Das Brombeerzimmer

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Inhaltsangabe zu „Das Brombeerzimmer“ von Anne Töpfer

Nostalgie und Romantik vor der traumhaften Kulisse der Vorpommerschen Boddenlandschaft Nora liebt das Zubereiten von Marmelade – am liebsten für ihren Ehemann Julian. Die beiden sind frisch verheiratet und noch so verliebt wie am ersten Tag. Doch dann erleidet Julian einen Herzinfarkt und stirbt. Noras Welt zerbricht. Eines Tages findet sie einen Brief: Er ist von Julians Großtante Klara. Kurz vor seinem Tod hatte Julian Kontakt zu ihr aufgenommen, um sie nach einem alten Familienrezept für Brombeerkonfitüre zu fragen. Er wollte seine Frau damit überraschen. Nora macht sich auf die Suche nach der Dame, die zurückgezogen in der Vorpommerschen Boddenlandschaft lebt. Sie findet einen verborgenen Marmeladenkeller voller Geheimnisse aus der Kriegszeit, und sie erfährt, wer Klara wirklich ist …

Sehr schönes Buch

— karin66
karin66

ein berührender Roman über Liebe, Trauer und Neubeginn

— snowbell
snowbell

Viele Gefühle, gute Freundschaft und viel Marmelade

— silvia1981
silvia1981

Ein wunderschönes zu Herzen gehendes Buch, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat und in das ich mich einfach fallen lassen konnte.

— Gelinde
Gelinde

Das leckerste Buch seit langem

— Mar_Git
Mar_Git

Es ist ein sehr bewegender Roman mit einer schönen Entwicklung. Man ist von Anfang an in der Geschichte drin und fühlt mit.

— sh_orty12
sh_orty12

Eine sehr berührende Geschichte

— Andrea-Leseratte
Andrea-Leseratte

Wunderschöne Geschichte um Trauer und Neuanfang!

— mabuerele
mabuerele

Flotter Roman mit tollen Rezepten!

— Annafrieda
Annafrieda

relativ ruhig mit einem Familiengeheimnis das mich jetzt nicht sooo umgehauen hat. Trotzdem sympathische Charaktere und Ortsbeschreibungen

— sabrinchen
sabrinchen

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  • Das Brombeerzimmer

    Das Brombeerzimmer
    karin66

    karin66

    23. March 2017 um 15:10

    Das Buch hat mich sofort auf Grund des Covers und des Titels angesprochen. Ich habe mir darunter einen leichten heiteren Roman vorgestellt. Ich wurde nicht enttäuscht.Der Schreibstil ist fesselnd und sehr angenehm zu lesen. Ich hatte das Buch in sehr kurzer Zeit beendet.Die einzelnen Personen sind sehr gut gewählt. Man fühlt sich sofort zu ihnen hingezogen und lebt mit ihnen mit. Zur Geschichte, Nora hat vor einem Jahr ihren Man Julian plötzlich verloren. Sie kann den Verlust nicht überwinden. In ihrer freien Zeit geht sie ihrer großen Leidenschaft, dem Zubereiten und Kochen von Marmeladen nach.Eines Tages entdeckt sie ein Brombeermarmeladenrezept und die entsprechende Marmelade in Gläsern dazu, diese wollte ihr Julian eigentlich schenken. Beides stammt von Julians Tante. So beschließt Nora, Kontakt mit dieser Tante aufzunehmen. Was sich dann alles ereignet, möchte ich, um die Spannung zu erhalten, nicht verraten.Ein wirklich sehr gelungener Roman, den ich sehr gerne gelesen habe und nur wärmstens weiterempfehlen kann. Ich werde auf jeden Fall die Autorin im Auge behalten und wahrscheinlich künftige Werke von ihr lesen.

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  • Leserunde zu "Das Brombeerzimmer" von Anne Töpfer

    Das Brombeerzimmer
    Annetoepferrusso

    Annetoepferrusso

    Ihr Lieben,wer mag Marmelade auch so sehr wie ich?Wer mag sich gemeinsam mit mir auf eine Leserunde in die Vorpommersche Boddenlandschaft begeben? Gemeinsam mit meiner Heldin Nora, ihrem treuen Labrador Watson - und natürlich mit Klara, die Nora nicht nur ihre wohlgehüteten Marmeladenrezepte verrät.Erzählt mir bis zum 10. März welche Sorte eure Lieblingsmarmelade ist – und ob ihr selbst den Kochlöffel schwingt. Ich bin immer auf der Suche nach guten Rezepten!Geht mir auf Lesereise! Ich freue mich sehr darauf.Süße GrüßeAnne Töpfer (das ist mein Mädchename & eines meiner Pseudonyme). Im echten Leben heiße ich Andrea Russo Gerade habe ich erfahren, dass der Ullstein (List) Verlag zusätzlich noch 10 E-Books zur Verfügung stellt :-)

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    • 835
  • Zurück ins Leben

