Anne Tyler

 3.9 Sterne bei 424 Bewertungen
Autorin von Die störrische Braut, Der leuchtend blaue Faden und weiteren Büchern.
Anne Tyler

Lebenslauf von Anne Tyler

Von der Kritik gelobt und mit den höchsten Preisen geehrt: Anne Tyler wurde 1941 in Minneapolis, Minnesota, geboren und zählt zu den erfolgreichsten Autorinnen der amerikanischen Gegenwartsliteratur. Sie wuchs in North Carolina auf und studierte Slawistik in New York, an der Columbia University. Nach ihrer Promotion fing sie in den 60er Jahren an zu schreiben und veröffentlichte mehrere Romane. Für ihr Werk „Atemübungen“ wurde Anne Tyler der Pulitzer-Preis verliehen. Außerdem bekam sie den Sunday Times Awards für ihr Lebenswerk. Ihr Roman „Der leuchtend blaue Faden“ schafft es auf die Bestenliste für den Man Booker Preis 2015. Als besonders erfolgreich gilt auch ihr Werk „Dinner im Heimweh-Restaurant“, das als ihr bisher bestes angesehen wird. Mehrere ihrer Bücher sind zudem verfilmt worden. Anne Tyler hat zwei erwachsene Töchter und lebt heute in Baltimore.

Alle Bücher von Anne Tyler

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Der leuchtend blaue Faden

Der leuchtend blaue Faden

 (54)
Erschienen am 28.04.2016
Die störrische Braut

Die störrische Braut

 (60)
Erschienen am 09.01.2018
Im Krieg und in der Liebe

Im Krieg und in der Liebe

 (53)
Erschienen am 16.04.2018
Atemübungen

Atemübungen

 (29)
Erschienen am 30.08.2016
Die Reisen des Mr. Leary

Die Reisen des Mr. Leary

 (26)
Erschienen am 27.02.2015
Kleine Abschiede

Kleine Abschiede

 (28)
Erschienen am 30.08.2016
Tag der Ankunft

Tag der Ankunft

 (20)
Erschienen am 12.11.2008
Dinner im Restaurant Heimweh

Dinner im Restaurant Heimweh

 (18)
Erschienen am 27.08.2014

Neue Rezensionen zu Anne Tyler

Neu

Rezension zu "Launen der Zeit" von Anne Tyler

Eine Frau bricht aus
Buecherfreundinimnordenvor einem Monat

Willa ist deutlich in der zweiten Lebenshälfte angekommen, als ihr bewusst wird, dass Ihr Wärme und Zuneigung fehlen: sie verlässt ihren Ehemann, um endlich eigene Wege zu gehen. Den Weg zu diesem Entschluss nachzuvollziehen ist nicht uninteressant für den Leser, doch leider auch nicht sonderlich aufregend. Ich hätte das Buch mit mehr Begeisterung gelesen, wenn ein bisschen mehr Tempo und Spannung aufgekommen wären. Eine überraschende Wendung gab es erst ganz am Schluss - vorher läuft die Geschichte ruhig und ohne große Höhepunkte ihrem Ziel entgegen. Für mich persönlich keines der besten Bücher dieser Autorin.

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Rezension zu "Die Reisen des Mr.Leary" von Anne Tyler

Auf Seite 126 angekommen, habe ich über 200 Seiten übersprungen!
Rabiatavor 5 Monaten

Es passiert mir selten, dass ich ein Buch abbreche. Bei diesem war es mal wieder soweit.

Bisher waren die Bücher, die ich für meinen Lesekreis gelesen habe, durchweg lesbar. Mal mehr, mal weniger gut. Aber beendet habe ich sie alle. Nur diesmal habe ich einfach keinen näheren Zugang zu der Handlung und vor allem den Protagonisten gefunden.

Da verlässt eine Frau ihren Ehemann und er perfektioniert seine Marotten und Angewohnheiten ins Unerträgliche. Ich habe noch nie davon gehört, dass man sein Geschirr in Chlorwasser im Spülbecken lagert, um Zeit und Geld zu sparen und das lästige Abspülen zu umgehen! Die Katze bekommt einen Zugang ins Haus, in dem der Abluftschlauch des Wäschetrockners im Keller entfernt wird. Der arme Hund, durch den Verlust seines besten Freundes traumatisiert, entwickelt aggressive Verhaltensweisen und wird nur behalten, weil er ja einst dem (ermordeten) Sohn gehörte.

