suche. Aber sucht sie wirklich einen Mann oder doch eher etwas anderes? Ist es vielleicht die Suche nach Liebe, innerer Verbundenheit, die sie eigentlich dazu bringt, diese Briefe zu schreiben? Kommissar Schröder ist Eva Maries Briefen schnell verfallen, sie treiben ihn regelrecht dazu, mehr über diese Frau herauszufinden und ihr Geheimnis zu ergründen. Anne Rüffer erzählt sehr tiefgründig und geschickt eine nachdenkliche, aber auch traurige Geschichte über Fräulein Franzen. Erst nach und nach offenbart sich dem Leser des Fräuleins Handeln und Tun und man wünscht sich automatisch, dass es ein gutes Ende geben wird. Für Freunde der etwas anspruchsvolleren Literatur ist dieses Buch eine echte Entdeckung und eine Leseempfehlung.

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    • 2
  • Ungewöhnlich einfühlsamer Roman

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    katze267

    katze267

    Zu Beginn wird Eva-Maria Franzen bewusstlos mit einer Kopfwunde in ihrer Wohnung gefunden. Um sie herum herrscht Chaos, zerbrochene Schneekugeln liegen auf dem Boden, zahlreiche Ordner sind verstreut, in denen viele , manchmal anstössige Männerfotos auffallen. Der herbeigerufene Notarzt Krause, der auch als Pathologe arbeitet, verständigt seinen Freund, Kommissar Schröder . Dieser fördert in den Ordnern Dutzende Antworten von Fräulein Franzen auf Kontaktanzeigen zutage. Schröder beginnt in 2 Richtungen zu ermitteln : wurde die immer noch Bewusstlose Opfer eines Gewaltverbrechens und handelt es sich bei ihr um die langgesuchte Heiratsschwindlerin. Doch bald ist er von den einfühlsamen Briefen fasziniert, beginnt auch sein eigenes Leben zu hinterfragen. Auch aus der Sicht von Eva-Maria wird jetzt berichtet, hre Kindheit, ihre Arbeit als Traueranzeigenberaterin bei einer Zeitung, die Motive ihrer Antworten auf Kontaktanzeigen, ihre aussergewöhnliche Persönlichkeit wird deutlich gemacht. Ein ungewöhnliches Buch, trotz der Anfangsszene und der Ermittlungen kein Krimi, kein Liebesroman, kein Drama, diesem einfühlsamen Buch wohnt nichts Reisserisches, übertrieben witziges oder dramatisch-spannendes inne, es ist sanft und einfühlsam. Es ist ein bisschen wie eine warme Decke, mit der man sich wohlfühlt, die Behaglichkeit vermittelt und die man mit leisem Bedauern zur Seite legt.

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    • 3
    aba

    aba

    14. November 2014 um 11:00
  • Rezension zu "Fräulein Franzen besucht das Glück" von Anne Rüffer

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    aba

    aba

    Fräulein Franzen und ihr Held Jeder Mensch hat ein Geheimnis. Manche Menschen haben harmlose Geheimnisse, andere haben weniger harmlose. Die Gründe, etwas geheim zu halten, sind sehr verschieden. Fräulein Franzen, zum Beispiel, würde niemandem verraten, wie sie ihre Freizeit verbringt. Sie hat nämlich ein sehr schräges Hobby: Sie antwortet auf Kontaktanzeigen. Dabei trifft sie nie die entsprechenden Kandidaten persönlich, sondern beobachtet sie nur... aus der Ferne. Als sie eines Tages schwer verletzt in ihrer Wohnung gefunden wird, wittert der ermittelnde Kommissar Schröder eine mehr als interessante Geschichte, als er unzählige Ordner mit Kopien der zwielichtigen Korrespondenz findet. Fräulein Franzen und Kommissar Schröder sind die Hauptcharaktere in Anne Rüffers Debütroman "Fräulein Franzen besucht das Glück". Frau Rüffer hat mich sehr mit ihrem Schreibstil beeindruckt und ihre Figuren haben mich gleichermaßen unterhalten und berührt. Beim Gestalten ihrer Figuren beweist Frau Rüffer Feingefühl und Menschenkenntnis. Fräulein Franzen, eine steife, unzugängliche Dame in den mittleren Jahren überrascht mit ihrer Vergangenheit; und mit seiner Entwicklung vom frustrierten, fast närrischen, aber hartnäckigen und neugierigen Polizisten zum absoluten Helden der Geschichte, hat Kommissar Schröder mein Herz erobert. Auch der Aufbau des Romans hat mir sehr gut gefallen. Durch seine Nichtlinearität entsteht eine Spannung, die den Leser treibt, weiterlesen zu wollen, um immer wieder erstaunliche Erkenntnisse zu gewinnen, sowohl in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart. "Fräulein Franzen besucht das Glück" ist ein bewegender Roman, bei dem es deutlich wird, dass nicht jeder jederzeit seines Glückes Schmied ist, sondern dass Glück auch reine Glückssache sein kann, wenn einem der richtige Held zufällig über den Weg läuft. Es war für mich ein großes Vergnügen, Anne Rüffer und ihren Roman kennenzulernen!