    Das Brombeerzimmer
    snowbell

    snowbell

    22. March 2017 um 19:30

    Der Roman "Das Brombeerzimmer" von Anne Töpfer erzählt von Nora, die im vergangenen Jahr einen sehr schlimmen Schicksalsschlag erlebt hat, als ihr Mann an einem Herzinfarkt gestorben ist. Sie hat ihre Trauer noch nicht überwunden und fühlt sich tagtäglich an ihn erinnert, vor allem wenn sie ihrer gemeinsamen Leidenschaft, dem Einkochen von Marmelade, nachgeht. Von ihrer Mutter und Freundin wird sie liebevoll aufgefangen, aber sie muss den Weg zurück ins Leben finden, indem sie sich mit der Vergangenheit auseinandersetzt. Noras heile Welt ist zerbrochen. Eines Tages findet sie einen Brief: Er ist von Julians Großtante Klara. Kurz vor seinem Tod hatte Julian Kontakt zu ihr aufgenommen, um sie nach einem alten Familienrezept für Brombeerkonfitüre zu fragen. Er wollte seine Frau damit überraschen. Nora macht sich auf die Suche nach der Dame, die zurückgezogen in der Vorpommerschen Boddenlandschaft lebt. Sie findet einen verborgenen Marmeladenkeller voller Geheimnisse aus der Kriegszeit, und sie erfährt, wer Klara wirklich ist …Das Cover ist mit den dunkelblauen Brombeeren, dunklen Blaubeeren, den zartgrünen Blättern und den rosafarbenen Macarons vor einem hellen, an Shabby Chic erinnernden Hintergrund sehr raffiniert komponiert worden. Auch die zart mauvefarbene Schrift, die für den Titel gewählt wurde, passt perfekt dazu. Mich erinnert das Cover an ein Blatt aus einem liebevoll gestalteten Buch, das die besten Rezepte aus der guten alten Zeit enthält. Tatsächlich spielt dieser Roman nicht nur in der Gegenwart, sondern nimmt immer wieder auf die Vergangenheit Bezug. Auch der Titel des Romans ist gut gewählt, denn er weckt die Neugierde des Lesers und macht ihn auf die zugrunde liegende Geschichte neugierig.Das Geschehen wird aus der Sicht von Nora geschildert, die ein schweres Trauma bewältigen und den Weg zurück ins Leben finden muss. Auf diese Weise kann der Leser ihre Gefühle und Gedanken gut nachvollziehen. Nora fühlt sich immer noch untrennbar mit ihrem verstorbenen Mann verbunden. In vielen Lebenssituationen beschwört sie die Erinnerung an die Vergangenheit herauf und sucht seinen Rat in kritischen Situationen. Dies spiegelt sich in einigen kursiv gestalteten Sequenzen, in denen der verstorbene Julian gleichsam selbst zu Wort kommt. Der Stil dieses Romans ist leise, ruhig und poetisch. Man spürt die Traurigkeit und Melancholie von Nora, die eine glückliche Partnerschaft erlebt hat und den plötzlichen Tod ihres Mannes nicht verwinden kann. Sie ist in ihren Erinnerungen gefangen und braucht dringend Abstand, um wieder zu sich zu finden und ein neues Leben führen zu können. Nach und nach verändert sich der Ton des Buches; man spürt die positive Entwicklung von Nora, die in einer neuen Atmosphäre aufblüht und wieder Kraft und Lebensfreude gewinnt.Die Protagonisten sind sehr gut ausgearbeitet und authentisch. Im Mittelpunkt stehen vier interessante Persönlichkeiten. Nora, Klara, Mandy und Katharina sind starke Frauen, die zwar alle ihr Päckchen zu tragen haben, aber trotzdem nicht aufgeben, sondern einander stützen und Mut zusprechen. Insoweit ist dieses Buch ein Bekenntnis zur Frauenfreundschaft.Das Buch enthält viel Lokalkolorit. Die Autorin Anne Töpfer hat die Schönheit der Vorpommerschen Boddenlandschaft nicht nur perfekt eingefangen, sondern es ist ihr gelungen, sie lebendig zu machen. Darüber hinaus bietet das Buch einige interessante Rezepte, die ich bestimmt ausprobieren werde.Der Roman "Das Brombeerzimmer" hat mich tief berührt. Trotzdem muss ich an einer Stelle etwas Kritik üben. Die Autorin Anne Töpfer führt den Leser langsam an ein wohl gehütetes dunkles Familiengeheimnis heran, das dann aber etwas zu oberflächlich und schnell auf wenigen Seiten abgehandelt wird. Auch das offene Ende des Romans ist nicht ganz nach meinem Geschmack. Gern hätte ich mehr über die weiteren Zukunftspläne von Nora erfahren, die an einem Wendepunkt in ihrem Leben steht. Aber vielleicht wird uns die Autorin Anne Töpfer mehr in einer Fortsetzung verraten...

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  • Über Trauer und neues Lebensglück, gepaart mit viel Marmelade

