Das Geschenk der Wölfe

von Anne Rice 
3,3 Sterne bei56 Bewertungen
Das Geschenk der Wölfe
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (24):
Evanescas avatar

Anne Rice kann auch Werwölfe.

Kritisch (11):
L

Nicht wirklich gut

Alle 56 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das Geschenk der Wölfe"

Interview mit einem Werwolf

Der junge Journalist Reuben soll einen Artikel über ein altes Herrenhaus schreiben, das abgelegen auf den Klippen der nordkalifornischen Küste thront. Doch die Besichtigung endet blutig: Reuben wird von einem großen Raubtier attackiert. Seine Wunden heilen ungewöhnlich schnell. Bald verändert Reuben sich. Er wird zum Wolfsmann.

Bei Tag der attraktive Jungreporter, der über die furchterregende fremde Kreatur berichtet, bei Nacht eine Bestie: Reuben wird gefürchtet und gejagt. Doch das wahre Böse lauert woanders.

Der Bestseller aus den USA von einer Meisterin des Fantasy-Genres!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499238604
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:656 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.07.2013

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,3 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne10
  • 4 Sterne14
  • 3 Sterne21
  • 2 Sterne5
  • 1 Stern6
  • Sortieren:
    F
    Flosanvor 10 Monaten
    Ganz nett...

    Spannung, Brutalität, Liebe, Kitsch... in diesem Roman ist alles dabei.
    Ein gutaussehender Mann, der „aus Versehen“ zum Wolfsmenschen mutiert und fortan mit seinem neuen Ich kämpft. Am Ende hat mir die Quintessenz gefehlt..

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Evanescas avatar
    Evanescavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Anne Rice kann auch Werwölfe.
    Ein gutes Buch in einer selten scheußlichen Verpackung

    Eigentlich ist Reuben Journalist, kein Immobilienmakler. Doch nun soll er für seine Zeitung einen Bericht über ein altes Haus schreiben, damit die Besitzerin es verkaufen kann. Doch kaum ist Reuben dort, verliebt er sich in das Gebäude – das aber birgt ein dunkles und uraltes Geheimnis.
    Ich muss ehrlich zugeben, ich hatte sehr hohe Erwartungen. Die Bücher von Anne Rice haben meine Teenage-Jahre geprägt und zeigten mir, worüber ich schreiben will. Nur stammen die Bücher, die ich kenne und liebe teilweise aus den Siebzigern und die neueren Werke von Anne Rice habe ich noch nicht gelesen. Die Jesus-Romane entsprechen um ehrlich zu sein auch nicht ganz meinem Beuteschema beim Lesen.
    Als ich dann das Buch in der Buchhandlung sah – sollte ich oder sollte ich nicht? Die Angst vor einer Enttäuschung war groß. Gerade weil die Vampirchroniken für mich so bedeutsam waren, hatte ich Angst, dass „Das Geschenk der Wölfe“ nicht an sie herankommt.
    Zum Glück habe ich mich geirrt.

    Cover:

    Tut mir leid, aber das geht gar nicht.
    Der schmachtende junge Mann mit dem blassen Gesicht und den schwarzen Augen sieht eher wie ein Vampir aus, weniger wie ein vitaler, die Natur liebender Werwolf. Zu blass, zu düster. Wenn man schon den Protagonisten auf dem Cover haben will als Verlag: Lest das Buch. Oder schlagt wenigstens die erste Seite mit Romantext auf, denn dort steht eindeutig braune Locken und tiefliegende blaue Augen. Nicht leicht hervorstehende schwarze Augen und glatte schwarze Haare.
    Ich mag ja generell keine schmachtenden Männer auf Covern – wenn ich nicht wüsste, was mich im Buch erwartet, hätte ich an eins dieser Romantasy-Schulmädchenbücher gedacht und auf diese Weise greifen die richtigen Leute gar nicht erst nach dem Buch, es sei denn, sie kennen Anne Rice bereits und wissen, dass sie für Erwachsene schreibt.
    Auch das Haus auf der Anhöhe sieht nicht aus wie die halbe Burg, die im Roman beschrieben wird. Dazu sehen die Krähen, die sie umflattern, verdächtig nach Fledermäusen aus. Einzig der Vollmond und der Titel deutet auf Werwolf hin – sonst hätte man es für ein 0815-Vampirbuch halten mögen.
    Schön fand ich die folierte Schrift – die Innenklappe hatte dagegen keinerlei praktischen Wert und die darauf gedruckten Stimmen zum Buch bestanden überwiegend aus Ein-Wort-Ausrufen. Da hätte ich mir mehr gewünscht.
    Dazu kommt, dass man so ein dickes Buch einfach stabiler binden müsste – schon nach einem Mal lesen ist der Buchrücken stark gewellt und verknickt, obwohl ich schonend damit umgegangen bin. Wie oft kann ich es also noch lesen, bis die Farbe abblättert und das Buch letztendlich aus dem Leim geht?
    Schade.

