Annegret Held

 4 Sterne bei 58 Bewertungen
Autor von Das Zimmermädchen, Die letzten Dinge und weiteren Büchern.

Alle Bücher von Annegret Held

Cover des Buches Das Zimmermädchen (ISBN: 9783453350137)

Das Zimmermädchen

 (11)
Erschienen am 01.12.2004
Cover des Buches Die letzten Dinge (ISBN: 9783838749471)

Die letzten Dinge

 (9)
Erschienen am 11.10.2013
Cover des Buches Eine Räuberballade (ISBN: 9783847900559)

Eine Räuberballade

 (8)
Erschienen am 30.09.2020
Cover des Buches Fliegende Koffer (ISBN: 9783821857329)

Fliegende Koffer

 (8)
Erschienen am 01.01.2009
Cover des Buches Armut ist ein brennend Hemd (ISBN: 9783847900610)

Armut ist ein brennend Hemd

 (5)
Erschienen am 30.09.2020
Cover des Buches Die Baumfresserin (ISBN: 9783499232343)

Die Baumfresserin

 (4)
Erschienen am 01.06.2002
Cover des Buches Apollonia (ISBN: 9783847900603)

Apollonia

 (3)
Erschienen am 30.09.2020
Cover des Buches Das Verkehrte und das Richtige (ISBN: 9783847906544)

Das Verkehrte und das Richtige

 (1)
Erschienen am 25.02.2022

Neue Rezensionen zu Annegret Held

Cover des Buches Das Verkehrte und das Richtige (ISBN: 9783847906544)RenaMs avatar

Rezension zu "Das Verkehrte und das Richtige" von Annegret Held

Annegret Held – Das Verkehrte und das Richtige
RenaMvor 6 Monaten

Ein verschlafenes Dorf im Westerwald namens Scholmerbach in den 80er Jahren. Die junge Anna, unglücklich in ihrem Beruf als Polizistin in Darmstadt und unglücklich in ihrer Liebe zu einem verheirateten Kollegen, kommt nach Hause in ihr Dorf und begegnet auf dem Feuerwehrfest dem verboten attraktiven Pfarrer aus dem Nachbardorf. Was daraus entsteht und wie dies das Leben etlicher Menschen auf Dauer verändert, darum geht es in dem neuen Roman von Annegret Held.

In Ich-Form erzählt Anna von den Ereignissen damals, erzählt sie jemandem, dessen Identität man ahnt, die aber wirklich enthüllt wird erst am Ende des Buchs. Anna ist eine recht zerrissene junge Frau, einerseits fest verwurzelt in ihrem Dorf, in dem Umfeld, in welchem sie aufwuchs. Andererseits zieht es sie weg. Daher arbeitet sie in Darmstadt, hat sich auf eine andere Stelle in Frankfurt beworben. Doch die Arbeit bei der Polizei ist nichts für sie, sie kündigt und bewirbt sich erfolgreich um einen Studienplatz in Heidelberg, wovon sie immer geträumt hatte. Dort zieht sie in eine WG mit anderen Studentinnen, gleichzeitig pflegt sie eine innige Freundschaft mit Thea, eine jungen Mutter aus Scholmerbach.

Besonders diese beiden Frauen teilen ihre Geheimnisse, derer es einige gibt, und helfen sich gegenseitig, machen sich Mut, trösten sich. Vor allem nachdem Annas Verhältnis zu dem jungen, gut aussehenden Pfarrer Folgen hat, und das, obwohl er verheiratet ist und bereits drei Kinder hat.

Von diesen Folgen vor allem, vom Umgang damit und der Reaktion darauf im Dorf und in Annas Familie handelt der Roman vorrangig. Erzählt ist es in einer lapidaren, lakonischen Sprache, mit Witz und Tempo. Anna nimmt sich selbst und ihre Probleme, so scheint es, nicht so ernst, lässt sich von ihren Sorgen nicht vom Genuss des Lebens einer jungen Frau abhalten.

Annegret Held schreibt so, dass man meint, die Protagonistin sprechen zu hören, so lebendig, so locker-flockig ist der Stil des Romans. So unterhaltungsreich wie das Dorfleben in Scholmerbach, so unterhaltsam ist auch der Roman. Dennoch wirkt es manchmal ein wenig zu locker, zu unbekümmert. Dafür aber gelingt es der Autorin hervorragend, den Zeitgeist der 80er Jahre auferstehen zu lassen. Ihre Beschreibungen von Kleidung, Musik, Verhalten der jungen Menschen, von den Differenzen zwischen den Generationen und den damals aktuellen politischen Verhältnissen, bringen all das zurück. Und das ist es, was mir besonders gefiel an diesem Roman, der mich dagegen von der Handlung her nicht so recht überzeugte.

