Anne Wizorek Weil ein Aufschrei nicht reicht

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Inhaltsangabe zu „Weil ein Aufschrei nicht reicht“ von Anne Wizorek

***Feminismus? Fuck yeah!*** Moderne Geschlechterbilder statt Schubladendenken Anne Wizorek löste mit ihrem Twitter-Hashtag einen riesigen Sturm im Netz aus. Tausende Frauen nutzen #aufschrei als Ventil, um ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Sexismus Luft zu machen. Der Erfolg der Aktion macht deutlich: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierung bleiben ein brennendes Problem. Erfrischend unakademisch zeigt Anne Wizorek, warum unsere Gesellschaft dringend eine neue feministische Agenda braucht. Sehr persönlich beschreibt sie ihren Weg zur Aktivistin und ermutigt dazu, selbst aktiv zu werden – im Großen wie im Kleinen.

Sehr gute Einfühung in den modernen Feminismus. Man möchte danach alle mal schütteln und laut rufen "Muss das wirklich so sein?"

— Marina_Nordbreze

gutes, wichtiges Buch

— Amerdale

Während des Lesens habe ich mich immer mehr betroffen gefühlt und ich wurde wütend. Das Ziel des Buches ist Augen zu öffnen.

— MissKiss

Sehr guter Einstieg ins Thema Feminismus, das jede_r lesen sollte!

— idatebooks

Gut recherchierte Einführung ins Thema Feminismus.

— janinchens.buecherwelt

Anfangs ganz interessant lässt das Buch in der zweiten Hälfte deutlich nach!

— SandraWer

Eine aufrüttelnde, fundierte Anaylse unserer Gesellschaft, die noch weit von Gleichstellung und Toleranz entfernt ist.

— katthi

Ein Buch, nicht nur für Frauen sondern für alle Menschen. Lesen lohnt sich, vor allem für den Blick über den Tellerrand.

— Linker_Mops

Inhaltlich bin ich voll und ganz bei der Autorin, die Umsetzung fand ich leider aber nicht immer geglückt.

— leselea

Lest es. Denkt drüber nach. Nehmt es Euch zu Herzen. Ändert was!

— Kleines91

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Alina97

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  • Weil ein #Aufschrei nicht reicht

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    Becciboo

    06. March 2016 um 18:42

    Feminismus ? Fuck Yeah ! „Es geht bei Feminismus nicht um eine Frauenfrage. Es geht auch nicht um Frauen gegen Männer. Es geht darum, wer sich eine bessere Gesellschaft wünscht, Diskriminierungen abschaffen und dem Status quo gehörig in den Arsch treten möchte.“ Die #aufschrei-Aktion hat eine breite Diskussion um sexualisierte Gewalt und Diskriminierung in unserer Gesellschaft ausgelöst und gezeigt, dass wir von Geschlechtergerechtigkeit noch weit entfernt sind. Es ist an der Zeit für eine neue feministische Agenda. Das Buch „Weil ein #Aufschrei nicht reicht – Für einen Feminismus von heute“ wurde von Anne Wizorek geschrieben und im Oktober 2014 vom Fischer Verlag veröffentlicht. Inhalt: Das Buch ist inhaltlich in die zwei Teile „ Don't call it a comeback! Eine feministische Agenda für jetzt“ und „ Wir sind viele. Ein Rekrutierungsversuch“ aufgeteilt. Der erste Teil erläutert zunächst was Sexismus überhaupt ist und wieso es Feminismus gibt, da auf den ersten Blick die Gleichberechtigung noch nie so ausgeprägt war wie heute. Danach wird auf einige Bereiche in denen es Sexismus gibt eingegangen, wie auf die Geschlechterquote, das Schönheitsideal und sexualisierte Gewalt, nur um einige Beispiele zu nennen. Im zweiten Teil werden feministische Vorbilder, Handlungsmöglichkeiten (auch für Männer) und ähnliches thematisiert. Meine Meinung: Ich habe mich für dieses Buch beworben, da ich mich sehr mit dem Feminismus beschäfte und auch denke, dass man der Gesellschaft die Augen öffnen muss, in was für Geschlechterrollen Männer und Frauen gesteckt werden. Am Anfang war ich auch wirklich begeistert, mir gefiel der lockere, oft sarkastische Sprachstil und Frau Wizorek hat absolut meine Meinung wiedergegeben und dazu mit Beispielen aufgeführt. Nach der Hälfte des Buches jedoch wurde es zunehmend anstrengend weiterzulesen. Ihr Stil, den Schreibstil im Internet einfach für ein Buch zu übernehmen, wurde irgendwann unpassend. Es kam nur noch nervig rüber und man konnte es leider irgendwann überhaupt nicht mehr ernst nehmen. Desweiteren sind irgendwann einfach alle wichtigen Punkte genannt und es ist das passiert, was ich so schrecklich finde und meiner Meinung nach nicht zum Feminismus gehört. Zunächst das Verwenden von „“ bsp. : „Mitstreiterinnen“, um alle Geschlechter , also auch beispielsweise Transgender, anzusprechen. Es geht doch beim Feminismus darum, grundsätzliche Dinge zu verbessern, damit Frauen nicht mehr angeklagt werden wenn sie vergewaltigt werden und junge Mädchen nicht mehr in die Magersucht abrutschen, weil ihnen ein unerreichbares Schönheitsideal von der Gesellschaft vorgegeben wird! Es ist irgendwann nicht mehr verwunderlich, dass der Feminismus nur noch negativ gesehen wird, wenn beisielweise der Mann, der eine Sonde auf einem Kometen landet und die Wissenschaft eventuell damit weiterbringt, sich für sein Oberteil entschuldigen muss, weil irgendwelche „Feministen“ sich beleidigt fühlen. Also anfangs in wirklich sehr starkes Buch, man hätte nur in der Mitte aufhören müssen.

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  • Gewinnt die 15 Lieblingsbücher des LovelyBooks-Teams aus dem Jahr 2015!