    Inhalt:

    Das Buch war so spannend, dass ich es mit mir herumgetragen habe. Wo ich war, war auch das Buch nie weit entfernt.
    Klar, das Buch beginnt ganz ricetypisch damit, dass erstmal ein ungewöhnlich hochgewachsener, gutaussehender junger Mann als Protagonist eingeführt wird. Dennoch würde ich nicht behaupten, dass Reuben ein Abklatsch beispielsweise von Lestat wäre – hier hat Rice gekonnt einen jungen Mann mit Neigung zum Altmodischen inmitten moderner Technik geschaffen, mit dem ich mich sehr gut identifizieren konnte. Seine Liebe zum sorgfältig zum Leben erweckten alten Gebäude konnte ich nachvollziehen, wenn es die Möglichkeit gegeben hätte, wäre ich schnurstracks selbst dort eingezogen.
    Besonders gespannt war ich auf das Werwolfskonzept. Toll fand ich vor allem das Intertextuelle – nicht nur tauchten eine Menge Bücher auf und wurden diskutiert, Anne Rice hat auf Werwolfsgeschichten aller möglichen Zeitalter aufgebaut und diese fein in den Roman eingewoben. Für ihre Facebookfollower ein kleines Easteregg, wenn eine der Romanfiguren über ein Buch stolperte, über das sie immer wieder auf ihrer Seite berichtet. Für mich persönlich war außerdem sehr wichtig, dass sie im Ursprung ihrer Werwölfe keinen Abklatsch von Akashas Ursprung aus den Vampirchroniken liefert – das ist ihr in meinen Augen gelungen. Die Herkunftsmythen könnten kaum unterschiedlicher sein, auch wenn natürlich ihre Handschrift durchschimmert.
    Den Aufbau fand ich… größtenteils sehr gut. Actionreiche Szenen mit viel Gerenne und zerfetzten Gedärmen wechselte sich mit ruhigen, fast poetischen Passagen ab, in denen der Protagonist genug Zeit hat, um seine neuen Fähigkeiten zu erkunden oder sein Schicksal zu reflektieren. Einzig die Entscheidung, das Buch gegen Ende sanft ausklingen zu lassen, fand ich nicht so toll. Zwischen Showdown und Ende vergingen mir zu viele Seiten, auf denen gegen Ende einfach nicht mehr wirklich etwas Substantielles passiert ist. Hier hätte man kürzen können.

    Sprache:

    Ich fand Anne Rice‘ Schreibstil schon in ihren alten Vampirromanen sehr schön und poetisch, verglichen mit moderneren Romanen wirkten aber einige Formulierungen teilweise eingestaubt. Nichts davon bei „Das Geschenk der Wölfe“. Die Sprache ist immer noch voller Poesie, die Beschreibungen sehr lebendig und anschaulich, aber das Angestaubte und teilweise (Fangirling hin, Fangirling her, das ist nicht von der Hand zu weisen) Trashige ist weg.
    Natürlich sind auch jetzt die meisten guten Werwölfe ungewöhnlich gutaussehend, weise, gütig und der Protagonist ist selbstredend ein schöner Blauäugiger mit einer Körpergröße von 1,90m – dennoch hat sich etwas verändert. Ich kann nicht genau sagen, was – aber der Schreibstil ist jetzt wesentlich ausbalancierter und die ungewöhnliche Schönheit sämtlicher positiver Figuren sticht nicht so sehr als kitschig hervor. Teilweise erklärt sie sich einfach aus der verklärenden Wahrnehmung des Protas.

    Fazit:

    Ich würde das Buch auf jeden Fall für alle weiterempfehlen, die eine Werwolfgeschichte weitab der gängigen „Vampir vs. Werwolf“-Pfade lesen wollen und nach einer Geschichte suchen, in der die Werwölfe den aktiven Part übernehmen und man aus ihrer Sicht die Welt betrachtet.
    Leider wird das Buch im deutschsprachigen Raum nach wie vor als Einzelband behandelt, dabei gäbe es schon seit einem Jahr eine Fortsetzung. Diese ist bisher nicht im deutschsprachigen Raum erschienen. Wer also wissen will, wie es mit Reuben, Laura und Co. weitergeht, muss sich gedulden oder das englische Original zur Hand nehmen.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Pergamentfalters avatar
    Pergamentfaltervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Endlich mal wieder keine Kuschelwölfe!
    Endlich mal wieder keine Kuschelwölfe!