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    • 4
  • Hier steht viel mehr als nur die geschriebenen Zeilen...

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    Lesemaus_im_Schafspelz

    Lesemaus_im_Schafspelz

    10. November 2014 um 16:46

    Fräulein Franzen, eine Dame in den besten Jahren, geht voll und ganz beim Beantworten diverser Kontaktanzeigen auf. Dabei jedoch scheint es ihr nicht primär darum zu gehen, einen netten Mann für ihre Seite zu finden, denn die Herren werden von ihr zwar an einen Treffpunkt gelockt, doch dort von Fräulein Franzen „aus der Ferne“ beobachtet. Als sie unerwartet schwer verletzt in ihrer Wohnung aufgefunden wird, entdeckt Kommissar Schröder bei den Ermittlungen einen Ordner mit fein säuberlich abgehefteten Briefen und Männerfotos in recht eindeutigen Posen… Nun, ich hatte laut Beschreibung einen Krimi erwartet und wurde zunächst bitter enttäuscht. Die ersten Seiten lasen sich für meinen Geschmack ziemlich zäh und eher sperrig, so dass ich das Buch immer wieder zur Seite gelegt habe. Als ich mich jedoch von dem Gedanken gelöst hatte, einen typischen Krimi in Händen zu halten, bekam ich langsam Zugang zu der Geschichte. Diese erzählt nicht nur vom „Fall Franzen“, sondern auch von zahlreichen anderen Charakteren und insbesondere auch von Franzens Kindheit. So findet der Leser hier mehrere Handlungsstrände, die ihn an unterschiedliche Orte zu verschiedenen Zeiten führen. Jedoch wird jeweils zu Kapitelbeginn darauf hingewiesen, wohin die Lesereise führt. Im Laufe der Zeit konnte ich mich auch für die Sprache begeistern, die teilweise so poetisch ist, so vielsagend, dass ich richtiggehend hin und weg war. Leider gab es aber auch wieder seine Längen, die mich gedanklich haben abschweifen lassen. Insgesamt fällt es mir schwer, ein zusammenfassendes Urteil zu treffen, das der außergewöhnlichen Geschichte gerecht werden kann. Wer einen Krimi erwartet, für den ist das Buch vielleicht nicht unbedingt das Richtige. Wer jedoch einen tiefsinnigen Roman sucht, bei dem es oftmals hilft zwischen den Zeilen zu lesen und sich auf Neues einzulassen, der wird hier sicherlich seine Freude haben! Auch wenn es für mich leider nicht so unbedingt das Richtige war, so kann ich durchaus dennoch eine Leseempfehlung aussprechen und bin froh, hier mitgelesen zu haben!

