Das Glück ist ein flüchtiger Vogel (Familie Pauly-Saga, Band 1)

von Anne Stern 
4,6 Sterne bei16 Bewertungen
Das Glück ist ein flüchtiger Vogel (Familie Pauly-Saga, Band 1)
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winniehexs avatar

Dieses Buch ist so Lesegenuss, wer das nicht mag, dem ist nicht zu helfen!

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toller Auftakt einer dreiteiligen Familiensaga

Alle 16 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Das Glück ist ein flüchtiger Vogel (Familie Pauly-Saga, Band 1)"

„Im Garten hinter der Villa spürte man nichts von der Krise der Weimarer Republik. Margarethe ließ die Dunkelheit wie einen Mantel auf ihre nackten Schultern herabgleiten. Wie festgewachsen stand sie da und träumte sich hinaus auf das Wasser.“

Berlin, 1923. Margarethe Pauly, eine junge Pianistin aus jüdischem Hause, lebt ein privilegiertes Leben im krisengeschüttelten Berlin der Weimarer Republik. In den Salons ihrer Mutter in der Villa am Wannsee trifft sich die Berliner Bohème zwischen Tradition und Moderne. Doch Margarethe will mehr. Die Verlockungen der Zwanziger Jahre führen sie an unbekannte Orte in der nächtlichen Großstadt. Im glitzernden Scheunenviertel begegnet sie dem jungen Eli, der sie schnell in ihren Bann zieht. Aber ihre Welten sind Lichtjahre voneinander entfernt. Margarethe muss sich entscheiden, was sie für ihre Liebe aufs Spiel setzen will. Eine gefährliche Suche nach Abenteuer und Glück beginnt – und der Preis ist hoch.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9781980919421
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:247 Seiten
Verlag:Independently published
Erscheinungsdatum:04.05.2018

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    winniehexs avatar
    winniehexvor einem Monat
    Kurzmeinung: Dieses Buch ist so Lesegenuss, wer das nicht mag, dem ist nicht zu helfen!
    Wenn die Liebe flüchtet

    Berlin in den goldenen 20er Jahren, Margarethe Pauly ist eine junge Pianistin aus jüdischem gutem Hause. Ihr Vater ist ein anerkannter Bankier und möchte seine Tochter in ein angesehenes Haus verheiraten. Margarethe ist ein junges Mädchen, dass mitten im krisengeschüttelten Berlin der Weimarer Republik einfach nur Leben möchte, sich ausprobieren. Das biedere Leben, welches ihrer Eltern für Sie ausgesucht haben, kann Sie nur schwer akzeptieren. Mit Chauffier Dame geht Sie das Risiko rein und bricht aus ihrem Leben für einen Abend aus und trifft dabei auf den Arbeiterjungen Eli. Er ist so anders als die Männer, die Sie aus der gehobenen Gesellschaft kennt, er zeigt ihr Berlin, dass Leben und auch die Liebe. Sie verliebt sich in den charmanten und zugleich frechen Kerl, aber diese Liaison bleibt nicht ohne Folgen und Margarethe steht vor der Hochzeit, Eli ist aufgebrochen in ein neues Leben und ihr Elternhaus kurz vorm Zusammenbrechen. Nun muss Sie handeln, entscheiden und dass nicht für sich!

    Anne Stern, eine Autorin, die mit Sprache und Schrift eine Geschichte niederschreibt die nicht nur das Herz berührt, sondern auch den Verstand.

    Ich habe schon „Die Asche des Flieders“ gelesen, da war ich schon begeistert. Diese Mischung der alten und neuen Sprache hat mich als Leser mitgenommen in diese unglaubliche Zeit. Durch den Schreibstil hat man wirklich das Gefühl mit den Figuren durch diese Zeit zu wateten.

    Margarethe ist ein junges Mädchen, dass ausbrechen möchte aus ihrem goldenen Käfig. Sie möchte keine Pflichten und Verbindungen zur gehobenen Gesellschaft Berlins. Der schöne Vogel kostete von der Freiheit und kann sich nur schwer vorstellen sich an einen biederen Geschäftsfreund ihres Vaters zu binden, zu mal dieser ein klares Ziel für Margarethe hat.

    Eli der Junge aus dem Gossenviertel Berlins zeigt Margarethe ein einfaches und unbeschwertes Leben, aber auch ein hartes Leben. Denn er arbeitet für seine ganze Familie, diese wurde verführt von dem Duft der aufstrebenden Stadt und hat ihren eigentlichen Wunsch nach Amerika zu gehen aufgegeben.

    Diese beiden jungen Menschen treffen aufeinander und haben direkt eine Verbindung zueinander die nicht sein darf.

    Diese Geschichte hat mich zu tiefst berührt, ich konnte mich so richtig fallen lassen und mit Margarethe gefreut, geliebt und gelitten. Wieder einmal hat mich die Autorin total verzaubert mit ihre Pauly Saga.