    Lua und die Zaubermurmel

    Daniliesing

    Die Vorweihnachtszeit ist doch die schönste Zeit im Jahr für tolle Buchempfehlungen, oder? Da es ja schon eine kleine Tradition geworden ist, möchten wir vom LovelyBooks Team euch auch 2015 wieder unsere Lieblingsbücher des Jahres empfehlen und einen von euch sogar mit einem Buchpaket, das alle 15 Bücher enthält, glücklich machen! Bevor es mit den einzelnen Lieblingsbüchern losgeht, möchten wir euch aber ein wunderbares Kinderbuch ans Herz legen, das uns alle bezaubert hat und das Klein und Groß mit seiner berührenden Geschichte in seinen Bann zieht! "Lua und die Zaubermurmel" ist unser gemeinsamer Buchtipp für das Jahr 2015. Unsere Buchempfehlungen: 1. kultfigur empfiehlt: "Unterwerfung" von Michel Houellebecq Ein hochinteressantes Gedankenspiel zum schlummernden Konfliktpotential in unserer Gesellschaft und der Anpassungsfähigkeit des Einzelnen. Zeitlos und aktuell zugleich. Für mich ein geniales Buch, gerade weil es stellenweise auch banale und langweilige Seiten hat - denn so sind wir Menschen nunmal. 2. Daniliesing empfiehlt: "Der Tag, an dem der Goldfisch aus dem 27. Stock fiel" von Bradley Somer Ein Goldfisch fällt aus dem 27. Stock - vorbei an den vielen Fenstern des Hochhauses und den Geschichten der Menschen dahinter. Gekonnt verknüpft Bradley Somer die einzelnen Schicksale dieser Menschen - mal ganz gewöhnlich, mal total abstrus und verbindet sie zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk, das man in dieser Form bestimmt noch nicht gelesen hat! Genial! 3. TinaLiest empfiehlt: "Im Frühling sterben" von Ralf Rothmann Ralf Rothmann hat mich mit seinem sprachlich sehr beeindruckenden Roman "Im Frühling sterben" aus einer Leseflaute geholt: Ich habe ebenso gebannt wie erschüttert von den Erlebnissen des Protagonisten Walter während der letzen Monate im zweiten Weltkrieg gelesen & auch nach dem Lesen hat mich der Roman nicht so schnell losgelassen. Ein beeindruckendes, leises und sehr starkes Buch! 4. doceten empfiehlt: "Chaos" von David Mitchell In "Chaos" erzählt David Mitchell in neun Geschichten über den freien Willen des Einzelnen in einer deterministisch-chaotischen Welt - nicht das kleinste Thema für einen Debütroman. Nahezu mikroskopisch klein sind jedoch oft die verbindenden Elemente zwischen den Geschichten, bis sie sich in ein großes Ganzes fügen, das wir wohl Leben nennen. Wer die Erzählweise aus dem bekannteren "Cloud Atlas" mag, wird auch von "Chaos" begeistert sein - ich bins! 5. Malista empfiehlt: "Die schönste Art, sein Herz zu verlieren" von Mamen Sánchez Es gibt Bücher, die liest man und am Ende waren sie gut. Und es gibt Bücher wie Mamen Sanchez' "Die schönste Art sein Herz zu verlieren", erschienen im Thiele Verlag, welches einen auf eine Reise mitnimmt, die niemals enden soll! Die Faszination des Buches liegt in den pointierten Beschreibungen der Protagonisten, ihrer Herkunft und ihrer Lebensstile, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Unbedingt lesen! 6. ValerieLiebtLesen empfiehlt: "Das achte Leben (Für Brilka)" von Nino Haratischwili Ich habe das Familienepos dieses Jahr im Sommerurlaub in Portugal gelesen und war vom ersten Moment an gefesselt von dieser spannenden Geschichte rund um acht beeindruckende Frauenfiguren. Die 1200 Seiten habe ich verschlungen und danach war ich fast ein wenig wehmütig, dass die Geschichte "schon" rum war. Grandios! 7. Sophia29 empfiehlt: "Das Geheimnis des weißen Bandes" von Anthony Horowitz In diesem Jahr bin ich auf den Sherlock Holmes-Geschmack gekommen. Deswegen zählt „Das  Geheimnis des weißen Bandes“ von Anthony Horowitz zu meinen absoluten Lesehighlights 2015. Die ersten Seiten dieses Buches haben ausgereicht, um mich voll und ganz in seinen Bann zu ziehen:   London im November 1890 – der unvergleichliche Detektiv Sherlock Holmes und sein alter Freund Dr. Watson setzen alles daran, das Geheimnis um „Das weiße Band“ schnellstmöglich zu lüften, um   weitere Morde zu verhindern. Ich habe die beiden wirklich gerne auf ihrer Verfolgungsjagd begleitet und von Seite zu Seite mehr der Auflösung dieses dubiosen Falls entgegengefiebert. Dieses Buch bietet nicht nur durch und durch sympathische Protagonisten und einen einzigartigen Stil des Autors, sondern garantiert vor allem auch Spannung bis zum Schluss. 8. HannaBuecherwurm empfiehlt: "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss Lasst euch nicht vom schleppenden Anfang des Buches trügen! Sobald ihr diesen einmal hinter euch habt, wird euch das Buch vollkommen fesseln und bis zur letzten Seite nicht mehr loslassen. Vor allem der originelle Schreibstil macht dieses Buch aus, macht euch darauf gefasst, wiederholt in Lachen ausbrechen zu müssen. Das Buch ist der Auftakt zu einem fantastischen Fantasy-Epos, auf dessen Fortsetzung ich nun richtig gespannt bin! 9. aba empfiehlt: "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie Gegen Ende des Jahres nur ein Lieblingsbuch zu nennen, fällt einem oft schwer, wenn fast jedes gelesene Buch diese Auszeichnung verdienen könnte. Dieses Mal ist es bei mir nicht so, ich musste keine Sekunde lang überlegen, die Entscheidung stand schon im Frühjahr fest. "Die Straße der Geschichtenerzähler" von Kamila Shamsie ist mein absolutes Lieblingsbuch aus 2015. Für so viel Leidenschaft, so konsequente und menschliche Charaktere, und eine glaubhafte und spannende Entwicklung habe ich dieses Buch sehr geliebt. 10. Kathycaughtfire empfiehlt: "Wer die Nachtigall stört ..." von Harper Lee Eines der Bücher, das man in seinem Leben unbedingt gelesen haben sollte. Es ist ein Klassiker der amerikanischen Literatur, aber einer, den man schlichtweg lieben muss. Die Geschichte ist wunderschön, die Botschaft nach wie vor eine unglaublich wichtige und Harper Lee eine grandiose Autorin. 11. markusros empfiehlt: "Vom Inder, der auf dem Fahrrad bis nach Schweden fuhr, um dort seine große Liebe wiederzufinden" von Per J. Andersson Das Buch und speziell der so mutige Pikay haben mir die eigene Lust am Abenteuer und an fernen Ländern nicht nur in den Lesestunden zurückgebracht. Ich bewundere den Mut, sich aus Überzeugung für eine Sache in Situationen zu begeben, ohne vorher alle Eventualitäten intellektuell durchdacht und durchdrungen zu haben. 12. Tree_Trunks empfiehlt: "Altes Land" von Dörte Hansen Für mich ist "Altes Land" von Dörte Hansen eines der besten Bücher 2015 gewesen. Die Geschichte beschreibt die kleinen Wunden, die sich die Generationen einer Familie gegenseitig zufügen können und erzählt von der Bürde der Vergangenheit. Gleichzeitig hat Dörte Hansen einen tollen Humor, der mich wirklich laut zum Lachen gebracht hat und der von einer ungetrübten Menschenkenntnis zeugt. Ein großartiges Buch über menschliche Stärken und Schwächen! 13. Tasmetu empfiehlt: "Ich bin Malala" von Malala Yousafzai Dieses Buch war so viel mehr als das, was ich erwartet habe und ließ mich tief berührt und nachdenklich zurück. Es ist die Geschichte des Swat Lands, es ist die Geschichte der Taliban, des Islams, es ist die Geschichte ihres Dorfes, ihrer Eltern, ihrer Freunde, ihrer Heimat, ihrer Flucht. Sympathisch, aufrüttelnd, aktuell. 14. nordbreze empfiehlt: "Bora" von Ruth Cerha Die Frankfurter Verlagsanstalt sollte dieses Buch nur zusammen mit einem Flugticket nach Kroatien verkaufen. Obwohl ich schon immer eine Wasser-Sehnsucht hatte, war diese noch nie so stark wie beim Lesen von "Bora". Ich möchte auch eine Insel erkunden, klettern, schwimmen, Wein trinken (ich mag gar keinen Wein ..) und Fisch essen. Ruth Cerha beschreibt das Inselleben einfach, alltäglich, aber trotzdem prägnant, so dass man das Gefühl hat, schon einmal dort gewesen zu sein (was ich für mich ausschließen kann. Ich war noch nie in Kroatien). Hinzu kommen mit Mara und Andrej zwei unaufdringliche Protagonisten, deren Liebesgeschichte so dezent aufgestellt ist, eigentlich will ich das gar nicht Liebesgeschichte nennen. Zwischen den beiden herrscht einfach eine große Vertrautheit, die ohne große Worte auskommt. Seid ihr neugierig auf unsere 15 Lieblingsbücher 2015 geworden? Dann habt ihr bis einschließlich 6. Januar Zeit, bei der Verlosung eines tollen Buchpakets mit allen 15 Büchern mitzumachen. Jetzt müsst ihr uns über den "Jetzt bewerben"-Button ganz oben nur noch folgendes verraten und dann seid ihr dabei: Da wir selbst immer so gerne Bücher verschenken, würden wir von euch gern wissen, welche Bücher ihr dieses Jahr zu Weihnachten verschenkt und wieso ihr euch für genau diese entschieden habt? Welche sind eure Buchgeschenktipps des Jahres? Wir wünschen euch ein wunderschönes Weihnachtsfest & einen guten Rutsch ins neue Jahr!