    In "Das Geschenk der Wölfe" lernt der Leser Reuben Golding, einen jungen Reporter, kennen, aus dessen Sicht die Handlung erzählt wird. Er reist zum Herrenhaus der Familie Nideck und macht dort Bekanntschaft mit der Nichte des verschollenen Hauseigentümers Felix Nideck, Marchent. Von Anfang an verstehen sich die beiden sehr gut, mir persönlich waren sie sich jedoch dafür, dass sie sich eigentlich überhaupt nicht kennen, viel zu nah. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen und reden nicht nur über für Reubens Artikel Bedeutsames, sondern auch über eher private Sachen, was unangebracht wirkte.
    Zeitgleich erhält der Leser einen Einblick in Reubens Gedanken, die durchaus komplex und detailliert, gleichzeitig aber auch sehr gut verständlich geschildert werden. Dadurch gelang es mir schnell, mich in Reuben hineinzuversetzen und die Geschichte durch seine Augen zu erleben.
    Erst nach Marchents Tod kann sich wirklich Spannung aufbauen, denn Reuben erhält Einblick in eine Welt, die für ihn bis dato nur zur Fiktion gehörte, und findet immer mehr schier unlösbare Fragen. Gleichzeitig begleitet ihn das Mysterium um Felix Nideck, der vor etwa zwanzig Jahren - wie auch seine Freunde - spurlos verschwunden ist. Zusätzliche Lebendigkeit erhält "Das Geschenk der Wölfe" durch Verweise auf moderne "Social Media"-Anwendungen wie Youtube und Facebook, die nicht nur in der Realität der schnellen Verbreitung und Beschaffung von Informationen dienen.
    Eben dieser Informationsfluss wird Reuben bald zum Verhängnis, denn die Jagd auf den Wolfsmenschen beginnt. Am Tage der junge Reporter, der über die Taten des Wolfsmenschen berichtet, in der Nacht eine wilde Kreatur - gerade dieser Zwiespalt ist sehr interessant zu lesen, da Reuben selbst des Öfteren Probleme mit diesem Versteckspiel hat.
    Gleichzeitig wirkte es allerdings etwas unrealistisch, dass er einerseits versucht, an Gott zu glauben, sich jedoch andererseits kaum Gedanken um die Morde macht, die er als Wolfsmensch verübt. Anne Rice versucht zwar, die Gefühlswelt des Wolfs verständlich darzustellen, doch es gelingt ihr nicht immer.
    Es gibt jedoch nicht nur diese Bezüge zur Religion, die durch Reubens Bruder Jim, einem Priester, noch verstärkt werden. Nahezu jede der äußerst lebendig dargestellten Figuren kann als Repräsentation für einen bestimmten Bezug gesehen werden: Reubens Mutter, eine Chirurgin, bringt medizinische Fragestellungen mit ein, während sich Reubens Vater der Literatur und Philosophie zugewandt hat. Felix Nideck steht mit seinem Anwesen für Geschichte, Kunst und Architektur und ein Bekannter lässt in einem Gespräch Aspekte der Evolution mit einfließen. Dadurch ergibt sich ein breit gefächertes Bild, nicht nur auf den Wolfsmenschen, sondern auf die gesamte Umgebung, in der Reuben agiert.
    Das vermittelte Bild des Wolfsmenschen entspricht glücklicherweise nicht dem seit Twilight verbreiteten Bild eines großen Kuschelwolfs. Der Wolfsmensch mag zwar gute Absichten haben, hat jedoch auch gleichzeitig das Verlangen danach zu jagen, zu töten und frisches, blutiges Fleisch zu fressen. Eine in meinen Augen gelungene Abwechslung!
    Sprachlich hat mich "Das Geschenk der Wölfe" einerseits beeindruckt, andererseits enttäuscht. Bevor ich zu den eigentlichen Aspekten komme, möchte ich noch kurz darauf hinweisen, dass ich mich auf die deutsche Version beziehe. Wie es mit einigen sprachlichen Sachen im Original steht, kann ich nicht beurteilen.
    Schon zu Anfang muss man mit einer Fülle von detaillierten Beschreibungen zurechtkommen, die einen manches Mal sprichwörtlich erschlagen, weil es einfach zu viel und zu genau ist. Man gewöhnt sich jedoch mit der Zeit daran. Sollte man auch, denn solche Beschreibungen tauchen immer wieder auf. Bis zu einem gewissen Maß sind sie jedoch auch hilfreich, um sich die Umgebung besser vorstellen zu können.
    Sehr störend war dagegen die immer gleiche Gestaltung der Dialoge. Immer "sagte" oder "fragte" jemand etwas. Auf der Suche nach Synonymen für diese beiden Wörter wird man hier kaum fündig.
    Allerdings kann man der Gestaltung von Gesprächen auch etwas Positives abgewinnen. "Das Geschenk der Wölfe" ist eines der wenigen Bücher, die ich bisher gelesen habe, in denen neben der direkten auch die indirekte Rede regelmäßig verwendet wird, damit Gespräche nicht zu lang werden, was ich als angenehm zu lesen empfand.
    Ein wenig negativ war jedoch auch, dass die Handlung stellenweise nur wie ein hastiger Bericht oder - das andere Extrem - langatmig wirkte. Im Großen und Ganzen hielt sich das jedoch in Grenzen und kann noch toleriert werden.