     

     

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    schafswolkes avatar
    schafswolkevor 4 Monaten
    Eine junge Frau auf der Suche nach dem Glück im Berlin der 20er Jahre

    1923 in Berlin:
    Margarethe Pauly wächst wohlbehütet im Schoß ihrer jüdischen Familie auf. Für sie ist es ein unbeschwertes Leben, sie liebt es Klavier zu spielen und sich zu amüsieren, dabei stehen ihr sämtliche Freiheiten zu. Doch so langsam muss auch sie sich dem Ernst des Lebens stellen, denn ihr Vater sucht einen Verlobten für sie. Eines Tages lernt sie den Klavierstimmer Eli kennen, beide verbindet sehr viel und doch sind ihre Leben ganz verschieden. Margarethe muss sich bald entscheiden, was für ein Leben sie wählen wird.

    Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt, wobei der Fokus auf Margarethe liegt. Margarethe ist vielleicht nicht die größte Sympathieträgerin, sie legt es gar nicht darauf an zu gefallen, aber gerade das hat mir auch an ihr gefallen. Auf den ersten Blick wirkt sie wie ein verwöhntes Gör aus besserem Hause, aber in ihr steckt auch etwas mehr.

    Ich bin in die Zeit versunken, denn beim Lesen kam bei mir ein Gefühl für die damalige Zeit auf. Die Autorin beschreibt ein üppiges, lebendiges Umfeld der 20er Jahre. Es ist eine Zeit in der das Leben geliebt wird, allen scheinbar die Welt offensteht, aber die Freiheit doch ihre Grenzen hat und langsam der Schatten des politischen Wandels auftaucht.

    Für mich hätte es am Ende gerne noch ein wenig mehr sein können. Aber ich freue mich schon darauf, die Geschichte weiterzulesen, denn weitere Teile sind in Planung. Trotzdem hat das Buch kein offenes Ende und das gefällt mir sehr gut.

    Von mir gibt es für das Buch 5 Sterne.

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    Vampir989s avatar
    Vampir989vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: toller Auftakt einer dreiteiligen Familiensaga
    toller Auftakt einer dreiteiligen Famliliensaga

    Klapptext:



    Berlin, 1923. Margarethe Pauly, eine junge Pianistin aus jüdischem Hause, lebt ein privilegiertes Leben im krisengeschüttelten Berlin der Weimarer Republik. In den Salons ihrer Mutter in der Villa am Wannsee trifft sich die Berliner Bohème zwischen Tradition und Moderne. Doch Margarethe will mehr. Die Verlockungen der Zwanziger Jahre führen sie an unbekannte Orte in der nächtlichen Großstadt. Im glitzernden Scheunenviertel begegnet sie dem jungen Eli, der sie schnell in ihren Bann zieht. Aber ihre Welten sind Lichtjahre voneinander entfernt. Margarethe muss sich entscheiden, was sie für ihre Liebe aufs Spiel setzen will. Eine gefährliche Suche nach Abenteuer und Glück beginnt – und der Preis ist hoch. 

    Ich hatte große Erwartungen an diesen Roman und wurde nicht enttäuscht.Die Autorin hat es geschafft mich in den Bann zu ziehen,

    Dieses Buch ist der Auftakt zu einer dreiteiligen Familiensaga.
    Es gibt zwei unterschiedliche Zeitebenen und Handlungsstränge welche im Laufe der Handlung zusammengeführt werden.

    Zuerst wurde ich in das Jahr 1923 nach Berlin entführt.Dort lernte ich die junge Margare und ihre jüdische Familie kennen.

    Zwischendurch wechseln wir in das Jahr 1938 in ein Waisenhaus in welchem Johanna lebt.

    Der Schreibstil ist leicht und locker und angenehm.Ich bin mit dem Lesen sehr gut voran gekommen.Die Seiten flogen nur so dahin.Und einmal angefangen mit lesen konnte ich dieses Buch nicht mehr aus den Händen legen.
    Die Protoganisten wurden sehr gut beschrieben und ich konnte sie mir klar und deutlich vorstellen.Es gab viele unterschiedliche Charaktere welche bestens ausgearbeitet wurden.Besonders Margaretha und Eli fand ich  sympatisch und habe sie gleich  in meine Herz geschlossen.Aber auch alle anderen Personen waren sehr interessant.
    Viele Szenen wurden sehr detailliert dargestellt und so war ich teilweise direkt im Geschehen dabei.In der Zeit der Weltwirtschaftskrise,des Umbruchs und der Weimarer Republik musste sich Margaretha durchsetzen und beweisen.Der Autorin ist es hervorragend gelungen mir die Atmosphäre von Berlin zu dieser Zeit nahe zu bringen.Eindrucksvoll beschreibt sie die Verhältnisse.Durch die sehr guten Rechechen haben ich auch viele Informationen und Wissenswertes zu dem Thema Judentum und Weimarer Republik erhalten.Das hat mir sehr gut gefallen.Durch die sehr fesselnde,packende manchmal aber auch einfühlsame und berührende Erzählweise wurde ich förmlich in die Geschichte hinein gezogen.Ich konnte mir richtig vorstellen wie sich Margaretha gefühlt haben muss.