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    • 990
  • Weil ein #Aufschrie nicht reicht

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    Amerdale

    05. November 2015 um 23:47

    Meine Rezension: https://amerdale.wordpress.com/2015/06/17/gelesen-anne-wizorek-weil-ein-aufschrei-nicht-reicht/

  • Eine aufrüttelnde, fundierte Anaylse unserer Gesellschaft ...

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    katthi

    29. September 2015 um 13:38

    ... die noch sehr weit von Gleichstellung und Toleranz entfernt ist. Dieses Buch hat mich wirklich überrascht! Eine so junge Frau und ein so fundiertes Wissen. Sie macht deutlich, dass es beim Feminismus von heute ganz und gar nicht um das verstaubte Klischee der männerhassenden, damenbärtigen und achselbehaarten Emanze geht, sondern vielmehr um eine in unserer Gesellschaft dringend benötigte Gleichstellung von und Toleranz gegenüber allen Menschen. Absoluter Höhepunkt war für mich die Timeline, bei der ich so manches Mal ungläubig den Kopf geschüttelt und festgestellt habe, dass alles vor nur wenigen Jahren ja noch schlimmer war und dringend etwas bewegt werden muss. Die Berichte und Quellen von Anne Wizorek regen an, tiefer in das Thema einzusteigen und als ersten Schritt zumindest im direkten Umfeld intoleranten und sexistischen Kommentaren Einhalt zu gebieten. Unbedingt lesenswert!!!

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  • Eine aufrüttelnde, fundierte Anaylse unserer Gesellschaft ...

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    katthi

    28. July 2015 um 19:17

    ... die noch sehr weit von Gleichstellung und Toleranz entfernt ist. Dieses Buch hat mich wirklich überrascht! Eine so junge Frau und ein so fundiertes Wissen. Sie macht deutlich, dass es beim Feminismus von heute ganz und gar nicht um das verstaubte Klischee der männerhassenden, damenbärtigen und achselbehaarten Emanze geht, sondern vielmehr um eine in unserer Gesellschaft dringend benötigte Gleichstellung von und Toleranz gegenüber allen Menschen. Absoluter Höhepunkt war für mich die Timeline, bei der ich so manches Mal ungläubig den Kopf geschüttelt und festgestellt habe, dass alles vor nur wenigen Jahren ja noch schlimmer war und dringend etwas bewegt werden muss. Die Berichte und Quellen von Anne Wizorek regen an, tiefer in das Thema einzusteigen und als ersten Schritt zumindest im direkten Umfeld intoleranten und sexistischen Kommentaren Einhalt zu gebieten. Unbedingt lesenswert!!!

