Anne Stabrey Wolke 9

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Inhaltsangabe zu „Wolke 9“ von Anne Stabrey

Das Buch spürt den tausend Träumen und tiefen Gefühlen nach, die von der emotionalen Naturkatastrophe namens Liebe handeln. Ein Buch über Liebe, Leidenschaft und Sex im Alter. Basierend auf dem in Cannes prämierten Liebesdrama (Sympathiepreis der Jury) in der Rubrik "un certain regard", das vom Publikum mit stehenden Ovationen gefeiert wurde. Filmstart in Deutschland am 28.08.08

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  • Rezension zu "Wolke 9" von Anne Stabrey

    Wolke 9
    Gatzanis_Verlag

    Gatzanis_Verlag

    24. February 2012 um 15:35

    Der Unruhestand: Rezension zum Film-Buch „Wolke 9“ Wenn es um das Thema Liebe im Alter geht, kommt man seit 2008 nicht mehr an Andreas Dresens Liebesdrama „Wolke 9“ vorbei – und auch nicht an dem gleichnamigen Begleitbuch zum Film von Anne Stabrey (Hrsg.). Denn das zu Recht mehrfach preisgekrönte Kino-Meisterstück erzählt die Geschichte der fast 70-jährigen Inge (für ihre Leistung in „Wolke 9“ mit dem Deutschen Filmpreis ausgezeichnet: Ursula Werner), die sich trotz gemütlich-intakter Beziehung mit ihrem Mann Werner (Horst Rehberg) nach 30 Jahren Ehe in den 76-jährigen Naturfreund Karl (Horst Westphal) verliebt und – jetzt kommt’s! – eine leidenschaftliche sexuelle Affäre mit ihm beginnt. „Wenn das Kino ein Ort ist, in dem man die Welt und das Leben erkunden kann, dann verstehe ich nicht, warum alte Leute dort nicht vorkommen sollen. Und zwar so wie sie sind!“, erklärte gegenüber Spiegel Online einmal Regisseur und Drehbuch-Autor Andreas Dresen, der sich nach dem Filmstart von „Wolke 9“ in den Medien bezeichnenderweise fast schon dafür rechtfertigen musste, dass er Menschen jenseits der 60 ungekünstelte Sexszenen spielen ließ. Das nämlich beinhaltet Falten, Bäuche, Altersflecken, sporadische Impotenz und schlaffe Brüste und außerdem die These, dass auch Senioren noch zärtliche Gefühle, körperliche Bedürfnisse, Liebes-Sehnsüchte und erotische Fantasien haben – alles Dinge, die sich die jugendwahnsinnige, bis in die Spitzen durchgestylte Photoshop-Gesellschaft bis dato offensichtlich nicht vorstellen konnte. Und wollte. Dass mit Andreas Dresen (Deutscher Filmpreis für die beste Regie / „Wolke 9“) dieser fast schon aufklärerische Kino-Beitrag von einem vergleichsweise jungen Mann geliefert wurde, hat folgenden Hintergrund: Der heute 48-Jährige, der seit „Halbe Treppe“ (2002) und „Sommer vorm Balkon“ (2005) berühmt ist für das Erschaffen extrem authentischer Charaktere und fein gezeichneter Figuren, war beeindruckt und verblüfft zugleich von einer Dokumentation, die ein belgischer Freund ihm gezeigt hatte. Titel: „Die Männer meiner Oma.“ Inhalt: Eine 76-Jährige erzählt ihrem Enkel schonungslos ehrlich von ihrem (sexuellen) Liebesleben. ¬– Ein spannendes Hintergrund-Detail, das man erst durch das Begleitbuch von Anne Stabrey (Hrsg.) erfährt. Denn dieses ist nicht nur ein Sammelband von Szenenbildern und Textpassagen, sondern vielmehr der Epilog des Films. Das „Wolke 9“-Buch präsentiert u. a. Interviews mit Privatpersonen 60plus, wagt sich in die gesellschaftliche Dimension hinein, beleuchtet die alltägliche Realität, korrigiert ein überholtes Altersbild und regt zum Nachdenken an. Daneben gibt es natürlich auch Gespräche mit Andreas Dresen und ein „Wiedersehen“ mit den Darstellern, die einem durch Dresens beinahe schon dokumentarische Inszenierung so sehr ans Herz gewachsen sind. Das „Wolke 9“-Buch ist also ein gekonnter Spagat, der deswegen so gut gelungen sein dürfte, weil sich mit dem einfühlsamen Andreas Dresen, der Herausgeberin Anne Stabrey und dem Gatzanis Verlag genau die richtigen drei Parteien zusammen getan haben. Anne Stabrey, Jahrgang 1941, absolvierte 1973 ihr Regiestudium an der Hochschule für Film und Fernsehen der DDR. Nach mehreren Jahren als Autorin und Regisseurin beim DEFA-Studio für Dokumentarfilme zog sie 1982 nach Westberlin. Dort arbeitet sie seitdem freiberuflich als Autorin, Politik-Journalistin und PR-Beraterin. Mit Anfang 60 begann sie – in Besinnung auf ihr eigenes Leben – sich mit dem Thema Liebe und Partnerschaft im Alter journalistisch auseinanderzusetzen. Und an wen hätte sie sich mit ihren Ideen besser wenden können als an Gatzanis? Für den Stuttgarter Verlag, der seit der Gründung 1995 für progressive Sachbücher über Liebe, Sexualität und Partnerschaft steht, sind Themen wie diese schon fast ein alter Hut … Eckdaten: 175 Seiten, Preis: 18,50 Euro, ISBN: 978-3932855146

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