    Das Brombeerzimmer
    silvia1981

    silvia1981

    22. March 2017 um 14:11

    Ich koche selber sehr gerne Marmelade ein und lese gerne von Familiengeheimnissen, weswegen mich das Buch "Das Brombeerzimmer" von Anne Töpfer sofort sehr angesprochen hat. Das Cover finde ich sehr gelungen gestaltet, den Titel am Ende aber nicht ganz stimmig, dafür spielte sich für mich zu wenig in diesem Zimmer ab...Im ersten Teil des Buches lernt man die junge Protagonistin Nora kennen, die ein Jahr nach dem Tod ihres Mannes Julian noch immer sehr trauert. Sie tröstet sich damit, ihm jeden Sonntag sieben Gläser Marmelade zu kochen, welche wie ein Marmeladenschrein in seinem Arbeitszimmer aufgetürmt sind. Ich fand diesen Teil sehr emotional und musste so manche Träne mit Nora weinen, konnte mich sehr gut mit ihr identifizieren und mich in ihrer Person wiederfinden. Sie hätte für mich nicht besser getroffen werden können. Nicht nur sehr emotional, auch sehr bildlich und wunderschön beschreibt die Autorin Nora, ihre Marmeladen, ihre Heimat und ihre Freundschaft zu Katharina, welche sich jede Frau als beste Freundin nur wünschen kann.Durch Zufall stößt Nora auf das Geschenk, das Julian ihr zum Hochzeitstag schenken wollte, aber nicht mehr dazu kam. Ein Brief mit Rezept und zwei Gläsern Brombeermarmelade von Julians Großtante Klara. Um Klara wird in Julians Familie ein großes Geheimnis gemacht, ein unbekannter Vorfall aus der Vergangenheit liegt schwer über der Familie. Nora möchte sich trotzdem bei Klara bedanken, versucht Kontakt aufzunehmen und reist schließlich in die Vorpommersche Boddenlandschaft, um sie kennenzulernen. Auf ihrer für sie in mehrerer Hinsicht ungewissen Reise lernt sie nicht nur eine nette alte Dame, sondern auch eine neue Freundin und eine wunderschöne Landschaft kennen, lernt Neues im Bereich Marmelade einkochen und kann durch ihre Reise positiver in die Zukunft blicken, indem sie plötzlich das Gefühl hat, auch ohne Julian ihr Leben in den Griff zu bekommen.Sehr gefallen hat mir Noras Person, die Freundschaften zu Katharina und Mandy und die beschriebene Trauer, aber auch der langsam positive Blick in die Zukunft. Dass einen so eine Reise auf andere Gedanken bringt, damit stimme ich voll überein. Trotzdem überzeugt mich Noras Wandlung nicht ganz, denn schließlich wartet der Alltag danach wieder auf sie, selbst wenn sie in Alex eine mögliche neue Liebe erahnt, die sie zwar ängstlich, aber auch zuversichtlich stimmt. Hier fehlt mir ein Kapitel am Ende des Buches, das einige Monate später beschreibt, wie sich Noras Leben weiter entwickelt hat. Aber nicht nur Noras Leben, auch Katharina hat eine neue Liebe in Aussicht, ebenso wie Mandy, der auch beruflich Neues vorschwebt und auch Klara und Nora hatten mit ihren Marmeladen Pläne, von denen man leider nichts mehr liest. Klara ging mir in der Geschichte auch zu sehr unter, ich hätte mir von ihrer Person mehr Präsenz und mehr Anziehung versprochen, das Geheimnis um ihre Person hätte für mich für mehr Spannung sorgen müssen und nicht nur in wenigen Sätzen am Ende der Geschichte nebenbei sehr verwirrend aufgeklärt werden sollen. Ich fand die Geschichte grundsätzlich sehr gut, es ist ein Buch zum weinen und glücklich sein, aber für mich hat etwas gefehlt um es vollkommen zu machen. Ich vergebe deswegen vier glänzende Sterne dafür.

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  • Marmelade, wohin man auch blickt...

    Das Brombeerzimmer
    CabotCove

    CabotCove

    22. March 2017 um 11:08

    „Das Brombeerzimmer“ von Anne Töpfer ist mal ein Roman mit Lokalkolorit „der anderen Art“ - und das meine ich absolut positiv ! Denn ich zumindestens habe schon viele Romane mit Lokalkolorit gelesen, aber noch keinen, der in der Vorpommerschen Boddenlandschaft spielt... Von daher war das für mich neu und mal was ganz Anderes. Die 416 Seiten habe ich fast in einem Rutsch durchgelesen, denn die Autorin schreibt sehr flüssig und hat mich schnell mit ihrer Geschichte „eingenommen“. Diese dreht sich um Nora – die fast schon leidenschaftlich gerne Marmelade herstellt. Das klingt erstmal ein wenig komisch als „Hobby“ für eine junge Frau, weil man das doch meistens eher von Mutter oder Oma kennt, aber wenn man Nora „kennenlernt“, merkt man, dass das einfach zu ihr passt. Sie ist eine wirklich sympathische Protagonistin, der man gerne in ihr Leben folgt. Und mit der man natürlich dann auch mitleidet, als ihr frisch angetrauter Mann Julian plötzlich an einem Herzinfarkt verstirbt... Ein Brief von Julian´s Großtante Klara bringt die Wende in ihrer Trauer, sie hat wieder eine Aufgabe: Denn kurz vor seinem Tod hatte Julian Kontakt zu Klara aufgenommen, um sie nach einem alten Familienrezept für Brombeerkonfitüre zu fragen - er wollte Nora damit überraschen... Diese macht sich auf die Suche nach der Dame, die zurückgezogen in der Vorpommerschen Boddenlandschaft lebt. Sie findet einen verborgenen Marmeladenkeller voller Geheimnisse aus der Kriegszeit, und sie erfährt, wer Klara wirklich ist … Ein wirklich schöner, romantischer und nostalgischer Roman, der einen seufzen, ein wenig Tränchen verdrücken, aber auch freuen lässt – und das ist bei mir immer die perfekte Kombination für einen richtig guten Frauenroman.