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  • Gute Ansätze, aber nicht das beste Buch zur Thematik

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    WildRose

    22. May 2015 um 20:32

    Ich sehe mich selbst als Feministin, habe zu dem Thema aber noch nicht wirklich viele Bücher gelesen. Als ich auf Anne Wizoreks "Weil ein Aufschrei nicht reicht" stieß, beschloss ich daher, dem Buch einfach mal eine Chance zu geben, vor allem auch aufgrund der interessant klingenden Kurzbeschreibung. Zuerst musste ich mich jedoch an den Schreibstil der jungen Autorin gewöhnen. Ich mag diesen betont lockeren, fluffigen, "hippen" Schreibstil vieler deutschsprachiger Jungautoren nicht besonders gerne und hatte somit auch mit "Weil ein Aufschrei nicht reicht" ein Problem. Wäre das Buch ein Roman gewesen, dann hätte ich mich bestimmt nicht zu mehr als zwei Sternen hinreißen lassen, denn der Schreibstil wirkt leider ziemlich pubertär, einseitig und flach. Da es sich aber hier um ein Sachbuch handelt, versuchte ich, über diese Schwäche hinwegzusehen und mich ganz auf den Inhalt zu konzentrieren. Der erste Teil des Buches ist tatsächlich recht ordentlich gelungen. Anne Wizorek beschreibt hier die gegenwärtig aktuellen feministischen Themen, zum Beispiel bezieht sie kritisch Stellung zu der Unvereinbarkeit von Beruf und Familie, Geschlechterstereotypen, Mehrfachdiskriminierung (z.B. aufgrund von Geschlecht und Hautfarbe oder Geschlecht und sexueller Orientierung) und sexuellen Übergriffen. Sie nennt viele konkrete Zahlen, bezieht sich auf aktuelle Statistiken und Erhebungen. Leider wird das Buch dann immer unübersichtlicher und unstrukturierter. Der zweite Teil des Buches weist einfach keinen nachvollziehbaren Aufbau auf und man hat das Gefühl, als wolle die junge Autorin bloß noch möglichst viele Seiten füllen. Zwar gibt sie angehenden Feministen/Feministinnen gegen Ende des Buches sogar noch ein paar Tipps, was ja eine ganz nette Idee ist, aber leider sind diese Ratschläge nicht besonders originell oder notwendig. Ebenso wenig notwendig fand ich die Tipps zu Homepages, Blogs, Twitter-Aktionen, Videos etc. mitten im Buch. Dies hätte ganz ans Ende des Buches gehört, anschaulich dargestellt unter dem Titel "Empfehlungen" oder "Weiterführendes Material". Im ersten Teil gelang es Wizorek noch, zu mir als Leserin "durchzudringen" und einige der von ihr angesprochenen Themenbereiche sind wirklich sehr aktuell und sollten endlich öffentlich diskutiert werden. Dennoch war das Buch für mich nicht lebensverändernd, da mir (und vielen anderen halbwegs informierten Menschen, wie ich stark annehme) die meisten der Tatsachen schon bekannt waren und sich die Autorin darüber hinaus auch noch recht oft in ihren Kernaussagen wiederholte und das Buch im zweiten Teil mehr und mehr an Struktur verlor. Fazit: Zum Thema Feminismus gibt es sicherlich bessere und informativere Bücher, die Autorin bietet hier aber immerhin einen ganz gut gelungenen Einblick in die derzeitigen Schwierigkeiten, mit denen Frauen sich konfrontiert sehen. Wer sich ein lockeres, nicht so "trockenes" Buch zum Thema wünscht, das ein paar nette Anregungen bietet, der ist mit "Weil ein Aufschrei nicht reicht" aber nicht auf dem Holzweg.

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  • Leserunde zu "Weil ein Aufschrei nicht reicht" von Anne Wizorek

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    TinaLiest

    Feminismus? Fuck yeah! Anfang letzten Jahres hat Anne Wizorek im Social Network Twitter im Zuge der Debatte rund um Sexismus #aufschrei ins Leben gerufen. Unter diesem Hashtag werden Erfahrungen mit Sexismus im Alltag gesammelt und der Gesellschaft offengelegt: Kommentare, Übergriffe, Witze. Die Twitter-Aktion hat große Wellen geschlagen und sogar den Grimme-Online-Preis gewonnen. Anne Wizorek hat nun die #aufschrei-Bewegung und ihr Anliegen in ein Buch gepackt, das im FISCHER Taschenbuch Verlag erscheint: "Weil ein #aufschrei nicht reicht". Mehr zum Buch: Anne Wizorek löste mit ihrem Twitter-Hashtag einen riesigen Sturm im Netz aus. Tausende Frauen nutzen #aufschrei als Ventil, um ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Sexismus Luft zu machen. Der Erfolg der Aktion macht deutlich: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierung bleiben ein brennendes Problem. Erfrischend unakademisch zeigt Anne Wizorek, warum unsere Gesellschaft dringend eine neue feministische Agenda braucht. Sehr persönlich beschreibt sie ihren Weg zur Aktivistin und ermutigt dazu, selbst aktiv zu werden – im Großen wie im Kleinen. Hier geht es zur Leseprobe! Mehr zur Autorin: Anne Wizorek arbeitet als selbstständige Beraterin für digitale Medien in Berlin. Seit 2006 bloggt sie intensiv über verschiedene Themen wie Politik oder Popkultur. Außerdem engagiert sie sich vielfältig für Geschlechtergerechtigkeit und ist Initiatorin des Hashtags #aufschrei, womit sie eine landesweite Debatte um den Sexismus im Alltag hervorgerufen hat. Im September 2014 erscheint das erste Buch der Grimme-Online-Preisträgerin unter dem Titel "Weil ein #aufschrei nicht reicht" im FISCHER Taschenbuch Verlag. Wenn ihr mit Netz-Feminisitin Anne Wizorek über ihr Buch und den #aufschrei diskutieren möchtet, dann bewerbt euch gleich für die Leserunde*! Wir vergeben mit dem FISCHER Taschenbuch Verlag 25 Leseexemplare von "Weil ein #aufschrei nicht reicht" an Testleser. Beantwortet uns einfach folgende Frage und bewerbt euch somit für eines der Leseexemplare: Ward ihr auch schon einmal mit Sexismus im Alltag konfrontiert? Was sind eure Meinungen und Erfahrungen? *Bitte beachtet, dass ihr euch im Gewinnfall zur zeitnahen Teilnahme an der Diskussion in allen Leseabschnitten und zum abschließenden Schreiben einer Rezension bei lovelybooks.de verpflichtet.

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    • 211
  • Weil ein Aufschrei nicht reicht. Weil ein Buch nicht reicht.

