Mir ist durchaus klar, dass Adaptionen von Klassikern so und so ausfallen können. Ich habe auch schon eingie gelesen, die wirklich gut waren, habe aber schon auch immer im Hinterkopf, dass es gar nicht so einfach ist, Klassiker aus einer anderen Zeitepoche, so in unsere zu setzen, dass sie realistisch wirken.
Nun muss ich sagen, dass es diesem Buch leider nicht wirklich gelungen ist. "Die störrische Braut" ist eine Adaption von Shakespears "Der Widerspenstigen Zähmung" und es geht darum, dass ein Vater seine Tochter mit seinem Laborassistenten verheiraten will, damit dieser in Amerika zu einer Green - Card kommt.
Die Charaktere und auch die Handlung wurden in unsere Zeit geholt was die Autorin noch ganz gut gemacht hat. Zu Beginn wird temporeich und auch noch witzig erzählt. Mit Fortlauf der Geschichte jedoch wurde es immer abstruser, speziell was eben die Tochter, Kate, betrifft. Also von Widerspenstigkeit konnte ich eher weniger feststellen, dafür aber fast schon demütige Unterwerfung, sie macht einfach alles was ihr Vater sagt und der nutzt das bis zum Anschlag aus. Es tat beim Lesen fast weh, da auch die Klischees sich immer wieder selbst überboten haben. Wesentlich widerspenstiger und auch mit mehr Kontur war da schon die jüngere Schwester Bunny dargestellt, die aber nicht so wahnsinnig viel Raum einnahm. Jetzt ist ja die Vorlage von Shakespeare schon äußerst fragwürdig, meiner Meinung nach könnte man dann aber Adaptionen anders gestalten und die Autorin hätte nicht so nah am Original bleiben müssen.
Am Ende zieht sich die Handlung dann raus wie Kaugummi und ich habe dann nur mehr quergelesen, die einigen wenigen Sätze, die ich dann noch aufgenommen habe, haben dann auch gereicht, um zu wissen, was da nun noch "ach so Dramatisches passiert ist". Schade, schade...

























