Anne Weber Tal der Herrlichkeiten

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Inhaltsangabe zu „Tal der Herrlichkeiten“ von Anne Weber

Ein Mann, eine Frau, ein Hafen in der Bretagne. Eine große Liebe bricht an, in ihrer Heftigkeit und Macht absolut neu, unerwartet und Jahrtausende alt. Zwei herrliche Tage und Nächte sind ihnen gegeben, dann werden die beiden Liebenden auseinandergerissen. Und Sperber folgt der Verschwundenen an einen Ort, von dem es eigentlich keine Wiederkehr gibt. Anne Weber erzählt die Geschichte einer Liebe, die wie ein wilder nächtlicher Traum den Leser durch den Tag begleiten wird.

Wuchtige und dennoch unglaublich zarte Liebesgeschichte. Aufwühlend, berührend und ungewöhnlich. Ein tolles Buch.

— Queenelyza

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  • Eine etwas andere Liebesgeschichte

    Tal der Herrlichkeiten

    Lilli33

    20. October 2015 um 14:11

    Taschenbuch: 256 Seiten Verlag: FISCHER Taschenbuch; Auflage: 1 (26. März 2015) Sprache: Deutsch ISBN-13: 978-3596193738 Preis: 9,99 € Eine etwas andere Liebesgeschichte Bis auf das Leben und seine zähe Konstitution hatte er so ziemlich alles, was man verlieren kann, verloren: Arbeit, Haus, Frau, Kind, Sparbücher, Haar. (S. 12) So lernt der Leser Sperber kennen, einen Mann, der sich in die Bretagne zurückgezogen hat, vom Leben gebeutelt. Hier lebt er mehr schlecht als recht vor sich hin, bis, ja bis er eines schönes Tages einfach so auf der Straße von einer wunderschönen Fremden geküsst wird. Seine Reaktionen darauf sind zwiespältig. Da ist zum einen Ärger über diese Dreistigkeit, aber zum anderen geht Sperber das goldgelockte Haar der Schönen nicht mehr aus dem Sinn. Er macht sich auf die Suche nach der Frau und findet sie schließlich in Paris, ein Zufall, wie er eigentlich gar nicht möglich ist. Und genauso unmöglich scheint das große Glück, das die beiden in den kommenden Tagen miteinander erleben, bis sie jäh wieder auseinandergerissen werden. Sperber flüchtet sich wieder in die Bretagne, am Boden zerstört. Mit einem letzten Aufbäumen versucht er, die Geliebte zurückzuholen. Sperber fragte sich nicht, warum ihm ein Unbekannter einen Kaffee spendierte, aus einer Laune heraus oder vielleicht weil er ihn für einen Clochard hielt. Er saß und trank in kleinen Schlucken das heiße, stark gezuckerte Getränk. Aus hundertfünfzig Millionen Kilometer Entfernung wärmte ihn die Sonne: absichtslos, würden wohl die meisten unter uns vermuten, aber es ist nicht gesagt, dass sie es nicht aus Güte tat. (S. 143) Ich hatte anfangs leichte Schwierigkeiten, in Anne Webers Roman hineinzufinden. Zu weit weg schienen mir die Figuren, die Stadt. Doch mit jeder Seite näherte ich mich immer mehr an und sah mich schließlich an der Seite der Autorin als Beobachterin zweier Menschen. Die Handlung an sich hat mich nicht besonders gefangen. Aber die Beschreibungen, die fast poetische Sprache haben mich schließlich doch sehr für den Roman eingenommen. Fazit: „Tal der Herrlichkeiten“ ist kein Buch, das man einfach so herunterliest. Man sollte sich Zeit dafür nehmen und vielleicht auch das ein oder andere Stichwort googeln, wie zum Beispiel den Dichter und Maler Max Jacob, der eine große Rolle für Sperber spielt. ★★★★☆

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  • Rezension zu "Tal der Herrlichkeiten" von Anne Weber

    Tal der Herrlichkeiten

    WinfriedStanzick

    27. September 2012 um 11:00

    Schon in ihrem 2010 erschienen Buch „Luft und Liebe“ ging es der 1964 in Offenbach geborenen und in Paris lebenden Schriftstellerin Anne Weber um eine schmerzhafte Suche nach einer verlorenen Liebe. In ihrem neuen, mit kraftvoller und intensiver Sprache geschriebenen Roman „Tal der Herrlichkeiten“ greift sie den antiken Mythos von Orpheus und Euridyke auf und verlegt ihn in die Gegenwart. Da ist ein Mann, „bis ihm ein anderer Name besser zu Gesicht steht, soll er Sperber heißen“, der auf ein eigentlich gescheitertes Leben zurückblickt. Er hat seinen Job, seine Frau und sein Kind verloren und hat sich in ein kleines bretonisches Städtchen am Meer zurückgezogen, wo er in einem kleinen Zimmer ein armseliges Leben führt. Erschöpft ist er und spürt dennoch noch so etwas in sich wie eine Sehnsucht nach dem Leben. Die wird jäh und plötzlich geweckt, als er eines Tages mitten auf der Straße von einer fremden Frau, die als Touristin in den Ort gekommen ist, geküsst wird. Auf der einen Seite ist Sperber beglückt, aber es mischen sich auch Wut und Ärger hinein. Während die Frau gleich nach dem Kuss verschwunden ist, (Anne Weber nennt sie Luchs), beginnt Sperber sofort mit der Suche nach ihr. Auch diese Suche, die endlich in Paris ihr Ziel findet, unternimmt er in einer seltsamen Spannung von Ärger und glühender Sehnsucht. Endlich findet er sie wieder in Paris. Sie erkennt ihn sofort, und nun beginnen für die beiden wundervolle Tage und Nächte erfüllter Liebe, die ihre Körper und ihre Seelen auf eine Weise verbindet, die fast magisch ist. Anne Weber gelingt es, die Szenen ihrer leidenschaftlichen und zärtlichen körperlichen Liebe auf eine so wunderbare Weise zu beschreiben, wie ich das selten in zeitgenössischer Literatur gelesen habe. Doch das Glück hat nur kurzen Bestand. Luchs wird bei einem Unfall tödlich verletzt und für Sperber bricht eine Welt zusammen. Doch er gibt sich damit nicht zufrieden. Wie Orpheus in der griechischen Mythologie macht er sich auf die Suche nach Luchs und bricht in das Reich der Toten auf. Anne Weber variiert immer wieder den Gedanken an eine Art Zeitlosigkeit, in der alles möglich scheint. Nichts hat sie in diesem Roman dem Zufall überlassen, jedes Wort und jede Szene genau bedacht. Auch die Bedeutung der Gedichte und des Schicksals des jüdischen, zum Katholizismus übergetretenen Dichters Max Jacob für Sperber bei seiner Suche nach Luchs ist nicht zufällig. Immer wieder taucht ein theologisches aufgeladenes Wort auf: „Verheißung“. Die Verheißung, dass der Tod keine Endgültigkeit, keine Macht mehr besitzt – ein fast österliches Bild. „Tal der Herrlichkeiten“ ist eine Liebesgeschichte , wie man sie heute selten lesen kann, ein wunderbares und berührendes literarisches Zeugnis von der großen Macht der Liebe , die über den Tod hinausreicht, ja sogar stärker ist als er.

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