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  • ein (Schicksals-) Roman - kein Krimi

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    robberta

    robberta

    04. November 2014 um 11:23

    Fräulein Franzen besucht das Glück Bewusstlos und schwer verletzt wird Fräulein Franzen in ihrer Wohnung aufgefunden. Im Rahmen der Ermittlungen stößt Kriminalkommissar Schröder auf Aktenordner mit Hunderten von Briefen und anzüglichen Männerfotos. Denn die alleinstehende Dame, hat ein ganz besonderes Hobby: Sie sichtet die Kontaktanzeigen der Zeitung und sucht geeignete Kandidaten aus, denen sie höchst poetische Briefe schreibt. Damit weckt sie die Hoffnung der alleinstehenden Männer. Doch da sie ihre Person nicht preisgeben möchte, kommt es nie zu einem Treffen. Hat sich etwa einer dieser Männer an ihr gerächt? Meine Meinung: Die ersten Seiten hören sich nach einem Krimi an, aber es ist leider keiner sondern eher ein Schicksalsroman. Die alte Dame Marianne Stoffels findet ihre Nachbarin Eva-Maria Franzen verletzt in ihrer Wohnung auf. Der erste Arzt am Unfallort ist Dr Johannes Krause, dem die Situation merkwürdig vorkommt und seinen Freund den Kommissar Schröder benachrichtigt. Der zeitweise literarische Erzählstil ist interessant aber der Sog den eine spannende Geschichte erzeugen soll bleibt leider aus. Jede Menge Personen, die aber den „Kriminalfall“ nicht weiterbringen, und jede Menge Schicksale, die für die Handlung nicht wichtig sind, wohl aber teilweise in Frl.F Leben eine Rolle spielen. Im Krankenhaus gibt es für Frl.F ein Happy-End. Der angedeutete Krimi verläuft im Sande. Für mich ist dies ein Schicksalsroman und kein Krimi, denn es gibt keine Tat und keinen Täter. Jetzt habe ich ein Problem mit der Bewertung, als Roman kann ich 3 Sterne vergeben, aber als Kriminalfall leider nur 2 Sterne.

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  • Fräulein Franzen

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    Negothia

    Negothia

    Entgegen vieler Meinungen, hat mir gerade die Vielschichtigkeit des Buches sehr gefallen. Jeder Charakter ist so unglaublich liebevoll gestaltet, dass es eine Wonne ist, auf jeden einzeln eingehen zu können. Fräulein Franzen ist zwar der Aufhänger der Geschichte, allerdings keine "aktive Hauptperson" - es wird viel über ihr Leben berichtet und auch die Handlung betrifft vordergründig sie, aber selber taucht sie nur seltenst aktiv auf, ist sie doch im Krankenhaus und damit irgendwie 'unerreichbar'. Die Geschichte selbst war mit ihren vielen Irrungen und Wirrungen vielleicht schwerer zu verfolgen, als die meisten anderen, aber wenn man nicht zwingend eine hundertprozentige Auflösung am Buchende zur Bedingung machte, und sich erst einmal zurecht gefunden hatte, dann sprüht die Geschichte dadurch nur umso mehr voll sprachlicher Rafinesse und hintergründigen Schicksalen. Fazit: Vertut euch mal ja nicht, das Buch ist durchaus anspruchsvoll,...aber wenn ihr es lest, werdet ihr eine wundervolle, emotionsgeladene, literarische Welt darin entdecken,...

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    • 2
  • Fräulein Franzen

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    hannemie

    hannemie

    Fräulein Franzen wird am Sonntag bewusstlos in ihrer Wohnung aufgefunden. Aber was ist passiert? Schließlich war Fräulein Franzen immer aufgeschlossen und hatte keinen Streit mit ihren Nachbarn. Als sie zudem auch noch ihre Wohnung verwüstet ist, gehen alle von einem Gewaltverbrechen aus. Hinzu kommt noch, dass Fräulein Franzen ein außergewöhnliches Hobby hatte: sie beantwortete Kontaktanzeigen, wollte jedoch weiteren Kontakt in Form von Treffen oder gar Beziehungen vermeiden. Wollte vielleicht einer der Männer mehr?   Insgesamt hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Besonders die zweite Hälfte über Fräulein Franzen´s Leben und ihre Beweggründe hat mich sehr berührt. Zum Ende hin gefiel mir ganz gut, dass der Leser eigentlich die ganze Zeit auf eine falsche Fährte gelockt wurde, so dass das Ende sehr überraschend war.  

