Anne Tyler Die Reisen des Mr. Leary

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Inhaltsangabe zu „Die Reisen des Mr. Leary“ von Anne Tyler

Der kauzige, aber durchaus reizende Mr. Leary schreibt Reiseführer für Leute, die geschäftlich unterwegs sein müssen, das Reisen aber hassen - was er selbst auch tut. In sein höchst organisiertes Leben platzt Muriel, eine junge Frau, die Mr. Learys Hund erziehen soll. Aber sie begreift auch Mr. Leary selbst als faszinierende pädagogische Aufgabe.

Lesbar, aber trudelt halt so dahin!

— ANATAL

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  • Rezension zu "Die Reisen des Mr. Leary - Roman" von Marion von Schneider Verlag

    Die Reisen des Mr. Leary

    Karin_Koch

    05. February 2013 um 13:17

    Mr. Leary ist ein Kauz, ein eigenbrödlerischer Pedant, ein Umstandskrämer und festgefahrener Gewohnheitsmensch. Einer also, zu dem man im wirklichen Leben den Kontakt nicht weiter ausdehnt als bis zum Status "entfernter Bekannter." Und eigentlich jemand, dem man nicht unbedingt ein ganzes Buch lang bei seinen Skurrilitäten beiwohnen möchte. Aber Mr. Leary wurde von Anne Tyler erdacht und diese Autorin liebt ihre Figuren. Sie schafft es, gleichzeitit ganz dicht an sie heranzugehen, um sie in ihrem Verhalten begreiflich zu machen und die Distanz zu wahren, die weder ihre Tragik noch ihre Komik lächerlich erscheinen lässt. Und so kommt es, dass man mit großem Vergnügen Mr Leary bei seinen Reisen und in seinem Alltag begleitet, obwohl er sich oftmals so befremdlich verhält. Man lernt ihn und seine Familie immer besser kennen und verstehen, man erfährt die Hintergründe seines Daseins und seiner Schrulligkeiten, man bekommt ein erhellendes und farbiges Bild seiner Geschwister gezeichnet, man erlebt seine Wandlung durch die Begegnung mit einer völlig unpassenden Frau, kurz, man lernt ihn zu lieben. Und dass man ihn lieben lernt, zeigt die große Kunst von Anne Tyler, der Pulitzerpreisträgerin, deren Geschichten die tiefen Schichten des Herzens berühren. Das ist schön, auch, wenn es manchmal ein wenig schmerzt.

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