Anne Saalean

 3.4 Sterne bei 11 Bewertungen
Autor von Wo ein Wille ist.

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Wo ein Wille ist

Wo ein Wille ist

 (11)
Erschienen am 15.12.2012

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Rezension zu "Wo ein Wille ist" von Anne Saalean

Akzeptable Handlung, aber flache Charaktere
Pergamentfaltervor 2 Jahren

Das Ebook startet mit einem sehr interessant-spannenden Prolog, dessen Verbindung zur Geschichte sich erst richtig am Ende erschließt. Mich persönlich hat er in Bezug auf die Figur "Vera" bereits beeinflusst, dazu jedoch später mehr.
Der Inhalt selbst ist mir neu, erinnert mich also an keinen Krimi, den ich gelesen oder von dem ich gehört habe, was bei mir ein wichtiges Kriterium ist. So ganz neu kann keine Geschichte sein, aber zu abgedroschen ist dann auch nervig.
Die Handlung an sich kann ich, wie eigentlich das gesamte Buch, in zwei Abschnitte teilen - einen Anfangsteil und einen Schlussteil, deren Treffpunkt ich nicht ganz sicher markieren kann.
Im Anfangsteil geht mir persönlich die Handlung zu schnell. Hier sind ein paar Handlungsteile, dort kurze Wortwechsel, dort ein Zeitangabe und schon ist wieder ein Tag oder mehr vergangen. Das hat irgendwie gehetzt gewirkt.
Nach diesem etwas missglückten Beginn wird das Ebook jedoch besser. Die Handlungen werden mehr ausgebaut und die Wortwechsel werden länger. Dadurch wird zum Ende hin die Geschichte doch noch etwas lebensnaher, auch wenn ich mich bei der Handlung teilweise gefragt habe, ob dergleichen wirklich möglich sein soll. Irgendwie kann ich mir das nicht vorstellen, aber heutzutage weiß man ja nie ^^

Sprache und Ausdruck
Die Sprache ist stellenweise eher umgangssprachlich. In den Dialogen und Veras Gedanken fand ich das ganz passend, jedoch hat sich auch der eine oder andere umgangssprachliche Ausdruck in Handlungsbeschreibungen eingeschlichen, was ich dann nicht ganz so schön fand. Meiner Meinung nach sollten Bücher immer eher in Normsprache gefasst sein.
Ansonsten ist die Sprache abwechslungsreich und es herrscht ein guter Ausdruck.
Stellenweise fehlt mal ein Wort (meistens ein Artikel), aber das fällt nicht weiter ins Gewicht. Ich hätte es auch fast nicht bemerkt.

Figuren
Mit den Figuren bin ich irgendwie nicht richtig warm geworden.
Wie ich oben schon geschrieben habe, hat mich der Prolog sehr in meiner Beurteilung Veras beeinflusst. Ich habe bei ihr von Anfang an mit einer kaltblütigen Mörderin gerechnet. Im Nachhinein bin ich mir nicht mehr so sicher, was ich von Vera halten soll. Sie hatte keine wirkliche Tiefe. Zwar hat man einiges über sie erfahren, aber aufgrund besonders zu Anfang eher kurz kommender Gedankengänge waren ihre Handlungen für mich nicht immer nachvollziehbar. Gerade wenn aus der Ich-Perspektive geschrieben wird, erwarte ich tiefgründigere Gedanken. Diese Perspektive soll einem das Gefühl geben, Teil der Geschichte sein zu können. Dieses Gefühl hatte ich bei "Wo ein Wille ist" nicht.
Die anderen Charaktere waren ganz annehmbar. Besonders Simon hat für mich einige überraschende Veränderungen in seinem Verhalten parat gehabt.
Die Nebencharaktere waren recht gut dargestellt. Von ihnen hat man wirklich nur so viel erfahren, wie man für die Geschichte brauchte. Dadurch wurde man nicht mit eher unnötigen Informationen überschüttet.