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  • Das Brombeerzimmer

    Das Brombeerzimmer
    Gelinde

    Gelinde

    22. March 2017 um 10:42

    Das Brombeerzimmer, von Anne TöpferCover:Das Cover ist wunderschön, die Farben sprechen mich sofort an. Der „erhabene“ Druck verführt mich immer dazu, sanft darüber zu streichen und je nach Lichteinfall glänzt der Titel und die aufgedruckten Motive – einfach nur schön.Inhalt:Nora und Julian sind ein ganz besonderes Paar, sie nehmen sich immer extra ihre JuNo-Tage, an denen sie sich ganz besonders viel Zeit füreinander nehmen.Beide lieben es, an diesen Tagen besondere Marmeladen zu kreieren.Als Julian ganz unerwartet bei Joggen stirbt, bricht Noras Welt zusammen.Eines Tages findet sie einen Brief von Julians Großtante Klara, zu der die Familie sämtlichen Kontakt abgebrochen hat.Kurz vor seinem Tod hatte Julian Kontakt zu ihr aufgenommen, um Nora mit einem alten Familienrezept für Brombeermarmelade zu überraschen.Nora macht sich auf die Suche nach Klara, die in der Vorpommerschen Boddenlandschaft lebt.Und ganz langsam ergründet sie das Geheimnis um Klara, ihre Familie und die Geschehnisse der Vergangenheit.Meine Meinung:Die Geschichte beginnt überaus emotional, Noras Trauer ist mit allen Sinnen zu spüren und ich bin sofort in der Geschichte drin.Doch der Schreibstil der Autorin ist so wunderbar warm und lebensbejahend positiv, dass ich als Leser nicht runtergezogen werde, sondern mit Nora und ihrer besten Freundin Katharina und später Mandy voll nach vorne schauen und spontan handeln und agieren kann.Alle Charaktere sind etwas ganz Besonderes. Ob dies der griesgrämige Opa von Julian, oder die überbesorgte Mutter (die aber das Herz am rechten Fleck hat), oder dann Klara und ihrer „Freundin“ Hilde ist.Auf jedenfall starke gefühlvolle Frauen, die sich nicht unterkriegen lassen und zeigen was wahre Freundschaft ist (und dabei so authentisch und echt wirken).Die Landschaft in der Vorpommerschen Boddenlandschaft ist wunderbar eingefangen und beschrieben, am liebsten würde man die Koffer packen und zu einem Urlaub dorthin aufbrechen.Die Liebes- bzw. Beziehungsgeschichten der drei Frauen werden sehr dezent und wunderschöne romantisch, sowie auch realistisch eingebaut.Der Spannungsbogen wird zum Ende zu immer mehr aufgebaut. So viele Andeutungen und Hinweise, aber wenn man den Hintergrund nicht weiß kann man sich keinen Reim drauf machen – sehr gut gemacht.Tja das Ende:Es ist toll dass eigentlich alles ausgesprochen und geklärt ist.Und doch bleibt der Phantasie so viel Raum um selber einige Fäden weiterzuspinnen.Ein Happy End und doch ein Open End, sozusagen ein Beginn für einen Neustart!?Autorin:Anne Töpfer ist das Pseudonym der Autorin Andrea Russo, die bereits viele erfolgreiche Erwachsenen- und Jugendromane veröffentlicht hat.Bereist als junges Mädchen kochte sie leidenschaftlich gerne mit ihrer Oma Marmelade ein.Mein Fazit:Ein wunderschönes zu Herzen gehendes Buch, das mich sofort in seinen Bann gezogen hat und in das ich mich einfach fallen lassen konnte.Es hat mir wunderschöne Lesestunden geschenkt und die Rezepte lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.Von mir eine klare Kauf- und Leseempfehlung und volle 5 Sterne.

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  • Wunderschön

    Das Brombeerzimmer
    Mar_Git

    Mar_Git

    22. March 2017 um 09:02

              Ich habe die Ehre hier eines der wunderschönsten Bücher rezensieren zu dürfen, dass ich in letzter Zeit gelesen - nein -  eher verschlungen habe. Nicht nur das mich das Cover schon sehr angesprochen hat und auf viel hoffen lies hat mich die Geschichte um Nora total in Ihren Bann gezogen. Nora hat vor einem Jahr Ihre große Liebe Julian verloren, und das im zarten Alter von gerade mal 30 Jahren. Ihre große Leidenschaft ist und war schon immer die Liebe zur Herstellung von Marmelade. Für jeden Tag seit Julian nicht mehr bei Ihr ist, stellt sie die leckersten Marmeladen her und sammelt sie für Ihren verstorbenen Mann. Eine in den buntesten Farben schimmernde Pyramide steht schon im Zimmer und zeigt deutlich auf wie viel Zeit seit dem tragischen Schicksalstag vergangen sind. Am Jahrestag des Todes von Julian erreicht Nora dann ein Brief von Julians Tante Klara. Auch sie stellt mit viel Liebe Marmeladen her und so macht sich Nora auf den Weg zu ihr. Was mir sehr gut gefällt ist, dass auch ein paar Marmeladen-Rezepte im Buch abgedruckt sind. Ich habe sogar schon zwei davon ausprobiert und sie schmecken super lecker. Also traut euch ran an die Rezepte! Ein mit viel Gefühl geschriebener Roman, der einem sehr ans Herz geht. Der Schreibstil gefällt mir außerordentlich gut und die Schönheit des Textes lies mich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Ich gebe für das Brombeerzimmer eine klare Leseempfehlung und verteile sehr gerne 5 Sterne mit Extrapunkt :-)        