Zeitweise fand ich die Szenen mit seinem Hund und der Hundetrainerin ganz amüsant, aber diese waren recht kurz gehalten. Die Geschehnisse dazwischen haben mich dann um so mehr gelangweilt.

Die Empfehlungen, die Mr. Leary seinen Reisebuch-Lesern gibt, sind fast lustig, nehmen aber auch kaum Raum ein.

Auf Seite 126 hab ich dann vor geblättert, um die ca. letzten 20 Seiten zu lesen. Selbst das Ende hat mich nicht dazu gebracht, die restlichen über 200 Seiten doch noch zu lesen.

Schnell weiter zum nächsten Buch.

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Rezension zu "Launen der Zeit" von Anne Tyler

Eine neue Familie ist wie ein neues Leben
TochterAlicevor 5 Monaten

Familie - das war immer so ein Thema für Willa. Nicht, dass sie keine gehabt hätte, aber bei ihr lief es immer ein bisschen anders ab als in den so genannten Vorzeigefamilien, vor allem in ihrer Kindheit, als die ebenso manisch-depressive wie kapriziöse Mutter mit dem ihr ergebenen Vater und damit auch mit den beiden noch recht jungen Töchtern sozusagen den Molli machte. Was nichts anderes heißt, als dass die ganze Familie ihrem Willen und vor allem ihren extremen Launen unterworfen war - da konnte es schon mal passieren, dass sie auf die Mädchen einprügelte und es gleich danach bitter bereute. Oder einfach für ein paar Tage die Familie verließ und bei der Rückkehr so auftrat, als ob nichts gewesen wäre. Willa hat sich eingefügt, versucht, ihren geliebten Vater zu unterstützen, nie rebelliert und stumm gelitten.

Später, in ihrer Ehe, bemüht Willa sich darum, es mit ihren beiden Söhnen ganz anders anzugehen und ihnen eine liebevolle und präsente Mutter zu sein. Ihre Ehe mit Derek ist, obgleich nicht einfach, doch ein stabiles und festes Fundament in ihrer beider Leben. Doch dann stirbt Derek mit Anfang vierzig und sie muss ihre Geschicke neu ordnen

Im weiteren Verlauf der Handlung begegnen wir Willa im Alter von 61: Sie erhält gerade einen sehr überraschenden Anruf, in dem sie - in zweiter Ehe in Arizona lebend - darum gebeten wird, der ehemalige Freundin ihres Sohnes in Baltimore zur Hilfe zu eilen, die angeschossen wurde. Im Klartext soll sie sich um deren Tochter Cheryl, die noch ein Kind ist, kümmern. Willa weiß selbst nicht warum, aber sie nimmt diese merkwürdige Herausforderung an - und erlebt zum ersten Mal, wie anders das Leben sein kann - auch hier fügt sie sich ein, aber ebenso lenkt sie und erfährt zum ersten Mal, wie es ist, selbst gesteuert zu leben. Und auch, dass das Konzept "Familie" ganz anders funktionieren kann als das, was sie bisher kannte.

Willas Leben im Wandel der Zeiten: Das garantiert ein ruhiges, dabei eindringliches, kraftvolles und ausgesprochen sprachgewaltiges Leseerlebnis! Typisch Anne Tyler also?

Ja und nein, denn anders als in den meisten Vorgängerromanen, in denen sich der Fokus im Erzählverlauf auf verschiedene Personen richtet, steht diesmal durchgehend Willa im Mittelpunkt - es ist ein Weg der Entwicklung und der Erkenntnis, den sie durchläuft. Doch eine Konstante bleibt: am Ende hat man das Gefühl, ein absolut abgerundetes Bild, einen vollkommenen Eindruck von allem zu haben und legt das Buch mit tiefer Befriedigung aus der Hand - und vielleicht auch mit ein bisschen Wehmut, denn wieder gibt es einen ungelesenen Tyler-Roman weniger, auf den man sich freuen könnte.

Anne Tyler bewerben zu wollen, würde bedeuten, Eulen nach Athen zu tragen: die Grande Dame der amerikanischen Literatur braucht keine Propaganda, schon gar nicht von einer "normalen" Leserin wie mir. Doch vielleicht kennt der ein oder andere sie doch noch nicht oder nicht gut genug: dieser Roman wäre eine tolle Gelegenheit, um Bekanntschaft mit der Autorin, ihrem so leichten und dabei so eleganten Stil, ihrer wunderbaren, glasklaren Sprache - die, soweit ich es beurteilen kann, aufs Trefflichste von Michaela Grabinger ins Deutsche übertragen wurde, zu machen.