Cover und allgemeine Gestaltung
Das Cover gefällt mir sehr gut. Es hat etwas Spannendes an sich, was den Blick fängt. Ein typischer "Eyecatcher" wie ich ihn liebe.
In diesem Zusammenhang möchte ich auch mal auf den Titel eingehen, den ich sehr gut gewählt finde. Er ist sehr passend für die Handlung und ist äußerst treffend für Veras Entscheidungen. Um das nachzuvollziehen, muss man jedoch die Geschichte kennen ;)

Fazit
"Wo ein Wille ist" lässt mich zwiegespalten zurück. Einerseits gefällt mir die grundlegende Handlung und im zweiten Teil wurde das Buch recht gut. Andererseits war mir besonders Vera zu flach dargestellt und die anfängliche Handlung lief sehr schnell.
Alles in allem ein Auf und Ab, in dem ich mich weder für "auf", noch für "ab" wirklich entscheiden kann.

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ConnyZ.s avatar

Rezension zu "Wo ein Wille ist" von Anne Saalean

Protagonistin konnte nicht überzeugen
ConnyZ.vor 5 Jahren

Als ich das Angebot des Rezensionsexemplars zu “Wo ein Wille ist” von Anne Saalean angenommen hatte, dachte ich an einen guten Thriller.
Es ist eine Selbstauflage von ihr, die am 15. Dezember 2012 als E-Book Version veröffentlicht wurde.
Danke liebe Autorin, meine Eindrücke könnt ihr nun hier nachlesen.

Endlich ist der Albtraum von Vera Tod, ihre eigene Mutter.
Sie drangsalierte sie von je her, nur ihre Schwester Iris hat alles, was Vera sich immer erträumt hatte.
Einen attraktiven Mann, Geld und ein gutes Leben.
Als sie Simon am Grab ihrer Mutter wiedersieht, fühlt sie das sie ihn noch immer liebt.
Er lädt sie zu seinem Geburtstag, was Veras Schwester so gar nicht gefallen will.
Vera muss schnell feststellen, dass sie nicht so empfangen wird von Simon, wie sie es sich erwünscht hatte.
Nicht nur das Iris und er es vergessen haben, auch ist es der letzte Abend für Iris.
Vera ist geschockt, ihre Schwester ist im betrunkenen Zustand von der Treppe gefallen, laut Aussage von Simon.
Doch nicht nur um den Tod seiner Frauen sind Lügen gesponnen …


Dies ist ein Thriller, der vielversprechend anfing, aber im Verlauf sich leider verlor.
Anne Saalean hat mit ihrem Prolog bereits Spannung aufgebaut.
Die geheimnisvollen Gedankengänge eines/einer Unterbekannten wurde dazu benutzt, um den Fokus auf ihre Protagonistin Vera zu lenken.
Leider hatte ich da bereits das Gefühl, das sie zu viel auf Veras Handlungsweise hingedeutet hat.
Wer diesen Thriller liest, bemerkt vielleicht auch diese Erleichterung in Vera, darüber, dass ihre Mutter endlich Tod ist.
Nachdem ich jedoch den Prolog gelesen hatte, machten sich schon erste Zweifel bemerkbar, ob es auch wirklich ein natürlicher Tod war.
Das sei aber dahingestellt, da Vera nun ihr Leben zum ersten Mal allein bestreiten muss.
Als ihre Schwester Iris und deren Mann Simon in die Handlung treten, dreht sich Veras Fokus nur noch um Simon.
Er steht kurz vor seinem 50. Geburtstag und ist immer noch so attraktiv, wie sie ihn in Erinnerung hat.
Da das Verhältnis der Schwester nie zum Besten stand, haben sich diese schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen.
Was sich auch deutlich an den Spannungen zwischen den Beiden spüren lässt.
Vera nimmt nach der Beerdigung ihr Leben selbst in die Hand, bis dahin erschien sie mir wie ein kleines Mädchen, das im Inneren schreit endlich von ihrer Peinigerin befreit zu werden.