    Auch der Handlungsstrang im Jahre 1938 mit Johanna hat mich begeistert und teilweise sehr bewegt.Es hat mich erschüttert unter welchen Verhältnissen diese armen Kinder leben mussten.Auch dies hat Anne Stern mit ihrer wunderschönen Erzählweise hervorragend beschrieben.
    Fasziniert haben mich auch die sehr bildhaften und ansprechenden Beschreibungen der einzelnen Schauplätze.So hatte ich das Gefühl selbst an diesen Orten zu sein und alles mit zu erleben.
    Die Handlung blieb von Anfang bis zu Ende sehr interessant und so kam zu keiner Zeit Langeweile auf.

    Das Cover finde auch einfach nur traumhaft schön.Es passt perfekt zu dieser Geschichte und rundet das brilliante Werk ab.

    Mich hat diese Lektüre einfach mitgerisssen und begeistert.Ein wirklich toller historischer Roman und ich freue mich schon jetzt auf die Fortsetzung.Ich vergebe glatte 5 Sterne.


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    Anni04vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein spannender, berührender und authentischer Roman, den ich nur weiterempfehlen kann!
    Ein berührender und spannender historischer Roman

    In diesem Roman begleiten die Leser Margarethe, die in Berlin in den 20er Jahren lebt. Die Protagonistin lebt in der jüdischen Oberschicht Berlins und hat mit ihrer Rolle als Frau immer wieder zu kämpfen. Ihre Eltern suchen ihr einen Ehemann aus, mit dem sie nicht allzu viel anfangen kann. Wird sie eine Möglichkeit finden, um aus ihrem einengenden Alltag zu fliehen?
    Mich hat dieses Buch von Anfang an gepackt. Anne Stern hat einen wunderschönen Schreibstil, der mich direkt ins Berlin der 20er Jahre versetzt hat. Die Leser lernen eine Reihe von Charakteren kennen, die in Margarethes Leben eine Rolle spielen. Teilweise wird auch aus der Sicht von anderen Personen geschrieben, wodurch man weitere Einblicke in die verschiedenen Leben erhält. Zwischendurch gibt es immer wieder Kapitel, die 15 Jahre später spielen und bei denen man zunächst nicht weiß, wer dort erzählt. Auch das war für mich sehr gelungen und interessant. Zum Ende hin wurde es immer spannender und ich konnte gar nicht aufhören zu lesen.
    Für mich ist das ein toller und herzzerreißender Roman und ich werde mir auf jeden Fall den Folgeband ansehen.
    Ich freue mich sehr, dass ich bei dieser Leserunde dabei sein durfte, da ich das Buch sonst vielleicht nicht entdeckt hätte.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Beeindruckendes Zeitgemälde über Berlin anno 1923!
    Beeindruckender Roman

    „...Die sanften Klänge perlten zart, fragend, dann mutiger aus Margarethes Händen. Sofort beruhigte sich die Melodie wieder. Die rechte Hand Margarethes stellte eine schüchterne Frage, die linke beantwortete sie weiter...“


    Wir schreiben das Jahr 1938. In Hamburg empfängt Mathilda Schickler die 15jährige Johanna.

    Dann wechselt die Geschichte ins Jahr 1923 und nach Berlin. Im Hause der Familie des jüdischen Bankiers Max Pauly haben sich mehr als einhundert Gäste zu einem Fest versammelt. Nur Margarethe, die 22jährige Tochter des Hauses, fühlt sich wie in einem goldenen Käfig. Sie ist zwar eine begnadete Musikerin, wünscht sich aber ein freieres Leben. Allerdings hat ihr Vater schon eine Verbindung mit Jakob Löw, dem Sohn des Bankiers Abraham Löw, in die Wege geleitet.

    Die Autorin hat einen fesselnden historischen Roman geschrieben. Das Besondere daran ist, dass die Geschichte in zwei Zeitebenen erzählt wird. Es nach und nach wird klar, was diese Handlungsstränge miteinander verbindet.

    Der gehobene Schriftstil lässt sich angenehm lesen. Schon das Eingangszitat zeigt, wie gekonnt die Autorin das Spiel mit Worten und passenden Metaphern beherrscht. Als Leser erhalte ich einen detaillierten Einblick in die Lebenswirklichkeit des Jahres 1923. Es ist eine Zeit des Umbruchs. Einerseits sind die Folgen der Weltwirtschaftskrise in vielen Bereichen spürbar, andererseits beginnen die politischen Unwägbarkeiten. Erste Pogrome sind an der Tagesordnung.

    Sehr genau beschreibt die Autorin die Handlungsorte in Berlin. Geschickt wird das mit den Fahrten oder Spaziergängen ihrer Protagonisten verknüpft. Zum einen gibt es die Welt des Boheme und des gehobenen Judentums. Musik und Kunst gehört zum Alltag. Für die Feiern ist nur das Beste gut genug. Zum anderen gibt es das Scheunenviertel. Hier sind vor allem die aus dem Osten angekommenen Juden gestrandet. Ihnen fehlt häufig das Notwendigste zum Leben. Viele haben sich aufgegeben. Im Scheunenviertel lebt auch Eli, ein junger Mann, der mit seiner Familie aus Polen gekommen ist. Er allerdings plant seine Zukunft in Amerika. Er hat eine Ausbildung als Klavierbauer, arbeitet in diesem Beruf und will sich so das notwendige Reisegeld verdienen.