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    MissKiss

    12. January 2015 um 10:38

    Der Feminismus in Europa hat eine lange, umstrittene und schwierige Geschichte seit der Aufklärung. Seitdem (und auch davor) haben viele Menschen für die Gleichberechtigung und Menschenwürde sowie gegen alle Formen von Sexismus gekämpft. Auch Viele haben schon Bücher über diesen Kampf geschrieben und versucht Lösungen zu finden. Anne Wizorek ist eine von ihnen. Die junge deutsche Frau ist Digital Media Consultant, Bloggerin, Autorin und Speakerin. Und eine Kämpferin, für einen Feminismus von heute. Darum geht es in ihrem ersten Buch. „Weil ein Aufschrei nicht reicht. Für einen Feminismus von heute“ (Oktober 2014, Fischer Verlag) ist kein wissenschaftliches Buch, kein Sachbuch. Es ist ein leidenschaftliches Buch. Der Stil der Autorin ist locker, leicht zu lesen, man spürt aber die vielen Emotionen - v.a. die Wut (Wut ist auch feminin!), die in ihr stecken.  In sieben Kapitel versucht sie darzustellen, dass wir immer noch in einer Gesellschaft, in einer Welt leben wo nicht alle Menschen die gleichen Rechte haben, wo immer noch schwerwiegende Diskriminierungen  gegen Frauen bzw. gegen „Anderssein“ geschehen. Die Autorin benennt und beschuldigt auch die gesellschaftlichen Systeme, die diese Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten unterstützen und am Leben halten. Diese Systeme müssen aber einmal fallen, und es sind Viele, die dafür kämpfen – sagt der zweite Teil des Buches, in dem die MitstreiterInnen und Aktionen dargestellt, sogar Handlungsanweisungen gegen Hilfslosigkeit gegeben werden. Ich muss gestehen, je mehr ich vom diesen Buch gelesen habe, desto wütender wurde ich auch. Wütend, betroffen, angesprochen. Meine Emotionen, meine Erfahrungen bezüglich Sexismus kamen in meinem Kopf hoch. Ich habe gemerkt, dass ich die Nachrichten im Fernsehen oder im Internet mehr sensibler verfolge, meine alltägliche Verhaltensweise gegenüber solchen Themen überprüfe, sogar verändere. Und ich denke, das ist das Ziel des Buches: Augen zu öffnen. Heute und jetzt. Unsere Gesellschaft braucht solche Bücher und solche Bücher brauchen uns, LeserInnen, die ihre Botschaft in die Gesellschaft hinaustragen und selbst vermitteln. „Weil ein Aufschrei nicht reicht“, weil ein Buch nicht reicht. Wir gestalten unsere Zukunft, wie der letzte Satz des Buches sagt:   "Das F in Feminismus steht für Freiheit".

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  • Rezension zu: Weil ein #Aufschrei nicht reicht - von Anne Wizorek

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    Kleines91

    11. January 2015 um 11:37

    Klappentext: ***Feminismus? Fuck yeah!*** Moderne Geschlechterbilder statt Schubladendenken Anne Wizorek löste mit ihrem Twitter-Hashtag einen riesigen Sturm im Netz aus. Tausende Frauen nutzen #aufschrei als Ventil, um ihren Erfahrungen mit dem alltäglichen Sexismus Luft zu machen. Der Erfolg der Aktion macht deutlich: Von Geschlechtergerechtigkeit sind wir noch weit entfernt, sexuelle Belästigung und Diskriminierung bleiben ein brennendes Problem. Erfrischend unakademisch zeigt Anne Wizorek, warum unsere Gesellschaft dringend eine neue feministische Agenda braucht. Sehr persönlich beschreibt sie ihren Weg zur Aktivistin und ermutigt dazu, selbst aktiv zu werden – im Großen wie im Kleinen. Meine Meinung: Ein Buch, dass meine Sichtweise und meine Meinung verändert hat ... wachgerüttelt hat. Es gibt so vieles, dass wir gar nicht sehen bzw. mittlerweile einfach als "normal" ansehen. "Das ist eben so". Aber so sollte es nicht sein. Anne Wizorek zeigt auf, was in unserer Gesellschaft noch schief läuft und abgetan wird.  Sie weist auf etwas hin, dass im Grunde jeden etwas angeht. Sie zeigt, dass "Feminist/in sein" nichts mit Öko, Körperbehaarung und JuteTasche zu tun hat sondern sich überall versteckt und von jedem "genutzt" werden kann. Sie zeigt auf, dass sich "Feminismus" nicht nur auf die Frauenrolle und das Frauenbild bezieht, sondern dass es um sämtliche sexuelle Orientierung und Zugehörigkeit geht, dass auch die Hautfarbe und "Rasse" eine Rolle dabei spielt. Dass es so unglaublich viele Ungerechtigkeiten aufgrund eines Minderheitsaspekts gibt. So viele Statistiken und Erfahrungen haben mir vor Augen geführt, was noch alles falsch läuft und mich dazu gebracht, mein Leben mal genauer zu betrachten und zu schauen, wo werde ich reduziert. Jedoch nicht nur das. Sondern auch "Wo reduziere ich?"  - Denn darum geht es auch. Nicht nur um das "Opfer sein" sondern auch das "Täter-sein" - Wie oft denkt man "Das ist ein Mann. Der sollte doch einen Nagel in die Wand schlagen können." und ist das nicht genau so sexistisch wie "Das ist eine Frau. Die gehört an den Herd." ... Einfach mal öfter nachdenken und vor allem auch umdenken.

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  • [Rezension] Weil ein Aufschrei nicht reicht