    Fazit
    Alles in allem hat mir "Das Geschenk der Wölfe" in Bezug auf die Handlung und die lebendige Figurengestaltung sehr gut gefallen, die stellenweise sprachliche Eintönigkeit und die teils zu detaillierten Beschreibungen waren jedoch zu störend, um diesem Buch die vollen fünf Sternen zu geben.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    SnowWhiteApples avatar
    SnowWhiteApplevor 2 Jahren
    Ein Werwolf will ein Superheld sein

    Interview mit einem Werwolf. - Als Taschenbuch oder Paperback. - Das Geschenk der Wölfe von Anne Rice.  Anne Rice bleibt ihrem Stil treu. Allerdings könnte ich das Buch nur bis zu Hälfte lesen, da ich es nicht so gut wie ihre Vampirreihe fande. Es blutet mir das Herz diesem Buch als Anne Rice Fan nur drei Sterne zu geben. Leider hatte ich mir etwas anderes vorgestellt als ich auf dem Einband las Interview mit einem Werwolf. Es erinnert leider nicht wirklich an ihren Erstling.
    Echt schade man hätte mehr daraus machen können.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    L
    Liz_Wolfbooksvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Nicht wirklich gut
    Das Geschenk der Wölfe

    Ich finde das Buchcover sehr schön und hatte mir auch von der Geschichte sehr viel erhofft, doch es war sehr enttäuschend. Es gab immer mal wieder sehr spannende Stellen, doch der Großteil davon hat sich sehr lange hingezogen und war sehr trocken geschrieben. Ich fand die Geschichte an sich ganz Okay aber es hätte besser sein können. Trotzdem ein großes Dankeschön an die Autorin die sich so viel Arbeit mit dem Buch gemacht hat

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    JuergenVogels avatar
    JuergenVogelvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Leider enttäuschend...
    Leider enttäuschend...


    In "Das Geschenk der Wölfe" begleiten wir zunächst, in einer sehr modernen Werwolf-Geschichte, die Verwandlung des jungen, amerikanischen Journalisten Reuben. Dieser mutiert, im Verlaufe des Buches, von einem sehr privilegierten Menschen, zu einem Exemplar einer ganz außergewöhnlichen und sehr elitären Spezies. Obwohl er zufällig "infiziert" wird, erahnt Reuben bereits zu Anfang das "Geschenk", das er erhalten hat, und zögert keinen Moment, dies auch anzunehmen. Sein ehemaliges Ich erscheint ihm bedeutungslos, im Vergleich zu den mit der Verwandlung einhergehenden neuen Fähigkeiten und Zukunftsaussichten. Da sich das Bestialische seines neuen Wesens grundsätzlich gegen böse Elemente unserer Welt richtet, halten sich die Gewissensbisse von Reuben in Grenzen. Fasziniert sucht er nach Antworten, und findet diese schließlich in einer abschließenden Erklärung. Dorthin wird er von einer neu in sein Leben getretenen Frau begleitet, der er zunächst in seiner Wolfsgestalt begegnet. Diese Frau akzeptiert nicht nur die Tatsache, dass Reuben kein Mensch mehr ist, sondern verliebt sich in dieses Mischwesen. Hierbei nimmt sie auch in Kauf, dass Reuben in seiner monströsen Gestalt furchtbare Grausamkeiten ausübt.