Mein Fazit: Anne Tyler versteht es, die Banalitäten des Lebens, das Alltägliche - eine Frau, die im Laufe ihres Lebens Erfahrungen unterschiedlichster Art sammelt - zu etwas ganz Besonderem, Einzigartigen werden zu lassen - so wie wir alle in unseren Leben gleichzeitig banal und einzigartig sind. Wie immer ist ihr das einfach großartig gelungen, denn sie versteht es, mit einer Leichtigkeit zu schreiben, die das Buch auch als Unterhaltung genießen lässt: selbstverständlich auf allerhöchstem Niveau. Ich hoffe sehr, dass der Nobelpreis nicht mehr allzu lange auf sich warten lässt!

Kommentare: 3
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Gespräche aus der Community

Neu

»Niemand bereitet einen auf das Leben so gut vor wie Anne Tyler.«
Olga Grjasnowa

Zum Buch:
Die Whitshanks scheinen eine ganz normale Familie zu sein: Abby und Red sind seit Jahrzehnten miteinander verheiratet, werden zusammen alt und sind mit ihren vier Kindern, einem eigenen Haus, der Firma und dem jährlichen gemeinsamen Urlaub mit der ganzen Familie zufrieden. Doch unter der Oberfläche brodelt es, Sprünge und Risse im vermeintlichen Glück kommen zum Vorschein und offenbaren, dass die scheinbar heile Welt des Ehepaares nur noch als Fassade taugt. Sohn Denny ist mit 16 Jahren von zu Hause verschwunden und taucht immer nur auf, wenn ihm danach ist. Die anderen Kinder leiden darunter, dass Abby und Red ihre Aufmerksamkeit ausschließlich Denny, der Firma oder den vielen »Problemfällen«, mit denen Abby als Sozialarbeiterin zu tun hat, widmen. Und statt endlich den Ruhestand genießen zu können, scheint mit Abby irgendetwas nicht in Ordnung zu sein, denn ständig vergisst sie Dinge oder verläuft sich, was die gesamte Familie in große Sorge und Unruhe versetzt.

Anne Tylers neuer Roman Der leuchtend blaue Faden ist das Porträt einer Familie, wie nur sie es zeichnen kann: schonungslos, liebevoll, mit feinem Witz und ungeheurer Empathie. Sie blickt tief in die Seele ihrer Figuren und ist mit ihrem Gespür für die Feinmechanik familiärer Betriebsschäden ganz nah am Leben.

Leseprobe

Zur Autorin:
Anne Tyler, 1941 in Minneapolis, Minnesota, geboren, wuchs in North Carolina auf und studierte an der Duke University und der Columbia University Slawistik. Bevor sie sich als freie Schriftstellerin selbstständig machen konnte, arbeitete sie als Bibliothekarin und Bibliografin. Ihr Roman Atemübungen erhielt 1989 den »Pulitzer-Preis«. Bei Kein & Aber erschienen bereits Verlorene Stunden, Abschied für Anfänger sowie in neuen Ausgaben Dinner im Restaurant Heimweh und Im Krieg und in der Liebe. 2012 wurde sie mit dem »Sunday Times Award for Literary Excellence« ausgezeichnet.

Wir suchen neugierige Leserinnen und Leser, die Lust haben, in Anne Tylers neuen Roman einzutauchen und eine Rezension zu schreiben. Hierfür verlosen wir 25 Bücher. Beantwortet uns bis zum 26. Februar 2015 folgende Frage, um in den Lostopf zu springen.

»Ehe und Familie gehören zu den wenigen Dingen, aus denen man nicht so einfach rauskommt, man muss sich irgendwie damit arrangieren.« 
Anne Tyler

Stimmt ihr dem Statement von Anne Tyler zu? Gilt diese Aussage nicht auch für Freundschaften? Inwiefern würdet ihr den Stellenwert einer Familie von einer Freundschaftsbeziehung unterscheiden?

Die Gewinner werden per Losverfahren ausgewählt und am 27. Februar an dieser Stelle bekannt gegeben!

Wir sind gespannt auf eure Beiträge und freuen uns auf die Leserunde!

Euer Kein & Aber Verlag

Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Anne Tyler wurde am 25. Oktober 1941 in Minneapolis (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Anne Tyler im Netz:

Community-Statistik

in 499 Bibliotheken

auf 75 Wunschlisten

von 10 Lesern aktuell gelesen

von 9 Lesern gefolgt

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