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  • Berührende Geschichte

    Das Brombeerzimmer
    mabuerele

    mabuerele

    21. March 2017 um 20:50

    „...Im warmen Licht der durch das Fenster scheinenden Abendsonne sieht der Marmeladenturm fast magisch aus. Er leuchtet in den unterschiedlichsten Farben. Warme Gelbtöne, intensive Rottöne, dunkles Violett...“ Es ist genau ein Jahr her, dass Julian mit dem Labrador Watson ihn den Park zum Joggen ging und tot zusammenbrach. Seit diesem Tag trauert Nora um ihren Mann. Nora stellt in ihrer Freizeit Marmelade her. Für jeden Tag des Jahres steht ein Glas in Julians Zimmer. Obiges Zitat beschreibt das Bild. Katharina, Noras beste Freundin, will sie am heutigen Tag nicht allein lassen und erscheint bei ihr. Am Abend kommt Hendrik, Julians kleiner Bruder, nachdem er vorher telefonisch angefragt hat. Als er sich Marmelade einpackt, fällt ein Kuvert vom Schreibtisch. Es ist von Hendriks Großtante Klara. Nora wusste nichts von dieser Verwandtschaft. Die Autorin hat einen bewegenden Roman geschrieben. Die Geschichte lässt sich zügig lesen und hat mich schnell in ihren Bann gezogen. Die Protagonisten werden gut charakterisiert. Das geschieht weniger durch Worte, mehr durch ihre Taten. Aus jeder Zeile ist nicht nur Noras Trauer spürbar. Es wird deutlich, dass sie eine sehr glückliche Ehe geführt haben. Beide Partner waren berufstätig. Nora hat sich bei Julian geborgen gefühlt. Er war der stärkere Part in ihrem Zusammenleben. Die Autorin versteht es, mir als Leser zu vermitteln, dass Trauerbewältigung ein sehr persönlicher Prozess ist. Doch dieser erste Jahrestag soll zu einem Wendepunkt in Noras Leben werden. Das Kuvert lässt ihr keine Ruhe. Sie hatte gedacht, dass es in ihrer Ehe kein Geheimnis gab. Dann stellt die fest, dass Julian von Klara ein besonderes Geburtsgeschenk für sie bestellt hat. Auch Klara stellt Marmelade her. Sie hat Nora ihr Brombeerrezept und eine Probe geschickt. Seit Julians Tod wartet das Geschenk in seine Kartons aus der Schule darauf, entdeckt zu werden. Erst jetzt öffnet Nora Julians Hinterlassenschaft und findet ihr Geschenk. Nora nimmt Kontakt mit Klara auf. Während Nora in Oberhausen lebt, ist die Großtante im Dorf der Kindheit im Norden von Mecklenburg-Vorpommern geblieben. Der Schriftstil des Buches ist angenehm lesbar. Die Autorin legt viel Wert auf die Emotionen ihrer Protagonisten. Die lebenslustige Katharina tut Nora gut. Sie überredet sie, sie zum Sport zu begleiten. Auch Klara und Nora verstehen sich schnell. Trotzdem spürt Nora, das Klara ein Geheimnis mit sich trägt, über das sie nicht reden möchte. Über Klaras Leben als Erzieherin in der DDR fallen nur wenige Worte. Die aber zeigen, das sie durch ihr Tun manch positive Spur hinterlassen hat. Die Autorin lässt mich daran teilnehmen, wie Nora sich in der neuen Umgebung öffnet, wieder Lebensfreude findet, über neue Wege nachdenkt und mit der fast gleichaltrigen Mandy ein weitere Freundin findet. Das heißt nicht, dass die Zeit der Trauer vorbei ist. Aber sie überschattet nicht mehr gänzlich Noras Leben. Sie ist einer stillen Erinnerung gewichen. Als besonderes Stilmittel sind ab und an kursive Sätze eingefügt, die Julian einst sagte und an die sich Nora in bestimmten Situationen erinnert. Liebevoll wird die Landschaft am Bodden beschrieben. Hier findet die Autorin passende Metapher. Mandys Tortenkreationen ließen mir das Wasser im Mund zusammenlaufen. Das Buch erhält sieben Rezepte, die zum Teil auf Nora, zum anderen auf Klara zurückgehen. Das Cover mit den Brombeerranken und den leckeren Törtchen ist ein Hingucker. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Das Geschehen wirkt sehr authentisch. Dazu trägt auch bei, dass in der eigentlichen Handlung um Nora und Klara die eine oder andere weitere Lebensgeschichte verborgen ist.

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    • 3
  • Lust auf Marmelade?

    Das Brombeerzimmer
    sh_orty12

    sh_orty12

    21. March 2017 um 20:39

    Es ist 1 Jahr her, dass Noras Mann Julian gestorben ist. Ihre beste Freundin Katharina hilft ihr sehr dabei die Trauer über ihren Verlust zu überwinden, aber so richtig gelingt dies Nora nicht. Eines Tages findet sie einen Brief von Klara, der Großtante von Julian, mit einem Marmeladenrezept. Sie selber liebt es Marmelade und ähnliches zu machen. Sie kommt auf die Idee Klara zu besuchen. Die beiden verstehen sich auf Anhieb sehr gut und überlegen ein eigenes Geschäft mit der Herstellung von Marmelade aufzumachen. Stück für Stück überwindet Nora dort ihr Trauer und fängt wieder an nach vorne zu schauen. Während des Besuchs bei Klara kommt sie auch einem alten Familiengeheimnis auf die Spur.Den Schreibstil von Anne Töpfer finde ich einfach beeindruckend. Ich war von der erste Zeile an sofort in der Geschichte und konnte mich gut in die Gefühle von Nora hineinversetzen. Man kann das Buch sehr flüssig lesen und hat durch die genauen Beschreibungen der Gefühle und Situationen sofort eine realistische Vorstellung davon. Man erfährt im Laufe des Buches Stück für Stück mehr über Julian, seinen Tod und die Beziehung der Beiden. Es gibt hin und wieder Einschübe mit Worten von Julian an Nora als Erinnerungen. Diese haben mich sehr beeindruckt. Sie treffen perfekt auf die Situation in der Nora sich gerade befindet zu. Sie sind Weise und haben mich auch stellenweise wirklich zum Nachdenken angeregt. Was mich am meisten begeistert hat ist die Freundschaft zwischen Nora und Katharina und nachher auch zwischen Nora und Mandy. Alle Charaktere werden sehr eindrucksvoll beschrieben und sind immer für den anderen da, obwohl jeder selber sein eigenes Problem hat. Ein schönes Extra sind noch die enthaltenen Rezepte. Ich habe beim Lesen sofort Lust auf Marmelade bekommen. Sie beschreibt die verschiedenen Sorten der Marmeladen auch sehr detailreich und ansprechend.Fazit: Es ist ein fantastischer und bewegender Roman! Keiner möchte in so eine Lage kommen wie Nora aber wie sich die Geschichte entwickelt, finde ich sehr schön und kann das Buch nur empfehlen.         

