Annegret Held Apollonia

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Inhaltsangabe zu „Apollonia“ von Annegret Held

Mit Ranunkeln und Wiesenklee besucht Marie das Grab ihrer Großmutter. Dort liegt mehr begraben als die streitbare Apollonia: Liebe, Hass, Armut, Krieg und der wilde Westerwald. Je mehr Marie in die Welt ihrer Großmutter eintaucht, umso deutlicher kehrt auch die Erinnerung an ihre eigene Jugend zurück. Mit unbändiger Fabulierlust, kraftvoll und atmosphärisch dicht erzählt Annegret Held die Geschichte ihrer Großmutter, die zugleich auch die Geschichte eines ganzen Dorfes im vergangenen Jahrhundert ist.

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    Der Beobachter
    Schiller-Buchhandlung

    Schiller-Buchhandlung

    Urlaubsaktion: Verlosung von Hörbüchern - Bitte Titelliste beachten, es gibt pro Titel je ein Exemplar zu gewinnen! Die Haupturlaubszeit hat begonnen - hier in Baden - Württemberg beginnen Ende Juli die Sommerferien. Grund genug, eine kleine Aktion für all diejenigen unter Euch zu machen, die längere oder kürzere Reisen vor sich haben und dabei gerne ein Hörbuch hören möchten! Manche von Euch erinnern sich vielleicht, dass wir das vor einiger Zeit schon einmal gemacht haben. Wir bekommen immer wieder von den Hörbuchverlagen Hörbücher zum Anhören. Vielleicht kennt Ihr das von Büchern: Die meisten hört man nur einmal an. Also haben wir mal unser Hörexemplarfach durchforstet und schenken Euch Hörbuchfans hier bei Lovelybooks 13 Hörbücher für Eure Urlaubsreise. Natürlich sind 2 Haken bei der Sache - wäre ja sonst auch zu schön! Der erste Haken: Ihr schreibt uns eine Rezension über Euer Hörerlebnis, das wir auf unserer Homepage oder auf unserem Blog veröffentlichen dürfen. Der zweite Haken: Ihr könnt Euch das Hörbuch nicht aussuchen, sondern Ihr schreibt uns, wohin Eure Reise geht und wie viele Kilometer Distanz zwischen Eurem Heimatort und dem Urlaubsziel liegen. Wir wählen dann aus, welches Hörbuch wir Euch schicken - je länger die Reise, desto länger die Hörzeit! Damit Ihr aber auch Freude an der Aktion habt, könnt Ihr uns natürlich dazuschreiben, wenn Ihr ein Hörbuch auf gar keinen Fall haben wollt. Wir haben Euch die Titel angehängt, die es außer "Der Beobachter" zu gewinnen gibt (nicht irritieren lassen, wenn die Bücher angezeigt werden!)  und sind sehr gespannt, wohin Eure Reisen Euch führen werden! Ihr habt Zeit bis Sonntag, 21.7.2014 um 23.59 Uhr. Viel Spaß beim Mitmachen wünscht Euch Das Team der Schiller Buchhandlung