    Margarethe sieht ihn das erste mal, als sie mit ihrer Freundin Käthe eine Jazzkneipe besucht. Plötzlich hat sie ein Gefühl von Freiheit. Doch manchmal hat Freiheit einen hohen Preis. Ist sie bereit, ihn zu zahlen? Die gesellschaftlichen Unterschiede werden in den inhaltsreichen Gesprächen zwischen Margarethe und Eli thematisiert. Margarethe sieht zwar den Standesunterschied, erkennt aber auch, dass Eli als Mann mehr Rechte und Möglichkeiten als sie hat.

    Anfangs kommt mir Margarethe sehr naiv und unbedacht vor. Das wird sich im Laufe der Handlung ändern.

    Der zweite Handlungsstrang im Jahre 1938 erzählt eine Lebensgeschichte, die im Waisenhaus in Reinberg stattfand. Das junge Mädchen lernt Gewalt und Unterdrückung kennen. Das aber ist nicht das Schlimmste. Was sie weit härter trifft, zeigt das folgende Zitat:


    „...Die Schmach der ungeliebten Seelen, die nicht geteilt werden kann, sondern in der Begegnung nur stärker fühlbar wird, hindert uns daran, uns nahe zu sein...“


    Das Jahr 1938 wird zum Scheidepunkt in ihrem Leben. Besucher im katholischen Waisenhaus gebrauchen die Worte „unwert“ und „jüdisch“. Johanna gehört zu beiden nicht. Weder sie noch die Nonnen wissen, wo ihre wirklichen Wurzeln liegen. Mit ihrer Reise nach Hamburg hofft sie auf Antworten.

    Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Es hat mein Interesse an der Fortsetzung geweckt. Ein Zitat soll meine Rezension beenden. Es stammt von Margarethes Freundin Esther.


    „...Unsere Gefühle sind nicht immer steuerbar. Das Glück ist flüchtig wie ein kleiner Vogel, der sich unerwartet neben uns setzt, aber beim leisesten Geräusch aufgeschreckt wird und davon fliegt...“

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    Pixibuchvor 4 Monaten
    Das Glück ist ein flüchtiger Vogel (Familuue Pauly-Saga, Band 1)

    Ein wundervoller tragischer Roman aus der Zeit um 1923/24. Margarethe lebt mit Eltern und Bruder in einer wunderschönen Villa am Wannsee in Berlin. Sie hat eine erstklassige Klavierausbildung genossen und spielt nun auf Gesellschaften und auch in Konzerten mit. Ihr Vater ist ein reicher Bankier und auch ihr zukünftiger Verlobter Jakob ist in der Finanzbranche tätig, Ihr Leben ist zwar bequem, aber auch langweilig. Da lernt sie den durch Zufall den armen Eli kennen, der im Judenviertel lebt und als Klavierstimmer arbeitet. Sie beginnt mit ihm eine heiße, aber kurze Liason, die dadurch beendet wird, dass Eli nach Amerika auswandert. In kurzen Zwischenberichten wird dann über ein Mädchen berichtet, die in einem sehr strengen Waisenhaus aufwächst. Wir erfahren, wie entbehrungsreich dieses Leben ist und kehren dann aber gleich wieder in die Üppigkeit des jüdischen Haushaltes der Paulys zurück. Dies ist er erste Teil einer Trilogie und hat mich mehr als beeindruckt. Wir lernen das pompöse Leben der Oberschicht einerseits kennen und die Armut und Not in den Arbeitervierteln. Die Autorin beschreibt mit warmen und ehrlichen Worten den Zwiespalt dieser Gesellschaft. Anscheinend war schon zu dieser Zeit mit Geld alles zu erreichen und zu bereinigen. Die Plätze und Ort im alten Berlin sind geradezu virtuos beschrieben, das Nachtleben der 20iger Jahre, die wilde Zeit, sind fast greifbar. Das Buch endet genau an der Stelle, wo man eigentlich wissen wollte, wie es dann weitergeht, wie Margarethes Leben als Ehefrau von Jakob verlaufen wird. Eine grandiose Unterhaltung, der den Leser in die exzentrische Welt der Schönen und Reichen entführt. Natürlich will ich den nächsten Teil nicht verpassen.

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    Alina1011s avatar
    Alina1011vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: der Roman hat mich sehr berührt
    beschreibender, bewegender Roman

    „Das Glück ist ein flüchtiger Vogel“ von Anne Stern ist der erste Band einer dreiteiligen Familiensaga.