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  • Eine traumhaft schöne Geschichte

    Das Brombeerzimmer
    Andrea-Leseratte

    Andrea-Leseratte

    21. March 2017 um 19:08

    Mit viel Liebe zum Detail und einer Menge Gefühl hat die Autorin gekonnt ein sehr berührendes Buch geschaffen. Der Schreibstil ist fantastisch: erfrischend spritzig, locker, sehr anschaulich und an genau den richtigen Stellen sehr gefühlvoll. Mich hat das Buch sehr bewegt und von der ersten Seite an gefesselt.Nora, die Hauptprotagonistin - die noch sehr jung ist (fast 30) und leider um ihren vor einem Jahr plötzlich verstorben Mann trauert - ist sehr sympathisch beschrieben. Im Verlauf des Buches schafft sie es immer weiter loszulassen und nach vorne zu blicken. Auch die anderen (Haupt-)Charaktere - Katharina, Mandy und nicht zu vergessen Klara - sind eindrucksvoll und detailreich beschrieben. Mir sind die vier Damen richtig ans Herz gewachsen. Starke Frauen, die alle vier "ihr Päckchen zu tragen haben" und ihr Leben jeweils auf ihre Art und Weise sehr gut meistern. "Sie sind alle einmalig" Bereichert wird die Geschichte durch die kleine aber feine Sammlung an Rezepten; die immer an den passenden Stellen eingebunden sind. Fazit: Ein wunderbarer Roman, der das Herz berührt und in den der Leser komplett versinken kann. Von mir eine ganz klare Leseempfehlung. 

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  • Flotter Roman mit tollen Rezepten

    Das Brombeerzimmer
    Annafrieda

    Annafrieda

    20. March 2017 um 20:20

    Nora, Ende 20, trauert um ihren Mann Julian, der vor einem Jahr viel zu früh einem Herzinfarkt zum Opfer fiel. Ihr ganzes Leben ist aus den Fugen geraten, sie hangelt sich von Tag zu Tag. Jedoch hat sie eine Familie, die zu ihr hält, sie auffängt und immer für sie da ist. Ebenso ihre Freundin Katharina, die sie schon ein Leben lang kennt und die es auch nicht leicht hatte im Leben. Dann gibt es noch Watson, einen Labrador, der stets an ihrer Seite ist, ein liebenswerter Kerl. Durch Zufall erfährt sie, dass in einem kleinen Ort in Mecklenburg-Vorpommern eine Tante ihres verstorbenen Mannes lebt, zu der seine Familie schon vor Jahrzehnten den Kontakt abgebrochen hat. Niemand möchte darüber sprechen. Nora nimmt Kontakt zu der Tante Klara, wie sie heißt, auf und fährt zu ihr. Sie ist erstaunt, dass sie eine taffe alte Frau vorfindet, die aufgrund eines Sturzes z. Zt. In einem Altenheim lebt. Doch Nora nimmt sie mit in deren Zuhause, das liebevoll zurecht gemacht ist.Erstaunt stellen die Frauen fest, dass es einige Dinge gibt, die sie beide verbindet: Die Liebe, Marmelade und andere Genüsse selbst herzustellen. Bei beiden reift der Plan, vielleicht eine Marmeladen-Manufaktur zu eröffnen, in der diese selbst kreierten Sachen verkauft werden sollen. Nora lernt noch viele andere Menschen kennen und schätzen. Man begleitet sie auf dem Weg zurück ins normale Leben. Sie gewinnt Abstand zu ihrer Trauer und kann sich auch wieder einem anderen Mann gegenüber öffnen. Der Grundtenor des Buches ist ein Familiengeheimnis, um das sich die Geschichte um Nora rankt. Diese Geschichte besticht mit dem lockeren Ton, in der sie geschrieben ist. Die wundervollen Landschafts-Beschreibungen entführen in die herrliche Vorpommersche Boddenlandschaft. Sehr gelungen! Auch die ausgefallenen Rezepte, die dort aufgeführt sind, machen Freude und Lust darauf, sie nachzukochen. Die Charaktere sind gut getroffen. Nun komme ich zu dem Punkt, warum ich in der Wertung leider einen Punkt abziehen muss: Nora, die Hauptprotagonistin, ist auch bezaubernd dargestellt, keine Frage. Dennoch bemängele ich, dass die Figur für mich einfach nicht rund genug dargestellt ist. Sie ist einfach zu perfekt, hat keine Ecken und Kanten, ich konnte keine finden. Das ist realitätsfern und hat mich ein wenig gestört, ich konnte mich einfach nicht mit ihr identifizieren, im Gegensatz zu den anderen Frauen im Roman. Außerdem kam das Ende dann doch etwas zu schnell und zu kurz daher im Hinblick zu den ausführlichen Beschreibungen zuvor.Dennoch handelt es sich hier um einen liebenswerten Roman um Trauer, Abschied nehmen und das Leben. Flott geschrieben, es macht Spaß, diese nette Geschichte zu lesen. Ich würde mir wünschen, dass es eine Fortsetzung geben möge, was bis jetzt jedoch noch nicht geplant ist lt. Autorin. Denn es gibt eindeutig Fäden am Ende, die gerne noch weiter gesponnen werden wollen.

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  • JuNo - eine große Liebe, ein Marmeladeschlaraffenland und ein Familiengeheimnis