    Zunächst hatte ich Bedenken, ob ich mich mit einer modernen Werwolf-Geschichte wirklich anfreunden könnte. Da dachte ich noch, dass Anne Rice es sicher richten würde und vertraute hier ganz darauf, dass sie mich schließlich doch begeistern würde. Leider kehrten sich diese Vorstellungen mit zunehmendem Lesefortschritt ins Umgekehrte. Die Geschichte an sich fand ich immer besser, das Geschriebene jedoch gefiel mir gar nicht mehr. Mit dem Protagonisten konnte ich mich bereits in seiner "Menschengestalt" nicht wirklich anfreunden. Die Beschreibung des "Monsters" empfand ich jedoch sogar katastrophal. Sie schien mir schlichtweg unüberlegt und teilweise widersprüchlich. Die ganze Erzählweise schien mir ein wenig lieblos. Ich hatte beinahe das Gefühl, als hätte Frau Rice gar keine richtige Freude hieran gehabt. Das Ende bietet zahlreiche Möglichkeiten eine neue "Chronik" anzulegen. Ich denke jedoch nicht, dass ich hieraus, sollten tatsächlich noch weitere Geschichten folgen, erneut ein Buch lesen werde. Leider kann ich dieses Mal keine Kaufempfehlung abgeben. Die Leser, die Anne Rice noch nicht, oder weniger kennen, sollten lieber zur "Chronik der Vampire", oder den Geschichten rund um die "Mayfair-Hexen" greifen. Wer schon alles von Anne Rice gelesen hat, wird vermutlich ebenfalls enttäuscht werden.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Hanny3660s avatar
    Hanny3660vor 3 Jahren
    Rezension: Das Geschenk der Wölfe

    Titel: Das Geschenk der Wölfe

    Autor: Anne Rice

    Verlag: rowohlt

    Genre: Fantasy

    Seite: 656

    Einband: Broschiert

    Preis: 15,99

    Bestellen ? Hier



    Buch

    Mal wieder eins meiner neuen Schätzchen ...


    Autorin

    Anne O'Brien Rice (* 4. Oktober 1941 als Howard Allen O’Brien in New Orleans) ist eine US-amerikanische Schriftstellerin. Berühmt wurde sie vor allem mit ihrem zehnbändigen Zyklus von Vampirromanen, der Chronik der Vampire (OT: The Vampire Chronicles).

    (Weitere Infos unter Wiki)


    Inhalt

    Klappentext:

    Interview mit einem Werwolf. Der junge Journalist Reuben soll einen Artikel über ein altes Herrenhaus schreiben, das abgelegen auf den Klippen der nordkalifornischen Küste thront. Doch die Besichtigung endet blutig: Reuben wird von einem großen Raubtier attackiert. Seine Wunden heilen indes ungewöhnlich schnell. Bald verändert Reuben sich. Er wird zum Wolfsmann. Bei Tag der attraktive Jungreporter, der über die furchterregende fremde Kreatur berichtet, bei Nacht eine Bestie: Reuben wird gefürchtet und gejagt. Doch das wahre Böse lauert woanders. 
     


    Meine Meinung

    Eins der Bücher die ich eher selten in die Hand nehme, das beziehe ich nicht auf das Genre Fantasy. Sondern auf den Inhalt an sich. Ich dachte es gibt mehr Romantik, ihr kennt mich ja. "Das Geschenk der Wölfe" ist eher so was wie ein Abenteuer Roman.Es geht um alte Geheimschriften, vergangenen Leben und besonders um Felix Nideck. Ein sehr geheimnisvoller Mann und  auch seine besten Freunde die das  Haus das Reuben geerbt hat, früher bevölkert haben. 

    Der Anfang hat mir sehr gut gefallen, es hatte so eine beruhigende, schöne, samtene Stimmung. Wie warme Seide auf der Haut. Oder alte verblichene Bilder mit schönen Motiven.
    Die Freude die Reuben und Marchan an den alten Papieren und Bildern und Schätzen von Felix Nideck haben, ist erfrischend und einwenig wie Kinderlachen.

    Der Vorfall der im Anschluss in diesem Haus statt findet schiebt die ganze Geschichte in eine andere Richtung. Nach dem Reuben im Krankenhaus wieder zu sich kommt, beginnt er sich zu verändern, er wird stärker und auch sein Haar wird Voller, er wirkt einfach gesund. 

    Als er dann doch in der Nacht im Pelz steckt beginnt seine Reise auf der Suche nach Antworten. Ab diesem Zeitpunkt gibt es die schöne Stimmung die immer etwas von alten Fotographien mit angegilbten Ecken hatte nicht mehr da. Auch das Kindlichelachen und die Freude von Reuben fehlen, statt dessen wird er noch ernster und verunsicherter.