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    • 2
  • Geschichte mit Tiefgang

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    bookgirl

    bookgirl

    Inhalt Fräulein Eva-Maria Franzen arbeitet bei einer Tageszeitung, bei der sie für die Traueranzeigen verantwortlich ist. An einem Samstagmorgen entdeckt ihre Nachbarin sie schwer verletzt auf dem Boden ihrer Wohnung liegend. Alles deutet auf ein Fremdeinwirken hin, sodass Kommissar Schröder mit seinem Team an den Ort des Geschehens gerufen wird. Um Eva-Maria herum liegen unzählige Fotos und Briefe von verschiedenen Männern, die darauf hindeuten, dass das Opfer Kontakt zu Ihnen gehabt haben musste. War es gar einer der Männer, der sie so schwer verletzt hat? Meine Meinung Wer davon ausgeht, dass es sich – auf Grund des Verbrechens – um einen Krimi handelt, wird eine echte Überraschung erleben. Denn "Fräulein Franzen besucht das Glück" ist alles andere als ein Krimi. Es ist vielmehr eine ungewöhnliche Geschichte, die sich mir erst nach und nach erschlossen hat und für die eine gewisse Geduld unabdingbar ist. Zunächst konnte ich nur wenig mit der schrulligen Protagonistin anfangen, was sich im Verlauf der Handlung jedoch geändert hat. Die Autorin hat einen eigenwilligen, anspruchsvollen, teils jedoch auch zu detailverliebten Schreibstil, auf den man sich einlassen muss, um den Roman genießen zu können. Nach und nach macht uns Anne Rüffer mit Eva-Marias Hobby vertraut, in dem sie aus Kontaktanzeigen Männer heraussucht, mit denen sie hoch poetische Briefe austauscht. Die Korrespondenz legt sie in Ordnern von A-Z ab, um den Überblick nicht zu verlieren. Ab und an vereinbart sie sogar ein Treffen mit ihren Briefbekannten und als Treffpunkt dient die Konditorei Selig. Doch zu erkennen gibt sie sich nie, sondern ist eher eine stille Beobachterin der dorthin zitierten Männer. In Rückblenden führt uns die Autorin in die Kindheit Eva-Marias, die offenbart, wieso Fräulein Franzen der Mensch ist, der sie geworden ist. Es ist eine tragische Kindheit, die sie geprägt hat und sie als Figur und in ihren Handlungen nachvollziehbar agieren lässt. Kommissar Schröder ist fasziniert von dem Fall Franzen und überschreitet sogar Grenzen, um der Auflösung näher zu kommen. Nicht zuletzt auch, weil ihn die Briefe von Eva-Maria derart in den Bann ziehen, dass er mehr über diese ungewöhnliche Frau und ihr Hobby in Erfahrung bringen möchte. Er ist es, der Licht ins Dunkel bringt und das Rätsel um Eva-Maria löst. Fazit "Fräulein Franzen besucht das Glück" ist ein tiefgründige und anspruchsvolle Geschichte. Kein Mainstream, aber dennoch empfehlenswert für alle, die mal eine so ganz andere Erzählweise kennenlernen wollen.

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    • 2
  • Die berührende Geschichte einer nach dem Glück suchenden Frau