    Das Brombeerzimmer
    Antek

    Antek

    20. March 2017 um 18:38

    JuNo, Julian und Nora gehören zusammen und lieben sich wie kaum ein anderes Paar. Aber das Schicksal meint es, zumindest auf den ersten Blick, gar nicht gut. Julian erleidet nach einer verschleppten Erkältung einen Herzinfarkt beim Joggen und stirbt. Nora steht vor den Trümmern ihrer Existenz. Sie flüchtet sich in ihren Beruf und deckt sich mit Arbeit ein um die Trauer zu verdrängen. An Julians erstem Todestag entdeckt sie durch Zufall einen Brief von seiner Großtante, die er um ein besonderes Marmeladenrezept gebeten hat, um Nora eine Freude zu machen. Warum wurde diese Großtante bisher totgeschwiegen? Warum möchte Julians Opa nicht, dass über diese Klara gesprochen wird? Nora beschließt sich wenigstens telefonisch für das Rezept zu bedanken, aber dann kommt alles ganz anders und sie macht sich auf den Weg nach Groß Mohrdorf, wo Klara wohnt. Dort kann sie nicht nur ihrer Leidenschaft für Marmelade freien Lauf lassen und ein altes Familiengeheimnis lösen, sondern sie lernt auch langsam wieder, was es bedeutet, weiterzuleben. Die Autorin hat mich von der ersten Seite an völlig in ihren Bann gezogen und der locker, leichte Schreibstil hat sein übriges dazu getan, dass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.  Anna Töpfer beschreibt derart berührend, dass ich mich gefühlt habe, wie wenn ich selbst in Nora hinein geschlüpft wäre. Ihre Trauer, ihre Hoffnungslosigkeit und ihre große Sehnsucht nach Julian sind derart spürbar, man muss einfach mitfühlen. Richtig toll sind auch die detaillierten und bildhaften Beschreibungen.  Man hat regelrecht das Gefühl mit vor Ort zu sein. Ich träume noch jetzt von Noras toller Küche mit den Kupfertöpfen und dem Tisch um den bemalten Stützpfeiler. Sehr berührt haben mich auch die kursiven Einschübe mit den Sprüchen und Gedanken von und an Julian. Darin steckt so viel Liebe, einfach nur schön. Sehr gut gefällt mir auch, dass es auch immer wieder etwas zu schmunzeln gibt. Da wird schon einmal mit angehexten Schweinsöhrchen gedroht, mit der Super Soaker Wasserpistole, gefüllt mit Rosenschnaps, Gefahr abgewendet, oder in Leggins im Leolook ein Besuch beim Nachbar abgestattet. Man darf Nora als Leser ein Stück weit bei ihrer Trauerarbeit begleiten und  die Autorin hat hier genau den richtigen Ton getroffen und ganz viel Gefühl bewiesen. Ich hatte fast den Eindruck, sie schreibt autobiographisch, auch wenn dies nicht der Fall ist. Tieftraurig, orientierungslos gehört dazu ganz klar, aber eben auch Hoffnung schöpfen und langsam wieder Freude am Leben zulassen. Eigentlich bin ich kein Freund von einem offenen Schluss, aber hier hat meiner Meinung nach wirklich nichts anderes gepasst. Hoffnungsvoll in die Zukunft schauen, mehr kann man wohl nach so einem Schicksalsschlag auch nicht erwarten. Die Charaktere sind liebevoll, sympathisch und gelungen ausgewählt und sehr authentisch gezeichnet. Von Nora steckt auch ein großer Teil in mir. Das Kümmer-Gen besitze ich auch und sich mit Routine eindecken, um Probleme zu verdrängen, da bin ich ebenfalls Meister darin. Nora hat ein tolles Gespür für ihre Gegenüber und man muss sie einfach mögen. Ihre natürliche, ehrliche Art nimmt einen regelrecht ein. Mit Julian leben zu dürfen war sicher ganz großes Glück und, dass sich die beiden abgrundtief geliebt haben, ist nicht zu übersehen – das Traumpaar schlechthin. Sehr gut gefällt mir auch das Verhältnis zu ihrer Mama, die zwar manchmal etwas überbesorgt sein kann, aber immer für Nora da ist. Sie hat auch so einiges in Petto, wenn es darum geht ihre Tochter zu beschützen. Katharina ist eine Freundin, wie man sich eine bessere nicht vorstellen könnte. Sie und Nora gehen gemeinsam durch dick und dünn. Julians Großtante Klara ist alles andere als eine alte Oma. Sie ist eine stolze Frau, die etwas auf sich hält. Dass Nora genau in dem Moment zu Besuch kommt, als sie sich nach einem Sturz in Kurzzeitpflege befindet, war wohl für Klara Schicksal, das es gut meint. Die beiden haben sich gegenseitig einfach nur gut getan, denn nicht nur das Marmeladekochen als große Leidenschaft verbindet sie, sie haben auch beide das Herz am rechten Fleck. Mit Nora fast seelenverwandt erscheint Mandy, die Nachbarin von Klara, zu sein. Aber die natürliche, quirlige und lebenslustige junge Frau war auch mir auf den ersten Blick super sympathisch. Auch die Nebenrollen sind toll gezeichnet, bei Nachbarin Frau Gerdes angefangen, bei der der erste Blick getäuscht hat, bis hin zu Künstler Konstantin, der ganz besondere Maltechniken hat. Sehr gut gefällt mir auch das Lokalkolorit. Bilderreiche beschriebene Radeltouren durch die Vorpommernsche Boddenlandschaft und Ausflüge in der Region machen richtig Lust auf Erholungsurlaub dort. Julian hat jeden Sonntag eine neue Marmeladenkreation von Nora bekommen, wenn man da nicht von Leidenschaft fürs Einmachen sprechen kann, wann dann? Diese Leidenschaft teilt auch Klara und klar, dass man den beiden hier auch immer wieder über die Schulter schauen kann. Holunderblütengeele mit darin schwimmenden Blüten z.B. ist bestimmt nicht nur ein Blickfang, sondern auch köstlich, genau wie die zahlreichen anderen Marmeladen, die hier im Buch eingemacht werden. Damit man nicht nur davon träumen muss, sondern auch genießen kann, finden sich auch die nötigen Rezepte im Buch. Alles in allem ist „ Das Brombeerzimmer“ ein wirklich toller einfühlsam erzählter Roman, der mit sympathischen, authentischen Charakteren Trauerbewältigung mit Marmeladenleidenschaft und einem Familiengeheimnis wirklich sehr gelungen kombiniert.