    Ganz besonders die Passagen wenn sie offensichtliches immer und immer wieder durch kauen wird es zäh wie dreitage altes Kaugummi und da fehlt mir einfach die Lust weiter zu lesen. Doch wiederum finden sich stellen wo es um die Männer um Felix Nideck geht beginnt mein Kopfkino zu rattern.

    Der Schreistil ist nicht Kindlich und doch locker und leicht. Die Autorin kann sehr gut die Kampfszenen ausdrücken und auch Gefühle verpackt sie mir ihren Worten sehr gut.

    Was mir noch gut gefällt ist das Cover, es passt doch sehr gut zu der Stimmung im Buch und auch finde ich schön das das Haus, was ja Dreh - und Angelpunkt ist, dort sein Platz gefunden hat.

    Wenn ihr wissen wollt ob Reuben noch mehr über den seit 20 Jahren verschollenen Archäologen Felix Nideck herausfinden kann und auch über seine Verwandlung zu einem Wolfsmenschen, dann müsst ihr euch dem Buch stellen und es selbst zur Hand nehmen.




    Fazit

    Eher ein Abenteuerroman auf der suche nach Antworten. Nicht ganz so mein Fall aber doch recht amüsant.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Gwhynwhyfars avatar
    Gwhynwhyfarvor 4 Jahren
    langweilig

    Klappentext: Der junge Journalist Reuben soll einen Artikel über ein altes Herrenhaus schreiben, das abgelegen auf den Klippen der nordkarlifornischen Küste thront. Doch die Besichtigung endet blutig: Reuben wird von einem großen Raubtier attackiert. Seine Wunden heilen indes ungewöhnlich schnell. Bald verändert Reuben sich. Er wird zum Wolfsmann.
    Bei Tag der attraktive Jungreporter, der über die furchterregende fremde Kreatur berichtet, bei Nacht eine Bestie: Reuben wird gefürchtet und gejagt. Doch das wahre Böse lauert woanders.

    Der junge Journalist Reuben ist für ein Interview Gast in einem abgelegenen Herrenhaus eingeladen, das ihn von Anfang an in Bann zieht. Er wird überfallen, die Gastgeberin getötet. Reuben merkt, dass er sich verändert, Stück für Stück. Eines Tages verwandelt er sich in einen Werwolf. Er ist in der Lage über Kilometer hinweg Hilferufe und Angst zu spüren. Er reißt nicht sinnlos seine Opfer, sondern nur die, die andere mit dem Tod bedrohen. Er zieht sich in das Haus zurück, denn draußen wird er immer wieder gezwungen sich zu verwandeln, weil andere in Not sind. Was ist mit ihm passiert, fragt er sich, wie soll er das nahe stehenden Menschen erklären? Hat es etwas mit dem Herrenhaus zu tun, das er geerbt hat? Gibt es außer ihm noch andere.

    Ich habe mich auf das Buch gefreut. Ich erinnerte mich an den Erfolgsroman „Interview mit einem Vampir“, das ich verschlungen habe. Am Ende dieses Romans von über 600 Seiten stand ich etwas ratlos da. Das Buch ist gut geschrieben, ohne Zweifel, wunderschöne Details, atmosphärische Landschaften. Zwischendurch wird mit Erotik gespielt, was für mich nicht in die Geschichte passt.

    Insgesamt aber fehlten mir Spannungsbogen und ein Ende, mit dem ich etwas anfangen kann. Ohne Höhen und Tiefen zieht sich die Handlung wie Kaugummi. Das Buch endete dort, wo ich mir die Mitte gewünscht hätte und Wichtiges fehlt.

    Fazit: Die ganze Zeit wartete ich darauf, das etwas Bewegendes passiert … Das dicke Buch erschien mir am Ende wie der Trailer für eine lange Serie: Sie haben sich gefunden und nun geht es los … 

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    NiliBine70s avatar
    NiliBine70vor 4 Jahren
    Faszinierend

    Inhalt:

    Reuben ist jung, weiß noch nicht ganz genau, wo sein Weg ihn hinführt. Doch er tut, was er liebt, er ist Reporter, gefühlvoll mit einem Händchen für tolle Storys und setzt diese dann auch sehr gut um. So kommt er an die Geschichte eines alten Herrenhauses, das derzeit zum Verkauf steht. Er soll darüber berichten und somit den Kauf auch ein wenig beschleunigen. Die Erbin des ganzen Anwesens hängt zwar schon an dem Haus und der Umgebung, will aber nicht mehr daran erinnert werden, dass ein geliebter Verwandter, dem das alles gehörte, auf unerklärliche Weise verschwand und sie ihn nie wieder sehen wird. Reuben spürt gleich die Anziehungskraft, die ihn diesem Haus vom ersten Moment an verfallen lässt. Und so entsteht völlig irrational der unbändige Wunsch, dieses Anwesen zu kaufen und seine Geheimnisse zu ergründen.

