Kirio

von Anne Weber 
3,8 Sterne bei6 Bewertungen
Kirio
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Positiv (4):
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sprachliche Spielereien, ein schelmischer Kaspar und eine Portion Leichtigkeit - Leseempfehlung!

Kritisch (1):
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Für mich führte leider kein Weg in die Erzählung hinein.

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Inhaltsangabe zu "Kirio"

Ein Buch, das seinesgleichen und bis zum Ende seinen Erzähler sucht. Wer ist Kirio? Ein seltsamer Vogel, ein Verrückter, ein Heiliger? Seine Spur findet sich zuerst in Südfrankreich und verliert sich im Hanau der Brüder Grimm. Kirio läuft gerne auf den Händen und stellt auch sonst alles auf den Kopf. Er spielt Flöte und redet mit Steinen und Fledermäusen ebenso selbstverständlich wie mit Menschen. Er nimmt alles für bare Münze, bis auf die bare Münze selbst. Er vollbringt Wunder über Wunder und merkt es nicht. Wer also ist dieser Kirio? Und wem gehört die Stimme, die von ihm erzählt? Sie weiß es selber nicht! Und so ist das Rätsel auch dem Leser aufgegeben. Ist es die des Autors? Die des Schöpfers? Eines Engels? Der Phantasie? Anne Webers neuer Roman liest sich wie eine moderne Heiligenlegende und zugleich als poetischer Grenzgang zwischen Himmel und Erde. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2017.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783103972696
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:224 Seiten
Verlag:S. FISCHER
Erscheinungsdatum:23.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Jennifer081991s avatar
    Jennifer081991vor einem Jahr
    Kurzmeinung: sprachliche Spielereien, ein schelmischer Kaspar und eine Portion Leichtigkeit - Leseempfehlung!
    Der Schelm, der durchs Buch spazierte

    Wir blicken als Leser in den Roman und sehen die Lebensstationen Kirios nachgezeichnet. Kirio wird geboren und bleibt doch, obgleich er älter wird, immer ein wenig Kind. Ein lustiger Schelm, naiv ließe sich sagen, der den Ernst des Lebens nicht versteht. Dennoch zeichnet sich Kirio gerade durch sein gutes Herz aus. Und während Kirio von einem Kapitel zum anderen hüpft – und man als Leser kaum die Muße verspürt sich zu fragen, wer denn eigentlich erzählt – treffen wir neben ihm doch eine Vielzahl an weiteren Menschen. Sie alle haben Einfluss auf Kirios Leben gehabt – oder sollte man sagen, Kirio habe Einfluss auf ihr Leben gehabt? Fest steht, kein Mensch, der Kirio trifft, bleibt von ihm unberührt. Ob kurze Begegnung oder längeres Intermezzo, ob freundschaftliches Aufeinandertreffen oder Konflikt, Kirio verzaubert alle. Wie der Rattenfänger von Hameln läuft er durch sein Buch – manchmal gar auf Händen – und sammelt die Herzen der Menschen ein.

    Anne Weber schreibt sehr locker und dennoch sehr tiefsinnig über diesen sprunghaften Charakter. Ihr Tonfall ist sehr leicht und angenehm zu lesen. Erst auf den zweiten Blick offenbart sich die gesamte Tiefe dieses Romans: Oft habe ich Absätze zweimal gelesen, um noch einmal darüber nachzudenken, wer eigentlich spricht. Der Erzähler selbst spielt geradezu mit dem Leser; die Frage, wer er wohl sei, wird immer wieder so schelmenhaft gestellt, dass ich schon anfing Kirio und Erzähler zu einem zu machen. Ob dem wohl so ist?

    Kirio hat mir einige schöne Lesestunden beschert. Mein Fazit ist daher: Ein Buch für jene, die es gerne ein wenig philosophisch mögen und Lust an (sprachlichen) Spielereien haben!