Etwas davon trägt sie noch in die Handlung mit hinein, dieses verliert sich im weiteren Verlauf und Vera wurde mir unsympathisch.
Diese Unsympathie beginnt, als sie zur Geburtstagsfeier aufbricht.
Ich hatte immer das Gefühl, dass sich nun alle Aufmerksamkeit auf sie richten muss.
Als dann der von Simon so betitelte Unfall geschah, dachte ich, dass die Handlung nun richtig losgeht.
Dem war nicht so.
Falsch Aussagen, das Einnisten im Haus seitens von Vera und zahllose Geliebte Simons beginnen die Handlung träge und langweilig werden zu lassen.
Es halfen auch ein paar Todesopfer nicht, die Luft war bei mir raus.
Vera glänzte nur noch mit ihren „Ich“ Gedanken und dem fast schon kranken Willen Simon zu gefallen. Sie hing wie eine Klette am Haus und plante sogar in Gedanken schon ihre Vorstellungen zu einen möglichen Umbau.
Sie merkte einfach nicht, dass Simon sie nur ausnutzt und kein Interesse an Vera zeigt.
Einerseits unterstützt er Vera bei bestimmten Taten, andererseits ist er zeitweise ziemlich grob zu ihr.
Anne Saalean hat trotz meiner negativen Auflistung einen guten Wortschatz und einen flüssigen Schreibstil.
Vielleicht komme ich bald wieder zu der Ehre, ein Buch von ihr lesen zu können.
Es muss ja nicht wieder ein Thriller sein.

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J

Rezension zu "Wo ein Wille ist" von Anne Saalean

Rezension zu "Wo ein Wille ist" von Anne Saalean
JUREPHIvor 6 Jahren

Man muss es mögen, aber dann.....

Zum Inhalt:

Vera wurde in ihrem Leben von vielen ausgenutzt, ihre Schwester hat ihr vor Jahren den Freund Simon ausgespannt, ihre Mutter hat ihr stets ein schlechtes Gewissen eingeredet, ihr damaliger Verlobter wollte sie nur, wenn sie mit ihm auswandert und die Mutter seiner Kinder wird.....
Jahre lang hat sie nun in ihrer kleinen, unpersönlichen Wohnung gehaust, sich um ihre Mutter gekümmert und durfte sich stets anhören, dass ihre Schwester es ja geschafft hätte, denn die lebte glücklich mit Simon in Berlin ein Leben in Luxus... und nun ist ihre Mutter tot. Wider Erwarten kommen Iris und Simon tatsächlich zur Beerdigung und einige Tage später flattert sogar eine persönliche Einladung zu Simons 50. Geburtstag ins Haus. Vera entschließt sich, dieser Einladung zu folgen, denn wann sie sonst schon mal die Möglichkeit, dem Kleinstadtmief zu entkommen.
Kaum in Berlin angekommen, überschlagen sich die Ereignisse, sie beobachtet einen handfesten Streit zwischen Simon und Iris und kurz darauf stürzt Iris die Treppe herunter und ist tot, es tauchen immer mehr Geliebte, Exgeliebte und andere Frauen auf, die Ansprüche an sie oder Simon stellen.. doch für jedes Problem gibt es eine Lösung... und zum Glück jede Menge ungenutzte Bettwäsche, Müllsäcke, Putzmittel und ... Unfälle... ähmmm, Zufälle...

Mein Fazit:

Die sehr überzogen und eindimensional gezeichneten Personen, ihr fast schon groteskes und übertrieben unsentimentales Handeln macht die einzelnen Charaktere so liebenswert.
Mit sehr viel schwarzem Humor, einer gewaltigen Prise (Selbst-) Ironie und dem völligen Fehlen von schlechtem Gewissen wird Veras Weg hin zur Erfüllung ihrer Träume gezeichnet, bei der sie sich nicht scheut über die eine oder andere Leiche zu gehen, und dies im wahrsten Sinne des Wortes.
Das vom Leben gebeutelte und ausgenutzte Mauerblümchen findet in jeder Situation ein Lüge, einen Ausweg, eine Verbündete oder eben Putzmittel und Müllsäcke.

Zwar bietet die Geschichte nicht viel Neues, aber alles im allem ist es eine schön durchdachte, mit Wendungen und Zufällen gespickte lustige Unterhaltung, die ich gerne gelesen habe.

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