Annegret Held – Das Verkehrte und das Richtige
eichborn, Februar 2022
 Gebundene Ausgabe, 367 Seiten, 22,00 €

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Cover des Buches Armut ist ein brennend Hemd (ISBN: 9783847905936)Bellis-Perenniss avatar

Rezension zu "Armut ist ein brennend Hemd" von Annegret Held

Als die Kartoffeln auf den Feldern verfaulten ....
Bellis-Perennisvor 8 Monaten

Dieses Buch ist der zweite Band einer Familiengeschichte aus dem Westerwald. Die Autorin nimmt uns mit in die Jahre 1806 bis 1848. Wir begleiten Finchen aus dem fiktiven Örtchen Scholmerbach über rund fünfzig Jahre ihres harten Lebens, das von unzähligen Schwangerschaften, Hungersnöten, Entbehrungen, Missernten und marodierenden Soldaten geprägt ist.  


Der Autorin gelingt der zeitliche Spagat zwischen den Napoleonischen Kriegen und der Revolution von 1848. Dazwischen liegt der Ausbruch des Vulkans Tambora, der in vielen Teilen der Welt eine kleine Eiszeit verursacht hat und in weiterer Folge für Missernten und Hungersnöten verantwortlich ist. Doch den armen, von ihren Lehensherren abhängigen Bauern kann es egal sein, warum die Kartoffel auf dem Acker verfaulen und ihnen nur wenig zum (Über)Leben bleibt.   


Der Schreibstil ist schnörkellos. Zahlreiche Dialoge sind im Dialekt geschrieben, was das eine oder andere Mal nicht ganz leicht zu lesen ist. Mich persönlich nervt die Marotte die Dialoge nicht mit Redezeichen zu kennzeichnen viel mehr. Das kostet den 5. Stern. 


Fazit: 


Eine schnörkellose Beschreibung des Elends der Bauern (nicht nut im Westerwald) in der ersten Hälfte der 19. Jahrhunderts, der ich gerne 4 Sterne gebe.


 

Kommentare: 1
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Cover des Buches Eine Räuberballade (ISBN: 9783847900559)esb07s avatar

Rezension zu "Eine Räuberballade" von Annegret Held

Willkommen in Scholmerbach
esb07vor 2 Jahren

In ihrem dritten Westerwald Roman nimmt die ebenfalls im Westerwald geborene Autorin uns ins späte 18. Jahrhundert. Die Anwohner der fiktive Dörfchen Scholmerbach sind hauptsächlich Bauern, jeder hat sein Päckchen zu tragen und die kämpfen ums Überleben. Einer von deren ist Bauern Wilhelm. Kurz vor der Jahrhundertwende herrscht überall Raub, Überfälle sogar Mord. Die Bevölkerung muss zusehen, wie sie sich schützen können. Außer Hannes, der Sohn von Bauern Wilhelm. Ob der Vater Wilhelm mit verwirrten, bettlägerigen Ehefrau und mit der kleinen Tochter Liesel nicht alle Hände voll zu tun hat, da verschwindet noch dazu seiner rotzfrecher, stinkfauler Sohn aus der Bildfläche. Als dieser Nichtsnutz sich auch noch einer der brutalen Räuberbanden anschließt, steht ganz Scholmerbach kopf...

Mensch! Wie schnell die Jahre vergehen... Ich habe den ersten Band „ Apollonia“ von Westerwald-Trilogie im Jahr 2012 und den zweiten „Armut ist ein brennend Hemd“ im Jahr 2015 gelesen und chronologisch gesehen, geht die Autorin immer ein Stückchen zurück in die Vergangenheit. Mit „Eine Räuberballade“ hat ihr wieder ein wunderbarer Heimat-Roman gelungen. Sie erzählt die Geschichte sehr authentisch, denn sie verwendet in den Dialogen den Westerwälder platt und ich hatte leider meine Probleme damit. Es war für mich ziemlich anstrengend zu lesen. Ein paar Wörter, z.B. wie: Ich=Eysch, Du=Dou, konnte ich Entschlüssen aber bei einigen musste recherchieren. Durch den Dialekt wurde ich mit den Figuren nicht warm. Die Charaktere und deren Gefühls-Gedankenwelt haben mich nicht erreicht. Die sind mir nicht wie die normalen Menschen gewirkt, sondern wie die schlechten Schauspieler.

Die Geschichte ist wie ein Märchen, allerdings durch den schwierigen Dialekt ist nicht jedermanns Sache. Wer in dem Westerwald Gegend lebt, würde sich hier definitiv wohler fühlen als ich.

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