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    idatebooks

    28. December 2014 um 17:27

    Bei diesem Buch handelt es sich um ein Sachbuch mit biografischem Anteil. Und ja, auch ich war zuerst ein wenig abgeschreckt von dem Begriff "Sachbuch". Nach und nach musste ich beim Lesen dann aber feststellen, dass es überhaupt nicht trocken und langweilig ist, sondern spannende und wichtige Themen leicht verständlich erklärt. Und es ist wirklich umfangreich. So werden in sehr viele Themen kurze Einblicke gegeben, von Frauenquote über Abtreibung, Sexismus in der Werbung, sexuelle Übergriffe bis Lohnungleichheit und noch vieles mehr, was auf den ersten Blick gar nicht so viel mit Feminismus zu tun hat – irgendwie dann aber doch sehr damit zusammen hängt. Bei dieser sehr umfassenden Themenauswahl kam nichts zu kurz – ein oder zwei Kapitel hätten sogar ein wenig gekürzt werden können, da sie sich beim Lesen etwas in die Länge gezogen haben. Sehr positiv an diesem Buch fand ich, dass sehr viele zusätzliche Quellenangaben gemacht wurden, so dass alles wirklich nur eine Grundlage ist und die Leser_innen dazu veranlasst, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen. Fachbegriffe werden prinzipiell immer gut verständlich erklärt. Nicht nur grundlegende Dinge werden von der Autorin erläutert, sondern immer wieder auch aktuelle Beispiele gebracht, aber auch über Feminismus in der Vergangenheit erfährt man einiges dank einer Zeitleiste am Ende dieses Buches. Im zweiten Teil findet man einen hohen biografischen Anteil über die Autorin, sowie einen Bericht über die Entstehung des Hashtags #Aufschrei, der letztendlich Grundlage für ihr Buch war. Diesen Teil fand ich ganz interessant, obwohl es die ein oder andere Dopplung gab. Auch lag meiner Meinung nach der Schwerpunkt falsch, da viel zu viel berichtet wurde über Feminismus im Netz (speziell auch auf Twitter), und dafür viel zu wenig eingegangen wurde auf den Feminismus im realen Leben. Das wäre mir persönlich wichtiger gewesen. Alles in Allem halte ich dieses Sachbuch für ein sehr gutes und wichtiges Werk, das jede_r lesen sollte. Einiges wusste ich schon, was aber bestimmt neu ist, für Menschen, die sich mit dem Thema Feminismus noch nicht so sehr auseinandergesetzt haben. Doch auch für mich waren einige Informationen dabei, die ich bisher noch überhaupt nicht wahrgenommen habe – die teilweise sehr erschreckend waren und zum nachdenken (und hoffentlich auch zum Handeln) anregen! » Auch zu finden auf meinem Blog: http://idatebooks.blogspot.de/2014/12/rezension-weil-ein-aufschrei-nicht.html

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  • Weil ein #aufschrei nicht reicht

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    14. December 2014 um 17:20

    Inhalt : Feminismus ? Fuck Yeah ! „Es geht bei Feminismus nicht um eine Frauenfrage. Es geht auch nicht um Frauen gegen Männer. Es geht darum, wer sich eine bessere Gesellschaft wünscht, Diskriminierungen abschaffen und dem Status quo gehörig in den Arsch treten möchte.“ Die #aufschrei-Aktion hat eine breite Diskussion um sexualisierte Gewalt und Diskriminierung in unserer Gesellschaft ausgelöst und gezeigt, dass wir von Geschlechtergerechtigkeit noch weit entfernt sind. Es ist an der Zeit für eine neue feministische Agenda. Das Buch „Weil ein #Aufschrei nicht reicht – Für einen Feminismus von heute“ wurde von Anne Wizorek geschrieben und im Oktober 2014 vom Fischer Verlag veröffentlicht. Inhalt: Das Buch ist inhaltlich in die zwei Teile „ Don't call it a comeback! Eine feministische Agenda für jetzt“ und „ Wir sind viele. Ein Rekrutierungsversuch“ aufgeteilt. Der erste Teil erläutert zunächst was Sexismus überhaupt ist und wieso es Feminismus gibt, da auf den ersten Blick die Gleichberechtigung noch nie so ausgeprägt war wie heute. Danach wird auf einige Bereiche in denen es Sexismus gibt eingegangen, wie auf die Geschlechterquote, das Schönheitsideal und sexualisierte Gewalt, nur um einige Beispiele zu nennen. Im zweiten Teil werden feministische Vorbilder, Handlungsmöglichkeiten (auch für Männer) und ähnliches thematisiert. Meine Meinung: Ich habe mich für dieses Buch beworben, da ich mich sehr mit dem Feminismus beschäfte und auch denke, dass man der Gesellschaft die Augen öffnen muss, in was für Geschlechterrollen Männer und Frauen gesteckt werden. Am Anfang war ich auch wirklich begeistert, mir gefiel der lockere, oft sarkastische Sprachstil und Frau Wizorek hat absolut meine Meinung wiedergegeben und dazu mit Beispielen aufgeführt. Nach der Hälfte des Buches jedoch wurde es zunehmend anstrengend weiterzulesen. Ihr Stil, den Schreibstil im Internet einfach für ein Buch zu übernehmen, wurde irgendwann unpassend. Es kam nur noch nervig rüber und man konnte es leider irgendwann überhaupt nicht mehr ernst nehmen. Desweiteren sind irgendwann einfach alle wichtigen Punkte genannt und es ist das passiert, was ich so schrecklich finde und meiner Meinung nach nicht zum Feminismus gehört. Zunächst das Verwenden von „_“ bsp. : „Mitstreiter_innen“, um alle Geschlechter , also auch beispielsweise Transgender, anzusprechen. Es geht doch beim Feminismus darum, grundsätzliche Dinge zu verbessern, damit Frauen nicht mehr angeklagt werden wenn sie vergewaltigt werden und junge Mädchen nicht mehr in die Magersucht abrutschen, weil ihnen ein unerreichbares Schönheitsideal von der Gesellschaft vorgegeben wird! Es ist irgendwann nicht mehr verwunderlich, dass der Feminismus nur noch negativ gesehen wird, wenn beisielweise der Mann, der eine Sonde auf einem Kometen landet und die Wissenschaft eventuell damit weiterbringt, sich für sein Oberteil entschuldigen muss, weil irgendwelche „Feministen“ sich beleidigt fühlen. Also anfangs in wirklich sehr starkes Buch, man hätte nur in der Mitte aufhören müssen.

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  • Sehr gute Schilderungen zu einem sehr brenzligen Thema...

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    Tine2502

    03. December 2014 um 15:41

    Der 2013 gestartete Twitter-Hashtag #Aufschrei dient als Grundlage für diese Reportage/ Darstellung. Anne Wizorek setzt sich mit dem modernen Feminismus auseinander und schildert detailliert die derzeitige Situation und ihre Einstellung dazu. In dem Buch werden Erfahrungen und Alltagssituationen mit Sexismus und Belästigung in einer sehr kritischen Weise dargestellt und alles detailliert beleuchtet. Dies tut Anne Wizorek auf eine sehr angenehme, witzige Art und Weise. Auch wenn alles(, vieles) zeitweise (für mich persönlich) zu negativ gesehen wird, war ich zwischenzeitlich über das Steinzeit-Denken und-handeln in Deutschland erschrocken. Es war sehr angenehm und extrem interessant das Buch zu lesen und so viel über ein Thema zu erfahren, von dem ich überzeugt war, schon genug zu wissen. Die Lektüre ist auf alle Fälle für Alle zu empfehlen, die ihr Wissen vertiefen möchten bzw. die die ihre ersten Erfahrungen zu Thema sammeln wollen.