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    Krimine

    Krimine

    26. October 2014 um 01:07

    Die vierundfünfzigjährige Eva Maria Franzen wird an einem Sonntagmorgen von ihrer Nachbarin bewusstlos aufgefunden. Mit einer stark blutenden Wunde am Kopf bietet sie einen Anblick, der die betagte Rentnerin über alle Maßen erschreckt. Aber nicht nur sie kann sich das, was sie in dem Wohnzimmer der allein lebenden Frau sieht, nur schwer erklären. Auch der herbeigerufene Notarzt, der erstaunt über das Durcheinander im Wohnzimmer ist, sieht auf den ersten Blick, dass hier etwas nicht stimmt. Denn neben dem Körper der schwer verletzten Eva Maria Franzen liegen unzählige Fotos, die eine Reihe von Männern in aufreizenden Posen zeigen. Grund genug für den erfahrenen Mediziner, einen befreundeten Kommissar hinzuzuziehen, der sofort mit den Ermittlungen beginnt. „Fräulein Franzen besucht das Glück“ ist ein ruhiger und nachdenklich machender Roman über eine allein lebende Frau, die ein merkwürdiges Hobby betreibt. Von Kontaktanzeigen magisch angezogen, schreibt sie poetische Briefe, trifft sich aber mit den von ihr Auserwählten nicht. Doch eines Tages wird sie verletzt aufgefunden und der herbeigerufene Kommissar ist nicht der Einzige, der sich fragt, was in ihrer Wohnung geschehen ist. Deshalb liest er ihre Briefe, taucht tief in die Welt ihrer Gedanken ein und bemerkt recht schnell, dass sie von einem unergründlichen Geheimnis umgeben wird. Und genau hier beginnt sein Dilemma. Denn anstatt auf seine Gefühle zu hören, die gefangen von ihren geistreichen und klug formulierten Briefen sind, glaubt er bald in ihr eine Femme Fatal gefunden zu haben. Erzählt wird der in mehreren Zeitebenen angesiedelte und aus der Sicht verschiedener Personen heraus geschilderte Roman auf verschiedene Art und Weise. Zum einen beobachtet der Leser die Ereignisse in der Gegenwart und nimmt an den Ermittlungen des schrulligen Hauptkommissars Schröder teil. Zum anderen wird er in die Vergangenheit katapultiert, um die schicksalhafte Kindheit von Fräulein Franzen hautnah zu erleben. Ein besonderes Schmankerl aber sind die Briefe der eloquenten Mittfünfzigerin, die überaus gut formuliert und sehr ideenreich sind. Deshalb ist es schade, dass sich die Handlung ab und an in ungeordnete Bruchstücke verliert, denen eine eindeutige Richtung fehlt. Aber trotz dieses Mankos ist der Roman von Fräulein Franzens Suche nach dem Glück lesenswert und Liebhaber tiefgründiger Geschichten zu empfehlen.

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  • Weniger ein Krimi als ein Buch über das große und das kleine Glück

    Fräulein Franzen besucht das Glück
    Corsicana

    Corsicana

    Der Roman beginnt wie ein Krimi: Fräulein Franzen, trotz "Fräulein" eine erwachsene, nicht mehr junge Frau - wird bewusstlos und verletzt in ihrer Wohnung aufgefunden. Da in der Wohnung viele Fotos und Briefe von Männer gefunden werden, die anscheinend auf Kontaktanzeigen geantwortet haben, vermutet man ein Verbrechen und zieht die Kriminalpolizei hinzu, da diese seit längerem eine Heiratsschwindlerin sucht. Danach beginnen die Ermittlungen - die zunehmend ausufern und sich zerfasern - und so ist das auch mit der Geschichte. Es gibt eine Vielzahl von Handlungssträngen und vor allem eine Vielzahl von Personen. Das macht die Geschichte recht unübersichtlich und verschiebt auch den Schwerpunkt der Geschichte immer wieder. Das hat mich etwas ratlos zurückgelassen - denn am Ende wusste ich bei einigen Dingen immer noch nicht, wie ich sie zuordnen sollte. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass noch ganz viel an Seiten im Buch fehlt, die mir die restlichen Geschichte und die Zusammenhänge erklären würden. Und ich hätte tatsächlich gerne weitergelesen - der Stil des Buches hat mir gefallen. Versöhnt haben mich mit der Geschichte auch die sehr guten, detaillierten und liebevollen Personenbeschreibungen - und natürlich die  anrührende Geschichte von Fräulein Franzens Kindheit. Schön war auch zu lesen, dass solch eine ruhige und irgendwie traumatisierte Person wie Fräulein Franzen dann doch mit kleinen Gesten auf ihrem Weg Kollegen und Freunde und Bewunderer findet - und gar nicht so einsam ist oder sein muss. wie sie sich fühlt. Und manchmal ist das Glück eben ein kleines Glück  - eine liebevoll zubereitete Tasse Tee zum Beispiel - und ein einfühlsames Gespräch. Zusammenfassend zwei Sterne für die Geschichte und vier Sterne für die Personenbeschreibungen - insgesamt daher drei Sterne.  

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