Es ist der erste Teil der Nordsee-Krimireihe um die Reporterin Chili Keller.
Oktober 2021, die große Coronawelle ist erst einmal überstanden. Die Mehrheit der Menschen ist geimpft. Das gesellschaftliche Miteinander ist auf dem Tiefpunkt. Die Isolation und die Probleme, die damit einhergehen, sind überall spürbar. So auch im Leben von Chili Keller.
Die Protagonisten
Familie Keller: Jan, das Familienoberhaupt – Künstler, wohl situiert und ein Mensch, der sein Leben am liebsten im harmonischen Einklang mit seinem Weltbild genießt.
Chili: Psychologin und selbstständige Coachin, spezialisiert auf Traumata und Persönlichkeitsstärkung. Nebenbei schreibt sie gelegentlich für das Kulturressort der Regionalzeitung.
Zur Familie gehören außerdem die Töchter Lea und das Nesthäkchen Mia sowie Jans Schwester Julia.
In der Redaktion:
Irene Bauer, Geschäftsführerin der Regionalzeitung NordNordWest-Post – eine empathische Chefin mit großem Organisationstalent.
Albert Sommer, Fotograf der Zeitung, bestens vernetzt, wenn es um Informationen und Kontakte geht.
Bei der Polizei:
Rita Schmitt, Leiterin der Mordkommission, taff, jedoch zugeknöpft nach außen hin. Und Martin Lang, Hauptkommissar, nicht bei Mord und Totschlag …
Worum geht es?
Nach einer Sturmflutnacht wird ein Toter am Deich entdeckt.
Der zuständige Polizeireporter der NordNordWest-Post liegt mit einer schweren Corona-Infektion im Krankenhaus. Aus Personalmangel wird Chili Keller angeheuert. Gemeinsam mit Fotograf Albert fährt sie hinaus, um Informationen für den ersten Bericht zu sammeln.
Und damit beginnt das Drama.
Chili gerät schnell in einen Konflikt – mit sich selbst und mit ihrem Mann. Jan ist alles andere als begeistert davon, dass sie nun als Polizeireporterin unterwegs ist. Doch Chili stürzt sich in die neue Aufgabe. Ihr Coaching-Business läuft seit der Pandemie kaum noch – viele Menschen haben derzeit andere Sorgen, als sich um ihre mentale Gesundheit zu kümmern.
Der Tote, ein Meeresbodenforscher, wurde ermordet.
Bei ihren Recherchen stellt Chili schnell fest, dass wirklich niemand etwas Positives über ihn zu sagen weiß. Hatte der Mord mit seiner Arbeit zu tun?
Die Pressestelle der Polizei gibt nur spärlich Informationen preis. Dennoch gelingt es Chili, spannende Beiträge für die Zeitung zu schreiben. Ihr Kollege Albert unterstützt sie mit wertvollen Tipps und Kontakten. Schon bald ist Chili näher an der Geschichte, als ihr lieb ist und selbst die Mordkommission beginnt, ihre Erkenntnisse in ihre Ermittlungen einzubeziehen.
Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Vielleicht folgt ihr einfach meiner Empfehlung – und lest den Kriminalroman selbst.
Mein Fazit:
Annefried Hahn hat eine spannende Geschichte geschrieben, die alle Komponenten für ein gelungenes Leseerlebnis vereint:
Eine Protagonistin mit Ecken und Kanten – selbst problembelastet, aber durchsetzungsstark und voller Empathie für ihre Mitmenschen.
Das Familienleben der Kellers spielt eine große Rolle in der Gesamthandlung – sehr sympathisch eingeflochten.
Und es ist eine Geschichte, die sehr gut recherchierte Einblicke in die traditionelle Krabbenfischerei gibt, inklusive der Konflikte zwischen EU-Auflagen, der Forschung und den Fischern vor Ort.
Ich freue mich schon jetzt auf eine Fortschreibung in einem zweiten Band von: Chili, Crime und Meer.