    Klappentext:

    Berlin, 1923. Magarethe Pauly, eine junge Pianistin aus jüdischem Hause, lebt ein privilegiertes Leben im krisengeschüttelten Berlin. Der Weimarer Republik. In den Salons ihrer Mutter in der Villa am Wannsee trifft sich die Berliner Bohe`me zwischen Tradition und Moderne. Doch Magarethe will mehr. Die Verlockungen der Zwanziger Jahre führen sie an unbekannte Orte in der nächtlichen Großstadt. Im glitzernden Scheunenviertel begegnet sie dem jungen Eli, der sie schnell in ihren Bann zieht. Aber ihre Welten sind Lichtjahre voneinander entfernt. Magarethe musssich entscheiden, was sie für ihre Liebe aufs Spiel setzen will. Eine gefährliche Suche nach Abenteuerund Glück beginnt- und der Preis ist hoch.


    Thema:

    Das Hauptthema ist die große Leidenschaft zwischen Eli und Magarethe, welche nicht ohne Folgen blieb. Magarethe ist jedoch verlobt. Sie soll Jakob heiraten, damit das Ansehen und Vermögen der Familie Pauly nicht in Verruf gerät.Sie versucht die Schwangerschaft geheim zuhalten um sich und ihrer Familie nicht zu schaden.

    Zudem sind wir in der Zeit der Weimarer Republik. Die Protagonisten sind Juden. Solangsam merken die niederen Schichten, dass sie unerwünscht in Deutschland sind und Straßenräuber ihre Viertel überfallen. Die feine Gesellschaft wiegt sich allerdings noch in Sicherheit.


    Charaktere:

    Magarethe wirkte zuerst etwas „billig auf mich. Aber als ich sie näher kennenlernte, änderte sich meine Einstellung zu ihr. Sie ist ein starke Frau und lässt sehr viel über sich ergehen,nur um ihre Familie zu schützen. Das Verhältnis ist jedoch nicht das Beste. Aber es zeigt sehr stark die Rolle einer Frau in den Zwanzigern.


    Eli:

    Ist ein armer Jude, der sich sehr von M. angezogen fühlt. Und obwohl oder gerade deswegen, bricht er den Kontakt ab, da er immer nur das Beste für andere und sich will. Er hat die Chance genutzt, einen Neuanfang zu starten, aber Magarethe geht ihm einfach nicht aus dem Kopf.


    Magarethes Mutter ist mir sehr unsympatisch. Sie ahnt, was mit ihrer Tochter los ist. Sie hat aber keine guten Worte für sie, sondern sorgt sich nur um ihren Ruf. Spätestens als sie gesehen hat, dass iht Verlobter sie geschlagen hat, hätte sie eingreifen sollen. Aber das war ihr egal, sie hat es so hingenommen.


    Meinung:

    Der Schreibstil von der Autorin ist anfangs sehr ausladend und beschreibend. Man konnte sich immer bis ins kleinste Detail hineinversetzen. Gerade der Anfang wurde sehr gut beschrieben. Zunächst hatte ich leichte Probleme nicht selbst abzuschweifen, aber ziemlich schnell hatte mich der Schreibstil und die Story an sich, in meinen Bann gezogen. Die Autorin hat die Gefühle der Protagonistin sehr gut rüber gebracht.

    Das Buch wurde in der auktorialen Perspektive verfasst. Zwischendrin gab es immer wieder kurze Kapitel in kursiv gehalten. Diese waren von einem Ich-Erzähler. Am Ende war dann klar, was die Einschübe zu bedeuten haben und was uns die Autorin damit vermitteln wollte.

    Die Spannungsbogen stieg in jedem Kapitel an, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.


    Fazit:

    Für mich war es nach mehreren Liebesromanen eine wilkommene Abwechslung. Ich fühlte mich wie eine stille Begleitern von Magarethe. Wer gerne Familienromane ließt und sich einen guten Eindruck über das Leben und die Gefühle der Juden machen will, liegt bei diesem Buch genau richtig. Und das beste, es gibt noch wei weiter Bände in dieser Reihe.

    Ich vergebe sehr gerne 5 von 5 Sternen

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    Anteks avatar
    Antekvor 5 Monaten
    Sehr gute vier Sterne für eine gelungene Zeitreise ins Berlin der Weimarer Republik

     „Ich wünschte nur ich wäre keine Frau. Wir sind wie Vögel in einem Käfig. Ja meiner ist goldener, man streut mir jeden Tag feinstes Futter hinein, aber ich sehe die Welt nur durch diese glitzernden Gitterstäbe.“ Margarete lebt in der Villa am Wannsee, vor allem wenn man das krisengeschüttelte Berlin der Weimarer Republik im Auge hat, eigentlich ganz vorzüglich. Eine gute Ausbildung, Wohlstand und Luxus sind im Überfluss vorhanden und trotzdem fühlt sich die junge Pianistin inzwischen der Berliner Bohème, die sich bei Empfängen die Klinke in die Hand gibt, nicht wohl in ihrer Haut. Sie will mehr vom Leben, will Achtung und vor allem geht ihr dieser unbekannte Arbeiter mit dem attraktiven Lachen, der ihr bei ihrem verbotenen nächtlichen Ausflug in die angesagte Kneipe „Mulacke“ über den Weg gelaufen ist, nicht mehr aus dem Kopf.


