Anne Stabrey Liebe bleibt jung

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Inhaltsangabe zu „Liebe bleibt jung“ von Anne Stabrey

Die Autorin hat Frauen und Männer ab sechzig interviewt. Deren Biographien berichten vor dem Hintergrund des sozialen Wandels von alten und neuen Moralvorstellungen, von der Fluktuation der Partnerschaften und modernen Formen des Zusammenlebens auch im Alter. So individuell diese Geschichten auch sind, so sehr eint sie eine Erkenntnis: Die partnerschaftliche Liebe wird von älteren Menschen besinnlicher erlebt, mit mehr Zuwendung und Zärtlichkeit. Ihre Gefühle sind wie eh und je denn die Liebe bleibt jung. Über 40 Prominente, wie z.B. Erika Pluhar, Hannelore Elsner, Uschi Glas, Mario Adorf, Ulrich Wickert, Heiner Geißler, u.v.m., bereichern das Buch mit Meinungen zu den Themen Alter und Liebe.

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  • Rezension zu "Liebe bleibt jung" von Anne Stabrey

    Liebe bleibt jung
    Gatzanis_Verlag

    Gatzanis_Verlag

    01. March 2012 um 10:02

    Es ist Zeit, zu fühlen: Rezension zum Buch „Liebe bleibt jung“ „Während einer Lesung ist eine Seniorin einmal weinend aufgestanden, um sich bei der Autorin zu bedanken“, erinnerte sich Verlegerin Jolanta Gatzanis kürzlich in einem Podcast des Bayerischen Rundfunks daran, welche Wirkung Anne Stabreys Sachbuch „Liebe bleibt jung: Geschichten um Sehnsucht und Partnerschaft von Menschen über Sechzig“ seit der Veröffentlichung im April 2010 auf seine Zielgruppe hatte und immer noch hat. „Die Dame war bis zu Anne Stabreys Lesung vollkommen allein gewesen mit ihrem Thema. Und dabei war sie sehr glücklich: Sie hatte eine neue Liebe gefunden – doch sie konnte bis dato mit niemandem darüber reden.“ Dass die einzelnen Personen immer älter werden und es zudem immer mehr alte Menschen gibt (in 50 Jahren werden etwa 14 Prozent der Bevölkerung 80 Jahre oder älter sein), ist der deutschen Bevölkerung durchaus bewusst – dass es vielen „Alten“ so geht wie der von Jolanta Gatzanis beschriebenen Rentnerin, halten sich hingegen die wenigsten Leute vor Augen. Komisch … eigentlich. Und vollkommen unverständlich. Immerhin dürfte jedem Normaldenkenden klar sein, dass sich am Tage des 60. Geburtstages nicht irgendein mysteriöser Schalter umlegt und der jeweilige Mensch schlagartig zu fühlen aufhört. Aber dennoch: Zärtliche Sehnsüchte, sexuelle Bedürfnisse und erotische Fantasien gelten bei Rentnern und Senioren weitläufig als ein No-Go. Warum? Dafür wollen keine vernünftigen Gründe einfallen. Fest steht jedoch: Es wird Zeit, dass sich in Bezug auf die Gefühle der „Generation Silber“ in der öffentlichen Wahrnehmung etwas ändert. Höchste Zeit. Anne Stabrey, die als 70-Jährige einen persönlichen Bezug zum Thema hat und auch Herausgeberin des Film-Begleitbuchs „Wolke 9“ ist, hat mit ihrer Interviewsammlung einen ersten und wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan: Insgesamt acht Frauen und fünf Männer ab sechzig kommen in „Liebe bleibt jung“ zu Wort. Vor dem Hintergrund des sozialen Wandels berichten ihre Biographien von alten und neuen Moralvorstellungen, von der Fluktuation der Partnerschaften und modernen Formen des Zusammenlebens. So individuell diese Geschichten auch sind, so sehr eint sie eine Erkenntnis: Die partnerschaftliche Liebe – oder auch eine frische, ganz neue Verliebtheit – wird von älteren Menschen besinnlicher erlebt, mit mehr Zuwendung und Zärtlichkeit. Gewürzt wird das repräsentative Sammelsurium mit Zitaten von über 40 Prominenten. So stellt Wolfgang Joop etwa fest: „Wer nicht alt aussehen will, darf sich nicht neben Britney Spears stellen“, während Hannelore Elsner mit der Aussage provoziert: „Wer nicht alt werden will, muss vorher sterben.“ Unterm Strich ergibt „Liebe bleibt jung“ somit eine pikante Mischung, mit der Autorin Anne Stabrey beim progressiven Stuttgarter Nischenverlag Gatzanis „offene Türen einrannte“, wie es der Bayerische Rundfunk treffend auf den Punkt brachte. Denn seit seiner Gründung im Jahr 1995 ist Gatzanis bekannt dafür, populäre Bücher über provokante Themen wie Liebe (im Alter), Partnerschaft, (Homo-)Sexualität und Erotik zu publizieren. Kurz: „Liebe bleibt jung“ ist ein außergewöhnliches, sehr ehrliches, sehr einfühlsames und sehr wichtiges Buch, das sicher auch dem Dichter und Schriftsteller Hermann Hesse gut gefallen hätte. In einem seiner bekanntesten Gedichte „Stufen“ schrieb er 1941 nach langer Krankheit im Alter von 64 Jahren: „Wie jede Blüte welkt und jede Jugend dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe, blüht jede Weisheit auch und jede Tugend zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern. Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe bereit zum Abschied sein und Neubeginne, um sich in Tapferkeit und ohne Trauern in andre, neue Bindungen zu geben. Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.“ Für alle, denen das jetzt zu altbacken klingt, kann man es freilich auch so formulieren: Der Körper kann gebrechlich, krank und langsam werden. Die Schmetterlinge im Bauch jedoch, die bleiben fit wie Turnschuhe. Und zwar bis zum Schluss. Eckdaten: 240 Seiten, Preis: 18,50 Euro, ISBN: 978-3932855122

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