    Gleichzeitig verliebt er sich in die Erbin, wohl älter wie er, aber schön und begehrenswert und ihm nicht abgeneigt. So lässt er sich auf dieses Abenteuer ein und damit sein altes Leben hinter sich. Denn in einer Nacht, die er dort verbringt, wird Marchant, in die er mittlerweile sehr verliebt ist, getötet und Reuben selbst entkommt dem Tod nur mit Mühe. Der Mörder war kein Mensch, soviel steht für Reuben fest, es war ein blutrünstiges Untier. Doch dann verändert sich Reuben, er nimmt Dinge an sich wahr, die einerseits unglaublich faszinierend und andererseits verstörend, beängstigend sind und die niemand wissen darf. Doch kann er diese neue Seite seines Lebens, dieses Geschenk wirklich vor seiner Umwelt verbergen? Und was passiert überhaupt mit ihm. Die Antworten auf all seine Fragen erhofft Reuben, in den Mauern des Anwesens „Nideck“ zu finden. Zur Seite steht ihm Laura, die nach ihren eigenen Erfahrungen nichts mehr zu verlieren hat.

    Eine Reise durch die Jahrhunderte beginnt in den Mauern von Nideck und endet…ja, das gilt es herauszufinden,  ob sie wirklich endet, oder dies alles einen Neuanfang signalisiert!

    Meine Meinung:

    Faszinierend

    Anne Rice, wenn man den Namen liest, denkt man zunächst mit ziemlicher Sicherheit an Vampire, an vorderster Front an „Interview mit einem Vampir“, welches zu Berühmtheit durch seine Verfilmung gelangte und somit auch Mrs. Rice. Doch wer hätte gedacht, dass die Grand Dame der Fantasy-Literatur sich auch auf Werwölfe einlässt! Es mutete mit zunächst wie ein Experiment an, mal sehen, obs geht.

    Nun, meiner Meinung nach ging es schon recht gut! Es war wirklich faszinierend aus der Sicht der Hauptfigur zu erleben, was diese Verwandlung bewirkt, wie es sich anfühlt, wenn man zum Werwolf wird, welche Gedanken, Gefühle einen da beherrschen. Doch, das hatte schon eine ganze Menge! Das Romantische an der Geschichte kommt auch nicht zu kurz, gewürzt mit einem Hauch Erotik, manchmal animalisch, dann ganz zart, auch das sehr interessant und manchmal sehr berührend!

    Ebenfalls hochinteressant aus meiner Sicht war das Ergründen der Geschichte rund um Nideck, das Anwesen birgt selbst etliches an verstecktem, nicht auf den ersten Blick ersichtlichen, wie ein Wunderland für Archäologen. Man möchte sich Reuben und Laura anschließen und die Geheimnisse ergründen, die sich dort verborgen halten. Und eben auch dann bei den Entdeckungen dabei sein, wenn etwas gelöst, eine neue Tür sich quasi öffnet.

    Alles in Allem muss ich sagen, hat mich die Story schon recht gefangen gehalten. Trotz einiger unnötiger Längen, die man aber verschmerzen kann, wenn dann gleich darauf wieder ein sehr spannender Abschnitt kommt.

    Der Stil ist gut lesbar, manchmal ein wenig „geschwollen“, aber ich denke, dass ist so die Art der Autorin und ihre Fans sind es gewohnt. Man muss aber sagen, dass sie es gut in die Jetzt-Zeit transportiert, es stört nicht wirklich, sondern passt zum Geschehen.

    Fantasy für Erwachsene mit einem Hang zum Romantischen würde ich mal sagen, aber nicht ganz so verklärt und zuckersüß, da die Verwandlungen in einen Werwolf und alles, was damit einhergeht, doch sehr realistisch aus Reubens Sicht beschrieben werden und er sich nicht in einen Teddybär verwandelt.

    Fazit:

    Gut lesbare Erwachsenen-Fantasy, mit einem Touch Romantik, aber ohne plüschig zu sein. Wer Anne Rice´ s Stil kennt und mag, ist hier gut aufgehoben und darf sich vom Werwolf entführen lassen! Für dieses feine Stück Fantasy mit kleinen Fehlern gibt es gut 4 von 5 Nilpferden von mir.