    Als Leser begleitet man Margarete Pauly, zeigt sich auf Empfängen, testet den einen oder anderen Mann, gibt Konzerte und schließlich tingelt man mit ihr auch zwischen privilegiertem Leben und dem „Scheunenviertel“, dem jüdischen Armenghetto, aus dem Eli stammt, hin und her. Sie muss sich entscheiden, denn: „Mir musste nichts vormachen Püppchen. Du hast dir doch nich vorjestellt mit so einem dat janze Leben deine Frühstückseier zu löffeln, hab ick recht?“ sind Käthes Worte, als sie von Margaretes Verlobung mit dem reichlich reservierten Jakob Löw erfährt. Sein Vermögen soll die Privatbank ihres Vaters retten, der sich verkalkuliert hat. Wird die Liebe oder die Vernunft siegen?

    „Kann es sein, dass ich nur dieses armselige Körperchen bin, voller blauer Flecke und zerkratzt wegen der Bettwanzen und Flöhe, die uns die Nächte zur Hölle machten?“ Für Spannung und große Betroffenheit sorgen zudem kursive Einschübe, die von den schrecklichen Zuständen in einem Kinderheim in Reinberg aus dem Jahr 1939 berichten. Ein misshandeltes Mädchen auf der Suche nach ihren Wurzeln, nach ihrer Identität.  

     

    Ich musste mich zuerst etwas an den sehr ausladenden Schreibstil gewöhnen. Ich war hin- und hergerissen. Einerseits fand ich die zahlreichen Bilder und sorgfältigen, detailgetreuen Beschreibungen großartig, weil sie mich direkt in die Szenen versetzten. Ich konnte mir alles ganz genau ausmalen, war so wirklich mittendrin im Berlin der Zwanziger Jahre, anderseits aber musste ich mich sehr konzentrieren, dass ich die Handlung, die fast im Hintergrund läuft, nicht verpasse. Aber dran gewöhnt, damit Frieden geschlossen, dass es sich hier mehr um eine grandiose Gesellschaftsstudie der Zeit handelt und der Tatsache, dass es auch weniger ausladend wurde, hat mich die Geschichte wirklich gefesselt und ich hatte tolle Unterhaltung. Gut gefallen hat mir auch, dass ich ab und an schmunzeln durfte. „Hielt er das für eine akzeptable Kussgtechnik?“ kann einer Margarete schon mal nach einem misslungenen Schmatzer durch den Kopf gehen oder der eine oder andere Herr verspürt "keinen Wunsch von so einer Vogelscheuche den Hintern blutig schlagen zu lassen".


    Margarete konnte bei mir nicht die größten Sympathien ergattern, was mir allerdings mein Lesevergnügen nicht getrübt hat. Sie ist authentisch gezeichnet und das ist das Wichtigste. Sie ist verwöhnt, stellt Ansprüche und tut Dinge, die ich ihr im Heute sicher sehr ankreiden würde. Um den Finger gewickelt hat mich auf jeden Fall der smarte, liebenswürdige Eli, und dass Margarete ihm nicht widerstehen konnte, ist mehr als verständlich. Die Liebesgeschichte handelt von den beiden, aber auch alle anderen Nebendarsteller sind gelungen gezeichnet, bei Margaretes Mutter angefangen, die gerne die Augen vor der Realität verschließt, über das „wandelnde Brechmittel“ Benjamin Levy, dem das Schicksal zum Glück die Grenzen zeigt, bis hin zu Pförtner Friedrich, der in der Sing Akademie nach dem Rechten schaut. Erwähnen, weil er meine Wut so geschürt hat und ich oft entsetzt war bei Worten wie „Eine Stute ist nur so gut, wie ihre Zuchtlinie“, „sie muss zugeritten werden“, muss ich noch Margaretes Vater.



    Hier wird das Berlin der Zeit mit all seinen Facetten, bei der Hinterhofkneipe angefangen, die für alle Gesellschaftsschichten offen steht und Platz für käufliche Liebe bietet, angefangen, über Straßenzüge, die für die Ärmsten der Armen reserviert sind, bis hin zu den Empfängen der Berliner Bohème, bei denen Geld keine Rolle spielt, oder dem Cafe Josty, dem Literaturtreffpunkt, in dem es ums Gesehen-werden geht, dargestellt. Diese Vielfalt hat mir sehr gut gefallen. „Die alte jüdische Tradition war weiß Gott nicht vereinbar mit weiblicher Emanzipation. In einer Ehe gab es unumstößliche Regeln, die dafür sorgten, dass kein Chaos ausbrach.“ Auch äußerst gelungen, werden die verschiedenen Rollenbilder der Frau aus der Zeit gezeichnet. So sind die genügsame Ehefrauen, die in ihrer Rolle aufgehen oder die sie zumindest leben, aber auch diejenige, die von Freiheit träumen, vertreten. Auch wenn in der Villa am Wannsee noch relativ wenig von Antisemitismus zu spüren ist, ist sich Margarete ihrer Wurzeln bewusst und auch das schreckliche Los der jüdischen Bevölkerung wird im Scheunenviertel ganz besonders grausam deutlich. Die Autorin versetzt wirklich mehr als gelungen in Zeit und Ort. 