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  • Familiengeschichte

    Apollonia
    uli123

    uli123

    05. January 2014 um 14:43

    „- Das Leben von der Apollonia aufschreiwen … da war wirklich naut Schönes dran“, sagte meine Mutter (= Tochter von Apollonia und Mutter von Marie). An die Zeit will keiner mehr denken. Hör doch auf mit dem alten Kram, der interessiert doch kaanen.“ Solch ein Dialog (S. 253) entwickelt sich zwischen der sechzehnjährigen Marie (der Ich-Erzählerin) und ihrer Mutter Marianne, als sich Marie im Jahre 1977 dazu nimmt, das Leben ihrer Großmutter in einem eigens gekauften Notizbuch aufzuschreiben. Auch die im Sterben liegende Apollonia „fand ihr Leben einen Scheißdreck“ (S. 379) und „hatte nie gerne erzählt“ (S. 379). Für Marie aber – und auch für mich als Leserin – ist die Geschichte ihrer Oma so interessant, dass sie sie aus den fragmentarischen Informationen der zahlreichen Verwandten zusammenträgt. Heraus kommt dabei folgendes:   Apollonia wird 1902 in dem Dorf Scholmerbach im Westerwald geboren. Zeit ihres Lebens wird sie geprägt von ihrem kaisertreuen, preußisch disziplinierten Vater, der das Lachen verbietet. Zu wählerisch bei der Wahl ihres Ehemannes, heiratet sie schließlich den lebensfrohen, arbeitsscheuen, trunksüchtigen Klemens. Mit ihm bekommt sie die gemeinsame Tochter Marianne und lebt in sehr einfachen Verhältnissen auf dem väterlichen Hof, wo sie zusehends verbittert. Ihre persönliche Geschichte ist zugleich ein Zug durch die Geschichte, denn der Nationalsozialismus hält auch in Scholmerbach Einzug, ebenso der Erste und Zweite Weltkrieg mit ihren gravierenden Folgen. Nach Klemens Rückkehr aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft wird er endgültig zum Trinker. Die Ehe mit ihm bereut Apollonia längst.   Diese Lebensgeschichte erzählt Marie in sehr berührender Weise. Rückschauen auf Apollonias Vergangenheit erfolgen im steten Wechsel mit Maries Erinnerungen an den Sommer 1977 vor ihrem 17. Geburtstag, als sie selbst die vermeintlich erste große Liebe mit einem amerikanischen GI erlebt.   Apollonia steht stellvertretend für so viele Frauen ihrer Generation, aufgewachsen zu einer Zeit, als noch andere Wertvorstellungen als heute herrschten. Ihre Rolle als Ehefrau hat sie nie in Frage gestellt.   Regional ist der Roman in einem fiktiven Dorf im Westerwald angesiedelt. Die wörtliche Rede wird meistens im Westerwalder Dialekt wiedergegeben. Das passt gut zur Bodenständigkeit der Romanfiguren. Der Schreibstil ist sehr atmosphärisch gehalten. Immer wieder werden Begriffe und Redewendungen wiederholt, z.B. die Auflistung der Dörfer Linnen, Wennerode, Beilchen, Pfeifensterz, Hellersberg, Ellingen, Wällershofen, Böllsbach, Jammertal und Langdehrenbach oder „Sommernooscht en Bloiteduft“. Wer wie ich ein Kind der 60er Jahre ist, in dem werden schöne Erinnerungen geweckt, etwa an die seinerzeit aktuellen Schlager, z.B. „Anneliese, ach Anneliese“.   Ein wunderbarer Roman, der Anregung sein kann, die eigene Familiengeschichte zu erforschen.

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  • Nicht nur für Westerwälder

    Apollonia
    Pongokater

    Pongokater

    18. March 2013 um 19:47

    Annegret Heldts Roman spielt im Westerwald. Erzählt wird aus der Perspektive der 70er Jahre, die Geschichte geht zurück bis in die Zeit des Ersten Weltkriegs.  Soweit, so langweilig. Aber wie Annegret Heldt das macht, mit wieviel Liebe und Humor sie die Vorder- und die Abgründe des Dorflebens im südlichen Westerwald schildert, das ist umwerfend gut. Ich selber habe sechs Jahre lang von meinem Arbeitszimmer in Limburg-Eschhofen von südlich der Lahn auf die Höhen des Westerwaldes geschaut. Und ich bin täglich Menschen von dort begegnet. Aber ich habe mit norddeutschen Augen geschaut und bin mit norddeutschen Gewohnheiten begegnet. Deshalb konnte ich wohl nicht das sehen und spüren und hören, was die Einheimische erspürt. Und ich sollte mich sehr täuschen, wenn Annegret Heldts "Scholmersbach" nicht  von Edgar Reitz' Schabbach im Hunsrück  inspiriert ist.  Gibt es ein größeres Kompliment? Aus meinem Munde / aus meiner PC-Tastatur kaum.

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