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  • Nur ein #aufschrei reicht eben nicht...

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    janinchens.buecherwelt

    02. December 2014 um 19:18

    Bis zum Gewinn diese Buches hatte ich von der #aufschrei-Kampagne noch nichts mitbekommen. Das lag wohl größtenteils daran, dass ich mit Twitter nichts zu tun hatte. Dies änderte sich bereits nach den ersten Kapiteln des Buches.  Anna Wizorek gibt uns in ihrem Buch erste Einblicke in das Thema Feminismus. Für mich als kompletter Feminismus-Neuling sehr anschaulich und verständlich dargestellt. Themen wie Frauenquote, Pille danach und Vereinbarung von Familie und Beruf sind gerade für uns jungen Frauen von großer Wichtigkeit. Sie könnten uns alle betreffen. Bereits beim Nachdenken über solche Themen setzen wir uns damit auseinander und bilden uns eine Meinung dazu. Laut Wizorek reicht das alleinige Meinung bilden jedoch nicht aus, handeln ist die einzig richtige Entscheidung.  Männer kommen im Buch allerdings nur selten zum Gespräch und wenn, dann werden sie als das "Böse" dargestellt. Mich hätten einige Themen aus Männersicht auch sehr interessiert. Vielleicht kommt ein ja noch ein Folgeband, bei dem die Männer auch ein bisschen besser wegkommen. Es sind ja schließlich nicht alle schlecht :)

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  • Her mit dem neuen Feminismus!

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    Linker_Mops

    Vor knapp einem Jahr kam es zu einer neuen feministischen Debatte. Angestoßen von Laura Himmelreichs Artikel über Brüderle und dem #aufschrei, initiiert von der Autorin dieses Buches Anne Wizorek und anderen Netzaktivist_innen. Über diese Debatte, was den heutigen Feminismus ausmacht, was aktuell noch alles falsch läuft und wie man selbst feministisch aktiv werden kann, handelt dieses Buch. Um es vorweg zu sagen: Ich bewege mich seit Jahren in einem linken, alternativen Milieu und hielt mich zumindest in vielen feministischen Punkten für ziemlich aufgeklärt und weltoffen. Dieses Buch hat mir aber in vielen Punkten nochmal die Augen (weiter) geöffnet. Sachen die mir vorher nicht so bewusst waren, Zeitpunkte, wo ich mich vielleicht selbst noch unbewusst diskriminierend verhalten habe (Bsp. Lookism), ... Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich vorher mich mit dem Begriff Feminismus wenig auseinandergesetzt habe bzw. davor zurückgeschreckt bin, weil ich dabei immer Alice Schwarzer vor Augen hatte. Dieses Bild hat sich nun komplett gewandelt und ich sage selbst: "Ja ich bin eine Feministin!" Ich finde gut, dass es nicht allzu wissenschaftlich geschrieben ist, sondern eher auf eine lockere Art mit vielen sarkastisch-ironischen Momenten. Das lockt vielleicht auch die Menschen an, die sich mit dem Thema bisher gar nicht auseinandergesetzt haben und bringt evt. bei denen Aha-Effekte mit sich und ein Umdenken. Sehr gut finde ich den ersten Teil, wo Anne Wizorek nochmal deutlich macht, dass Feminismus kein reines Frauenthema ist, sondern alle Diskriminierungs- und Gleichstellungsaspekte aufgreift. Positiv finde ich auch die Aufzählung anderer feministischer Blogs, Kampagnen, Projekte, etc. wo man, wenn man mehr erfahren möchte, weiterschnuppern kann. Vier Sterne gibt es von mir nur, weil ich gerade das Kapitel was Männer ansprechen sollte, für ein wenig unglücklich formuliert und kontraproduktiv finde. Und gerade Männer sollten ja für das Thema Feminismus sensibilisiert und als Aktivisten gewonnen werden. Insgesamt ist das Buch auf alle Fälle zu empfehlen. Für Feminist_innen, solche die es noch werden wollen oder einfach nur Menschen, die etwas über dieses Thema erfahren wollen.