    Alles in allem ein wirklich toller Ausflug ins Berlin der Zwanziger Jahre, der aber wegen dem für mich im Lesefluss etwas holprigen Beginn, keine ganzen fünf Sterne mehr von bekommt, 4,5 wären ideal. Aber vielleicht sind die bei der Fortsetzung, die ich jetzt schon sehnsüchtig erwarte, ja schon drin.

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    MissLilas avatar
    MissLilavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein schöner, gelungener Auftakt der Familie Pauly Saga über die Flüchtigkeit des Glücks
    Ein gelungener Auftakt über die Flüchtigkeit des Glücks

    Die Autorin führt den Leser in dem Buch „Das Glück ist ein flüchtiger Vogel“ in zwei Erzählsträngen durch die Geschichte.

    Hauptfigur ist Margarethe aus gut gestelltem jüdischem Hause, die gemeinsam mit ihrer Familie in Berlin lebt. Dazu gibt es dann och die Kapitel unter dem Titel „Reinberg“. Im Laufe des Buches werden diese beiden zuerst völlig verschieden scheinenden Erzählstränge geschickt immer mehr miteinander verwebt.

    Die Handlungsorte sind detailliert beschrieben, sodass ich mich gut in die Geschichte hineinversetzen konnte. Für meinen Geschmack manchmal zu detailliert, sodass ich schauen musste, nicht die Konzentration auf das eigentliche Geschehen zu verlieren. Hier bin ich eher ein Freund nicht so ausschweifender Beschreibungen, doch trotzdem hat mich dieser Roman außerordentlich gefesselt.

    Die Darstellung der Atmosphäre Berlins inmitten der 20 er Jahre finde ich sehr gelungen. Man spürt förmlich die Zeit und das Geschehen mit. Auch die Passagen in Berliner Dialekt lassen das Ganze sehr authentisch wirken. Die Beschreibungen der einzelnen jüdischen Viertel haben mir auch gut gefallen, so gibt es auf der einen Seite die Reichen die in gut situierten Villen und Anwesen leben, auf der anderen Seite das Scheunenviertel. Hier ist manch jüdischer Bewohner so arm, dass noch nicht einmal ein Dach über dem Kopf für erholsame Nächte da ist.

     Margarethe wirke auf mich zu Beginn unsympathisch  und eher abgehoben  (was wohl auch durch die Behandlungsweise ihrer Eltern besonders ihrem Vater verschuldet ist) aber im Nachhinein betrachtet hat sich dies dann gewandelt und auch sie wurde mir sympathisch.  Im Gegensatz zu ihrem Vater Max. Der sich wirklich als ein Widerling entwickelt und keine Skrupel hat. Mit Margarethe habe ich dann auch wirklich Mitleid mit ihrem Schicksal empfunden als ich merkte, dass sie doch so ganz anders ist als ihre Eltern.

     Die Geschichte ergibt noch viel Potential für eine Vorsetzung, besonders wäre interessant wie es in ihrer Ehe verläuft und auch wie die Wege ihrer Freundin Esther verlaufen. Ebenso interessiert mich auch, was aus Johanna, dem Waisenmädchen wird und wie die Familie die weitere Zeit des Nationalsozialismus erlebt.

    Fazit

    Für mich ist „Das Glück ist ein flüchtiger Vogel“ ein fesselnder, historischer Roman mitten in Berlin und ein wundervoller Auftakt der Familie Pauly-Saga und ich bin schon ganz gespannt auf weitere schicksalhafte Begebenheiten im Leben der Familie Pauly.

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    tinstamps avatar
    tinstampvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wundervoller Auftakt zur Familie Pauly Saga, die mit einem atmosphärischen Berlin der Zwanziger Jahre glänzt.
    Liebe oder Pflicht?

    In dieser Vorgeschichte zu Anne Sterns Roman "Die Asche des Flieders", die sich um die Familiengeschichte der Pauly's dreht, lernen wir die junge Margarethe Pauly kennen. Sie ist die wohlbehütete Tochter eines jüdischen Bankiers und eine erfolgreiche Pianistin. Ihre Familie findet es an der Zeit, dass die heiratet und hat auch schon einen geeigneten Kandidaten für Margarethe ausgewählt: Jakob, der ebenfalls aus einer wohlhabenden jüdischen Bankiersfamilie kommt. Doch Margarethe fühlt sich zum blassen und etwas steifen jungen Mann nicht wirklich hingezogen. Als sie eines Tages im Scheunenviertel den jungen Juden Eli kennenlernt, ist sie von ihm fasziniert. Eli steht aber weit unter ihrem Stand, lebt im berüchtigten Schanzenviertel und versucht mit seinem Lohn die Familie zu versorgen. Dass sie sich in Eli verliebt, hat sie nicht miteinberechnet...suchte sie doch Freiheit und Abenteuer, bevor sie Jakob heiraten soll.
    Margarethe ist für ihren Stand und der Zeit ein ziemliches Früchtchen, dabei aber etwas naiv. Durch ihre Schönheit bezirzt sie die Männer, ist sich aber möglichen Folgen noch nicht wirklich bewusst. Sie ist ziemlich hochnäsig und verwöhnt. Ihre beste Freundin Esther kommt aus der selben Schicht, ist jedoch keine Schönheit und sich dessen auch bewusst. Sie hat ein großes Herz und steht Margarethe in schweren Zeiten bei. Diese kommen für Margatrethe schneller als sie denkt....