    Mehr auf www.leseninleipzigblog.wordpress.com

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    SomeBodyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Für mich führte leider kein Weg in die Erzählung hinein.
    Rezension zu "Kirio" von Anne Weber

    „Kirio“ von Anne Weber hat mich leider nicht abgeholt und konnte mich auch nur ganz selten in einzelnen Absätzen mitreißen. Dennoch möchte ich nicht kategorisch ausschließen, dass das Buch für den einen oder anderen Leser sicher auch seinen Reiz offenbart, nur meinen Geschmack hat’s letztendlich verfehlt.

    Fazit: Für mich führte leider kein Weg in die Erzählung hinein.

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    WinfriedStanzickvor 2 Jahren
    Ich hatte an diesem literarischen Spiel bis zum Ende meine Freude



    Nachdem es in ihrem 2010 erschienenen Roman  „Luft und Liebe“  um eine schmerzhafte Suche nach einer verlorenen Liebe ging und auch der Roman „Tal der Herrlichkeiten“ (2012), ein wunderbares und berührendes literarisches  Zeugnis von der großen Macht der Liebe , die über den Tod hinausreicht, ja sogar stärker ist als er, von wahrscheinlich persönlichen Erfahrungen der Autorin geprägt war, ist Anne Webers neuer Roman „Kirio“, der für den Leipziger Buchpreis 2017 nominiert war eher ein  literarisches Experiment.  Sandra Kegels Rezension in der FAZ verdanken wir den Hinweis, dass der Name der Hauptfigur sich auf das griechische "Kyrios" - das Göttliche - und das französische "Qui rit" - der, der lacht bezieht.

    Der allwissende, permanent mit seiner Identität spielende Erzähler und Schöpfer von Kirio gibt dem erstaunten und von dieser modernen Heiligenlegende faszinierten Rezensenten ebenso viel Rätsel auf, wie seine von ihm geschaffene Figur.

    Dessen Geschichte wird nicht nur vom unbekannt-rätselhaften, gottähnlichen Erzähler beschrieben, sondern auch von verschiedenen Personen, die Kirio auf seinem Weg von Südfrankreich ins Hanau der Brüder Grimm begegnet sind.

    Mancher mag vielleicht beim  Lesen des Rätselns nach dem Charakter der Erzählinstanz müde werden. Doch ich hatte an diesem literarischen Spiel bis zum Ende meine Freude



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    Brinas avatar
    Brinavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ungewöhnlich, humorvoll, anders - diese Geschichte muss man einfach selbst erleben! Von mir eine klare Leseempfehlung!!!
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    Liserons avatar
    Liseronvor einem Jahr
    FrauGoldmann_Buechers avatar
    FrauGoldmann_Buechervor 2 Jahren

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    Pressestimmen

    ein philosophischer Fingertrick, dessen Tempo man mit Staunen sieht und dessen Wirkung man sich durch die Langsamkeit der Vernunft nicht zerstören lassen soll.

    Ein so leichtfüßig daherkommendes Kabinettstück zwischen Kindermärchen, Schelmenroman, Lebensweisheitsgleichnis und Heiligenlegende ist uns in der eher bedeutungsschweren Romanliteratur unserer Jahre nicht mehr begegnet.

    Anne Weber schafft in Szenen und meta-literarischen Reflexionen ein schwer fassbares, aber dabei ungemein klares Lese-Erlebnis, aus dem man nicht viel schlauer, aber belebt hervorgeht.

    Einen so heiter leichten und klugen Roman hat Anne Weber vielleicht noch nie geschrieben.

    Leichter, lichter kann man zu den Schöpfungsgeheimnissen des Schreibens kaum bekehrt werden.

    Anarchisch, sprachverliebt und voller literarischer Hinweise auf Werke von Calvino, Pavese, Proust oder Zola.

    Es sind die großen Fragen – in einem schmalen Band, dessen Lektüre größtes Vergnügen bereitet.

    Ein so leichtfüßig daherkommendes Kabinettstück zwischen Kindermärchen, Schelmenroman, Lebensweisheitsgleichnis und Heiligenlegende wie Anne Webers 'Kirio' ist schon lange nicht mehr erschienen.

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