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  • Empfehlenswert und mit tollen Rezepten bestückt

    Das Brombeerzimmer
    Bookchecker

    Bookchecker

    20. March 2017 um 12:07

    Nora ist seit einem Jahr Witwe und kann die gewisse Traurigkeit nicht abschütteln. Der überraschende Tod ihres Mannes Julian hat sie aus Bahn geworfen und außer ihrer Arbeit, dem Hund Watson und dem Marmeladekochen und ihre beste Freundin, ist hier kaum etwas geblieben. An Julians erstem Todestag entdeckt Nora überraschend ein Geschenk und macht sich auf zur Erkundung der angeheirateten Familie und deren Geheimnisse.Mir hat das Buch von Beginn an sehr gut gefallen. Anfangs dominiert die Traurigkeit, aber man spürt, dass ein Aufbruch kommen wird und verfolgt Noras Entwicklung von der tiefen Betrübtheit hin, zu einem etwas schwereloseren Umgang mit der Situation, ohne sich direkt von Julian „abzuwenden“. Wunderbar fand ich die Beschreibungen der Örtlichkeiten, insbesondere die Boddenlandschaft. Der Schreibstil ist gut verständlich und das Buch liest sich schnell und gut. Die Charaktere sind nett, sympathisch und verleihen dem Buch einen gewissen Schwung. Hier sind auch Einschübe zu nennen, durch die man die Beziehung von Ju-No besser nachvollziehen kann und eine Vorstellung von dem Verstorbenen bekommt. Die Rezepte sind der Knaller und ich werde sicher das ein oder andere nachmachen, denn während des Lesens habe ich immer wieder anhalten müssen, um die kulinarischen Köstlichkeiten immerhin mal gedanklich durchzugehen. Wenn überhaupt könnte man kritisieren, dass das Ende sehr knapp gehalten ist, aber ich fand die Geheimnisse interessant und die Auflösung genauso wie sie war, richtig. Daher kann ich das Buch mit guten Gewissen empfehlen!

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  • Schöne Marmeladenrezepte

    Das Brombeerzimmer
    Bibliomarie

    Bibliomarie

    20. March 2017 um 08:59

      Viel zu früh hat Nora ihren Mann verloren, statt des erhofften gemeinsamen Lebens, steht sie nach wenigen Ehejahren als Witwe allein da und weiß kaum, wie sie mit ihrer Trauer und ihrem Schmerz umgehen kann. Sie hat noch nicht mal die Kraft den Schreibtisch ihres Mannes aufzuräumen, statt-dessen flüchtet sie sich in ihre Arbeit und in das sonntägliche Ritual des Marmeladekochens. Doch dann findet sie zufällig einen Brief einer alten Verwandten ihres Mannes mit einem ganz besonderen Rezept und sie beschließt spontan, diese Großtante aufzusuchen. Damit bringt sie fast die ganze Familie ihres Mannes gegen sich auf, denn es scheint eine alte Fehde und ein altes Familiengeheimnis zu geben.Diese Reise nach Vorpommern wird sich als Wendepunkt ihres Lebens herausstellen. In dieser Geschichte geht es um große Gefühle, Liebe, Trauer und Vertrauen. Das ist emotional erzählt. Besonders einfühlsam wird die Trauer Noras geschildert, ihre Flash Backs, die immer wieder eine Tränenflut auslösen können, ihr langsames Wiederauftauchen in die Welt. Dabei spielt Freundschaft eine große Rolle. Ihre beste Freundin ist eine Stütze, immer für sie da, ohne zu fragen oder zu zögern. Auch die neu auftauchenden Frauenfiguren finden sofort in Freundschaft zusammen. Das ist alles schön erzählt und trotzdem hat mich das Buch nicht richtig gepackt. Mir war das zu glatt, zu vorhersehbar. Es fehlte an keiner Zutat, wie bösen Nachbarn, liebevolle Hunde, attraktiven Singles usw, die zu diesem Genre gehören. Ich hätte nicht für jede Romanfigur ein passendes Happy End in 2-Wochenfrist gebraucht und  ich fand manche Nebenhandlung dann doch sehr belanglos. Ein Highlight dieses besonders hübsch gestalten Buches sind die Marmeladen- und Likörrezepte, alle machen Lust auf’s Ausprobieren und Nachkochen. Diesen süßen Verführungen kann man sich einfach nicht entziehen. Ganz sicher werde ich das ausprobieren und schon dafür hat sich das Buch gelohnt.

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  • Liebe hält für immer

    Das Brombeerzimmer
    conneling

    conneling

    19. March 2017 um 22:01

    Nora und Julian sind sehr glücklich, sie haben alles und vorallem lieben sie sich sehr. Sie fühlen sich wohl und sicher in ihrer Beziehung, ihrer Ehe, sie sind der festen Annahme, dass ihre Liebe für immer hält.Leider tut sie das nicht, Nora muss schmerzlich erfahren, dass Julian weg ist und sie muss nun versuchen als junge Witwe ihren Weg zu gehen. Sie hat allerdings keine Ahnung wohin der sie führt und sie verkriecht sich sehr oft zu Hause und macht Marmelade. Diese Marmelade stapelt sie zu einem Turm auf im Arbeitszimmer von Julian.Eines Tages findet sie einen Brief und damit auch ein Päckchen welches an sie adressiert ist, er stammt von Klara, einer Grosstante von Julian.Sie entscheidet sich dafür Klara zu besuchen und macht sich mit Watson auf den Weg nach Kinnbackenhagen. Ein Buch, welches mich von Anfang an in seinen Bann gezogen hat. Man spürt die Traurigkeit und damit auch die Einsamkeit von Nora, die in ihrem Trott feststeckt und nicht aus ihrer Haut herauskommt. Der Brief, die damit verbundene Neugierde rütteln sie auf, sie möchte mehr über diese weit entfernt Verwandte von Julian erfahren, warum hatte er Klara kontaktiert? Nora rappelt sich auf und verlässt ihre Heimzone und macht sich auf ins Ungewisse, was ihr gut zu tun scheint, sie muss aktiv werden. Klara scheint entzückend aber auch anstrengend zu sein, so richtig mag auch niemand mit der Vergangenheit herausrücken.Ich war von Anfang bis Ende begeistert dabei, die Rezepte finde ich sehr passend und auch interessant, ich werde bestimmt etwas davon ausprobieren.Kurzweilige, schöne Lesestunden sind mit diesem Buch garantiert.

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