    In einem weiteren Strang aus den Jahren 1938 und 1939 wird die Geschichte des Waisenmädchens Johanna erzählt, die sich durch die Kapitelüberschrift "Reinsberg" und in kursiver Schrift abheben. Diese Abschnitte sind mir sehr zu Herzen gegangen und konnten mich besonders mitnehmen. Die beiden Erzählstränge führen gekonnt am Ende zusammen. Irgendwie hätte ich aber gerne noch etwas mehr über Johannas Schicksal erfahren.

    Mit Margarethes Charakter hatte ich anfangs kleine Probleme, doch mit der Zeit und einigen Rückschlägen wird auch die junge Frau ruhiger und erfahrener. Gerne habe ich sie auf diesen Weg begleitet. Standesunterschiede und der aufkommende Hass gegen die Juden sind bereits spürbar. Die Autorin versteht es den Unterschied zwischen den reichen Juden und den Flüchtlingen aus dem Osten, die im Schanzenviertel täglich ums Überleben kämpfen, sehr gut darzustellen. Die damalige Zeit hatte viele Facetten: der finanzielle Zusammenbruch mit dem Wertverfall des Geldes, die politischen Wirren und das Aufkommen der Nationalsozialisten, aber auch die "Wilden Zwanziger" mit den modischen Errungenschaften der Frauen, wie das Wegfallen des Korsetts, Kurzhaarschnitte und vorallem die Musik. Dieses Flair hat Anne Stern auf den wenigen Seiten sehr gut eingefangen.
    Trotzdem sind die Frauen noch im gesellschaftlichen Korsett gefangen. Sie haben den Haushalt zu führen, den Mund zu halten und als Mädchen sich den Wünschen der Eltern zu fügen, die meist mit arrangierten Ehen endeten.

    Schreibstil:
    Der Schreibstil der Autorin ist detailliert und liest sich wunderbar: Die Charaktere sind alle sehr authentisch, haben Ecken und Kanten. Die musikalische Komponente mochte ich ebenfalls sehr. Vorallem aber hat mich die eindrucksvolle Atmosphäre der Stadt Berlin der Zwanziger Jahre beeindruckt, die von Anne Stern toll eingefangen wurde.

    Fazit:

    Der historische Roman, der uns vom Leben der jüdischen Familie Pauly in den Zwanziger Jahren in Berlin erzählt, ist ein wunderbarer Auftakt dieser Familiensaga. Vorallem die stimmungsvolle Atmosphäre der Stadt zu dieser Zeit mochte ich sehr. Ich hätte mir noch etwas mehr Seiten gewünscht und vorallem zum Schluss hin noch ein paar ausführlichere Details. Ich freue mich schon auf den zweiten Band der Familiensaga.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    A
    Liebe Freund*innen von historischen Liebesromanen,

    ich möchte euch gerne zu meiner Leserunde zum neuen Roman "Das Glück ist ein flüchtiger Vogel" einladen. Darin erzähle ich die Vorgeschichte zu "Die Asche des Flieders." Der Roman entführt die Leser*innen ins Berlin der Goldenen Zwanziger. Die schöne Pianistin Margarethe, aus jüdischem Haus und privilegiert, trifft den jungen Eli, einen etwas windigen Arbeiter aus dem Scheunenviertel. Seine ostjüdische Familie ist nach Berlin geflohen, um dort ihr Glück zu machen. Es kommt, wie es kommen muss - Margarethe verliebt sich und setzt ihren Ruf und ihre Existenz aufs Spiel. Der Preis ist hoch...
    Der Roman hat im Print-Format 249 Seiten. Ich vergebe zehn Taschenbücher und zehn eBooks. Bitte gebt bei der Bewerbung an, ob ihr auch ein eBook nehmen würdet.
    Während der Leserunde werde ich nicht aktiv an den Diskussionen teilnehmen, ihr könnt mir aber Fragen im Unterthema "Fragen an die Autorin" stellen, die ich euch gerne beantworte.
    Ich bin gespannt auf eure Bewerbung und euer Feedback! Ich wünsche mir am Ende von euch eine aussagekräftige und ehrliche Rezension, schwerpunktmäßig bei Amazon, gerne auch an anderen Orten eurer Wahl.

    Eure Anne Stern
    A
    Letzter Beitrag von  Anne_Sternvor 4 Monaten
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