    Danke an Rowohlt Polaris für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!

    Kommentieren0
    10
    Teilen
    Tru1307s avatar
    Tru1307vor 5 Jahren
    [Rezension] Das Geschenk der Wölfe


    Das Geschenk der Wölfe ist der erste Roman der Werwolf-Reihe von Anne Rice. Sie hat bereits Vampir-Romane geschrieben, die sehr erfolgreich sind, und dementsprechend war ich natürlich gespannt, wie ihre Werwolf-Geschichte sein würde. "Interview mit einem Werwolf" steht im Klappentext und kann als Leitspruch für den Roman gesehen werden. In Das Geschenk der Wölfe ist der Protagonist nicht nur ein talentierter Journalist. Ich bekam den Eindruck, dass der gesamte Roman ein langes Interview ist. 

    Der Einstieg in die Handlung gefiel mir sofort. Das Buch startet atmosphärisch mit der ersten Begegnung von dem Hauptcharakter Reuben und dem Herrenhaus der Familie Nideck, das später eine zentrale Rolle spielt. Er ist sofort fasziniert von dem alten Anwesen und von der aktuellen Besitzerin, in deren Bann er sofort geschlagen wird. Reuben soll eine größere Reportage über das zum Verkauf stehende Gebäude schreiben und verliebt sich auf den ersten Blick. Seine Gefühle und Gedanken sind richtig toll geschrieben und ich mochte den jungen Reporter praktisch sofort. Informationen über ihn erfährt man nicht einfach nur herunter geschrieben, sondern wie nebenbei innerhalb von Dialogen, wodurch die Geschichte flüssig und locker zu lesen ist, und dennoch eine anfängliche Tiefe aufweist.
    Im weiteren Verlauf sind Reubens erste Verwandlung und seine Taten anfangs mitreißend geschildert. Werwölfe sind in Das Geschenk der Wölfe keine verweichlichten Wesen, sondern Monster mit dem Drang, zu töten. Dementsprechend blutig und bestialisch sind die Szenen geschrieben. Der innere Konflikt, den Reuben dadurch mit sich ausmachen muss, ist nachvollziehbar. 

    Was dann passiert, kann ich mir auch nicht erklären. Die Handlung flacht nach gut 200 Seiten merkwürdigerweise extrem ab, wird langatmig und teilweise unlogisch. Ich musste mich zum Weiterlesen überwinden. Die Auflösung der Geschichte konnte mich dann gar nicht mehr überzeugen. Wo ist denn die Spannung und die Atmosphäre abgeblieben? Ich habe den Eindruck, dass die Autorin sich immer weiter in Widersprüche verstrickt hat und am Ende nicht mehr alles logisch auflösen konnte. Vor allem Laura, die zweite Frau, in die sich Reuben unsterblich verliebt, und die in ihn in seiner Wolfsgestalt nicht nur akzeptiert, sondern davon auch noch erregt zu werden scheint, ließ die Glaubwürdigkeit in sich zusammenfallen. Schade, ich hatte mir mehr erhofft. 

    Bewertung
    Ein guter Beginn macht noch kein gutes Buch. Schade, ich hatte mir nach einen spannenden, atmosphärischen Einstieg in die Handlung mehr erhofft. Doch die Geschichte flacht nach gut 200 Seiten ab, sodass sich die nächsten gut 400 Seiten wie Kaugummi ziehen. Die Hälfte der Handlung hätte es auch getan, vielleicht wäre die Geschichte dann logischer geblieben?

    Kommentieren0
    4
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Liebe lovelybooks-Community,

    auf booknerds.de - literatur & mehr gibt es dieses Jahr im Rahmen von Blogger schenken Lesefreude bei uns insgesamt 21 Bücher, 1 Hörbuch und 10 Lesezeichen zu gewinnen, und einer der Titel ist der oben genannte.

    Wo? Hier: http://www.booknerds.de/2014/04/gewinnspiel-blogger-schenken-lesefreude-2014/

    (Bitte nur dort antworten und nicht hier kommentieren! Sollte das Formular nicht funktionieren, bitte eine E-Mail an verlosung äääät booknerds puuuunkt de oder eine Direktnachricht via Facebook (facebook.com/booknerds.de) senden)

    Liebe Grüße,
    Chris und die booknerds

    (Buchcover/Auflage kann von der abgebildeten Version bei älteren Titeln abweichen!)
    Zur Buchverlosung

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Terrific!

    Exciting.

    Excellent!

    Thrilling.

    Magnificent.

    Irresistible.

    Intriguing.

    Delectable.

    Engrossing.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks