Anne West

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Anne West

Lebenslauf von Anne West

Anne West ist ein Pseudonym der Schriftstellerin und Journalistin Nina George, geboren 1973 in Bielefeld. George schreibt Romane, Krimis, Science-Thriller, Kurzgeschichten, Kolumnen, Reportagen. Zu ihren Kunden gehören und gehörten u.a. TV Movie, Das Hamburger Abendblatt, die JOY, Der Hamburger, die Bild am Sonntag, Für Sie, Fit for Fun, und etwa ein dutzend weiterer Magazine. Georges Pseudonym Anne West gilt mit zwölf Sachbüchern und Kurzgeschichtenbänden als erfolgreichste deutschsprachige Erotika-Autorin, die u.a. vom Papst verboten wurde (Weltbild-Affäre 2011).

Alle Bücher von Anne West

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Gute Mädchen tun's im Bett - böse überall

Gute Mädchen tun's im Bett - böse überall

 (24)
Erschienen am 04.02.2010
Sag Luder zu mir

Sag Luder zu mir

 (15)
Erschienen am 01.10.2001
Schmutzige Geschichten

Schmutzige Geschichten

 (6)
Erschienen am 04.02.2010
Handbuch für Sexgöttinnen

Handbuch für Sexgöttinnen

 (6)
Erschienen am 01.06.2008
Erste Hilfe für Verliebte

Erste Hilfe für Verliebte

 (5)
Erschienen am 01.06.2005

Neue Rezensionen zu Anne West

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Admirals avatar

Rezension zu "Venus-Sex: Wovon Frauen träumen und wie sie es bekommen" von Anne West

Ein Aufruf zur Besinnung an ein vernünftiges Geschlechterverhältnis.
Admiralvor 3 Jahren

Zunächst eine Entschuldigung: ich habe das Buch nicht komplett gelesen ! Dennoch möchte ich mal eben ein paar Gedanken festhalten.

Schon sehr bald wird klar, dass wir es hier mit Anne West (Pseudonym) in ihrem Buch "Venus-Sex. Wovon Frauen träumen und wie sie es bekommen" (2014) mit einer sehr reflexionsfähigen Frau zu tun haben. Man merkt, dass sie emanzipiert ist, ihre Vernunft benutzt und sich kritisch auseinandergesetzt hat mit mehreren Entwicklungen unserer Zeit: Männerdominanz, aber auch Feminismus. Es ist mir sehr positiv aufgefallen mit welcher Vehemenz sie beide Extremformen ablehnt. Die reine körperlich-seelische Unterordnung einer Frau unter einen Mann (das Buch ist von einer Frau für Frauen geschrieben) ebensowenig geht, wie die völlig Überordnung derselben ÜBER einen Mann, wie es Teile der feministischen Strömung in-/direkt postulieren. Stattdessen tritt sie ein für eine stärkere Ausrichtung an individuellen und partnerschaftlichen Vorlieben, Konstellationen und Vorbedingungen. Das sollte also jeder in einer eigenständigen Entscheidung für sich selbst bestimmen.

Nun versucht sie ihre Vorstellung dadurch zu untermauern, indem Anne West in 10 Kapiteln dem weiblichen Leser Handlungs- und Überlegungsoptionen eröffnet. Dementsprechend orientieren sich die Kapitel an Formen einer Beziehung (Liebe, Lust, Verführung, Leidenschaft, Romantik, Authentizität, Hingabe/Herz/Hirn, Partnerschaft, Erotik, Sex).

Paradoxerweise scheint sie zwar für viel Selbständigkeit zu plädieren, baut ihr Buch aber dennoch wie einen Ratgeber auf, der punktuell sogar durchnummeriert ist. Auch kündigt sie den Klischees am Anfang den Kampf an, neigt später aber dennoch selbst zu Klischees: auf den Seiten 177-82 kategorisiert sie gar die Liebesarten nach Filmmustern (!).
Ist es desweiteren nicht ebenfalls ein Klischee, wenn Anne West den frauen eine aktive Passivität anempfiehlt (S. 133) ? Die Frau solle den mann "kommen lassen", weil er es braucht. Sonst fühle er sich in seiner Männlichkeit nicht bestätigt. Zufälligerweise bin ich ein Mann und frage mich, ob das nicht eine unzulässige Verallgemeinerung ist ?
Persönlich mag ich aktive, selbstbewusste und offensive Frauen sehr gerne.



Im Kapitel zur "Verführung" macht sie auf den bekannten Punkt aufmerksam, wie wichtig die Entschleunigung in unserer Zeit der massiven Beschleunigung sei und lässt eine ausführliche Darstellung der Verführungsmethode der Geishas folgen (124-131). Das habe ich dann irgendwann doch übersprungen, zumal ich irgendwie doch mehr Methodik dazu vermutet hatte. Die Geisha-darstellung war dann doch etwas fehl am Platze.
An solchen Punkten hatte ich stets das Gefühl, dass das Buch auch massiv von ereignisorientierten autobiographischen Momenten geleitet ist. das ist ja nicht verwerflich ! Doch ließ der Buchauftakt doch etwas mehr objektive Distanz erhoffen. Oder die autobiographische Subjektivität hatte die Verkleidung einer unabhängigen Objektivität.





Ein Punkt wäre mir noch besonders wichtig. Auf den Seiten 99f. stellt sie eine Situation des weiblichen "Ego-Boostings" dar, in der sich eine Frau durch einen bewusst überbetont erotischen Auftritt in ihrem Selbstvertrauen dadurch bekräftigt, dass sie begehrende Männerblicke auf sich zieht. Dabei muss sie allerdings unnahbar und cool bleiben ! Hier bin ich mir echt unsicher. Ist der Zweck nun tatsächlich ausschließlich das Selbstwertgefühl der Frau, das sich auf sich vergeblich hoffnungmachende Männer stützt ? Ist eine Folge davon nicht ein (evtl. sogar übertriebener) weiblicher Narzissmus ? Denn die Wirkung dabei auf die betroffenen Männer ist eine Scharfmache, die dennoch jeglicher Chancen entbehrt. Denn in solchen Momenten verschwimmt auch schnell die Grenze zwischen Selbstbewusstsein und Arroganz (seht euch dazu das brilliante YT-Video https://www.youtube.com/watch?v=aYnlpaWWH4E an). Denn meine persönliche Alltagserfahrung sagt mir bspw., dass dann auch eine alltägliche Höflichkeit von Männern gegenüber Frauen frühzeitig als lästige Anmache missverstanden und abgelehnt wird.
An diesem Punkt würde ich gerne mal Fragen an Euch stellen, die ihr das hier (evtl.) lest.
An Frauen, die das heir evtl. lesen: macht ihr sowas auch mal ? Vielleicht sogar unbewusst ? Hat ein höflicher Kerl meistens auch Hintergedanken, wenn er euch lächelnd die Tür in der Öffentlichkeit aufhält ? Oder lächelt ihr sogar unbefangen zurück ?
An Männer: Kennt ihr solche Momente ? Wie sehen die aus und was denkt ihr dabei ? Gilt eure Höflichkeit oft als Anmache ?`


Soweit so gut.
Wie ich das Buch einschätzen soll, weiß ich noch nicht genau. Ich muss es nun erstmal abbrechen, da Anne Wests Schreibstil mir mal so gar nicht zusagt. Er ist voll von unvollendeten Sätzen, seltsam klingenden Aufzählungen, Gedankeneinschüben, Kolloquialelementen, Einwordsätzen und anderen schwerlesbaren Phänomenen. das Lesen fällt mir recht schwer.


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dorothea84s avatar

Rezension zu "Meine feuerroten Stilettos: und andere anziehende schmutzige Geschichten" von Anne West

eine Geschichte war gut die anderen nicht wirklich
dorothea84vor 3 Jahren

4 Kurzgeschichte über Stilettos, Handschuhe, Rendezvous und der käufliche Liebe. Die Beschreibung hat mir nicht gerade viel gesagt. Doch ich war neugierig, dich erste Geschichte war sehr interessant. Habe gleich mal wieder meine roten Stilettos angezogen. Denn die Geschichte hat mich darin erinnert warum man ab und zu mal nicht in die Norm passt. Doch die anderen Geschichten waren etwas merkwürdig vor allem die über Handschuhe. Die habe ich nicht wirklich verstanden. 

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Krimifee86s avatar

Rezension zu "Gute Mädchen tun's im Bett - böse überall" von Anne West

Belanglosigkeiten versteckt in blumiger Sprache
Krimifee86vor 3 Jahren

Klappentext: Jenseits der Missionarsstellung: Anne West macht Mut (und Lust!), neue Gefilde der Sexualität zu erkunden und zu tun, wovon Sie sonst nur träumen. Prickelnde und hoch erotische Shortstories machen dieses Buch zu einer leidenschaftlichen Anleitung, Ihr erotisches Potential zu entdecken. Motto: Erlaubt ist was Spaß macht - und womit beide Partner einverstanden sind. - Jung, modern, frech und sehr sinnlich.
Übrigens: Ein Buch für Frauen und Männer!

Cover: Ich finde das Cover eigentlich ganz ansprechend, da es direkt deutlich macht, worum es in dem Buch geht. Es ist zwar nicht besonders einfallsreich, aber hat sowohl zum Titel als auch zum Inhalt einen guten Bezug und aus diesem Grund ist es meiner Meinung nach absolut okay.

Schreibstil: Ich würde die Sprache, die Anne West hier verwendet einfach mal als sehr blumig beschreiben. Leider sehr blumig. Extrem blumig. Und dadurch verdammt anstrengend und nervig. Ich kam mir beim Lesen manchmal vor, wie im Kindergarten, obwohl es schon bewundernswert ist, wie viele Umschreibungen die Autorin für Sex findet. Da ist die Rede von Zucchini in der Blüte, Schaufel im Eimer (?) und was weiß ich was nicht noch für Umschreibungen. Irgendwie ein wenig über. Und manchmal auch ein wenig lächerlich.
Ganz besonders gestört hat mich aber die Selbstdarstellung der Autorin. Es ging immer und immer nur um sie, darum wie toll sie ist und vor allem wie toll sie sich selber findet. Vielleicht bin ich jetzt ein wenig unfair, das mag gut sein, aber leider kam es mir beim Lesen so vor.
Gut gefallen haben mir die kleinen Kurzgeschichten mit denen verschiedene Kapitel begonnen wurden. Schöne Idee und in meinen Augen auch tatsächlich das einzig positive an dem Buch.

Die Story: Eine wirkliche Geschichte hat das Buch nicht. Es ist im Prinzip ein Sex-Ratgeber aus den 90er Jahren, der mehr oder weniger sinnvolle Tipps gibt, wie man mehr vom Lieben hat. Die Autorin versuchte dabei betont lustig zu sein, was ihr an vielen Stellen jedoch gründlich misslang. Oder was haltet ihr von dem ultimativen Anmachspruch, sich einem Typen an den Hals zu werfen mit: „Ich werde von der Mafia verfolgt, rette mich!“ Ähm ja… Oder, um denselben Typ, den man ja eh nur fürs Bett wollte, wieder loszuwerden kann man dann so tolle Sachen sagen wie: „Du hast Mundgeruch.“ Keine Ahnung, ob diese Tipps wirklich ernst gemeint waren oder Frau West sich einfach sehr lustig vorkam, hilfreich waren sie mit Sicherheit nicht. Und ich bezweifel auch stark, dass sie es in den 90er-Jahren gewesen sind.

Fazit: Meine Begeisterung für das Buch hält sich stark in Grenzen, wobei man dazu sagen muss, dass das Buch natürlich aus den 90er-Jahren stammt und für die damalige Zeit möglicherweise eine kleine Revolution bedeutete. Heutzutage kann man über vieles was Frau West so von sich gegeben hat, jedoch nur noch müde lächeln. Auch fand ich viele Kapitel wie beispielsweise das über Eifersucht oder auch über Vergewaltigungen nicht wirklich angemessen für das Thema. Es wirkte für mich so, als müsste sie noch ein paar Seiten schreiben, hatte jedoch keine Ideen mehr. Auch die ständige Selbstdarstellung der Autorin hat mich gestört ebenso wie ihr „Humor“, den ich leider so gar nicht teilen konnte.
Gut gefallen haben mir lediglich die kleinen Kurzgeschichten, die immer mal wieder zu finden waren. Leider haben diese allein nicht gereicht, um das Buch ansprechender zu machen und deshalb kann ich nur ein mageres Pünktchen vergeben.

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Gespräche aus der Community

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DieBuchkolumnistins avatar
Im vierten und letzten Teil unseres feelings Specials wollen wir Euch die Erotik-Bestsellerautorin Anne West vorstellen, von der viele ihrer erfolgreichen Titel nun endlich auch als E-Book bei feelings erscheinen:

Anne West ist ein Pseudonym der Schriftstellerin und Journalistin Nina George, geboren 1973 in Bielefeld. George schreibt Romane, Krimis, Science-Thriller, Kurzgeschichten, Kolumnen, Reportagen. 
Zu ihren Kunden gehören und gehörten u.a. TV Movie, Das Hamburger Abendblatt, die JOY, Der Hamburger, die Bild am Sonntag, Für Sie, Fit for Fun, und etwa ein dutzend weiterer Magazine.

Georges Pseudonym Anne West gilt mit zwölf Sachbüchern und Kurzgeschichtenbänden als erfolgreichste deutschsprachige Erotika-Autorin, die u.a. vom Papst verboten wurde (Weltbild-Affäre 2011). 

Unter ihrem zweiten Pen-Name Nina Kramer veröffentlichte George 2008 den ersten deutschen Thriller, der sich mit den ethischen Verbrechen der Reproduktionsmedizin auseinander setzt: Nina Kramer und "Ein Leben ohne mich". Für ihren Roman »Die Mondspielerin« wurde George mit der DeLiA 2011, dem Literaturpreis für den besten Liebesroman des Jahres, ausgezeichnet. Mit „Das Licht von Dahme“ war George 2010/2011 für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte 'Kurzgeschichte' nominiert, mit "Das Spiel ihres Lebens" für den Glauser 2012. Bisher erschienen rund 80 (Nicht nur Krimi-)Kurzgeschichten. Nina George lebt im Hamburger Grindelviertel, ist eine nicht sehr strenge-Nicht-Mehr-Raucherin und zudem gern verheiratet. 



Mehr über Anne West: Homepage + Facebook

Wir freuen uns sehr, dass Nina alias Anne West uns in dieser letzten Woche des Specials zur Seite steht! Es brennt Euch da sicherlich die ein oder andere Frage an die "Sexpertin" auf Euren Lippen und damit nehmt Ihr auch automatisch an der vierten Aufgabe teil! Fragt sie neugierig alles über ihre vielen verschiedenen Genres, Ihre Erotikbücher oder aber ihre grundsätzliche Arbeit als Journalistin/Autorin!
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