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    • 3

    Linker_Mops

    24. November 2014 um 13:32
  • Feminismus für alle

    Weil ein Aufschrei nicht reicht

    BluevanMeer

    14. November 2014 um 12:31

    Im Januar 2013 rappelt's im Karton und zwar so richtig. Unter #Aufschrei sammeln Frauen ihre Erfahrungen mit Alltagssexismus, berichten von sexuellen Übergriffen und V*rg*w*ltigungen. Initiiert wurde der Tweet von Anne Wizorek (@marthadear), die sich mit anderen Twitternutzer_innen (@faserpiratin, @vonhorst) austauschte und spontan den Hashtag am 25. Januar um 0.13 in der Nacht festlegte. Noch in der Nacht beteiligen sich tausende andere Betroffene, berichten über "das komplette Ausmaß von Sexismus und sexualisierter Gewalt". @KhaosKobold: Der Mathelehrer, der mir sagte ich bräuchte das nicht verstehen, ich würde eh mal Mutti mit Abitur #aufschrei @totalreflexion: Der Schwimmlehrer, der alle Mädchen im Kurs zur Begrüßung auf den Mund küsste - die jeweils jüngste mit Zunge #aufschrei Danach geht alles relativ schnell, bereits am nächsten Morgen hat Anne Wizorek Anfragen von Journalist_innen und kurz darauf eine Einladung zu Günther Jauchs Sendung im Briefkasten. Der Hashtag war ein absoluter Erfolg und macht sichtbar, was viele nicht wissen wollten: das Sexismus und sexuelle Übergriffe auch in Deutschland zur Tagesordnung gehören. Damit schaffte der Hashtag etwas außerordentliches: eine online geführte Debatte wurde in die offline-Welt überführt und ernst genommen. Die Jury des Grimme Online Awards würdigte den Hashtag und seine Verfasser_innen. Jetzt hat Anne Wizorek ein Buch geschrieben, indem sie sich für einen "Feminismus von heute" ausspricht und deutlich macht, dass viele Probleme noch lange nicht gelöst sind. In ihrem Buch räumt Wizorek mit vielen Mythen auf, die in der medialen Wahrnehmung immer noch bestehen: nein, Rainer Brüderle war nicht "der" Auslöser für den Hashtag und nein, niemand muss Emma-Leser_in sein, um Feminismus gut finden zu können. "Den" Feminismus, und das wird sehr schnell klar, gibt es sowieso nicht (das macht auch ein historischer Abriss über feministische Entwicklungen deutlich) - und Alice Schwarzer ist nicht das Maß aller Dinge. Ihr Buch besteht aus zwei Teilen und die Aufschrei-Debatte, die ich damals mit großem Interesse verfolgt habe, steht nicht am Anfang der Auseinandersetzung. Stattdessen beschreibt Wizorek auf den ersten 150 Seiten eine umfassende, fundierte und locker geschriebene Einführung in die unterschiedlichsten aktuellen feministischen Debatten, die momentan online geführt werden. Sie räumt mit den vermeintlichen Mythen der Geschlechtergerechtigkeit auf ("Aber wir haben doch eine Bundeskanzlerin!?!"), stellt dar, warum eine Quote wichtig ist, schreibt über sexuelle Selbstbestimmung, repressive Schönheitsideale mit einem super Schwenk zu Beyoncé (Yeah!), die Care-Debatte und LGBTIQ. Und das geht ihr so locker von der Hand, dass ich manchmal fast vergesse, wie ernst das Thema eigentlich ist: "Solange wir ein patriarchalisches Gesellschaftssystem haben, befinden wir uns in puncto Geschlechtergerechtigkeit aber meist zwischen Babyschritten vorwärts und Backlash, der uns wieder zurückschleudert. Der Backlash (zu deutsch etwa "Rückschlag") ist sozusagen der Darth Vader zur feministischen Rebellion. Denn sobald sehr viele Menschen gesellschaftliche Fortschritte einfordern oder diese Veränderungen sogar durchgesetzt werden können, wird es immer auch viele Menschen geben, die an der Uhr drehen und diese auf ,die guten alten Zeiten' mit konservativen Wertvorstellungen zurückdrehen wollen. (S.23) Wizoreks Buch ist nicht nur eine sehr gelungene Einführung in die aktuellen (netz-)feministischen Debatten, die durch eine umfangreiche Linkliste illustriert werden, sondern vor allen Dingen auch ein sehr unterhaltsame Kritik am gesellschaftlichen Backlash, der feministische Entwicklungen, die vor einigen Jahren noch als selbstverständlich galten, heute wieder in Frage stellt. Beispielsweise wenn Frauen, die die Pille danach nehmen als rücksichtslos, naiv und leichtsinnig dargestellt werden ("Man muss es immer wieder sagen: Das sind keine Smarties!" Jens Spahn, CDU via twitter am 13. Januar 2014). Als wären Frauen nicht in der Lage dazu rationale Entscheidungen zu treffen, wenn es um ihre Verhütung und damit ihre Selbstbestimmung geht. Eine solche Haltung geht natürlich wunderbar mit der Auffassung einer neuen Bewegung radikaler christlicher Lebensschützer_innen einher. In einem sehr ausführlichen Kapitel über sexuelle Übergriffe und Sexismus wird nicht nur mit dem Strohmann-Argument der ominösen Falschbeschuldigungen durch v*rg*waltige Frauen aufgeräumt, es werden auch die unterschiedlichsten Vorfälle der letzten Monate und Jahre aufgerollt, die sich um sexuelle Übergriffe oder ihre Verharmlosung drehen: Kachelmann, Assange, ,Steubenville', die Debatte um Blurred Lines von Robin Thicke und der V*rg*waltigungs-"Witz" von Moderator Klaas in der Sendung NeoParadise. Einen ziemlich ausführlichen Teil widmet Wizorek auch ihrer eigenen Haltung und ihrer eigenen Entwicklung hin zum Feminismus. Auch wenn die anderen Kapitel weitaus pointierter erscheinen mögen, hat mir dieser Teil besonders gut gefallen. Stichwort: Empowerment. "Was ich mit alldem sagen möchte, ist: Es braucht nicht erst einen Master in Gender-Studies, um Feminist_in zu werden (auch wenn der Master nicht schadet)." (S.241) Weil ein #aufschrei nicht reicht ist kein Buch, das ich in einem Zug durchlesen konnte. Zwischendurch brauchte ich ein paar Pausen - nicht nur, weil es auf Dauer auch sehr anstrengend sein kann, von den vielen Dingen zu lesen, die eben noch nicht richtig laufen, vor allem aber auch, weil mir jedes Kapitel sehr viel Input zum Nachdenken gegeben hat. Da war Kapitel 12 ziemliches großes Kino, in dem unterschiedliche Strategien vorgestellt werden, wie am besten mit Sexismus oder schwierigen Diskussionen umgegangen werden kann (Stichwort: Choose your battles). Auf den Punkt gebracht: Es ist nicht deine Aufgabe, jetzt immer und überall für eine feministische Perspektive aufzustehen - und manchmal kann man das auch einfach nicht und ist frustriert von so viel Unwissen und genervt von Provokationen und dem tausendsten "sich-Erklären-müssen". Interessant war auch die klare Forderung an männliche* Unterstützer, die vielleicht zunächst als etwas provokant daherkommt, mich allerdings an den Critical Whiteness-Ansatz erinnert: "Setz dich mit deiner Schuld auseinander". Wenn Rassismus und Sexismus als strukturelle Problematiken angesehen werden, ist diese Forderung auch nur eine logische Konsequenz. Weil ein #aufschrei nicht reicht - Für einen Feminismus von Heute ist das erste Buch, das ich über den "Twitter"-Feminismus gelesen habe. Sonst bin ich eher auf Blogs, bei Twitter, bei YouTube unterwegs. Es ist super geschrieben und für jeden, der eine kleine Einführung in den aktuellen (Netz-)Feminismus braucht, unbedingt zu empfehlen. Die Aktualität der gesamten Debatte steht dabei außer Frage. Seit einiger Zeit sehe ich sehr gerne die Vlogs von der amerikanischen Kommunikationswissenschaftlerin Anita Sarkeesian (feministfrequency), die sich auf Youtube mit stereotypen Darstellungen von Frauen in Videospielen beschäftigt und zu Frauendarstellungen in der Popkultur forscht. Ein Thema das Wizorek immer wieder in ihrem Buch aufgreift. Im Oktober 2014 drohten Unbekannte mit einem "School Shooting", weil Sarkeesian zu einem Vortrag an der Utah State University eingeladen war. Weil die Polizei keine Möglichkeit hatte, das Mitführen von Waffen zu verhindern (so was geht in Utah), musste Sarkeesian den Vortrag absagen.

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